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(23.03.) Landespokal / Halbfinale

Glauchau eine Nummer zu groß

SV 04 Oberlosa - HSV Glauchau   23:36
SV 04 Plauen - OberlosaDie Handballer des SV 04 Oberlosa sind im Halbfinale des Landespokals erwartungsgemäss ausgeschieden. Der klare Favorit aus der Muldenstadt wurde seiner Rolle vollauf gerecht, gewann deutlich mit 36:23 und fügte den Schwarz-Gelben damit die erste Heimniederlage nach 23 Monaten zu.

Von Beginn an ging der HSV hochkonzentriert zu Werke. Körperlich klar überlegen stellten die Gäste eine aggressive Abwehr. Oberlosa tat sich im Angriffsspiel schwer. Schnell führte Glauchau mit 6:1 und hatte damit bereits die erste Duftmarke gesetzt. Insbesondere ein glänzend aufgelegter Schlussmann Yves Schöneboom machte den Spitzenstädtern das Leben enorm schwer. Allmählich kamen jedoch auch die Hausherren etwas besser in die Partie. Den anfänglichen Rückstand hielten die 04er bis zum 4:9 konstant. Einige unglückliche Entscheidungen der beiden Referees und eine Kollision zwischen einem Unparteiischen und Oberlosas Mike Anlauf beim Konter brachten die Volksseele zum kochen. Unterstützt von einem großen Fanblock und angeführt vom überragenden Spielmacher David Kylisek spulte der Favorit sein Pensum humorlos herunter. Auf der Gegenseite scheiterte Märtner per Strafwurf an HSV-Keeper Schöneboom, wenig später konnte Anlauf gleich zwei Siebenmeter gegen Ludek Kylisek nicht im Gästetor unterbringen. Vier Tore in Folge für Glauchau ließen den Rückstand der 04er bedenklich anwachsen. Dennoch kämpften die Schwarz-Gelben verbissen weiter. Mit einem klaren 8:16-Rückstand aus Sicht der Spitzenstädter ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild. Glauchau spielte weiterhin auf ganz hohem Niveau und ließ den 04ern nicht wirklich Chancen um den Rückstand zu verkürzen. Die tschechische Rückraumachse der Gäste mit Kylisek, Rostislav Bruna und Vaclav Toman machte enormen Druck und der bärenstarke Kreisläufer Michel Jentzsch nutzte die sich bietenden Lücken konsequent. Auf Seiten der Schwarz-gelben verdiente sich der für den glücklosen Schlussmann Carsten Klaus eingewechselte Erik Petzoldt Bestnoten. Nun endlich, da die Spielentscheidung längst gefallen war, fanden die Hausherren im Angriff zu ihrem Spiel. Trotz klaren Rückstandes honorierte das phantastische Publikum den kämpferischen Einsatz ihrer Mannschaft. Angetrieben von den rund 700 Fans rappelten sich die Randplauener noch einmal auf. Zwischendurch sah Christoph Märtner nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Auch die Defensive der Grüner-Sieben war nun wesentlich präsenter. Doch beim HSV Glauchau gab es ja immer noch David Kylisek. Wenn mal nichts mehr ging schnappte der sich den Ball und wuchtete das Spielgerät ins Netz. So blieb Glauchau ungefährdet und zog unbeirrt seine Kreise. Dennoch wurde die Oberlosaer Mannschaft in den Schlussminuten mit Standing Ovations gefeiert. Am deutlichen und vollauf verdienten 36:23-Erfolg des HSV gab es indes nichts zu deuteln.

SV 04 SV 04

Stimmen zum Spiel:

Sv 04Jens Rülke (Präsident HSV Glauchau): "Zunächst einmal Glückwunsch zum Aufstieg an Oberlosa. Diese Mannschaft und auch das tolle Publikum gehören in die Sachsenliga. Es hat Spaß gemacht, vor dieser Kulisse zu spielen. Wir waren vor der Partie etwas angespannt, da wir die letzten beiden Jahre hier verloren hatten. Heute allerdings muss ich unserer Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben eine tolle Leistung geboten und sind unserer Favoritenrolle diesmal vollauf gerecht geworden".
 
Jörg Grüner (Trainer Oberlosa): "Glauchau hat hochverdient gewonnen. Wir hatten am Anfang viel zu viel Respekt. Nachdem Schöneboom im Glauchauer Kasten dann mehrfach glänzend pariert hat, hat uns beim Abschluss die Überzeugung gefehlt. Hinten raus hat meine Mannschaft gezeigt, was sie kann. Da muss ich der Truppe ein Kompliment machen, wie sie bis zur letzten Sekunde gekämpft hat. Den Klassenunterschied konnten wir natürlich nicht kompensieren".
 
Oberlosa: Petzoldt, Klaus; Anlauf (3/1), Martinek (2), Peschke (2), Frost, Englert (3), Schneider, Fickel (6), Märtner (3), Wiesend (1), Roth (1), Richter (2), Brabec
 
Glauchau: Schöneboom, Kylisek; Schubert, Elschker (2/1), Feig, Toman (1), Schmidt (4), Pflug (1), Bruna (4), Jentzsch (10), Kylisek (7), Heinrich (2), Pechmann (5/2)   - - -   
RM  
 


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