Handball – Oberliga / Männer
SV 04 und Trainer Brykner gehen getrennte Wege
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa und sein Cheftrainer Ladislav Brykner werden am Saisonende getrennte Wege gehen. Der auslaufende Vertrag des Tschechen wurde nicht verlängert. Brykner wechselte 2020 vom EHV Aue als Spieler nach Plauen. In der Spielzeit 2021/2022 zog sich der Linkshänder eine schwere Knieverletzung zu. Nach der Entlassung von Trainer Petr Hazl übernahm „Ladi“, wie er von allen nur gerufen wird, interimsmäßig die Position des Teamchefs und hätte mit dem Team fast noch den Klassenerhalt in der 3.Liga geschafft. Ab Sommer 2022 übernahm der ehemalige tschechische Nationalspieler dauerhaft die Plauener Mannschaft. Nach der Vizemeisterschaft in der Regionalliga 2023 führte Brykner die Mannschaft 2024 zum Titelgewinn und zum Aufstieg in die 3.Bundesliga, wobei er in den letzten drei Meisterschaftsspielen auch selbst noch einmal die Schuhe schnürte. In der Zwischenzeit hatte der Tscheche sowohl die C-Lizenz als auch die B-Lizenz erworben, um in der 3.Liga als Trainer arbeiten zu dürfen. In einem Herzschlagfinale gelang Brykner mit seiner Mannschaft 2025 der Klassenerhalt in der Relegation gegen den HC Burgenland. In der nun zu Ende gehenden Saison machten die Plauener den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Ultimo perfekt. „Ladi hat in einer ganz schwierigen Phase nicht gezögert und die Mannschaft als Teamchef übernommen. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir haben mit ihm den Meistertitel in der Regionalliga gewonnen und zwei Mal den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga geschafft. Er steht für eine sehr erfolgreiche Ära des Oberlosaer Handballs“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. Warum dann die Trennung? „Wir wollen einen neuen Impuls setzen. Wir wollen einen Trainer der von außen kommt, der frischen Wind und neue Ideen in die Mannschaft bringt“, erklärt Petzoldt und ergänzt, „ich bin mir sicher, dass es auch Ladi Brykner guttun wird, sich bei einem anderen Verein, einer anderen Aufgabe zu beweisen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Das wird auch ihn selbst noch einmal weiter nach vorn bringen“.
„Vizemeister, Meister und mit einem der kleinsten Etats der Liga zwei Mal der Klassenerhalt in der 3.Liga, wir haben gemeinsam viel erreicht“, erklärt Brykner. „Es war eine enorm intensive Zeit auf die ich stolz bin. Die herausragenden Momente waren sicherlich der Meistertitel in der Regionalliga in Wittenberg und das Relegationsspiel im Vorjahr in Naumburg. In der laufenden Saison standen wir trotz vieler Ausfälle nie auf einem Abstiegsplatz, wir haben uns weiterentwickelt“. Angesprochen auf die Zukunft meint Brykner, „das lasse ich auf mich zukommen. Ich nehme hier viel mit. Es war meine erste Trainerstation und ich denke, was wir erreicht haben, kann sich sehen lassen. Dem Verein wünsche ich weiterhin so viel Erfolg und Stabilität, wie wir es in unserer gemeinsamen Zeit erleben durften“.
–RM–
Klassenerhalt trotz Niederlage
SC DHfK Leipzig II – SV 04 Oberlosa 38:33
Die wichtigste Botschaft des Wochenendes aus Sicht der 04er: Der Klassenerhalt ist perfekt und die Spitzenstädter spielen auch in der kommenden Saison in der 3.Handball-Bundesliga!
Das stand bereits am Samstagabend fest, als die HSG Ostsee ihr Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim deutlich mit 26:39 verloren hatte. Trotz des vorzeitig erreichten Saisonziels hatten sich die Plauener vorgenommen, am Sonntag die Punkte aus Leipzig zu entführen. Dies gelang trotz einer 18:17-Führung zur Halbzeitpause nicht und die Schwarz-Gelben mussten sich am Ende mit 33:38 geschlagen geben. „Die letzte Griffigkeit und der absolute Biss haben heute schon ein bißchen gefehlt. Insbesondere in der Abwehr standen wir da zu häufig Spalier,“ resümierte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach dem Schlusspfiff. „Sicherlich war da auch im Hinterkopf, dass der Klassenerhalt geschafft ist. Man merkt aber auch, dass die Kräfte am Ende der Saison ein bißchen zur Neige gehen. Wir hatten immer wieder viele Verletzte, so dass die Jungs die da waren, wirklich extrem viel gespielt haben“, so der Coach.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. In der ersten Hälfte legten die Plauener immer wieder ein bis zwei Tore vor, die Messestädter zogen ebenso beständig nach. Mit einer hauchdünnen 18:17-Führung für die Vogtländer ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Leipziger bei doppelter Überzahl die Führung und gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Angeführt von Bundesliga-Profi Tom Koschek (8 Tore) und dem künftigen Plauener Franz Häcker (6) konnte die Mannschaft um Trainer Mathias Albrecht personell aus dem Vollen schöpfen und hatte am Ende mehr Reserven. „Der Sieg für Leipzig geht in Ordnung, auch weil wir in der zweiten Hälfte zu viel verworfen haben“, konstatierte Brykner.
„Am kommenden Samstag wollen wir noch einmal alles reinwerfen und den besten Fans der Liga zum Abschluss noch einen Heimsieg schenken“, blickte Brykner bereits auf das letzte Saisonspiel zu Hause gegen den Tabellenvierten TSV Altenholz voraus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (10/ davon 3 Siebenmeter), Jezernik (1), Trommer-Ernst (2), Tektel, Chobot, Schauer (7), Meckel (2), Becvar (4), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (1)
Zuschauer: 195
–RM–
Oberlosa will Klassenerhalt perfekt machen
Am vorletzten Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa eine ganz entscheidende Partie auf dem Programm. Die Spitzenstädter gastieren am Sonntag um 15 Uhr bei der U23 des SC DHfK Leipzig und können mit einem vollen Erfolg in der kleinen Arena in der Messestadt den Klassenerhalt perfekt machen.
„Alles ist diesem Ziel untergeordnet“, macht auch SV-Coach Ladislav Brykner die Bedeutung dieser Begegnung klar. Die Messestädter können am Sonntag befreit aufspielen, der Abstieg des Leipziger Bundesliga-Nachwuchses steht bereits fest. „Das macht die Sache nicht unbedingt leichter“, weiß Brykner. „Leipzig hat sich in der Rückrunde enorm gesteigert und zeigt sich deutlich stabiler. Das sind alles sehr gut ausgebildete Jungs, die sich mittlerweile an die 3.Liga gewöhnt haben. Wir sind jedoch gut vorbereitet und wollen dort unbedingt den Deckel draufmachen“, so der Plauener Trainer. Angesprochen auf die Möglichkeit, dass der Klassenerhalt bereits am Samstagabend feststehen könnte, falls die HSG Ostsee ihr Heimspiel gegen Hildesheim verliert, schüttelt Brykner energisch mit dem Kopf. „Für Hildesheim geht es um gar nix mehr. Am Saisonende verlassen dort zehn Spieler den Verein, die lassen die Saison nur noch austrudeln. Da braucht man sich nur die letzten Ergebnisse anschauen. Ich gehe ganz fest davon aus, dass die HSG Ostsee ihr Heimspiel gewinnt. Wir müssen den vollen Fokus auf unser Spiel in Leipzig legen“.
Team und Verantwortliche der 04er können sich am Sonntag auch ganz sicher wieder auf die eigenen Fans verlassen. „Stimmungstechnisch wird das sicher ein Heimspiel, viele Anhänger machen sich durch die kurze Anreise und die Wichtigkeit der Partie auf den Weg in die Messestadt“, weiß der Plauener Mannschaftsverantwortliche Jan Spranger. Gemeinsam mit den Fans den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga zu feiern, ist das klare Ziel der Schwarz-Gelben.
–RM–
Trotz Personalnot teuer verkauft
DHK Flensborg – SV 04 Oberlosa 37:33
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim DHK Flensborg vor 417 Zuschauern in der Flensburger Idraetshallen trotz guter Leistung mit 33:37 verloren. In Anbetracht der Tatsache, dass die Plauener neben den Langzeitverletzten Schneider, Nedoma und Hanisch auch auf Leos Petrovsky und Roman Becvar verzichten mussten, verkauften sich die Vogtländer im hohen Norden teuer.
„Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir wollten hier unbedingt den Klassenerhalt perfekt machen und haben alles gegeben. Die Mannschaft hat sich nach Rückständen immer wieder zurück gekämpft, am Ende stehen wir dennoch mit leeren Händen da“, war SV-Coach Ladislav Brykner die Enttäuschung anzumerken.
Bereits am Freitag angereist, starteten die Spitzenstädter schwungvoll in die Partie und begegneten den Hausherren bis zum 5:5 auf Augenhöhe. In der Folge machte DHK-Akteur Thilo Knutzen den Unterschied. Am Vorabend noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt gegen Melsungen auf dem Parkett gestanden, traf der 2,13m-Riese traumwandlerisch sicher aus dem Rückraum. Dank Ihres Unterschiedsspielers legten die Norddeutschen immer wieder vor und nahmen schließlich eine 23:20-Führung mit in die Halbzeitpause.
Dank einer taktischen Veränderung auf Seiten der Vogtländer, kam Knutzen in der zweiten Hälfte nicht mehr so zum Zug und die Schwarz-Gelben glichen zum 23:23 aus. „Dann haben wir zwei Mal die Chance, selbst in Führung zu gehen, lassen diese Möglichkeiten aber aus“, machte Brykner einen Knackpunkt der Partie aus. Beim 28:28 stand die Partie weiterhin Spitz auf Knopf. In der Schlussphase der Begegnung schwang sich DHK-Keeper Rune Hauenstein zu einer überragenden Leistung auf. Beim 34:32 für die Gastgeber schnupperten die Vogtländer zwar immer noch am Punktgewinn, doch der Dansk Handbold Klub (DHK) machte mit zwei Treffern dann endgültig den Deckel drauf.
Im Kampf um den Klassenerhalt hat sich für die Schwarz-Gelben indes nichts geändert. Sicher abgestiegen sind die U23 des SC DHfK Leipzig und die Sportfreunde Söhre. Die HSG Ostsee (15:41 Puntkte), der Oranienburger HC (16:40) und der SV 04 Oberlosa (18:38) kämpfen an den letzten beiden Spieltagen noch um den Klassenerhalt, einer aus diesem Trio muss noch in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Die besten Karten halten dabei zweifellos die 04er in der Hand. Mit einem Auswärtssieg am kommenden Sonntag in Leipzig wäre der Klassenerhalt perfekt.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (10 Tore/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik (4), Trommer-Ernst, Tektel, Chobot (1), Schauer (3), Meckel (5), Olkowski (6), Malta, Puljic (4), Naumann
Zuschauer: 417
–RM–
Oberlosa holt Youngster
Aufmerksamen Beobachtern des letzten Heimspiels vom SV 04 Oberlosa fiel ein junger Mann auf, der neu im Kader der Schwarz-Gelben ist. Der 18-jährige Daniil Tektel wurde bereits jetzt als Vorgriff auf die neue Saison verpflichtet. Der Rückraumspieler wechselte aus der A-Jugend des TV Großwallstadt in die Spitzenstadt. „Ich sehe in Plauen sehr gute Chancen mich weiter zu entwickeln. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und mir den Einstieg leicht gemacht“, erklärt der Rechtshänder. Zum Einsatz gekommen ist Tektel am Samstag noch nicht. „Wir stecken im Kampf um den Klassenerhalt. Da ist es schwierig, einen neuen Spieler ins kalte Wasser zu werfen. Daniil ist jetzt seit zwei Wochen dabei und muss zunächst einmal unsere Philosophie verinnerlichen“, verdeutlicht Trainer Ladislav Brykner und ergänzt, „er ist körperlich sehr robust für sein Alter. Ich denke, mit einer kompletten Saisonvorbereitung wird er dem Verein viel Freude machen“.
„Abwehrstärke und ein guter Wurf“, benennt der Youngster seine Vorzüge, betont aber auch, „dass ich noch sehr jung bin und in meinem ersten Jahr bei den Männern noch viel lernen muss“. Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt freut sich über die Zusage des Rückraumspielers. „Er ist enorm ehrgeizig und körperlich schon sehr robust. Im Probetraining hat er angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann, sobald er voll integriert ist“. Die Personalplanungen der 04er sind laut Petzoldt damit weitgehend abgeschlossen. „Mit den Verpflichtungen von Fabrice Oertel, Mathias Choleva, Franz Schauer und Daniil Tektel haben wir vier vielversprechende Leute geholt und die Verjüngung des Kaders entscheidend vorangetrieben“.
–RM–

Rückschlag für den SV 04 Oberlosa
Rückschlag für den SV 04 Oberlosa im Drittliga-Abstiegskampf. Die Plauener Handballer unterlagen in eigener Halle gegen die HG Hamburg-Barmbek mit 29:31 (15:17). „Das ist besonders bitter, weil wir heute mit einem Sieg den Klassenerhalt eigentlich in der Tasche gehabt hätten. Jetzt wird alles noch einmal richtig spannend“, ärgerte sich Matevž Kunst (14 Tore). Der Topscorer der Nordoststaffel hat bereits 216 Treffer auf seinem Konto. Doch gegen Hamburg durchbrachen die Oberlosaer die 30-Tore-Schallmauer nicht. Und dann wird es in dieser Tempoliga immer schwer, zu gewinnen.
Mit der Schlusssirene sah man die Fragezeichen in den Plauener Gesichtern. Nach den starken Leistungen in den vorangegangenen Spielen hatte selbst „Handball-Professor“ Jörg Grüner keine schnelle Antwort. „Wir müssen genau analysieren, woran es gelegen hat. Am Kampfgeist oder fehlender Fitness liegt es nicht. Es ist schwierig, bei so einem engen Spiel gleich eine einfache Erklärung zu finden“, stellte der Co-Trainer fest.
In der Tat: Das Spiel auf Augenhöhe bestimmte zunächst Oberlosa. Über die Stationen 6:3, 10:8, 13:10 und 14:13 marschierten die Gastgeber zwar bis zur 24. Minute vorne weg. „Aber das wirkt heute alle so fahrig“, haderte Spielbetriebs-Geschäftsführer Lutz Petzoldt bereits zu diesem Zeitpunkt mit der Gesamtperformance der Oberlosaer. Mal zündeten die Plauener den Turbo. Dann brachte sich der SV 04 durch unpräzise Würfe oder technische Fehler selbst wieder aus der Fassung. Anders dagegen die Gäste.
Die Hamburger waren bereits einen Tag früher angereist. HG-Rückraumschütze Tim Stapenhorst verriet nach Spielschluss: „Wir haben uns akribisch auf Plauen vorbereitet. Wir wussten, dass die Halle bebt, wenn Oberlosa mal zwei, drei Tore in Folge macht. Dann mussten wir den Lauf der Gastgeber mit allen Mitteln unterbinden.“ Bemerkenswert: Obwohl beide Teams verbissen um jeden Millimeter kämpften, ging es bei nur drei Zeitstrafen (Oberlosa 2, Hamburg 1) nicht über die Grenze des Erlaubten. Vor der Pause wendete sich das Blatt. Barmbek ging in Führung und Tim Stapenhorst netzte zum 15:17-Halbzeitstand ein.
Auch in der zweiten Halbzeit fehlte dem SV 04 Oberlosa die Konstanz. Da bejubelten die 616 Zuschauer zum einen die Ausgleichstreffer von Lukas Meckel (17:17/18:18), Patrik Chobot (25:25) und Franz Schauer mit Platzwunde an der Schläfe (26:26). Gleichzeitig gerieten die Plauener aber auch wieder in Rückstand (19:23, 26:28). Und so zuckelte der Plauener Endspurtexpress mit zwei Toren Rückstand über die Ziellinie, weil die Hamburger einfach immer Widerstand leisteten. Hinzu kam, dass die SV-Torhüterleistungen von Patryk Foluszny und Henric Ebert diesmal auch nicht auf dem obersten Level eingestuft werden konnten. Das Plauener Außenspiel brachte ebenfalls wenig Wirkungstreffer ein.
Gästetrainer Mirco Demel war happy: „Die Kulisse in Plauen war schon beeindruckend. Aber wir haben uns die zwei Punkte geholt und liegen nun in der Tabelle einen Zähler vor Oberlosa.“ Die Spitzenstädter rangieren jetzt drei Spieltage vor Schluss drei Punkte über dem Strich. Das Team von Cheftrainer Ladislav Brykner muss nun zweimal auswärts bei der DHK Flensborg und beim SC DHfK Leipzig II ran. In der Auswärtsbilanz bringt es Oberlosa bislang nur auf 4:22 Zähler. Da ist klar wie schwer diese beiden Spiele werden. Viele Fans hatten gehofft, dass nicht bis zur letzten Minute gezittert werden muss. Am 30. Spieltag (9. Mai) empfängt Oberlosa den TSV Altenholz in Plauen.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Patryk Foluszny, Henric Ebert – Stäglich (3), Kunst (14/davon 4 Siebenmeter), Jezernik (1), Trommer-Ernst (1), Tektel, Chobot (1), Schauer (1), Meckel (4), Becvar (3), Olkowski (1), Malta, Puljic, Naumann
Schiedsrichter: Rick Ehrenpfordt, Manuel Haas
Zeitstrafen: Oberlosa 2, Hamburg 1
Siebenmeter: Oberlosa 4/davon 4 verwandelt / Hamburg 3/3
Zuschauer: 616 (kare)
„Die Helbig-Halle muss beben“
Am 27.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa (11.Platz; 18:34 Punkte) eine weitere richtungsweisende Partie auf dem Plan. In der Plauener Kurt-Helbig-Halle gastiert mit der HG Hamburg-Barmbek (12.Platz; 17:35) der unmittelbare Tabellennachbar, der Anwurf zum vorletzten Heimspiel der Saison erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr.
Die Ausgangslage ist klar. Gewinnen die Plauener ihr Heimspiel, haben sie dann drei Spieltage vor Schluss entweder fünf oder sechs Punkte Vorsprung, je nach Ausgang der Partie zwischen der HSG Ostsee und dem Oranienburger HC, auf die Abstiegsplätze. Zudem könnte man die Hamburger um drei Zähler distanzieren. Das wird allerdings ein hartes Stück Arbeit. Im Hinspiel unterlagen die Plauener praktisch mit dem Schlusspfiff hauchdünn mit 31:32, von einer ähnlich spannenden Begegnung ist auch diesmal auszugehen. Wie wichtig die Partie auch für die Norddeutschen ist, beweist die Tatsache, dass sich die Hanseaten bereits am Vortag auf den Weg in Richtung Vogtland machen. „Für beide Teams geht es um viel. Wir haben uns beim ersten Endspiel in der Vorwoche in Söhre nervlich stabil gezeigt. Eine ähnliche Leistung braucht es auch am Samstag, um den angestrebten Heimsieg einzufahren“, verdeutlicht der Plauener Trainer Ladislav Brykner. Vorsicht ist geboten, immerhin holten die Elbestädter bereits acht Punkte in fremder Halle. „Wir müssen ähnlich kompakt in der Abwehr stehen, wie in der Vorwoche und wir brauchen wieder absolute Konsequenz im Abschluss“, erklärt der SV-Coach. Einmal mehr bauen die Schwarz-Gelben am Samstag auf ihren leidenschaftlichen Anhang. „Die Halle muss beben“, hofft nicht nur der zuletzt formstarke Plauener Keeper Henric Ebert auf eine prall gefüllte Halle. „Mit den Fans im Rücken müssen beide Punkte in Plauen bleiben. Gelingt uns das, kommen wir unserem großen Ziel sehr nahe“, so der Schlussmann. Personell dürfte es bei den 04ern kaum Veränderungen geben, die SV-Verantwortlichen können auf den erfolgreichen Kader der Vorwoche bauen.
–RM–
Eigengewächs bleibt Oberlosa treu
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa kann hinter eine weitere wichtige Personalie einen Haken setzen.
Linksaußen Tim Stäglich bleibt seinem Verein weiterhin erhalten und verlängert seinen Vertrag bis 2027. Das Eigengewächs wird damit auch in der kommenden Saison für die Schwarz-Gelben auf Torejagd gehen.. Der 25-jährige wurde in der laufenden Spielzeit nach dem Abgang von Kevin Roch ins kalte Waser geschmissen. Mit bislang 65 Saisontoren wurde Stäglich den Erwartungen gerecht und entwickelte sich zu einer zuverlässigen Stütze der Mannschaft.
„Ich freue mich sehr, dass Tim den Weg weiter mit uns geht. Er hat in der laufenden Saison einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht und ist noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Er ist ein Paradebeispiel dafür, was man mit Fleiß, Geduld und der nötigen Einstellung erreichen kann“, zeigt sich der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt mit der Vertragsverlängerung des Flügelflitzers zufrieden. „Die Verantwortlichen haben vor der Saison viel Vertrauen in mich gesetzt. Dem versuche ich gerecht zu werden und ich glaube das gelingt mir ganz gut. Mir macht es einfach unglaublich viel Spaß mit meinem Verein in der 3.Liga zu spielen“, erklärt Stäglich.
–RM–

2. Männer verlieren in Dresden
Oberliga Sachsen Männer
KJS Dresden – SV04 Plauen Oberlosa II 35:23
Nichts zu holen in Dresden
Nachdem die „Reisegruppe“ in Dresden ohne Trikots eintraf, war die Stimmung schon fast auf dem Siedepunkt. Tyll ließ seine unbezahlbaren Kontakte spielen und seine Kumpels von der SG Gittersee stellen uns ihre Spieltrikots und Hosen zur Verfügung (passend natürlich zu unseren Vereinsfarben in Gelb/Schwarz). VIELEN DANK NOCHMAL AN DIE SG GITTERSEE!!!! Dies ließ die Gemüter wieder etwas abkühlen und das Spiel konnte konzentriert begonnen werden. In der 5. Minute trafen wir per Strafwurf zum 0:2. Viele technische Fehler brachten dann jedoch die Gastgeber ins Spiel. Diese nutzten unseren Blackout und legten einen 7:0 Lauf aufs Parkett. Nach einer Auszeit konnten wir den Vorsprung etwas verkleinern ( 8:6 nach 18 Minuten). Dann häuften sich schlagartig wieder die Fehler und die Dresdner zogen Tor um Tor davon. Beim 19:12 zur Halbzeit war noch nichts entschieden und wir wollten in der 2. Halbzeit einiges besser machen. Um es kurz zu machen, dies gelang nicht. Für jedes Tor mussten wir im Angriff hart arbeiten und im Gegenzug konnten die Dresdner recht einfach eigene Treffer erzielen. Technische Fehler häuften sich, die Abpraller vom Torwart landeten genau in den Händen der Angreifer und viele andere Sachen führten dazu, dass Dresden einen verdienten 35:23 Heimsieg feiern konnte.
Zum letzten Heimspiel am kommenden Sonntag um 14.30Uhr gegen Görlitz wollen wir nochmal alles reinwerfen.
(SF)