Autor: Verein_02

#9 Jan Skalda

Unser Gespräch mit einem Spieler aus dem Team lest Ihr sonst immer in unserem HEIMSPIEL-HEFT – dieses Mal gibt’s das Gespräch hier auf unserer Internetseite:

Du kamst ja in der vergangenen Saison, die Corona bedingt sehr kurz war, zu uns nach Oberlosa. Wie gut hast Du Dich bei uns im Verein und im Team eingelebt … und konntest Du Dich auch hier im Vogtland mal umschauen?

Jan Skalda: Ich muss sagen, dass die Jungs mich sehr gut aufgenommen haben und ich viele schöne Erfahrungen mit ihnen gemacht habe. Die letzte Saison war kurz, aber ich hatte Zeit zumindest Plauen und die Umgebung zu erkunden.

Jan, unsere Fans wollen unsere Spieler näher kennen lernen. In deinem Steckbrief steht, dass Du studierst … verrate uns doch bitte wo und was du studierst.

Jan Skalda: Letztes Jahr habe ich in der Tschechischen Republik noch Wirtschaftswissenschaften studiert. Ich habe in den letzten sechs Monaten in Deutschland Deutsch gelernt. Und nächstes Jahr möchte ich an einer Universität in der Tschechischen Republik weiter studieren.

Du spielst schon sehr lange Handball … wie bist Du zum Handball gekommen? Und wie empfindest du die Situation in der 3. Liga – wir konnten ja erst sehr spät die ersten Punkte einfahren? Wer und wie motiviert ihr euch immer wieder?

Jan Skalda: Ich spiele Handball, seit ich 10 – 11 Jahre alt bin, ich glaube, ich stehe noch am Anfang meiner Karriere. Die 3. Liga ist viel schneller als die, in der wir letzte Saison gespielt haben, wir haben einige gute Spiele gemacht, vielleicht hat uns ein bisschen Glück gefehlt, aber dafür dürfen wir keine Ausreden finden. Natürlich ist das keine einfache Situation, wir waren lange ohne einen Punkt in der Tabelle und man kann die gute Stimmung im Team nicht ewig aufrechterhalten. die ersten Punkte haben richtig gut getan!

Jörg Scholz im Gespräch mit Hildesheim

Unser HEIMSPIEL-SAMSTAG findet leider ohne Euch statt. Also gibt es auch kein HEIMSPIEL-HEFT. Trotzdem gibt es das Interview von Jörg Scholz:

Jörg Scholz (SV 04) sprach mit Martin Murawski Geschäftsführer & Sportdirektor HC Eintracht Hildesheim GmbH

Jörg: Trotz der Heimniederlage gegen Vinnhorst bleibt Euer Saisonziel „2 aus 82“ bestehen?

Martin Murawski: Ja klar, da gibt es keinen Zweifel! Natürlich bleibt unser Saisonziel bestehen.

Jörg: Dank der Heimniederlage Eures Hauptkonkurrenten gegen die U-23 aus Leipzig werden die Karten ja wieder neu gemischt. Welche Lehren nehmt Ihr für das Rückspiel in Vinnhorst mit?

Martin Murawski: Ich denke bis zum Rückspiel in Vinnhorst sollten wir im Hier und Jetzt arbeiten, uns auf die aktuellen Themen und den nächsten Gegner akribisch und mit dem nötigen Demut und Respekt vorbereiten. Nur wenn wir Woche für Woche unsere Hausaufgaben erledigen und die Spiele erfolgreich gestalten, werden wir es in die Aufstiegsrunde schaffen.

Jörg: Habt Ihr eventuell noch Verstärkungen für die Rückrunde im Visier?

Martin Murawski: Aufgrund der Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie sind momentan wieder alle Szenarien möglich, was den Spielbetrieb betrifft, daher sind Planung in dieser Richtung nicht präsent.

Jörg: Bereitet Ihr Euch, trotz des hohen Heimspielerfolges gegen den SV04 Plauen-Oberlosa, speziell auf das Rückspiel vor?

Martin Murawski: Das Team und Trainer Jürgen Bätjer bereiten sich wie immer mit Videoanalyse und ihrer taktischen Planung vor, es ist unabhängig vom Gegner und Woche für Woche ein ähnlicher Prozess.

Jörg: Ihr habt ein tolles Umfeld, eine schöne Halle. Das handballbegeisterte Publikum um Hildesheim sehnt sich nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Spürt Ihr da schon etwas Druck auf die Mannschaft?

Martin Murawski: Druck hat man im Sport immer, vor allem wenn man sich hohe Ziele setzt. Wir nehmen diesen Druck als Rückenwind und versuchen uns jede Woche auf den Gegner vorzubereiten und unsere Aufgaben gewissenhaft anzugehen.

Jörg: Welche Mannschaft, ausser Vinnhorst, in der Staffel C hat Euch das „Leben“ noch schwer gemacht?

Martin Murawski: Wir mussten schon das Auswärtsspiel bei den SC Magdeburg Youngsters bestreiten, hier waren wir überglücklich, die zwei Punkte mit nach Hause nehmen zu können.

 

 

(13.11.2021) Oberlosa holt ersten Punkt

Oberlosa holt ersten Punkt in 3. Liga – Den Plauenern fehlten ganze 50 Zentimeter zum Sieg
Handball Männer / 3. Liga
SV 04 : Northeimer HC 24:24
(Text & Fotos Karsten Repert)

Endlich! Nach 99 Jahren Handballhistorie hat der SV 04 Oberlosa den ersten Punktgewinn in der 3. Liga gefeiert. Gegen den Northeimer HC erlebten 301 Zuschauer ein unglaublich spannendes Spiel. Beim 24:24-Unentschieden fehlten den Plauenern ganze 50 Zentimeter zum Sieg. Denn der letzte Wurf von Moritz Rahn blieb mit der Schlusssirene vor der Northeimer Torlinie liegen, weil der überragende Gästekeeper Glenn-Louis Eggert beim eingesprungenen Kempatrick noch das Bein an den Ball brachte … „Hätte ich doch nur die lange Ecke gewählt“, trauerte Moritz Rahn nach Spielschluss. Dass seine Mannschaft zuvor einen Sechs-Tore-Rückstand (14:20) aufgeholt hatte, für kurze Zeit freute sich darüber niemand. „Klar: Wir hatten den Sieg vor Augen. Näher dran sein kann man nicht. Und trotzdem sind wir sehr stolz, dass wir ein eigentlich verlorenes Spiel noch mit einem Punktgewinn als Erfolg verbuchen können“, freute sich der Plauener Co-Trainer Pierre Liebelt-Passarge. Der Assistent musste in der Pressekonferenz Rede und Antwort stehen, weil im Herzschlagfinale der aufgebrachte Cheftrainer Petr Hazl nach Kreislaufproblemen etwas Ruhe brauchte.

„Die Helbig-Hölle war heute unser achter Mann“, rief Fernsehkommentator Jörg Scholz. NHC-Trainer Carsten Barnkothe ärgerte sich mächtig, erkannte aber an: „Die Stimmung in der Halle war prächtig. Ich kann nicht verstehen, weshalb wir nach 45 Minuten so eingebrochen sind.“ Oberlosas Pressesprecher Rico Michel hatte da schon eine Antwort: „Die beiden roten Karten haben den Mittelblock der Gäste aufgelöst. Und wir hatten heute den Arsch in der Hose, sogar noch in Unterzahl volle Kanne draufzugehen. Der Kempa-Trick hätte um ein Haar aus der Kurt-Helbig-Sporthalle ein Tollhaus gemacht“, schilderte Rico Michel seine Beobachtungen. So bleibt noch Luft nach oben. Der letzte Spielzug über Ivan Kucharik und das folgende geniale Anspiel von Louis Hertel auf Moritz Jahn sorgte für einen Zungenschnalzer. Spielbetriebs-Geschäftsführer Lutz Petzoldt schmunzelte nach zehn Spielen in der 3. Liga: „Hurra, wir leben noch!“

Beim SV 04 Oberlosa ärgerte man sich im Nachgang vor allem über die Schlussphase der ersten Halbzeit, als man bis zum 8:8-Zwischenstand (22.) abreißen ließ. Bis dahin lagen die Spitzenstädter sogar immer wieder vorn (5:3/7:5). In Überzahl geriet Oberlosa ins Hintertreffen, als der Tabellensiebente das Blatt wütend und leichtfüßig wendete. Nur weil SV-Torwart Alexander Raupach gleich zwei Siebenmeter der Gäste parierte, lagen die Vogtländer zur Pause lediglich mit 11:13 zurück. Doch nach dem Seitenwechsel häuften sich die Plauener Fehler. Im Angriff quälte sich der Tabellenletzte gegen die statistisch schlechteste Deckung der Drittligastaffel. „Wir wollten einfach nicht schon wieder verlieren“, erklärte Rechtsaußen Sebastian Naumann das Aufbäumen der Hausherren, die sich auch von den Gästeverteidigern Joe Schuster (48./3. Zeitstrafe) und Paul-Marten Seekamp (55./3. Zeitstrafe) nicht stoppen ließen.

Die durch die beiden Roten Karten entstandenen Lücken nutzte vor allem Ladislav Brykner, der dann nach dem 23:23-Ausgleich des Plaueners Jan Skalda sogar die umjubelte 24:23-Führung für den SV 04 besorgte. Doch dann kassierte der Plauener Dziugas Jusys eine Zeitstrafe und Jan-Niklas Falkenhain traf für die Gäste zum 24:24-Ausgleich. In Unterzahl spielte der SV 04 voll auf Sieg. „Am Ende ist das Endresultat wohl gerecht. Beide Teams hätten schließlich gewinnen können“, bewertete NHC-Trainer Carsten Barnkothe das Remis, bevor er enttäuscht in den Mannschaftsbus Richtung Göttingener Großraum stieg.

Statistik


SV 04 Oberlosa: Vaicekauskas, Raupach – Jusys (1 Tor), Wetzel, Skalda (1), Märtner, Trommer-Ernst, Wokan, Brykner (7), Duschek, Hertel (4), Kolomaznik (1), Rahn (1), Kucharik (3/davon 1 Siebenmeter), Naumann (6/4)

Rote Karte: Joe Schuster (48./3. Zeitstrafe) und Paul-Marten Seekamp (55./3. Zeitstrafe), beide Northeimer HC

Zuschauer: 301

(kare)

(23.10.2021) Ausfälle wiegen zu schwer

Handball 3. Bundesliga / Männer

Personelle Ausfälle wiegen zu schwer

SV 04 Oberlosa – SC Magdeburg II  23:29

Auch am 8. Spieltag der 3. Handball-Bundesliga gab es für den SV 04  Oberlosa nichts zu holen. Vor 420 Zuschauern unterlagen die  Spitzenstädter dem SC Magdeburg II mit 23:29.Oberlosa überzeugte zu Beginn mit einer guten Abwehr und hatte einen  erneut prächtig aufgelegten Benas Vaicekauskas zwischen den Pfosten  stehen. Da auch die Gäste in der Defensive zu überzeugen wussten und  mit Janik Patzwaldt ebenfalls einen starken Keeper hatten, stand es  nach etwa zehn Minuten 3:3.

Die Hausherren waren früh zu den ersten  Wechseln gezwungen. „Ladislav Brykner lag bis gestern mit einem Infekt  im Bett, auch Ivan Kucharik und Moritz Rahn waren gehandicapt. Durch  unsere Verletzungsmisere mussten alle heute dennoch ran, brauchten  aber natürlich ihre Pausen“, erklärte Co-Trainer Pierre Liebelt nach  der Partie.

Bis zum 5:6 blieb Oberlosa in Schlagdistanz, dann  schnürten die Gäste einen Dreierpack und zogen auf 5:9 davon. „Wir  wussten natürlich um die enorme Anzahl an Ausfällen bei Oberlosa.  Daher wollten wir das Tempo stets hoch halten um den kleinen Kader der  Hausherren unter Druck zu setzen“, gab Gäste-Coach Stephan Just später zu Protokoll.

Die Schwarz-Gelben kämpften sich jedoch wieder heran.  Angeführt vom treffsicheren Sebastian Naumann verkürzte Oberlosa auf  9:10. Erneut drehten die Elbestädter am Gasgriff und legten wieder zum  10:14 vor. Louis Hertel stellte schließlich den 11:14-Pausenstand her. Nach dem Wiederanpfiff folgte die stärkste Phase der Hausherren. Sebastian Naumann (3), Moritz Rahn und Ivan Kucharik sorgten mit ihren Treffern für den 16:16-Ausgleich nach etwa vierzig Minuten. Trainer  Stephan Just bat seine Mannschaft daraufhin zur Auszeit.

„Wir durften hier keinesfalls in Rückstand geraten. Die Halle war so schon extrem laut, bei einer Oberlosaer Führung wäre es für uns ganz schwer  geworden“, so der SCM-Coach später in der Analyse.

Seine Jungs hatten offenbar gut zugehört. Mit einer weiterhin äußerst beweglichen Abwehr  und Konterspiel par excellence zog die Bundesligareserve wieder auf  17:22 davon. Von diesem neuerlichen Rückschlag erholte sich der ausgedünnte Kader der 04er an diesem Abend nicht mehr. Die Gäste  brachten den Vorsprung recht locker ins Ziel, für eine Aufholjagd fehlten den Hausherren die Kräfte. Letztlich verdient mit 23:29 nahmen  die Magdeburger beide Punkte mit an die Elbe.

Stimmen zum Spiel:

Stephan Just (Trainer SC Magdeburg II): „Ein geiles Spiel vor einer  großartigen Kulisse! Großen Respekt an Oberlosa, die haben das mit den  derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln gut gemacht. Unser Keeper  Janik Patzwaldt hat uns in einigen Situationen heute den  Allerwertesten gerettet. Petr Hazl und seiner Mannschaft wünsche ich,  dass sich die personelle Situation bald bessert“.

Petr Hazl (Trainer SV 04 Oberlosa): „Glückwunsch an Stephan und seine  Mannschaft zum verdienten Sieg. Ich kann meinem Team keinen Vorwurf  machen. Mehr ist in der aktuellen Situation nicht drin, so ehrlich  müssen wir sein. Das ist ein Stück weit auch frustrierend, aber wir  werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Nächste Woche in  Braunschweig hängen die Trauben hoch, dann ist eine Woche spielfrei.  Diese Pause wird uns allen sehr gut tun“.

Oberlosa: Vaicekauskas, Raupach; Englert, Wetzel (1 Tor), Skalda (2),  Brykner, Duschek, Hertel (3/ davon 1 Siebenmeter), Kolomaznik (3),  Rahn (1), Kucharik (6/3), Naumann (7)

(RM)

Fotos: Bernd Genssen

 

Neuer SV 04 Sponsor

Ein starker Partner in Sachen Gesundheit und ab sofort auch ein starker Partner an unserer Seite: wir freuen uns, das Helios Vogtland-Klinikum Plauen als Sponsor beim SV 04 PLAUEN-OBERLOSA e.V. begrüßen zu dürfen.

Das Helios Vogtland-Klinikum bietet als Akutkrankenhaus zur stationären Versorgung und mit den angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentren zur ambulanten Versorgung die besten Bedingungen rund um die medizinische Betreuung in Plauen und Umgebung. Neben der Behandlung akuter Gesundheitsprobleme engagiert sich Helios mit tollen Aktionen für Vereine und bietet vielfältige Informationsveranstaltungen.

Auch wenn Prävention im Training und Fairplay im Sport beim SV 04 gelebt werden, lässt sich eine Verletzung nicht immer vermeiden. In diesen Fällen ist das Wissen um eine professionelle medizinische Betreuung für unsere Sportler direkt vor Ort wichtig.

Herzlich Willkommen beim SV 04 und auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Helios Vogtland-Klinikum.

(16.10.2021) Mit Rumpfkader teuer verkauft

Handball 3. Bundesliga / Männer

TuS Vinnhorst – SV 04 Oberlosa 30:18

Mit Rumpfkader teuer verkauft

Ein Blick auf das offizielle Spielprotokoll vor dem Anpfiff ließ für den SV 04 Oberlosa böses erahnen. Flämig, Roth, Cornelius, Richter, Kucharik, Wolf, Trommer-Ernst, Naumann, das war nicht etwa die Startformation der Spitzenstädter, sondern die Liste der Ausfälle, welche die Schwarz-Gelben beim Spitzenreiter zu verkraften hatten. Taktisch sehr diszipliniert und mit einem überzeugenden Benas Vaicekauskas zwischen den Pfosten boten die 04er dem Liga-Primus zunächst Paroli.

Nach 14 Minuten leuchtete ein 4:4 von der Anzeigetafel im schmucken Vinnhorster Sportzentrum, bis dahin hatten Sebastian Duschek (2), Jan Skalda und Jakub Kolomaznik für die Gäste getroffen. Dann ereilte Oberlosa der nächste Nackenschlag, Ladislav Brykner sah nach einem Foul die Rote Karte. „Natürlich muss Ladi da weg bleiben, das weiß er auch selber. Dennoch ist das eine Zeitstrafe und keine Rote Karte“, monierte SV-Trainer Petr Hazl nach dem Spiel. Somit einer weiteren Option im Rückraum beraubt, hielten die Schwarz-Gelben weiterhin dagegen. Moritz Rahn erzielte den 6:6-Ausgleich, wenig später traf Dziugas Jusys zum 8:7-Anschluss. Mittlerweile feierte Thomas Oertel aus dem Sachsenliga-Team seine Drittliga-Premiere, musste jedoch nach Intervention des Kampfgerichts wegen eines angeblichen Wechselfehlers eine Zeitstrafe absitzen. Mit ganz viel Routine nutzte der Spitzenreiter diese Phase und zog auf 11:7 davon. Wieder komplett stemmte sich Oberlosa weiter entgegen. Abwehr-Chef Dziugas Jusys kassierte nach 26 Minuten bereits seine dritte Zeitstrafe und war fortan auch zum Zuschauen verdammt. Unverdrossen kämpften die Schwarz-Gelben weiter, der zweite Debütant Carsten Märtner traf zum zwischenzeitlichen 13:10. Mit einem 14:10 für den haushohen Favoriten ging es in die Halbzeitpause.

Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt. Etwa bis zur 40. Minute konnten die arg dezimierten Randplauener mithalten, dann wurde der Akku langsam leer. „Ich möchte meiner Mannschaft für den heutigen Auftritt ein großes Kompliment machen. Derart personell gebeutelt, nach dem Ausfall von Brykner haben uns 9 Spieler gefehlt, hat hier jeder alles gegeben. Zeitweise standen wir mit drei Spielern aus der 2.Mannschaft gleichzeitig auf dem Parkett. Auch diese Jungs haben das gut gemacht und sich nie hängen lassen. Dass uns am Ende da die Luft ausgeht, kommt nicht überraschend. Wir haben hier zudem jede 50/50-Entscheidung der Unparteiischen gegen uns bekommen. Die Rote Karte gegen Brykner, zwei der drei Zeitstrafen gegen Jusys, der angebliche Wechselfehler gegen Oertel, das kann ich nicht nachvollziehen und das ärgert mich auch wahnsinnig für meine Mannschaft, die hier gekämpft hat bis zum Umfallen“, war Petr Hazl nach dem Spiel angesäuert.

Vinnhorst nutzte seine spielerische und körperliche Überlegenheit indes aus und gewann am Ende sicher mit 30:18. „Vinnhorst hat natürlich verdient gewonnen, das ist gar keine Frage. Dennoch wird das Ergebnis in der Höhe der Leistung meines Teams nicht gerecht. Jetzt müssen wir hoffen, dass zumindest zwei, drei der Verletzten nächste Woche zurück kehren. Mit dem SC Magdeburg II kommt das nächste absolute Spitzenteam nach Plauen“, blickte Hazl am Ende bereits wieder nach vorn auf das nächste Heimspiel am kommenden Samstag.

Oberlosa: Vaicekauskas, Raupach; Jusys (2 Tore), Oertel, Wetzel, Skalda (5/ davon 1 Siebenmeter), Märtner (1), Wokan (1), Brykner, Duschek (4), Hertel (1/1), Kolomaznik (2), Rahn (2)

(RM)

(09.10.2021) SV 04 unterliegt SV Anhalt Bernburg

Plauener haben Sieben-Tore-Rückstand aufgeholt und trotzdem verloren

SV 04 Oberlosa unterliegt dem SV Anhalt Bernburg mit 34:36

(Text und Foto: Karsten Repert)

Das ist bemerkenswert: Trotz aktuell 0:12 Punkten stehen die Plauener Fans hinter dem SV 04 Oberlosa. Foto: Karsten Repert

 

 

 

 

 

 

 

Das war die beste Saisonleistung! 70 Tore fielen in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Aber der SV 04 Oberlosa wird nicht vom Glück verfolgt. Und er macht noch zu viele Fehler. In der 3. Bundesliga kassierten die Plauener Handballer beim 34:36 (16:21) gegen den SV Anhalt Bernburg deshalb die sechste Niederlage in Folge. Aber was für eine …

Schon vor dem Spiel steckte der Aufsteiger mit der Gehirnerschütterung von Jan Skalda im Abschlusstraining einen weiteren Rückschlag weg. 53 Sekunden nach dem Anwurf flog Dziugas Jusys nach einem Foulspiel mit Rot vom Feld. Fragwürdig war diese Entscheidung. Und Linus Roth humpelte nach 15 Minuten mit Leistenproblemen vom Feld. So beklagten die Vogtländer schlagartig sieben Ausfälle. Dieser Umstand war ein Grund für den 16:21-Pausenrückstand, aber es war nur die halbe Wahrheit. Denn die Spitzenstädter mussten sich in einem hammerwilden Schlagabtausch selbst vorwerfen, dass man mindestens sieben „Bretter“ vergeben hatte und außerdem noch zwölf erfolgreiche Bernburger Tempogegenstöße zuließ. SV04-Routinier Paul Richter übte Selbstkritik: „Keine Frage, wir haben erst in der zweiten Halbzeit weniger Fehler gemacht als der Gegner. Wenn man gewinnen will, muss die Quote stimmen.“

Nach dem Fünf-Tore-Pausenrückstand bekannte der Bernburger Trainer Martin Ostermann: „Dass Oberlosa bei einer derartigen Ausfallliste in der zweiten Halbzeit wirklich noch zurückkommt, ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber habe natürlich meine Leute genau davor gewarnt.“

Doch zunächst konnten die Bernburger ihren Vorsprung sogar noch ausbauen. Mit dem 18:25-Zwischenstand schien die Partie nach 35 Minuten entschieden. Was dann passierte, erklärte Moritz Rahn so: „Wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, kannst du dich nur noch nach vorn befreien.“ Der Plauener Linksaußen eröffnete mit dem 19:25 die fulminante Oberlosaer Aufholjagd, die er selbst sechs Minuten vor Schluss mit dem 31:31-Ausgleich krönte. Jetzt glich der Kurt-Helbig-Tempel einem Tollhaus.

Cheftrainer Petr Hazl: „Das Publikum war überragend. Die Fans haben uns unglaublich gepusht!“ Mit seinem Treffer zum 34:34-Ausgleich sorgte Sebastian Duschek für einen Hitchcock-Krimi. Doch konnten die Plauener den nächsten Treffer der Bernburger, die trotz Unterzahl (34:35) zuschlugen, nicht verhindern. Zudem scheiterte Plauens Kreisläufer Jakub Kolomaznik an Keeper Dominik Balin. Den Schlusspunkt eines unglaublich rassigen Handballabends setzten jedoch nicht die Spieler, sondern die Unparteiischen. Sie sorgten wie bereits in der ersten, dann auch in der letzten Spielminute für Verwunderung. Während der Feldschiedsrichter bereits den Rückwärtsgang einlegte, weil alle in der Halle – also auch beide Mannschaften – von einem Torabwurf ausgegangen waren, ertönte von Referee Nummer 2 der Siebenmeterpfiff. Damit wurde den Gastgebern die Chance zum erneuten Ausgleich geraubt. Bernburgs bester Mann Nico Richter verwandelte das „Geschenk“ humorlos zum 34:36-Endstand.

Fazit: Der SV 04 Oberlosa ist in der 3. Bundesliga angekommen, aber eben noch nicht richtig drin, weil an vielen Stellen Kleinigkeiten fehlen. Die Plauener haben aber trotz der Rückschläge einen gewaltigen Sprung gemacht und es ist für viele Zuschauer ein Erlebnis, diese Liga live in Plauen erleben zu dürfen. Nach der besten Saisonleistung rangieren die Vogtländer mit 0:12 Punkten auf dem vorletzten Platz. Kommenden Samstag geht’s zum Staffelkrösus TuS Vinnhorst nach Hannover. Und eine Woche später empfangen die Spitzenstädter mit dem SC Magdeburg II den aktuellen Tabellenzweiten.

Statistik
SV 04 Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach – Jusys (nach 53 Sekunden Rote Karte), Wetzel, Roth, Trommer-Ernst, Brykner (6 Tore), Richter (2), Duschek (5), Kolomaznik (3), Rahn (4), Kucharik (8/davon 3 Siebenmeter), Naumann (6/1)
Rote Karten: Dziugas Jusys (1. Min, Oberlosa), Niklas Friedrich (Bernburg, 57. Min) beide wegen Foulspiel
Zuschauer: 404 (kare)

 

(03.10.2021) Hauchdünne Niederlage

Handball 3. Bundesliga / Männer

TSV Hannover-Burgdorf II – SV 04 Oberlosa 17:16

Ein Spiel für Handball-Ästheten war es nicht, was den Zuschauern im Hannoveraner Stadtteil Burgdorf am Sonntag geboten wurde. Viel Kampf, viel Einsatz aber auch viele Fehler auf beiden Seiten kennzeichneten ein Duell, in dem am Ende die Hausherren hauchdünn die Nase vorn hatten.

Es dauerte bis zur 8. Minute, ehe Ladislav Brykner die Spitzenstädter mit 1:0 in Führung brachte. Über weite Strecken der ersten Hälfte standen beide Abwehrreihen äußerst kompakt und beide Torhüter konnten sich mehrfach auszeichnen. Der Bundesligaerfahrene Petar Juric brachte Burgdorf beim 3:2 erstmals in Führung. Oberlosa produzierte im Angriff zu viele Fehler und Fehlwürfe. So setzten sich die Hausherren auf 7:3 ab. Letztlich ging es mit einem 8:4 für die Niedersachsen in die Halbzeitpause. Dass sich Oberlosa trotz nur vier erzielter Treffer noch Hoffnungen auf einen Punktgewinn machen konnte, hatte man einer starken Defensive und einem erneut gut aufgelegten Benas Vaicekauskas zwischen den Pfosten zu verdanken.

Nach dem Wiederanpfiff kam die stärkste Phase der Schwarz-Gelben. Binnen fünf Minuten traf man so häufig wie in der gesamten ersten Hälfte und glich zum 8:8 aus. Über die Stationen 10:10 und 12:12 blieb es eine Partie auf Augenhöhe. „Wir haben es immer wieder geschafft, Burgdorf zu Abschlüssen aus ungünstiger Position zu zwingen. Vorne haben wir es jedoch nicht geschafft, unsere Fehlerquote entscheidend zu reduzieren“, resümierte SV-Trainer Petr Hazl später.

Der starke Nico Cornelius brachte die 04er zwar mit 13:12 in Führung, insgesamt verpassten es die Randplauener jedoch in dieser Phase, noch ein, zwei Tore mehr zwischen sich und die Hausherren zu bringen. Die Bundesliga-Reserve der Hannoveraner nutzte die Unzulänglichkeiten im Angriffsspiel der Gäste aus und zog seinerseits mit 16:13 davon. Mit starker Moral kam Oberlosa erneut zurück. Ivan Kucharik, Ladislav Brykner und Jan Skalda sorgten mit ihren Toren für den 16:16-Ausgleich. Leider verletzte sich in dieser Phase Nico Cornelius vermutlich schwer am Sprunggelenk. Den letzten Treffer der Partie setzte dann der Gastgeber zum 17:16-Endstand und die Spitzenstädter gingen mit hängenden Köpfen in die Kabine.

„17 Gegentore auswärts bei einer so schnellen Mannschaft sind sehr sehr gut. Mit 16 geworfenen Toren können wir natürlich nicht zufrieden sein, das ist zu wenig. Jetzt müssen wir hoffen, dass es Nico Cornelius nicht allzu schwer erwischt hat. Wir waren jetzt zwei Mal in Schlagdistanz und haben jeweils knapp verloren. Kommende Woche im Heimspiel sind wir dran“, richtete Hazl trotz aller Enttäuschung kurz nach dem Abpfiff den Blick bereits wieder nach vorn auf das Duell am kommenden Samstag gegen den SV Anhalt Bernburg.

Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach; Jusys (1 Tor), Wetzel, Cornelius (5), Roth, Skalda (1), Brykner (3), Richter, Duschek (2), Kolomaznik (1), Kucharik (3), Naumann

(RM)

Kronkorken-Sammelaktion

SAMMELN, SAMMELN, SAMMELN …

Es geht in die Endrunde! Nur noch bis zum 30. September können die STERNQUELL-Aktionskronkorken abgegeben werden. Also: gebt noch einmal ALLES! Sprecht noch einmal Eure Freunde, Kollegen und die Familie an. Jeder Kronenkorken zählt. Bringt eure gesammelten Kronenkorken bis spätestens 30. September in die Helbig-Halle. 

Vielen Dank.

www.sternquell.de

 

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