Autor: Christian Huster
Oberlosa bleibt in Staffel Nord-Ost
In den vergangenen Tagen richteten sich die Blicke der Spieler und Verantwortlichen beim SV 04 Oberlosa auf die Zentrale des Deutschen Handball Bundes (DHB) in Dortmund. Gespannt wartete man auf die neue Einteilung der Staffeln in der 3.Liga. Nun haben die Spitzenstädter Planungssicherheit, wie im Vorjahr gehen die 04er in der Staffel Nord-Ost an den Start.
Trotz dessen, dass die Vogtländer in die gleiche Staffel eingruppiert wurden, gibt es doch einige Veränderungen. Insgesamt vier neue Teams können die Plauener Handballfans in der kommenden Spielzeit in der Spitzenstadt begrüßen. Nicht mehr dabei sind die U23 des SC DhfK Leipzig, die Sportfreunde Söhre und die HSG Ostsee, die als Absteiger allesamt den bitteren Gang in die Regionalliga antreten mussten. Fehlen wird auch der HC Eintracht Hildesheim, der nun in der Staffel Nord-West auf Punktejagd gehen wird. Diese Teams werden ersetzt durch vier Aufsteiger. Aus der Regionalliga Nord steigt die U23 des Bundesligisten HSV Hamburg auf, aus der Regionalliga Niedersachsen kommt die U23 des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf dazu. Aus Mitteldeutschland schaffte mit Concordia Delitzsch ein alter Rivale der Plauener aus gemeinsamen Regionalliga-Zeiten den Sprung in die 3.Liga. Das vierte neue Team ist mit dem HV Grün-Weiß Werder der Meister der Regionalliga Ostsee-Spree.
Erneut werden die Schwarz-Gelben also mehr als 12.000 Reisekilometer sammeln. Die kürzeste Ausfahrt geht ins Erzgebirge zum EHV Aue, die weiteste Reise führt erneut an die dänische Grenze zum DHK Flensborg.
„Ich erwarte eine äußerst ausgeglichene Staffel mit vielen spannenden Begegnungen. Aue und Braunschweig sind sicherlich auch dieses Jahr die großen Favoriten. Uns erwarten vier starke Aufsteiger, die ihre Regionalligen zum Großteil dominiert haben. Schön, dass uns das Derby gegen Aue erhalten bleibt, für die Fans ist das eine tolle Sache. Generell freue ich mich, dass wir in der Nord-Ost Staffel geblieben sind, wir treffen dort auf viele bekannte Teams“, kommentierte der neue Plauener Cheftrainer Enrico Henoch die Staffeleinteilung.
–RM–
Saisonrückblick SV 04 Oberlosa Hinrunde
Hinrunde
Die Plauener starteten stark in die neue Saison. Zum Auftakt wurde mit dem HC Eintracht Hildesheim einer der Aufstiegsfavoriten mit 28:26 bezwungen. Die folgende klare Auswärtsniederlage bei der HSG Eider/Harde (27:36) war zwar deftig, hinderte die 04er jedoch nicht daran, mit Empor Rostock den nächsten Favoriten geschlagen nach Hause zu schicken (35:31). Als dann auch noch das Auswärtsspiel in Stralsund gewonnen wurde (31:27) fanden sich die Schwarz-Gelben in der Spitzengruppe der Tabelle wieder. Drei Niederlagen in Folge gegen die U23 der Füchse Berlin (28:33) den Oranienburger HC (34:37) und den MTV Braunschweig (24:27) brachten die Spitzenstädter wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Das folgende Heimspiel gegen die HSG Ostsee (34:31) brachte dann wieder zwei Punkte auf das Plauener Konto. Unterschiedlichen Anstrich hatten die beiden folgenden Auswärtspartien. In Magdeburg boten die 04er trotz der 37:40-Niederlage eine starke Vorstellung, beim späteren Meister in Aue war man beim 24:34 jedoch chancenlos. Trotz einer mittlerweile ellenlangen Liste an Ausfällen, konnten die 04er das wichtige Heimspiel gegen Söhre mit 36:30 gewinnen. In den beiden folgenden Partien in Hamburg (31:32) und zu Hause gegen Flensborg (28:29) fehlte den Spitzenstädtern auch das nötige Quäntchen Glück um weitere Punkte zu sammeln. Das Heimspiel gegen die U23 brachte beim 35:33 dann den dringend benötigten Doppelpunktgewinn, während beim Hinrunden-Abschluss in Kiel beim TSV Altenholz (28:32) nichts zu holen war.
Mit 12:18 Punkten hatten sich die 04er ein kleines Polster auf die Abstiegsränge erspielt. Klar war aber auch, dass die Ansetzungen in der Rückrunde den Schwarz-Gelben nicht unbedingt in die Karten spielen würden.
4. Bockbierfasching des SV 04 Oberlosa
Der Countdown läuft…
Der Plauener Bockbierfasching des SV 04 Oberlosa geht in seine 4. Auflage.
Nach der ausverkauften Veranstaltung im letzten Jahr wird es auch heuer wieder einen bunten Mix aus Faschingsauftakt der Abteilung Tanz und Bockbieranstich der Sternquell-Brauerei geben. Der Preis bleibt natürlich wie gewohnt bei 9,99 Euro.
Der Vorverkauf startet am 01.06.2026 und die Karten sind wieder online über die Homepage des SV 04, per E-Mail an Tanz@sv04oberlosa.de oder telefonisch unter
01723717990 bei Fr. Müller erhältlich.

Neuer Trainer für den SV 04 Oberlosa
Gut eine Woche nach dem Saisonende in der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen neuen Trainer verpflichtet. Vom SC DHfK Leipzig wechselt Enrico Henoch in die Spitzenstadt und wird Nachfolger vom bisherigen Coach Ladislav Brykner.
Der 43-jährige Henoch war bis zum Vorjahr als Trainer für die U23 der Messestädter in der 3.Liga verantwortlich und agierte zudem als Co-Trainer und Videoanalyst der Leipziger Bundesligamannschaft. „Enrico Henoch war unser Wunschkandidat. Ich freue mich sehr, dass er sich für uns entschieden hat“, zeigt sich der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt zufrieden. „Nach 17 Jahren in verschiedenen Funktionen beim SC DHfK kam bei mir der Wunsch auf, mich einer neuen anspruchsvollen Aufgabe zu stellen. Die Gespräche mit den Plauener Verantwortlichen haben sich sehr gut und wertschätzend angefühlt“, erklärt der neue Coach. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Plauen. Mein Dank geht an den SC DHfK Leipzig und all die tollen Menschen mit denen ich dort zusammenarbeiten durfte“, so Henoch. „Den SV 04 weiter in der 3.Liga zu etablieren und dabei mitzuhelfen, dass der Verein weiterwächst, ist das klare Ziel. Mit der neuen Halle im Rücken wollen wir noch mehr Zuschauer anlocken, dafür sind wir aber in erster Linie mit unserer Leistung verantwortlich“, erklärt der neue Coach. In Bezug auf die Spielphilosophie und den Kader hat Henoch klare Vorstellungen. „Ich bin gerade dabei, mir alle Spiele meiner neuen Mannschaft aus der letzten Saison anzuschauen. Ladislav Brykner hat hier eine absolut intakte Mannschaft hinterlassen. Wir werden sicherlich versuchen, variabler zu verteidigen und im Tempospiel zuzulegen. Der Kader weist eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern auf. Die ganz Jungen werden sicherlich noch ein wenig Zeit brauchen, um sich an die 3.Liga zu gewöhnen, diese Zeit werden sie auch bekommen. Zwei Neuzugänge würde ich mir noch wünschen, um den Kader ausgewogen zu besetzen, da müssen wir schauen, was machbar ist“.
–RM–

Emotionaler Abschluss
SV 04 Oberlosa – TSV Altenholz 32:35
Der SV 04 Oberlosa hat sein letztes Saisonspiel in der 3.Handball-Bundesliga gegen den Tabellenvierten TSV Altenholz mit 32:35 verloren. In Anbetracht des seit einer Woche feststehenden Klassenerhalts konnte man die Niederlage verschmerzen, zumal der Abend in der Kurt-Helbig-Halle ohnehin im Zeichen großer Emotionen stand.
Das Spiel der Plauener gegen die Kaderschmiede des deutschen Rekordmeisters THW Kiel ist schnell zusammengefasst. Bis zum 8:8 nach etwa einem Viertel der Spielzeit begegneten sich beide Teams in einem gutklassigen Match auf Augenhöhe. Dann setzten sich die Nordlichter langsam aber stetig ab und nahmen eine 18:14-Führung mit in die Halbzeitpause. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Kieler spielbestimmend und bauten den Abstand auf 26:20 aus. Angetrieben von den knapp 600 Fans und einem überragenden Torhüter Henric Ebert machten sich die Spitzenstädter an die Aufholjagd und schafften tatsächlich den Anschluss zum 27:28. Dann setzten die Plauener zwei Bälle an den Pfosten und verpassten somit den Ausgleich oder gar die Führung. Die Gäste nutzten das im Stile einer Spitzenmannschaft und setzten sich schließlich verdient mit 35:32 durch. Große Emotionen gab es bereits während dem Spiel, als Miroslav Nedoma zu seinem Laufbahnende noch einmal auflief und alle fünf Strafwürfe traumwandlerisch sicher verwandelte. Nach der Partie wurden neben Nedoma auch Leos Petrovsky, Petar Puljic und Aleksander Olkowski verabschiedet. Großer Applaus brandete noch einmal auf bei der Verabschiedung von Nico Schneider, der mit nur 26 Jahren seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden muss und bei der Verabschiedung von Cheftrainer Ladislav Brykner, der insgesamt sechs Jahre in Plauener Diensten stand. „Das Spiel heute war noch einmal ein bisschen ein Spiegelbild der Saison. Wir haben noch einmal alles gegeben, hatten durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Roman Becvar jedoch noch eine Alternative weniger. Über allem steht heute jedoch, dass wir die Klasse gehalten haben, wenn man sieht welche personellen Probleme wir in einem Großteil der Saison hatten, ist das hoch einzuschätzen. Danke an das überragende Plauener Publikum, das sind die besten Fans der Liga“, verabschiedete sich Brykner aus der Spitzenstadt. Mit der Partie am Samstagabend endete auch ein Stück Plauener Sportgeschichte. Es war das letzte Pflichtspiel der Oberlosaer in der altehrwürdigen Kurt-Helbig-Halle nach knapp 50 Jahren. Ab der neuen Saison spielen die Schwarz-Gelben dann im Sportforum Vogtland.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (10), Jezernik (3), Trommer-Ernst (1), Tektel, Chobot (1), Schauer (4), Meckel (2), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic (1), Nedoma (5/ davon 5 Siebenmeter), Naumann
Zuschauer: 584
–RM–
Oberlosa bittet zum letzten Tanz
Der 30.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga hält für den SV 04 Oberlosa und die Plauener Handball-Fans zum Saison-Halali noch einmal einen echten Hochkaräter bereit. Die 04er empfangen am Samstag um 19 Uhr mit dem TSV Altenholz (4.Platz; 42:16 Punkte) ein echtes Schwergewicht der 3.Liga.
Der TSV ist im Prinzip die Talentschmiede des deutschen Rekordmeisters THW Kiel. In der laufenden Saison schaffte mit Rasmus Ankermann ein 18-jähriges Ausnahmetalent den Sprung in die Star-Truppe des THW und sorgt dort für Furore. Auch Ben Szilagyi, Sohn des THW-Sportdirektors Viktor Szilagyi und Jesse Dahmke, Neffe von Nationalspieler Rune Dahmke schnupperten in dieser Spielzeit bereits Bundesliga- und Europapokalluft. Für TSV-Coach Torge Greve gibt es beim Betreten der Kurt-Helbig-Halle vielleicht ein kleines Aha-Erlebnis. Greve war einst Coach beim Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau und hatte dort den Plauener Christoph Märtner unterseinen Fittichen. Damals nutzten die Norddeutschen die Halle zum Anschwitzen vor dem Auswärtsspiel in Aue.
Abschied von Spielern, Trainer und der Halle
Apropos Kurt-Helbig-Halle. Für die Schwarz-Gelben ist es der letzte Auftritt im altehrwürdigen Plauener Handball-Tempel, bevor zur neuen Saison der Umzug in das Sportforum Vogtland stattfindet. Auch Spieler, Trainer und Funktionäre werden am Samstag verabschiedet. „Wir rechnen am Samstag noch einmal mit einer großen Kulisse. Das letzte Pflichtspiel unserer Mannschaft in der Kurt-Helbig-Halle werden sich sicherlich viele nicht entgehen lassen“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. „Ich möchte alle Besucher bitten, nach dem Abpfiff in der Halle zu bleiben. Wir verzichten diesmal auf die obligatorische Pressekonferenz und werden unmittelbar nach dem Spiel verdiente Spieler und Trainer Ladislav Brykner verabschieden. Ich wünsche mir, dass diese Verabschiedung in einem tollen Rahmen stattfindet. Das haben sich alle redlich verdient. Anschließend können wir dann gemeinsam bei 100 Litern Freibier auf den Klassenerhalt anstoßen und sicher auch die eine oder andere Anekdote aus über vierzig Jahren Handball in der Helbig-Halle hervorkramen“, so Petzoldt. Ladislav Brykner wünscht sich bei seinem letzten Einsatz als SV-Coach „noch einmal ein tolles Heimspiel vor einer vollen Halle. Unsere Fans sind einzigartig und wir werden alles versuchen, ihnen noch einem Heimsieg zu schenken“.
–RM–
B-Jugend des SV 04 Oberlosa schreibt Geschichte
B-Jugend des SV 04 Oberlosa schreibt Geschichte und wird Sachsenmeister
Die männliche Nachwuchsspielgemeinschaft des SV 04 Plauen-Oberlosa e.V. und des HC Einheit
Plauen hat Vereinsgeschichte geschrieben: Am 19. April sicherte sich die männliche B-Jugend
vorzeitig den Sachsenmeistertitel – erstmals überhaupt.
Bereits nach dem 17. Spieltag war die Mannschaft uneinholbar Tabellenführer der Sachsenliga. Ein
Erfolg, der umso bemerkenswerter ist, da in den vergangenen Jahren vor allem die Leistungszentren
des SC DHfK Leipzig, des EHV Aue oder des HC Elbflorenz das Geschehen dominierten.
Der Grundstein für diesen Triumph wurde über viele Jahre gelegt. Die Entwicklung begann in den GTA
(Ganztages-Angeboten) der regionalen Grundschulen und wurde durch kontinuierliche
Nachwuchsarbeit des SV 04 weitergeführt. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat dabei auch
Trainer Iven Wunderlich, der die Jungen aus den Grundschulen für das Handballtraining begeisterte
und die Mannschaft über Jahre hinweg aufgebaut, entwickelt und geprägt hat: „Wenn man sieht,
welchen Weg die Jungs gegangen sind – von den ersten Trainingseinheiten bis zu diesem Moment –,
dann ist das einfach etwas ganz Besonderes. Dieser Titel ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern
das Ergebnis von Jahren voller Einsatz, Rückschläge und Zusammenhalt. Das macht mich unglaublich
stolz“, so Wunderlich.
Durch die Spielgemeinschaft konnten die Kräfte im Vogtland gebündelt werden – ein Gewinn für die
gesamte Region. Neben Spielern aus Plauen gehören auch Talente vom HV 90 Klingenthal und
Concordia Reudnitz zum Team.
Trotz großer Herausforderungen – darunter zwei schwerwiegende Verletzungen, ein
Auslandsaufenthalt sowie der Wechsel eines Spielers in die Jugend-Bundesliga – zeigte die
Mannschaft über die gesamte Saison hinweg beeindruckende Konstanz und mentale Stärke.
Vor allem die Defensive war der Schlüssel zum Erfolg: Mit der besten Abwehr der Liga erreichte das
Team eine Bilanz von 13 Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen. Zudem wurde Tom
Rother mit 170 Treffern Torschützenkönig.
Langfristiges Ziel der Vereine ist es, möglichst viele dieser talentierten Spieler in den Männerbereich
zu integrieren und so den eigenen Nachwuchs nachhaltig zu stärken.
Der Titelgewinn ist ein eindrucksvoller Beleg für die engagierte und kontinuierliche Arbeit aller
Trainer und Verantwortlichen in den vergangenen Jahren – und ein starkes Signal für die Zukunft des
Handballs im Vogtland.
Es spielten diese Saison: Marvin Czelinski TW, Toni Zimmermann TW, Elias Fehr, Jan Käding, Jonas
Ohlendorf, Clemens Köhler, Paul Leube, Tom Rother, Robin Gerstenberger, Linus Heydel, Yannik
Börner, Emilio Wunderlich, Eddy Wolf, William Dathe, Fin Walden, Max Clauß, Levi Lauterbach
-Aileen Sammler-

SV 04 und Trainer Brykner gehen getrennte Wege
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa und sein Cheftrainer Ladislav Brykner werden am Saisonende getrennte Wege gehen. Der auslaufende Vertrag des Tschechen wurde nicht verlängert. Brykner wechselte 2020 vom EHV Aue als Spieler nach Plauen. In der Spielzeit 2021/2022 zog sich der Linkshänder eine schwere Knieverletzung zu. Nach der Entlassung von Trainer Petr Hazl übernahm „Ladi“, wie er von allen nur gerufen wird, interimsmäßig die Position des Teamchefs und hätte mit dem Team fast noch den Klassenerhalt in der 3.Liga geschafft. Ab Sommer 2022 übernahm der ehemalige tschechische Nationalspieler dauerhaft die Plauener Mannschaft. Nach der Vizemeisterschaft in der Regionalliga 2023 führte Brykner die Mannschaft 2024 zum Titelgewinn und zum Aufstieg in die 3.Bundesliga, wobei er in den letzten drei Meisterschaftsspielen auch selbst noch einmal die Schuhe schnürte. In der Zwischenzeit hatte der Tscheche sowohl die C-Lizenz als auch die B-Lizenz erworben, um in der 3.Liga als Trainer arbeiten zu dürfen. In einem Herzschlagfinale gelang Brykner mit seiner Mannschaft 2025 der Klassenerhalt in der Relegation gegen den HC Burgenland. In der nun zu Ende gehenden Saison machten die Plauener den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Ultimo perfekt. „Ladi hat in einer ganz schwierigen Phase nicht gezögert und die Mannschaft als Teamchef übernommen. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir haben mit ihm den Meistertitel in der Regionalliga gewonnen und zwei Mal den Klassenerhalt in der 3.Bundesliga geschafft. Er steht für eine sehr erfolgreiche Ära des Oberlosaer Handballs“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. Warum dann die Trennung? „Wir wollen einen neuen Impuls setzen. Wir wollen einen Trainer der von außen kommt, der frischen Wind und neue Ideen in die Mannschaft bringt“, erklärt Petzoldt und ergänzt, „ich bin mir sicher, dass es auch Ladi Brykner guttun wird, sich bei einem anderen Verein, einer anderen Aufgabe zu beweisen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Das wird auch ihn selbst noch einmal weiter nach vorn bringen“.
„Vizemeister, Meister und mit einem der kleinsten Etats der Liga zwei Mal der Klassenerhalt in der 3.Liga, wir haben gemeinsam viel erreicht“, erklärt Brykner. „Es war eine enorm intensive Zeit auf die ich stolz bin. Die herausragenden Momente waren sicherlich der Meistertitel in der Regionalliga in Wittenberg und das Relegationsspiel im Vorjahr in Naumburg. In der laufenden Saison standen wir trotz vieler Ausfälle nie auf einem Abstiegsplatz, wir haben uns weiterentwickelt“. Angesprochen auf die Zukunft meint Brykner, „das lasse ich auf mich zukommen. Ich nehme hier viel mit. Es war meine erste Trainerstation und ich denke, was wir erreicht haben, kann sich sehen lassen. Dem Verein wünsche ich weiterhin so viel Erfolg und Stabilität, wie wir es in unserer gemeinsamen Zeit erleben durften“.
–RM–
Klassenerhalt trotz Niederlage
SC DHfK Leipzig II – SV 04 Oberlosa 38:33
Die wichtigste Botschaft des Wochenendes aus Sicht der 04er: Der Klassenerhalt ist perfekt und die Spitzenstädter spielen auch in der kommenden Saison in der 3.Handball-Bundesliga!
Das stand bereits am Samstagabend fest, als die HSG Ostsee ihr Heimspiel gegen Eintracht Hildesheim deutlich mit 26:39 verloren hatte. Trotz des vorzeitig erreichten Saisonziels hatten sich die Plauener vorgenommen, am Sonntag die Punkte aus Leipzig zu entführen. Dies gelang trotz einer 18:17-Führung zur Halbzeitpause nicht und die Schwarz-Gelben mussten sich am Ende mit 33:38 geschlagen geben. „Die letzte Griffigkeit und der absolute Biss haben heute schon ein bißchen gefehlt. Insbesondere in der Abwehr standen wir da zu häufig Spalier,“ resümierte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach dem Schlusspfiff. „Sicherlich war da auch im Hinterkopf, dass der Klassenerhalt geschafft ist. Man merkt aber auch, dass die Kräfte am Ende der Saison ein bißchen zur Neige gehen. Wir hatten immer wieder viele Verletzte, so dass die Jungs die da waren, wirklich extrem viel gespielt haben“, so der Coach.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. In der ersten Hälfte legten die Plauener immer wieder ein bis zwei Tore vor, die Messestädter zogen ebenso beständig nach. Mit einer hauchdünnen 18:17-Führung für die Vogtländer ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Leipziger bei doppelter Überzahl die Führung und gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Angeführt von Bundesliga-Profi Tom Koschek (8 Tore) und dem künftigen Plauener Franz Häcker (6) konnte die Mannschaft um Trainer Mathias Albrecht personell aus dem Vollen schöpfen und hatte am Ende mehr Reserven. „Der Sieg für Leipzig geht in Ordnung, auch weil wir in der zweiten Hälfte zu viel verworfen haben“, konstatierte Brykner.
„Am kommenden Samstag wollen wir noch einmal alles reinwerfen und den besten Fans der Liga zum Abschluss noch einen Heimsieg schenken“, blickte Brykner bereits auf das letzte Saisonspiel zu Hause gegen den Tabellenvierten TSV Altenholz voraus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (10/ davon 3 Siebenmeter), Jezernik (1), Trommer-Ernst (2), Tektel, Chobot, Schauer (7), Meckel (2), Becvar (4), Olkowski (3), Malta, Puljic (2), Naumann (1)
Zuschauer: 195
–RM–