Handball – Oberliga / Männer
Danke Carscht!
Der dienstälteste Spieler der Oberlosaer Handballer hängt nach 12 Jahren bei den Schwarz-Gelben die Handballschuhe an den Nagel. Dabei durchrauschte Carsten Klaus, langjährig als Kapitän, mit seinem Team drei Spielklassen und feiert drei Aufstiege. Unzählige emotionale Momente, wahnsinnige Paraden und verrückte Geschichten verbinden uns mit der aktiven Zeit unseres langjährigen Schlussmannes.
Dafür sagen wir „Danke Carscht!“, du bist ein Grund, warum wir unseren Sport so lieben.
Lutz Petzoldt (Geschäftsführer der SV 04 Spielbetriebs GmbH) freut sich: „Zukünftig wird Carsten seine Männer als Teammanager betreuen. Die bereits in der vergangenen Saison verstärkte Mannschaft trägt schon seine Handschrift und soll die Basis für einen erfolgreichen Start in die 3. Handball-Bundesliga bilden.“
Wir sehen Carsten also bald an der Seitenlinie und eines können wir dir versichern: Das ist nicht weniger aufregend!!!
3. Bundesliga: Wir kommen!
Es ist geschafft! UNSERE JUNGS – unsere 1. Männermannschaft – steigen in die 3. Handball-Bundesliga auf.
Der Mitteldeutsche Handball-Verband hat unserer Meldung für die 3. Liga zugestimmt. Die ebenfalls interessierte SG Pirna/Heidenau hat keine Meldeunterlagen eingereicht, folglich gibt es keine Aufstiegsspiele.
Unser Trainer, Petr Hazl, der seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat, führt unsere Jungs in die Bundesliga. Für unsere „Erste“ ist es nun der 4. Aufstieg in 12 Jahren.
Wir bedanken uns bei allen, die uns z. T. schon seit Jahren treu zur Seite stehen – unseren Fans, Freunde und natürlich unsere Sponsoren. Ohne euch alle wäre dieser Weg nie zu schaffen gewesen. Und wir freuen uns, wenn wir nun unseren neuen Weg weiter gemeinsam mit euch gehen können.
Wir hoffen sehr, dass wir unsere Jungs gemeinsam mit vielen, vielen Fans in unserem Wohnzimmer, der Helbig-Halle, anfeuern und hoffentlich auch wieder zu Auswärtsspielen unterstützen können.
Bis bald – bleibt alle gesund und habt eine gute Zeit.
Oberlosa setzt Siegeszug fort!
Text & Foto: Karsten Repert // BLICK
Plauener stürmen vorübergehend an die Tabellenspitze
Der SV 04 Oberlosa hat seinen Siegeszug fortgesetzt. Gegen den Sonneberger HV gewannen die Plauener Handballer ihr viertes Oberligaspiel in Folge. Beim 26:20 (12:7) legten die hochkonzentrierten Gastgeber gleich mit einem 5:0-Start los. Gäste-Trainer Manuel Müller wusste auch genau, weshalb die Spitzenstädter derart fokusiert in die Partie gingen: „Anfangs hat man uns als Aufsteiger in der Liga ganz schön unterschätzt.“ Sonneberg schockte so zunächst Drittligaabsteiger HC Elbflorenz II (30:27) und punktete danach auch gegen Delitzsch (26:26) sowie Mitaufsteiger Wittenberg-Piesteritz (29:29). Erst das 26:38-Debakel gegen Halle bremste die Thüringer. „Genauso müssen wir diesen Gegner attakieren. Die dürfen nicht zum Luftholen kommen“, forderte SV-Cheftrainer Petr Hazl. Erst in Spielminute elf war den Sonnebergern Tor Nummer eins gelungen.
Oberlosa hat die beste Abwehr der Vereinsgeschichte
Mit der besten Abwehr der Vereinsgeschichte (5 Spiele / 96 Gegentore) zwangen die Oberlosaer den Kontrahenten in insgesamt 29 Fehlangriffe. „Das macht sicherlich keinen besonders großen Spaß, gegen so eine Deckung anzurennen“, stellte Rico Michel bereits zur Pause fest. Der stellvertretende Handball-Abteilungsleiter fand aber das Haar in der Suppe. „Nach der klaren Führung fehlte uns im Angriff ein wenig der Torhunger.“ Der Gast konnte froh sein, dass die Plauener im Abschluss viel zu oft sündigten. Über die Stationen 7:2 (20.) und 9:4 (25.) ging es in die Pause (12:7). Auch nach dem Seitenwechsel wirkte Oberlosa souverän, ohne im Angriff großartig zu glänzen. Immer wieder kam Sonneberg auf fünf Tore heran (5:10/36.), bevor die Vogtländer mit einem Zwischenspurt bis auf 22:13 (51.) auf und davon zogen. SV-Keeper Carsten Klaus war persönlich mit seinen neun Paraden und den Vorderleuten, die neun Angriffe direkt abblockten „zufrieden, weil es in keiner Phase des Spiels eng geworden ist.“
SV-Cheftrainer Petr Hazl gestand im Nachgang ein: „Dass es natürlich von unserer Seite aus zwei, drei Tore mehr hätten sein müssen. Aber durch unsere Stablität können wir uns auch mal einen Fehlwurf mehr leisten, was früher nach hinten losging.“
Gäste-Trainer Manuel Müller war sogar „mit dem Endergebnis bei einem der Topfavoriten unserer Liga sehr zufrieden. Wir haben alles rausgehauen. Mehr ist bei uns nicht drin.“ Bemerkenswert: Oberlosa musste in dem Spiel unter anderem seinen Dreh- und Angelpunkt Ladislav Brykner (Rotsperre) ersetzen. Solche Ausfälle kann der SV 04 inzwischen gut verkraften, weil zum Beispiel Louis Hertel (21 Saisontore) und Torsten Wetzel (17 Tore) richtig gute Torworfquoten vorweisen können, die sogar Ligaspitze sind.
Wie geht’s jetzt weiter?
Der SV 04 Oberlosa übernachtete mit 9:1 Punkten von Samstag auf Sonntag an der Tabellenspitze. Am kommenden Wochenende sind die Plauener spielfrei, was Cheftrainer Petr Hazl gar nicht so Unrecht zu sein scheint. „Wir haben mit vielen Wehwehchen zu kämpfen und dann auch noch das erste Doppelspielwochenende vor der Brust. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Denn dafür brauch man ordentlich Körner“, ist sich der Coach im Klaren.
Oberlosa empfängt dann zunächst am Samstag (07.11./16 Uhr) den HC Elbflorenz II und tritt nur 25 Stunden später am Sonntag (08.11./17 Uhr) bei Concordia Delitzsch an. Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner wirkte nach dem vierten Sieg in Folge entspannt, wenngleich der Funktionär anmerken musste, „dass wir das letzte Mal vor 15 Jahren vor so einer Minikulisse gespeilt haben, als wir noch in der Bezirksliga herumdümpelten. Wollen wir hoffen, dass die Menschheit die Coronapandemie in den kommenden Monaten meistert. Das hier hält der Sport nur über einen ganz klar definierten Zeitraum durch“, stellte der Vorsitzende des 1904 gegründeten Vereins fest.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Klaus, Petzoldt – Jusys (1), Wetzel (5 Tore /davon 3 Siebenmeter), Roth (2), Skalda (3), Trommer-Ernst (1), Richter (1), Duschek (2), Hertel (4), Kolomaznik (3), Rahn (1), Naumann (3)
Rote Karte: Boris Levitskiy (60. Minute, Sonneberg, ohne Bericht)
(Fotos SV 04 / Maik Helten) Weitere Fotos findet Ihr auf unserer Facebookseite.
(17.10.2020) Oberlosa setzt Siegesserie fort
Handball – Mitteldeutsche Oberliga – 1. Männer
HC Aschersleben – SV 04 Oberlosa 21:25
Der SV 04 Oberlosa hat am Samstag Abend sein Oberliga-Spiel beim HC Aschersleben mit 25:21 gewonnen. Die Spitzenstädter feierten dabei einen souveränen Start-Ziel-Sieg und lagen zwischenzeitlich schon mit sieben Toren vorn.
Vor 237 Zuschauern im Ascherslebener Balhaus entwickelte sich zunächst eine zähe und torarme Partie. Louis Hertel erzielte den ersten Treffer der Partie, Philip Trommer-Ernst legte zum 2:0 nach, gespielt waren da allerdings schon knapp neun Minuten. Den Gastgebern gelang der erste Treffer erst nach elf Minuten zum zwischenzeitlichen 1:3. Dank einer erneut hervorragenden Abwehrleistung und eines gut aufgelegten Keepers Carsten Klaus bestimmte Oberlosa klar das Geschehen. Insbesondere der an diesem Tag beste Oberlosaer Werfer Louis Hertel war in der ersten Hälfte kaum zu bremsen und erzielte mit seinem bereits sechsten Treffer den 11:6-Zwischenstand aus Sicht der Randplauener. Eine Sekunde vor dem Pausenpfiff machte Dziugas Jusys den 13:9-Halbzeitstand perfekt.
Nach dem Seitenwechsel blieben die Schwarz-Gelben klar Chef im Ring. Ladislav Brykner zum 15:10 und Moritz Rahn zum 19:12 ließen den Vorsprung immer weiter anwachsen. Bei den Hausherren machte sich nun der Frust breit, Jens Schmidt kassierte zehn Minuten vor Ultimo nach hartem Einsteigen eine Rote Karte. Beim 24:19 etwa drei Minuten vor Schluss kam es zu einem unrühmlichen Höhepunkt. Ascherslebens Pit Seifert stieg derart brutal gegen Ladislav Brykner ein, dass die Unparteiischen neben der Roten auch noch die Blaue Karte (Spielsperre) zücken mussten. Leider ließ sich Brykner dazu hinreißen, dem Kontrahenten den Vogel zu zeigen, was auch dem Oberlosaer Rückraumspieler nach der Blauen Karte eine Sperre einbringt.
Am souveränen Erfolg der Spitzenstädter änderten allerdings auch diese Scharmützel nichts. Mit einem verwandelten Strafwurf setzte Jan Skalda den Schlusspunkt zum 25:21. Mit nunmehr 7:1 Punkten behaupten die 04er den 2. Tabellenplatz und empfangen am kommenden Samstag den Neuling Sonneberger HV zum Heimspiel.
Co-Trainer Richard Wander zeigte sich nach dem Spiel zufrieden. „Wir haben unsere zuletzt starken Defensivleistungen auch heute wieder auf die Platte gebracht. Im Angriff waren wir geduldig und haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch als der Gastgeber die Partie mit deutlich zunehmender Härte drehen wollte, haben wir bravourös und konsequent dagegen gehalten und aus meiner Sicht hier hochverdient gewonnen“.
Oberlosa: Klaus, Raupach; Jusys (2 Tore), Wetzel (1), Roth (2), Skalda (3/ davon 2 Siebenmeter), Trommer-Ernst (3), Brykner (3), Richter, Duschek, Hertel (7), Kolomaznik, Rahn (3), Naumann (1)
Strafwürfe: Aschersleben 4/4 verwandelt / Oberlosa 3/2
Zeitstrafen: Aschersleben 6x2min. / Oberlosa 6x2min.
Rote Karten: Aschersleben 3 / Oberlosa 1
Blaue Karten: Aschersleben 1 / Oberlosa 1
(RM)
(10.10.2020) Oberlosa macht Trainer stolz
Text von FLORIAN WISSGOT // FREIE PRESSE
Die Oberliga-Handballer des SV 04 haben in ihrem zweiten Heimspiel einen deutlichen 26:20-Sieg gegen die HSG Freiberg erzielt. Dabei ließ die Mannschaft vor der Pause nur sieben Gegentore zu.
Nach ihrem starken Auftritt gegen die HSG Freiberg in der Mitteldeutschen Oberliga waren die Handballer des SV 04 Oberlosa am Samstagabend mehr als zufrieden: „Die Spieler haben ihre Aufgaben sehr gut gelöst. Nur sieben Gegen- tore in der ersten Halbzeit sind einfach überragend“, freute sich Trainer Petr Hazl.
Die 300 Zuschauer in der Kurt-Helbig-Halle sahen in der Anfangsphase der Partie zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die vor allem mit einer stabilen Abwehr die gegnerischen Angriffsbemühungen unterbinden wollten. So hagelte es insgesamt acht Zwei-Minuten-Strafen für die Gelb-Schwarzen, die sich nach knapp einer Viertelstunde und den Hinausstellungen von Dziugas Jusys und Torsten Wetzel beim Stand von 6:4 nur noch zu viert auf dem Parkett sahen.
Doch die Hausherren ließen sich davon nicht verunsichern und spielten die doppelte Unterzahlsituation routiniert herunter. „Wir wussten, dass es ein harter Kampf gegen Freiberg werden wird und zu Beginn der Partie sah das ja auch danach aus. Denn sie sind eigentlich eine Truppe, die von allen Positionen torgefährlich sind“, resümiert Torhüter Carsten Klaus: „Aber durch verletzte und erkrankte Akteure konnten sie nicht so wie wir durchwechseln.“
Als den Gästen das gleiche Schicksal mit zwei Hinausstellungen widerfuhr, ging ein Ruck durch die Oberlosaer Mannschaft. Nun zeigten die Gastgeber ihre Qualität, die sich in einer hohen Trefferquote im Angriff und guten Aktionen in der Abwehr bemerkbar machte, wo sich ein gut aufgelegter Carsten Klaus mehrmals mit sehenswerten Paraden auszeichnen konnte.
So holten die Vogtländer in weniger als zehn Minuten mit einem 5:0-Lauf einen spielentscheidenden 12:7-Vorsprung heraus. An dieser deutlichen Führung konnte auch die Freiberger Manndeckung gegen Ladislav Brykner nichts ändern, der gerade auch in diesen Situationen seine Klasse immer wieder zeigte, indem er durch druckvolles Stoßen Freiwürfe herausholte, die in Tore umgewandelt wurden. Auch seine Mitspieler nutzten den sich bietenden Platz, um einzunetzen. „Das haben die Jungs super gemacht, das war richtig schön und hat mir große Freude bereitet, dabei zuzuschauen“, war Hazl stolz auf seine Riege.
In der Folgezeit gelang es den Gästen nicht mehr, den Rückstand zu verkürzen und die Oberlosaer so doch noch einmal unter Druck zu setzen. Zu dominant präsentierten sich die Gelb-Schwarzen, die in den entscheidenden Situationen wie bei Zeitspiel oder der 5:1-Manndeckung immer wieder die richtigen Entscheidungen trafen und sich dann mit einem Tor dafür belohnten. Kurz vor dem Ertönen des Schlusspfiffes zeigte Publikumsliebling Paul Richter noch einmal sein Können, fing den geblockten Wurf seines Mitspielers in der Luft und traf per Kempa-Trick zum umjubelten 26:18.
„Wir dürfen jetzt allerdings nicht in Euphorie verfallen, denn die Liga ist so stark und ausgeglichen, dass sich das nach nur wenigen Spielen gleich wieder ändern kann“, warnt Petr Hazl. Er sagt: „Wir müssen auf dem Boden bleiben und weiter so hart im Training arbeiten, wie das meine Jungs in den vergangenen Wochen gemacht haben“.
Oberlosa: Klaus, Raupach – Jusys, Wetzel (4 Tore/davon 2 Siebenmeter), Roth (1), Skalda (5/1), Trommer-Ernst (2), Brykner (5), Richter, (2), Duschek, Hertel (4), Kolomaznik, Rahn (1), Neumann (2)
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(03.10.2020) Punktgewinn in Pirna
Handball – Mitteldeutsche Oberliga – 1. Männer
Unsere Jungs gewinnen in Pirna
SG Pirna Heidenau : SV 04 22:17
Nach dem 18:18-Unentschieden im Stadtderby gegen Einheit musste der SV 04 Oberlosa bei der aufstiegswilligen SG Pirna/Heidenau ran. Schnell gerieten die Plauener mit 0:4 ins Hintertreffen. Dann nahm Cheftrainer Petr Hazl in Spielminute sieben eine Auszeit. Mit einer riesigen kämpferischen Leistung arbeitete sich der SV 04 Oberlosa heran und konnte zum 7:7-Zwischenstand ausgleichen. Co-Trainer Richard Wander merkte an: „In diesem Spiel standen sich die besten Abwehrreihen der letzten Jahre gegenüber. Es entwickelte sich ein unglaublich kampfbetontes Spiel.“ Das Trainerduo spielte nach dem 9:9-Halbzeitstand auch im zweiten Durchgang die richtigen Instrumente. „Wir müssen die Pirnaer zu ganz viel Bewegung zwingen, dann können wir unsere konditionellen Vorteile mit gezielten Aktionen verbinden“, gaben die Übungsleiter ihren Jungs mit auf den Weg.
Die Plauener Handballer wirkten jetzt im Vergleich zum enttäuschenden Auftaktspiel wie ausgewechselt. Torhüter Carsten Klaus hielt erneut überragend: „Ab der 40. Minute wusste ich, dass wir das Ding tatsächlich gewinnen.“ Was zum Auftakt gegen Einheit fehlte, das klappte diesmal schon deutlich besser. Oberlosa lief auch mal eine zweite Welle, um zu einfachen Toren zu gelangen. Co-Trainer Richard Wander freute sich mit den Matchwinnern:„Philip Trommer-Ernst und Louis Hertel haben ein hervorragendes Spiel gemacht. Unsere Innenverteidigung mit Dziugas Jusys und Jakub Kolomaznik haben etliche Angriffe der Pirnaer im Keim erstickt. Und am Ende dürfen wir uns über eine absolut geschlossen Mannschaftsleistung freuen.“
Mit der 12:11-Führung durch Philip Trommer-Ernst deutete der Gast aus Plauen bereits an, dass man den Pirnaern kein Stück vom Schokoladenkuchen abgeben will. Nur einmal noch konnten die Hausherren zurückschlagen. Nach dem 12:13-Zwischenstand aber „haben wir die Pirnaer dann durch unseren pausenlosen Spieler- und Positionswechsel den Schneid abgekauft. Der Gegner konnte nicht mehr mithalten und so haben wir am Ende sogar noch einen souveränen Fünf-Tore-Vorsprung herauswerfen können“, freute sich Youngster Louis Hertel.
SV 04 Oberlosa: Klaus, Raupach – Jusys, Wetzel (2 Tore /davon 1 Siebenmeter), Roth (2), Skalda (2/1), Trommer-Ernst (6), Brykner (3), Richter, (1), Duschek, Hertel (4), Kolomaznik (1), Rahn (1), Kucharik (kare)
(Text: Karsten Repert)
Stadtderby endet mit Remis
Text: Karsten Repert // BLICK
Handball – Mitteldeutsche Oberliga- 1. Männer
SV 04 Oberlosa noch weit entfernt von den eigenen Ansprüchen
Der SV 04 Oberlosa wurde coronabedingt nachträglich als „Mannschaft des Jahres 2019“ geehrt. Nach über einem halben Jahr Viruspause gab es in Plauen endlich wieder einmal ein Handball-Punktspiel vor Zuschauern. Und der HC Einheit Plauen schaffte nach acht Derby-Niederlagen in Folge ein bärenstarkes 18:18-Unentschieden bei einem Meisterschafts-Mitfavoriten. Eigentlich hätten alle zufrieden sein können. Aber so war es natlich nicht. Beim Gastgeber spürte man „die Enttäuschung natürlich. Wir können deutlich mehr und hatten den neunten Derbysieg in Folge vor Augen“, sprach der Oberlosaer Assistenztrainer Richard Wander das aus, was alle Schwarz-Gelben dachten. Wer aber den Spielverlauf zusammenfasste, der unterschreibt zugleich auch den Abschlusskommentar von SV-Torwart Carsten Klaus: „Wir müssen unter Coronabedingungen sechs Neuzugänge etablieren und es läuft bei uns noch lange nicht rund. Unter diesen Umständen bin ich froh, dass wir das Derby zum neunten Mal in Folge nicht verloren haben gegen eine bärenstarke Einheit.“
Viele Ballverluste prägten das Spiel
Und was sagten die heimlichen Gewinner des Saisonauftaktes? „Erst einmal gar nichts! Das müssen wir jetzt erstmal wirken lassen“, ballten die Reusaer ihre Fäuste. Der Gast mischte in der Kurt-Helbig-Sporthalle nicht nur mit. Die Einheit wendete nach Rückständen immer wieder das Blatt. So führte Oberlosa bereits mit 5:2 (12.), um dann mit 6:8 (21.) und 8:10 (26.) ins Hintertreffen zu geraten. „Wir hätten mit drei, vier Toren Vorsprung in die Pause gehen können“, ärgerte sich Einheit-Rückkehrer Marc Multhauf. In der Tat: Einheit streute immer wieder Sand ins Getriebe der „Nullvierer“, die im Vorwärtsgang zudem auch noch mit sich selbst schwer beschäftigt waren. „Wir haben bestimmt 15 eigene Fehler verbucht. Das ist deutlich zu viel“, räumte SV-Trainer Petr Hazl ein. Die hochkarätigen Neuzugänge blieben blass und sorgten sogar gelegentlich für Ballverluste der Schwarz-Gelben.
Fünf Sekunden vor Schluss trifft Marc Multhauf
Einheit-Coach Jan Richter und dessen neuer Assistent Heiko Schuster hatten hingegen eine Truppe auf die Platte geschickt, die im zweiten Durchgang eben nicht kräftemäßig zusammenbarch. Darauf hatte manch einer auf der Gegenseite gehofft. Bis zur 55. Minute lag Oberlosa mit einem Tor vorn. Die geringe Trefferquote auf beiden Seiten war dabei das Ergebnis zahlreicher Fehler, aber auch guter Abwehrarbeit. Mit einem Doppelschlag schockte Marc Multhauf den Gastgeber, der 4:33 Minuten vor Schluss urplötzlich mit 16:17 zurückgelegen hatte. Zwar antworteten die Oberlosaer Neuzugänge Jan Skalda und Ladislav Brykner mit der Wende zum 18:17, doch danach scheiterte der SV 04 an sich selbst und man verlor auch noch Brykner (Rote Karte ohne Bericht). Den fälligen Siebenmeter verwandelte Marc Multhauf zum verdienten und letztlich auch gerechten 18:18-Endstand. Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth brachte es aus neutraler Sicht auf den Punkt: „Als Sponsor beider Vereine bin ich mit dem Ausgang hochzufrieden, ich wünsche mir aber fürs Rückspiel einen Qualitätszuwachs und dann ein 30:30-Remis.“ (kare)
Statistik
SV 04 Oberlosa: Klaus, Raupach – Jusys, Wetzel (5 Tore /davon 3 Siebenmeter), L. Roth, Skalda (2/1), Trommer-Ernst (3), Brykner (2), Richter, Duschek (2), Hertel (2), Kolomaznik, Rahn (2), Kucharik
HCE Plauen: Misar, Pour – Kveton, Model (1), Gemeinhardt, Krüger (3/1), Fort (1), Roth (2), Broz, Multhauf (10/5), Zbiral, Dolak (1)
Zuschauer: 300
Verwarnungen: 3 für Plauen, 3 für Oberlosa
Zeitstrafen: 6 für Plauen, 4 für Oberlosa
Rote Karte: Ladislav Brykner (60. Minute/Gegenspieler umgerissen)
Der SV 04 Oberlosa wurde vor dem Stadtderby in der Mitteldeutschen Oberliga als „Mannschaft des Jahres“ ausgezeichnet. Die Ehrung nahmen der Landrat Rolf Keil sowie Martina Birner (Vorstand der Sparkasse Vogtland) und Produktmanager Thomas Münzer von der Sternquell-Brauerei vor. Sportgala-Organisator Volkhardt Kramer hatte die Ehrung moderiert. Foto: Karsten Repert
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Bayreuth holt den Pokal!
Endlich war wieder Leben in der Plauener Kurt-Helbig-Halle
Das neunte Mal wurde der Sieger um den Pokal des OB ausgespielt. Die Zuschauer konnten viele sehenswerte Duelle erleben und unser Männerteam in Aktion erleben. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das Turnier auch unter den aktuellen Bedingungen ein Erfolg war. Als Turniersieger konnte das Team von HaSpo Bayreuth den Pokal mit nach Hause nehmen. Großer Dank an das Team aus Bayreuth, die sehr kurzfristig nach der Absage eines Teilnehmers eingesprungen sind.
Die Platzierungen im Überblick:
1. HaSpo Bayreuth
2. SC DHfK Leipzig II
3. SV Anzing Handball
4. SV 04 Plauen-Oberlosa
5. SG Regensburg Handball
Die Trainer aller Teams wählten Elias Gausau vom SC DHfK Leipzig II zum besten Spieler des Turniers. Die Torschützenkrone konnte sich Florin Hoxha vom SV Anzing aufsetzen.
Fotos vom Handballturnier findet Ihr auf unserer Facebookseite – einfach hier klicken!
(29.08.) Oberlosa gewinnt Blitzturnier
Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa gewinnt Blitzturnier
Handball-Oberligist SV 04 Oberlosa hat am Samstag ein Blitzturner im thüringischen Altenburg gewonnen. In der Skat-Stadt trafen die Spitzenstädter über jeweils 2×20 Minuten auf den bayrischen Oberligisten SG Regensburg und den Liga-Kontrahenten EHV Aue II.
SG Regensburg – SV 04 Oberlosa 15:19
Im ersten Spiel gegen die ambitionierte SG Regensburg boten die 04er von Beginn an eine couragierte Leistung. Von Beginn an lagen die Randplauener in Führung. Insbesondere mit der Abwehrarbeit gegen die körperlich starken Bayern zeigte sich Trainer Petr Hazl zufrieden. „Wir standen sicher in der Defensive und das Umschaltspiel hat gut funktioniert. Im Angriff hatten wir kleinere Schwächephasen, da hat man das Fehlen von Ivan Kucharik (angeschlagen) und Louis Hertel (verhindert) schon etwas gemerkt“. Nach einer 11:9-Pausenführung für Oberlosa wussten die Schwarz-Gelben auch im zweiten Abschnitt zu überzeugen und gewannen die Partie letztlich sicher mit 19:15.
EHV Aue II – SV 04 Oberlosa 17:21
Nach kurzer Pause ging es gleich in die zweite Partie des Tages. Oberlosa startete unkonzentriert und lag zunächst zurück. „In der Anfangsphase hat uns die Konsequenz gefehlt, hinten wie vorn“, monierte Co-Trainer Richard Wander. Erst mit zunehmender Spieldauer übernahmen die 04er das Kommando und erspielten sich eine 9:6-Pausenführung. In der ersten Hälfte verletzte sich Keeper Max Flämig am Knie. „Hier müssen wir die ärztliche Diagnose abwarten. Hoffentlich hat es Max nicht schwerer erwischt“, drückt nicht nur Richard Wander die Daumen. In der zweiten Hälfte setzte Oberlosa die taktischen Vorgaben gut um und konnte auch diese Begegnung mit 21:17 für sich entscheiden.
„Das war heute wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Es passt immer besser zusammen, sowohl im neu zusammen gestellten Mittelblock als auch im Angriff. Ich denke wir sind auf einem guten Weg“, zog Wander ein positives Fazit des Blitzturniers.
Oberlosa: Klaus, Flämig; Wetzel (5 Tore), Duschek (5), Naumann (5), Jusys (5), Rahn (4), Richter (4), Brykner (4), Trommer-Ernst (3), Kolomaznik (3), Skalda (1), Roth (1)
(RM)



















