Oberlosa bittet zum letzten Tanz
Der 30.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga hält für den SV 04 Oberlosa und die Plauener Handball-Fans zum Saison-Halali noch einmal einen echten Hochkaräter bereit. Die 04er empfangen am Samstag um 19 Uhr mit dem TSV Altenholz (4.Platz; 42:16 Punkte) ein echtes Schwergewicht der 3.Liga.
Der TSV ist im Prinzip die Talentschmiede des deutschen Rekordmeisters THW Kiel. In der laufenden Saison schaffte mit Rasmus Ankermann ein 18-jähriges Ausnahmetalent den Sprung in die Star-Truppe des THW und sorgt dort für Furore. Auch Ben Szilagyi, Sohn des THW-Sportdirektors Viktor Szilagyi und Jesse Dahmke, Neffe von Nationalspieler Rune Dahmke schnupperten in dieser Spielzeit bereits Bundesliga- und Europapokalluft. Für TSV-Coach Torge Greve gibt es beim Betreten der Kurt-Helbig-Halle vielleicht ein kleines Aha-Erlebnis. Greve war einst Coach beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau und hatte dort den Plauener Christoph Märtner unterseinen Fittichen. Damals nutzten die Norddeutschen die Halle zum Anschwitzen vor dem Auswärtsspiel in Aue.
Abschied von Spielern, Trainer und der Halle
Apropos Kurt-Helbig-Halle. Für die Schwarz-Gelben ist es der letzte Auftritt im altehrwürdigen Plauener Handball-Tempel, bevor zur neuen Saison der Umzug in das Sportforum Vogtland stattfindet. Auch Spieler, Trainer und Funktionäre werden am Samstag verabschiedet. „Wir rechnen am Samstag noch einmal mit einer großen Kulisse. Das letzte Pflichtspiel unserer Mannschaft in der Kurt-Helbig-Halle werden sich sicherlich viele nicht entgehen lassen“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. „Ich möchte alle Besucher bitten, nach dem Abpfiff in der Halle zu bleiben. Wir verzichten diesmal auf die obligatorische Pressekonferenz und werden unmittelbar nach dem Spiel verdiente Spieler und Trainer Ladislav Brykner verabschieden. Ich wünsche mir, dass diese Verabschiedung in einem tollen Rahmen stattfindet. Das haben sich alle redlich verdient. Anschließend können wir dann gemeinsam bei 100 Litern Freibier auf den Klassenerhalt anstoßen und sicher auch die eine oder andere Anekdote aus über vierzig Jahren Handball in der Helbig-Halle hervorkramen“, so Petzoldt. Ladislav Brykner wünscht sich bei seinem letzten Einsatz als SV-Coach „noch einmal ein tolles Heimspiel vor einer vollen Halle. Unsere Fans sind einzigartig und wir werden alles versuchen, ihnen noch einem Heimsieg zu schenken“.
–RM–