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Landespokal / Herren
Oberlosa feiert Handballfest
SV 04 Oberlosa - HSV Glauchau  31:22


Die Handballer des SV 04 Oberlosa haben erneut eine Pokalsensation geschafft. Wie bereits im Vorjahr warf man den Sachsenligisten HSV Glauchau in der zweiten Runde aus dem Wettbewerb. Mit 31:22 fiel der Erfolg diesmal allerdings überaus deutlich aus.

SV 04

Vor toller Kulisse bestimmten die 04er von Beginn an die Szenerie und knüpften an die starke Vorwochenleistung nahtlos an. Oberlosas Torhüter Carsten Klaus konnte gleich den ersten Ball parieren, sein langer Abwurf erreicht Mike Anlauf und der trifft zum 1:0. Sofort sind die Gelb-Schwarzen im Spiel und die Stimmung auf den Tribünen ist prächtig. Der Favorit aus Glauchau kann nur bis zum 3:2 mithalten, dann enteilt der SV-Express bis zur achten Spielminute auf 6:3. HSV-Coach Thomas Schneider nimmt früh die Auszeit, bringt einen neuen Torhüter ins Spiel und fordert von seiner Mannschaft ein besseres Defensivverhalten. Doch alle Mahnungen nützen nichts, Oberlosa spielt sich in den nächsten Minuten nahezu in einen Rausch. Insbesondere der Ex-Glauchauer Mike Anlauf drückt der ersten viertel Stunde seinen Stempel auf und legt seinen ehemaligen Kollegen fünf Eier ins Nest. Beim 10:5 haben die 04er bereits einen komfortablen Vorsprung herausgeworfen, wenig später mutet die 13:6-Führung beinahe schon sensationell an. Gegen die bisher angriffsstärkste Mannschaft der Sachsenliga läßt die bisher beste Abwehr der Verbandsliga kaum etwas zu. Was dennoch den Weg bis zum Oberlosaer Tor findet, pariert in den allermeisten Fällen ein Keeper Carsten Klaus in Top-Form. Bis zum 15:8 kann der Gastgeber sein dickes Torepolster behaupten. Erst in den letzten Minuten vor der Pause kommt der Favorit besser ins Spiel. Treffer durch David Kylisek, Rostislav Bruna und Willi Schubert für die Westsachsen sorgen letztendlich für den 15:11-Halbzeitstand.

Wer nun in der zweiten Hälfte einen Sturmlauf des HSV erwartet hat, sieht sich schnell getäuscht. Trotz einer Vielzahl an Zeitstrafen können die 04er die Führung bis zum 20:16 behaupten. In der 42. Spielminute holt sich Mike Anlauf etwas übermotiviert eine Rote Karte ab. Glauchau kämpft und fightet, Oberlosa hält bravourös dagegen und sichert sich auch beim 22:18 durch den sich glänzend einfügenden Marcus Peschke eine sichere Führung. Tore durch Tomas Martinek, Andre Schneider, Robert Fickel und ein Dreierpack des bärenstarken Paul Richter schrauben kurz später den Vorsprung auf 28:20. Garant dafür ist wie schon im ersten Spielabschnitt ein überragender Schlussmann Carsten Klaus. Die Gäste, die in dieser Begegnung auf Torhüter Schöneboom sowie Toman, Jentzsch und Pechmann verzichten müssen, haben nichts mehr entgegenzusetzen. Im Gegenteil, Rico Englert trifft mit tollem Unterarmwurf in den Winkel zum 29:21, Marcus Peschke macht wenig später die Dreißig voll und Michel Wiesend setzt mit herrlichem Dreher den Schlusspunkt. Oberlosas phantastische Fans feiern zu diesem Zeitpunkt schon längst mit Standing Ovations eine tolle Leistung ihres Teams.

Landespo...
Trainerstimmen:

Thomas Schneider (Glauchau):
Meine Mannschaft ist nach dem durchwachsenen Saisonstart in der Sachsenliga verunsichert. Dann kommen wir hierher nach Plauen und treffen auf einen Kontrahenten, bei dem in den ersten zwanzig Minuten nahezu alles klappt.
Wir haben uns dann zwar etwas stabilisiert und konnten verkürzen, allerdings hat Oberlosa auch im zweiten Abschnitt wieder sehr gut gespielt und verdient gewonnen.

Jörg Grüner (Oberlosa): Zunächst einmal muß ich meiner Mannschaft ein Kompliment für die heutige Leistung machen. Allerdings müssen wir auch realistisch bleiben und dürfen nicht vergessen, dass bei Glauchau vier Akteure gefehlt haben. Dennoch hat meine Mannschaft die Vorgaben sehr gut umgesetzt und einen tollen Sieg herausgespielt. Nun gilt die volle Konzentration dem Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen LVB Leipzig II.

Oberlosa: Leppert, Klaus; Anlauf (5), Dick (2/2), Börner, Martinek (3), Peschke (3), Englert (3), Schneider (3), Fickel (2), Roth (1), Wiesend (2), Richter (7)
Glauchau: Wolf, Päßler; Schubert (1), Elschker, Feig (1), Schmidt (5), Pflug (3), Hofmann (2), Bruna (4), Sobieraj (4), Kylisek (2/1), Heinrich
Zuschauer: ca. 400
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