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Oberlosa schlägt Chemnitzer Tabellenführer

Wahrlich nichts für schwache Nerven war der Auftritt des SV 04 Oberlosa am Sonnabend in der heimischen Sporthalle Uferstraße. In einem dramatischen Match wurde der aktuelle Tabellenführer SV Chemnitz-Harthau 3:1 niedergerungen. Im Anschluß wurden die mit Sonderspielrecht in der Landesklasse spielenden Leipziger Youngster der L.E Volleys III  mit 3:0 nach Hause geschickt. Somit bleibt Oberlosa aktiv im Spitzentrio, dem sich mit dem GSVE Delitzsch II ein starker Verfolger hinzugesellte. In zwei Wochen gilt es auswärts bei SV Textima Süd Chemnitz, die Tuchfühlung zu den Harthauern nicht zu verlieren.  

SV 04 OberlosaI I  – SV Chemnitz-Harthau  3:1 (16;20;-19; 25)

Die Chemnitzer Gäste brauchten ziemlich lange, um ihren Spielrhythmus zu finden. Oberlosa war von Anbeginn hellwach und setzte sich frühzeitig mit deutlichem Vorsprung ab. Harte Angriffe von Pechmann, Koj und Zöbisch stürzten die Gäste in arge Verlegenheit. Erst im dritten Satz zeigte der Spitzenreiter sein wahres Leistungsvermögen, als in der Feldabwehr eine Vielzahl Oberlosaer Angriffe hervorragend entschärft wurden. Gleichzeitig schmetterte der überragende Schaatschneider aus allen Positionen und verschaffte seinem Team frühzeitig eine 16:9-Führung. Im Oberlosaer Angriff ging etwas der Druck verloren. Bei den begeisterten Zuschauern schlich sich ein mulmiges Gefühl ein, als Harthau auch im vierten Satz zunächst den Ton angab und mit 16:10 abzog. Angetrieben von den Fans und Harthauer Fehler  erholte sich der Oberlosaer Sechser. Der eingewechselten Zuspieler Christian Popp brachte frischen Wind in die Oberlosaer Reihen, die sich  Zug um Zug herankämpften zum 21:21. Oberlosa wehrte den Satzball der Harthauer erfolgreich ab und punktete sich mit Glück und Geschick zum nicht unverdienten Satz- und Spielsieg. Libero Steffen Laudel mit enormen Pensum und stabile Zuspielarbeit von Friedrich und Popp waren das Leistungsgerüst, von dem der Angriff profitierte. Als sehr wichtig fungierte in der Stagnationsphase die Auswechselbank, die den Leistungsträgern Verschaufpausen verschaffte. Zu gefallen wußte auch der Adorfer Felix Martin mit kraftvollen Außenangriffen. 

SV 04 Oberlosa I – L.E. Volleys III   3:0 (16; 18: 25)

Gegen die talentierte Leipziger Jugendauswahl, deren Alter sich zwischen 15 und 17 Jahren bewegt, hatte der Oberlosaer Sechser in den ersten beiden Sätzen nur wenig Mühe. Jeweils Mitte des Satzes zogen die Plauener im Angriff an und bauten eine ungefährdete Führung aus. Lediglich im dritten Satz kam Oberlosa nur schwer in die Gänge, als sich  neben dem konditionellen Abbau, dem mit vier Auswechslungen im Satz entgegengewirkt wurde, auch Unkonzentriertheit breitmachte. Leipzig führte lange Zeit und war drauf und dran, mit dem 24:21 zumindest den Satzsieg einzufahren. Allein die Blockdominanz und Erfahrung des Oberlosaer Teams verhinderten den Fauxpas, als sie die Youngster zu entscheidenden Fehlern zwangen und so den am Ende klaren 3:0-Sieg besiegelten.

Oberlosa: Martin, Zöbisch, Ludwig, Popp, Relitz, Laudel, Friedrich, Exner, Koj, Ruckdeschel, Düntsch, Pechmann

Gunar Rus AL VB SV 04


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