Handball – Oberliga / Männer

Deutliche Auswärtsniederlage für Oberlosa in Magdeburg

Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am 4. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost beim SC Magdeburg II mit 30:41 (12:22) geschlagen geben. Vor 199 Zuschauern in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle gerieten die Spitzenstädter vor allem im ersten Durchgang deutlich ins Hintertreffen. Nach der Pause zeigte sich Oberlosa offensiv verbessert, konnte die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen.

Dabei begann die Begegnung aus Sicht der Gäste durchaus vielversprechend. Matevz Kunst erzielte nach 1:19 Minuten den ersten Treffer der Partie. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 durch Teo Jezernik übernahm die junge Magdeburger Mannschaft allerdings zunehmend die Kontrolle. Vom 3:2 setzte sich der SCM innerhalb weniger Minuten auf 8:3 ab. Oberlosa reagierte nach 9:11 Minuten mit der ersten Auszeit.

Doch auch danach fanden die Schwarz-Gelben nur schwer Zugriff auf das Magdeburger Spiel. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nachdem Oberlosa durch Kunst, Stäglich und Jezernik zunächst noch auf 7:11 verkürzen konnte, folgte die nächste starke Phase der Hausherren. Magdeburg erhöhte innerhalb weniger Minuten auf 15:7.

Oberlosa versuchte dagegenzuhalten. Vinzent Bertl traf vom Siebenmeterpunkt, Mathias Choleva und Franz Häcker waren ebenfalls erfolgreich. Dennoch gelang es den Gästen nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Mit einem deutlichen 12:22 ging es schließlich in die Kabinen.

Zweite Halbzeit nahezu ausgeglichen

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der SV 04 offensiv verbessert. Vinzent Bertl eröffnete den zweiten Durchgang mit einem verwandelten Siebenmeter zum 13:22. Matevz Kunst traf anschließend zweimal, auch Roman Becvar, Franz Schauer und Philip Trommer-Ernst steuerten Treffer bei. Doch Magdeburg hatte auf die Plauener Tore immer wieder die passende Antwort und hielt den Vorsprung im zweistelligen Bereich. Nach knapp 40 Minuten stand es 29:19.

Im weiteren Verlauf setzte sich die SCM-Reserve bis auf 37:22 ab. Trotz der längst entschiedenen Partie gab sich Oberlosa nicht auf und zeigte in der Schlussphase noch einmal Moral. Tim Stäglich traf innerhalb von 33 Sekunden zweimal, zudem waren Franz Häcker, Johann Niklas Malta, Daniil Tektel und Vinzent Bertl erfolgreich. Bertl setzte schließlich mit seinem Treffer zum 30:41 den Schlusspunkt.

Immerhin: Den zweiten Durchgang gestalteten die Spitzenstädter mit 18:19 nahezu ausgeglichen. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war jedoch deutlich zu groß.

Kunst bester Oberlosa-Werfer

Erfolgreichster Torschütze des SV 04 war Matevz Kunst mit sechs Treffern. Dahinter folgte Vinzent Bertl mit fünf Toren, der beide Siebenmeter verwandelte. Tim Stäglich erzielte vier und Franz Häcker drei Treffer. Je zweimal trafen Teo Jezernik, Franz Schauer und Johann Niklas Malta.

Auf Seiten der Gastgeber war Tim Bennet Thielicke mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer. Besonders vom Siebenmeterpunkt zeigte er sich mit sechs Treffern bei sechs Versuchen sicher. Noah Hensen erzielte sieben Tore.

Trainer Henoch: „Spiel schnell analysieren und abhaken“

Oberlosas Trainer Enrico Henoch fand nach der Partie klare Worte. Seine Mannschaft sei an diesem Abend „in allen Belangen nicht in der Lage gewesen, Drittliga-Handball zu bieten“. Vor allem defensiv habe der Zugriff auf den Gegner gefehlt.

Auch im Angriff habe sich seine Mannschaft sehr schwergetan. Gleichzeitig hob Henoch die gute Torhüterleistung des SC Magdeburg II hervor, die es den Plauenern zusätzlich erschwert habe, zu einfachen Torerfolgen zu kommen.

Lange beschäftigen soll die Mannschaft die deutliche Niederlage allerdings nicht. Für Henoch gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und anschließend den Blick wieder nach vorn zu richten: „Wir müssen das Spiel schnell analysieren und dann abhaken.“

SV 04 Plauen-Oberlosa: Tim Stäglich (4), Matevz Kunst (6), Libor Hanisch (1), Franz Häcker (3), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (1), Vinzent Bertl (5/2), Daniil Tektel (1), Max Flämig, Franz Schauer (2), Mathias Choleva (1), Roman Becvar (1), Johann Niklas Malta (2), Til Koffent (1), Henric Ebert, Sebastian Naumann.

Endstand: SC Magdeburg II – SV 04 Plauen-Oberlosa 41:30 (22:12)

Zuschauer: 199

Spielort: Wolfgang-Lakenmacher-Halle, Magdeburg

SV 04 vor schwerer Auswärtsaufgabe in Magdeburg

Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit 6:0 Punkten wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am kommenden Spieltag gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Enrico Henoch bei den SCM Youngsters, der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg. Damit treffen zwei Teams aufeinander, die mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen dürften.

„Das ist wieder eine sehr junge, talentierte Mannschaft, die Christoph Theuerkauf zusammen hat“, sagt SV-04-Cheftrainer Enrico Henoch mit Blick auf den kommenden Gegner. „Da sind einige von der deutschen Meistermannschaft aus dem letzten Jahr aus der A-Jugend dabei. Einige Junioren-Nationalspieler, die eine hohe Qualität mitbringen.“

Die SCM Youngsters stehen unter der Leitung von Christoph Theuerkauf, der selbst 57 Länderspiele für Deutschland bestritt. Seine Mannschaft orientiert sich spielerisch deutlich am Stil des Bundesligateams aus Magdeburg: hohes Tempo, viele Eins-gegen-eins-Situationen und konsequente Durchbrüche prägen das Angriffsspiel der jungen Elbestädter.

Henoch erwartet deshalb einen Gegner, der über seine Dynamik und die technische Ausbildung seiner Spieler dauerhaft Druck erzeugen kann: „Es ist eine Mannschaft, die extrem  gut über das Tempo kommt, die technisch und taktisch sehr gut ausgebildet ist.“

Zum Kader der Magdeburger zählt mit Elvis Ernesto Kretzschmar auch der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Stefan Kretzschmar. Der Youngster gewann mit dem SCM bereits deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich und wurde im Sommer U18-Europameister.

Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profibereich zeigt sich auch an Tim Bennet Thielicke. Der 18-Jährige kam in der vergangenen Woche beim Champions-League-Auftakt des SC Magdeburg gegen den norwegischen Meister Kolstad Håndball zum Einsatz und erzielte bei seinem Debüt drei Tore. Der SCM gewann die Partie deutlich mit 37:22.

Für Plauen-Oberlosa bedeutet das: Der Gegner verfügt trotz seines jungen Alters über Akteure mit Erfahrungen auf höchstem Niveau. Entsprechend aufmerksam muss der SV 04 insbesondere gegen die hohe Geschwindigkeit im Umschaltspiel sowie die individuellen Eins-gegen-eins-Qualitäten der Magdeburger agieren.

Für den SV 04 wird die Partie auch deshalb zur Herausforderung, weil nach zwei Heimspielen nun wieder eine Auswärtsreise ansteht und der Kader weiterhin mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Dennoch sieht Henoch seine Mannschaft gut vorbereitet und mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet.

„Das wird für uns wieder eine sehr schwierige Aufgabe, zumal wir jetzt nach zwei Heimspielen auch wieder auswärts antreten müssen und noch ein bisschen Verletzungssorgen haben“, erklärt der Trainer. „Trotzdem können wir mutig in so eine Aufgabe hineingehen mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen.“

Der bisher makellose Saisonstart soll dem SV 04 dabei Rückenwind geben. Gleichzeitig weiß Henoch um die Ausgangslage beim Gegner: „Magdeburg wird natürlich auch vor Selbstbewusstsein strotzen, weil sie die letzten beiden Heimspiele gewonnen und das erste Spiel nur knapp beim Meisterschaftsfavoriten in Aue verloren haben.“

Die Voraussetzungen deuten auf eine ausgeglichene und intensive Begegnung hin. Die Youngsters wollen ihre Heimstärke bestätigen, während der SV 04 seine Erfolgsserie fortsetzen und auch aus Magdeburg etwas Zählbares mitnehmen möchte.

„Von daher denke ich, dass das wieder ein sehr enges Spiel wird, wo kleine Nuancen darüber entscheiden, wer die zwei Punkte mitnimmt“, so Henoch. Für Plauen-Oberlosa wird es darauf ankommen, die eigene Abwehrstabilität erneut auf die Platte zu bringen, das Tempospiel des SCM so gut wie möglich zu kontrollieren und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.

(ElH)

 

SV 04 Plauen-Oberlosa behauptet sich gegen DHK Flensborg

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am dritten Spieltag der 3. Liga einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor 525 Zuschauern setzte sich die Mannschaft in der Kurt-Helbig-Sporthalle mit 25:22 (11:10) gegen den DHK Flensborg durch und erhöhte ihr Punktekonto damit auf 6:0. Entscheidend waren eine stabile Abwehr, eine starke Torhüterleistung und ein über die gesamte Spielzeit konzentrierter Auftritt.

Die Partie begann ausgeglichen und war von Beginn an von hoher Energie und großer Einsatzbereitschaft auf beiden Seiten geprägt. Flensborg erwischte den besseren Start und ging zunächst mit 4:2 in Führung. Der SV 04 ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, arbeitete sich Tor um Tor heran und glich beim 6:6 wieder aus. In der Folge übernahm Oberlosa zunehmend die Kontrolle. Über 9:8 und 10:8 erspielten sich die Hausherren einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Halbzeitpfiff behaupteten. Mit einer 11:10-Führung ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischte der SV 04 den besseren Start. Angeführt von einer engagierten Defensive und einem starken Henric Ebert im Tor setzte sich Plauen-Oberlosa innerhalb weniger Minuten auf 16:11 ab. Roman Becvar zeigte sich dabei besonders treffsicher, während Matevz Kunst mit wichtigen Toren und sicher verwandelten Siebenmetern immer wieder Akzente setzte.

Flensborg kämpfte sich anschließend zurück in die Partie und verkürzte den Rückstand bis auf 16:14. Die Gastgeber reagierten jedoch konzentriert und stellten mit einem Zwischenspurt auf 20:14. In dieser Phase zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit des SV 04 besonders deutlich: Jeder Spieler stellte sich in den Dienst der Mannschaft und half mit, den Vorsprung zu verteidigen.

In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Die Gäste kamen über 23:18 und 25:20 näher heran und verkürzten kurz vor dem Ende auf 25:22. Der Heimsieg geriet jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Mit konsequenter Abwehrarbeit und hoher Konzentration brachte Plauen-Oberlosa die Führung über die Zeit.

Neben der stabilen Abwehr überzeugte der SV 04 durch gute Abschlüsse und eine geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders erfreulich war der erste Einsatz von Vinzent Bertl, der sich gut in das Team einfügte und wichtige Impulse setzte. Zum Player of the Match wurde Torhüter Henric Ebert gewählt. Er gab der Mannschaft mit seiner starken Leistung über die gesamte Partie hinweg den entscheidenden Rückhalt.

Überschattet wurde der Heimsieg von der Verletzung von Libor Hanisch. Hanisch war nach der 24. Spielminute nicht mehr einsatzfähig. Dadurch erhält der Erfolg der Mannschaft einen zusätzlichen kämpferischen Wert.

„Es war ein sehr energiegeladenes Spiel von beiden Mannschaften, wobei die Angriffsleistung etwas hinter der Abwehr- und Torhüterleistung stand, was das Ergebnis auch zeigt“, erklärte Co-Trainer Jörg Grüner nach der Partie. „Wir haben das Spiel sehr willensstark geführt, und jeder hat sich heute in den Dienst der Mannschaft und des Erfolges gestellt. Wir wünschen unserem Kreisläufer Libor Hanisch alles Gute. Fazit: Es war ein Mannschaftserfolg. Wir freuen uns riesig, die Punkte in Plauen zu behalten und damit den Punktestand auf 6:0 zu erhöhen.“

 

(ElH)

+++ SV 04 Plauen-Oberlosa empfängt DHK Flensborg +++

Nach dem dramatischen 31:30-Heimsieg gegen den Stralsunder HV steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa bereits das nächste Heimspiel in der 3. Handball-Bundesliga Nord-Ost an. Am kommenden Samstag, den 12. September, empfängt die Mannschaft um Cheftrainer Enrico Henoch den DHK Flensborg. Anwurf in der Kurt-Helbig-Sporthalle ist um 19.00 Uhr.

Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonspielen ist der SV 04 erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Nach dem 38:33-Auswärtserfolg beim HV Grün-Weiß Werder folgte am vergangenen Wochenende der hart umkämpfte, aber verdiente 31:30-Erfolg gegen den Stralsunder HV. Besonders die Schlussphase, in der Philip Trommer-Ernst mit dem Ausgleich und dem Siegtor in den letzten Sekunden das Match entschied, war ein Beleg für die kämpferische Qualität der Truppe. Diese Energie und Konzentration möchte der SV 04 nun auch im dritten Saisonspiel vor heimischem Publikum abrufen und die Siegesserie weiter ausbauen.

Mit dem DHK Flensborg kommt ein Gegner nach Plauen, der mit viel Schwung in die neue Spielzeit gestartet ist. Der Dansk Handbold Klub ist Kooperationspartner der SG Flensburg-Handewitt und profitiert von dieser engen Anbindung an den Bundesligisten. Mit drei Punkten aus den ersten beiden Spielen hat Flensborg einen starken Saisonstart hingelegt und sich früh in der Tabelle etabliert. Die Mannschaft wird von Trainer Magnus Frisk Jensen betreut und gilt als eines der jüngsten Teams der Liga. Wie für junge Teams typisch, verfügen die Flensborger über technisch gut ausgebildete Spieler, die mit frischem Tempo und unbekümmerter Spielweise aufwarten.

Im Kader finden sich mehrere Leistungsträger, die das Spiel der Flensborger maßgeblich prägen. Im Tor bringt Catalin Hajdu wichtige Paraden und gibt der jungen Abwehr Halt. Im Angriff lenkt Spielmacher Maurice Niestroj das Offensivspiel und sorgt für Struktur und Kreativität. Mit Moritz Dethlefsen steht zudem ein U18-Europameister im Aufgebot, der bereits in jungen Jahren über herausragende Qualität und internationale Erfahrung verfügt. Ein weiterer Schlüsselspieler ist Jonas Rhitaphorn, der bereits für die SG Flensburg-Handewitt in der European League auf dem Parkett stand und damit Erfahrung auf hohem europäischen Niveau mitbringt. Ein solcher Spieler kann in jedem Moment entscheidend eingreifen.

Der SV 04 hat jedoch eine Rechnung offen. In der vergangenen Saison verlor die Mannschaft beide Begegnungen gegen den DHK Flensborg und möchte nun vor heimischem Publikum Wiedergutmachung betreiben. Gleichzeitig wollen die Plauener die Eindrücke aus der Schlussphase gegen Stralsund mitnehmen: mit Willen, Energie und der Unterstützung der heimischen Zuschauer.

Torwart-Trainer Tyll Schmidtke blickt mit Zuversicht auf die Begegnung: „Der DHK Flensborg ist ein starker Gegner mit vielen Talenten aus der Flensburger Handballschule. Mit einer guten Abwehrleistung im Zusammenspiel mit unseren gut aufgelegten Torhütern wollen wir natürlich die Siegesserie fortführen. Wichtig für den Erfolg ist der 8. Mann im Rücken, um die Jungs zu beflügeln. Also kommt alle in die Helbig-Hölle und feuert die Schwarz-Gelben an!“

(ElH)

 

Sieg des Willens: Oberlosa ringt Stralsund nieder

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat seinen Heimauftakt in der 3. Liga mit einem echten Kraftakt erfolgreich
gestaltet. Vor 443 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Sporthalle bezwangen die Spitzenstädter den Stralsunder
HV nach einer umkämpften und bis in die Schlussminute hochspannenden Partie mit 31:30 (18:15). Vor
allem Einsatzbereitschaft, Kampfgeist und der unbedingte Wille zum Erfolg gaben am Ende den Ausschlag.

Dabei erwischten zunächst die Gäste den etwas besseren Start. Stralsund legte zweimal vor, doch Oberlosa fand
schnell in die Partie. Nach dem 2:3 drehten Sebastian Naumann und Tim Stäglich mit zwei Treffern innerhalb
weniger Sekunden die Begegnung zum 5:3. Fortan entwickelte sich ein intensives Duell, in dem sich die
Hausherren zunächst leichte Vorteile erarbeiteten. Über 10:7 setzte sich Oberlosa auf 11:8 ab, musste beim 11:11
jedoch erstmals wieder den Ausgleich hinnehmen.

Die Vogtländer ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach einer Auszeit stabilisierte sich die Mannschaft wieder
und erarbeitete sich bis zur Pause erneut einen Vorsprung. Roman Becvar sorgte mit seinem Treffer zum 18:15 für
den Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Stralsund erhöhte den Druck, während bei den Gastgebern
zunehmend der Kräfteverschleiß zu spüren war. Aus dem 19:16 wurde innerhalb weniger Minuten ein 19:19.
Oberlosa stemmte sich dagegen, doch in der 41. Minute gingen die Gäste beim 22:23 erstmals seit der
Anfangsphase wieder in Führung. Wenig später lag Stralsund sogar mit 24:22 vorn.

Was folgte, war vor allem eine Willensleistung. Obwohl die Kräfte schwanden, blieb Oberlosa dran. Matevz Kunst
und Roman Becvar brachten die Hausherren beim 27:27 wieder auf Augenhöhe, Becvar legte anschließend zum
28:27 nach. Doch auch Stralsund gab sich nicht geschlagen. Beim 29:30 durch Jonas Wark in der 57. Minute schien
die Partie erneut in Richtung der Gäste zu kippen.

Die Schlussminuten gehörten jedoch Oberlosa – und Philip Trommer-Ernst. Nach einer Auszeit traf der
Außenspieler zunächst zum 30:30 und ließ 50 Sekunden vor dem Ende auch das umjubelte 31:30 folgen. Stralsund
nahm noch einmal eine Auszeit, doch die Hausherren verteidigten ihren knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene.
Der Jubel in der Helbig-Halle war entsprechend groß.

Erfolgreichster Werfer der Plauener war Matevz Kunst mit neun Treffern, darunter zwei Siebenmeter. Roman
Becvar steuerte sechs Tore bei. Libor Hanisch, Mathias Choleva und Philip Trommer-Ernst trafen jeweils viermal.

Trainer Enrico Henoch zeigte sich nach der Partie insbesondere mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft
zufrieden: „Ich bin über die vollen 60 Minuten sehr zufrieden, vor allem auf kämpferischer Ebene. Das war ein Sieg
des Willens.“ Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand habe seine Mannschaft gut ins Spiel zurückgefunden und sei
für ihn der verdiente Sieger gewesen – „auch wenn es am Ende sicherlich ein Stück weit glücklich war“.

Dass die Begegnung in der zweiten Halbzeit noch einmal derart eng wurde, überraschte den Trainer angesichts der
personellen Situation nicht. „In der zweiten Halbzeit verlassen uns etwas die Kräfte. Wir wussten, dass wir aufgrund
einiger angeschlagener Spieler nur wenige Möglichkeiten hatten“, erklärte Henoch. Umso höher bewertete er den
Einsatz seiner Mannschaft: „Mit der Bereitschaft und der Energie bin ich sehr zufrieden.“

Lange genießen können die Oberlosaer den Erfolg allerdings nicht. Der Blick richtet sich bereits auf die nächste
Aufgabe. Am kommenden Samstag um 19 Uhr ist Flensborg in der Kurt-Helbig-Sporthalle zu Gast. „Der Fokus liegt
jetzt schon auf Flensborg“, macht Henoch deutlich. Nach dem emotionalen 31:30-Erfolg gegen Stralsund soll dann
vor heimischer Kulisse der nächste Schritt folgen.

+++ SV 04 empfängt Stralsund zum ersten Heimspiel +++

Nach dem gelungenen Saisonauftakt in Werder steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa am kommenden Samstag das erste Heimspiel der neuen Spielzeit in der 3. Handball-Bundesliga Nord-Ost auf dem Programm. Anwurf gegen den Stralsunder HV ist um 19.00 Uhr in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Tickets sind im Online-Vorverkauf sowie am Spieltag an der Abendkasse erhältlich. 

Mit dem 33:38-Auswärtserfolg beim HV Grün-Weiß Werder ist der SV 04 erfolgreich in die Saison gestartet. Vor allem in den ersten 40 bis 45 Minuten zeigte die Mannschaft eine überzeugende Leistung, stand stabil in der Abwehr und kam über ein schnelles Umschaltspiel immer wieder zu guten Abschlussmöglichkeiten. Daran wollen die Plauener nun auch vor heimischem Publikum anknüpfen. 

Mit dem Stralsunder HV wartet jedoch gleich eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Norman Flödl wird von vielen Beobachtern als einer der Favoriten der Staffel eingestuft und verfolgt ein klares Ziel: Bis 2030 soll der Sprung in die 2. Handball-Bundesliga gelingen. Um diesem Anspruch näherzukommen, hat sich der SHV vor der Saison gezielt verstärkt. 

Zu den Neuzugängen gehören Torhüter Lein Martinsen aus Norwegen, der mit einer Körpergröße von 2,05 Metern viel Präsenz zwischen den Pfosten mitbringt, sowie der schwedische rechte Rückraumspieler Axel Rämhed. Auch am Kreis wurde Qualität verpflichtet: Der dänische Kreisläufer Mikkel Milling-Hansen soll mit seinen 1,98 Metern nicht nur im Angriff, sondern auch als Teil des Innenblocks wichtige Akzente setzen. Trotz der 29:32-Auftaktniederlage gegen den TSV Altenholz, einen weiteren Top-Favoriten der Liga, ist Stralsund mit großer Qualität ausgestattet und wird auf den ersten Punktgewinn aus sein. 

Assistenz-Trainer Mike Anlauf erwartet deshalb eine intensive Begegnung: „Wir müssen an die positiven Dinge der ersten 40 bis 45 Minuten von letzter Woche anknüpfen, wie Abwehr und Tempospiel. Das werden intensive 60 Minuten.“ 

Gleichzeitig setzt Anlauf auf die Unterstützung von den Rängen: „Aber wir haben das erste Heimspiel der Saison und ich hoffe, dass trotz der Sternquell Wiesn viele Fans in die Halle kommen und uns unterstützen. Bringt die Helbig-Halle zum Kochen und treibt unsere Jungs an!“ 

 

(ElH) 

Fehler: Content is protected !!