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Handball – Oberliga / Männer

Schwierige Aufgabe beim Neuling

Am 10. Spieltag der Handball-Oberliga gastiert der SV 04 Oberlosa beim Aufsteiger HBV 90 Jena. Zu ungewohnter Zeit, am Sonntag um 17 Uhr, ertönt der Anpfiff der beiden Unparteiischen Thomas Pinkert (SV Friesen Frankleben) und Steffen Zänker (HC Burgenland) in der Jenaer Werner-Seelenbinder-Sporthalle im Sportkomplex Lobeda-West in der Karl-Marx-Allee.

Als souveräner Meister der Thüringenliga stieg der HBV 90 Jena in die Mitteldeutsche Oberliga auf. Vor der Saison wurde beim Neuling tief in die Schatulle gegriffen und die Mannschaft namhaft verstärkt. Mit den beiden Polen Damian Kowalczyk (Tor) und Marcin Kijowski (Rückraum), dem ehemaligen Rostocker Maic Sadewasser (Kreis), dem wurfgewaltigen Florian Folger (HSV Apolda) und Spielmacher Marcel Popa (ThSV Eisenach) wurden prominente Spieler an den Fuß der Kernberge geholt. Der erfahrene Coach Ralph Börmel hatte die Aufgabe aus den bisherigen Leistungsträgern Patrik Pristas, Malte Hansemann, Sebastian Triller und Kevin Elsässer und den starken Neuzugängen eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Die bislang erspielten 7:11 Punkte sind eine sehr ordentliche Ausbeute, zumal die Jenaer bislang nur vier Heimspiele absolviert haben. Lediglich ein Heimspiel ging bislang verloren, ersatzgeschwächt unterlagen die Thüringer dem HC Elbflorenz II mit 28:33.

Wozu die Börmel-Sieben insbesondere in eigener Halle in der Lage ist, zeigt unter anderem der haushohe 37:24-Erfolg über den SV Oebisfelde. Bester Torschütze der Jenaer ist bislang Linkshänder Sebastian Triller (62 Saisontore), ihm am nächsten kommen Florian Folger (41) sowie Marcin Kijowski (36) und Marcel Popa (34). Klar führend sind die Thüringer auch in der Statistik der Zeitstrafen und Roten Karten. Bislang sammelte der HBV satte 58 Strafzeiten und 6 Rote Karten.

Beim SV 04 Oberlosa will man die Serie von bislang neun ungeschlagenen Spielen natürlich weiter ausbauen. Gegen den drittbesten Angriff der Liga (Jena erzielte bislang 244 Tore) wird die beste Abwehr (Oberlosa kassierte bislang 200 Gegentore) wieder voll gefordert sein.

„Jena verfügt über eine erfahrene und wurfstarke Mannschaft. Körperlich sind die Thüringer vermutlich das stärkste Team der Liga mit ganz vielen großgewachsenen und robusten Spielern“, hat sich SV-Coach Petr Hazl nach dem Videostudium einen Überblick verschafft. „Wir dürfen den Gastgeber nicht ins Spiel kommen lassen, müssen kompakt verteidigen und gegen den torgefährlichen Rückraum muss die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter passen“, gibt Hazl die taktische Marschroute vor.

Die Spitzenstädter können die schwierige Aufgabe in der Zeiss-Stadt aller Voraussicht nach mit dem gleichen Personal wie zuletzt angehen, ob auch Torsten Wetzel nach überstandener Erkrankung schon wieder in den Kader zurück kehrt, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.

Team und Verantwortliche der 04er hoffen auch am kommenden Sonntag wieder auf eine stattliche Anzahl an schwarz-gelben Anhängern welche die kurze Anfahrt nutzen um ihr Team lautstark zu unterstützen.

(RM)


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