Als Außenseiter an die Ostsee
Am 20.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht Teil zwei der „Auswärts-Trilogie“ für den SV 04 Oberlosa auf dem Programm. Für die Schwarz-Gelben heißt es früh aus den Federn zu klettern, denn zu ungewohnter Zeit, am Sonntag um 16:45Uhr, gastieren die Spitzenstädter beim ehemaligen Europapokalsieger HC Empor Rostock.
Mit derzeit acht Punkten Rückstand aus Platz zwei und noch zwei Nachholern in petto, haben die Rostocker das Saisonziel „Aufstiegsrunde zur 2.Bundesliga“ noch nicht aus den Augen verloren. Die Mannschaft um Trainer Michael Jacobsen geht am Sonntag als klarer Favorit in die Nachholbegegnung mit den Plauenern.
„Rostock hat den Traum vom Aufstieg noch nicht aufgegeben und wird nach der Hinspielniederlage hoch motiviert sein“, erwartet SV-Trainer Ladislav Brykner eine äußerst schwierige Auswärtsaufgabe für seine Mannschaft. Für einen Akteur im Oberlosaer Trikot ist der Auftritt an der Ostsee etwas ganz besonderes. Für Spielmacher Roman Becvar war der HC Empor seine erste Station in Deutschland. „Als junger Kerl bin ich damals aus meiner Heimat Pilsen nach Rostock in die 2.Liga gewechselt. Ich freue mich sehr auf die Partie in der Fiete-Reder-Halle und auf das Wiedersehen mit vielen Bekannten und Freunden. Aber erst nach dem Spiel, zuvor wollen wir versuchen, die Rostocker erneut zu überraschen“, verdeutlicht Becvar, dass es an der Ostsee um wichtige Zähler geht. „Wir haben derzeit fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Das ist gut, aber das ist kein Ruhekissen. Wir brauchen noch Punkte um auch nächstes Jahr in dieser Liga spielen zu können“, hat der Plauener Regisseur die Tabelle im Kopf.
„Im Hinspiel haben wir sehr gut verteidigt und hatten eine überragende Torhüterleistung. Beide Komponenten brauchen wir auch diesmal, wenn wir in Rostock etwas mitnehmen wollen“, weiß Brykner. Der HC Empor zeigte sich zuletzt in guter Verfassung und gewann das Mecklenburger Derby gegen Stralsund mit 33:28.
Personell gibt es bei den Spitzenstädtern kaum Veränderungen. Während die Saison für Nico Schneider (Wadenbeinbruch) und Miroslav Nedoma (Rücken-OP) vorbei ist, wird Leos Petrovsky mit Problemen an der Achillessehne ebenfalls einige Wochen ausfallen. Eigengewächs Lukas Meckel wird hingegen nach überstandener Krankheit wieder in den Kader zurückkehren.
Auch diesmal haben die Plauener Fans wieder die Gelegeneheit, die Partie im Live-Stream unter sporteurope.tv zu verfolgen.
–RM–