Autor: Christian Huster
Onlineticktes gegen den HSG Eider-Harde (SONNTAG!!)
Deutliche Auswärtsniederlage für Oberlosa in Magdeburg
Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am 4. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost beim SC Magdeburg II mit 30:41 (12:22) geschlagen geben. Vor 199 Zuschauern in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle gerieten die Spitzenstädter vor allem im ersten Durchgang deutlich ins Hintertreffen. Nach der Pause zeigte sich Oberlosa offensiv verbessert, konnte die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen.
Dabei begann die Begegnung aus Sicht der Gäste durchaus vielversprechend. Matevz Kunst erzielte nach 1:19 Minuten den ersten Treffer der Partie. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 durch Teo Jezernik übernahm die junge Magdeburger Mannschaft allerdings zunehmend die Kontrolle. Vom 3:2 setzte sich der SCM innerhalb weniger Minuten auf 8:3 ab. Oberlosa reagierte nach 9:11 Minuten mit der ersten Auszeit.
Doch auch danach fanden die Schwarz-Gelben nur schwer Zugriff auf das Magdeburger Spiel. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nachdem Oberlosa durch Kunst, Stäglich und Jezernik zunächst noch auf 7:11 verkürzen konnte, folgte die nächste starke Phase der Hausherren. Magdeburg erhöhte innerhalb weniger Minuten auf 15:7.
Oberlosa versuchte dagegenzuhalten. Vinzent Bertl traf vom Siebenmeterpunkt, Mathias Choleva und Franz Häcker waren ebenfalls erfolgreich. Dennoch gelang es den Gästen nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Mit einem deutlichen 12:22 ging es schließlich in die Kabinen.
Zweite Halbzeit nahezu ausgeglichen
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der SV 04 offensiv verbessert. Vinzent Bertl eröffnete den zweiten Durchgang mit einem verwandelten Siebenmeter zum 13:22. Matevz Kunst traf anschließend zweimal, auch Roman Becvar, Franz Schauer und Philip Trommer-Ernst steuerten Treffer bei. Doch Magdeburg hatte auf die Plauener Tore immer wieder die passende Antwort und hielt den Vorsprung im zweistelligen Bereich. Nach knapp 40 Minuten stand es 29:19.
Im weiteren Verlauf setzte sich die SCM-Reserve bis auf 37:22 ab. Trotz der längst entschiedenen Partie gab sich Oberlosa nicht auf und zeigte in der Schlussphase noch einmal Moral. Tim Stäglich traf innerhalb von 33 Sekunden zweimal, zudem waren Franz Häcker, Johann Niklas Malta, Daniil Tektel und Vinzent Bertl erfolgreich. Bertl setzte schließlich mit seinem Treffer zum 30:41 den Schlusspunkt.
Immerhin: Den zweiten Durchgang gestalteten die Spitzenstädter mit 18:19 nahezu ausgeglichen. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war jedoch deutlich zu groß.
Kunst bester Oberlosa-Werfer
Erfolgreichster Torschütze des SV 04 war Matevz Kunst mit sechs Treffern. Dahinter folgte Vinzent Bertl mit fünf Toren, der beide Siebenmeter verwandelte. Tim Stäglich erzielte vier und Franz Häcker drei Treffer. Je zweimal trafen Teo Jezernik, Franz Schauer und Johann Niklas Malta.
Auf Seiten der Gastgeber war Tim Bennet Thielicke mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer. Besonders vom Siebenmeterpunkt zeigte er sich mit sechs Treffern bei sechs Versuchen sicher. Noah Hensen erzielte sieben Tore.
Trainer Henoch: „Spiel schnell analysieren und abhaken“
Oberlosas Trainer Enrico Henoch fand nach der Partie klare Worte. Seine Mannschaft sei an diesem Abend „in allen Belangen nicht in der Lage gewesen, Drittliga-Handball zu bieten“. Vor allem defensiv habe der Zugriff auf den Gegner gefehlt.
Auch im Angriff habe sich seine Mannschaft sehr schwergetan. Gleichzeitig hob Henoch die gute Torhüterleistung des SC Magdeburg II hervor, die es den Plauenern zusätzlich erschwert habe, zu einfachen Torerfolgen zu kommen.
Lange beschäftigen soll die Mannschaft die deutliche Niederlage allerdings nicht. Für Henoch gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und anschließend den Blick wieder nach vorn zu richten: „Wir müssen das Spiel schnell analysieren und dann abhaken.“
SV 04 Plauen-Oberlosa: Tim Stäglich (4), Matevz Kunst (6), Libor Hanisch (1), Franz Häcker (3), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (1), Vinzent Bertl (5/2), Daniil Tektel (1), Max Flämig, Franz Schauer (2), Mathias Choleva (1), Roman Becvar (1), Johann Niklas Malta (2), Til Koffent (1), Henric Ebert, Sebastian Naumann.
Endstand: SC Magdeburg II – SV 04 Plauen-Oberlosa 41:30 (22:12)
Zuschauer: 199
Spielort: Wolfgang-Lakenmacher-Halle, Magdeburg
+++Alter Verein, aber neue Aufgabe – Willkommen Simon Dude+++
Zurück zu den Wurzeln
Nach vielen Jahren kehrt er zu seinen handballerischen Wurzeln zurück: Der neue Trainer der Frauenmannschaft des SV 04 kennt den Verein nicht nur aus der Distanz – er hat hier selbst seine komplette Kindheit und Jugend verbracht. Was ihn zur Rückkehr bewegt hat, welche Ziele er mit der Mannschaft verfolgt und warum auch Niederlagen zusammenschweißen können, erzählt er im Interview.
Du hast dich für den SV 04 entschieden – was hat dich letztlich davon überzeugt, hier als Trainer der Frauenmannschaft anzugreifen?
„Die vielen Anfragen und weil ich hier meine komplette Kindheit/Jugend schon mit Handball verbracht habe. (Man trifft also viele altbekannte Gesichter wieder, die man jetzt öfter sehen darf.) …weil bei der Damenmannschaft demnächst talentierte junge Spielerinnen nachrücken.
Du bist wieder zurück beim SV 04. Wie fühlt es sich jetzt an, wieder hier zu sein?
„Das erste Mal wieder in der Helbig Halle Training zu machen und vor allem der 1. Heimspielsamstag waren schon Gänsehautmomente. Aber es fühlt sich auch nach viel Arbeit und Verantwortung an.“
Du bringst bereits einiges an Trainererfahrung mit. Was hast du aus deinen bisherigen Stationen gelernt – und was ist im Frauenbereich vielleicht ganz besonders?
„Bisher war ich immer Co-Trainer bei Lok Leipzig Mitte und habe mich viel mit individueller Entwicklung von einzelnen Spielerinnen auseinandergesetzt. Gelernt, denke ich, habe ich schon einiges, da ich mit mehreren Trainern zusammenarbeiten durfte, die das schon teilweise seit Jahrzehnten machen. Allerdings sehe ich mich immer noch sehr am Anfang von meiner Entwicklung als Trainer, gerade was den Erwachsenenbereich angeht. Gelernt habe ich bei anderen Trainerstationen, dass es einfach ein wenig Zeit braucht, bis die neuen Dinge so funktionieren, wie sie sollen, und man als Trainer immer der Geduldigste im Team sein sollte.“
Saison 2026/2027: Was möchtest du mit der Mannschaft in dieser Saison erreichen? Gibt es ein konkretes Ziel, oder geht es zunächst darum, etwas Neues aufzubauen?
„Ganz klar in der Verbandsliga zu bleiben und die Mannschaft, gerade mit den jungen Neuen, die mit am Start sind, erstmal auch zu einer Mannschaft werden zu lassen. Man merkt schließlich schon, ob jemand seit Jahren zusammenspielt oder ob sich zwei Menschen auf dem Handballfeld erst seit ein paar Wochen kennen.“
Was erwartet die Mannschaft von ihrem neuen Trainer?
„Jemanden, der gerne schnellen Handball spielen möchte und auch gerne variable Abwehrsysteme einbringt. (An dem Variantenreichtum wird hart gearbeitet ;))“
Wenn du dich selbst als Trainer beschreiben müsstest: Was können sich die Spielerinnen von dir erwarten – und was erwartest du im Gegenzug von ihnen?
„Wenn ich Trainer von einer Mannschaft bin, dann geht diese vor. Ich versuche natürlich, jedes Training anzuleiten und bei jedem Spiel an der Seitenlinie zu sein. Ich hoffe, mit der gleichen Einstellung gehen auch die Spielerinnen diese Saison an.
Ich bin ja selbst noch Spieler, dementsprechend dürfen sie sich auf einen Trainer freuen, der gerne offen für die handballerischen Ideen der Spielerinnen ist.“
Blick hinter die Kulissen: Wenn Handball mal Pause hat – wer steckt eigentlich hinter dem Trainer? Was sollte man über dich unbedingt noch wissen?
„Wenn mal Pause ist, dann bin ich meistens in Leipzig und dort gerne im Garten, in der Sauna oder bei Freunden zum Spieleabend oder so 😉 Ansonsten habe ich auch noch ein Berufsleben als Erzieher.“
Was ist für dich wichtiger – eine Mannschaft, die gewinnt, oder eine Mannschaft, die auch dann zusammenhält, wenn sie verliert? Und warum?
„Eine Mannschaft, die auch bei Niederlagen zusammenhält, weil das die Voraussetzung für Siege ist.“
J.M.

SV 04 vor schwerer Auswärtsaufgabe in Magdeburg
Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit 6:0 Punkten wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am kommenden Spieltag gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Enrico Henoch bei den SCM Youngsters, der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg. Damit treffen zwei Teams aufeinander, die mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen dürften.
„Das ist wieder eine sehr junge, talentierte Mannschaft, die Christoph Theuerkauf zusammen hat“, sagt SV-04-Cheftrainer Enrico Henoch mit Blick auf den kommenden Gegner. „Da sind einige von der deutschen Meistermannschaft aus dem letzten Jahr aus der A-Jugend dabei. Einige Junioren-Nationalspieler, die eine hohe Qualität mitbringen.“
Die SCM Youngsters stehen unter der Leitung von Christoph Theuerkauf, der selbst 57 Länderspiele für Deutschland bestritt. Seine Mannschaft orientiert sich spielerisch deutlich am Stil des Bundesligateams aus Magdeburg: hohes Tempo, viele Eins-gegen-eins-Situationen und konsequente Durchbrüche prägen das Angriffsspiel der jungen Elbestädter.
Henoch erwartet deshalb einen Gegner, der über seine Dynamik und die technische Ausbildung seiner Spieler dauerhaft Druck erzeugen kann: „Es ist eine Mannschaft, die extrem gut über das Tempo kommt, die technisch und taktisch sehr gut ausgebildet ist.“
Zum Kader der Magdeburger zählt mit Elvis Ernesto Kretzschmar auch der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Stefan Kretzschmar. Der Youngster gewann mit dem SCM bereits deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich und wurde im Sommer U18-Europameister.
Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profibereich zeigt sich auch an Tim Bennet Thielicke. Der 18-Jährige kam in der vergangenen Woche beim Champions-League-Auftakt des SC Magdeburg gegen den norwegischen Meister Kolstad Håndball zum Einsatz und erzielte bei seinem Debüt drei Tore. Der SCM gewann die Partie deutlich mit 37:22.
Für Plauen-Oberlosa bedeutet das: Der Gegner verfügt trotz seines jungen Alters über Akteure mit Erfahrungen auf höchstem Niveau. Entsprechend aufmerksam muss der SV 04 insbesondere gegen die hohe Geschwindigkeit im Umschaltspiel sowie die individuellen Eins-gegen-eins-Qualitäten der Magdeburger agieren.
Für den SV 04 wird die Partie auch deshalb zur Herausforderung, weil nach zwei Heimspielen nun wieder eine Auswärtsreise ansteht und der Kader weiterhin mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Dennoch sieht Henoch seine Mannschaft gut vorbereitet und mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet.
„Das wird für uns wieder eine sehr schwierige Aufgabe, zumal wir jetzt nach zwei Heimspielen auch wieder auswärts antreten müssen und noch ein bisschen Verletzungssorgen haben“, erklärt der Trainer. „Trotzdem können wir mutig in so eine Aufgabe hineingehen mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen.“
Der bisher makellose Saisonstart soll dem SV 04 dabei Rückenwind geben. Gleichzeitig weiß Henoch um die Ausgangslage beim Gegner: „Magdeburg wird natürlich auch vor Selbstbewusstsein strotzen, weil sie die letzten beiden Heimspiele gewonnen und das erste Spiel nur knapp beim Meisterschaftsfavoriten in Aue verloren haben.“
Die Voraussetzungen deuten auf eine ausgeglichene und intensive Begegnung hin. Die Youngsters wollen ihre Heimstärke bestätigen, während der SV 04 seine Erfolgsserie fortsetzen und auch aus Magdeburg etwas Zählbares mitnehmen möchte.
„Von daher denke ich, dass das wieder ein sehr enges Spiel wird, wo kleine Nuancen darüber entscheiden, wer die zwei Punkte mitnimmt“, so Henoch. Für Plauen-Oberlosa wird es darauf ankommen, die eigene Abwehrstabilität erneut auf die Platte zu bringen, das Tempospiel des SCM so gut wie möglich zu kontrollieren und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.
(ElH)

Ergebnisdienst vom Wochenende
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SV 04 Plauen-Oberlosa behauptet sich gegen DHK Flensborg
Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am dritten Spieltag der 3. Liga einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor 525 Zuschauern setzte sich die Mannschaft in der Kurt-Helbig-Sporthalle mit 25:22 (11:10) gegen den DHK Flensborg durch und erhöhte ihr Punktekonto damit auf 6:0. Entscheidend waren eine stabile Abwehr, eine starke Torhüterleistung und ein über die gesamte Spielzeit konzentrierter Auftritt.
Die Partie begann ausgeglichen und war von Beginn an von hoher Energie und großer Einsatzbereitschaft auf beiden Seiten geprägt. Flensborg erwischte den besseren Start und ging zunächst mit 4:2 in Führung. Der SV 04 ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, arbeitete sich Tor um Tor heran und glich beim 6:6 wieder aus. In der Folge übernahm Oberlosa zunehmend die Kontrolle. Über 9:8 und 10:8 erspielten sich die Hausherren einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Halbzeitpfiff behaupteten. Mit einer 11:10-Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte der SV 04 den besseren Start. Angeführt von einer engagierten Defensive und einem starken Henric Ebert im Tor setzte sich Plauen-Oberlosa innerhalb weniger Minuten auf 16:11 ab. Roman Becvar zeigte sich dabei besonders treffsicher, während Matevz Kunst mit wichtigen Toren und sicher verwandelten Siebenmetern immer wieder Akzente setzte.
Flensborg kämpfte sich anschließend zurück in die Partie und verkürzte den Rückstand bis auf 16:14. Die Gastgeber reagierten jedoch konzentriert und stellten mit einem Zwischenspurt auf 20:14. In dieser Phase zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit des SV 04 besonders deutlich: Jeder Spieler stellte sich in den Dienst der Mannschaft und half mit, den Vorsprung zu verteidigen.
In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Die Gäste kamen über 23:18 und 25:20 näher heran und verkürzten kurz vor dem Ende auf 25:22. Der Heimsieg geriet jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Mit konsequenter Abwehrarbeit und hoher Konzentration brachte Plauen-Oberlosa die Führung über die Zeit.
Neben der stabilen Abwehr überzeugte der SV 04 durch gute Abschlüsse und eine geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders erfreulich war der erste Einsatz von Vinzent Bertl, der sich gut in das Team einfügte und wichtige Impulse setzte. Zum Player of the Match wurde Torhüter Henric Ebert gewählt. Er gab der Mannschaft mit seiner starken Leistung über die gesamte Partie hinweg den entscheidenden Rückhalt.
Überschattet wurde der Heimsieg von der Verletzung von Libor Hanisch. Hanisch war nach der 24. Spielminute nicht mehr einsatzfähig. Dadurch erhält der Erfolg der Mannschaft einen zusätzlichen kämpferischen Wert.
„Es war ein sehr energiegeladenes Spiel von beiden Mannschaften, wobei die Angriffsleistung etwas hinter der Abwehr- und Torhüterleistung stand, was das Ergebnis auch zeigt“, erklärte Co-Trainer Jörg Grüner nach der Partie. „Wir haben das Spiel sehr willensstark geführt, und jeder hat sich heute in den Dienst der Mannschaft und des Erfolges gestellt. Wir wünschen unserem Kreisläufer Libor Hanisch alles Gute. Fazit: Es war ein Mannschaftserfolg. Wir freuen uns riesig, die Punkte in Plauen zu behalten und damit den Punktestand auf 6:0 zu erhöhen.“
(ElH)
+++ SV 04 Plauen-Oberlosa empfängt DHK Flensborg +++
Nach dem dramatischen 31:30-Heimsieg gegen den Stralsunder HV steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa bereits das nächste Heimspiel in der 3. Handball-Bundesliga Nord-Ost an. Am kommenden Samstag, den 12. September, empfängt die Mannschaft um Cheftrainer Enrico Henoch den DHK Flensborg. Anwurf in der Kurt-Helbig-Sporthalle ist um 19.00 Uhr.
Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonspielen ist der SV 04 erfolgreich in die neue Spielzeit gestartet. Nach dem 38:33-Auswärtserfolg beim HV Grün-Weiß Werder folgte am vergangenen Wochenende der hart umkämpfte, aber verdiente 31:30-Erfolg gegen den Stralsunder HV. Besonders die Schlussphase, in der Philip Trommer-Ernst mit dem Ausgleich und dem Siegtor in den letzten Sekunden das Match entschied, war ein Beleg für die kämpferische Qualität der Truppe. Diese Energie und Konzentration möchte der SV 04 nun auch im dritten Saisonspiel vor heimischem Publikum abrufen und die Siegesserie weiter ausbauen.
Mit dem DHK Flensborg kommt ein Gegner nach Plauen, der mit viel Schwung in die neue Spielzeit gestartet ist. Der Dansk Handbold Klub ist Kooperationspartner der SG Flensburg-Handewitt und profitiert von dieser engen Anbindung an den Bundesligisten. Mit drei Punkten aus den ersten beiden Spielen hat Flensborg einen starken Saisonstart hingelegt und sich früh in der Tabelle etabliert. Die Mannschaft wird von Trainer Magnus Frisk Jensen betreut und gilt als eines der jüngsten Teams der Liga. Wie für junge Teams typisch, verfügen die Flensborger über technisch gut ausgebildete Spieler, die mit frischem Tempo und unbekümmerter Spielweise aufwarten.
Im Kader finden sich mehrere Leistungsträger, die das Spiel der Flensborger maßgeblich prägen. Im Tor bringt Catalin Hajdu wichtige Paraden und gibt der jungen Abwehr Halt. Im Angriff lenkt Spielmacher Maurice Niestroj das Offensivspiel und sorgt für Struktur und Kreativität. Mit Moritz Dethlefsen steht zudem ein U18-Europameister im Aufgebot, der bereits in jungen Jahren über herausragende Qualität und internationale Erfahrung verfügt. Ein weiterer Schlüsselspieler ist Jonas Rhitaphorn, der bereits für die SG Flensburg-Handewitt in der European League auf dem Parkett stand und damit Erfahrung auf hohem europäischen Niveau mitbringt. Ein solcher Spieler kann in jedem Moment entscheidend eingreifen.
Der SV 04 hat jedoch eine Rechnung offen. In der vergangenen Saison verlor die Mannschaft beide Begegnungen gegen den DHK Flensborg und möchte nun vor heimischem Publikum Wiedergutmachung betreiben. Gleichzeitig wollen die Plauener die Eindrücke aus der Schlussphase gegen Stralsund mitnehmen: mit Willen, Energie und der Unterstützung der heimischen Zuschauer.
Torwart-Trainer Tyll Schmidtke blickt mit Zuversicht auf die Begegnung: „Der DHK Flensborg ist ein starker Gegner mit vielen Talenten aus der Flensburger Handballschule. Mit einer guten Abwehrleistung im Zusammenspiel mit unseren gut aufgelegten Torhütern wollen wir natürlich die Siegesserie fortführen. Wichtig für den Erfolg ist der 8. Mann im Rücken, um die Jungs zu beflügeln. Also kommt alle in die Helbig-Hölle und feuert die Schwarz-Gelben an!“
(ElH)

Sieg des Willens: Oberlosa ringt Stralsund nieder
Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat seinen Heimauftakt in der 3. Liga mit einem echten Kraftakt erfolgreich
gestaltet. Vor 443 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Sporthalle bezwangen die Spitzenstädter den Stralsunder
HV nach einer umkämpften und bis in die Schlussminute hochspannenden Partie mit 31:30 (18:15). Vor
allem Einsatzbereitschaft, Kampfgeist und der unbedingte Wille zum Erfolg gaben am Ende den Ausschlag.
Dabei erwischten zunächst die Gäste den etwas besseren Start. Stralsund legte zweimal vor, doch Oberlosa fand
schnell in die Partie. Nach dem 2:3 drehten Sebastian Naumann und Tim Stäglich mit zwei Treffern innerhalb
weniger Sekunden die Begegnung zum 5:3. Fortan entwickelte sich ein intensives Duell, in dem sich die
Hausherren zunächst leichte Vorteile erarbeiteten. Über 10:7 setzte sich Oberlosa auf 11:8 ab, musste beim 11:11
jedoch erstmals wieder den Ausgleich hinnehmen.
Die Vogtländer ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach einer Auszeit stabilisierte sich die Mannschaft wieder
und erarbeitete sich bis zur Pause erneut einen Vorsprung. Roman Becvar sorgte mit seinem Treffer zum 18:15 für
den Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Stralsund erhöhte den Druck, während bei den Gastgebern
zunehmend der Kräfteverschleiß zu spüren war. Aus dem 19:16 wurde innerhalb weniger Minuten ein 19:19.
Oberlosa stemmte sich dagegen, doch in der 41. Minute gingen die Gäste beim 22:23 erstmals seit der
Anfangsphase wieder in Führung. Wenig später lag Stralsund sogar mit 24:22 vorn.
Was folgte, war vor allem eine Willensleistung. Obwohl die Kräfte schwanden, blieb Oberlosa dran. Matevz Kunst
und Roman Becvar brachten die Hausherren beim 27:27 wieder auf Augenhöhe, Becvar legte anschließend zum
28:27 nach. Doch auch Stralsund gab sich nicht geschlagen. Beim 29:30 durch Jonas Wark in der 57. Minute schien
die Partie erneut in Richtung der Gäste zu kippen.
Die Schlussminuten gehörten jedoch Oberlosa – und Philip Trommer-Ernst. Nach einer Auszeit traf der
Außenspieler zunächst zum 30:30 und ließ 50 Sekunden vor dem Ende auch das umjubelte 31:30 folgen. Stralsund
nahm noch einmal eine Auszeit, doch die Hausherren verteidigten ihren knappen Vorsprung bis zur Schlusssirene.
Der Jubel in der Helbig-Halle war entsprechend groß.
Erfolgreichster Werfer der Plauener war Matevz Kunst mit neun Treffern, darunter zwei Siebenmeter. Roman
Becvar steuerte sechs Tore bei. Libor Hanisch, Mathias Choleva und Philip Trommer-Ernst trafen jeweils viermal.
Trainer Enrico Henoch zeigte sich nach der Partie insbesondere mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft
zufrieden: „Ich bin über die vollen 60 Minuten sehr zufrieden, vor allem auf kämpferischer Ebene. Das war ein Sieg
des Willens.“ Nach dem zwischenzeitlichen Rückstand habe seine Mannschaft gut ins Spiel zurückgefunden und sei
für ihn der verdiente Sieger gewesen – „auch wenn es am Ende sicherlich ein Stück weit glücklich war“.
Dass die Begegnung in der zweiten Halbzeit noch einmal derart eng wurde, überraschte den Trainer angesichts der
personellen Situation nicht. „In der zweiten Halbzeit verlassen uns etwas die Kräfte. Wir wussten, dass wir aufgrund
einiger angeschlagener Spieler nur wenige Möglichkeiten hatten“, erklärte Henoch. Umso höher bewertete er den
Einsatz seiner Mannschaft: „Mit der Bereitschaft und der Energie bin ich sehr zufrieden.“
Lange genießen können die Oberlosaer den Erfolg allerdings nicht. Der Blick richtet sich bereits auf die nächste
Aufgabe. Am kommenden Samstag um 19 Uhr ist Flensborg in der Kurt-Helbig-Sporthalle zu Gast. „Der Fokus liegt
jetzt schon auf Flensborg“, macht Henoch deutlich. Nach dem emotionalen 31:30-Erfolg gegen Stralsund soll dann
vor heimischer Kulisse der nächste Schritt folgen.