+++Alter Verein, aber neue Aufgabe – Willkommen Simon Dude+++

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Zurück zu den Wurzeln

Nach vielen Jahren kehrt er zu seinen handballerischen Wurzeln zurück: Der neue Trainer der Frauenmannschaft des SV 04 kennt den Verein nicht nur aus der Distanz – er hat hier selbst seine komplette Kindheit und Jugend verbracht. Was ihn zur Rückkehr bewegt hat, welche Ziele er mit der Mannschaft verfolgt und warum auch Niederlagen zusammenschweißen können, erzählt er im Interview.

Du hast dich für den SV 04 entschieden – was hat dich letztlich davon überzeugt, hier als Trainer der Frauenmannschaft anzugreifen?

„Die vielen Anfragen und weil ich hier meine komplette Kindheit/Jugend schon mit Handball verbracht habe. (Man trifft also viele altbekannte Gesichter wieder, die man jetzt öfter sehen darf.) …weil bei der Damenmannschaft demnächst talentierte junge Spielerinnen nachrücken.

Du bist wieder zurück beim SV 04. Wie fühlt es sich jetzt an, wieder hier zu sein?

„Das erste Mal wieder in der Helbig Halle Training zu machen und vor allem der 1. Heimspielsamstag waren schon Gänsehautmomente. Aber es fühlt sich auch nach viel Arbeit und Verantwortung an.“

Du bringst bereits einiges an Trainererfahrung mit. Was hast du aus deinen bisherigen Stationen gelernt – und was ist im Frauenbereich vielleicht ganz besonders?

„Bisher war ich immer Co-Trainer bei Lok Leipzig Mitte und habe mich viel mit individueller Entwicklung von einzelnen Spielerinnen auseinandergesetzt. Gelernt, denke ich, habe ich schon einiges, da ich mit mehreren Trainern zusammenarbeiten durfte, die das schon teilweise seit Jahrzehnten machen. Allerdings sehe ich mich immer noch sehr am Anfang von meiner Entwicklung als Trainer, gerade was den Erwachsenenbereich angeht. Gelernt habe ich bei anderen Trainerstationen, dass es einfach ein wenig Zeit braucht, bis die neuen Dinge so funktionieren, wie sie sollen, und man als Trainer immer der Geduldigste im Team sein sollte.“

Saison 2026/2027: Was möchtest du mit der Mannschaft in dieser Saison erreichen? Gibt es ein konkretes Ziel, oder geht es zunächst darum, etwas Neues aufzubauen?

„Ganz klar in der Verbandsliga zu bleiben und die Mannschaft, gerade mit den jungen Neuen, die mit am Start sind, erstmal auch zu einer Mannschaft werden zu lassen. Man merkt schließlich schon, ob jemand seit Jahren zusammenspielt oder ob sich zwei Menschen auf dem Handballfeld erst seit ein paar Wochen kennen.“

Was erwartet die Mannschaft von ihrem neuen Trainer?

„Jemanden, der gerne schnellen Handball spielen möchte und auch gerne variable Abwehrsysteme einbringt. (An dem Variantenreichtum wird hart gearbeitet ;))“

Wenn du dich selbst als Trainer beschreiben müsstest: Was können sich die Spielerinnen von dir erwarten – und was erwartest du im Gegenzug von ihnen?

„Wenn ich Trainer von einer Mannschaft bin, dann geht diese vor. Ich versuche natürlich, jedes Training anzuleiten und bei jedem Spiel an der Seitenlinie zu sein. Ich hoffe, mit der gleichen Einstellung gehen auch die Spielerinnen diese Saison an.

Ich bin ja selbst noch Spieler, dementsprechend dürfen sie sich auf einen Trainer freuen, der gerne offen für die handballerischen Ideen der Spielerinnen ist.“

Blick hinter die Kulissen: Wenn Handball mal Pause hat – wer steckt eigentlich hinter dem Trainer? Was sollte man über dich unbedingt noch wissen?

„Wenn mal Pause ist, dann bin ich meistens in Leipzig und dort gerne im Garten, in der Sauna oder bei Freunden zum Spieleabend oder so 😉 Ansonsten habe ich auch noch ein Berufsleben als Erzieher.“

Was ist für dich wichtiger – eine Mannschaft, die gewinnt, oder eine Mannschaft, die auch dann zusammenhält, wenn sie verliert? Und warum?

„Eine Mannschaft, die auch bei Niederlagen zusammenhält, weil das die Voraussetzung für Siege ist.“

J.M.

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