sportbar

Verbandsliga / Herren
SV 04 Oberlosa bisher im Soll


Gut ein Drittel der Saison in der Handball-Verbandsliga ist mittlerweile absolviert. Für die Männer des SV 04 Oberlosa die Gelegenheit, vor dem kommenden spielfreien Wochenende eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

...
Neun Pflichtspiele haben die Schützlinge von Trainer Jörg Grüner bisher absolviert und konnten neun Mal als Sieger von der Spielfläche gehen. Neben acht Erfolgen in der Liga und damit 16:0 Punkten gewannen die 04er auch in der ersten Runde des Landespokals. Dort treffen die Schwarz-Gelben am 24. November auswärts auf den Radebeuler Handballverein. Trainer Jörg Grüner bringt dem Pokalwettbewerb hohe Wertschätzung entgegen. „Der Pokal bietet uns hoffentlich die Möglichkeit, im Spielrhythmus zu bleiben. Dazu müssen wir allerdings auch weit kommen. Durch den in Sachsen favorisierten Modus mit nur zwölf Mannschaften in der Liga haben wir ständig Pausen zwischen den Punktspielen. Das ist sicherlich nicht förderlich. Da in der Verbandsliga auch noch der SHC Meerane zurückgezogen hat, bestreiten wir von Anfang September bis Ende April ganze 20 Punktspiele. Das ist eigentlich ein Witz“, mag sich der Oberlosaer Coach so gar nicht mit dem Spielplan anfreunden.

Doch Pokal hin oder Spielplan her, der SV 04 will in die Sachsenliga aufsteigen und liegt bisher im Soll.

In den bisherigen Heimspielen gegen den LRC Mittelsachsen (31:20), HC Annaberg-Buchholz (43:22), SV Lok Leipzig-Mitte (35:23) und HCE Plauen II (35:22) verzückten die 04er ihr tolles Publikum mit überaus deutlichen Erfolgen. Seit nunmehr 19 Monaten bleibt die Kurt-Helbig-Sporthalle in Pflichtspielen des SV 04 eine uneinnehmbare Festung. „Das soll bis zum Saisonende im April auch so bleiben“, baut Michel weiterhin auf die Heimstärke seines Teams. Auch auswärts wussten die Schwarz-Gelben bisher meist zu überzeugen. In Freiberg (36:15), Chemnitz (32:21) und Flöha (33:24) boten die Randplauener souveräne Vorstellungen. Lediglich beim Schlusslicht TuS Leipzig-Mockau (25:24) wankte der Spitzenreiter.

„Vielleicht war diese Partie so eine Art Knackpunkt. Spätestens da dürfte jeder gemerkt haben, dass es mit halber Kraft und ohne die nötige Einstellung nicht geht“, erinnert sich Michel.

...
In den beiden letzten Spielen der Hinrunde warten die beiden bisher schwersten Aufgaben auf die Mannschaft um Jörg Grüner. Das Heimspiel am 1. Dezember gegen Leipzig / Delitzsch und die Partie am 9. Dezember bei Germania Zwenkau sind richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf. Leipzig / Delitzsch zählt mit bisher vier Minuspunkten neben Chemnitz zu den ärgsten Verfolgern der Schwarz-Gelben, Zwenkau hat seinen Kader vor der Saison enorm verstärkt und in der heimischen Stadthalle bisher keinen Punkt abgegeben.

Am kommenden Wochenende können die spielfreien Oberlosaer entspannt zuschauen, wie die Partie zwischen Leipzig / Delitzsch und Chemnitz ausgeht. „Wir werden am Samstag noch eine Trainingseinheit einschieben. Es gilt nun die Spannung hochzuhalten um gut gerüstet in das wichtige Spiel gegen die Messestädter am 1. Dezember gehen zu können“, erklärt Grüner die weitere Marschroute. Keine Frage, gelingt es den Randplauenern, auch die beiden letzten Spiele der Hinrunde siegreich zu gestalten, wäre dies ein großer Schritt in Richtung Aufstieg. Welche Spieler seines Teams ihn bisher am meisten überzeugt haben, ist Grüner nicht zu entlocken. „Wir haben einen breit aufgestellten Kader zur Verfügung. Bisher sind wir mit 15 Spielern durch die Saison gekommen und da hat jeder seinen Anteil an der Tabellenführung. Wir sind nur schwer auszurechnen und konnten Ausfälle und Formschwankungen bisher gut kompensieren“, schreibt der SV-Coach Teamwork groß.

...

Manager Michel indes hofft in den beiden nun anstehenden Spitzenspielen auch auf die Oberlosaer Anhänger. „Unsere Fans unterstützen uns großartig und haben auch ihren Anteil an den bisherigen Ergebnissen. Wir hoffen natürlich, dass alle SV-Fans am 1. Dezember in die Kurt-Helbig-Sporthalle kommen und unser Team anfeuern. Gerade in solchen Spielen sind die Zuschauer als achter Mann unverzichtbar. Für das Auswärtsspiel in Zwenkau haben wir einen Fan-Bus organisiert. Wer noch mit dabei sein möchte, kann sich in der Helbig-Halle oder per Mail über die Vereinshomepage noch anmelden.“

Nachdem zuletzt drei Stammspieler zum Zuschauen gezwungen waren, geht es auch personell wieder bergauf. Christoph Märtner hat seine Sperre abgesessen und steht somit wieder zur Verfügung. Marcus Peschke kann nach seinem Riss des Trommelfells ab dieser Woche wieder ins Training einsteigen und wird bereits beim Pokalspiel in Radebeul wieder im Kader stehen. Auch Michel Wiesend hat seinen Kapselriss weitgehend überwunden und kann bereits wieder dosiert trainieren.    - - -   RM     


...zurück