Autor: Christian Huster
Trotz Personalnot teuer verkauft
DHK Flensborg – SV 04 Oberlosa 37:33
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim DHK Flensborg vor 417 Zuschauern in der Flensburger Idraetshallen trotz guter Leistung mit 33:37 verloren. In Anbetracht der Tatsache, dass die Plauener neben den Langzeitverletzten Schneider, Nedoma und Hanisch auch auf Leos Petrovsky und Roman Becvar verzichten mussten, verkauften sich die Vogtländer im hohen Norden teuer.
„Ich kann keinem einen Vorwurf machen. Wir wollten hier unbedingt den Klassenerhalt perfekt machen und haben alles gegeben. Die Mannschaft hat sich nach Rückständen immer wieder zurück gekämpft, am Ende stehen wir dennoch mit leeren Händen da“, war SV-Coach Ladislav Brykner die Enttäuschung anzumerken.
Bereits am Freitag angereist, starteten die Spitzenstädter schwungvoll in die Partie und begegneten den Hausherren bis zum 5:5 auf Augenhöhe. In der Folge machte DHK-Akteur Thilo Knutzen den Unterschied. Am Vorabend noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt gegen Melsungen auf dem Parkett gestanden, traf der 2,13m-Riese traumwandlerisch sicher aus dem Rückraum. Dank Ihres Unterschiedsspielers legten die Norddeutschen immer wieder vor und nahmen schließlich eine 23:20-Führung mit in die Halbzeitpause.
Dank einer taktischen Veränderung auf Seiten der Vogtländer, kam Knutzen in der zweiten Hälfte nicht mehr so zum Zug und die Schwarz-Gelben glichen zum 23:23 aus. „Dann haben wir zwei Mal die Chance, selbst in Führung zu gehen, lassen diese Möglichkeiten aber aus“, machte Brykner einen Knackpunkt der Partie aus. Beim 28:28 stand die Partie weiterhin Spitz auf Knopf. In der Schlussphase der Begegnung schwang sich DHK-Keeper Rune Hauenstein zu einer überragenden Leistung auf. Beim 34:32 für die Gastgeber schnupperten die Vogtländer zwar immer noch am Punktgewinn, doch der Dansk Handbold Klub (DHK) machte mit zwei Treffern dann endgültig den Deckel drauf.
Im Kampf um den Klassenerhalt hat sich für die Schwarz-Gelben indes nichts geändert. Sicher abgestiegen sind die U23 des SC DHfK Leipzig und die Sportfreunde Söhre. Die HSG Ostsee (15:41 Puntkte), der Oranienburger HC (16:40) und der SV 04 Oberlosa (18:38) kämpfen an den letzten beiden Spieltagen noch um den Klassenerhalt, einer aus diesem Trio muss noch in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Die besten Karten halten dabei zweifellos die 04er in der Hand. Mit einem Auswärtssieg am kommenden Sonntag in Leipzig wäre der Klassenerhalt perfekt.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (10 Tore/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik (4), Trommer-Ernst, Tektel, Chobot (1), Schauer (3), Meckel (5), Olkowski (6), Malta, Puljic (4), Naumann
Zuschauer: 417
–RM–
Oberlosa holt Youngster
Aufmerksamen Beobachtern des letzten Heimspiels vom SV 04 Oberlosa fiel ein junger Mann auf, der neu im Kader der Schwarz-Gelben ist. Der 18-jährige Daniil Tektel wurde bereits jetzt als Vorgriff auf die neue Saison verpflichtet. Der Rückraumspieler wechselte aus der A-Jugend des TV Großwallstadt in die Spitzenstadt. „Ich sehe in Plauen sehr gute Chancen mich weiter zu entwickeln. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und mir den Einstieg leicht gemacht“, erklärt der Rechtshänder. Zum Einsatz gekommen ist Tektel am Samstag noch nicht. „Wir stecken im Kampf um den Klassenerhalt. Da ist es schwierig, einen neuen Spieler ins kalte Wasser zu werfen. Daniil ist jetzt seit zwei Wochen dabei und muss zunächst einmal unsere Philosophie verinnerlichen“, verdeutlicht Trainer Ladislav Brykner und ergänzt, „er ist körperlich sehr robust für sein Alter. Ich denke, mit einer kompletten Saisonvorbereitung wird er dem Verein viel Freude machen“.
„Abwehrstärke und ein guter Wurf“, benennt der Youngster seine Vorzüge, betont aber auch, „dass ich noch sehr jung bin und in meinem ersten Jahr bei den Männern noch viel lernen muss“. Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt freut sich über die Zusage des Rückraumspielers. „Er ist enorm ehrgeizig und körperlich schon sehr robust. Im Probetraining hat er angedeutet, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann, sobald er voll integriert ist“. Die Personalplanungen der 04er sind laut Petzoldt damit weitgehend abgeschlossen. „Mit den Verpflichtungen von Fabrice Oertel, Mathias Choleva, Franz Schauer und Daniil Tektel haben wir vier vielversprechende Leute geholt und die Verjüngung des Kaders entscheidend vorangetrieben“.
–RM–

+++Meisterbienen bis zur letzten Sekunde gefordert+++
Was für ein Spiel! Leidenschaft, Wille, Rückschläge und in der Schlussphase fast der Ausgleich. Spätestens nach dem starken Sieg gegen den Tabellenzweiten war klar: Unterschätzen wird uns keiner mehr. Die bittere Hinspiel-Niederlage (42:26) saß tief – Wiedergutmachung war angesagt. Hinzu kommt: letztes Heimspiel der Saison und der Abschied von Trainer Lucas Dießner. Die Aufgabe war klar.. ..und wir lieferten.
Mit purem Willen gingen wir früh mit 6:4 in Führung (14.Minute). Rödertal glich aus, doch wir hielten dagegen. Der Halbzeitstand war ein vielversprechendes Ergebnis von 11:13.
Nach der Pause dann der Dämpfer: kleine Fehler, gnadenlos bestraft. Der Rückstand wächst bis zur 45. Minute auf 7 Tore. Drei Treffer in Serie, die Halle wurde lauter und wir kämpften uns wieder heran. Die Meisterinnen der Oberliga Sachsen konnten letztmalig in der 52. Minute ein Tor erzielen – 22:26. Wir setzten erneut mit 3 Toren in Folge ein Ausrufezeichen – plötzlich 25:26 (57. Minute)..beide Mannschaften wurden sichtlich nervös. Die letzten Minuten waren nerven pur. Hektik, Spannung, Gänsehaut. Am Ende setzt Rödertal den letzten Treffer zum 25:27. Bitter – aber was für eine Leistung!
Diese Niederlage fühlt sich wie ein Sieg an. Wir haben gekämpft, mitgehalten, alles reingeworfen. Ja, die Chancenverwertung hat uns nicht den erhofften Sieg erbracht – doch dieser Auftritt hat erneut gezeigt, was in uns steckt. Danke an unsere Fans, Sponsoren und Trommler – ihr wart der Wahnsinn!
Hertel – Heinrich, Wierick (3; 2/4), Rieger, Seebauer, Hertel (2; 1/3), Richter (2), Börner (5; 0/1), Hennig (12; 4/6), Mattes (1), Kolomaznikova, Schieke
J.M.
Rückschlag für den SV 04 Oberlosa
Rückschlag für den SV 04 Oberlosa im Drittliga-Abstiegskampf. Die Plauener Handballer unterlagen in eigener Halle gegen die HG Hamburg-Barmbek mit 29:31 (15:17). „Das ist besonders bitter, weil wir heute mit einem Sieg den Klassenerhalt eigentlich in der Tasche gehabt hätten. Jetzt wird alles noch einmal richtig spannend“, ärgerte sich Matevž Kunst (14 Tore). Der Topscorer der Nordoststaffel hat bereits 216 Treffer auf seinem Konto. Doch gegen Hamburg durchbrachen die Oberlosaer die 30-Tore-Schallmauer nicht. Und dann wird es in dieser Tempoliga immer schwer, zu gewinnen.
Mit der Schlusssirene sah man die Fragezeichen in den Plauener Gesichtern. Nach den starken Leistungen in den vorangegangenen Spielen hatte selbst „Handball-Professor“ Jörg Grüner keine schnelle Antwort. „Wir müssen genau analysieren, woran es gelegen hat. Am Kampfgeist oder fehlender Fitness liegt es nicht. Es ist schwierig, bei so einem engen Spiel gleich eine einfache Erklärung zu finden“, stellte der Co-Trainer fest.
In der Tat: Das Spiel auf Augenhöhe bestimmte zunächst Oberlosa. Über die Stationen 6:3, 10:8, 13:10 und 14:13 marschierten die Gastgeber zwar bis zur 24. Minute vorne weg. „Aber das wirkt heute alle so fahrig“, haderte Spielbetriebs-Geschäftsführer Lutz Petzoldt bereits zu diesem Zeitpunkt mit der Gesamtperformance der Oberlosaer. Mal zündeten die Plauener den Turbo. Dann brachte sich der SV 04 durch unpräzise Würfe oder technische Fehler selbst wieder aus der Fassung. Anders dagegen die Gäste.
Die Hamburger waren bereits einen Tag früher angereist. HG-Rückraumschütze Tim Stapenhorst verriet nach Spielschluss: „Wir haben uns akribisch auf Plauen vorbereitet. Wir wussten, dass die Halle bebt, wenn Oberlosa mal zwei, drei Tore in Folge macht. Dann mussten wir den Lauf der Gastgeber mit allen Mitteln unterbinden.“ Bemerkenswert: Obwohl beide Teams verbissen um jeden Millimeter kämpften, ging es bei nur drei Zeitstrafen (Oberlosa 2, Hamburg 1) nicht über die Grenze des Erlaubten. Vor der Pause wendete sich das Blatt. Barmbek ging in Führung und Tim Stapenhorst netzte zum 15:17-Halbzeitstand ein.
Auch in der zweiten Halbzeit fehlte dem SV 04 Oberlosa die Konstanz. Da bejubelten die 616 Zuschauer zum einen die Ausgleichstreffer von Lukas Meckel (17:17/18:18), Patrik Chobot (25:25) und Franz Schauer mit Platzwunde an der Schläfe (26:26). Gleichzeitig gerieten die Plauener aber auch wieder in Rückstand (19:23, 26:28). Und so zuckelte der Plauener Endspurtexpress mit zwei Toren Rückstand über die Ziellinie, weil die Hamburger einfach immer Widerstand leisteten. Hinzu kam, dass die SV-Torhüterleistungen von Patryk Foluszny und Henric Ebert diesmal auch nicht auf dem obersten Level eingestuft werden konnten. Das Plauener Außenspiel brachte ebenfalls wenig Wirkungstreffer ein.
Gästetrainer Mirco Demel war happy: „Die Kulisse in Plauen war schon beeindruckend. Aber wir haben uns die zwei Punkte geholt und liegen nun in der Tabelle einen Zähler vor Oberlosa.“ Die Spitzenstädter rangieren jetzt drei Spieltage vor Schluss drei Punkte über dem Strich. Das Team von Cheftrainer Ladislav Brykner muss nun zweimal auswärts bei der DHK Flensborg und beim SC DHfK Leipzig II ran. In der Auswärtsbilanz bringt es Oberlosa bislang nur auf 4:22 Zähler. Da ist klar wie schwer diese beiden Spiele werden. Viele Fans hatten gehofft, dass nicht bis zur letzten Minute gezittert werden muss. Am 30. Spieltag (9. Mai) empfängt Oberlosa den TSV Altenholz in Plauen.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Patryk Foluszny, Henric Ebert – Stäglich (3), Kunst (14/davon 4 Siebenmeter), Jezernik (1), Trommer-Ernst (1), Tektel, Chobot (1), Schauer (1), Meckel (4), Becvar (3), Olkowski (1), Malta, Puljic, Naumann
Schiedsrichter: Rick Ehrenpfordt, Manuel Haas
Zeitstrafen: Oberlosa 2, Hamburg 1
Siebenmeter: Oberlosa 4/davon 4 verwandelt / Hamburg 3/3
Zuschauer: 616 (kare)
„Die Helbig-Halle muss beben“
Am 27.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa (11.Platz; 18:34 Punkte) eine weitere richtungsweisende Partie auf dem Plan. In der Plauener Kurt-Helbig-Halle gastiert mit der HG Hamburg-Barmbek (12.Platz; 17:35) der unmittelbare Tabellennachbar, der Anwurf zum vorletzten Heimspiel der Saison erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr.
Die Ausgangslage ist klar. Gewinnen die Plauener ihr Heimspiel, haben sie dann drei Spieltage vor Schluss entweder fünf oder sechs Punkte Vorsprung, je nach Ausgang der Partie zwischen der HSG Ostsee und dem Oranienburger HC, auf die Abstiegsplätze. Zudem könnte man die Hamburger um drei Zähler distanzieren. Das wird allerdings ein hartes Stück Arbeit. Im Hinspiel unterlagen die Plauener praktisch mit dem Schlusspfiff hauchdünn mit 31:32, von einer ähnlich spannenden Begegnung ist auch diesmal auszugehen. Wie wichtig die Partie auch für die Norddeutschen ist, beweist die Tatsache, dass sich die Hanseaten bereits am Vortag auf den Weg in Richtung Vogtland machen. „Für beide Teams geht es um viel. Wir haben uns beim ersten Endspiel in der Vorwoche in Söhre nervlich stabil gezeigt. Eine ähnliche Leistung braucht es auch am Samstag, um den angestrebten Heimsieg einzufahren“, verdeutlicht der Plauener Trainer Ladislav Brykner. Vorsicht ist geboten, immerhin holten die Elbestädter bereits acht Punkte in fremder Halle. „Wir müssen ähnlich kompakt in der Abwehr stehen, wie in der Vorwoche und wir brauchen wieder absolute Konsequenz im Abschluss“, erklärt der SV-Coach. Einmal mehr bauen die Schwarz-Gelben am Samstag auf ihren leidenschaftlichen Anhang. „Die Halle muss beben“, hofft nicht nur der zuletzt formstarke Plauener Keeper Henric Ebert auf eine prall gefüllte Halle. „Mit den Fans im Rücken müssen beide Punkte in Plauen bleiben. Gelingt uns das, kommen wir unserem großen Ziel sehr nahe“, so der Schlussmann. Personell dürfte es bei den 04ern kaum Veränderungen geben, die SV-Verantwortlichen können auf den erfolgreichen Kader der Vorwoche bauen.
–RM–
Eigengewächs bleibt Oberlosa treu
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa kann hinter eine weitere wichtige Personalie einen Haken setzen.
Linksaußen Tim Stäglich bleibt seinem Verein weiterhin erhalten und verlängert seinen Vertrag bis 2027. Das Eigengewächs wird damit auch in der kommenden Saison für die Schwarz-Gelben auf Torejagd gehen.. Der 25-jährige wurde in der laufenden Spielzeit nach dem Abgang von Kevin Roch ins kalte Waser geschmissen. Mit bislang 65 Saisontoren wurde Stäglich den Erwartungen gerecht und entwickelte sich zu einer zuverlässigen Stütze der Mannschaft.
„Ich freue mich sehr, dass Tim den Weg weiter mit uns geht. Er hat in der laufenden Saison einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht und ist noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Er ist ein Paradebeispiel dafür, was man mit Fleiß, Geduld und der nötigen Einstellung erreichen kann“, zeigt sich der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt mit der Vertragsverlängerung des Flügelflitzers zufrieden. „Die Verantwortlichen haben vor der Saison viel Vertrauen in mich gesetzt. Dem versuche ich gerecht zu werden und ich glaube das gelingt mir ganz gut. Mir macht es einfach unglaublich viel Spaß mit meinem Verein in der 3.Liga zu spielen“, erklärt Stäglich.
–RM–

Oberlosa sammelt Big Points
Sportfreunde Söhre – SV 04 Oberlosa 28:35
Der SV 04 Oberlosa hat in der 3.Handball-Bundesliga ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Beim direkten Konkurrenten, den Sportfrreunden Söhre, setzten sich die Plauener souverän mit 35:28 durch und bauten den Abstand auf die Abstiegsplätze vier Spieltage vor Schluss auf vier Punkte aus.
Vor 405 Zuschauern in der Steinberg-Sporthalle in Diekholzen im Großraum Hildesheim hatten die Gastgeber die Partie als letzten Strohhalm im Kampf um den Ligaverbleib bezeichnet. Entsprechend engagiert gingen die Niedersachsen in die Partie. Die Plauener hatten zunächst große Probleme, sich auf die Linie der beiden Unparteiischen einzustellen und kassierten in den ersten fünfzehn Minuten gleich vier Zeitstrafen und eine Rote Karte gegen Teo Jezernik. Zu diesem Zeitpunkt führten die Hausherren klar mit 10:6. „Dass es nach diesen vielen Strafen nur vier Tore Rückstand waren, das war noch das Beste an der Anfangsphase. Wir haben dann einen kühlen Kopf bewahrt, haben disziplinierter verteidigt und uns Schritt für Schritt wieder herangekämpft“ stellte der Plauener Trainer Ladislav Brykner später in der Analyse fest. In der Tat machten sich die Vogtländer an die Aufholjagd und stellten durch Tim Stäglich den Anschluss zum 10:11 her. Die 04er stellten fortan eine starke Defensive und hatten in Henric Ebert einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Petar Puljic glich zum 14:14 aus und in den verbleibenden Minuten bis zum Pausentee sorgten Matevz Kunst, erneut Stäglich und Franz Schauer für eine 17:14-Führung der Spitzenstädter.
Der Start in die zweite Hälfte gelang den Plauenern perfekt, mit drei Treffern in Folge schraubten die Schwarz-Gelben den Abstand auf 20:14. Angetrieben von einer lautstarken Kulisse wollten sich die Niedersachsen jedoch keinesfalls geschlagen geben und verkürzten wieder zum 17:20. „Wie wir in dieser heißen Atmosphäre dann cool geblieben sind, das macht mich stolz. Wir waren weiterhin sehr diszipliniert und haben uns vorentscheidend abgesetzt“, erklärte Brykner. Angeführt vom überragenden Roman Becvar (9 Tore) und dem in Abwehr wie Angriff überzeugenden Franz Schauer (7), legten die Plauener einen fünf Tore Lauf auf das Parkett und bauten den Abstand so auf 25:17 aus. In der Folge spielten die 04er die Partie souverän herunter, behaupteten stets einen klaren Vorsprung und feierten am Ende einen ebenso deutlichen wie verdienten Auswärtssieg. „Der Sieg geht aus meiner Sicht auch in der Höhe in Ordnung. Wir haben stark verteidigt und Henric Ebert hat seine aufsteigende Form der letzten Wochen heute über sechzig Minuten eindrucksvoll untermauert. Im Angriff haben wir gegen verschiedene Deckungssysteme der Hausherren immer wieder Lösungen gefunden. Ich bin heute sehr zufrieden“, jubelte Brykner nach der Partie.
Am kommenden Samstag erwarten die Schwarz-Gelben im vorletzten Heimspiel der Saison mit der HG Hamburg-Barmbek den nächsten direkten Konkurrenten in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Mit einem vollen Erfolg können die 04er einen ganz entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (6 Tore/ davon 2 Siebenmeter), Kunst (5), Jezernik, Trommer-Ernst (2), Petrovsky (4), Tektel, Chobot, Schauer (7), Meckel, Becvar (9), Olkowski, Malta, Puljic (2)
Zuschauer: 405
–RM–
Oberlosa holt weitere Verstärkung
Beim Handball-Drittligisten SV 04 Oberlosa nimmt der Kader für die neue Saison weiterhin Formen an. Mittlerweile präsentieren die Schwarz-Gelben den dritten Neuzugang für die kommende Spielzeit, mit Franz Häcker kommt von der U23 des SC DHfK Leipzig ein durchsetzungsstarker Rückraumspieler in die Spitzenstadt.
In der aktuellen Drittliga-Saison belegt Häcker mit 153 Toren derzeit den siebten Platz der Torschützenliste der Staffel Nord-Ost. Den 1,93m großen Rechtshänder zeichnen seine Dynamik und sein eins gegen eins Verhalten aus. „Franz kennt die 3.Liga, ist sehr torgefährlich und kann hohes Tempo gehen. Er passt perfekt in unser Anforderungsprofil und wir treiben die Verjüngung der Mannschaft konsequent voran“, zeigt sich der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt zufrieden mit dem Transfer. Dem Plauener Publikum dürfte der Neuzugang noch aus den Relegationsspielen im Vorjahr bekannt sein. Damals noch im Trikot des HC Burgenland machte der Rückraumakteur mit insgesamt 14 Treffern den 04ern das Leben enorm schwer.
Häcker selbst freut sich auf die neue Aufgabe in der Spitzenstadt. „Ich habe ja schon öfters gegen Oberlosa gespielt. Nach den Gesprächen mit Lutz Petzoldt war mir klar, dass ich nach Plauen wechseln möchte. Nun kann ich es kaum erwarten, diese tollen Fans auch einmal im Rücken zu haben“, erklärt der 24-jährige. „Ich gehe sicher davon aus, dass mein neues Team den Klassenerhalt schafft. Dann ist es unser aller Ziel, in der neuen Spielzeit nicht in den Abstiegskampf verwickelt zu werden und eine sorgenfreie Saison zu spielen“.
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Zweiter Neuzugang für Oberlosa
Der SV 04 Oberlosa bastelt weiter kräftig am Kader für die neue Spielzeit. Nach der Verpflichtung von Fabrice Oertel (HC Empor Rostock / A-Jugend) präsentieren die 04er nun einen weiteren jungen Neuzugang. Vom tschechischen Extraligisten SKP Frydek-Mistek wechselt mit dem 23-jährigen Mathias Choleva ein bärenstarker Rechtsaußen in die Spitzenstadt. Im Februar weilte der 1,86m große Linkshänder, der trotz seiner Jugend bereits über viel Erfahrung verfügt, zum Probetraining bei den Schwarz-Gelben und überzeugte die Verantwortlichen auf ganzer Linie. „Wir spielen nach dem langfristigen Ausfall von Miroslav Nedoma schon seit geraumer Zeit mit nur einem gelernten Rechtsaußen. Nach der Verletzung von Sebastian Naumann muss nun Philip Trommer-Ernst aus der zweiten Mannschaft aushelfen. Auf dieser Position war eine Verstärkung also zwingend nötig und ich bin sehr zufrieden, dass es gelungen ist, mit Mathias Choleva einen Top-Mann zu verpflichten“, erklärt Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung. Die 3.Liga in Deutschland ist sehr stark, dort wird toller Handball gespielt“, erklärt Choleva, der von sich aus den Kontakt zu den Spitzenstädtern gesucht hat. „Wir haben in der Vorbereitung mit meinem bisherigen Klub bereits zwei Mal gegen Plauen gespielt. Der Zusammenhalt im Team hat mir super gefallen, auch meine Eindrücke beim Probetraining waren sehr gut“, so der Flügelflitzer. Angesprochen auf seine Stärken und Schwächen erklärt Choleva, dass „Konterspiel, Sprungkraft, Kondition und Wurfvariabilität“ zu den Stärken gehören. „Verbessern muss ich mich vor allem in der Defensive“, weiß der 23-jährige, der bei den Plauenern einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat.
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