Handball

(17.08.2021) Oberlosa kassiert Niederlage

Handball 3. Bundesliga / Männer

SV 04 Oberlosa – HaSpo Bayreuth 20:28

Nach vier Testspielerfolgen in Serie kassierte der SV 04 Oberlosa gegen HaSpo Bayreuth eine klare Niederlage. Gegen die abwehrstarken Oberfranken fehlte es den Schwarz-Gelben an Durchschlagskraft im Angriff.

„Wir haben gegen die offensive Abwehr der Bayreuther zu viel in die Breite gespielt und suchten zu selten den Weg in die Tiefe“, analysierte SV-Coach Petr Hazl nach der Partie. „Wir müssen das aber auch ein Stück weit relativieren. Uns fehlen nach wir vor fünf Spieler. Insbesondere im Rückraum sind wir derzeit dünn besetzt, so dass wir dort nahezu durchspielen müssen. Bei unserem zuletzt absolvierten Programm fehlt uns ein bißchen die Frische“, ordnete Hazl die Niederlage ein.

Bayreuth profitierte von zahlreichen Ballgewinnen in der Abwehr und setzte die Spitzenstädter mit schnörkellosem Spiel
unter Druck. „Gegen Ende der ersten Hälfte und Mitte der zweiten Halbzeit hatten wir gute Phasen im Spiel. Dann hat uns jedoch etwas die Geduld im Angriff gefehlt um den Rückstand weiter verkürzen zu können“, so Hazl.

Nach einem 10:14 zur Pause gestaltete Oberlosa die Partie bis zum 15:19 ausgeglichen. Das Auslassen zweier klarer Chancen nutzte Bayreuth um die Partie beim 15:21 zu entscheiden.

Letztlich siegten die Gäste verdient, für Oberlosa steht am Samstag mit der 10. Auflage des Turniers um den „Pokal des Oberbürgermeisters“ eine weitere wichtige Standortbestimmung an.

Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach (alle Tor), Jusys, Wetzel (2 Tore), Roth (1), Rahn (4), Richter (2), Hertel (1), Skalda (7/ davon 1 Siebenmeter), Duschek (2), Kolomaznik, Wokan (1)

(RM)

(14.08.2021) Oberlosa bezwingt Regensburg

Handball 3. Bundesliga / Männer
SV 04 Oberlosa – SG Regensburg 20:19

Das vierte Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison stand für den SV 04 Oberlosa unter keinem guten Stern. Am Vorabend verletzte sich Neuzugang Nico Cornelius nach einem Zusammenprall im Training, zudem stand Ivan Kucharik nicht zur Verfügung. Da auch weiterhin die drei Linkshänder Philipp Trommer-Ernst, Ladislav Brykner und Sebastian
Naumann noch fehlten, musste Trainer Petr Hazl bei der Aufstellung improvisieren. Entsprechend unsortiert starteten die Spitzenstädter in die Begegnung.

Regensburg dominierte zunächst klar und kaufte Oberlosa den Schneid ab. „Ich kann wieder das gleiche erzählen, wie am Mittwoch nach dem Spiel gegen Einheit Plauen. Die erste Hälfte war zu fehlerhaft, zu unentschlossen und mit zu vielen Fehlwürfen behaftet“, ließ Hazl die personellen Ausfälle nicht als Entschuldigung gelten.

Erst nach dem 10:4 für den Bayernligisten ging ein Ruck durch die Oberlosaer Mannschaft. Bis zur Pause verkürzten die 04er auf 7:11. Mit Beginn der zweiten Hälfte wurden die Schwarz-Gelben zusehends stärker. Der nun zwischen den Pfosten stehende Benas Vaicekauskas parierte mehrfach stark und vorne zeigten die Randplauener nun deutlich mehr Zug um Tor.

„Wir haben Moral gezeigt und auch in dieser ungewöhnlichen Formation um den Sieg gefightet. Benas hat stark gehalten und Sebastian Duschek hat sich als etatmäßiger Rückraumspieler auf der Außenposition durchgebissen. Mit viel Wille haben wir das Spiel noch gedreht“, zeigte sich Hazl mit der Leistung in der zweiten Hälfte einverstanden.

Beim 16:15 ging Oberlosa erstmals in Führung, am Ende setzten sich die 04er mit 20:19 durch und feierten den vierten Sieg im vierten Testspiel. „Am Dienstag geht es im nächsten Test gegen Bayreuth, das wird ein ganz anderes Kaliber. Ich hoffe, dass bis dahin der ein oder andere verletzte Spieler wieder fit ist“, blickte Hazl bereits voraus.

(RM)

Neuzugang Nr. 2

Zweiter Neuzugang für Oberlosa

Der Drittliga-Aufsteiger SV 04 Oberlosa hat Rückraumspieler Nico Cornelius vom HC Elbflorenz verpflichtet. Der 30-jährige Rechtshänder unterschrieb bei den Spitzenstädtern einen Vertrag bis 30.06.2023.

In seinen bisherigen Vereinen MTV Altlandsberg und HC Elbflorenz sammelte Cornelius schon einiges an Drittliga-Erfahrung und durfte bei den Landeshauptstädtern auch das ein oder andere Mal Zweitligaluft schnuppern. In der Saison 2019/2020 bestritt der 1,87m große Halbspieler 25 Drittliga-Partien beim HC Elbflorenz II und war mit 117 Treffern drittbester Feldtorschütze der 3. Bundesliga Staffel Mitte.

Nico passt mit seiner Spielweise sehr gut zu uns. Er kann hohes Tempo gehen und ist sehr durchsetzungsstark“, freut sich Trainer Petr Hazl über den Neuzugang.

„Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und wollte unbedingt wieder 3. Bundesliga spielen“, erklärt Nico seinen Wechsel von der Elbe an die Weiße Elster. „Der SV 04 genießt einen sehr guten Ruf und hat tolle Fans. Auf die Atmosphäre bei den Heimspielen freue ich mich total. Gerade für uns als Neuling ist es enorm wichtig, dass die Anhänger wieder in die Halle dürfen“, hofft Cornelius auf einen Saisonstart mit möglichst vielen Zuschauern. „Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Vom ersten Tag an war zu spüren, dass jeder im Training alles gibt um in der 3. Bundesliga bestehen zu können“, erklärt der Rückraumspieler, der von seinem Wohnort Chemnitz nach Plauen pendeln und mit Sebastian Duschek und Sebastian Naumann eine Fahrgemeinschaft bilden wird.

(RM)

Oberlosas neuer Keeper

Die Umzugskisten in der Plauener Wohnung sind ausgepackt, der neue Torhüter vom SV 04 Oberlosa ist in der Spitzenstadt angekommen. Der 26-jährige Litauer Benas Vaicekauskas wechselt vom ESV Lok Pirna in die Vogtlandmetropole und hat bei den Schwarz-Gelben einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Seine handballerische Ausbildung erhielt der Schlussmann beim mehrfachen litauischen Meister Dragunas Klaipeda. 2018 zog es den 1,91 m großen Keeper nach Deutschland, wo bereits Freundin Brigita Ivanauskaite für den HC Rödertal in der 2. Bundesliga spielte. Nach 3 Jahren in Pirna erfolgt nun der Wechsel in die Vogtlandmetropole. „Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, als der SV 04 bei mir angefragt hat und freue mich riesig auf die neue Herausforderung in der 3. Liga“, erklärt der ungemein ehrgeizige Schlussmann.

„Benas Vaicekauskas zählte zu den besten Torhütern der Mitteldeutschen Oberliga und wir sind sehr zufrieden, dass er sich für uns entschieden hat um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen“, freut sich Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. Auch Team-Manager Carsten Klaus zeigt sich zufrieden. „In den Spielen gegen Pirna hat uns Benas immer das Leben schwer gemacht und gezeigt, dass er die Qualität für die 3. Liga hat“. Die Vorschußlorbeeren will Benas nun in Leistung ummünzen. „Natürlich zählen wir zu den klaren Außenseitern in der 3. Bundesliga. Die Mannschaft brennt aber darauf, diese Herausforderung zu bewältigen. Das tolle Publikum in der Kurt-Helbig-Halle hat mich schon bei den Gastspielen mit Pirna beeindruckt. Mit den Fans im Rücken werden wir alles für den Klassenerhalt geben“, verspricht der neue Keeper.

(RM)

Starke Drittligastaffel

Oberlosa erwischt starke Drittliga-Staffel

Beim Drittliga-Aufsteiger SV 04 Oberlosa herrscht nunmehr Klarheit. Der Deutsche Handball Bund veröffentlichte am 30. Juni die Staffeleinteilung für die Saison 2021/2022. Dabei erwischten die Spitzenstädter eine sehr anspruchsvolle Staffel, können sich aber auch auf eine ganze Reihe an Duellen mit Teams aus Mitteldeutschland freuen. Mit dem MTV Braunschweig, Eintracht Hildesheim und dem TuS Vinnhorst (Stadtteil von Hannover) sind gleich drei Teams in der Staffel, welche zuletzt um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielten. „Das allein sagt schon einiges über die Qualität unserer Staffel aus“, blickt SV-Coach Petr Hazl gespannt darauf, wie sich sein Team gegen die namhafte Konkurrenz behaupten kann. Vinnhorst mit dem kroatischen Olympiasieger, Weltmeister und Champions-League-Sieger Davor Dominikovic auf der Trainerbank ist eine von gleich vier Hannoveraner Mannschaften in der Staffel. So duellieren sich die Schwarz-Gelben auch mit dem HSV Hannover, HB Hannover-Burgwedel und der Bundesligareserve des TSV Hannover-Burgdorf. Neben den Teams aus der ehemaligen EXPO-Stadt sowie Braunschweig und Hildesheim gehört auch der Northeimer HC zu den künftigen Kontrahenten aus Niedersachsen.

Aus dem Gebiet Mitteldeutschland gehören neben dem SV 04 noch vier weitere Teams zur Staffel. Außer dem schon zum Inventar der 3. Liga gehörenden SV Anhalt Bernburg, treffen die Randplauener auf den SC Magdeburg II, den SC DHfK Leipzig II und den aus der Mitteldeutschen Oberliga bekannten HC Burgenland.

In dieser 12er Staffel spielen die 04er zunächst die sogenannte Hauptrunde mit Hin- und Rückspielen. Im Anschluß spielen die jeweils ersten Beiden jeder Staffel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, die auf den Rängen 3 – 6 platzierten Teams kämpfen um die Teilnahme am DHB-Pokal. Die Plätze 7 – 12 spielen ebenfalls staffelübergreifend um den Klassenerhalt.

„Natürlich stehen wir sportlich vor einer großen Herausforderung. Bei insgesamt 26 Absteigern unter den 82 Teams müssen wir vom ersten Spieltag an voll da sein um die nötigen Punkte zu holen. Nach allem was wir bisher wissen, sind Vinnhorst, Hildesheim, Braunschweig und Bernburg aus meiner Sicht die Favoriten in unserer Staffel. Die drei Reserveteams der Bundesligisten Hannover-Burgdorf, Magdeburg und Leipzig verfügen über ein großes Reservoir an jungen und top ausgebildeten Spielern. Das wird spannend“, freut sich Petr Hazl wie auch sein Team auf die neue Spielzeit. Der Startschuss für die 3. Bundesliga fällt aller Voraussicht nach am 4./5. September.

(RM)

 

Danke Carscht!

Der dienstälteste Spieler der Oberlosaer Handballer hängt nach 12 Jahren bei den Schwarz-Gelben die Handballschuhe an den Nagel. Dabei durchrauschte Carsten Klaus, langjährig als Kapitän, mit seinem Team drei Spielklassen und feiert drei Aufstiege. Unzählige emotionale Momente, wahnsinnige Paraden und verrückte Geschichten verbinden uns mit der aktiven Zeit unseres langjährigen Schlussmannes.

Dafür sagen wir „Danke Carscht!“, du bist ein Grund, warum wir unseren Sport so lieben.

Lutz Petzoldt (Geschäftsführer der SV 04 Spielbetriebs GmbH) freut sich: „Zukünftig wird Carsten seine Männer als Teammanager betreuen. Die bereits in der vergangenen Saison verstärkte Mannschaft trägt schon seine Handschrift und soll die Basis für einen erfolgreichen Start in die 3. Handball-Bundesliga bilden.“

Wir sehen Carsten also bald an der Seitenlinie und eines können wir dir versichern: Das ist nicht weniger aufregend!!!

3. Bundesliga: Wir kommen!

Es ist geschafft! UNSERE JUNGS – unsere 1. Männermannschaft – steigen in die 3. Handball-Bundesliga auf.

Der Mitteldeutsche Handball-Verband hat unserer Meldung für die 3. Liga zugestimmt. Die ebenfalls interessierte SG Pirna/Heidenau hat keine Meldeunterlagen eingereicht, folglich gibt es keine Aufstiegsspiele.

Unser Trainer, Petr Hazl, der seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat, führt unsere Jungs in die Bundesliga. Für unsere „Erste“ ist es nun der 4. Aufstieg in 12 Jahren.

Wir bedanken uns bei allen, die uns z. T. schon seit Jahren treu zur Seite stehen – unseren Fans, Freunde und natürlich unsere Sponsoren. Ohne euch alle wäre dieser Weg nie zu schaffen gewesen. Und wir freuen uns, wenn wir nun unseren neuen Weg weiter gemeinsam mit euch gehen können.

Wir hoffen sehr, dass wir unsere Jungs gemeinsam mit vielen, vielen Fans in unserem Wohnzimmer, der Helbig-Halle, anfeuern und hoffentlich auch wieder zu Auswärtsspielen unterstützen können.

Bis bald – bleibt alle gesund und habt eine gute Zeit.

(31.10.2020) II. Männer in nächster Pokalrunde

Handball – II.Männer – Landskron-Pokal

II. Männer verabschieden sich mit Sieg in Corona-Pause

NSG Neudorf Döbeln – SV04 Plauen Oberlosa II 28:29 n.V.

In den vergangenen Jahren war der Pokalwettbewerb eher dazu gedacht, um noch einmal richtig für die Wettkampfsaison zu testen. Selbst gegen unterklassische Mannschaften war die Hürde in der ersten Runde meist zu hoch. In der letzten Saison schafften wir dann fast die Überraschung gegen die Sachsenligatruppe von der Grubenlampe. Aufgrund des Spielplans sollten wir also in dieser Saison erst jetzt, Ende Oktober, ins Pokalgeschehen eingreifen. Der Gegner aus Döbeln war kein Unbekannter. Nach dem Ende der letzten Saison tauschten wir mit Ihnen die Liga. Döbeln stieg in die Verbandsliga ab und wir in die Sachsenliga auf. Nach der 2 wöchigen Pause waren alle Spieler fit und hochmotiviert für dieses Spiel. So ging es dann auch los. Wir legten los wie die Feuerwehr und führten schnell 3:0. Das ließ uns jedoch etwas überheblich werden und die Konzentration nahm spürbar ab. Bis zur 16.Spielminute glich Döbeln aus und übernahm fortan die Führung. Diese wurde bis zur Pause auf 13:10 ausgebaut. Das ärgerliche daran war, dass viele Tore der Gastgeber aus unseren einfachen Fehlern im Angriff resultierten. In der Kabine wurde es diesmal etwas lauter, da der Rückstand absolut unnötig war. Ziel für die 2. Hälfte war, eben diese einfachen Fehler wegzulassen und die einfachen Tore der Döbelner zu verhindern. So begann dann auch die 2. Hälfte, wie die Erste. Es dauerte gerade einmal 8 Minuten und wir hatten das Spiel wieder gedreht und führten 16:18. Damit waren wir auch scheinbar zufrieden und lehnten uns wieder zurück. Diesmal waren es vorallem einige 100 prozentige Chancen, die wir ausließen. Döbeln nutzte die Gunst der Stunde und ging wieder mit 24:21 in Führung. Aber die Moral und auch das in der Sachsenliga gewonnene Selbstvertrauen ließ uns diesen Rückstand wieder aufholen. Erik hielt einen Strafwurf der Döbelner und im Gegenzug glich Rico zum 25:25 aus. 2 Minuten waren da noch zu spielen. Bis zum regulären Spielende passierte dann auf der Anzeigentafel nichts mehr und beide Teams „einigten“ sich noch 10 Minuten ran zu hängen. Vielleicht hing das auch mit der bevorstehenden Coronapause zusammen, dass alle Spieler nochmal Bock hatten auf weitere spannende 10 Minuten. In dieser kurzen Verlängerung ist nicht viel Raum für Fehler, somit gingen wir diese nochmal mit richtiger Konzentration an. Trotz Ballbesitz für Döbeln gingen wir kurze Zeit später in Führung. Diese Führung hielt bis zur 70. Minute, als Döbeln wieder zum 28:28 ausglich. Kaum waren wir vorn, zappelte der Ball auch schon im Netz der Gastgeber. 40 Sekunden mussten wir nun noch diese minimale Führung verteidigen. Also noch eimal alle Kräfte mobilisiert für die Abwehr. Und tatsächlich, es gelang uns den Angriff abzuwehren und wir nahmen endlich diese Pokalhürde. Dieser Sieg sollte nun auch die nötige Motivation für die spielfreie Zeit geben, in der die Jungs nur selbstständig Kondition und Kraft bolzen dürfen.

Es spielten: Petzold, Leppert, Schneider (1), Märtner (7), Hoberger, Meckel, Koffent(1), Thiele (1), Englert (11), Wokan (5), Stäglich (1/1), Zobirei, Oertel (2)

SF

 

 

Oberlosa setzt Siegeszug fort!

Text & Foto: Karsten Repert // BLICK

Plauener stürmen vorübergehend an die Tabellenspitze

Der SV 04 Oberlosa hat seinen Siegeszug fortgesetzt. Gegen den Sonneberger HV gewannen die Plauener Handballer ihr viertes Oberligaspiel in Folge. Beim 26:20 (12:7) legten die hochkonzentrierten Gastgeber gleich mit einem 5:0-Start los. Gäste-Trainer Manuel Müller wusste auch genau, weshalb die Spitzenstädter derart fokusiert in die Partie gingen: „Anfangs hat man uns als Aufsteiger in der Liga ganz schön unterschätzt.“ Sonneberg schockte so zunächst Drittligaabsteiger HC Elbflorenz II (30:27) und punktete danach auch gegen Delitzsch (26:26) sowie Mitaufsteiger Wittenberg-Piesteritz (29:29). Erst das 26:38-Debakel gegen Halle bremste die Thüringer. „Genauso müssen wir diesen Gegner attakieren. Die dürfen nicht zum Luftholen kommen“, forderte SV-Cheftrainer Petr Hazl. Erst in Spielminute elf war den Sonnebergern Tor Nummer eins gelungen.

Oberlosa hat die beste Abwehr der Vereinsgeschichte
Mit der besten Abwehr der Vereinsgeschichte (5 Spiele / 96 Gegentore) zwangen die Oberlosaer den Kontrahenten in insgesamt 29 Fehlangriffe. „Das macht sicherlich keinen besonders großen Spaß, gegen so eine Deckung anzurennen“, stellte Rico Michel bereits zur Pause fest. Der stellvertretende Handball-Abteilungsleiter fand aber das Haar in der Suppe. „Nach der klaren Führung fehlte uns im Angriff ein wenig der Torhunger.“ Der Gast konnte froh sein, dass die Plauener im Abschluss viel zu oft sündigten. Über die Stationen 7:2 (20.) und 9:4 (25.) ging es in die Pause (12:7). Auch nach dem Seitenwechsel wirkte Oberlosa souverän, ohne im Angriff großartig zu glänzen. Immer wieder kam Sonneberg auf fünf Tore heran (5:10/36.), bevor die Vogtländer mit einem Zwischenspurt bis auf 22:13 (51.) auf und davon zogen. SV-Keeper Carsten Klaus war persönlich mit seinen neun Paraden und den Vorderleuten, die neun Angriffe direkt abblockten „zufrieden, weil es in keiner Phase des Spiels eng geworden ist.“

SV-Cheftrainer Petr Hazl gestand im Nachgang ein: „Dass es natürlich von unserer Seite aus zwei, drei Tore mehr hätten sein müssen. Aber durch unsere Stablität können wir uns auch mal einen Fehlwurf mehr leisten, was früher nach hinten losging.“

Gäste-Trainer Manuel Müller war sogar „mit dem Endergebnis bei einem der Topfavoriten unserer Liga sehr zufrieden. Wir haben alles rausgehauen. Mehr ist bei uns nicht drin.“ Bemerkenswert: Oberlosa musste in dem Spiel unter anderem seinen Dreh- und Angelpunkt Ladislav Brykner (Rotsperre) ersetzen. Solche Ausfälle kann der SV 04 inzwischen gut verkraften, weil zum Beispiel Louis Hertel (21 Saisontore) und Torsten Wetzel (17 Tore) richtig gute Torworfquoten vorweisen können, die sogar Ligaspitze sind.

Wie geht’s jetzt weiter?

Der SV 04 Oberlosa übernachtete mit 9:1 Punkten von Samstag auf Sonntag an der Tabellenspitze. Am kommenden Wochenende sind die Plauener spielfrei, was Cheftrainer Petr Hazl gar nicht so Unrecht zu sein scheint. „Wir haben mit vielen Wehwehchen zu kämpfen und dann auch noch das erste Doppelspielwochenende vor der Brust. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Denn dafür brauch man ordentlich Körner“, ist sich der Coach im Klaren.

Oberlosa empfängt dann zunächst am Samstag (07.11./16 Uhr) den HC Elbflorenz II und tritt nur 25 Stunden später am Sonntag (08.11./17 Uhr) bei Concordia Delitzsch an. Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner wirkte nach dem vierten Sieg in Folge entspannt, wenngleich der Funktionär anmerken musste, „dass wir das letzte Mal vor 15 Jahren vor so einer Minikulisse gespeilt haben, als wir noch in der Bezirksliga herumdümpelten. Wollen wir hoffen, dass die Menschheit die Coronapandemie in den kommenden Monaten meistert. Das hier hält der Sport nur über einen ganz klar definierten Zeitraum durch“, stellte der Vorsitzende des 1904 gegründeten Vereins fest.

Statistik
SV 04 Oberlosa: Klaus, Petzoldt – Jusys (1), Wetzel (5 Tore /davon 3 Siebenmeter), Roth (2), Skalda (3), Trommer-Ernst (1), Richter (1), Duschek (2), Hertel (4), Kolomaznik (3), Rahn (1), Naumann (3)
Rote Karte: Boris Levitskiy (60. Minute, Sonneberg, ohne Bericht)

 

 

(Fotos SV 04 / Maik Helten) Weitere Fotos findet Ihr auf unserer Facebookseite.

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