Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa bleibt in Staffel Nord-Ost
In den vergangenen Tagen richteten sich die Blicke der Spieler und Verantwortlichen beim SV 04 Oberlosa auf die Zentrale des Deutschen Handball Bundes (DHB) in Dortmund. Gespannt wartete man auf die neue Einteilung der Staffeln in der 3.Liga. Nun haben die Spitzenstädter Planungssicherheit, wie im Vorjahr gehen die 04er in der Staffel Nord-Ost an den Start.
Trotz dessen, dass die Vogtländer in die gleiche Staffel eingruppiert wurden, gibt es doch einige Veränderungen. Insgesamt vier neue Teams können die Plauener Handballfans in der kommenden Spielzeit in der Spitzenstadt begrüßen. Nicht mehr dabei sind die U23 des SC DhfK Leipzig, die Sportfreunde Söhre und die HSG Ostsee, die als Absteiger allesamt den bitteren Gang in die Regionalliga antreten mussten. Fehlen wird auch der HC Eintracht Hildesheim, der nun in der Staffel Nord-West auf Punktejagd gehen wird. Diese Teams werden ersetzt durch vier Aufsteiger. Aus der Regionalliga Nord steigt die U23 des Bundesligisten HSV Hamburg auf, aus der Regionalliga Niedersachsen kommt die U23 des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf dazu. Aus Mitteldeutschland schaffte mit Concordia Delitzsch ein alter Rivale der Plauener aus gemeinsamen Regionalliga-Zeiten den Sprung in die 3.Liga. Das vierte neue Team ist mit dem HV Grün-Weiß Werder der Meister der Regionalliga Ostsee-Spree.
Erneut werden die Schwarz-Gelben also mehr als 12.000 Reisekilometer sammeln. Die kürzeste Ausfahrt geht ins Erzgebirge zum EHV Aue, die weiteste Reise führt erneut an die dänische Grenze zum DHK Flensborg.
„Ich erwarte eine äußerst ausgeglichene Staffel mit vielen spannenden Begegnungen. Aue und Braunschweig sind sicherlich auch dieses Jahr die großen Favoriten. Uns erwarten vier starke Aufsteiger, die ihre Regionalligen zum Großteil dominiert haben. Schön, dass uns das Derby gegen Aue erhalten bleibt, für die Fans ist das eine tolle Sache. Generell freue ich mich, dass wir in der Nord-Ost Staffel geblieben sind, wir treffen dort auf viele bekannte Teams“, kommentierte der neue Plauener Cheftrainer Enrico Henoch die Staffeleinteilung.
–RM–
Saisonrückblick SV 04 Oberlosa Hinrunde
Hinrunde
Die Plauener starteten stark in die neue Saison. Zum Auftakt wurde mit dem HC Eintracht Hildesheim einer der Aufstiegsfavoriten mit 28:26 bezwungen. Die folgende klare Auswärtsniederlage bei der HSG Eider/Harde (27:36) war zwar deftig, hinderte die 04er jedoch nicht daran, mit Empor Rostock den nächsten Favoriten geschlagen nach Hause zu schicken (35:31). Als dann auch noch das Auswärtsspiel in Stralsund gewonnen wurde (31:27) fanden sich die Schwarz-Gelben in der Spitzengruppe der Tabelle wieder. Drei Niederlagen in Folge gegen die U23 der Füchse Berlin (28:33) den Oranienburger HC (34:37) und den MTV Braunschweig (24:27) brachten die Spitzenstädter wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Das folgende Heimspiel gegen die HSG Ostsee (34:31) brachte dann wieder zwei Punkte auf das Plauener Konto. Unterschiedlichen Anstrich hatten die beiden folgenden Auswärtspartien. In Magdeburg boten die 04er trotz der 37:40-Niederlage eine starke Vorstellung, beim späteren Meister in Aue war man beim 24:34 jedoch chancenlos. Trotz einer mittlerweile ellenlangen Liste an Ausfällen, konnten die 04er das wichtige Heimspiel gegen Söhre mit 36:30 gewinnen. In den beiden folgenden Partien in Hamburg (31:32) und zu Hause gegen Flensborg (28:29) fehlte den Spitzenstädtern auch das nötige Quäntchen Glück um weitere Punkte zu sammeln. Das Heimspiel gegen die U23 brachte beim 35:33 dann den dringend benötigten Doppelpunktgewinn, während beim Hinrunden-Abschluss in Kiel beim TSV Altenholz (28:32) nichts zu holen war.
Mit 12:18 Punkten hatten sich die 04er ein kleines Polster auf die Abstiegsränge erspielt. Klar war aber auch, dass die Ansetzungen in der Rückrunde den Schwarz-Gelben nicht unbedingt in die Karten spielen würden.
Neuer Trainer für den SV 04 Oberlosa
Gut eine Woche nach dem Saisonende in der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen neuen Trainer verpflichtet. Vom SC DHfK Leipzig wechselt Enrico Henoch in die Spitzenstadt und wird Nachfolger vom bisherigen Coach Ladislav Brykner.
Der 43-jährige Henoch war bis zum Vorjahr als Trainer für die U23 der Messestädter in der 3.Liga verantwortlich und agierte zudem als Co-Trainer und Videoanalyst der Leipziger Bundesligamannschaft. „Enrico Henoch war unser Wunschkandidat. Ich freue mich sehr, dass er sich für uns entschieden hat“, zeigt sich der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt zufrieden. „Nach 17 Jahren in verschiedenen Funktionen beim SC DHfK kam bei mir der Wunsch auf, mich einer neuen anspruchsvollen Aufgabe zu stellen. Die Gespräche mit den Plauener Verantwortlichen haben sich sehr gut und wertschätzend angefühlt“, erklärt der neue Coach. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Plauen. Mein Dank geht an den SC DHfK Leipzig und all die tollen Menschen mit denen ich dort zusammenarbeiten durfte“, so Henoch. „Den SV 04 weiter in der 3.Liga zu etablieren und dabei mitzuhelfen, dass der Verein weiterwächst, ist das klare Ziel. Mit der neuen Halle im Rücken wollen wir noch mehr Zuschauer anlocken, dafür sind wir aber in erster Linie mit unserer Leistung verantwortlich“, erklärt der neue Coach. In Bezug auf die Spielphilosophie und den Kader hat Henoch klare Vorstellungen. „Ich bin gerade dabei, mir alle Spiele meiner neuen Mannschaft aus der letzten Saison anzuschauen. Ladislav Brykner hat hier eine absolut intakte Mannschaft hinterlassen. Wir werden sicherlich versuchen, variabler zu verteidigen und im Tempospiel zuzulegen. Der Kader weist eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern auf. Die ganz Jungen werden sicherlich noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an die 3.Liga zu gewöhnen, diese Zeit werden sie auch bekommen. Zwei Neuzugänge würde ich mir noch wünschen, um den Kader ausgewogen zu besetzen, da müssen wir schauen, was machbar ist“.
–RM–

Emotionaler Abschluss
SV 04 Oberlosa – TSV Altenholz 32:35
Der SV 04 Oberlosa hat sein letztes Saisonspiel in der 3.Handball-Bundesliga gegen den Tabellenvierten TSV Altenholz mit 32:35 verloren. In Anbetracht des seit einer Woche feststehenden Klassenerhalts konnte man die Niederlage verschmerzen, zumal der Abend in der Kurt-Helbig-Halle ohnehin im Zeichen großer Emotionen stand.
Das Spiel der Plauener gegen die Kaderschmiede des deutschen Rekordmeisters THW Kiel ist schnell zusammengefasst. Bis zum 8:8 nach etwa einem Viertel der Spielzeit begegneten sich beide Teams in einem gutklassigen Match auf Augenhöhe. Dann setzten sich die Nordlichter langsam aber stetig ab und nahmen eine 18:14-Führung mit in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Kieler spielbestimmend und bauten den Abstand auf 26:20 aus. Angetrieben von den knapp 600 Fans und einem überragenden Torhüter Henric Ebert machten sich die Spitzenstädter an die Aufholjagd und schafften tatsächlich den Anschluss zum 27:28. Dann setzten die Plauener zwei Bälle an den Pfosten und verpassten somit den Ausgleich oder gar die Führung. Die Gäste nutzten das im Stile einer Spitzenmannschaft und setzten sich schließlich verdient mit 35:32 durch. Große Emotionen gab es bereits während dem Spiel, als Miroslav Nedoma zu seinem Laufbahnende noch einmal auflief und alle fünf Strafwürfe traumwandlerisch sicher verwandelte. Nach der Partie wurden neben Nedoma auch Leos Petrovsky, Petar Puljic und Aleksander Olkowski verabschiedet. Großer Applaus brandete noch einmal auf bei der Verabschiedung von Nico Schneider, der mit nur 26 Jahren seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden muss und bei der Verabschiedung von Cheftrainer Ladislav Brykner, der insgesamt sechs Jahre in Plauener Diensten stand. „Das Spiel heute war noch einmal ein bisschen ein Spiegelbild der Saison. Wir haben noch einmal alles gegeben, hatten durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Roman Becvar jedoch noch eine Alternative weniger. Über allem steht heute jedoch, dass wir die Klasse gehalten haben, wenn man sieht welche personellen Probleme wir in einem Großteil der Saison hatten, ist das hoch einzuschätzen. Danke an das überragende Plauener Publikum, das sind die besten Fans der Liga“, verabschiedete sich Brykner aus der Spitzenstadt. Mit der Partie am Samstagabend endete auch ein Stück Plauener Sportgeschichte. Es war das letzte Pflichtspiel der Oberlosaer in der altehrwürdigen Kurt-Helbig-Halle nach knapp 50 Jahren. Ab der neuen Saison spielen die Schwarz-Gelben dann im Sportforum Vogtland.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (10), Jezernik (3), Trommer-Ernst (1), Tektel, Chobot (1), Schauer (4), Meckel (2), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic (1), Nedoma (5/ davon 5 Siebenmeter), Naumann
Zuschauer: 584
–RM–
SV 04 und Trainer Brykner gehen getrennte Wege
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa und sein Cheftrainer Ladislav Brykner werden am Saisonende getrennte Wege gehen. Der auslaufende Vertrag des Tschechen wurde nicht verlängert. Brykner wechselte 2020 vom EHV Aue als Spieler nach Plauen. In der Spielzeit 2021/2022 zog sich der Linkshänder eine schwere Knieverletzung zu. Nach der Entlassung von Trainer Petr Hazl übernahm „Ladi“, wie er von allen nur gerufen wird, interimsmäßig die Position des Teamchefs und hätte mit dem Team fast noch den Klassenerhalt in der 3.Liga geschafft. Ab Sommer 2022 übernahm der ehemalige tschechische Nationalspieler dauerhaft die Plauener Mannschaft. Nach der Vizemeisterschaft in der Regionalliga 2023 führte Brykner die Mannschaft 2024 zum Titelgewinn und zum Aufstieg in die 3.Bundesliga, wobei er in den letzten drei Meisterschaftsspielen auch selbst noch einmal die Schuhe schnürte. In der Zwischenzeit hatte der Tscheche sowohl die C-Lizenz als auch die B-Lizenz erworben, um in der 3.Liga als Trainer arbeiten zu dürfen. In einem Herzschlagfinale gelang Brykner mit seiner Mannschaft 2025 der Klassenerhalt in der Relegation gegen den HC Burgenland. In der nun zu Ende gehenden Saison machten die Plauener den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Ultimo perfekt. „Ladi hat in einer ganz schwierigen Phase nicht gezögert und die Mannschaft als Teamchef übernommen. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir haben mit ihm den Meistertitel in der Regionalliga gewonnen und zwei Mal den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga geschafft. Er steht für eine sehr erfolgreiche Ära des Oberlosaer Handballs“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. Warum dann die Trennung? „Wir wollen einen neuen Impuls setzen. Wir wollen einen Trainer der von außen kommt, der frischen Wind und neue Ideen in die Mannschaft bringt“, erklärt Petzoldt und ergänzt, „ich bin mir sicher, dass es auch Ladi Brykner guttun wird, sich bei einem anderen Verein, einer anderen Aufgabe zu beweisen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Das wird auch ihn selbst noch einmal weiter nach vorn bringen“.
„Vizemeister, Meister und mit einem der kleinsten Etats der Liga zwei Mal der Klassenerhalt in der 3.Liga, wir haben gemeinsam viel erreicht“, erklärt Brykner. „Es war eine enorm intensive Zeit auf die ich stolz bin. Die herausragenden Momente waren sicherlich der Meistertitel in der Regionalliga in Wittenberg und das Relegationsspiel im Vorjahr in Naumburg. In der laufenden Saison standen wir trotz vieler Ausfälle nie auf einem Abstiegsplatz, wir haben uns weiterentwickelt“. Angesprochen auf die Zukunft meint Brykner, „das lasse ich auf mich zukommen. Ich nehme hier viel mit. Es war meine erste Trainerstation und ich denke, was wir erreicht haben, kann sich sehen lassen. Dem Verein wünsche ich weiterhin so viel Erfolg und Stabilität, wie wir es in unserer gemeinsamen Zeit erleben durften“.
–RM–
Klassenerhalt trotz Niederlage
SC DHfK Leipzig II – SV 04 Oberlosa 38:33
Die wichtigste Botschaft des Wochenendes aus Sicht der 04er: Der Klassenerhalt ist perfekt und die Spitzenstädter spielen auch in der kommenden Saison in der 3.Handball-Bundesliga!
Das stand bereits am Samstagabend fest, als die HSG Ostsee ihr Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim deutlich mit 26:39 verloren hatte. Trotz des vorzeitig erreichten Saisonziels hatten sich die Plauener vorgenommen, am Sonntag die Punkte aus Leipzig zu entführen. Dies gelang trotz einer 18:17-Führung zur Halbzeitpause nicht und die Schwarz-Gelben mussten sich am Ende mit 33:38 geschlagen geben. „Die letzte Griffigkeit und der absolute Biss haben heute schon ein bißchen gefehlt. Insbesondere in der Abwehr standen wir da zu häufig Spalier,“ resümierte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach dem Schlusspfiff. „Sicherlich war da auch im Hinterkopf, dass der Klassenerhalt geschafft ist. Man merkt aber auch, dass die Kräfte am Ende der Saison ein bißchen zur Neige gehen. Wir hatten immer wieder viele Verletzte, so dass die Jungs die da waren, wirklich extrem viel gespielt haben“, so der Coach.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. In der ersten Hälfte legten die Plauener immer wieder ein bis zwei Tore vor, die Messestädter zogen ebenso beständig nach. Mit einer hauchdünnen 18:17-Führung für die Vogtländer ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Leipziger bei doppelter Überzahl die Führung und gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Angeführt von Bundesliga-Profi Tom Koschek (8 Tore) und dem künftigen Plauener Franz Häcker (6) konnte die Mannschaft um Trainer Mathias Albrecht personell aus dem Vollen schöpfen und hatte am Ende mehr Reserven. „Der Sieg für Leipzig geht in Ordnung, auch weil wir in der zweiten Hälfte zu viel verworfen haben“, konstatierte Brykner.
„Am kommenden Samstag wollen wir noch einmal alles reinwerfen und den besten Fans der Liga zum Abschluss noch einen Heimsieg schenken“, blickte Brykner bereits auf das letzte Saisonspiel zu Hause gegen den Tabellenvierten TSV Altenholz voraus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (10/ davon 3 Siebenmeter), Jezernik (1), Trommer-Ernst (2), Tektel, Chobot, Schauer (7), Meckel (2), Becvar (4), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (1)
Zuschauer: 195
–RM–
Oberlosa will Klassenerhalt perfekt machen
Am vorletzten Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa eine ganz entscheidende Partie auf dem Programm. Die Spitzenstädter gastieren am Sonntag um 15 Uhr bei der U23 des SC DHfK Leipzig und können mit einem vollen Erfolg in der kleinen Arena in der Messestadt den Klassenerhalt perfekt machen.
„Alles ist diesem Ziel untergeordnet“, macht auch SV-Coach Ladislav Brykner die Bedeutung dieser Begegnung klar. Die Messestädter können am Sonntag befreit aufspielen, der Abstieg des Leipziger Bundesliga-Nachwuchses steht bereits fest. „Das macht die Sache nicht unbedingt leichter“, weiß Brykner. „Leipzig hat sich in der Rückrunde enorm gesteigert und zeigt sich deutlich stabiler. Das sind alles sehr gut ausgebildete Jungs, die sich mittlerweile an die 3.Liga gewöhnt haben. Wir sind jedoch gut vorbereitet und wollen dort unbedingt den Deckel draufmachen“, so der Plauener Trainer. Angesprochen auf die Möglichkeit, dass der Klassenerhalt bereits am Samstagabend feststehen könnte, falls die HSG Ostsee ihr Heimspiel gegen Hildesheim verliert, schüttelt Brykner energisch mit dem Kopf. „Für Hildesheim geht es um gar nix mehr. Am Saisonende verlassen dort zehn Spieler den Verein, die lassen die Saison nur noch austrudeln. Da braucht man sich nur die letzten Ergebnisse anschauen. Ich gehe ganz fest davon aus, dass die HSG Ostsee ihr Heimspiel gewinnt. Wir müssen den vollen Fokus auf unser Spiel in Leipzig legen“.
Team und Verantwortliche der 04er können sich am Sonntag auch ganz sicher wieder auf die eigenen Fans verlassen. „Stimmungstechnisch wird das sicher ein Heimspiel, viele Anhänger machen sich durch die kurze Anreise und die Wichtigkeit der Partie auf den Weg in die Messestadt“, weiß der Plauener Mannschaftsverantwortliche Jan Spranger. Gemeinsam mit den Fans den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga zu feiern, ist das klare Ziel der Schwarz-Gelben.
–RM–
Trotz Personalnot teuer verkauft
DHK Flensborg – SV 04 Oberlosa 37:33
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim DHK Flensborg vor 417 Zuschauern in der Flensburger Idraetshallen trotz guter Leistung mit 33:37 verloren. In Anbetracht der Tatsache, dass die Plauener neben den Langzeitverletzten Schneider, Nedoma und Hanisch auch auf Leos Petrovsky und Roman Becvar verzichten mussten, verkauften sich die Vogtländer im hohen Norden teuer.
„Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir wollten hier unbedingt den Klassenerhalt perfekt machen und haben alles gegeben. Die Mannschaft hat sich nach Rückständen immer wieder zurück gekämpft, am Ende stehen wir dennoch mit leeren Händen da“, war SV-Coach Ladislav Brykner die Enttäuschung anzumerken.
Bereits am Freitag angereist, starteten die Spitzenstädter schwungvoll in die Partie und begegneten den Hausherren bis zum 5:5 auf Augenhöhe. In der Folge machte DHK-Akteur Thilo Knutzen den Unterschied. Am Vorabend noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt gegen Melsungen auf dem Parkett gestanden, traf der 2,13m-Riese traumwandlerisch sicher aus dem Rückraum. Dank Ihres Unterschiedsspielers legten die Norddeutschen immer wieder vor und nahmen schließlich eine 23:20-Führung mit in die Halbzeitpause.
Dank einer taktischen Veränderung auf Seiten der Vogtländer, kam Knutzen in der zweiten Hälfte nicht mehr so zum Zug und die Schwarz-Gelben glichen zum 23:23 aus. „Dann haben wir zwei Mal die Chance, selbst in Führung zu gehen, lassen diese Möglichkeiten aber aus“, machte Brykner einen Knackpunkt der Partie aus. Beim 28:28 stand die Partie weiterhin Spitz auf Knopf. In der Schlussphase der Begegnung schwang sich DHK-Keeper Rune Hauenstein zu einer überragenden Leistung auf. Beim 34:32 für die Gastgeber schnupperten die Vogtländer zwar immer noch am Punktgewinn, doch der Dansk Handbold Klub (DHK) machte mit zwei Treffern dann endgültig den Deckel drauf.
Im Kampf um den Klassenerhalt hat sich für die Schwarz-Gelben indes nichts geändert. Sicher abgestiegen sind die U23 des SC DHfK Leipzig und die Sportfreunde Söhre. Die HSG Ostsee (15:41 Puntkte), der Oranienburger HC (16:40) und der SV 04 Oberlosa (18:38) kämpfen an den letzten beiden Spieltagen noch um den Klassenerhalt, einer aus diesem Trio muss noch in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Die besten Karten halten dabei zweifellos die 04er in der Hand. Mit einem Auswärtssieg am kommenden Sonntag in Leipzig wäre der Klassenerhalt perfekt.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (10 Tore/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik (4), Trommer-Ernst, Tektel, Chobot (1), Schauer (3), Meckel (5), Olkowski (6), Malta, Puljic (4), Naumann
Zuschauer: 417
–RM–
Oberlosa holt Youngster
Aufmerksamen Beobachtern des letzten Heimspiels vom SV 04 Oberlosa fiel ein junger Mann auf, der neu im Kader der Schwarz-Gelben ist. Der 18-jährige Daniil Tektel wurde bereits jetzt als Vorgriff auf die neue Saison verpflichtet. Der Rückraumspieler wechselte aus der A-Jugend des TV Großwallstadt in die Spitzenstadt. „Ich sehe in Plauen sehr gute Chancen mich weiter zu entwickeln. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und mir den Einstieg leicht gemacht“, erklärt der Rechtshänder. Zum Einsatz gekommen ist Tektel am Samstag noch nicht. „Wir stecken im Kampf um den Klassenerhalt. Da ist es schwierig, einen neuen Spieler ins kalte Wasser zu werfen. Daniil ist jetzt seit zwei Wochen dabei und muss zunächst einmal unsere Philosophie verinnerlichen“, verdeutlicht Trainer Ladislav Brykner und ergänzt, „er ist körperlich sehr robust für sein Alter. Ich denke, mit einer kompletten Saisonvorbereitung wird er dem Verein viel Freude machen“.
„Abwehrstärke und ein guter Wurf“, benennt der Youngster seine Vorzüge, betont aber auch, „dass ich noch sehr jung bin und in meinem ersten Jahr bei den Männern noch viel lernen muss“. Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt freut sich über die Zusage des Rückraumspielers. „Er ist enorm ehrgeizig und körperlich schon sehr robust. Im Probetraining hat er angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann, sobald er voll integriert ist“. Die Personalplanungen der 04er sind laut Petzoldt damit weitgehend abgeschlossen. „Mit den Verpflichtungen von Fabrice Oertel, Mathias Choleva, Franz Schauer und Daniil Tektel haben wir vier vielversprechende Leute geholt und die Verjüngung des Kaders entscheidend vorangetrieben“.
–RM–
