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(23.02.) Verbandsliga / Herren

Oberlosa feiert Auswärtssieg

SV Lok Leipzig-Mitte  -  SV 04 Oberlosa  24:27
Die Handballer des SV 04 Oberlosa behalten weiterhin ihre weiße Weste. Am 16. Spieltag der Verbandsliga setzten sich die Schwarz-Gelben in einer gutklassigen Partie beim SV Lok Leipzig-Mitte verdient mit 27:24 durch. Nachdem die 04er unter der Woche erwartungsgemäss die beiden Zähler aus der ausgefallenen Partie der Vorwoche gutgeschrieben bekamen, behaupten die Spitzenstädter weiterhin ihren Vorsprung von sechs Punkten vor dem Verfolger Leipzig / Delitzsch II.

Von Beginn an entwickelte sich in der engen Leipziger Sporthalle eine ausgeglichene Partie. Der Gastgeber spielte wie erwartet völlig befreit auf und setzte den Spitzenreiter gehörig unter Druck. Lohn dessen war eine 3:1-Führung der Messestädter in der Anfangsphase. Oberlosa hielt dagegen und glich durch Jan Brabec und Christoph Märtner zum 3:3 aus. In der Folgezeit legten die Leipziger stets einen Treffer vor, Oberlosa zog ebenso stetig nach. Vor allem in der Defensive fanden die Spitzenstädter nicht zur gewohnten Sicherheit. "Insbesondere das Spiel über den Kreis bekamen wir in dieser Phase nicht in den Griff", monierte Oberlosas Trainer Jörg Grüner. Auf der Gegenseite zeigte sich Christoph Märtner insbesondere von der Strafwurflinie treffsicher, zudem glänzte der erneut starke Toni Roth mit Treffern von der Aussenposition. Über die Stationen 6:6 und 9:9 blieb die Partie weiterhin äußerst spannend. Routinier Tomas Martinek brachte die Randplauener beim 11:10 erstmals in Führung. Erneut Martinek, Paul Richter und Christoph Frost sorgten mit ihren Treffern dafür, dass Oberlosa den kostbaren Vorsprung auch beim 14:13 noch behaupten konnte. Die weiterhin zu löchrige Defensive der 04er spielte den Hausherren nun wieder in die Karten. Tobias Rudolph und Dominik Brückl sorgten mit ihren Toren für eine nicht unverdiente 15:14-Pausenführung für den Gastgeber.

In der Halbzeitpause wies Trainer Jörg Grüner auf die Fehler im Abwehrverhalten hin und stellte seine Defensivformation um. Nun mit Tomas Martinek im Deckungszentrum und Paul Richter als vorgezogene Spitze ging es in die zweite Hälfte. Um es vorweg zu nehmen, dieser Trumpf stach und gab dem Spiel die entscheidende Wendung. Zehn Minuten waren im zweiten Spielabschnitt absolviert und der Spitzenreiter hatte sich beim 19:16 erstmals etwas deutlicher abgesetzt. Nur fünf Minuten später betrug der Abstand beim 22:17 bereits fünf Tore. Nun allerdings wollten die 04er zu schnell zu viel. Zwei Fehlwürfe und ein misslungenes Abspiel brachten Leipzig wieder zurück in die Partie. Der spielstarke Gastgeber warf all seinen Kampfgeist in die Waagschale und verkürzte zum 20:22. Marcus Peschke traf zum 23:20 und machte damit den 500. Saisontreffer der Schwarz-Gelben perfekt. Doch die Partie blieb spannend. Lok-Mitte hielt weiterhin bravourös dagegen und verkürzte erneut. Doch der Spitzenreiter blieb cool. Auch eine Auszeit von Coach Marcus Uhlig und die folgende offene Manndeckung der Messestädter in der Schlussphase brachte die 04er nicht mehr in Bedrängnis. Die Youngster Toni Roth, Christoph Frost und Christoph Märtner hielten mit ihren Treffern den Oberlosaer Vorsprung stabil. Letztlich hart erkämpft aber dennoch verdient feierten die Schwarz-Gelben einen 27:24-Auswärtssieg bei einer starken Leipziger Mannschaft.

Trainer Jörg Grüner zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden: "Wir haben heute ein auf hohem Niveau stehendes Spiel gegen einen gutklassigen Kontrahenten verdient gewonnen. In der zweiten Hälfte haben wir in der Defensive den Grundstein gelegt. Tomas Martinek hat die Abwehr sehr gut zusammen gehalten und wir haben dann nur noch neun Treffer kassiert. Zudem hat heute Toni Roth ein sehr gutes Spiel gemacht. In der Schlussphase haben wir einige Möglichkeiten zu viel weggelassen, insgesamt bin ich jedoch mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden".
 
Oberlosa: Petzoldt, Klaus; Anlauf, Martinek (2), Peschke (1), Frost (2), Englert, Schneider, Fickel, Märtner (10/ davon 6 Siebenmeter), Roth (8), Richter (2), Brabec (2)   - - -    RM  


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