Autor: Christian Huster
„Mit Teamgeist zum ersten Auswärtssieg“
+++Auswärtssieg trotz dünner Personaldecke!+++
Sonntag, 17:30 Uhr – Auswärtsspiel gegen TuS Leipzig-Mockau II. Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal: Die Personaldecke war von Beginn an dünn und in der ersten Halbzeit mussten wir zusätzlich zwei Verletzte verkraften. Trotzdem zeigte die Mannschaft, was in ihr steckt. 🔥 Vor allem die Abwehr stand in Halbzeit zwei richtig stark und ließ den Gegner nur schwer zu klaren Chancen kommen. Der Teamgeist war dabei über die gesamte Spielzeit top – jede Spielerin kämpfte für die andere.
Offensiv lief es dagegen nicht immer rund. Wir warfen der Torhüterin teilweise direkt in die Hände, hatten zu ungenaue Abschlüsse und versuchten es gerade in schwierigen Phasen zu häufig mit Würfen aus dem Rückraum, die nicht immer die beste Lösung waren.
Nach einer 11:13-Halbzeitführung blieb es bis zum Schluss spannend. Leipzig-Mockau kam noch einmal heran, doch wir behielten die Nerven und brachten den Vorsprung über die Zeit. Endstand: 22:24! 🥳 Unter diesen Bedingungen sind die zwei Punkte vor allem eines: Teamarbeit! ❤️🔥 Kämpferisch, füreinander und bis zur letzten Sekunde – genau so muss es sein!
Hertel – Seebauer (1), Hertel (2), Richter (2), Rill (5; 1/1), Hermann (4), Hennig (3; 1/1), Rother (5), Schieke (2)
Am Samstag, 03.10.2026 um 16:00 Uhr heißt es in der Kurt-Helbig-Halle Plauen: H e i m s p i e l 🔥 SV 04 vs. HSV Mölkau – Die Haie Wir freuen uns auf Eure Unterstützung! 🥁🥳
K.S.

Oberlosa gibt Vier-Tore-Führung in Delitzsch aus der Hand
Delitzsch.
Trotz einer starken Phase rund um den Seitenwechsel musste sich der SV 04 Plauen-Oberlosa beim NHV Concordia Delitzsch mit 34:38 (18:16) geschlagen geben. Eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung reichte den Spitzenstädtern am Ende nicht zum Punktgewinn.
Vor 635 Zuschauern erwischten die Oberlosaer zunächst nicht ihren besten Start. Gerade in der ersten Viertelstunde leistete sich der SV 04 zu viele technische Fehler und brachte sich damit immer wieder selbst um gute Möglichkeiten. Delitzsch wusste das zu nutzen, führte nach knapp 15 Minuten mit 8:6 und setzte sich im weiteren Verlauf sogar auf 13:9 ab.
Doch die Vogtländer fanden eine Antwort. Mit zunehmender Spielzeit bekam Oberlosa mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen und kämpfte sich zurück. Beim Stand von 12:15 starteten die Spitzenstädter einen starken 5:0-Lauf und drehten die Partie innerhalb weniger Minuten komplett. Mathias Choleva und Til Koffent sorgten schließlich für die 17:15-Führung, ehe Teo Jezernik praktisch mit der Halbzeitsirene zum 18:16-Pausenstand traf.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der SV 04 zunächst am Drücker. Choleva und Roman Becvar erhöhten innerhalb der ersten zweieinhalb Minuten auf 20:16. Nach dem starken Schlussspurt vor der Pause schien Oberlosa die Partie nun endgültig auf seine Seite gezogen zu haben.
Delitzsch dreht die Partie
Doch genau hier kippte die Begegnung. Statt den Vier-Tore-Vorsprung weiter auszubauen oder zumindest zu behaupten, verlor der SV 04 zunehmend seine Linie. Delitzsch erhöhte die Intensität, zwang die Gäste wieder häufiger zu Fehlern und arbeitete sich Tor um Tor heran. Gleichzeitig bekam die Halle neuen Schwung und trieb die Gastgeber nach vorn. In der 40. Minute war die Oberlosaer Führung beim 23:23 vollständig aufgebraucht.
Der Ausgleich erwies sich als Wendepunkt. Während Delitzsch nun immer mehr Sicherheit gewann, fand Oberlosa nicht mehr zu der Konsequenz aus der starken Phase vor und nach der Pause zurück. Die Gastgeber nutzten das Momentum und zogen vom 23:23 auf 30:25 davon. Innerhalb kurzer Zeit war aus einer komfortablen Oberlosaer Führung ein deutlicher Rückstand geworden.
Die Spitzenstädter versuchten noch einmal gegenzuhalten, doch Delitzsch ließ sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen. Beim 35:29 betrug der Rückstand erstmals sechs Treffer. Oberlosa kämpfte bis zum Schluss, konnte die entscheidende Phase des zweiten Durchgangs aber nicht mehr korrigieren. Mit 38:34 behielt der NHV am Ende verdient die Oberhand.
Trainer Henoch: „Dann geben wir das Spiel aus der Hand“
„In der ersten Viertelstunde machen wir zu viele technische Fehler. Danach arbeiten wir uns gut ins Spiel hinein und schaffen es, uns bis zur Halbzeit die Führung zu erarbeiten. Auch in die zweite Halbzeit kommen wir gut rein und liegen mit vier Toren vorn. Dann geben wir das Spiel aus der Hand. Delitzsch nutzt das konsequent und gewinnt am Ende verdient“, bilanzierte SV-Trainer Enrico Henoch.
Bester Werfer der Oberlosaer war Matevz Kunst mit acht Treffern, darunter drei Siebenmeter. Mathias Choleva steuerte sechs Tore bei, Til Koffent traf fünfmal. Auf Delitzscher Seite war Jan Brix mit acht Treffern erfolgreichster Schütze.
SV 04 Plauen-Oberlosa: Kunst 8/3, Choleva 6, Koffent 5, Hanisch 4, Stäglich 3, Becvar 2, Naumann 2, Häcker 1, Jezernik 1, Bertl 1, Schauer 1.
Endstand: NHV Concordia Delitzsch – SV 04 Plauen-Oberlosa 38:34 (16:18) Zuschauer: 635
Derby beim NHV Concordia Delitzsch
Nach dem schweren Auswärtsspiel beim SC Magdeburg II wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am kommenden Spieltag gastiert die Mannschaft beim NHV Concordia Delitzsch. Die Gastgeber wollen vor eigenem Publikum ihren ersten Saisonsieg feiern, während der SV 04 die Niederlage in Magdeburg schnell abhaken und wieder punkten möchte. Die Partie verspricht nicht nur wegen der regionalen Nähe beider Vereine viel Spannung, sondern auch wegen der unterschiedlichen Ausgangslagen: Der SV 04 möchte sich im oberen Tabellenbereich festsetzen, Delitzsch will den Befreiungsschlag in der neuen Liga schaffen.
Der NHV Concordia Delitzsch hat sich mit einer beeindruckenden Regionalliga-Saison den Aufstieg gesichert. 50:6 Punkte standen am Ende der vergangenen Spielzeit zu Buche; über die vergangenen drei Regionalliga-Jahre sammelte der NHV sogar 71 Siege in 84 Partien. Diese Bilanz unterstreicht, dass Delitzsch nicht als gewöhnlicher Aufsteiger in die 3. Liga gekommen ist. An der Seitenlinie steht Jan Jungandreas. Er muss zum Saisonbeginn jedoch mit personellen Problemen umgehen, wie der Ausfall von Kreisläufer Niklas Seifert, der nach einem Mittelfußbruch erneut zurückgeworfen wurde. Dennoch verfügt Delitzsch über Akteure, die ein Spiel jederzeit prägen können.
Besondere Aufmerksamkeit verlangt Rückraum-Mitte Rune Klecar. Der Spielmacher führt die Angriffe des NHV, sucht selbst den Abschluss und setzt seine Mitspieler in Szene. Im linken Rückraum bringt Maximilian Amtsberg viel Wurfkraft mit. Zwischen den Pfosten ist Marian Voigt eine wichtige Stütze: Der erfahrene Torhüter kehrte vor dieser Saison nach Delitzsch zurück und gehört zu den personellen Verstärkungen im Kader.
Der Saisonstart verlief für die Concorden ergebnistechnisch schwierig, zeigte aber zugleich, dass die Mannschaft auch in der neuen Liga konkurrenzfähig ist. Zum Saisonauftakt mussten die Delitzscher eine 32: 42 Niederlage gegen den HC Empor Rostock einstecken, um gleich am darauffolgenden Wochenende den ersten Punkt auswärts bei der HG Hamburg-Barmbek zu holen. Danach folgte eine 29:38 Niederlage beim TSV Altenholz, ehe die Mannschaft am vergangenen Wochenende beim Stralsunder HV mit 25:27 nur knapp unterlag.
Torwarttrainer Tyll Schmidtke blickt mit Vorfreude auf die Begegnung: „Nach der Niederlage in Magdeburg wollen wir schnell wieder in die Spur finden und natürlich heiß auf das Derby gegen Delitzsch sein. Wir hoffen auf eine tolle Atmosphäre in Delitzsch und darauf, dass auch viele unserer Fans den Weg nach Delitzsch finden. Entscheidend wird sein, dass wir uns im Angriff wieder besser für unseren Aufwand belohnen und unsere Chancen konsequenter nutzen. Wenn wir dabei mit der nötigen mannschaftlichen Entschlossenheit auftreten, wollen wir den Derbysieg unbedingt nach Plauen holen.“
Die Voraussetzungen für einen intensiven Handballabend sind damit gegeben. Beide Mannschaften wollen die zwei Punkte, beide Teams werden auf die Unterstützung ihrer Fans bauen. Der SV 04 will die Auswärtsaufgabe mit einem mutigen Auftritt annehmen und die Punkte mit ins Vogtland nehmen.
(ElH)
Onlineticktes gegen den HSG Eider-Harde (SONNTAG!!)
Deutliche Auswärtsniederlage für Oberlosa in Magdeburg
Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am 4. Spieltag der 3. Liga Nord-Ost beim SC Magdeburg II mit 30:41 (12:22) geschlagen geben. Vor 199 Zuschauern in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle gerieten die Spitzenstädter vor allem im ersten Durchgang deutlich ins Hintertreffen. Nach der Pause zeigte sich Oberlosa offensiv verbessert, konnte die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen.
Dabei begann die Begegnung aus Sicht der Gäste durchaus vielversprechend. Matevz Kunst erzielte nach 1:19 Minuten den ersten Treffer der Partie. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 durch Teo Jezernik übernahm die junge Magdeburger Mannschaft allerdings zunehmend die Kontrolle. Vom 3:2 setzte sich der SCM innerhalb weniger Minuten auf 8:3 ab. Oberlosa reagierte nach 9:11 Minuten mit der ersten Auszeit.
Doch auch danach fanden die Schwarz-Gelben nur schwer Zugriff auf das Magdeburger Spiel. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nachdem Oberlosa durch Kunst, Stäglich und Jezernik zunächst noch auf 7:11 verkürzen konnte, folgte die nächste starke Phase der Hausherren. Magdeburg erhöhte innerhalb weniger Minuten auf 15:7.
Oberlosa versuchte dagegenzuhalten. Vinzent Bertl traf vom Siebenmeterpunkt, Mathias Choleva und Franz Häcker waren ebenfalls erfolgreich. Dennoch gelang es den Gästen nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Mit einem deutlichen 12:22 ging es schließlich in die Kabinen.
Zweite Halbzeit nahezu ausgeglichen
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der SV 04 offensiv verbessert. Vinzent Bertl eröffnete den zweiten Durchgang mit einem verwandelten Siebenmeter zum 13:22. Matevz Kunst traf anschließend zweimal, auch Roman Becvar, Franz Schauer und Philip Trommer-Ernst steuerten Treffer bei. Doch Magdeburg hatte auf die Plauener Tore immer wieder die passende Antwort und hielt den Vorsprung im zweistelligen Bereich. Nach knapp 40 Minuten stand es 29:19.
Im weiteren Verlauf setzte sich die SCM-Reserve bis auf 37:22 ab. Trotz der längst entschiedenen Partie gab sich Oberlosa nicht auf und zeigte in der Schlussphase noch einmal Moral. Tim Stäglich traf innerhalb von 33 Sekunden zweimal, zudem waren Franz Häcker, Johann Niklas Malta, Daniil Tektel und Vinzent Bertl erfolgreich. Bertl setzte schließlich mit seinem Treffer zum 30:41 den Schlusspunkt.
Immerhin: Den zweiten Durchgang gestalteten die Spitzenstädter mit 18:19 nahezu ausgeglichen. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war jedoch deutlich zu groß.
Kunst bester Oberlosa-Werfer
Erfolgreichster Torschütze des SV 04 war Matevz Kunst mit sechs Treffern. Dahinter folgte Vinzent Bertl mit fünf Toren, der beide Siebenmeter verwandelte. Tim Stäglich erzielte vier und Franz Häcker drei Treffer. Je zweimal trafen Teo Jezernik, Franz Schauer und Johann Niklas Malta.
Auf Seiten der Gastgeber war Tim Bennet Thielicke mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer. Besonders vom Siebenmeterpunkt zeigte er sich mit sechs Treffern bei sechs Versuchen sicher. Noah Hensen erzielte sieben Tore.
Trainer Henoch: „Spiel schnell analysieren und abhaken“
Oberlosas Trainer Enrico Henoch fand nach der Partie klare Worte. Seine Mannschaft sei an diesem Abend „in allen Belangen nicht in der Lage gewesen, Drittliga-Handball zu bieten“. Vor allem defensiv habe der Zugriff auf den Gegner gefehlt.
Auch im Angriff habe sich seine Mannschaft sehr schwergetan. Gleichzeitig hob Henoch die gute Torhüterleistung des SC Magdeburg II hervor, die es den Plauenern zusätzlich erschwert habe, zu einfachen Torerfolgen zu kommen.
Lange beschäftigen soll die Mannschaft die deutliche Niederlage allerdings nicht. Für Henoch gilt es nun, die Partie aufzuarbeiten und anschließend den Blick wieder nach vorn zu richten: „Wir müssen das Spiel schnell analysieren und dann abhaken.“
SV 04 Plauen-Oberlosa: Tim Stäglich (4), Matevz Kunst (6), Libor Hanisch (1), Franz Häcker (3), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (1), Vinzent Bertl (5/2), Daniil Tektel (1), Max Flämig, Franz Schauer (2), Mathias Choleva (1), Roman Becvar (1), Johann Niklas Malta (2), Til Koffent (1), Henric Ebert, Sebastian Naumann.
Endstand: SC Magdeburg II – SV 04 Plauen-Oberlosa 41:30 (22:12)
Zuschauer: 199
Spielort: Wolfgang-Lakenmacher-Halle, Magdeburg
+++Alter Verein, aber neue Aufgabe – Willkommen Simon Dude+++
Zurück zu den Wurzeln
Nach vielen Jahren kehrt er zu seinen handballerischen Wurzeln zurück: Der neue Trainer der Frauenmannschaft des SV 04 kennt den Verein nicht nur aus der Distanz – er hat hier selbst seine komplette Kindheit und Jugend verbracht. Was ihn zur Rückkehr bewegt hat, welche Ziele er mit der Mannschaft verfolgt und warum auch Niederlagen zusammenschweißen können, erzählt er im Interview.
Du hast dich für den SV 04 entschieden – was hat dich letztlich davon überzeugt, hier als Trainer der Frauenmannschaft anzugreifen?
„Die vielen Anfragen und weil ich hier meine komplette Kindheit/Jugend schon mit Handball verbracht habe. (Man trifft also viele altbekannte Gesichter wieder, die man jetzt öfter sehen darf.) …weil bei der Damenmannschaft demnächst talentierte junge Spielerinnen nachrücken.
Du bist wieder zurück beim SV 04. Wie fühlt es sich jetzt an, wieder hier zu sein?
„Das erste Mal wieder in der Helbig Halle Training zu machen und vor allem der 1. Heimspielsamstag waren schon Gänsehautmomente. Aber es fühlt sich auch nach viel Arbeit und Verantwortung an.“
Du bringst bereits einiges an Trainererfahrung mit. Was hast du aus deinen bisherigen Stationen gelernt – und was ist im Frauenbereich vielleicht ganz besonders?
„Bisher war ich immer Co-Trainer bei Lok Leipzig Mitte und habe mich viel mit individueller Entwicklung von einzelnen Spielerinnen auseinandergesetzt. Gelernt, denke ich, habe ich schon einiges, da ich mit mehreren Trainern zusammenarbeiten durfte, die das schon teilweise seit Jahrzehnten machen. Allerdings sehe ich mich immer noch sehr am Anfang von meiner Entwicklung als Trainer, gerade was den Erwachsenenbereich angeht. Gelernt habe ich bei anderen Trainerstationen, dass es einfach ein wenig Zeit braucht, bis die neuen Dinge so funktionieren, wie sie sollen, und man als Trainer immer der Geduldigste im Team sein sollte.“
Saison 2026/2027: Was möchtest du mit der Mannschaft in dieser Saison erreichen? Gibt es ein konkretes Ziel, oder geht es zunächst darum, etwas Neues aufzubauen?
„Ganz klar in der Verbandsliga zu bleiben und die Mannschaft, gerade mit den jungen Neuen, die mit am Start sind, erstmal auch zu einer Mannschaft werden zu lassen. Man merkt schließlich schon, ob jemand seit Jahren zusammenspielt oder ob sich zwei Menschen auf dem Handballfeld erst seit ein paar Wochen kennen.“
Was erwartet die Mannschaft von ihrem neuen Trainer?
„Jemanden, der gerne schnellen Handball spielen möchte und auch gerne variable Abwehrsysteme einbringt. (An dem Variantenreichtum wird hart gearbeitet ;))“
Wenn du dich selbst als Trainer beschreiben müsstest: Was können sich die Spielerinnen von dir erwarten – und was erwartest du im Gegenzug von ihnen?
„Wenn ich Trainer von einer Mannschaft bin, dann geht diese vor. Ich versuche natürlich, jedes Training anzuleiten und bei jedem Spiel an der Seitenlinie zu sein. Ich hoffe, mit der gleichen Einstellung gehen auch die Spielerinnen diese Saison an.
Ich bin ja selbst noch Spieler, dementsprechend dürfen sie sich auf einen Trainer freuen, der gerne offen für die handballerischen Ideen der Spielerinnen ist.“
Blick hinter die Kulissen: Wenn Handball mal Pause hat – wer steckt eigentlich hinter dem Trainer? Was sollte man über dich unbedingt noch wissen?
„Wenn mal Pause ist, dann bin ich meistens in Leipzig und dort gerne im Garten, in der Sauna oder bei Freunden zum Spieleabend oder so 😉 Ansonsten habe ich auch noch ein Berufsleben als Erzieher.“
Was ist für dich wichtiger – eine Mannschaft, die gewinnt, oder eine Mannschaft, die auch dann zusammenhält, wenn sie verliert? Und warum?
„Eine Mannschaft, die auch bei Niederlagen zusammenhält, weil das die Voraussetzung für Siege ist.“
J.M.

SV 04 vor schwerer Auswärtsaufgabe in Magdeburg
Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit 6:0 Punkten wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am kommenden Spieltag gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Enrico Henoch bei den SCM Youngsters, der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg. Damit treffen zwei Teams aufeinander, die mit viel Selbstvertrauen in die Partie gehen dürften.
„Das ist wieder eine sehr junge, talentierte Mannschaft, die Christoph Theuerkauf zusammen hat“, sagt SV-04-Cheftrainer Enrico Henoch mit Blick auf den kommenden Gegner. „Da sind einige von der deutschen Meistermannschaft aus dem letzten Jahr aus der A-Jugend dabei. Einige Junioren-Nationalspieler, die eine hohe Qualität mitbringen.“
Die SCM Youngsters stehen unter der Leitung von Christoph Theuerkauf, der selbst 57 Länderspiele für Deutschland bestritt. Seine Mannschaft orientiert sich spielerisch deutlich am Stil des Bundesligateams aus Magdeburg: hohes Tempo, viele Eins-gegen-eins-Situationen und konsequente Durchbrüche prägen das Angriffsspiel der jungen Elbestädter.
Henoch erwartet deshalb einen Gegner, der über seine Dynamik und die technische Ausbildung seiner Spieler dauerhaft Druck erzeugen kann: „Es ist eine Mannschaft, die extrem gut über das Tempo kommt, die technisch und taktisch sehr gut ausgebildet ist.“
Zum Kader der Magdeburger zählt mit Elvis Ernesto Kretzschmar auch der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Stefan Kretzschmar. Der Youngster gewann mit dem SCM bereits deutsche Meisterschaften im Nachwuchsbereich und wurde im Sommer U18-Europameister.
Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profibereich zeigt sich auch an Tim Bennet Thielicke. Der 18-Jährige kam in der vergangenen Woche beim Champions-League-Auftakt des SC Magdeburg gegen den norwegischen Meister Kolstad Håndball zum Einsatz und erzielte bei seinem Debüt drei Tore. Der SCM gewann die Partie deutlich mit 37:22.
Für Plauen-Oberlosa bedeutet das: Der Gegner verfügt trotz seines jungen Alters über Akteure mit Erfahrungen auf höchstem Niveau. Entsprechend aufmerksam muss der SV 04 insbesondere gegen die hohe Geschwindigkeit im Umschaltspiel sowie die individuellen Eins-gegen-eins-Qualitäten der Magdeburger agieren.
Für den SV 04 wird die Partie auch deshalb zur Herausforderung, weil nach zwei Heimspielen nun wieder eine Auswärtsreise ansteht und der Kader weiterhin mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Dennoch sieht Henoch seine Mannschaft gut vorbereitet und mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet.
„Das wird für uns wieder eine sehr schwierige Aufgabe, zumal wir jetzt nach zwei Heimspielen auch wieder auswärts antreten müssen und noch ein bisschen Verletzungssorgen haben“, erklärt der Trainer. „Trotzdem können wir mutig in so eine Aufgabe hineingehen mit drei Siegen aus den ersten drei Spielen.“
Der bisher makellose Saisonstart soll dem SV 04 dabei Rückenwind geben. Gleichzeitig weiß Henoch um die Ausgangslage beim Gegner: „Magdeburg wird natürlich auch vor Selbstbewusstsein strotzen, weil sie die letzten beiden Heimspiele gewonnen und das erste Spiel nur knapp beim Meisterschaftsfavoriten in Aue verloren haben.“
Die Voraussetzungen deuten auf eine ausgeglichene und intensive Begegnung hin. Die Youngsters wollen ihre Heimstärke bestätigen, während der SV 04 seine Erfolgsserie fortsetzen und auch aus Magdeburg etwas Zählbares mitnehmen möchte.
„Von daher denke ich, dass das wieder ein sehr enges Spiel wird, wo kleine Nuancen darüber entscheiden, wer die zwei Punkte mitnimmt“, so Henoch. Für Plauen-Oberlosa wird es darauf ankommen, die eigene Abwehrstabilität erneut auf die Platte zu bringen, das Tempospiel des SCM so gut wie möglich zu kontrollieren und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen.
(ElH)

Ergebnisdienst vom Wochenende
Unser Ergebnisdienst als Video
SV 04 Plauen-Oberlosa behauptet sich gegen DHK Flensborg
Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am dritten Spieltag der 3. Liga einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Vor 525 Zuschauern setzte sich die Mannschaft in der Kurt-Helbig-Sporthalle mit 25:22 (11:10) gegen den DHK Flensborg durch und erhöhte ihr Punktekonto damit auf 6:0. Entscheidend waren eine stabile Abwehr, eine starke Torhüterleistung und ein über die gesamte Spielzeit konzentrierter Auftritt.
Die Partie begann ausgeglichen und war von Beginn an von hoher Energie und großer Einsatzbereitschaft auf beiden Seiten geprägt. Flensborg erwischte den besseren Start und ging zunächst mit 4:2 in Führung. Der SV 04 ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, arbeitete sich Tor um Tor heran und glich beim 6:6 wieder aus. In der Folge übernahm Oberlosa zunehmend die Kontrolle. Über 9:8 und 10:8 erspielten sich die Hausherren einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Halbzeitpfiff behaupteten. Mit einer 11:10-Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte der SV 04 den besseren Start. Angeführt von einer engagierten Defensive und einem starken Henric Ebert im Tor setzte sich Plauen-Oberlosa innerhalb weniger Minuten auf 16:11 ab. Roman Becvar zeigte sich dabei besonders treffsicher, während Matevz Kunst mit wichtigen Toren und sicher verwandelten Siebenmetern immer wieder Akzente setzte.
Flensborg kämpfte sich anschließend zurück in die Partie und verkürzte den Rückstand bis auf 16:14. Die Gastgeber reagierten jedoch konzentriert und stellten mit einem Zwischenspurt auf 20:14. In dieser Phase zeigte sich die mannschaftliche Geschlossenheit des SV 04 besonders deutlich: Jeder Spieler stellte sich in den Dienst der Mannschaft und half mit, den Vorsprung zu verteidigen.
In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Die Gäste kamen über 23:18 und 25:20 näher heran und verkürzten kurz vor dem Ende auf 25:22. Der Heimsieg geriet jedoch nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Mit konsequenter Abwehrarbeit und hoher Konzentration brachte Plauen-Oberlosa die Führung über die Zeit.
Neben der stabilen Abwehr überzeugte der SV 04 durch gute Abschlüsse und eine geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders erfreulich war der erste Einsatz von Vinzent Bertl, der sich gut in das Team einfügte und wichtige Impulse setzte. Zum Player of the Match wurde Torhüter Henric Ebert gewählt. Er gab der Mannschaft mit seiner starken Leistung über die gesamte Partie hinweg den entscheidenden Rückhalt.
Überschattet wurde der Heimsieg von der Verletzung von Libor Hanisch. Hanisch war nach der 24. Spielminute nicht mehr einsatzfähig. Dadurch erhält der Erfolg der Mannschaft einen zusätzlichen kämpferischen Wert.
„Es war ein sehr energiegeladenes Spiel von beiden Mannschaften, wobei die Angriffsleistung etwas hinter der Abwehr- und Torhüterleistung stand, was das Ergebnis auch zeigt“, erklärte Co-Trainer Jörg Grüner nach der Partie. „Wir haben das Spiel sehr willensstark geführt, und jeder hat sich heute in den Dienst der Mannschaft und des Erfolges gestellt. Wir wünschen unserem Kreisläufer Libor Hanisch alles Gute. Fazit: Es war ein Mannschaftserfolg. Wir freuen uns riesig, die Punkte in Plauen zu behalten und damit den Punktestand auf 6:0 zu erhöhen.“
(ElH)