Autor: Handball_06

1. Männer | Oberlosa vor Top-Spiel

Oberlosa vor Top-Spiel
Der 19. Spieltag der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hält für den Tabellenführer SV 04 Oberlosa eine richtungsweisende Partie bereit. Die Plauener empfangen am Samstag um 19 Uhr in der Kurt-Helbig-Sporthalle mit dem Tabellendritten HSV Bad Blankenburg einen der ärgsten Verfolger.
Vier Punkte beträgt derzeit der Abstand zwischen den Vogtländern (32:4 Punkte) und den Thüringern (28:8). Wollen die Kurstädter weiterhin im Kampf um den Titel mitmischen, müssen sie zumindest einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen.
Die Mannschaft um den ehemaligen Plauener Trainer Petr Hazl ist sehr gut besetzt und verfügt über viel Erfahrung. Torhüter Damian Kowalczyk, Spielmacher Tomas Zeman, die beiden Rückraumspieler Josef Jonas und Volodimir Kiliyevi sowie die beiden Außen Vaclav Kovar und Valeri Ivanov bürgen für Qualität. Zudem organisieren Juraj Geci und Artem Sharko bei den Thüringern eine sehr kompakte Abwehr. Zuletzt feierten die Lavendelstädter drei Siege in Folge und wollen nun auch beim Spitzenreiter punkten. „Bad Blankenburg hat eine spielstarke, robuste und abgezockte Mannschaft. Dass sie so weit vorn stehen, ist keine Überraschung. Wir müssen unser Leistungsvermögen komplett ausschöpfen, um am Samstag erfolgreich zu sein“, weiß auch SV-Coach Ladislav Brykner um die Stärke der Gäste.
An der Zielstellung der Spitzenstädter gibt es keine Zweifel, mit einem weiteren Heimsieg soll die Tabellenführung verteidigt und ein direkter Kontrahent auf dann sechs Punkte distanziert werden. „Kompakt in der Abwehr, schnelles Umschaltspiel und Konsequenz im Abschluss“, fordert Brykner von seinen Männern. Die personellen Voraussetzungen auf Seiten der Plauener könnten besser nicht sein. Viktor Beketov feierte in der Vorwoche sein Comeback in der 2.Mannschaft, damit steht den SV-Verantwortlichen der komplette Kader zur Verfügung.
Die 04er bauen natürlich auch am Samstag wieder auf eine große Kulisse. Das Top-Spiel wird seine Anziehungskraft auf die Plauener Anhänger nicht verfehlen und so hoffen die Schwarz-Gelben auf über 600 Zuschauer. Mit den Fans im Rücken soll der Heimnimbus in der Plauener Kurt-Helbig-Halle weiter ausgebaut werden, seit Dezember 2022 haben die 04er vor heimischem Publikum nicht mehr verloren.

 

      –RM–

1. Männer | Tabellenführung verteidigt

SV 04 Oberlosa verteidigt die Tabellenführung
Plauen. Der SV 04 Oberlosa bleibt Tabellenführer in der Handballoberliga. Die Plauener zwangen vor 489 Zuschauern die HG 85 Köthen klar mit 35:29 (18:15) in die Knie. Elf Minuten vor der Schlusssirene stand es noch 27:27-Unentschieden. Dann drückte Rückraumschütze Florian Pfeiffer mit drei spielentscheidenden Treffern auf die Tube: „Am Unentschieden kurz vor Schluss kann man erkennen, wie eng in unserer Liga alles beieinander ist. Der Tabellenachte hat uns voll gefordert und ist erst am Ende nur eingebrochen, weil wir einfach konditionell überlegen sind und einen viel größeren Kader haben.“
Überrascht war vom zwischenzeitlichen Kopf-an-Kopf-Rennen aber ohnehin niemand. In der Pressekonferenz stellte SV04-Fernsehkommentator Jörg Scholz dem Gästetrainer Martin Lux die Frage: „Köthen gehört eigentlich zu den Meisterschaftsfavoriten und so habt ihr heute auch gespielt. Warum seid ihr in der Tabelle nur Mittelmaß?“ Die Antwort hatten die Anhaltiner bereits zuvor abgeliefert. Oberlosa überrannte die Gäste 21 Minuten lang. Insgesamt 22 Torwürfe feuerten die Plauener ab. 16 Bälle schlugen ein. „Wir hatten während der Saison auf entscheidenden Positionen Abgänge, berufsbedingte Ausfälle und Verletzungen. Das merken wir immer wieder“, erklärte HG-Coach Martin Lux.
Oberlosa gab jedoch durch Schusselfehler und Unkonzentriertheiten die komfortable 16:10-Führung im Laufe der Zeit aus der Hand. Über die Stationen 18:15 (Halbzeit), 22:21 (41.) erkämpfte sich Köthen durch Sebastian Donath (49.) den 27:27-Ausgleich. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, sind aber hinten raus in der Lage, nochmal Vollgas zu fahren, wo der Gegner dann nicht mithalten kann“, freute sich der Oberlosaer Rückraumschütze Louis Hertel über das erfolgreiche SV04-Kollektivfinale.
SV-Cheftrainer Ladislav Brykner fand klare Worte: „Das war nicht unser bestes Spiel. Aber im entscheidenden Moment sind wir abgezockt aufgetreten und hatten mehr Kraft, als unser Gegner.“ Der Plauener Oberbürgermeister Steffen Zenner ehrte im Anschluss Kevin Roch (7 Treffer) als „Player of the Match“ mit Sternquellbier und verkündete: „Der Bau unserer neuen Sporthalle geht voran. Ab der Saison 2025/2026 soll der SV 04 im neuen Sportforum Vogtland spielen.“ Bis es soweit ist, müssen jedoch noch wichtige Stadtratsbeschlüsse getroffen und entsprechende Verträge erarbeitet werden. „Aber es läuft“, freut sich der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Bernd Märtner, der 2026 dieses Amt 30 Jahre ausüben würde.
Die Plauener bereiten sich jetzt gedanklich auf eine komplizierte Aufgabe vor. Nach einem spielfreien Wochenende empfängt der Spitzenreiter mit Bad Blankenburg am 17. Februar (Anwurf 19 Uhr) den Tabellendritten. Gewinnt Oberlosa auch dieses Duell in der Kurt-Helbig-Sporthalle, bleibt vermutlich nur noch Delitzsch im Aufstiegskampf zur 3. Liga als Rivale. Der SV 04 liegt derzeit zwei Punkte vor Delitzsch und vier Zähler vor Bad Blankenburg (Thüringen). „Wir haben bis 11. Mai noch zehn schwere Spiele. Wenn wir vorne bleiben wollen, dürfen wir uns kaum Patzer erlauben, wobei ich denke, dass kein Team in der Rückrunde ohne Verlustpunkt bleibt“, prognostiziert Florian Pfeiffer.
Statistik
SV 04 Plauen-Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich, Roch (7 Tore), Roth (1), Pfeiffer (4), Schauer (1), Schneider (2), Duschek, Hertel (6), Hanisch (2, 45. Minute Rote Karte), Kolomaznik (2), Nedoma (4), Kucharik (6/4), Naumann
Siebenmeter: Oberlosa 4/4 verwandelt | Köthen 1/2 verwandelt
Zeitstrafen: Oberlosa 2 | Köthen 2
Rote Karte: Hanisch (Oberlosa, 45. Minute, Foulspiel)
Zuschauer: 489
(kare)

1. Männer | Oberlosa zu stark für Halle

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa zu stark für Halle
USV Halle – SV 04 Oberlosa 28:34
Der SV 04 Oberlosa bleibt Spitzenreiter der Handball-Oberliga. Die Spitzenstädter gewannen Dank einer reifen Leistung beim USV Halle souverän mit 34:28.
Im Gegensatz zum 80-Tore-Spektakel aus dem Hinspiel kamen beide Teams diesmal taktisch wesentlich disziplinierter daher. Die Plauener erwischten einen glänzenden Start und gingen mit 4:2 in Führung. „Es war wichtig, dass wir diesmal von Beginn an hochkonzentriert waren“, zeigte sich SV-Coach Ladislav Brykner später mit der Anfangsphase seiner Mannschaft zufrieden. Angetrieben von etwa 350 Zuschauern war den Hallensern jedoch anzumerken, dass sie Revanche für die deutliche Hinspiel-Niederlage (34:46) nehmen wollten. Die Hausherren übernahmen beim 6:5 durch Torjäger Julius Conrad die Führung, doch Oberlosa glich sofort wieder aus. Dieses Wechselspiel setzte sich bis zum 9:9 fort. Die Schwarz-Gelben stellten den flinken Hausherren eine kompakte Abwehr entgegen und hatten in Henric Ebert einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Im eigenen Angriff führte Louis Hertel klug Regie und Miroslav Nedoma nutzte die sich ihm bietenden Chancen äußerst konsequent. Lohn dessen war die eigene 11:9-Führung nach etwa zwanzig Minuten. Bis zur Pausensirene begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und der Spitzenreiter nahm eine verdiente 16:14-Führung mit in die Kabinen.
In der Halbzeitpause stellte Brykner taktisch geringfügig um und hatte damit Erfolg. Die Plauener verteidigten nun die erste und zweite Welle der Hallenser deutlich besser und konnten den Abstand schnell auf 18:14 ausbauen. Beim 20:15 durch Linus Roth war der Abstand erstmals auf fünf Tore angewachsen, Ivan Kucharik sorgte wenig später für das 22:16 aus Sicht der Vogtländer. Als Libor Hanisch wenig später artistisch zum 27:20 traf, nahm der angestrebte Auswärtssieg allmählich Gestalt an. Begünstigt wurde dieses Vorhaben, als USV-Akteur Pierre Sogalla die Sicherungen durchbrannten und er nach einer Attacke gegen Louis Hertel die Rote Karte sah. Sehr zur Freude der mitgereisten Fans kontrollierte Oberlosa souverän die Partie. „Ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“ gab Trainer Brykner nach der Partie zu Protokoll. „Wir haben wenig Fehler gemacht, waren fokussiert und haben gegen eine starke Mannschaft hochverdient gewonnen“.
Etwa sieben Minuten vor Ultimo stockte allen Beteiligten der Atem. Bei einem Zusammenprall mit Florian Pfeiffer wurde der Hallenser Tom Kryszon äußerst unglücklich am Kopf getroffen. Kryszon sackte zusammen und war zunächst nicht ansprechbar. Nach quälend langen Minuten konnte der USV-Akteur das Spielfeld auf den eigenen Beinen verlassen und wurde zur Untersuchung ins Klinikum gebracht. Der SV 04 Plauen-Oberlosa wünscht dem verletzten Spieler alles Gute und eine schnelle Genesung!
Sportlich brachten die Plauener die Partie clever unaufgeregt zu Ende und gewannen dieses schwierige Auswärtsspiel klar mit 34:28.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Roth (3 Tore), Pfeiffer (1), Schauer (2), Schneider (3), Duschek (1), Hertel (4), Hanisch (4), Kolomaznik (2), Nedoma (7), Kucharik (5/ davon 1 Siebenmeter), Naumann (2)
–RM–

1. Männer | Derbysieg

Handballkrimi: 850 Zuschauer erleben rassiges Plauener Stadtderby und Oberlosaer Sieg
„Unsere mentale Stärke, auch in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben, das hat uns heute den Derbysieg gebracht. Wir lagen zur Halbzeit hinten, waren aber auf die Distanz von 60 Minuten gesehen, ein bisschen besser als Einheit.“ Mit diesem Fazit ließ der Oberlosaer Trainer Ladislav Brykner seinen Zeitraffer Revue passieren. In der Mitteldeutschen Handballoberliga hatte der SV 04 Oberlosa in einem schwer umkämpften Stadtderby der HC Einheit Plauen bezwungen.
Da war sie wieder, die Handballhochburg Plauen! Oberlosa bekam für den knappen 29:27-Derbysieg zwei Punkte. Der HC Einheit wurde im Konfettiregen mit Lob überschüttet. Und 850 Zuschauer feierten in der restlos ausverkauften Kurt-Helbig-Halle diesen rassigen Sport. Sabrina Lukas (Vorstand des HC Einheit): „Wir haben unseren beherzten Auftritt hier teuer bezahlt. Zwei Rote Karten, zwei Verletzungen und acht Zeitstrafen treffen uns hart.“ Und auch der SV 04 Oberlosa musste in diesem Verschleißderby den Toptorjäger des Tages verletzungsbedingt von der Platte nehmen. Sebastian Naumann traf bis zur 40. Minute acht Mal. Es bleibt aber auch festzuhalten: Beide Teams gingen an die Grenze, aber unfair war das Spiel nicht.
Ja. Am Ende jubelte wie von vielen erwartet wieder der SV 04 Oberlosa. Doch der HC Einheit Plauen durfte sich als zweiter Sieger fühlen. Denn die Rot-Weißen waren diesmal noch näher dran an der großen Überraschung, als im Hinspiel, welches Oberlosa mit 24:22 gewann. SV04-Kapitän Jakub Kolomaznik brachte es auf den Punkt: „Wir lagen wie im Hinspiel mit sechs Toren in Rückstand. Aber diesmal hat es uns die Einheit noch schwerer gemacht. Am Ende hat unser großer Kader das Ding noch umgebogen. Respekt dem HC Einheit vor dieser Leistung.“
In der Tat: Einheit lieferte dem Topfavoriten der Oberliga von der ersten Minute an einen Fight auf Augenhöhe. Und die Reuaser mussten wirklich enorme Rückschläge verkraften. So verletzte sich Domenic Pecek direkt nach seinem Tor zum 0:1. Obwohl der HCE im weiteren Spielverlauf acht Zeitstrafen kassierte, hieß es zunächst 5:11 (17.) und dann traf Einheit-Kapitän Max Krüger in Unterzahl zum 9:14 (23.). Dass Oberlosa bis zur Pause (13:16) noch etwas rankam, lag am überragenden Oberlosaer Schlussmann Patryk Foluszny. Der „kassierte“ zwei Siebenmeter in Folge von Petr Linhart und so wollten die Schwarz-Gelben das Derby nach der Pause schnell an sich reißen.
Die Vorentscheidung: Der etwas überhitzte Einheit-Recke Jakub Sira kassierte in Spielminute 33. Minute die dritte Zeitstrafe und sah Rot. Die strengen Schiedsrichter Patrick Fischer und Andreas Schüller schickten dann auch noch Adam Janàsek (Einheit | 38. Minute | Foulspiel) mit Rot vom Feld. HCE-Mitspieler Petr Linhart fand: „Das war ungerecht. Wir waren nicht so viel unfairer wie es jetzt die Gesamtbilanz ausdrückt.“ Stimmt. „Aber wir haben eben zu viele von diesen kleinen Fehlern gemacht. Zum Beispiel hätten wir gewonnen, wenn wir nicht drei Siebenmeter verwerfen“, fügte Einheit-Trainer Jan Richter hinzu.
So nutzte die Kampfmaschine vom SV 04 Oberlosa in den letzten 20 Minuten die eigene Überlegenheit gnadenlos. Direkt nach den beiden Feldverweisen traf Sebastian Naumann mit seinem achten Tor zum 19:19-Ausgleich. Bemerkenswert: Der HC Einheit brach auch nicht ein, als Oberlosa die Führung erzwungen hatte und durch Nico Schneider auf 23:20 (48.) davon brauste. Oberlosa-Coach Ladislav Brykner zog symbolisch seinen Hut. Florian Wokan (25:24) und Petr Linhart (26:25) sorgten mit ihren Anschlusstoren für enorme Spannung. Beide Fanlager gaben alles.
Erst als Franz Schauer (29:26) einen Kempa-Trick verwandelte und SV-Keeper Patryk Foluszny den Siebenmeter von Max Krüger parierte, geriet der Oberlosaer Block zum Tollhaus. „Es war ein tolles Derby. Wir waren nur ein bisschen schlechter als der Gastgeber und ich glaube, dass wir mit solchen Leistungen noch viele Siege feiern dürfen. Darauf freue ich mich“, blickte Einheit-Cheftrainer Jan Richter nach vorn. Den Oberlosaer Verantwortlichen merkte man die Erleichterung an: „Wir haben zweimal das Derby gegen eine bärenstarke Einheit gewonnen. In beiden Spielen ging es über den Kampf. Wenn wir Erster bleiben wollen, müssen wir genau diese Einstellung mitbringen, uns aber gleichzeitig spielerisch noch deutlich steigern“, so die Prognose vom Oberlosaer Cheftrainer Ladislav Brykner.
Statistik
SV 04 Plauen-Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich, Beketov, Roth (2), Pfeiffer, Schauer (4), Schneider (3), Duschek, Hertel (4), Hanisch (3), Kolomaznik (1), Nedoma (2), Kucharik (2/1), Naumann (8/2)
HC Einheit Plauen: Pour, Misar – Model, Wokan (1), Janàsek (1), Krüger (3), Gehring (1), Linhart (6/2), Hujer, Kacin (5), Jahn (4), Zbiral (3), Horky (2), Pecek (1), Sira (33./Rote Karte)
7 Meter: Oberlosa 5 (3 verwandelt) – Einheit 5 (2 verwandelt)
Zeitstrafen: Oberlosa 4 – Einheit 8
Rote Karten: Sira (Einheit | 33. Minute | 3 Zeitstrafen), Janàsek (Einheit | 38. Minute | Foulspiel)

 

Zuschauer: 850
(kare)

Interview zur Winterpause

Unsere Jungs sind noch in der Winterpause. Wir haben daher mit Lutz Petzoldt, dem Chef der Spielbetriebs-GmbH, ein kleines Interview geführt und dabei einen Blick zurück in die Hinrunde und natürlich auch auf die weitere Saison geworfen:

Lutz, wie zufrieden bist du mit dem Verlauf der Hinrunde?
Grundsätzlich sind wir natürlich zufrieden. Wir sind als Spitzenreiter in die Weihnachtspause gegangen und haben bislang nur vier Punkte abgegeben. Nach dem großen personellen Umbruch im Sommer war es nicht unbedingt zu erwarten, dass sich die Mannschaft so schnell findet.
 
Welche positiven und negativen Überraschungen gab es aus Deiner Sicht in der Mitteldeutschen Oberliga?
Positiv überrascht haben sicherlich Staßfurt und Aschersleben. Beide Teams hatten sich im Sommer sehr gut verstärkt. Es wird auch den ein oder anderen Verein geben, der mit dem Saisonverlauf bislang nicht zufrieden ist. Aber die Saison ist noch lang und es kann sich noch vieles verändern.

Wen erwartest Du als härtesten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft?
Ich gehe schon davon aus, dass die Mannschaften aus den jetzigen Top 5 den Titel unter sich ausmachen. Viel wird davon abhängen, wer von Verletzungen verschont bleibt. Unser Ziel ist klar, wir wollen am Ende ganz oben stehen.

Bereits vor der Saison zog der Sonneberger HV aus wirtschaftlichen Gründen sein Team zurück, zuletzt machten Meldungen die Runde, dass auch die HSG Freiberg in finanzielle Schieflage geraten ist. Wie bewertest du das?
Es ist natürlich immer unschön, wenn Vereine finanziell in Schwierigkeiten kommen. Den Rückzug von Sonneberg noch vor der Saison fand ich schon etwas befremdlich, zumal man dort in den letzten Jahren viel investiert hat um den Sprung in die Oberliga zu schaffen. Die Lage in Freiberg kann ich nicht einschätzen. Wenn dort Vertragsauflösungen erfolgt sind, wird das seine Gründe haben. Den Bergstädtern als Traditionsverein und langjährigem Rivalen wünsche ich, dass sie den Klassenerhalt schaffen.
 
An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren zahlreichen Sponsoren bedanken, dass sie uns unabhängig von der Liga so toll unterstützen. Insbesondere mit Blick auf die wirtschaftlich derzeit schwierigen Rahmenbedingungen, ist das alles andere als selbstverständlich.

Gab es in der „Winterpause“ Veränderungen im Kader?
Nein, der Kader bleibt so wie er ist. Wir haben volles Vertrauen in unsere Mannschaft und sind überzeugt, dass wir in der derzeitigen Konstellation unsere Ziele erreichen können.

Vielen Dank, Lutz!

1. Männer | Sieg trotz Krankheitswelle

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa trotzt Krankheitswelle
HSV Apolda – SV 04 Oberlosa 28:35
In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hat der SV 04 Oberlosa auch das letzte Spiel des Jahres gewonnen. Die Spitzenstädter setzten sich beim zuletzt stark aufspielenden HSV Apolda sicher mit 35:28 durch und gehen somit als Spitzenreiter (26:4 Punkte) ins neue Kalenderjahr.
Die Vorzeichen vor der Abfahrt nach Thüringen standen alles andere als günstig. Eine Erkältungswelle hatte das halbe Team erfasst und sogar eine kurzfristige Spielabsage stand im Raum. Selbst Trainer Ladislav Brykner hatte noch einmal seine Sporttasche gepackt um im Notfall auflaufen zu können. „Wir hatten den angeschlagenen Spielern die Entscheidung selbst überlassen, ob sie spielen können. Bei der Abfahrt des Busses war ich schon überrascht, dass auch einige dabei waren, die unter der Woche kein einziges Mal trainiert hatten“, berichtet Brykner. Wie seine Mannschaft sich dann jedoch in Apolda präsentierte, nötigte dem Coach Respekt ab. „Ich bin heute unglaublich stolz auf meine Truppe. Jeder hat heute hier das Allerletzte aus sich herausgeholt und wortwörtlich bis zum Umfallen gekämpft. Davor ziehe ich den Hut“, sprudelte es aus dem sonst eher wortkargen Tschechen heraus.
Die Partie begann zunächst relativ ausgeglichen. Doch Oberlosa stand wieder kompakt in der Abwehr und kam gut ins Tempospiel. So setzten sich die Plauener früh auf 7:4 ab. Die Thüringer bewiesen, dass sie zuletzt nicht von ungefähr gegen Halle und Köthen gewonnen hatten. Bis zum 8:10 aus Sicht der Hausherren blieben die Glockenstädter in Schlagdistanz. Einige Paraden von Henric Ebert im Plauener Kasten ebneten dann den Weg für den Ausbau der Führung. Miroslav Nedoma, Louis Hertel, Libor Hanisch und Linus Roth trafen zur deutlichen 14:8-Führung. Bis zum Pausentee konnten die Gastgeber noch auf 10:14 verkürzen.
In der Kabine ging es bei den 04ern weniger um taktische Hinweise für die zweite Hälfte als vielmehr um die Frage, wer noch genügend Sprit im Tank hat. Nach dem Wiederanpfiff gingen die Schwarz-Gelben sofort hochkonzentriert zu Werke. Ivan Kucharik (2), Franz Schauer (2), Jakub Kolomaznik und Kevin Roch bauten den Abstand auf 20:13 aus und ließen die mitgereisten Plauener Fans jubeln. In der Folge hielten die Spitzenstädter den Kontrahenten routiniert auf Abstand, Coach Brykner verteilte mit vielen Wechseln klug die schwindenden Kräfte. „In der zweiten Hälfte haben wir zu viele Gegentore kassiert. Man hat da schon gemerkt, dass uns die Kraft ausgegangen ist und die Beine schwerer wurden“, erklärte Brykner nach der Partie. „Dafür haben wir das im Angriff clever gelöst und einfache Tore gemacht“, zeigte sich SV-Torjäger Ivan Kucharik zufrieden. Als Sebastian Naumann etwa zehn Minuten vor Ultimo zum 30:23 einnetzte war der Deckel auf der Partie praktisch drauf. Am Ende gewannen die Plauener klar mit 35:28 und durften sich am Samstag noch über die 29:31-Niederlage des HSV Bad Blankenburg als einen der ärgsten Verfolger in Köthen freuen. „Das war schon ein außergewöhnliches Jahr. Wir haben im gesamten Kalenderjahr nur eine einzige Partie verloren. Jetzt haben die Jungs ein paar Tage Pause, dann greifen wir wieder an. Im Hinblick auf den angepeilten Meistertitel haben wir alles in der eigenen Hand“, zog Co-Trainer David Woitke ein Fazit der letzten Monate und verabschiedete die Spieler in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub.
Oberlosa: Ebert, Foluszny; Stäglich, Roch (6 Tore), Roth (1), Schauer (5), Duschek, Hertel (4), Hanisch (4), Kolomaznik (2), Nedoma (3), Kucharik (9/ davon 5 Siebenmeter), Naumann (1)

 

–RM–

1. Männer | Favoritenrolle gerecht geworden

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa wird Favoritenrolle gerecht
SV 04 Oberlosa – Grün-Weiß Wittenberg 33:21
In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hat der SV 04 Oberlosa sein Heimspiel gegen Grün-Weiß Wittenberg deutlich mit 33:21 gewonnen. Damit haben die Spitzenstädter die Tabellenführung verteidigt und blieben im gesamten Kalenderjahr 2023 ohne Heimniederlage.
Den besseren Start in die Partie erwischten allerdings wieder einmal die Gäste. Nach etwa acht gespielten Minuten führten die Lutherstädter mit 5:3. „Erneut hat uns am Anfang die Spannung und Giftigkeit gefehlt“, war Co-Trainer David Woitke mit der Anfangsphase nicht zufrieden. Ivan Kucharik sorgte mit seinem bereits vierten Treffer für den 5:5-Ausgleich. Tore von Kapitän Jakub Kolomaznik, Franz Schauer und Louis Hertel zum 8:6 sorgten dann für die erste zwei Tore Führung der Hausherren. Wittenberg hielt allerdings gut dagegen, insbesondere Routinier Steve Baumgärtel machte der Plauener Abwehr zu schaffen. Durch eine verbesserte Defensivleistung setzte sich die Spitzenstädter dann jedoch immer weiter ab. Miroslav Nedoma traf zum 14:9. Die abstiegsbedrohten Gäste rannten sich nun immer häufiger in der Plauener Abwehr fest, die daraus resultierenden Ballgewinne münzten die Schwarz-Gelben in eigene Treffer um. Bis zum Pausenpfiff setzten sich die 04er weiter ab und nahmen eine komfortable 18:10-Führung mit in die Kabinen. „Ab der zehnten Minute hatten wir das Geschehen im Griff und haben zur Pause auch in der Höhe verdient geführt“, zeigte sich auch Woitke zufrieden.
Wie bereits in der ersten Hälfte, so nutzte SV-Coach Ladislav Brykner auch nach dem Wiederanpfiff die gesamte Breite des Kaders. Der Partie fehlte naturgemäß der große Spannungsbogen, dennoch boten die Hausherren ihrem Publikum weiterhin sehenswerte Handballkost. Beim 20:10 durch einen Rückhandtreffer von Kevin Roch, nach tollem Anspiel von Florian Pfeiffer, führte Oberlosa erstmals mit zehn Toren, Sebastian Naumann hielt den Abstand mit dem 24:14 konstant. Nach dem 30:18 durch Sebastian Duschek sorgte SV-Keeper Patryk Foluszny noch einmal für einen Jubelsturm. Der Plauener Schlussmann parierte nicht nur den Strafwurf des Oberliga-Torschützenkönigs Tomas Pavlicek, sondern auch den Nachwurf des ehemaligen Dessauers Christian Schöne. Linus Roth traf schließlich zum 33:20, mit der Schlusssirene betrieben die Gäste noch Ergebniskosmetik zum 33:21-Endstand.
Wir haben die Pflichtaufgabe gelöst. Jetzt gilt es zum Jahresausklang auch in Apolda zu gewinnen. Die haben zuletzt in Halle und zu Hause gegen Köthen gewonnen. Das wird noch einmal eine harte Nuss“, blickte Brykner nach der Partie voraus auf den kommenden Freitag, wenn die Plauener um 20 Uhr in Thüringen gefordert sind.
Oberlosa: Ebert, Foluszny; Roch (3 Tore), Roth (2), Pfeiffer, Schauer (4), Schneider, Duschek (2), Hertel (2), Hanisch (1), Kolomaznik (4), Nedoma (4), Kucharik (9/ davon 4 Siebenmeter), Naumann (2)

 

–RM–

1. Frauen | Erneut erfolgreich

Erneuter Sieg für die SV04 Handball-Frauen

Am Samstag führte uns der Weg zur nächsten Auswärtsmission – zu den Damen des HC Fraureuth. Wir wollten den 2. Tabellenplatz weiterhin sichern. Somit war das Ziel klar – 2 Punkte mit nach Hause nehmen.
Wir starteten bereits mit einer Führung ins Spiel und konnten uns zur 15. Minute mit einer 5-Tore- Führung (5:10) absetzen. Diese Führung gaben wir nicht aus der Hand. So ging es mit einem Stand von 8:21 und einer starken 13-Tore-Führung in die Halbzeitpause. Auch bis zur 45. Minute konnten wir eine stabile 10-Tore-Führung halten, ließen die Gegner aber nach einer Auszeit noch einmal ins Spiel zurück kommen. Am Ende konnten wir uns trotzdem über einen klaren Auswärtssieg (26:31) freuen. Gut angefangen und stark nachgelassen – am Fokus in der 2. Spielhälfte gilt es weiter zu arbeiten. Dennoch können wir stolz auf uns sein, den 2. Tabellenplatz in der Verbandsliga Staffel West weiter gefestigt zu haben.
Wir bedanken uns bei allen mitgereisten Fans für die großartige Unterstützung! 🖤💛
Wir sehen uns am 09.12.2023 in der Helbig Halle zu unserem letzten Heimspiel für dieses Jahr! 💪🏽🫵🏽 Zu Gast haben wir die Frauen des Zwönitzer HSV. Wir freuen uns auf euch und eure Unterstützung!💛🥁
Tietze, Hertel – Mattes (2), Seebauer, Hertel (1; 1/2), Brückner (3), Weidhaas (1), Kalkreuter (1), Rieger (6), Richter (2), Weiß (3), Hennig (10; 7/7), Nürnberger, Kolomaznikova (2)

 

S.W.

1. Männer | Pflichtaufgabe gelöst

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa löst Pflichtaufgabe
HC Glauchau/Meerane – SV 04 Oberlosa 22:28
Handball-Oberligist SV 04 Oberlosa hat seine Auswärtsaufgabe beim HC Glauchau/Meerane souverän gelöst. Den Plauenern genügte eine durchschnittliche Leistung um sich klar mit 28:22 durchzusetzen.
Vor lediglich 201 Zuschauern, darunter etwa 60 mitgereiste Fans aus Plauen, erwischten die Hausherren den besseren Start und gingen mit 3:1 in Führung. Der Spitzenreiter kam nur schleppend in die Partie. Insbesondere mit dem überragenden HC-Keeper Ludek Kylisek hatten die Spitzenstädter so ihre Probleme. Dennoch gelang durch den treffsicheren Miroslav Nedoma der Ausgleich zum 5:5. Wenig später gab es den ersten Aufreger in einer Partie mit vielen Nickeligkeiten. HC-Akteur Vaclav Klimt räumte völlig übermotiviert Plauens Spielmacher Louis Hertel ab und sah folgerichtig die Rote Karte. Bis zum 9:9 marschierten beide Teams im Gleichschritt. Oberlosa verpasste mehrfach die Führung, da Kylisek auch weiterhin beste Chancen der Plauener reihenweise zunichte machte. Erst SV-Routinier Ivan Kucharik sorgte mit einem Doppelpack für die 11:9-Führung der Schwarz-Gelben. Oberlosa hatte die Partie nun im Griff und nahm eine 15:12-Führung mit in die Halbzeitpause. „Wir hätten bereits zur Pause höher führen müssen. Zehn Fehlwürfe in einer Halbzeit sind jedoch viel zu viel“, analysierte Co-Trainer David Woitke die ersten 30 Minuten.
Nach dem Wiederanpfiff bauten die Vogtländer den Abstand durch Tore von Ivan Kucharik und Louis Hertel sowie einen Treffer von Franz Schauer schnell auf 18:13 aus. Nico Schneider und Jakub Kolomaznik legten wenig später zum 20:14 nach. Erneut sicherten sich die 04er in der Abwehr den Ball und Libor Hanisch startete hart bedrängt von zwei Gegenspielern zum Konter. Zur Überraschung der Plauener erhielt nicht nur der Spieler der Muldenstädter eine Zeitstrafe, sondern auch Hanisch musste auf die Strafbank. Der Tabellenführer behauptete unterdessen seinen komfortablen Vorsprung und führte nach etwa 45 Minuten mit 23:17. Die Gastgeber kämpften unverdrossen weiter und verkürzten noch einmal auf 20:24. Sebastian Naumann, Nico Schneider und Louis Hertel machten mit ihren Treffern zum 27:20 jedoch auch den allerletzten Hoffnungsschimmer der Westsachsen auf einen Punktgewinn zunichte. Letztlich gewannen die Plauener unter dem Jubel ihrer mitgereisten Anhänger klar mit 28:22 und untermauerten damit die Tabellenführung. „Am Ende zählen nur die zwei Punkte und die nehmen wir hier verdient mit. Wir können sicher besser Handball spielen, dennoch haben wir das souverän gelöst. Wenn man sieht, dass Halle zu Hause gegen Apolda verliert und Staßfurt einen Punkt in Freiberg liegen lässt, dann weiß man, dass die Teams die unten stehen, alles in die Waagschale werfen. Keiner will diese Oberliga nach unten verlassen müssen. Von daher erwarten uns jetzt zu Hause gegen Wittenberg und zum Jahresabschluss in Apolda noch zwei ganz schwierige Aufgaben gegen Teams, die um das Überleben kämpfen“, gab SV-Coach Ladislav Brykner nach der Partie zu Protokoll.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Roch (1 Tor), Roth, Pfeiffer, Schauer (3), Schneider (5), Duschek, Hertel (2), Hanisch, Kolomaznik (2), Nedoma (5), Kucharik (9/ davon 5 Siebenmeter), Naumann (1)

 

–RM–
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