Handball | 1. Männer: Müssen uns hinterfragen, alle!
Handball – 3. Bundesliga / Männer
„Müssen uns hinterfragen, alle“!!
In der 3. Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa beim Aufstiegsaspiranten HC Empor Rostock eine herbe Klatsche kassiert. Die Spitzenstädter blieben beim ehemaligen Europapokalsieger absolut chancenlos und unterlagen nach enttäuschender Vorstellung vor 800 Zuschauern mit 25:41.
„Wir müssen uns hinterfragen, alle“, war SV-Trainer Ladislav Brykner bereits zur Halbzeitpause bedient. „Wir produzieren hier in 30 Minuten 14 Fehler, das ist unterirdisch. So können wir nicht auftreten, so haben wir keine Chance“, erklärte der Plauener Coach. Sein Team kam sogar ordentlich in die Partie, bis zum 5:5 begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Im Anschluss reihten die 04er einen Fehler an den nächsten, die Rostocker bestraften das im Stile einer Spitzenmannschaft. Auch zwei Auszeiten brachten auf Seiten der Vogtländer keine Besserung, mit einem desaströsen 25:11 für die Hausherren wurden die Seiten gewechselt.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Schwarz-Gelben, was in ihnen steckt und legten binnen zehn Minuten einen 9:3-Lauf hin. Doch das Aufbäumen erwies sich als Strohfeuer, die Plauener verfielen ins alte Muster und servierten den Ostseestädtern den Kantersieg auf dem Silbertablett. Der HC Empor nahm wieder Fahrt auf und baute den Abstand bis zum Ende auf 41:25 aus. „Eine wahnsinnig hohe Anzahl an leichten Fehlern und eine ganz schwache Torwurfeffektivität“, musste Brykner nach dem Abpfiff konstatieren. „Rostock hat uns heute gezeigt, wie man mit absoluter Überzeugung und Willensstärke Handball spielt. Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Das tut heute richtig weh“, konstatierte ein angefressener Plauener Coach. Die Schwarz-Gelben müssen sich schnell sammeln. Am kommenden Samstag wartet mit dem Oranienburger HC das Team, welches mit fünf Punkten Rückstand auf die 04er auf dem ersten Abstiegsplatz steht. „Dort müssen wir ein völlig anderes Gesicht zeigen“, konstatierte Brykner.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (7 Tore / davon 1 Siebenmeter), Hanisch (5), Jezernik (1), Chobot (1), Schauer (4), Meckel, Becvar (2), Olkowski (3), Malta, Puljic, Naumann (2/1)
Zuschauer: 800
–RM–