Handball – Oberliga / Männer
Überraschung hauchdünn verpasst
Füchse Berlin II – SV 04 Oberlosa 27:26
Die Plauener Drittliga-Handballer haben am 19.Spieltag eine Überraschung nur hauchdünn verpasst. Beim Tabellendritten, der U23 der Füchse Berlin, unterlagen die Spitzenstädter denkbar knapp mit 26:27.
„Ich bin enttäuscht. Wir haben nicht unsere beste Leistung abgerufen. Wir hätten hier etwas mitnehmen können, stehen jedoch am Ende mit leeren Händen da“, erklärte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach der Partie. Die Hauptstädter erwischten den besseren Start und führten schnell mit 4:1. Erst allmählich fanden die Vogtländer Zugriff auf die Partie und glichen zum 5:5 aus. Tore von Tim Stäglich und Matevz Kunst ließen die Schwarz-Gelben nach einem Viertel der Partie mit 7:5 in Führung gehen. „Unsere Defensive hat sehr gut gearbeitet, wir hatten zahlreiche Ballgewinne. Im Angriff hatten wir heute jedoch nicht die Zielstrebigkeit der letzten Wochen. Gegen die offensive Berliner Abwehr war unser Spiel zu statisch“, so Brykner. Die Berliner übernahmen wieder das Kommando und gingen bis zur Pause mit 13:11 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel waren die Plauener zunächst besser in der Begegnung. Tore des erneut überragenden Kunst sowie Becvar und Jezernik sorgten für die 18:17-Führung der Schwarz-Gelben. „Dann handeln wir uns drei Zeitstrafen ein. Zudem mussten wir immer wieder am Kreis improvisieren, Libor Hanisch war der einzige gelernte Kreisläufer im Kader, da uns sowohl Leos Petrovsky als auch Lukas Meckel gefehlt haben“, so Brykner. In der Folge nutzten die Berliner ihre Schnelligkeitsvorteile und zogen sieben Minuten vor Ultimo auf 25:20 davon. „In dieser Phase scheitern wir zu oft am Füchse-Keeper. Insbesondere von beiden Außenpositionen hatten wir heute nicht die nötige Effektivität“, erklärte der Plauener Coach. Oberlosa kämpfte und rackerte und war beim 25:26 urplötzlich wieder dran. Daran hatte auch Schlussmann Henric Ebert großen Anteil, der mehrfach stark parierte. Berlin traf zum 27:25, Oberlosa stellte postwendend wieder den Anschluss her. „In der letzten halben Minute spielen sich die Berliner munter die Bälle zu. Die Unparteiischen haben erst spät passives Spiel angezeigt und erst mit der Schlusssirene geahndet“, monierte Brykner. Der letzte Freiwurf nach der Sirene durch Matevz Kunst rauschte am Füchse-Kasten vorbei und die jungen Berliner feierten einen schwer erkämpften 27:26-Heimsieg.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Hanisch (3), Jezernik (1), Chobot, Schauer (3), Becvar (4), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (1)
–RM-
Torjäger Kunst verlängert beim SV 04
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa setzt bei der Kaderplanung ein echtes Ausrufezeichen. Die Spitzenstädter haben den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Torjäger Matevz Kunst um drei Jahre bis 2029 verlängert. Der 27-jährige Slowene wechselte 2024 vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben in die Vogtlandmetropole. Bereits in seiner ersten Saison bei den Schwarz-Gelben überzeugte der Rückraumspieler auf ganzer Linie, stand in allen 32 Partien auf dem Spielfeld und erzielte 170 Tore. Auch in der laufenden Spielzeit beweist der Rechtshänder seine Torgefährlichkeit. In 17 von 18 Spielen wirkte der Slowene mit und traf bislang 135 Mal ins Schwarze. „Wir freuen uns sehr, dass sich Matevz trotz einer Vielzahl an Angeboten dazu entschieden hat, mit uns den Weg weiterzugehen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Mannschaft und ein ganz wichtiger Baustein unserer Planung für die nächsten Jahre“, freut sich der Plauener Geschäftsführer Lutz Petzoldt. „Ich fühle mich in Plauen pudelwohl, wir sind eine coole Truppe die einen überragenden Teamgeist hat. Zudem macht es mir unheimlich viel Spaß vor diesen tollen Fans zu spielen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre und werde weiterhin alles geben, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Kunst.
–RM–
Oberlosa siegt vor Rekordkulisse
SV 04 Oberlosa – Stralsunder HV 38:34
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor der Saison-Rekordkulisse von 605 Zuschauern bezwangen die 04er den Stralsunder HV nach einer packenden Begegnung mit 38:34.
„Der Sieg für Plauen geht in Ordnung“, analysierte der Stralsunder Coach Norman Flödl nach der Partie. „Dabei kommen wir gut in die Partie, hatten SV-Torjäger Matevz Kunst recht gut im Griff und kommen gut ins Tempospiel. Mit zunehmender Spielzeit hatten wir der Intensität der Plauener jedoch nicht mehr so viel entgegenzusetzen“, erklärte Flödl. In der Tat bestimmten die Norddeutschen die Anfangsphase und führten nach knapp neun Minuten mit 7:4. Grund genug für den Plauener Trainer Ladislav Brykner sein Team zur Auszeit zu bitten. „Wir haben zu Beginn zu viel verworfen. Marius Göbner im Stralsunder Tor hat uns da einige Würfe abgekauft“, erklärte Brykner später. Die Auszeit zeigte zunächst keine Wirkung, die Gäste bauten ihre Führung auf 9:5 aus. Auf Seiten der Plauener fand nun Keeper Henric Ebert immer besser in die Partie und parierte mehrfach stark. Seine Vorderleute bliesen zur Aufholjagd und erzielten durch den überragenden Sebastian Naumann den Anschluss zum 13:14. Auch eine Auszeit der Nordlichter konnte den Lauf der Spitzenstädter nicht stoppen, Eigengewächs Lukas Meckel sorgte mit dem Ausgleichstreffer für ein Anschwellen des Lärmpegels in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Die 04er zogen das Momentum immer mehr auf ihre Seite und nahmen durch den Treffer von Teo Jezernik eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff sorgten der stark aufspielende Roman Becvar sowie erneut Meckel und Jezernik für den Ausbau der Führung zum 20:17. „Wir haben das in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht, haben nie die Ruhe verloren und hatten immer eine Antwort parat“, zeigte sich Brykner mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Beim Stand von 24:22 verhinderte der Plauener Schlussmann Patryk Foluszny mit seinem zweiten parierten Strafwurf den Anschlusstreffer der Gäste. „Wir hatten heute eine sehr gute Torhüterleistung von Henric Ebert. Die beiden parierten Strafwürfe durch Patryk Foluszny in entscheidenden Situationen waren ebenfalls enorm wichtig“, urteilte Brykner. Im Angriff überzeugten die Spitzenstädter auf ganzer Linie und bauten den Abstand auf 30:26 aus. Stralsund versuchte alles um der Partie eine Wende zu geben, doch die Vogtländer erwiesen sich als zu clever und abgezockt, um sich den Vorsprung noch nehmen zu lassen. Tim Stäglich traf zum 33:28 und vier Minuten vor Ultimo machte Sebastian Naumann mit dem 35:29 endgültig den Deckel drauf. Am Ende feierten die Schwarz-Gelben mit den begeisterten Fans einen verdienten 38:34-Erfolg. „Kompliment an meine Mannschaft, die Jungs haben heute wieder alles aus sich herausgeholt und haben sich belohnt. Die Stimmung in der Halle war unglaublich, das hat uns enorm gepusht. Mit Blick auf die Tabelle war das ein ganz wichtiger Erfolg, auch in Anbetracht der kommenden Aufgaben“, erklärte Brykner nach der Partie. Für die 04er stehen nun drei Auswärtsaufgaben in Folge auf dem Programm. Bei der U23 der Füchse Berlin (7.Februar), beim HC Empor Rostock (15.Februar) und beim Oranienburger HC (21.Februar) wollen die Plauener versuchen, das Punktekonto weiter aufzubessern. Das nächste Heimspiel folgt erst am 28.Februar, wenn der Aufstiegsaspirant MTV Braunschweig in der Spitzenstadt gastiert.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (8), Hanisch (3), Jezernik (4), Chobot (2), Schauer (1), Meckel (2), Becvar (3), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (12/ davon 3 Siebenmeter)
Zuschauer: 605
–RM–
Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg
Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg – Überzahltaktik der Gäste der Matchwinner
Das war Handball auf hohem Niveau. Und dennoch für Plauen ganz bitter. Denn der SV 04 Oberlosa hat auf der Zielgeraden den Sieg gegen die HSG Eider Harde aus der Hand gegeben. Nach der 36:38-Niederlage gestand SV-Spielmacher Roman Becvar: „Wir lagen zu Beginn der zweiten Halbzeit sechs Tore vorne. Dann haben uns mehrfach ein paar Millimeter gefehlt zum Torerfolg. Am Ende stehen wir nach einer richtig guten Leistung mit leeren Händen da. Das tut wirklich richtig weh heute“, räumte der fünffache Torschütze ein. Matchwinner in diesem packenden Abstiegskampf war jedoch kein Spieler, sondern die ziemlich riskante Gästetaktik im zweiten Durchgang.
HSG-Trainer Matthias Hinrichsen war nach diesem intensiven Schlagabtausch fix und fertig. „Wir hatten gut begonnen, sind dann aber mit sechs Toren Rückstand in Zugzwang geraten. Da gab es für uns nichts mehr zu verlieren.“ Nachdem die Oberlosa-Fans im ersten Durchgang einen umjubelten 22:17-Auftritt feierten, zog Eider Harde die Alles-oder-Nichts-Karte. Die Sieben-Feldspieler-Taktik im HSG-Angriff war natürlich kreuzgefährlich, weil Oberlosa durch den nun fehlenden Gästetorwart bei Ballgewinn zu schnellen Toren hätte kommen können. „Doch das gelang uns zu selten. Der Gegner hat das richtig gut ausgespielt“, musste SV04-Keeper Henric Ebert anerkennen. Ganz diszipliniert und voller Überzeugung spielten die Norddeutschen die Überzahlangriffe aus.
Das sah in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Diesen Tempolauf entschieden die Plauener für sich, weil Sebastian Naumann (5 Tore), Matevž Kunst (4), Libor Hanisch (3), Franz Schauer (3), Roman Becvar (3), Patrik Chobot (2), Tim Stäglich und Lukas Meckel immer wieder eiskalt vollendeten. SV04-Pressesprecher Rico Michel wusste aber schon zur Pause: „Das war ein bärenstarker 22:17-Auftritt. Es ist aber erst Halbzeit. Wir sind gespannt wie die Gäste reagieren.“ In der Pausenansprache machte Botschaft von HSG-Trainer Matthias Hinrichsen eindringlich die Runde: „Wir müssen diesen Spielfluss der Plauener stören.“
Im zweiten Spielabschnitt riss den Plauenern dann tatsächlich der Spielfaden. Co-Trainer Jörg Grüner resümierte: „Wir waren auf das Überzahlspiel der Gäste vorbereitet, hatten uns im Gegenzug genügend freie Würfe herausgearbeitet, aber es fehlten eben oft die berühmten Zentimeter.“ Nach sechs Plauener Pfosten- und Lattetreffern stellte HSG-Trainer Matthias Hinrichsen abschließend fest: „Wir sind das höchstmögliche Risiko gegangen und haben uns das Glück erkämpft, das man dann in so einem Spiel zwischen absolut gleichwertigen Gegnern braucht.“ Der Plauener Coach Ladislav Brykner stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir waren so nah dran. Trotz unserer Verletztenliste konnten wir das hohe Tempo mitgehen. Unsere Einstellung war top. Wir werden Punkte holen, wenn wir so weitermachen. Da bin ich sicher.“ Die nächste Möglichkeit gibt es am 31. Januar um 19 Uhr. Dann empfängt Oberlosa den Stralsunder HV in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Aktuell liegt der SV 04 in der Tabelle über dem Strich. Nach drei Niederlagen in Folge wären jedoch zwei Punkte Balsam im nervenaufreibenden Abstiegskampf.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert (1 Tor), Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (7), Libor Hanisch (5), Philip Trommer Ernst, Patrik Chobot (3), Franz Schauer (4), Lukas Meckel (2), Roman Becvar (5), Aleksander Olkowski (1), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (1), Sebastian Naumann (6/davon 1 Siebenmeter)
Zeitstrafen: Oberlosa 6 / Eider Harde 3
Siebenmeter: 1/davon 1 verwandelt / Eider Harde 6/4
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zuschauer: 556 (kare)
Oberlosa vor richtungsweisendem Heimspiel
Wenn am Samstagabend um 19 Uhr der Anpfiff zur Partie zwischen dem SV 04 Oberlosa (10.Platz; 12:20 Punkte) und der HSG Eider/Harde (9.Platz; 13:17) ertönt, steht für die Spitzenstädter in der 3.Handball-Bundesliga ein ganz wichtiges Heimspiel an. Zwar hört sich der 10.Tabellenplatz der Plauener im 16er Feld komfortabel an, jedoch beträgt der Abstand auf den ersten Schleudersitz in die Regionalliga lediglich vier Zähler. „Wir müssen punkten“, macht der Plauener Coach kurz und bündig klar. Nach der Klatsche in der Vorwoche in Hildesheim brauchen die 04er für den angestrebten Doppelpunktgewinn eine klare Steigerung. „So dürfen wir uns nicht präsentieren. Natürlich hat Hildesheim beeindruckend aufgespielt, wir haben es ihnen aber auch zu einfach gemacht“, so Brykner.
Nun gilt alle Konzentration dem kommenden Kontrahenten aus dem hohen Norden. Die Mannschaft um Trainer Mathias Hinrichsen weist eine für die 3.Liga ungewöhnliche Statistik auf. Die Handballer aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde holten acht ihrer dreizehn Punkte in fremder Halle. Dass diese Bilanz nicht weiter aufgebessert wird, ist das klare Ziel der Schwarz-Gelben aus dem Vogtland. Um den angestrebten Heimsieg einfahren zu können, müssen die Plauener die beiden HSG-Torjäger Thore Kjell Heinemann (70 Saisontore) und Sören Hartwich (65) in den Griff bekommen und das sehr gute Kreisläuferspiel der Nordlichter unterbinden. „Vor allem müssen wir aber an unsere Leistungsgrenze herankommen. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, unser Punktekonto aufzubessern“, macht Brykner deutlich. Personell dürfte sich bei den Plauenern im Vergleich zu den letzten Spielen nicht viel ändern. Einmal mehr bauen die 04er auf ihre begeisterungsfähigen Anhänger. „Wir brauchen die Unterstützung einer vollen Halle. Mit den Fans im Rücken wollen wir unbedingt das erste Heimspiel des neuen Jahres gewinnen“, lässt auch SV-Torjäger Matevz Kunst keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen.
–RM–
Oberlosa ohne Chance
HC Eintracht Hildesheim – SV 04 Oberlosa 42:25
Der Rückrundenauftakt in der 3.Handball-Bundesliga ging für den SV 04 Oberlosa komplett in die Hose. Beim Aufstiegsfavoriten Eintracht Hildesheim waren die Spitzenstädter chancenlos und unterlagen klar mit 25:42.
Vor 1035 Zuschauern in der Hildesheimer Sparkassen-Arena erwischten die Plauener einen guten Start. Sebastian Naumann und Franz Schauer (2) brachten die Vogtländer mit 3:1 in Führung. Auch beim 7:6 nach zwölf Minuten behaupteten die Schwarz-Gelben einen hauchdünnen Vorsprung. „Dann schaltet Hildesheim mindestens zwei Gänge hoch und wir produzieren zusätzlich noch ein paar Fehler. Ruckzuck liegen wir vier Tore hinten“, beschreibt SV-Coach Ladislav Brykner die Phase, in der die Hausherren auf 11:7 davonzogen. Gegen die offensiv ausgerichtete und leichtfüßige Abwehr des neuen Tabellenführers taten sich die 04er zusehends schwerer. Die Niedersachsen kamen immer wieder erfolgreich ins Tempospiel und bauten den Abstand auf 16:9 aus. Gegen den wie entfesselt aufspielenden Gastgeber hatten die Spitzenstädter kaum noch etwas entgegen zu setzen. „Hildesheim war uns in allen Belangen überlegen. Man hat denen schon angemerkt, dass sie die Scharte aus dem Hinspiel unbedingt auswetzen wollten“, erklärt Brykner. Bereits beim 21:12 zur Pause war die Partie entschieden.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Der Aufstiegsfavorit nahm zu keiner Sekunde den Fuß vom Gaspedal und baute den Abstand immer weiter aus. Oberlosa ging im Angriffswirbel der Hausherren förmlich unter und kassierte die mit Abstand höchste Saisonniederlage. „Das war absolut ein Klassenunterschied. Die Niederlage geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung“, gestand Brykner unumwunden ein. Die Eintracht-Profis wechselten bis zum Ende munter durch, ohne dass ein Qualitätsverlust sichtbar wurde. Mit dem überaus deutlichen 42:25-Erfolg feierte Hildesheim eine gelungene Generalprobe für das Top-Spiel am kommenden Wochenende bei der U23 der Füchse Berlin. „Wir müssen diese Partie ganz schnell abhaken. Ab Morgen beginnt die Vorbereitung auf das enorm wichtige Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Eider/Harde“, blickte der Plauener Coach auf der Rückfahrt schon wieder nach vorn.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Kunst (7 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Hanisch (1), Jezernik (1), Petrovsky (2), Chobot (2), Schauer (3), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (3/ davon 1 Siebenmeter)
Zuschauer: 1035
–RM–
Rückrundenstart beim Top-Favorit
Nach der Pause über den Jahreswechsel starten die Drittliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa in die Rückrunde. Die Spitzenstädter gastieren am Sonntag beim Aufstiegsfavoriten HC Eintracht Hildesheim, der Anpfiff in der Hildesheimer Volksbank-Arena ertönt um 17 Uhr.
Von den lediglich fünf Minuspunkten welche die Niedersachsen bisher hinnehmen mussten, stammen zwei aus dem Hinspiel in der Plauener Kurt-Helbig-Halle. Den 04ern gelang beim 28:26-Erfolg damals eine Sensation. „Wir hatten da schon ein bisschen Glück, dass wir die Hildesheimer gleich beim Saisonauftakt zu Gast hatten. Noch einmal werden sie uns sicher nicht unterschätzen“, erwartet der Plauener Trainer Ladislav Brykner eine ganz anspruchsvolle Aufgabe. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Coach Daniel Deutsch bis auf Platz zwei vorgearbeitet und hat die Aufstiegsrunde zur 2.Liga fest im Blick. Vor der Winterpause überzeugte die Eintracht mit einem souveränen 35:30-Erfolg bei der starken U23 des SC Magdeburg. „Hildesheim stellt die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga, hat in der eigenen Halle bisher nur einen Punkt abgegeben und verfügt aus meiner Sicht auch über den besten Kader. Wir sind am Sonntag ganz krasser Außenseiter“, weiß Brykner.
Personell gibt es bei den Schwarz-Gelben kaum Änderungen. Sowohl Nico Schneider als auch Miroslav Nedoma werden in der laufenden Saison nicht mehr zurückkehren, zudem steht ein Fragezeichen hinter Linksaußen Patrik Chobot der sich zuletzt mit einem Virus herumplagte. „Am Sonntag startet die Rückrunde. Wir haben 15 Endspiele vor uns um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Das erste Endspiel ist in Hildesheim und wir werden es ihnen so schwer wie möglich machen“, will Kapitän Libor Hanisch die Zähler keinesfalls kampflos den Profis aus Niedersachsen überlassen.
Das erste Heimspiel der Rückrunde steigt dann am 17.Januar gegen die HSG Eider/Harde.
–RM–
Gute Leistung – keine Punkte
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim TSV Altenholz mit 28:32 verloren. Trotz einer über weite Strecken starken Leistung, mussten die 04er die Heimreise vom Nord-Ostsee-Kanal mit leeren Händen antreten.
Beim Kooperationspartner des Deutschen Rekordmeisters THW Kiel entwickelte sich vor 387 Zuschauern von Beginn an eine spannende Begegnung. Bis zum 5:5 legten die Plauener stets vor, die Nordlichter zogen ebenso beständig nach. Nch dem 7:5 für Altenholz folgte die stärkste Phase der Vogtländer im gesamten Spiel. Mit einem 8:1-Lauf zogen die Plauener an den Kielern vorbei und führten ihrerseits mit 13:8. Der TSV wollte seine imposante Heimbilanz von 10:2 Punkten weiter ausbauen und machte sich an die Aufholjagd. Bis zur Pause hatten die Hausherren den Rückstand egalisiert und nahmen beim 17:16 sogar eine hauchdünne Führung mit in die Kabinen. „Wir haben hier gegen eine sehr gute Mannschaft eine starke erste Halbzeit gespielt. Einziger Kritikpunkt ist, dass wir unsere zwischenzeitliche Führung etwas zu schnell hergegeben haben. Eine eigene Führung oder ein Remis zur Pause wäre psychologisch wichtig gewesen“, resümierte SV-Trainer Ladislav Brykner.
Der Start in die zweite Spielhälfte gelang seinem Team gut. Tore von Matevz Kunst und Sebastian Naumann brachten die Schwarz-Gelben wieder mit 21:19 in Vorhand. Nach etwa 45 Minuten behaupteten die 04er beim 25:22 weiterhin die Führung. „Dann kommt zu vieles zusammen. Wir nageln zwei Bälle an den Pfosten und kassieren binnen kurzer Zeit vier Zeitstrafen. Dann zwingen wir Altenholz ins Zeitspiel, blocken den letzten Wurf und es gibt Strafwurf weil der Block im Kreis stand. Eine Mannschaft von der Klasse des TSV nutzt das natürlich mit aller Konsequenz. Zudem steigt unsere bis dahin extrem niedrige Fehlerquote an und wir erzielen nur noch drei Tore“, versuchte Brykner die Schlussphase nach der Partie in Worte zu fassen. „Jetzt kurz nach dem Spiel bin ich auch extrem sauer auf die Unparteiischen, da ich einige Dinge anders gesehen habe. Aber ich muss mir das im Video noch einmal anschauen“, so der Plauener Coach. Angetrieben von den eigenen Fans setzten sich die Norddeutschen vom 26:26 vorentscheidend auf 31:26 ab und machten damit den sechsten Heimsieg im siebten Spiel perfekt. „Jetzt haben wir ein paar freie Tage, die uns nach einer extrem kräftezehrenden Hinrunde sicherlich guttun werden. Dann starten wir wieder mit neuem Mut und werden alles geben, um den Klassenerhalt perfekt zu machen“, verabschiedete sich Brykner mit seinem Team in die kurze Weihnachtspause.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (9 Tore), Hanisch (1), Jezernik (2), Petrovsky (2), Chobot (2), Schauer (3), Becvar (2), Olkowski, Malta, Puljic (1), Naumann (6/ davon 2 Siebenmeter)
Zuschauer: 387
Zeitstrafen: Altenholz 3x2min / Oberlosa 7x2min
Strafwürfe: Altenholz 5/4 verwandelt / Oberlosa 2/2
Ganz harte Nuss für Oberlosa
Zum Abschluss der Hinrunde steht für die Plauener Drittliga-Handballer noch eine ganz schwere Aufgabe auf dem Programm. Die 04er gastieren am Samstag um 18 Uhr beim heimstarken Tabellensechsten TSV Altenholz. Das Team um Trainer Torge Greve fungiert als Kooperationspartner des Deutschen Rekordmeisters THW Kiel, der praktisch um die Ecke beheimatet ist.
„Altenholz ist eine enorm spielstarke und in heimischer Halle nur schwer zu schlagende Mannschaft“, weiß der Plauener Coach Ladislav Brykner um die Stärke der Norddeutschen. 10:2 Punkte erspielte sich der TSV bislang vor den eigenen Fans, lediglich der Aufstiegsfavorit Eintracht Hildesheim konnte durch einen Strafwurf in der Schlusssekunde beim 35:34 beide Zähler vom Nord-Ostsee-Kanal entführen. In welch starker Verfassung sich die Kieler derzeit befinden, beweist der Auswärtssieg in der Vorwoche beim Tabellenführer Füchse Berlin II. Mit den Brüdern Linus und Jesse Dahmke, beide sind die Cousins von THW-Legende und Nationalspieler Rune Dahmke, Ben Szyilagi, Sohn von THW-Sportdirektor Viktor Szyilagi und Rückraum-Ass Rasmus Ankermann stehen einige Spieler im TSV-Kader, die in der laufenden Saison bereits zu Einsätzen in der Champions-League beim Rekordmeister kamen. „Wir treten als krasser Außenseiter die lange Reise in den Norden an. Dort gilt es zum Hinrunden-Abschluss noch einmal alles in die Waagschale zu werfen um vielleicht für eine Überraschung zu sorgen“, wirft Brykner keineswegs vorab die Flinte ins Korn.
Personell können Brykner und Co-Trainer Jörg Grüner auf die erfolgreiche Formation der Vorwoche setzen, zudem steht auch Linksaußen Tim Stäglich nach überstandenem Infekt wieder zur Verfügung.
Nach dem Auftritt in Kiel gehen die Schwarz-gelben in die Weihnachtspause. Die Rückrunde startet am 11.Januar beim Top-Favorit Eintracht Hildesheim bevor dann am 17.Januar die HSG Eider-Harde in der Spitzenstadt gastiert.
–RM–