Oberlosa erhält schallende Ohrfeige von Aue

Oberlosa erhält schallende Ohrfeige von Aue

Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am Freitagabend im Derby gegen den EHV Aue deutlich geschlagen geben. Vor 825 Zuschauern in der voll besetzten Kurt-Helbig-Sporthalle unterlagen die Gastgeber mit 32:49 (18:24). Trotz guter Phasen im eigenen Angriff gelang es den Plauenern nicht, die Begegnung gegen die treffsicheren Erzgebirger dauerhaft offen zu halten.

Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Handballabend waren gegeben: Zahlreiche Gästefans waren nach Plauen gereist und sorgten gemeinsam mit dem Oberlosaer Anhang über die gesamte Spielzeit für eine lautstarke Atmosphäre. Auf dem Feld eröffnete Libor Hanisch nach 43 Sekunden mit dem 1:0 die Partie. Anschließend übernahm Aue die Führung, doch zunächst blieb der SV 04 dran. Matevz Kunst verkürzte nach knapp acht Minuten per Siebenmeter auf 5:6.

Danach erspielten sich die Gäste erstmals einen größeren Vorsprung. Über 6:9 zog Aue bis zur 13. Minute auf 6:12 davon. Oberlosa fand im Angriff immer wieder gute Lösungen, konnte den Rückstand jedoch zunächst nicht entscheidend verkürzen. Die Erzgebirger bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Erst kurz vor der Pause gelang den Gastgebern ein kleiner Lauf: Mathias Choleva, Matevz Kunst und Philip Trommer-Ernst trafen dreimal in Folge zum 18:24-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Aue erneut den besseren Start. Mit vier unbeantworteten Treffern zum 18:28 stellte der EHV früh einen zweistelligen Abstand her. Oberlosa gab sich jedoch nicht auf und arbeitete sich wieder heran. Libor Hanisch setzte mit drei Toren innerhalb kurzer Zeit wichtige Akzente, ehe die Plauener bis zur 41. Minute auf 26:32 verkürzten.

Diese Annäherung blieb allerdings ohne nachhaltige Wirkung. Aue antwortete mit einem Vier-Tore-Lauf zum 26:36 und ließ die Gastgeber nicht mehr zurückkommen. In der Schlussphase vergrößerten die Gäste ihren Vorsprung weiter und entschieden das Derby schließlich mit 32:49 für sich. Erfolgreichster Oberlosaer Werfer war Matevz Kunst mit acht Treffern vor Libor Hanisch mit sechs Toren. Auf Auer Seite ragten Paul Bones mit zwölf und Francisco Pereira mit elf Treffern heraus.

Co-Trainer Jörg Grüner fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wenn wir heute auf die Ergebnistafel schauen, dann müssen wir klar analysieren, dass unsere Abwehr einfach nicht in der Lage war, diesen Torhunger vom EHV Aue zu stillen. Das ist natürlich schon eine Voraussetzung, um ein Spiel gut zu gestalten, dass man zumindest in der Abwehr aufopferungsvoll dem Gegner entgegentritt. Das haben wir heute vermissen lassen.“

SV 04 Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich, Kunst (8 Tore/davon 4 Siebenmeter), Hanisch (6), Häcker (4), Jezernik, Trommer-Ernst (4), Bertl, Schauer (3), Choleva (2), Meckel, Becvar (1), Oertel, Koffent (4), Naumann.EHV Aue: Mohs, Priskus – Pfeil (5), Roch, Volmert (1), Voß (2), Pereira (11/6), Bones (12), Swat (3), Döbler (6), Paraschiv (2), Billepp, Lange (7).
Schiedsrichter: Max Obenauf, Niklas Majstrak
Zeitstrafen: Oberlosa 6 – Aue 4
Siebenmeter: Oberlosa 5/davon 4 verwandelt – Aue 6/6
Zuschauer: 825

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