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Oberlosa trumpft auf SV 04
Oberlosa - Germania Zwenkau  31:23  


Es bleibt dabei, Germania Zwenkau ist weiterhin der Lieblingsgegner der Oberlosaer Handballer. Im fünften Vergleich beider Teams feierten die 04er den fünften Erfolg, nach einer über weite Strecken der Partie  überzeugenden Leistung gewannen die Spitzenstädter souverän mit 31:23.

Die Sorgenfalten im Gesicht von Oberlosas Trainer Jörg Grüner wurden vor dem Anpfiff noch etwas tiefer. Bereits  seit Monaten fehlen die Langzeitverletzten Anlauf, Mraz, Wagner und Lorenz, berfufsbedingt fehlte nun noch Rico Englert und beim Aufwärmen verletzte sich auch noch Toni Roth. Andre Schneider und Michel Wiesend gehörten nach überstandener Grippe zum Aufgebot und stellten sich in den Dienst der Mannschaft.

Auf Zwenkauer Seite fehlten Böttger und Buschmann, hingegen stand mit dem baumlangen Steve Wolf ein Rückkehrer erstmals in dieser Saison für die Germanen auf der Platte. Von der ersten Minute an bestimmten die 04er die Partie. In der Defensive wurde Beton angerührt, im Angriff überzeugten die Hausherren mit gut strukturiertem Spiel. Oberlosa erzielte Treffer um Treffer und bereits beim 5:0 für die 04er nach sieben Minuten sahen sich die Gäste zu einer Auszeit genötigt. Diese zeigte Wirkung, Germania kam nun auch durch die Einwechslung von Wolf besser in die Partie, konnte den Rückstand aber nicht verkürzen. Bis zum 11:6 hatte Oberlosa das Geschehen unter Kontrolle. In der Folge knabberte Zwenkau etwas vom Plauener Vorsprung ab und verkürzte auf 8:11. Oberlosas Torhüter Carsten Klaus war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Vorsprung nicht noch weiter zusammen schrumpfte.

"In dieser Phase hatten wir vor allem in der Abwehr zu viele Schaltpausen", zeigte sich Coach Jörg Grüner gewohnt kritisch. Wie sich die Gelb-Schwarzen dann allerdings trotz der personellen Probleme wieder strafften und den Abstand Stück für Stück wieder ausbauten, nötigte Respekt ab. Michel Wiesend, Alexander Melchner und Robert Fickel stellten mit ihren Treffern zum 14:9 den alten Abstand wieder her. Bis zur Pause legten die 04er dann sogar noch nach und mit einem komfortablen 17:11 für Oberlosa ging es in die Kabinen. Auch nach dem Wechsel blieben die Gastgeber das klar spielbestimmende Team. Angetrieben von der erneut tollen Kulisse gingen die 04er kämpferisch erneut an ihre Grenzen und wußten auch spielerisch zu überzeugen. Der in der Vorwoche noch arg gescholtene Marcus Peschke bewies sein handballerisches Format und schwang gekonnt den Taktstock. In der Defensive schonten sich die Schneider, Börner, Frost und Co. nicht und legten dort weiterhin den Grundstein für die klare Führung. Beim 28:20 durch den überzeugend aufspielenden Alexander Melchner betrug der Abstand dann bereits acht Treffer. Die folgenden kleinen Scharmützel auf dem Parkett unterbanden die beiden hervorragend leitenden jeweils erst 19 Jahre jungen Schiedsrichter aus Hoyerswerda rigoros.

Oberlosa ließ sich die sprichwörtliche Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Das phantastische Publikum erhob sich von den Sitzen und feierte sein Team für einen überzeugenden Auftritt. Schlussendlich errangen die Randplauener einen erhofften, in dieser Höhe sicherlich nicht erwarteten aber dennoch hochverdienten 31:23-Erfolg.

Mit nunmehr 17:11 Punkten rangieren die 04er weiterhin in der Spitzengruppe, am kommenden Samstag geht es für die Oberlosaer zum schweren Auswärtsspiel nach Chemnitz. Bleibt zu hoffen, dass sich zumindest die Verletzung von Toni Roth als nicht zu schwerwiegend erweist um wieder eine Alternative mehr zu haben.

Oberlosa: Leppert, Klaus; Dick (5 Tore/ davon 3 Siebenmeter), Wunderlich (1), Peschke (2/1), Börner (2), Frost (4), Schneider (1), Fickel (5), Roth, Wiesend (5), Melchner (6)    - - -   RM



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