Oberlosaer Damen mit Pechsträhne
Das letzte Wochenende werden die Oberlosaer Regionalligavolleyballerinnen so schnell nicht vergessen. Nachdem in der Vorwoche Angreiferin Paula Rohleder mit einer Knieverletzung die Segel streichen musste im Meisterschaftsendkampf, erwischte es am Sonnabend im vierten Satz gegen Reinker-Neuseenland Volleys Markkleeberg mit Leonie Eckardt die zweite große Stütze im Oberlosaer Angriff, die bei einer Sprungaktion unglücklich landete und umknickte. Der Spitzenreiter hatte im ersten Satz noch Auftaktprobleme, als Oberlosa mit 25:20 in Führung ging. In der Folge aber zeigten die Neuseenland-Volleys, vorallem Außenangreiferin Lisa Hesler (MVP), ihre Angriffswucht und siegten souverän mit 1:3 (25:10; 18:25; 12:25; 17:25). Die Gushurst-Schützlinge hatten ihre stärksten Szenen in der Feldabwehr, als so mancher harte Angriff, der den Block passierte, durch kluges Stellungsspiel noch entschärft werden konnte. Die wieder genesene Kapitänin Juliane Ebelin (MVP) organisierte umsichtig die Rückraumsicherung im Oberlosaer Sechser. Die Überraschung im Oberlosaer Angriff waren aber Polina Tschickmarov (16 Jahre) wie auch Tereza Streblova ( 15 Jahre), beide aus dem eigenen Nachwuchs. Beide empfingen für ihre erfolgreichen Aktionen das einhellige Lob des gesamten Umfeldes. Nach dem Spiel war dann am Sonnabend bereits vor dem Spiel, denn Sonntag früh ging es mit dem Bus in die Leipziger Leplay-Straße zum Nachholspiel gegen die abstiegsbedrohten L.E. Volleys II. Die mit dem Rücken zur Wand stehenden Leipzigerinnen mobilisierten in ihrem Abstiegskampf am frühen Nachmittag alles, um den Sechs-Punkterückstand zum SV Motor Mickten in ihren letzten vier Spielen noch aufzuholen. Gezeichnet vom kräftezehrenden Match vom Vortag hielt Oberlosa bis zum 7:7 mit, ehe Leipzig mit 17:11 enteilen konnte und den Satz sicher mit 25:14 gewann. Auch zu Beginn des zweiten Satzes ging Leipzig mit 12:6 in Führung. Oberlosa straffte sich jedoch und holte Leipzig mit dem 17:17 ein. Was dann anschließend auf dem Parkett entbrannte, war Kampf pur. Mit dem 22:22 tobte ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Satzgewinn , in dem Oberlosa 5x die Möglichkeit zum Satzgewinn gehabt hatte. Zuspielerin Ulrike Buchheim (MVP) versuchte alles , um ihre Angreiferinnen, darunter die Nachwuchsspielerinnen, in Position zu bringen. Mit dem 34:32 für die Volleys endete dieser Satz, der von allen Akteurinnen so schnell nicht vergessen wird. Mitte des dritten Satzes fehlte Oberlosa die Frische, um nochmals erfolgreich Paroli zu bieten. Aus der 19:15-Führung heraus schaffte Leipzig auch den 25:20-Satzgewinn und sicherte sich mit dem 3:0-Heimsieg drei Punkte und neue Hoffnung für den Klassenerhalt. Michelle-Sophia Stadelmaier wurde auf Seiten der Volleys als beste Spielerin geehrt.
Gunar Rus
AL VB SV 04