Autor: Christian Huster

Oberlosa gastiert im Fuchsbau

Am 19.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa die nächste schwere Auswärtsaufgabe auf dem Programm. Die Schwarz-Gelben gastieren am Samstag beim Tabellendritten, der U23 des Deutschen Meisters Füchse Berlin, der Anwurf in der Lilli-Henoch-Sporthalle im Sportforum Höhenschönhausen erfolgt bereits um 16 Uhr.

Wenn es in Deutschland ein Musterbeispiel für Nachwuchsförderung und die Durchlässigkeit in den Männerbereich gibt, dann sind das die Füchse Berlin. Auch im aktuellen Kader der U23 steht eine ganze Reihe an Spielern, die in der laufenden Spielzeit zu Bundesliga- und sogar Champions-League-Einsätzen gekommen sind. Bereits beim Hinspiel in Plauen, welches die Berliner mit 33:28 gewannen, bewiesen die Jungfüchse ihr spielerisches Potenzial und ihr enormes Tempo.

„Wir fahren als klarer Außenseiter in die Hauptstadt. Zuletzt waren die Berliner allerdings nicht mehr ganz so stabil wie in der Hinrunde. Wenn wir eine Top-Leistung abrufen können, ist vielleicht auch dort etwas drin“, will der Plauener Trainer Ladislav Brykner keineswegs vorab die Waffen strecken. „Natürlich sind die Jungfüchse der Favorit, aber auch die Berliner sind in eigener Halle schon gestolpert“, ruft Co-Trainer Jörg Grüner seinen Jungs die 27:30-Heimniederlage der Hauptstädter gegen den TSV Altenholz ins Gedächtnis. Das Video von dieser Partie wird bei den Plauenern ganz sicher ein Teil der Vorbereitung auf den kommenden Kontrahenten sein. Um in Berlin erfolgreich sein zu können, benötigen die Plauener eine Angriffsleistung mit nur ganz wenigen eigenen Fehlern und einen schnellen Rückzug. „Ihre größten Stärken sind das Tempo- und Konterspiel“, unterstreicht Brykner. Personell dürfte es bei den 04ern im Vergleich zum erfolgreichen Heimspiel in der Vorwoche gegen Stralsund kaum Änderungen geben. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Flügelflitzer Tim Stäglich, der in der Vorwoche nach einem harten Foul auf den Rücken knallte und noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

Die Fans der 04er die nicht vor Ort sein können, haben natürlich auch diesmal wieder die Möglichkeit die Partie live bei Sporteurope.tv zu verfolgen.

 

–RM–

+++Geschlossene Teamleistung bringt nächsten Heimerfolg+++

SV 04 Oberlosa vs. SV Schneeberg 37:35 (22:20)

Was für ein Handball-Krimi! Beim 37:35 (22:20) gegen den SV Schneeberg war von Beginn an Feuer drin. Zwei rote Karten, 17 Siebenmeter und ein Spiel auf absoluter Augenhöhe machten schnell klar: Das wird nichts für schwache Nerven. Trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle konnte mit dem nötigen Selbstvertrauen in das Spiel gegangen werden. Beide Teams kämpften leidenschaftlich um jeden Ball, ein Absetzen war auf beiden Seiten lange nicht möglich.

Nach einer intensiven ersten Halbzeit mit ständig wechselnden Führungen gingen wir mit einer knappen 22:20-Führung in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, bis wir in der entscheidenden Phase nach einer roten Karte für die Gäste einen starken 6-Tore-Lauf hinlegten und uns erstmals etwas Luft verschafften. Schneeberg kam zwar noch einmal heran, doch mit großem Einsatz und kühlem Kopf brachten wir den 37:35-Heimsieg über die Zeit.

Trainer Lucas Dießner fand klare Worte zu diesem Spiel: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Beide Teams haben über die gesamte Spielzeit mit vollem Einsatz agiert und wir mussten einige schwierige Phasen überstehen. Am Ende waren es unser ausgeprägter Teamgeist und die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft jedes Einzelnen, die den Ausschlag gegeben haben. Diese Teamleistung wird uns hoffentlich Rückenwind geben, dass wir die kommenden Aufgaben mit Selbstvertrauen und Überzeugung angehen können.“ Besondere Anerkennung kam auch von Torwarttrainer Max Flämig, welcher bereits in der Hinrunde eine große Stütze für das Team war: „Ich bin unglaublich stolz auf die Mannschaft. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute. Jeder hat mitgezogen und seinen Teil zum Erfolg beigetragen. Hervorzuheben ist noch Elli im Tor, die uns in der 2. HZ ein extrem guter und wichtiger Rückhalt in der entscheidenden Phase war.“

Hertel – Heinrich, Wierick, Rieger (7), Hertel (7; 4/4), Richter (2), Börner (5), Hermann (1), Hennig (7), Mattes, Kolomazniskova (2), Rother (4), Weiß (2)

J.M.

Torjäger Kunst verlängert beim SV 04

Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa setzt bei der Kaderplanung ein echtes Ausrufezeichen. Die Spitzenstädter haben den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Torjäger Matevz Kunst um drei Jahre bis 2029 verlängert. Der 27-jährige Slowene wechselte 2024 vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben in die Vogtlandmetropole. Bereits in seiner ersten Saison bei den Schwarz-Gelben überzeugte der Rückraumspieler auf ganzer Linie, stand in allen 32 Partien auf dem Spielfeld und erzielte 170 Tore. Auch in der laufenden Spielzeit beweist der Rechtshänder seine Torgefährlichkeit. In 17 von 18 Spielen wirkte der Slowene mit und traf bislang 135 Mal ins Schwarze. „Wir freuen uns sehr, dass sich Matevz trotz einer Vielzahl an Angeboten dazu entschieden hat, mit uns den Weg weiterzugehen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Mannschaft und ein ganz wichtiger Baustein unserer Planung für die nächsten Jahre“, freut sich der Plauener Geschäftsführer Lutz Petzoldt. „Ich fühle mich in Plauen pudelwohl, wir sind eine coole Truppe die einen überragenden Teamgeist hat. Zudem macht es mir unheimlich viel Spaß vor diesen tollen Fans zu spielen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre und werde weiterhin alles geben, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Kunst.

 

–RM–

Oberlosa siegt vor Rekordkulisse

SV 04 Oberlosa – Stralsunder HV 38:34

 

In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor der Saison-Rekordkulisse von 605 Zuschauern bezwangen die 04er den Stralsunder HV nach einer packenden Begegnung mit 38:34.

„Der Sieg für Plauen geht in Ordnung“, analysierte der Stralsunder Coach Norman Flödl nach der Partie. „Dabei kommen wir gut in die Partie, hatten SV-Torjäger Matevz Kunst recht gut im Griff und kommen gut ins Tempospiel. Mit zunehmender Spielzeit hatten wir der Intensität der Plauener jedoch nicht mehr so viel entgegenzusetzen“, erklärte Flödl. In der Tat bestimmten die Norddeutschen die Anfangsphase und führten nach knapp neun Minuten mit 7:4. Grund genug für den Plauener Trainer Ladislav Brykner sein Team zur Auszeit zu bitten. „Wir haben zu Beginn zu viel verworfen. Marius Göbner im Stralsunder Tor hat uns da einige Würfe abgekauft“, erklärte Brykner später. Die Auszeit zeigte zunächst keine Wirkung, die Gäste bauten ihre Führung auf 9:5 aus. Auf Seiten der Plauener fand nun Keeper Henric Ebert immer besser in die Partie und parierte mehrfach stark. Seine Vorderleute bliesen zur Aufholjagd und erzielten durch den überragenden Sebastian Naumann den Anschluss zum 13:14. Auch eine Auszeit der Nordlichter konnte den Lauf der Spitzenstädter nicht stoppen, Eigengewächs Lukas Meckel sorgte mit dem Ausgleichstreffer für ein Anschwellen des Lärmpegels in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Die 04er zogen das Momentum immer mehr auf ihre Seite und nahmen durch den Treffer von Teo Jezernik eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff sorgten der stark aufspielende Roman Becvar sowie erneut Meckel und Jezernik für den Ausbau der Führung zum 20:17. „Wir haben das in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht, haben nie die Ruhe verloren und hatten immer eine Antwort parat“, zeigte sich Brykner mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Beim Stand von 24:22 verhinderte der Plauener Schlussmann Patryk Foluszny mit seinem zweiten parierten Strafwurf den Anschlusstreffer der Gäste. „Wir hatten heute eine sehr gute Torhüterleistung von Henric Ebert. Die beiden parierten Strafwürfe durch Patryk Foluszny in entscheidenden Situationen waren ebenfalls enorm wichtig“, urteilte Brykner. Im Angriff überzeugten die Spitzenstädter auf ganzer Linie und bauten den Abstand auf 30:26 aus. Stralsund versuchte alles um der Partie eine Wende zu geben, doch die Vogtländer erwiesen sich als zu clever und abgezockt, um sich den Vorsprung noch nehmen zu lassen. Tim Stäglich traf zum 33:28 und vier Minuten vor Ultimo machte Sebastian Naumann mit dem 35:29 endgültig den Deckel drauf. Am Ende feierten die Schwarz-Gelben mit den begeisterten Fans einen verdienten 38:34-Erfolg. „Kompliment an meine Mannschaft, die Jungs haben heute wieder alles aus sich herausgeholt und haben sich belohnt. Die Stimmung in der Halle war unglaublich, das hat uns enorm gepusht. Mit Blick auf die Tabelle war das ein ganz wichtiger Erfolg, auch in Anbetracht der kommenden Aufgaben“, erklärte Brykner nach der Partie. Für die 04er stehen nun drei Auswärtsaufgaben in Folge auf dem Programm. Bei der U23 der Füchse Berlin (7.Februar), beim HC Empor Rostock (15.Februar) und beim Oranienburger HC (21.Februar) wollen die Plauener versuchen, das Punktekonto weiter aufzubessern. Das nächste Heimspiel folgt erst am 28.Februar, wenn der Aufstiegsaspirant MTV Braunschweig in der Spitzenstadt gastiert.

 

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (8), Hanisch (3), Jezernik (4), Chobot (2), Schauer (1), Meckel (2), Becvar (3), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (12/ davon 3 Siebenmeter)

 

Zuschauer: 605

 

–RM–

Oberlosa steht unter Druck

Oberlosa steht unter Druck

 

Nach einer Woche Pause, die Partie beim HC Empor Rostock wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, steht für die Plauener Drittliga-Handballer das nächste richtungsweisende Heimspiel auf dem Programm. Die Spitzenstädter empfangen am Samstag den Stralsunder HV in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle, der Anwurf erfolgt wie immer um 19 Uhr.

Nachdem sich am letzten Wochenende mit dem Oranienburger HC und der HG Hamburg-Barmbek zwei direkte Kontrahenten der Plauener beim 32:32 die Punkte geteilt haben, ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler geschrumpft. Die 04er (12:22 Punkte) brauchen also dringend Zuwachs auf dem Punktekonto und wollen am Samstag den Hinspielerfolg gegen die Nordlichter nu vor eigenem Publikum wiederholen. Dass es dafür gegen den mittlerweile auf den sechsten Tabellenplatz (20:14 Punkte) gekletterten Stralsunder HV einer Top-Leistung bedarf, ist im Lager der Vogtländer jedem bewusst. Bei den Norddeutschen kam es Ende des letzten Kalenderjahres zu einer Veränderung auf dem Trainerstuhl. Stralsund plant bis 2030 die Rückkehr in die 2.Bundesliga und traute dies dem bisherigen Coach Silvio Krause offenbar nicht mehr zu. Für Krause übernahm der ehemalige Bundesliga-Profi Norman Flödl die Mannschaft und feierte zuletzt drei Siege am Stück.

Für die Schwarz-Gelben wird es am Samstag darum gehen, an die Leistung des letzten Heimspiels gegen Eider/Harde anzuknüpfen und noch eine Schippe draufzulegen. Trotz der 36:38-Niederlage boten die 04er zuletzt eine starke Vorstellung, blieben jedoch ohne Zählbares. „Stralsund verfügt über ein starkes Konterspiel. Wir dürfen uns nur ganz wenige Fehler erlauben und wir müssen den wurfgewaltigen Rückraum in den Griff bekommen“, kennt SV-Coach Ladislav Brykner den Schlüssel zum angestrebten Heimsieg. Personell gibt es bei den Vogtländern kaum Veränderungen, Teo Jezernik ist nach überstandener Verletzung wieder einsatzbereit, ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Leos Petrovsky. „Es ist ein enorm wichtiges Spiel für uns. Wir werden wieder alles in die Waagschale werfen um die zwei Punkte zu holen. Natürlich bauen wir dabei auch wieder auf die Unterstützung der Plauener Handballfans“, erklärt der zuletzt überzeugende Plauener Flügelflitzer Sebastian Naumann.

 

–RM–

SV 04 Sommerfest 03.07.-05.07.2026

 Tage Sport, Party Attraktionen und Spaß bei der größten Sommerparty der Region
Vom 3. Juli bis zum 5. Juli 2026 verwandelt sich der Sportplatz in Oberlosa wieder in eine riesige Sportarena und an den Abenden in die Partylocation: Dann findet wieder unser SV 04 SPORT- & SOMMERFEST – die SOMMERPARTY der REGION – statt.
Am Freitag starten wir mit Großfeldhandball und Fußball, ehe dann, ganz traditionell, alle Kinder mit Eltern, Großeltern und Freunden zum Lampionumzug aufbrechen und im Festzelt die Party beginnt.
Am Samstag ist Sporttag. Mit dem „Cup der guten Hoffnung“ spielen unsere Volleyballer ihren Cup im Sand aus. Auf dem Rasen starten unsere Handball-Turniere für Erwachsene. Natürlich gibt es Kaffee und Kuchen und unsere Vereinstombola. Am Abend rufen im Festzelt natürlich die PRINZENBERGER zur Attacke.
Der Sonntag ist unser Familientag. Am Vormittag finden die Turniere für die Nachwuchs-Handballer (F- bis A-Jugend) statt sowie unser Handball-Traditionstreffen. Im Festzelt wird es dann mit Blasmusik zünftig – außerdem gibt es für die Kinder jede Menge Mit-Mach-Aktionen. Und ein Highlight werden am Nachmittag die Oberlosaer Olympischen Sommer Spiele, die wir in diesem Jahr wieder austragen werden und zu welchen sich Vereine, Freunde, Kollegen anmelden können.
Ein Wochenende mit vollem Programm und für die ganze Familie!
Präsentationsmöglichkeiten für unsere Sponsoren & Partner
• Bannerwerbung im Festzelt und auf dem Festgelände
• Produkt-, Fahrzeug- sowie Leistungspräsentation
– auch Probenverteilung oder Gewinnspiel
• Namensgebung für Turniere
• Giveaways für Sportler
• Präsentation der Kinderaktionen
• Bereitstellung von Produkten für unsere Vereinstombola
Preise auf Anfrage. Gern stellen wir mit Ihnen zusammen Ihr SV 04 Sommerfest Paket zusammen.
Laden Sie Ihre Mitarbeiter, Kunden, Partner und Freunde zu uns nach Oberlosa ein
Wir stellen Ihnen Angebote für Getränke- und Verzehrbons zusammen. Diese können Sie auf Rechnung beziehen und steuerlich geltend machen.
Melden Sie ein Team zu unseren Oberlosaer Olympischen Sommerspielen an.
Kontaktieren Sie uns:
SV 04 Plauen-Oberlosa e.V.
Marcel Gemeinhardt
Tel. 0176 221 813 28
marcel.gemeinhardt@sv04oberlosa.de

+++Zweite Halbzeit bestraft starken Start+++

SC Riesa – SV 04 Oberlosa 30:20 (12:15)

Der SV 04 Oberlosa startete stark in die Auswärtspartie beim SC Riesa und zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung. Mit einer kompakten Abwehr und konzentriertem Angriffsspiel erspielte Oberlosa sich früh Vorteile und ging verdient in Führung. Bis zur Pause behauptete Oberlosa die Kontrolle über das Spiel und führte zur Halbzeit mit 15:12.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch zunehmend zugunsten der Gastgeberinnen. Riesa erhöhte den Druck, während Oberlosa im Angriff an Durchschlagskraft verlor und mehrere Chancen ungenutzt ließ. Das Tempo ging verloren und die Lücken in der Abwehr wurden größer. Der SC Riesa nutzte diese Phase konsequent, drehte das Spiel und setzte sich Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend ab. Am Ende stand eine deutliche 20:30-Auswärtsniederlage, die den Spielverlauf der ersten Halbzeit nur unzureichend widerspiegelt. Zu viele Chancen blieben ungenutzt – besonders vom Siebenmeterpunkt. Alle vier zugesprochenen Siebenmeter konnten nicht verwandelt werden. In entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz, sodass sich die vergebenen Möglichkeiten am Ende deutlich bemerkbar machten.

Hertel – Wierick (1; 0/1), Rieger (4), Seebauer, Hertel (0/1), Richter (1), Kalkreuter (3), Hermann, Hennig (4; 0/2), Kolomazniskova (5), Weiß (2)

K.S.

+++Start in die Rückrunde mit negativem Beigeschmack+++

Der Rückrundenstart verläuft bislang anders als erhofft – und hinterlässt einige Fragezeichen. Bereits vergangene Woche ließen wir auswärts bei der HSG Langenhessen/Cr. zwei wichtige Punkte liegen. Zwar starteten wir mit einem Rückstand in die Partie, fanden ab der 11. Minute jedoch zurück ins Spiel, drehten kurzzeitig die Begegnung und gingen nur mit einem knappen 10:9-Rückstand in die Kabine. Doch in Halbzeit zwei fehlten die nötige Konsequenz in der Abwehr und das Tempo im Angriff. Wir liefen permanent hinterher – ein Start in die Rückrunde, den wir wortwörtlich verschlafen haben.

Am gestrigen Sonntag sollte vor heimischer Kulisse alles anders werden. Mit unseren Fans, Trommlern und einer vollen Bank im Rücken waren wir fest entschlossen, die zwei Punkte in Plauen zu behalten. Doch das Spiel begann ähnlich wie in der ersten Begegnung gegen die junge Truppe des BSV Sachsen Zwickau II: Bereits nach wenigen Minuten lagen wir mit 1:6 zurück. Eine schnelle Auszeit von Lucas Dießner folgte – klare Worte sollten uns wachrütteln. Zu große Lücken in der Abwehr, ein zu langsames Angriffsspiel und fehlende Absprachen machten es uns schwer und ließen Zwickau früh davonziehen. Erst als wir in der Defensive härter und geschlossener agierten, fanden wir zurück ins Spiel. Mit viel Kampfgeist arbeiteten wir uns bis zur 50. Minute auf 21:23 heran – plötzlich war wieder alles möglich. Doch der letzte Wille und die nötige Konzentration bis zum Schluss fehlten, sodass Zwickau erneut davonzog und die Partie mit 25:32 für sich entschied.

Nun heißt es: Fehler ansprechen, analysieren und hart arbeiten. In der kommenden Trainingswoche müssen wir an unseren Schwächen feilen, denn mit dem Auswärtsspiel gegen die Damen des SC Riesa wartet eine große Herausforderung. Die Mitaufsteigerinnen stehen aktuell auf Platz 3 der Tabelle und gehen als klare Favoritinnen ins Spiel.

Martin, Hertel – Wierick, Rieger (3), Seebauer (1), Hertel (4; 1/3), Richter, Kalkreuter (3), Börner (2), Hermann, Hennig (4; 1/1), Mattes, Kolomazniskova (4), Rother (4), Schieke, Weiß

J.M.

 

Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg

Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg – Überzahltaktik der Gäste der Matchwinner

 

Das war Handball auf hohem Niveau. Und dennoch für Plauen ganz bitter. Denn der SV 04 Oberlosa hat auf der Zielgeraden den Sieg gegen die HSG Eider Harde aus der Hand gegeben. Nach der 36:38-Niederlage gestand SV-Spielmacher Roman Becvar: „Wir lagen zu Beginn der zweiten Halbzeit sechs Tore vorne. Dann haben uns mehrfach ein paar Millimeter gefehlt zum Torerfolg. Am Ende stehen wir nach einer richtig guten Leistung mit leeren Händen da. Das tut wirklich richtig weh heute“, räumte der fünffache Torschütze ein. Matchwinner in diesem packenden Abstiegskampf war jedoch kein Spieler, sondern die ziemlich riskante Gästetaktik im zweiten Durchgang.

HSG-Trainer Matthias Hinrichsen war nach diesem intensiven Schlagabtausch fix und fertig. „Wir hatten gut begonnen, sind dann aber mit sechs Toren Rückstand in Zugzwang geraten. Da gab es für uns nichts mehr zu verlieren.“ Nachdem die Oberlosa-Fans im ersten Durchgang einen umjubelten 22:17-Auftritt feierten, zog Eider Harde die Alles-oder-Nichts-Karte. Die Sieben-Feldspieler-Taktik im HSG-Angriff war natürlich kreuzgefährlich, weil Oberlosa durch den nun fehlenden Gästetorwart bei Ballgewinn zu schnellen Toren hätte kommen können. „Doch das gelang uns zu selten. Der Gegner hat das richtig gut ausgespielt“, musste SV04-Keeper Henric Ebert anerkennen. Ganz diszipliniert und voller Überzeugung spielten die Norddeutschen die Überzahlangriffe aus.

Das sah in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Diesen Tempolauf entschieden die Plauener für sich, weil Sebastian Naumann (5 Tore), Matevž Kunst (4), Libor Hanisch (3), Franz Schauer (3), Roman Becvar (3), Patrik Chobot (2), Tim Stäglich und Lukas Meckel immer wieder eiskalt vollendeten. SV04-Pressesprecher Rico Michel wusste aber schon zur Pause: „Das war ein bärenstarker 22:17-Auftritt. Es ist aber erst Halbzeit. Wir sind gespannt wie die Gäste reagieren.“ In der Pausenansprache machte Botschaft von HSG-Trainer Matthias Hinrichsen eindringlich die Runde: „Wir müssen diesen Spielfluss der Plauener stören.“

Im zweiten Spielabschnitt riss den Plauenern dann tatsächlich der Spielfaden. Co-Trainer Jörg Grüner resümierte: „Wir waren auf das Überzahlspiel der Gäste vorbereitet, hatten uns im Gegenzug genügend freie Würfe herausgearbeitet, aber es fehlten eben oft die berühmten Zentimeter.“ Nach sechs Plauener Pfosten- und Lattetreffern stellte HSG-Trainer Matthias Hinrichsen abschließend fest: „Wir sind das höchstmögliche Risiko gegangen und haben uns das Glück erkämpft, das man dann in so einem Spiel zwischen absolut gleichwertigen Gegnern braucht.“ Der Plauener Coach Ladislav Brykner stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir waren so nah dran. Trotz unserer Verletztenliste konnten wir das hohe Tempo mitgehen. Unsere Einstellung war top. Wir werden Punkte holen, wenn wir so weitermachen. Da bin ich sicher.“ Die nächste Möglichkeit gibt es am 31. Januar um 19 Uhr. Dann empfängt Oberlosa den Stralsunder HV in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Aktuell liegt der SV 04 in der Tabelle über dem Strich. Nach drei Niederlagen in Folge wären jedoch zwei Punkte Balsam im nervenaufreibenden Abstiegskampf.

Statistik
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert (1 Tor), Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (7), Libor Hanisch (5), Philip Trommer Ernst, Patrik Chobot (3), Franz Schauer (4), Lukas Meckel (2), Roman Becvar (5), Aleksander Olkowski (1), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (1), Sebastian Naumann (6/davon 1 Siebenmeter)
Zeitstrafen: Oberlosa 6 / Eider Harde 3
Siebenmeter: 1/davon 1 verwandelt / Eider Harde 6/4
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zuschauer: 556 (kare)

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