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(16.02.) Verbandsliga / Herren

Oberlosa wartet vergeblich

Zu einem Novum kam es am Samstag Abend in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Die Handballer des SV 04 Oberlosa warteten vergeblich auf ihren Kontrahenten vom TuS Leipzig-Mockau. Neben dem Oberlosaer Team warteten natürlich auch die Schiedsrichter und das Publikum, leider vergebens.

"Das ist eine absolute Sauerei was da abgelaufen ist", fand SV Manager Rico Michel deutliche Worte. "Wir wurden von der spielleitenden Stelle am Donnerstag informiert, dass die Leipziger um eine Spielverlegung gebeten haben. Auf Grund von Verletzungen wären die Messestädter angeblich nicht spielfähig gewesen. Die haben bisher 20 Spieler in dieser Saison eingesetzt und haben auch eine zweite Mannschaft. Insofern kann ich das absolut nicht nachvollziehen", so Michel. "Der Handballverband Sachsen hat dem Antrag aus den genannten Gründen auch nicht zugestimmt. Daher gingen wir ganz klar davon aus, dass die Mockauer heute hier antreten", erklärt Michel. 

Auch Trainer Jörg Grüner zeigte sich stocksauer.
"Ich bin jetz seit über zwanzig Jahren Trainer. Aber das habe ich auch so noch nicht erlebt".


Nach Aussage von Rico Michel kommen auf die Leipziger nun erhebliche Schadenersatzforderungen zu. "Wir haben den mit Abstand höchsten Zuschauerschnitt der Liga. Die fehlenden Einnahmen aus dem Ticketverkauf werden wir natürlich geltend machen. Auch die Kosten für den Ordnungsdienst, die Fahrtkosten der Schiedsrichter, die Kosten für das Kampfgericht werden wir einfordern. Zudem die Aufwendungen für die Plakate und Programmhefte. Wir betreiben den Aufwand ja schliesslich nicht zum Spaß", war Oberlosas Manager sichtlich geladen.

Zumindest die Auslosung für das Halbfinale des Landespokals ging am Samstag über die Bühne.

Hier erwischten die Schwarz-Gelben mit dem HSV Glauchau den schwerstmöglichen Kontrahenten. Zwei Mal schafften es die 04er bereits, den HSV aus dem Wettbewerb zu kegeln. "Die jetzige Glauchauer Mannschaft kann man mit der damaligen allerdings nicht mehr vergleichen. Mit mittlerweile fünf Tschechen im Aufgebot, stehen die Westsachsen nicht umsonst auf Platz vier der Mitteldeutschen Oberliga. Da bräuchte es schon ein echtes Wunder um in das Finale einziehen zu können", sieht Coach Grüner nur geringe Chancen.

"Für unsere Fans, die heute leider vergeblich in die Halle kamen, freut mich dieses attraktive Los natürlich sehr. Da wird die Kurt-Helbig-Halle am 23. März sicherlich aus allen Nähten platzen", ergänzte Michel.    - - -    RM  
 
 


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