Der Vorsprung schmilzt weiter

Der Vorsprung schmilzt weiter

HSG Ostsee – SV 04 Oberlosa 32:28

 

In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa das so wichtige Kellerduell bei der HSG Ostsee mit 28:32 verloren. Damit schrumpft der Vorsprung der Plauener auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler zusammen. Zudem hat man nun nach dem 34:31 im Hinspiel, den direkten Vergleich mit der HSG verloren. Sollten beide Teams in der Abschlusstabelle punktgleich sein, landen die Vogtländer also hinter den Nordlichtern.

Nach der Anreise bereits am Vortag gingen die 04er, die neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Kapitän Hanisch verzichten mussten, konzentriert in die Partie. Nach zehn Minuten lagen die Spitzenstädter beim 6:5 ebenso knapp vorne wie nach zwanzig Minuten beim 11:10. Beide Teams schenkten sich in der Ostholsteinhalle in Grömitz nichts. Kurz vor der Pause verpassten es die Plauener, den Abstand auf zwei Tore auszubauen. Die Norddeutschen drehten den Spieß noch um und nahmen eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Kabinen. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt und haben viel Druck aus dem Rückraum gemacht. Zudem hatten wir in Henric Ebert erneut einen starken Rückhalt. Der knappe Rückstand war unserer mangelhaften Chancenverwertung geschuldet“, analysierte der Plauener Coach Ladislav Brykner.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Schwarz-Gelben und zogen ihrerseits wieder mit 20:18 in Front. Angetrieben von den eigenen Fans glichen die Hausherren wieder zum 23:23 aus. Dann schien die Partie zu Gunsten der Norddeutschen zu kippen. Drei Treffer in Folge durch HSG-Torjäger Jasper Bruhn ließ den Gastgeber mit 26:23 in Führung gehen. Nun waren es die Plauener, die ihrerseits wieder am Drücker waren. Vier Treffer in Folge und die eigene 27:26-Führung etwa acht Minuten vor dem Ende ließen den angepeilten Auswärtssieg greifbar werden. In der hektischen Schlussphase übertrafen sich die Plauener jedoch im Auslassen bester Chancen und produzierten noch zwei haarsträubende Fehler. HSG-Keeper Luis Skroce wurde so zum gefeierten Helden und die Hausherren feierten einen enorm wichtigen 32:28-Erfolg über enttäuschte Plauener. „In der Schlussphase waren wir zu hektisch und haben die nötige Nervenstärke vermissen lassen. Das ist extrem bitter, zumal wir hier über ganz weite Strecken absolut auf Augenhöhe waren. Vielleicht war es am Ende auch eine Kraftfrage, der durch die Verletzungen ausgedünnte Kader macht sich schon bemerkbar“, konstatierte ein niedergeschlagener Brykner nach dem Schlusspfiff.

Die Aufgaben werden für die Plauener indes nicht leichter, am kommenden Samstag gastiert die U23 von Champions-League Sieger SC Magdeburg in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik, Chobot (3), Schauer (1), Meckel, Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic, Naumann (5/1)

Zuschauer: 248

 

–RM–

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