Handball – Oberliga / Männer

Erster Neuzugang für die neue Saison

Der SV 04 Oberlosa hat den ersten Neuzugang für die neue Saison vermeldet. Aus der A-Jugend Bundesliga des HC Empor Rostock wechselt Rückraumspieler Fabrice Oertel in die Spitzenstadt.

Der 18-jährige Linkshänder stammt aus Zschopau im Erzgebirge. Seine Handballkarriere begann Oertel bei der SG Nickelhütte Aue. Später führte sein Weg in das Nachwuchsleistungszentrum des SC DHfK Leipzig und später zum HC Empor Rostock. Nach vier Jahren an der Ostseeküste möchte der 1,91m große Youngster zurück in die Heimatregion. „Zunächst einmal möchte ich mich bei den Trainern und Verantwortlichen des HC Empor für die letzten vier Jahre bedanken. Ich konnte mich dort sowohl sportlich als auch persönlich weiterentwickeln. Jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe in Plauen“, erklärt der talentierte Rückraumspieler.

„Mit Fabrice Oertel bekommen wir einen jungen und entwicklungsfähigen Linkshänder. Er hat sein Talent bereits im Probetraining bei uns gezeigt. Ich freue mich sehr, dass er sich für uns und unseren Weg in der 3.Liga entschieden hat“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt.

„Der Sprung aus der A-Jugend Bundesliga in die 3.Liga bei den Männern ist groß, vor allem im athletischen Bereich. Dort will ich mich verbessern und ich will mir viel von den erfahreneren Spielern abschauen“, zeigt sich Oertel, der einen Vertrag bis 2028 unterschrieben hat, ehrgeizig.

 

–RM–

 

Oberlosa tief im Abstiegskampf

Oranienburger HC – SV 04 Oberlosa 33:27

 

Trotz einer Leistungssteigerung im Vergleich zur Vorwoche konnten die Plauener Drittliga-Handballer auch in Oranienburg nicht punkten. Vor 854 Zuschauern in der Oranienburger MBS-Arena hatten die Hausherren am Ende die Nase vorn. Nach nun 2:14 Punkten aus den letzten acht Spielen befinden sich die Plauener endgültig tief im Abstiegskampf und haben nur noch vier Zähler Vorsprung auf den ersten Schleudersitz in die Regionalliga.

Die Spitzenstädter kamen gut in die Partie und führten nach zehn Minuten mit 5:4. Dank starker Paraden ihres überragenden Keepers Teo Mestrovic drehten die Gastgeber den Spieß um und gingen ihrerseits mit 8:6 in Führung. Die erste Zeitstrafe der Plauener nutzten die Oranienburger um den Abstand auf 10:6 auszubauen. In der Folge begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Mal hatten die Plauener das Momentum auf ihrer Seite und verkürzten wieder auf 10:11, dann hatte der OHC eine bessere Phase und setzte sich wieder etwas ab. Mit einem 16:13 aus Sicht der Hausherren ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Das Wechselspiel aus der ersten Hälfte setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Dem 17:18-Anschlausstreffer der Plauener folgte ein Ausbau der Führung zum 23:19 der Gastgeber. „Wir waren oft auf einen Treffer dran, schaffen es aber nicht mit dem Ausgleich oder der Übernahme der Führung einmal einen psychologischen Wirkungstreffer zu setzen“, erklärte SV-Coach Ladislav Brykner nach der Partie. Auch acht Minuten vor Ultimo schnupperten die Plauener beim 24:25 aus ihrer Sicht am so wichtigen Punktgewinn. Zu viele eigene Fehler in der Schlussphase ließen den OHC jedoch noch deutlich davonziehen und am Ende einen 33:27-Erfolg und damit den Sprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz feiern. „Uns fehlte auch ein bißchen die Disziplin sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wir kassieren fünf Zeitstrafen, Oranienburg gar keine. Und Mestrovic im OHC-Kasten hat überragend gehalten“, fasste Brykner die Gründe der Niederlage nach der Partie zusammen.

Leichter werden die Aufgaben für die Schwarz-Gelben nicht. Am kommenden Samstag gastiert zunächst der Spitzenreiter aus Braunschweig in der Kurt-Helbig-Halle. Eine Woche später gibt es im hohen Norden bei der HSG Ostsee Abstiegskampf pur, bevor dann mit der U23 des SC Magdeburg und dem EHV Aue zwei weitere Top-Teams in der Spitzenstadt gastieren.

 

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (6 Tore), Hanisch (2), Jezernik (3), Chobot (1), Schauer (4), Meckel (1), Becvar (2), Olkowski, Malta, Puljic (1), Naumann (7/ davon 3 Siebenmeter)

 

Zuschauer: 854

 

–RM–

Überraschung hauchdünn verpasst

Füchse Berlin II – SV 04 Oberlosa 27:26

 

Die Plauener Drittliga-Handballer haben am 19.Spieltag eine Überraschung nur hauchdünn verpasst. Beim Tabellendritten, der U23 der Füchse Berlin, unterlagen die Spitzenstädter denkbar knapp mit 26:27.

„Ich bin enttäuscht. Wir haben nicht unsere beste Leistung abgerufen. Wir hätten hier etwas mitnehmen können, stehen jedoch am Ende mit leeren Händen da“, erklärte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach der Partie. Die Hauptstädter erwischten den besseren Start und führten schnell mit 4:1. Erst allmählich fanden die Vogtländer Zugriff auf die Partie und glichen zum 5:5 aus. Tore von Tim Stäglich und Matevz Kunst ließen die Schwarz-Gelben nach einem Viertel der Partie mit 7:5 in Führung gehen. „Unsere Defensive hat sehr gut gearbeitet, wir hatten zahlreiche Ballgewinne. Im Angriff hatten wir heute jedoch nicht die Zielstrebigkeit der letzten Wochen. Gegen die offensive Berliner Abwehr war unser Spiel zu statisch“, so Brykner. Die Berliner übernahmen wieder das Kommando und gingen bis zur Pause mit 13:11 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel waren die Plauener zunächst besser in der Begegnung. Tore des erneut überragenden Kunst sowie Becvar und Jezernik sorgten für die 18:17-Führung der Schwarz-Gelben. „Dann handeln wir uns drei Zeitstrafen ein. Zudem mussten wir immer wieder am Kreis improvisieren, Libor Hanisch war der einzige gelernte Kreisläufer im Kader, da uns sowohl Leos Petrovsky als auch Lukas Meckel gefehlt haben“, so Brykner. In der Folge nutzten die Berliner ihre Schnelligkeitsvorteile und zogen sieben Minuten vor Ultimo auf 25:20 davon. „In dieser Phase scheitern wir zu oft am Füchse-Keeper. Insbesondere von beiden Außenpositionen hatten wir heute nicht die nötige Effektivität“, erklärte der Plauener Coach. Oberlosa kämpfte und rackerte und war beim 25:26 urplötzlich wieder dran. Daran hatte auch Schlussmann Henric Ebert großen Anteil, der mehrfach stark parierte. Berlin traf zum 27:25, Oberlosa stellte postwendend wieder den Anschluss her. „In der letzten halben Minute spielen sich die Berliner munter die Bälle zu. Die Unparteiischen haben erst spät passives Spiel angezeigt und erst mit der Schlusssirene geahndet“, monierte Brykner. Der letzte Freiwurf nach der Sirene durch Matevz Kunst rauschte am Füchse-Kasten vorbei und die jungen Berliner feierten einen schwer erkämpften 27:26-Heimsieg.

 

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Hanisch (3), Jezernik (1), Chobot, Schauer (3), Becvar (4), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (1)

 

–RM-

Torjäger Kunst verlängert beim SV 04

Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa setzt bei der Kaderplanung ein echtes Ausrufezeichen. Die Spitzenstädter haben den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Torjäger Matevz Kunst um drei Jahre bis 2029 verlängert. Der 27-jährige Slowene wechselte 2024 vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben in die Vogtlandmetropole. Bereits in seiner ersten Saison bei den Schwarz-Gelben überzeugte der Rückraumspieler auf ganzer Linie, stand in allen 32 Partien auf dem Spielfeld und erzielte 170 Tore. Auch in der laufenden Spielzeit beweist der Rechtshänder seine Torgefährlichkeit. In 17 von 18 Spielen wirkte der Slowene mit und traf bislang 135 Mal ins Schwarze. „Wir freuen uns sehr, dass sich Matevz trotz einer Vielzahl an Angeboten dazu entschieden hat, mit uns den Weg weiterzugehen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Mannschaft und ein ganz wichtiger Baustein unserer Planung für die nächsten Jahre“, freut sich der Plauener Geschäftsführer Lutz Petzoldt. „Ich fühle mich in Plauen pudelwohl, wir sind eine coole Truppe die einen überragenden Teamgeist hat. Zudem macht es mir unheimlich viel Spaß vor diesen tollen Fans zu spielen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre und werde weiterhin alles geben, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Kunst.

 

–RM–

Oberlosa siegt vor Rekordkulisse

SV 04 Oberlosa – Stralsunder HV 38:34

 

In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor der Saison-Rekordkulisse von 605 Zuschauern bezwangen die 04er den Stralsunder HV nach einer packenden Begegnung mit 38:34.

„Der Sieg für Plauen geht in Ordnung“, analysierte der Stralsunder Coach Norman Flödl nach der Partie. „Dabei kommen wir gut in die Partie, hatten SV-Torjäger Matevz Kunst recht gut im Griff und kommen gut ins Tempospiel. Mit zunehmender Spielzeit hatten wir der Intensität der Plauener jedoch nicht mehr so viel entgegenzusetzen“, erklärte Flödl. In der Tat bestimmten die Norddeutschen die Anfangsphase und führten nach knapp neun Minuten mit 7:4. Grund genug für den Plauener Trainer Ladislav Brykner sein Team zur Auszeit zu bitten. „Wir haben zu Beginn zu viel verworfen. Marius Göbner im Stralsunder Tor hat uns da einige Würfe abgekauft“, erklärte Brykner später. Die Auszeit zeigte zunächst keine Wirkung, die Gäste bauten ihre Führung auf 9:5 aus. Auf Seiten der Plauener fand nun Keeper Henric Ebert immer besser in die Partie und parierte mehrfach stark. Seine Vorderleute bliesen zur Aufholjagd und erzielten durch den überragenden Sebastian Naumann den Anschluss zum 13:14. Auch eine Auszeit der Nordlichter konnte den Lauf der Spitzenstädter nicht stoppen, Eigengewächs Lukas Meckel sorgte mit dem Ausgleichstreffer für ein Anschwellen des Lärmpegels in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Die 04er zogen das Momentum immer mehr auf ihre Seite und nahmen durch den Treffer von Teo Jezernik eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff sorgten der stark aufspielende Roman Becvar sowie erneut Meckel und Jezernik für den Ausbau der Führung zum 20:17. „Wir haben das in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht, haben nie die Ruhe verloren und hatten immer eine Antwort parat“, zeigte sich Brykner mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Beim Stand von 24:22 verhinderte der Plauener Schlussmann Patryk Foluszny mit seinem zweiten parierten Strafwurf den Anschlusstreffer der Gäste. „Wir hatten heute eine sehr gute Torhüterleistung von Henric Ebert. Die beiden parierten Strafwürfe durch Patryk Foluszny in entscheidenden Situationen waren ebenfalls enorm wichtig“, urteilte Brykner. Im Angriff überzeugten die Spitzenstädter auf ganzer Linie und bauten den Abstand auf 30:26 aus. Stralsund versuchte alles um der Partie eine Wende zu geben, doch die Vogtländer erwiesen sich als zu clever und abgezockt, um sich den Vorsprung noch nehmen zu lassen. Tim Stäglich traf zum 33:28 und vier Minuten vor Ultimo machte Sebastian Naumann mit dem 35:29 endgültig den Deckel drauf. Am Ende feierten die Schwarz-Gelben mit den begeisterten Fans einen verdienten 38:34-Erfolg. „Kompliment an meine Mannschaft, die Jungs haben heute wieder alles aus sich herausgeholt und haben sich belohnt. Die Stimmung in der Halle war unglaublich, das hat uns enorm gepusht. Mit Blick auf die Tabelle war das ein ganz wichtiger Erfolg, auch in Anbetracht der kommenden Aufgaben“, erklärte Brykner nach der Partie. Für die 04er stehen nun drei Auswärtsaufgaben in Folge auf dem Programm. Bei der U23 der Füchse Berlin (7.Februar), beim HC Empor Rostock (15.Februar) und beim Oranienburger HC (21.Februar) wollen die Plauener versuchen, das Punktekonto weiter aufzubessern. Das nächste Heimspiel folgt erst am 28.Februar, wenn der Aufstiegsaspirant MTV Braunschweig in der Spitzenstadt gastiert.

 

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (8), Hanisch (3), Jezernik (4), Chobot (2), Schauer (1), Meckel (2), Becvar (3), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (12/ davon 3 Siebenmeter)

 

Zuschauer: 605

 

–RM–

Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg

Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg – Überzahltaktik der Gäste der Matchwinner

 

Das war Handball auf hohem Niveau. Und dennoch für Plauen ganz bitter. Denn der SV 04 Oberlosa hat auf der Zielgeraden den Sieg gegen die HSG Eider Harde aus der Hand gegeben. Nach der 36:38-Niederlage gestand SV-Spielmacher Roman Becvar: „Wir lagen zu Beginn der zweiten Halbzeit sechs Tore vorne. Dann haben uns mehrfach ein paar Millimeter gefehlt zum Torerfolg. Am Ende stehen wir nach einer richtig guten Leistung mit leeren Händen da. Das tut wirklich richtig weh heute“, räumte der fünffache Torschütze ein. Matchwinner in diesem packenden Abstiegskampf war jedoch kein Spieler, sondern die ziemlich riskante Gästetaktik im zweiten Durchgang.

HSG-Trainer Matthias Hinrichsen war nach diesem intensiven Schlagabtausch fix und fertig. „Wir hatten gut begonnen, sind dann aber mit sechs Toren Rückstand in Zugzwang geraten. Da gab es für uns nichts mehr zu verlieren.“ Nachdem die Oberlosa-Fans im ersten Durchgang einen umjubelten 22:17-Auftritt feierten, zog Eider Harde die Alles-oder-Nichts-Karte. Die Sieben-Feldspieler-Taktik im HSG-Angriff war natürlich kreuzgefährlich, weil Oberlosa durch den nun fehlenden Gästetorwart bei Ballgewinn zu schnellen Toren hätte kommen können. „Doch das gelang uns zu selten. Der Gegner hat das richtig gut ausgespielt“, musste SV04-Keeper Henric Ebert anerkennen. Ganz diszipliniert und voller Überzeugung spielten die Norddeutschen die Überzahlangriffe aus.

Das sah in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Diesen Tempolauf entschieden die Plauener für sich, weil Sebastian Naumann (5 Tore), Matevž Kunst (4), Libor Hanisch (3), Franz Schauer (3), Roman Becvar (3), Patrik Chobot (2), Tim Stäglich und Lukas Meckel immer wieder eiskalt vollendeten. SV04-Pressesprecher Rico Michel wusste aber schon zur Pause: „Das war ein bärenstarker 22:17-Auftritt. Es ist aber erst Halbzeit. Wir sind gespannt wie die Gäste reagieren.“ In der Pausenansprache machte Botschaft von HSG-Trainer Matthias Hinrichsen eindringlich die Runde: „Wir müssen diesen Spielfluss der Plauener stören.“

Im zweiten Spielabschnitt riss den Plauenern dann tatsächlich der Spielfaden. Co-Trainer Jörg Grüner resümierte: „Wir waren auf das Überzahlspiel der Gäste vorbereitet, hatten uns im Gegenzug genügend freie Würfe herausgearbeitet, aber es fehlten eben oft die berühmten Zentimeter.“ Nach sechs Plauener Pfosten- und Lattetreffern stellte HSG-Trainer Matthias Hinrichsen abschließend fest: „Wir sind das höchstmögliche Risiko gegangen und haben uns das Glück erkämpft, das man dann in so einem Spiel zwischen absolut gleichwertigen Gegnern braucht.“ Der Plauener Coach Ladislav Brykner stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir waren so nah dran. Trotz unserer Verletztenliste konnten wir das hohe Tempo mitgehen. Unsere Einstellung war top. Wir werden Punkte holen, wenn wir so weitermachen. Da bin ich sicher.“ Die nächste Möglichkeit gibt es am 31. Januar um 19 Uhr. Dann empfängt Oberlosa den Stralsunder HV in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Aktuell liegt der SV 04 in der Tabelle über dem Strich. Nach drei Niederlagen in Folge wären jedoch zwei Punkte Balsam im nervenaufreibenden Abstiegskampf.

Statistik
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert (1 Tor), Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (7), Libor Hanisch (5), Philip Trommer Ernst, Patrik Chobot (3), Franz Schauer (4), Lukas Meckel (2), Roman Becvar (5), Aleksander Olkowski (1), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (1), Sebastian Naumann (6/davon 1 Siebenmeter)
Zeitstrafen: Oberlosa 6 / Eider Harde 3
Siebenmeter: 1/davon 1 verwandelt / Eider Harde 6/4
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zuschauer: 556 (kare)

Oberlosa vor richtungsweisendem Heimspiel

Wenn am Samstagabend um 19 Uhr der Anpfiff zur Partie zwischen dem SV 04 Oberlosa (10.Platz; 12:20 Punkte) und der HSG Eider/Harde (9.Platz; 13:17) ertönt, steht für die Spitzenstädter in der 3.Handball-Bundesliga ein ganz wichtiges Heimspiel an. Zwar hört sich der 10.Tabellenplatz der Plauener im 16er Feld komfortabel an, jedoch beträgt der Abstand auf den ersten Schleudersitz in die Regionalliga lediglich vier Zähler. „Wir müssen punkten“, macht der Plauener Coach kurz und bündig klar. Nach der Klatsche in der Vorwoche in Hildesheim brauchen die 04er für den angestrebten Doppelpunktgewinn eine klare Steigerung. „So dürfen wir uns nicht präsentieren. Natürlich hat Hildesheim beeindruckend aufgespielt, wir haben es ihnen aber auch zu einfach gemacht“, so Brykner.

Nun gilt alle Konzentration dem kommenden Kontrahenten aus dem hohen Norden. Die Mannschaft um Trainer Mathias Hinrichsen weist eine für die 3.Liga ungewöhnliche Statistik auf. Die Handballer aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde holten acht ihrer dreizehn Punkte in fremder Halle. Dass diese Bilanz nicht weiter aufgebessert wird, ist das klare Ziel der Schwarz-Gelben aus dem Vogtland. Um den angestrebten Heimsieg einfahren zu können, müssen die Plauener die beiden HSG-Torjäger Thore Kjell Heinemann (70 Saisontore) und Sören Hartwich (65) in den Griff bekommen und das sehr gute Kreisläuferspiel der Nordlichter unterbinden. „Vor allem müssen wir aber an unsere Leistungsgrenze herankommen. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, unser Punktekonto aufzubessern“, macht Brykner deutlich. Personell dürfte sich bei den Plauenern im Vergleich zu den letzten Spielen nicht viel ändern. Einmal mehr bauen die 04er auf ihre begeisterungsfähigen Anhänger. „Wir brauchen die Unterstützung einer vollen Halle. Mit den Fans im Rücken wollen wir unbedingt das erste Heimspiel des neuen Jahres gewinnen“, lässt auch SV-Torjäger Matevz Kunst keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen.

 

–RM–

Oberlosa ohne Chance

HC Eintracht Hildesheim – SV 04 Oberlosa 42:25

 

Der Rückrundenauftakt in der 3.Handball-Bundesliga ging für den SV 04 Oberlosa komplett in die Hose. Beim Aufstiegsfavoriten Eintracht Hildesheim waren die Spitzenstädter chancenlos und unterlagen klar mit 25:42.

Vor 1035 Zuschauern in der Hildesheimer Sparkassen-Arena erwischten die Plauener einen guten Start. Sebastian Naumann und Franz Schauer (2) brachten die Vogtländer mit 3:1 in Führung. Auch beim 7:6 nach zwölf Minuten behaupteten die Schwarz-Gelben einen hauchdünnen Vorsprung. „Dann schaltet Hildesheim mindestens zwei Gänge hoch und wir produzieren zusätzlich noch ein paar Fehler. Ruckzuck liegen wir vier Tore hinten“, beschreibt SV-Coach Ladislav Brykner die Phase, in der die Hausherren auf 11:7 davonzogen. Gegen die offensiv ausgerichtete und leichtfüßige Abwehr des neuen Tabellenführers taten sich die 04er zusehends schwerer. Die Niedersachsen kamen immer wieder erfolgreich ins Tempospiel und bauten den Abstand auf 16:9 aus. Gegen den wie entfesselt aufspielenden Gastgeber hatten die Spitzenstädter kaum noch etwas entgegen zu setzen. „Hildesheim war uns in allen Belangen überlegen. Man hat denen schon angemerkt, dass sie die Scharte aus dem Hinspiel unbedingt auswetzen wollten“, erklärt Brykner. Bereits beim 21:12 zur Pause war die Partie entschieden.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Der Aufstiegsfavorit nahm zu keiner Sekunde den Fuß vom Gaspedal und baute den Abstand immer weiter aus. Oberlosa ging im Angriffswirbel der Hausherren förmlich unter und kassierte die mit Abstand höchste Saisonniederlage. „Das war absolut ein Klassenunterschied. Die Niederlage geht auch in dieser Höhe absolut in Ordnung“, gestand Brykner unumwunden ein. Die Eintracht-Profis wechselten bis zum Ende munter durch, ohne dass ein Qualitätsverlust sichtbar wurde. Mit dem überaus deutlichen 42:25-Erfolg feierte Hildesheim eine gelungene Generalprobe für das Top-Spiel am kommenden Wochenende bei der U23 der Füchse Berlin. „Wir müssen diese Partie ganz schnell abhaken. Ab Morgen beginnt die Vorbereitung auf das enorm wichtige Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Eider/Harde“, blickte der Plauener Coach auf der Rückfahrt schon wieder nach vorn.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Kunst (7 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Hanisch (1), Jezernik (1), Petrovsky (2), Chobot (2), Schauer (3), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (3/ davon 1 Siebenmeter)

Zuschauer: 1035

 

–RM–

Rückrundenstart beim Top-Favorit

Nach der Pause über den Jahreswechsel starten die Drittliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa in die Rückrunde. Die Spitzenstädter gastieren am Sonntag beim Aufstiegsfavoriten HC Eintracht Hildesheim, der Anpfiff in der Hildesheimer Volksbank-Arena ertönt um 17 Uhr.

Von den lediglich fünf Minuspunkten welche die Niedersachsen bisher hinnehmen mussten, stammen zwei aus dem Hinspiel in der Plauener Kurt-Helbig-Halle. Den 04ern gelang beim 28:26-Erfolg damals eine Sensation. „Wir hatten da schon ein bisschen Glück, dass wir die Hildesheimer gleich beim Saisonauftakt zu Gast hatten. Noch einmal werden sie uns sicher nicht unterschätzen“, erwartet der Plauener Trainer Ladislav Brykner eine ganz anspruchsvolle Aufgabe. Mittlerweile hat sich die Mannschaft von Coach Daniel Deutsch bis auf Platz zwei vorgearbeitet und hat die Aufstiegsrunde zur 2.Liga fest im Blick. Vor der Winterpause überzeugte die Eintracht mit einem souveränen 35:30-Erfolg bei der starken U23 des SC Magdeburg. „Hildesheim stellt die beste Abwehr und den besten Angriff der Liga, hat in der eigenen Halle bisher nur einen Punkt abgegeben und verfügt aus meiner Sicht auch über den besten Kader. Wir sind am Sonntag ganz krasser Außenseiter“, weiß Brykner.

Personell gibt es bei den Schwarz-Gelben kaum Änderungen. Sowohl Nico Schneider als auch Miroslav Nedoma werden in der laufenden Saison nicht mehr zurückkehren, zudem steht ein Fragezeichen hinter Linksaußen Patrik Chobot der sich zuletzt mit einem Virus herumplagte. „Am Sonntag startet die Rückrunde. Wir haben 15 Endspiele vor uns um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Das erste Endspiel ist in Hildesheim und wir werden es ihnen so schwer wie möglich machen“, will Kapitän Libor Hanisch die Zähler keinesfalls kampflos den Profis aus Niedersachsen überlassen.

Das erste Heimspiel der Rückrunde steigt dann am 17.Januar gegen die HSG Eider/Harde.

 

–RM–

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