Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa ohne Chance
HC Eintracht Hildesheim – SV 04 Oberlosa 42:25
Der Rückrundenauftakt in der 3.Handball-Bundesliga ging für den SV 04 Oberlosa komplett in die Hose. Beim Aufstiegsfavoriten Eintracht Hildesheim waren die Spitzenstädter chancenlos und unterlagen klar mit 25:42.
Vor 1035 Zuschauern in der Hildesheimer Sparkassen-Arena erwischten die Plauener einen guten Start. Sebastian Naumann und Franz Schauer (2) brachten die Vogtländer mit 3:1 in Führung. Auch beim 7:6 nach zwölf Minuten behaupteten die Schwarz-Gelben einen hauchdünnen Vorsprung. „Dann schaltet Hildesheim mindestens zwei Gänge hoch und wir produzieren zusätzlich noch ein paar Fehler. Ruckzuck liegen wir vier Tore hinten“, beschreibt SV-Coach Ladislav Brykner die Phase, in der die Hausherren auf 11:7 davonzogen. Gegen die offensiv ausgerichtete und leichtfüßige Abwehr des neuen Tabellenführers taten sich die 04er zusehends schwerer. Die Niedersachsen kamen immer wieder erfolgreich ins Tempospiel und bauten den Abstand auf 16:9 aus. Gegen den wie entfesselt aufspielenden Gastgeber hatten die Spitzenstädter kaum noch etwas entgegen zu setzen. „Hildesheim war uns in allen Belangen überlegen. Man hat denen schon angemerkt, dass sie die Scharte aus dem Hinspiel unbedingt auswetzen wollten“, erklärt Brykner. Bereits beim 21:12 zur Pause war die Partie entschieden.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Der Aufstiegsfavorit nahm zu keiner Sekunde den Fuß vom Gaspedal und baute den Abstand immer weiter aus. Oberlosa ging im Angriffswirbel der Hausherren förmlich unter und kassierte die mit Abstand höchste Saisonniederlage. „Das war absolut ein Klassenunterschied. Die Niederlage geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung“, gestand Brykner unumwunden ein. Die Eintracht-Profis wechselten bis zum Ende munter durch, ohne dass ein Qualitätsverlust sichtbar wurde. Mit dem überaus deutlichen 42:25-Erfolg feierte Hildesheim eine gelungene Generalprobe für das Top-Spiel am kommenden Wochenende bei der U23 der Füchse Berlin. „Wir müssen diese Partie ganz schnell abhaken. Ab Morgen beginnt die Vorbereitung auf das enorm wichtige Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Eider/Harde“, blickte der Plauener Coach auf der Rückfahrt schon wieder nach vorn.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Kunst (7 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Hanisch (1), Jezernik (1), Petrovsky (2), Chobot (2), Schauer (3), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (3/ davon 1 Siebenmeter)
Zuschauer: 1035
–RM–
Rückrundenstart beim Top-Favorit
Nach der Pause über den Jahreswechsel starten die Drittliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa in die Rückrunde. Die Spitzenstädter gastieren am Sonntag beim Aufstiegsfavoriten HC Eintracht Hildesheim, der Anpfiff in der Hildesheimer Volksbank-Arena ertönt um 17 Uhr.
Von den lediglich fünf Minuspunkten welche die Niedersachsen bisher hinnehmen mussten, stammen zwei aus dem Hinspiel in der Plauener Kurt-Helbig-Halle. Den 04ern gelang beim 28:26-Erfolg damals eine Sensation. „Wir hatten da schon ein bisschen Glück, dass wir die Hildesheimer gleich beim Saisonauftakt zu Gast hatten. Noch einmal werden sie uns sicher nicht unterschätzen“, erwartet der Plauener Trainer Ladislav Brykner eine ganz anspruchsvolle Aufgabe. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Coach Daniel Deutsch bis auf Platz zwei vorgearbeitet und hat die Aufstiegsrunde zur 2.Liga fest im Blick. Vor der Winterpause überzeugte die Eintracht mit einem souveränen 35:30-Erfolg bei der starken U23 des SC Magdeburg. „Hildesheim stellt die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga, hat in der eigenen Halle bisher nur einen Punkt abgegeben und verfügt aus meiner Sicht auch über den besten Kader. Wir sind am Sonntag ganz krasser Außenseiter“, weiß Brykner.
Personell gibt es bei den Schwarz-Gelben kaum Änderungen. Sowohl Nico Schneider als auch Miroslav Nedoma werden in der laufenden Saison nicht mehr zurückkehren, zudem steht ein Fragezeichen hinter Linksaußen Patrik Chobot der sich zuletzt mit einem Virus herumplagte. „Am Sonntag startet die Rückrunde. Wir haben 15 Endspiele vor uns um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Das erste Endspiel ist in Hildesheim und wir werden es ihnen so schwer wie möglich machen“, will Kapitän Libor Hanisch die Zähler keinesfalls kampflos den Profis aus Niedersachsen überlassen.
Das erste Heimspiel der Rückrunde steigt dann am 17.Januar gegen die HSG Eider/Harde.
–RM–
Gute Leistung – keine Punkte
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim TSV Altenholz mit 28:32 verloren. Trotz einer über weite Strecken starken Leistung, mussten die 04er die Heimreise vom Nord-Ostsee-Kanal mit leeren Händen antreten.
Beim Kooperationspartner des Deutschen Rekordmeisters THW Kiel entwickelte sich vor 387 Zuschauern von Beginn an eine spannende Begegnung. Bis zum 5:5 legten die Plauener stets vor, die Nordlichter zogen ebenso beständig nach. Nch dem 7:5 für Altenholz folgte die stärkste Phase der Vogtländer im gesamten Spiel. Mit einem 8:1-Lauf zogen die Plauener an den Kielern vorbei und führten ihrerseits mit 13:8. Der TSV wollte seine imposante Heimbilanz von 10:2 Punkten weiter ausbauen und machte sich an die Aufholjagd. Bis zur Pause hatten die Hausherren den Rückstand egalisiert und nahmen beim 17:16 sogar eine hauchdünne Führung mit in die Kabinen. „Wir haben hier gegen eine sehr gute Mannschaft eine starke erste Halbzeit gespielt. Einziger Kritikpunkt ist, dass wir unsere zwischenzeitliche Führung etwas zu schnell hergegeben haben. Eine eigene Führung oder ein Remis zur Pause wäre psychologisch wichtig gewesen“, resümierte SV-Trainer Ladislav Brykner.
Der Start in die zweite Spielhälfte gelang seinem Team gut. Tore von Matevz Kunst und Sebastian Naumann brachten die Schwarz-Gelben wieder mit 21:19 in Vorhand. Nach etwa 45 Minuten behaupteten die 04er beim 25:22 weiterhin die Führung. „Dann kommt zu vieles zusammen. Wir nageln zwei Bälle an den Pfosten und kassieren binnen kurzer Zeit vier Zeitstrafen. Dann zwingen wir Altenholz ins Zeitspiel, blocken den letzten Wurf und es gibt Strafwurf weil der Block im Kreis stand. Eine Mannschaft von der Klasse des TSV nutzt das natürlich mit aller Konsequenz. Zudem steigt unsere bis dahin extrem niedrige Fehlerquote an und wir erzielen nur noch drei Tore“, versuchte Brykner die Schlussphase nach der Partie in Worte zu fassen. „Jetzt kurz nach dem Spiel bin ich auch extrem sauer auf die Unparteiischen, da ich einige Dinge anders gesehen habe. Aber ich muss mir das im Video noch einmal anschauen“, so der Plauener Coach. Angetrieben von den eigenen Fans setzten sich die Norddeutschen vom 26:26 vorentscheidend auf 31:26 ab und machten damit den sechsten Heimsieg im siebten Spiel perfekt. „Jetzt haben wir ein paar freie Tage, die uns nach einer extrem kräftezehrenden Hinrunde sicherlich guttun werden. Dann starten wir wieder mit neuem Mut und werden alles geben, um den Klassenerhalt perfekt zu machen“, verabschiedete sich Brykner mit seinem Team in die kurze Weihnachtspause.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (9 Tore), Hanisch (1), Jezernik (2), Petrovsky (2), Chobot (2), Schauer (3), Becvar (2), Olkowski, Malta, Puljic (1), Naumann (6/ davon 2 Siebenmeter)
Zuschauer: 387
Zeitstrafen: Altenholz 3x2min / Oberlosa 7x2min
Strafwürfe: Altenholz 5/4 verwandelt / Oberlosa 2/2
Ganz harte Nuss für Oberlosa
Zum Abschluss der Hinrunde steht für die Plauener Drittliga-Handballer noch eine ganz schwere Aufgabe auf dem Programm. Die 04er gastieren am Samstag um 18 Uhr beim heimstarken Tabellensechsten TSV Altenholz. Das Team um Trainer Torge Greve fungiert als Kooperationspartner des Deutschen Rekordmeisters THW Kiel, der praktisch um die Ecke beheimatet ist.
„Altenholz ist eine enorm spielstarke und in heimischer Halle nur schwer zu schlagende Mannschaft“, weiß der Plauener Coach Ladislav Brykner um die Stärke der Norddeutschen. 10:2 Punkte erspielte sich der TSV bislang vor den eigenen Fans, lediglich der Aufstiegsfavorit Eintracht Hildesheim konnte durch einen Strafwurf in der Schlusssekunde beim 35:34 beide Zähler vom Nord-Ostsee-Kanal entführen. In welch starker Verfassung sich die Kieler derzeit befinden, beweist der Auswärtssieg in der Vorwoche beim Tabellenführer Füchse Berlin II. Mit den Brüdern Linus und Jesse Dahmke, beide sind die Cousins von THW-Legende und Nationalspieler Rune Dahmke, Ben Szyilagi, Sohn von THW-Sportdirektor Viktor Szyilagi und Rückraum-Ass Rasmus Ankermann stehen einige Spieler im TSV-Kader, die in der laufenden Saison bereits zu Einsätzen in der Champions-League beim Rekordmeister kamen. „Wir treten als krasser Außenseiter die lange Reise in den Norden an. Dort gilt es zum Hinrunden-Abschluss noch einmal alles in die Waagschale zu werfen um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen“, wirft Brykner keineswegs vorab die Flinte ins Korn.
Personell können Brykner und Co-Trainer Jörg Grüner auf die erfolgreiche Formation der Vorwoche setzen, zudem steht auch Linksaußen Tim Stäglich nach überstandenem Infekt wieder zur Verfügung.
Nach dem Auftritt in Kiel gehen die Schwarz-gelben in die Weihnachtspause. Die Rückrunde startet am 11.Januar beim Top-Favorit Eintracht Hildesheim bevor dann am 17.Januar die HSG Eider-Harde in der Spitzenstadt gastiert.
–RM–
Oberlosa gewinnt Krimi
SV 04 Oberlosa -SC DHfK Leipzig II 35:33
Einen ganz wichtigen Heimsieg feierte der SV 04 Oberlosa am Samstagabend in der 3.Handball-Bundesliga. Vor 465 Zuschauern setzten sich die Schwarz-Gelben gegen die U23 des SC DHfK Leipzig mit 35:33 durch.
Bei den Plauenern stand etwas überraschend Franz Schauer nach überstandener Verletzung wieder im Aufgebot, neben den Langzeitverletzten Schneider und Nedoma musste auch Linksaußen Tim Stäglich passen, der nach überstandenem Infekt nur für den absoluten Notfall auf der Bank Platz nahm. Die Leipziger erwischten den besseren Start und gingen mit 2:0 in Führung. Oberlosa glich schnell zum 2:2 aus und beim 5:4 übernahmen die Spitzenstädter erstmals die Führung. Beide Teams gingen hohes Tempo und hatten in Franz Häcker (Leipzig) und Matevz Kunst (Oberlosa) jeweils einen überragenden Torjäger. Am Ende gewann Kunst das Duell der Ballermänner mit 15 Toren knapp gegen Häcker (13). Über weite Strecken der ersten Hälfte begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und marschierten über die Zwischenstände 9:9 und 13:13 im Gleichschritt. Gegen Ende der ersten Halbzeit glänzte SV-Keeper Henric Ebert mit starken Paraden und legte so den Grundstein für die 18:15-Pausenführung der Vogtländer. „Leipzig hat in den letzten Wochen extreme Fortschritte gemacht und auch den Spitzenteams aus Aue und Berlin große Probleme bereitet. Wir konnten das hohe Tempo mitgehen und eine verdiente Führung mit in die Halbzeitpause nehmen“, resümierte SV-Trainer Ladislav Brykner.
Nach dem Wiederanpfiff behaupteten die 04er zunächst ihre Führung. In der Folge schlichen sich einige Fehler bei den Hausherren ein und die Messestädter nutzten die Möglichkeiten über konsequentes Tempospiel zur eigenen Führung (26:27) aus. „In dieser Phase haben wir ein bisschen den Fokus verloren, waren nicht mehr so griffig. Mit ganz viel Siegeswillen und der Unterstützung des Publikums haben wir uns jedoch wieder zurückgekämpft“, so Brykner. Mit einem starken Ebert zwischen den Pfosten und einem treffsicheren Kunst im Angriff konnten die Plauener das Spiel wieder drehen. Da auch Linksaußen Patrik Chobot mit insgesamt sieben Toren glänzte, machten die Spitzenstäder aus dem 30:30-Zwischenstand ein 33:30. Am Ende brachten die Schwarz-Gelben unter dem Jubel der Fans den 35:33-Heimsieg ins Ziel und bauten den Abstand zur Abstiegszone wieder auf sechs Zähler aus. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen eine Mannschaft, die hier stark aufgetreten ist und die absolut nichts zu verlieren hatte. Wir hatten zuletzt zwei Mal ebenso unnötig wie unglücklich verloren und daher sind die zwei Punkte heute extrem wichtig. Jetzt wollen wir kommenden Samstag im letzten Spiel des Jahres in Kiel noch einmal alles raushauen und dann werden wir schauen ob dort etwas möglich ist“, blickte Brykner zum Abschluss schon voraus auf das Duell bei der heimstarken U23 des Rekordmeisters THW Kiel, die unter dem Vereinsnamen TSV Altenholz firmiert.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (15 Tore/ davon 3 Siebenmeter), Hanisch (4), Jezernik (1), Petrovsky (1), Chobot (7), Schauer (2), Becvar (2), Olkowski (1), Malta (1), Puljic (1), Naumann
Zuschauer: 465
–RM–
Oberlosa empfängt Schlusslicht
Nach einer zweiwöchigen Spielpause steht für den SV 04 Oberlosa am Samstag das vorletzte Spiel der Hinrunde auf dem Programm. In der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle empfangen die Schwarz-Gelben am Samstag um 19 Uhr die U23 des SC DHfK Leipzig.
„Nach den beiden unnötigen und hauchdünnen Niederlagen gegen Hamburg und Flensborg hat uns die Pause hoffentlich gut getan. Am Samstag müssen zwei Punkte her, alles andere zählt nicht“, erklärt SV-Trainer Ladislav Brykner. Trotz dessen, dass die Messestädter mit null Punkten am Tabellenende stehen, warnt Brykner sein Team. „Sie haben sich kontinuierlich verbessert und waren zuletzt nah am Punktgewinn dran. Wir dürfen die Leipziger keinesfalls unterschätzen“. Ein Blick auf die letzten Ergebnisse stützt die These des Plauener Coaches. So quälten sich mit dem EHV Aue und dem Tabellenführer Füchse Berlin zwei Spitzenteams zu mühevollen Siegen in der Messestadt. Wollen die Spitzenstädter nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden, muss am Samstag ein voller Erfolg her, zumal zum Abschluss der Hinrunde in Kiel beim TSV Altenholz noch eine extrem schwierige Aufgabe ansteht. Derzeit beträgt das Polster der Vogtländer auf den ersten Abstiegsplatz vier Punkte.
Bei den Leipzigern ragen Torjäger Franz Häcker und Spielmacher Caspar Gauer heraus. Häcker ist den Plauenern noch aus den Relegationsspielen bekannt, als er noch beim HC Burgenland auflief. Gauer sammelte zuletzt regelmäßig Einsätze in der stärksten Liga der Welt.
Bei den Plauenern wird sich personell im Vergleich zu den letzten Partien nicht viel ändern. So müssen die 04er weiterhin auf die langzeitverletzten Nico Schneider und Miroslav Nedoma verzichten, zudem wird auch Rückraumspieler Franz Schauer verletzungsbedingt fehlen.
Team und Verantwortliche hoffen auch am Samstag wieder auf eine prall gefüllte Halle. „Mit den Fans im Rücken soll im letzten Heimspiel des Kalenderjahres ein Sieg her“, hofft auch Kapitän Libor Hanisch auf eine große Kulisse.
–RM-
Aufholjagd bleibt unbelohnt
SV 04 Oberlosa – DHK Flensborg 28:29
Eine ganz bittere Heimniederlage musste der SV 04 Oberlosa am Samstagabend hinnehmen. Nach zwischenzeitlichen sechs Toren Rückstand glichen die Spitzenstädter noch aus, kassierten jedoch vier Sekunden vor Ultimo noch den Knockout.
Die bereits einen Tag vorher angereisten Flensborger zeigten sich vor 609 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Halle von Beginn an hellwach. Insbesondere Keeper Rune Hauenstein brachte die Spitzenstädter in der Anfangsphase zur Verzweiflung. Die Plauener mussten neben den Langzeitverletzten Schneider und Nedoma kurzfristig auch auf Leos Petrovsky (Hexenschuss) und Franz Schauer (Verletzung beim Abschlusstraining) verzichten. Dennoch funktionierte der Abwehrverbund der 04er gegen die offensivstarken Gäste vorzüglich. „Insgesamt mit der Defensive und mit dem Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter war das von Beginn an richtig gut“, erklärte SV-Trainer Ladislav Brykner. „Unser großes Manko war die Chancenverwertung“, so der Coach. Bis zur 20.Spielminute entwickelte sich so beim Zwischenstand von 6:9 eine extrem torarme Begegnung. Bis zur Pause konnten die Spitzenstädter nicht die nötige Durchschlagskraft im Angriff entwickeln. So nahmen die 04er einen 9:13-Rückstand mit in die Kabinen und starteten die zweite Hälfte nach einer Zeitstrafe gegen Petar Puljic in Unterzahl.
Die Nordlichter nutzten die numerische Überlegenheit konsequent und bauten den Abstand auf 9:15 aus. In der Folge begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Vogtländer warfen alles in die Waagschale, konnten den Rückstand auch beim 17:23 nach etwa dreiviertel der Spielzeit jedoch nicht verkürzen. Insbesondere DHK-Rückraumspieler Thilo Knutzen sorgte mit seinen Toren dafür, dass die Flensborger ihre klare Führung behaupten konnten. „Gegen ihn fanden wir nur selten ein Mittel“, konstatierte Brykner. Der 2,13m große Knutzen stand am Vortag noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt bei der MT Melsungen auf dem Parkett und avancierte in Plauen mit 12 Toren zum überragenden Spieler seines Teams. Angetrieben von einer erneut sensationellen Kulisse bewiesen die Schwarz-Gelben jedoch enormen Willen und verkürzten in der Folge auf 22:26. Hinten rührten die Vogtländer nun endgültig Beton an und vorne trafen Aleksander Olkowski und Sebastian Naumann zum 24:26. Zwei starke Paraden von SV-Keeper Patryk Foluszny nutzen seine Vorderleute in Person von Matevz Kunst und Libor Hanisch zum 26:26-Ausgleich. „Dort verpassen wir es in Führung zu gehen“, trauerte Brykner nach dem Spiel einer vergebenen Großchance nach. Der ebenfalls Bundesligaerfahrene Jonas Rhitaphorn und natürlich Knutzen sorgten zwei Minuten vor Ultimo für die erneute 26:28-Führung der Norddeutschen. Erneut gelang Plauen der Anschluss und beim 28:28-Ausgleich durch Patrik Chobot bebten die Grundmauern der altehrwürdigen Kurt-Helbig-Halle. Den folgenden Angriff der Flensborger parierte erneut Foluszny und den 04ern bot sich so sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. „Nach dem Spielverlauf wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wir bekommen etwa zwanzig Sekunden vor dem Ende den Ball. Ich wollte kurz vor Schluss noch die Auszeit nehmen um den Gegner nicht mehr in Ballbesitz kommen zu lassen. Ich hätte die Auszeit früher nehmen müssen, das geht auf meine Kappe. Dass wir diesen letzten Angriff aber nach wenigen Sekunden aus schlechter Position abschließen, das darf nicht passieren“, schüttelte der Coach den Kopf. Flensborg kam so noch zu einem letzten Angriff und traf vier Sekunden vor Ultimo zum 28:29. Nach einiger Zeit des Sammelns konstatierte Brykner, „dass wir wieder eine unglaubliche Moral bewiesen haben. Dafür können wir uns jedoch nichts kaufen. Die Halle hat wieder gekocht und uns immer wieder angetrieben. Wir müssen das Positive mitnehmen, das war unsere Leistung in der zweiten Hälfte. Jetzt haben wir zwei Wochen Pause und dann müssen wir am 13.Dezember zu Hause gegen Leipzig gewinnen. Bis dahin sollte auch der ein oder andere Spieler wieder in den Kader zurückkehren“.
Oberlosa: Ebert, Foluszny; Stäglich, Kunst (10 Tore), Hanisch (4), Jezernik (1), Chobot (4), Meckel (1), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic, Naumann (4/ davon 2 Siebenmeter)
Zuschauer: 609
–RM–
Ein Heimsieg muss her
Der 13.Spieltag in der 3.Handball-Bundesliga hält für den SV 04 Oberlosa ein weiteres wichtiges Heimspiel parat. Die Spitzenstädter empfangen am Samstag um 19 Uhr den Dansk Handboldklub (DHK) Flensborg in der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle.
Mit dem nördlichsten Drittliga-Klub Deutschlands empfangen die Vogtländer eine spielstarke Mannschaft. Als Kooperationspartner der SG Flensburg-Handewitt verfügen die Nordlichter über einen breit aufgestellten Kader. Mit dem 2,13m großen Rückraumspieler Thilo Knutzen und Linksaußen Jonas Rhitaphorn hat der DHK zwei Akteure an Bord, die kürzlich sogar im Europapokal für die SG Flensburg-Handewitt am Start waren. „Das sind aber nur zwei von einer ganzen Anzahl von sehr gut ausgebildeten Spielern“, weiß der Plauener Trainer Ladislav Brykner. „Das ist eine deutlich stärkere Truppe, als es der Tabellenstand aussagt. Sie haben einige Spiele unglücklich und unnötig verloren“, ergänzt der SV-Coach. Für die 04er (10:14.Punkte; Platz 10) bietet sich am Samstag die Möglichkeit, einen direkten Konkurrenten (7:17; 13.) zu distanzieren. Dass es dazu einer stärkeren Leistung bedarf als in der Vorwoche in Hamburg, ist im Lager der Schwarz-Gelben allen bewusst. „Das Spiel haben wir ausgewertet und das ist jetzt auch abgehakt. Der Blick geht nach vorn“, zeigt sich Brykner kämpferisch. Um gegen die Mannschaft um Trainer Magnus Frisk Jensen bestehen zu können, wird es für die 04er wichtig sein, das sieben gegen sechs des DHK gut zu verteidigen. „Sie spielen das gerne und sie spielen das gut. In der Vorwoche war das die entscheidende Variante beim Heimsieg gegen Leipzig“ weiß Brykner nach der Videoanalyse. Von seinem Team verlangt der Tscheche am Samstag „absolute Konzentration und absolute Konsequenz. Fast alle Spiele in dieser Liga sind extrem eng. Da kommt es auf jede Kleinigkeit an, um am Ende erfolgreich sein zu können“. Personell können Brykner und sein Co-Trainer Jörg Grüner bis auf die Langzeitverletzten Schneider und Nedoma den kompletten Kader aufbieten. „Wir haben bislang zu Hause 8:4 Punkte geholt. Diese Heimstärke wollen wir erneut ausspielen und die nächsten beiden Punkte einfahren“, lässt Grüner keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen. Dabei bauen die 04er einmal mehr auf ihre Fans. „Wir brauchen wieder eine große Kulisse. Mit den Fans im Rücken sollen zwei Punkte her und der Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder anwachsen“, erklärt Keeper Henric Ebert.
–RM–
Oberlosa scheitert an sich selbst
HG Hamburg-Barmbek – SV 04 Oberlosa 32:31
Der SV 04 Oberlosa hat das wichtige Auswärtsspiel in der 3.Liga bei der HG Hamburg-Barmbek mit 31:32 verloren. Mit einem Treffer in der Schlusssekunde sicherten sich die Norddeutschen zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf.
„Ein Spiel in der letzten Sekunde zu verlieren, ist natürlich immer bitter“, begann der Plauener Coach seine Analyse gewohnt sachlich. Doch dann brach es aus dem sonst so ruhigen Tschechen heraus. „Ich bin heute richtig sauer. Wir haben halbherzig agiert, waren bis auf wenige Ausnahmen vom Kopf her überhaupt nicht da“, zürnte Brykner. „In der Abwehr denken wir, dass wir den Gegenspieler im Griff haben, verteidigen aber nicht konsequent zu Ende so dass der Ball immer noch weitergespielt werden kann. Im Angriff hat mir einfach die Gier gefehlt, das Tor unbedingt machen zu wollen. Wir produzieren Fehler am Fließband, das darf uns so nicht passieren und das reicht für die 3.Liga nicht. Hamburg hat alles reingehauen und die haben sich diesen Sieg heute verdient“, war der SV-Coach sichtlich geladen.
Dabei kamen die 04er gut in die Partie und führten schnell mit 4:1. Die Elbestädter profitierten in der Folge von den Fehlern der Schwarz-Gelben, glichen zum 9:9 aus und gingen wenig später beim 11:10 erstmals in Führung. Die Spitzenstädter drehten die Partie wieder und nahmen eine hauchdünne 16:15-Führung mit in die Halbzeitpause. „Wir hätten zur Pause höher führen müssen, waren aber einfach in vielen Situationen viel zu unsauber“, konstatierte Brykner.
Auch nach dem Wiederanpfiff schafften es die Plauener nicht, ihre Fehlerquote zu reduzieren. Die Hamburger nutzten das konsequent aus und zogen bis auf 26:22 davon. Erst beim 29:25 für die Hausherren, etwa sieben Minuten vor Ultimo, ging noch einmal ein Ruck durch das Team der Schwarz-Gelben. „Dann verteidigen wir endlich hellwach und verwandeln die Chancen mit aller Konsequenz. Da holen wir in sieben Minuten den Vier-Tore-Rückstand auf. Das alleine zeigt, was hier möglich gewesen wäre“, schüttelt Brykner mit dem Kopf. Die letzte Aktion nutzten die Hamburger in Person ihres baumlangen Rückraumspielers Jan-Ove Litzenroth um den Lucky Punch zum 32:31 zu setzen.
„Mit einer guten und konsequenten Leistung wären hier definitiv zwei Punkte drin gewesen, aber dafür waren wir heute ganz einfach nicht gut genug. Jetzt haben wir in den Heimspielen gegen Flensborg und Leipzig wieder richtig Druck im Kessel“, stieg auch Co-Trainer Jörg Grüner sichtlich angefressen in den Mannschaftsbus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (6 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Kunst (9), Hanisch (2), Jezernik (3), Petrovsky, Chobot, Schauer (3), Becvar (5), Olkowski, Malta (1), Puljic, Naumann (2/1)
–RM–