Handball

2. Männer verlieren beim Dritten denkbar knapp

  • Oberliga Sachsen Männer

EHV Aue II – SV04 Plauen Oberlosa II 28:27

Bittere Niederlage im Derby

 

Nachdem das große Derby am Samstag in der 3. Liga mit einem Torspektakel 38:48 für die Auer endete, wollten wir am Sonntag die Revanche im „kleinen“ Derby. Die Vorraussetzungen für das Spiel waren gut und die mitgereisten Fans sowie nicht einsatzfähige Spieler waren zahlenmäßig den Auer Fans nicht unterlegen. Trotzdem erwischten die Auer den besseren Start in die Party und führten schnell 2:0. Nach ein paar Minuten waren aber auch wir voll im Spiel und legten einen 6:0 Lauf hin. Das Zwang die Auer zu einer zeitigen Auszeit. Besonders auffällig waren Viktor und Hobi in der Phase. Nach der Auszeit hatten wir paar mal die Chance zu erhöhen, sogar in Überzahl. Aufgrund einiger unnötiger Fehler und Abschlüsse gaben wir den Auern die Möglichkeit im Spiel zu bleiben. Da die Abwehr aber im ersten Durchgang gut arbeitete und Tyll im Tor eine starke Vorstellung bot, ließen wir im ersten Durchgang nur 8 Gegentore zu. So reichten uns 11 eigene Treffer für eine 3 Tore Führung zur Halbzeit.

Eine Zeitstrafe gegen Seba nutzten die Gastgeber um in der 37. Minute auszugleichen. Wir blieben trotzdem mental stabil und legten weiter 1-2 Treffer vor. Auch Mitte der 2. Halbzeit hatten wir wieder die Chance den Vorsprung zu erhöhen, aber immer dann mussten wir unnötige 2 Minuten Strafen wegstecken. Diese Überzahlphasen nutzten die Auer um auszugleichen. Nun ging es bei Gleichstand in die letzten 5 Minuten. In der 57. Minute konnten die Auer nach der 2:0 Führung das zweite Mal per Strafwurf zum 27:26 in Führung gehen. Im Gegenzug glich Viktor per Strafwurf zum 27:27 aus. Dazu erhielten die Auer noch eine Zeitstrafe. Unsere Abwehr nutzte die Überzahl und konnte den Angriff der Auer abwehren. Leider konnten wir den darauffolgenden Angriff nicht zu indem Torerfolg nutzen, stattdessen freuten sich die Auer den einfachen Ballverlust. Im letzten Angriff der Auer fanden sie den freien Kreisläufer, der den Ball im Tor versenkte. Uns blieben dann nur noch Sekunden um noch einmal aufs Tor zu werfen, jedoch parierte der Torhüter der Gastgeber den Wurf. So stand am Ende, nach 55 Minuten in Führung, eine bittere 28:27 Niederlage.

Jetzt haben wir über Ostern Zeit, diese zu verarbeiten. Dann wartet am 11.4. Das Nachholespiel gegen KJS auf uns.

(SF)

 

Oberlosa und Aue werfen 86 Tore

86 Tore in einem Spiel. Das große Handballderby zwischen Plauen und Aue endete 38:48 (20:24). 850 Zuschauer erlebten in der ausverkauften Kurt-Helbig-Sporthalle das größte Schützenfest aller Zeiten.

Für den SV 04 Oberlosa war es das bislang spektakulärste Schützenfest in der 3. Bundesliga. Und für den EHV Aue genau die richtige Einstimmung auf die Entscheidungsspiele im Aufstiegskampf gegen die derzeit drittplatzierten Füchse Berlin II (1.4.) und Spitzenreiter Braunschweig (4.4.). Die Erzgebirger schraubten mit diesem 60minütigen Temposchaulauf ihren Tordurchschnitt auf 34 Treffer pro Spiel. Damit ist der EHV absolute Ligaspitze. Elffachschütze Paul Bones wusste aber direkt nach der Schlusssirene: „So viele Buden darfst du hinten nicht kassieren. Das ist einfach viel zu viel.“

In der Tat: Der EHV Aue hat auf dem Weg zurück in die 2. Bundesliga in dieser Spielzeit noch kein einziges Mal so viele Gegentore hinnehmen müssen. „Und deshalb will ich auch nichts von der Aufstiegsrunde hören. Wir müssen uns Spiel für Spiel die Siege erarbeiten“, forderte der Auer Cheftrainer Uwe Jungandreas. „Für mich ist Aue aber in dieser Verfassung derzeit klar die Nummer 1 der Liga“, stellte der Plauener Spielmacher Roman Becvar fest. Schon im Hinspiel rannte Oberlosa beim 24:34 dem Gegner zwei Schritte hinterher.

Dabei sah es 25 Minuten lang so aus, als könnten die Plauener der Auer Schlagzahl folgen. Wie bei einem Ruderbootrennen stieß der EHV den Verfolger immer wieder mit zwei, drei Toren ab. Doch die Vogtländer bissen sich wie so ein kleiner Terrier immer wieder fest. Matevž Kunst (12:13) und Leoš Petrovský (13:14/14:15) netzten für Plauen ein. Doch dann handelte sich Leoš Petrovský im Überschwang eine Rote Karte ein, weil er den Auer Paul Bones zu hart attackierte. Damit dezimierte sich der ohnehin schon kleine Oberlosaer Kader selbst. SV-Cheftrainer Ladislav Brykner musste eingestehen: „Wir lagen zur Pause noch in greifbarer Nähe, sind dann im zweiten Durchgang aber einfach zurückgefallen.“ SV-Kreisläufer Lukas Meckel (3 Tore) rückte genau wie Rechtsaußen Philip Trommer Ernst (4) aus der zweiten Mannschaft aus der Oberliga nach oben. Beide machten ihre Sache gut. „Aber gegen so einen Gegner sind dann eben sogar 38 geworfene Tore zu wenig“, ärgerte sich Lukas Meckel.

Der Plauener Co-Trainer Jörg Grüner analysierte das Spielgeschehen so: „In der Sechs- bis Neunmeterzone musst du gegen so einen Gegner im Arm- und Oberkörperbereich einfach entschlossener zupacken. Unsere halbherzigen Abwehrversuche versetzten die Auer in die Lage, dass sie den Ball im letzten Moment doch noch zum Nebenmann brachten und dann auch unter Bedrängnis zielgenau zuschlugen“, resümierte Jörg Grüner. Neutrale Handballfreunde schnalzten mit der Zunge. Was Paul Bones (11), Francisco Pereira (8), Dieudonné Mubenzem (8), Justin Döbler (6) und Kevin Roch (6) in Plauen ablieferten, sieht man nicht aller Tage.

Gerade für Kevin Roch war es ein ganz besonderer Tag. Die Auer Handballlegende kehrte im letzten Sommer nach zwei Oberlosa-Jahren zurück in die Heimat. Der Linksaußen wurde von beiden Seiten mit tosendem Applaus begrüßt. „Wahnsinn. Was war das für ein Spiel? Wir müssen jetzt unbedingt unser Abwehrverhalten hinterfragen, sonst reißt unsere Serie nach 13 Siegen in Folge schon am kommenden Mittwoch“, spricht Kevin Roch Klartext. Seinem SV 04 Oberlosa wünscht der Plauener Ex-Kapitän alles Gute. Nach Matevž Kunst (10/davon 3 Siebenmeter) hat am Samstag auch Roman Becvar (6) seine Vertragsverlängerung bestätigt. Damit stürmen die Oberlosaer trotz enormer Personalsorgen mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in die Schlussrunde. Jetzt kommen die Gegner, wo für Plauen was geht: Sportfreunde Söhre (11.04./A), Hamburg-Barmbek (18.04./H), Flensborg (25.4./A), SC DHfK Leipzig II (3.5./A), TSV Altenholz (9.5./H).

Statistik
SV 04 Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich (1 Tor), Kunst (10/davon 3 Siebenmeter), Ernst (4), Petrovský (3 – 25. Rote Karte), Chobot (1), Schauer (6), Meckel (3), Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic (2).
EHV Aue: Priskus, Mohs (1) – Pfeil (4), Roch (6), Sánchez, Pereira (8/1), Mubenzem (8), Bones (11/1), Voß (1), Swat (2), Döbler (6), Paraschiv, Hofmann, Lange (1).
Schiedsrichter: Fabian Schwarz, Arthur Krispenz
Siebenmeter: Oberlosa 4/davon 3 verwandelt, Aue 3/2
Zeitstrafen: Oberlosa 4, Aue 3
Rote Karte: Petrovský (25., Oberlosa, grobes Foulspiel),
Zuschauer: 850 (ausverkauft). (kare)

+++Revanche geglückt, Teamfight bringt Heimsieg!+++

Geschlossene Teamleistung sichert uns den verdienten Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten aus Weißenborn!
Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel war klar: Heute zählt nur der Sieg. Von Beginn an zeigten wir Motivation, Teamgeist und absoluten Willen. Ein starker Start brachte uns früh mit 4:1 in Führung. Erst nach einer Zeitstrafe gegen uns gelang den Gegnerinnen der Doppelschlag zum Anschluss. Doch unser Tempospiel ließ sich davon nicht bremsen und zwang die Gäste bereits in der 12. Minute beim Stand von 9:4 zur ersten Auszeit. Bis zur Halbzeit blieb es intensiv und umkämpft, Weißenborn verkürzte nochmal – 19:17 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde es richtig spannend: In der 33. Minute fiel der erste Ausgleich zum 19:19. Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, beide Teams kämpften um jeden Ball. Trotz kleiner Fehler blieb unsere Abwehr stabil und hielt uns im Spiel. Die letzte Minute hatte es in sich: 31:30 durch die Gäste – doch trotz Manndeckung behielten wir die Nerven! 3 Sekunden vor Schluss setzte Nikola den entscheidenden Treffer zum 32:30 und machte den Deckel drauf! Vor einer überragenden Heimkulisse feiern wir endlich wieder einen verdienten Sieg! Danke an alle Fans und besonders an unsere Trommler für diese unglaubliche Unterstützung!
Wir wünschen unserer Domi eine schnelle Genesung ❤️‍🩹

Martin, Hertel – Wierick, Seebauer (1), Hertel (5; 2/3), Richter (2), Börner (2), Hermann (1), Hennig (7; 1/2), Mattes, Kolomaznikova (4), Rother (2), Schieke, Weiß (8)

J.M.

Doppelheimspieltag endet mit Doppelsieg

Oberliga Sachsen

SV04 Plauen Oberlosa II – Zwönitzer HSV 29:25

Doppelsieg am Doppelspiel-Sonntag

Nachdem unsere Frauen gestern einen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Weißenhorn vorgelegt hatten, war die Motivation bei den Männern der Zweiten groß, ebenfalls mit einem Sieg aus dem Doppelheimspieltag zu gehen. Die Halle war bestens gefüllt, zu den eigenen Anhängern gesellte sich noch der Fanclub der Zwönitzer. Wir starteten auch gleich mit einer Führung ins Spiel. Nach 17 Minuten stand es „nur“ 5:2. Man merkte nach der langen Pause und auch nach dem letzten Heimspiel gegen Zwickau eine gewisse Verunsicherung im Spiel. Da nicht nur auf unserer Seite wichtige Stammspieler fehlten, sondern auch bei den Gästen, war auch bei Ihnen die Fehlerquote hoch. Zumindest arbeitete die Abwehr sehr gut und Philipp im Tor war auch sehr gut drauf. Mit der Zeit fanden wir besser in den Spielfluss. Die Aufbaureihe mit Levin, Hobi und Anton brachte reichlich Schwung und Torgefahr in unser Angriffsspiel. So konnten wir uns bis zur Halbzeit auf 16:10 absetzen. Nach der Halbzeit starteten wir gut und konzentriert. In der 43. war der Vorsprung auf 23:13 angewachsen. 2 Zeitstrafen und eine offensivere Abwehr der Zwönitzer brachte die Gäste nochmal zurück ins Spiel. Dazu kamen paar ausgelassene Chancen. So waren die letzten 10 Minuten nicht mehr wirklich schön, aber wir brachten den Sieg trotzdem ins Ziel und alle bekamen ihre Spielanteile. Nach dem großen Sachsenderby (Oberlosa gegen Aue) am Samstag 19Uhr in der Helbighalle gehts für uns nächste Woche Sonntag 17 Uhr zum kleinen Westsachsenderby nach Aue zum Tabellendritten.

(SF)

+++ Sponsoring für die Handball Frauen +++

+++Ein riesiges DANKESCHÖN an unsere Sponsorin – Nora Spitzner+++

Wir gehen durch diese Saison mit einem starken Partner an unserer Seite: Logopädie Spitzner, geführt von Nora Spitzner aus Plauen! 🙌🔥 💡
Über Nora: Nora ist staatlich anerkannte Logopädin und seit Mai 2024 mit ihrer eigenen Praxis in Plauen aktiv. Sie unterstützt Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen und kümmert sich u. a. um Schluck- und Fütterstörungen sowie Zungenband-Themen – mit viel Herz, Kompetenz und Engagement. 💬🧠 🏃‍♀️

Und das Besondere: Sie bringt auch sportlichen Teamgeist mit – durch 8 Jahre Handball beim SV04 Oberlosa und 3 Jahre Volleyball! Genau dieser Einsatz und Zusammenhalt macht sie zur perfekten Partnerin für unsere Mädels in der Oberliga. 💪🤝 ❤️

Wir sagen DANKE: Danke, Nora, für dein Vertrauen und deine wertvolle Unterstützung! Du bist ein wichtiger Teil unseres Frauenteams🙏⚽

M.H.

 

1. Männer bejubelt Heimsieg gegen SC Magdeburg II

Das war ein wildes, ein irres, ein richtig abgefahrenes Handballevent. Am Ende feierte der SV 04 Plauen-Oberlosa vor 547 begeisterten Zuschauern den 38:36-Befreiungsschlag gegen den SC Magdeburg II. Im Abstiegskampf der 3. Bundesliga rangieren die Vogtländer jetzt sechs Spieltage vor Saisonende vier Punkte über dem Strich.

Das ging alles so schnell. Dieses Match bot durchgängig, was diesen Sport so attraktiv macht. Mal lag Oberlosa 9:6 (14.) vorne. Dann rannten die Plauener einem 12:16-Rückstand (23.) hinterher. Obwohl SV-Schlussmann Henric Ebert in dieser Phase acht klasse Paraden aus dem Hut zauberte, fanden die Hausherren gegen den brutalen Tempohandball der Magdeburger vorübergehend kein Mittel. „Das ist der Nachwuchs des vermutlichen Deutschen Meisters. Da darfst du dir im Angriff nicht so viele Fehler wie wir“, stellte SV-Coach Ladislav Brykner im Nachhinein fest.

Doch der Plauener Coach und sein Co-Trainer Jörg Grüner antworteten mit einer Geheimwaffe. Wegen der Oberlosaer Personalnot wurde das Eigengewächs Philip Trommer-Ernst aus der zweiten Mannschaft nach „oben“ delegiert. Der Rechtsaußen traf zum 16:17 und auf Linksaußen legte mit Tim Stäglich ein weiteres Eigengewächs den 17:17-Ausgleich nach. Unglaublich: Nach dem 19:20-Pausenrückstand wendeten mit Kreisläufer Lukas Meckel und Philip Trommer-Ernst zwei waschechte Plauener das Blatt und nach dem 21:20 drehten Franz Schauer und Matevž Kunst auf. Das 26:22 (38.) erwies sich allerdings auch nur als Momentaufnahme.

Der SC Magdeburg II schaffte den 27:27-Ausgleich (43.). „Aber in jener Situation sind wir nicht wieder eingebrochen. Wir waren hellwach und sind die hohe Schlagzahl mitgegangen“, ballte der erfolgreichste Oberlosaer Werfer Matevž Kunst die Faust. Völlig verrückt: Der Plauener Spielmacher Roman Becvar hatte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit am Wurfarm verletzt und musste mit starken Schmerzen sogar kurz in der Kabine behandelt werden. Doch er kam zurück. „Ich wollte einfach helfen und habe diese zwei so wichtigen Tore zum 30:27 und 33:29 gemacht“, schilderte der Routinier seine Gedanken.

So ging es in den letzten acht Minuten so richtig ans Eingemachte. SCM-Trainer Christoph Theuerkauf stellte taktisch alles um. Der 57-fache Nationalspieler ließ die Magdeburger in offener Manndeckung noch einmal alles raushauen. Oberlosa ließ sich von dieser zusätzlichen Hektik infizieren und kassierte prompt das 35:34-Anschlusstor. Gästetrainer Christoph Theuerkauf kommentierte die Schlussminuten so: „Respekt Oberlosa. Das war ein geiles Spiel, wo meine junge Truppe viel dazugelernt hat. Wir haben alles gegeben, waren aber am Ende knapp unterlegen.“ Dazu muss man wissen, dass der SCM II auf vier Spieler verzichten musste, weil die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft zeitgleich in Berlin ran musste. Magdeburg trat mit nur zehn Feldspielern in Plauen an. Das jedoch waren absolute Topleute.

Nach der Schlusssirene schwärmte das Publikum. Denn was zum Beispiel der trickreiche Magdeburger Jugendnationalspieler Phileas Daniel (9 Tore) auf die Platte brachte, war ganz sicher mehr als nur Drittliganiveau. Gerade erst 20 Jahre geworden, führte der Rückraumschütze Regie, während Philip Großmann (2 Tore) sein Debut im Männerbereich feierte. SCM-Coach Christoph Theuerkauf: „Ich bin ein mit der Leistung meiner Mannschaft zufriedener Trainer. Wir haben das Spiel verloren, aber wir fahren keineswegs als Verlierer aus Plauen zurück. Manchmal kann man Leistungen nicht mit Punkten bewerten. Und Plauen hat das hintenraus richtig gut gemacht.“

Statistik:

SV 04 Oberlosa: Henric Ebert, Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (11/davon 2 Siebenmeter), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (7), Leoš Petrovský, Patrik Chobot (1), Franz Schauer (6), Lukas Meckel (3), Roman Becvar (3), Aleksander Olkowski (2), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (2)
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zeitstrafen: Oberlosa 3, SC Magdeburg II 5
Rote Karte: Mattis Heiß (42., SCM II, 3. Zeitstrafe)
Siebenmeter: Oberlosa (3/davon 2 verwandelt), SC Magdeburg II (4/2)
Zuschauer: 547

(kare)

+++Oberlosa verfehlt wichtigen Sieg knapp+++

Am vergangenen Sonntag spielten die Frauen des SV 04 Oberlosa auswärts gegen die HSG Neudorf/Döbeln. Wie auch schon im letzten Spiel kamen die Oberlosaer am Anfang gut ins Spiel und konnten bis zur 12. Minute das Spiel ausgeglichen halten. Ein 0:4-Lauf mit dem ersten Führungstreffer durch die #73 Nikola Weiß zwang die Gegner zu einem Timeout und versetzte sie konsequent unter Druck. Die Abwehr stand solide und ließ keine einfachen Tore zu. Auch im Angriff erzielte die Gastmannschaft zielstrebig simple Tore und wendete das Erlernte aus den vorherigen Trainingswochen an. Bis zur Halbzeitpause kämpften beide Mannschaften verbissen, jedoch ließ sich Oberlosa auch von immer öfter auftretenden Fehlern nicht beirren und ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit sollte das Positive mitgenommen und konsequent durchgezogen werden. Aber die Heimmannschaft kam mit neuer und stärkerer Motivation besser ins Spiel und konnte den Spielstand bereits in der 32. Minute drehen. Der Vorsprung von Döbeln baute sich immer weiter aus, während Oberlosa zu viele Fehler im Angriff und in der Abwehr produzierte. Die Konsequenz und Zielstrebigkeit aus der ersten Halbzeit ließen nach, was die Döbelner Frauen für sich nutzten und alle sicheren Tore mitnahmen. Das 20:14 in der 45. Spielminute bedeutete den größten Toreabstand und den Wendepunkt des Spielverlaufs. Ab da versuchte der SV 04 vergeblich den Rückstand aufzuholen. Erst in den letzten drei Minuten fanden die Gäste wieder ins Spiel und verkürzten den Abstand auf 25:23.

Nun heißt es: Fehler abhaken, im Training alles geben, mit Motivation und kühlem Kopf in die nächste Partie gehen!

Martin, Hertel – Wierick, Rieger (5), Seebauer, Hertel (2; 1/3), Richter (1), Börner (2), Hermann, Hennig (8), Kolomaznikova (1), Weiß (4)

E.H.

Der Vorsprung schmilzt weiter

HSG Ostsee – SV 04 Oberlosa 32:28

 

In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa das so wichtige Kellerduell bei der HSG Ostsee mit 28:32 verloren. Damit schrumpft der Vorsprung der Plauener auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler zusammen. Zudem hat man nun nach dem 34:31 im Hinspiel, den direkten Vergleich mit der HSG verloren. Sollten beide Teams in der Abschlusstabelle punktgleich sein, landen die Vogtländer also hinter den Nordlichtern.

Nach der Anreise bereits am Vortag gingen die 04er, die neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Kapitän Hanisch verzichten mussten, konzentriert in die Partie. Nach zehn Minuten lagen die Spitzenstädter beim 6:5 ebenso knapp vorne wie nach zwanzig Minuten beim 11:10. Beide Teams schenkten sich in der Ostholsteinhalle in Grömitz nichts. Kurz vor der Pause verpassten es die Plauener, den Abstand auf zwei Tore auszubauen. Die Norddeutschen drehten den Spieß noch um und nahmen eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Kabinen. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt und haben viel Druck aus dem Rückraum gemacht. Zudem hatten wir in Henric Ebert erneut einen starken Rückhalt. Der knappe Rückstand war unserer mangelhaften Chancenverwertung geschuldet“, analysierte der Plauener Coach Ladislav Brykner.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Schwarz-Gelben und zogen ihrerseits wieder mit 20:18 in Front. Angetrieben von den eigenen Fans glichen die Hausherren wieder zum 23:23 aus. Dann schien die Partie zu Gunsten der Norddeutschen zu kippen. Drei Treffer in Folge durch HSG-Torjäger Jasper Bruhn ließ den Gastgeber mit 26:23 in Führung gehen. Nun waren es die Plauener, die ihrerseits wieder am Drücker waren. Vier Treffer in Folge und die eigene 27:26-Führung etwa acht Minuten vor dem Ende ließen den angepeilten Auswärtssieg greifbar werden. In der hektischen Schlussphase übertrafen sich die Plauener jedoch im Auslassen bester Chancen und produzierten noch zwei haarsträubende Fehler. HSG-Keeper Luis Skroce wurde so zum gefeierten Helden und die Hausherren feierten einen enorm wichtigen 32:28-Erfolg über enttäuschte Plauener. „In der Schlussphase waren wir zu hektisch und haben die nötige Nervenstärke vermissen lassen. Das ist extrem bitter, zumal wir hier über ganz weite Strecken absolut auf Augenhöhe waren. Vielleicht war es am Ende auch eine Kraftfrage, der durch die Verletzungen ausgedünnte Kader macht sich schon bemerkbar“, konstatierte ein niedergeschlagener Brykner nach dem Schlusspfiff.

Die Aufgaben werden für die Plauener indes nicht leichter, am kommenden Samstag gastiert die U23 von Champions-League Sieger SC Magdeburg in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik, Chobot (3), Schauer (1), Meckel, Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic, Naumann (5/1)

Zuschauer: 248

 

–RM–

+++Großer Kampf wird nicht belohnt+++

Am vergangenen Samstag spielten wir vor heimischer Kulisse gegen die Damen des VfB Bischofswerda. Die Partie startete gut für uns, sodass wir uns bis zur 8. Minute mit 3 Toren absetzen konnten. Fehler des Gegners im Angriff konnten wir durch die daraus resultierenden Ballgewinne mit leichten, schnellen Toren konsequent bestrafen. Das gegnerische Team fand jedoch immer besser ins Spiel und führten erstmals in der 16. Minute mit 8:9. Beide Teams schenkten sich nichts, wobei sich Bischofswerda zwar zwischenzeitlich mit 5 Toren absetzen konnte, aber durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, ein starkes Abwehrverhalten und klare Tore kämpften wir uns zurück. Somit stand es zur Halbzeit 17:18 für Bischofswerda.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte holten wir uns, erneut durch starke Abwehraktionen, die Führung zurück. Leider schlichen sich dann immer mehr Fehler im Angriff ein und in den Abschlüssen scheiterten wie zunehmend an der Torhüterin der Gegner. Damit kam Bischofswerda ins schnelle Angriffsspiel und zu einfachen Toren. Am Ende mussten wir dann eine 33:36 Niederlage hinnehmen. Besonders hervorzuheben sind dennoch unsere Abwehrarbeit, eine geschlossene Mannschaftsleistung, der Kampf bis zur letzten Sekunde und unsere beiden Torhüter, die uns immer wieder den Rücken freihielten. Jetzt heißt es abhaken, an den Fehlern arbeiten und das Positive in die nächste Partie, am kommenden Sonntag in Döbeln, mitnehmen.

Martin, Hertel – Wierick, Rieger (1), Seebauer, Hertel (3; 2/3), Richter (5), Börner (8), Hermann, Hennig (9), Kolomaznikova (3), Rother (2), Schieke, Weiß (2)

N.W. / M.H.

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