Autor: Christian Huster

+++Oberlosa will in Oranienburg wieder punkten+++

Nach der knappen 36:37-Niederlage beim Tabellenführer TSV Altenholz steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa am Samstag, dem 7. November, die nächste Auswärtsaufgabe an. Um 18:30 Uhr gastiert die Mannschaft beim Oranienburger HC in der MBS-Arena. Den überzeugenden Auftritt beim Spitzenreiter wollen die Plauener nun bestätigen und sich diesmal mit Punkten belohnen.

Die Gastgeber stehen am Tabellenende und warten seit ihrem 23:22-Erfolg bei den Füchsen Berlin II Anfang Oktober auf weiteren Zuwachs. Zuletzt unterlag der OHC bei der HG Hamburg-Barmbek mit 27:35, beim MTV Braunschweig mit 25:32 und gegen die HSG Eider Harde mit 34:40. Dabei hielt die Mannschaft von Trainer Alexander Thurm die Begegnungen häufig lange offen: Gegen Eider Harde ging es beispielsweise mit einem 19:19 in die Kabine.

Trotz der schwierigen Tabellensituation verfügt Oranienburg über erfahrene und gefährliche Akteure. Im Rückraum gehören der frühere Kieler Alexander Williams und Fynn-Ole Fritz zu den wichtigen Spielern, am Kreis bringt Kevin Lux seine Qualitäten ein. Auf Linksaußen ist Nicolai Jantzen ein treffsicherer Abschluss­Spieler. Im Tor steht mit Paul Porath ein erfahrener Rückhalt, der seine Drittliga-Qualität bereits vielfach unter Beweis gestellt hat.

In Oranienburg erwartet den SV 04 zudem eine Halle, die für ihre gute Stimmung bekannt ist. Wie sich die jüngsten Ergebnisse auf die Kulisse auswirken, bleibt abzuwarten. Für Oberlosa darf das allerdings keine entscheidende Rolle spielen: Die Mannschaft muss sich auf den eigenen Auftritt konzentrieren und die Fortschritte der vergangenen Begegnung weiter ausbauen.

Cheftrainer Enrico Henoch warnt davor, aus den Tabellenplätzen falsche Schlüsse zu ziehen: „Uns erwartet ein ganz anderes Spiel als zuletzt in Altenholz: Nach dem Tabellenführer treffen wir nun auf den Tabellenletzten. Im Umfeld erwarten alle einen Sieg. Ich rechne allerdings mit einer unheimlich schweren Aufgabe. Oranienburg steht schon ein Stück weit mit dem Rücken zur Wand, überzeugt aber immer wieder kämpferisch. Häufig sind es viele kleine Fehler, die am Ende den Ausschlag für die Niederlagen geben.

Für uns wird es deshalb entscheidend sein, kämpferisch noch mehr entgegenzusetzen. Ich glaube, so ein Spiel gewinnt die Mannschaft, die es unbedingt mehr will. Gleichzeitig müssen wir die guten Dinge aus Altenholz mitnehmen. Dazu zählt trotz der 37 Gegentore auch unsere Abwehrleistung. Im Angriff müssen wir weiterhin so konzentriert spielen und die Schwächephasen, die uns zuletzt das Spiel gekostet haben, weiter verkürzen. Dann haben wir eine gute Chance, zwei Punkte aus Oranienburg mitzunehmen.“

Starker Auftritt ohne Lohn

Starker Auftritt ohne Lohn: Oberlosa unterliegt in Altenholz knapp

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat beim TSV Altenholz eine denkbar knappe Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Trotz einer starken, über weite Strecken disziplinierten Vorstellung verloren die Vogtländer am Sonntagnachmittag mit 36:37 (20:21). Dabei lag die Mannschaft von Trainer Enrico Henoch im zweiten Durchgang bereits mit drei Treffern vorn, musste die Heimreise am Ende aber ohne Punkte antreten.

Die Reise in den hohen Norden hatte für die Plauener bereits am Samstagmittag begonnen. Nach einer Zwischenübernachtung in Wismar stand am Sonntag um 16 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle die Begegnung in der 3. Liga Nord-Ost an. Vor 297 Zuschauern entwickelte sich nach zunächst torarmen Minuten bereits in der ersten Halbzeit ein temporeiches Spiel in dem das erste Tor Vinzent Bertl für Oberlosa erzielte.

Anschließend übernahmen allerdings die Gastgeber das Kommando. Altenholz zog auf 5:1 davon und veranlasste die Plauener bereits nach knapp acht Minuten zur ersten Auszeit. Die Gäste fanden danach besser in ihren Rhythmus und hielten das hohe Tempo der Hausherren mit. Zwar lag Altenholz auch beim 19:15 noch mit vier Toren vorn, doch Oberlosa ließ sich nicht abschütteln. Bis zur Pause verkürzten die Vogtländer auf 20:21 und hielten damit alle Möglichkeiten offen.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die zunehmend bessere Abwehrarbeit der Plauener bemerkbar. Erst nach mehr als fünf Minuten gelang Altenholz der erste Treffer der zweiten Hälfte. Oberlosa nutzte diese Phase, glich durch Matevz Kunst aus und ging durch Libor Hanisch mit 22:21 in Führung. Die Gäste traten nun selbstbewusst auf und erspielten sich mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung. Als Tim Stäglich zum 29:26 traf und Kunst wenig später per Siebenmeter das 30:27 nachlegte, war ein Auswärtserfolg greifbar.

Doch Altenholz schlug zurück. Innerhalb weniger Minuten glichen die Gastgeber zum 30:30 aus und gingen anschließend selbst wieder in Führung. Auch zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen Teo Jezernik und Libor Hanisch erschwerten den Plauenern diese Phase. Dennoch blieb Oberlosa dran und fand immer wieder eine Antwort.

Beim 35:35 durch Stäglich nach 57:25 Minuten war die Partie weiterhin völlig offen. In der Schlussphase hatte Altenholz jedoch das bessere Ende für sich. Ein Siebenmetertreffer zum 36:35 und das 37:35 durch Lauro-Janis Strothmann 22 Sekunden vor dem Ende brachten die Entscheidung. Bertls Anschlusstreffer elf Sekunden vor Schluss kam zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen.

Erfolgreichster Werfer der Plauener war Matevz Kunst mit acht Toren, gefolgt von Vinzent Bertl mit sieben und Mathias Choleva mit sechs Treffern. Für Altenholz war Jesse Bennet Dahmke mit zwölf Toren besonders treffsicher.

„Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes und diszipliniertes Spiel gezeigt und konnten das Tempo von Altenholz mitgehen. Nach unserer Drei-Tore-Führung machen wir leider drei kleine Fehler, welche Altenholz wieder ins Spiel zurückgeholt haben. Diese kleinen Fehler müssen wir weiter minimieren und positiv auftreten, dann sind auch wieder Pluspunkte für uns drin. Gelegenheit dafür haben wir dann schon wieder kommendes Wochenende in Oranienburg. Der Auftritt von heute stimmt mich aber zuversichtlich, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren werden“, sagte Enrico Henoch.

 

+++Oberlosa vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Spitzenreiter+++

Nach der 26:32-Heimniederlage gegen den HC Empor Rostock steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste Begegnung mit einem Spitzenteam an. Am Sonntag, dem 1. November, gastiert die Mannschaft um 16 Uhr beim TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle. Gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer wollen die Plauener an ihre verbesserten Leistungen anknüpfen und sich auch auswärts nicht mit der Außenseiterrolle zufriedengeben.

Die Altenholzer spielen bislang eine starke Saison. Nach acht Siegen in Folge ließen sie am vergangenen Wochenende beim 29:29 gegen die Füchse Berlin II erstmals einen Punkt liegen. Mit 17:1 Punkten führt der TSV die Nord-Ost-Staffel an. Dass die Mannschaft auch gegen direkte Konkurrenten bestehen kann, bewies sie unter anderem mit dem 29:27-Auswärtserfolg beim EHV Aue.

Die junge Mannschaft überzeugt mit hohem Tempo und individuell starken Spielern. Im Angriff schaffen die Altenholzer gezielt Räume für Eins-gegen-eins-Situationen und setzen ihre Gegenspieler damit immer wieder unter Druck. Zu den auffälligen Akteuren gehört Jari Glumm im linken Rückraum, der beispielsweise gegen Oranienburg elf Treffer erzielte. Auf der rechten Rückraumposition bringt der 1,93 Meter große Jesse Dahmke Qualität mit. Der Cousin von Nationalspieler Rune Dahmke gehörte in der vergangenen Saison zum erweiterten Profikader des THW Kiel. Auch auf den Außenpositionen verfügen die Gastgeber über gefährliche Abschlussmöglichkeiten.

Für Oberlosa bildet das Heimspiel gegen Rostock trotz der Niederlage einen Ansatzpunkt. Die Plauener hielten die Begegnung zunächst offen und kamen in der zweiten Hälfte nach einem Sieben-Tore-Rückstand noch einmal auf vier Treffer heran. Gegen Altenholz gilt es nun, solche Phasen über einen längeren Zeitraum zu bestätigen.

Cheftrainer Enrico Henoch erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe: „Das wird für uns auf jeden Fall eine schwere Aufgabe werden, in der es gilt, die starken Eins-gegen-eins-Situationen der Altenholzer zu kontrollieren. Wir werden versuchen, auf die guten Ansätze vom letzten Wochenende aufzubauen und uns im Angriff wieder effektiver zu präsentieren, da haben wir letzte Woche einfach zu viel liegen lassen. Wir fahren auf jeden Fall nicht nach Altenholz, um dort Punkte abzuschenken, dafür ist die Strecke einfach zu weit. Wir wollen mit dem Anspruch dahinfahren, etwas Zählbares mitzunehmen. Auch wenn wir wissen, dass Altenholz – vor allem auch in der eigenen Halle – sicherlich der Favorit ist.“

(ElH)

Oberlosa zeigt Reaktion, belohnt sich aber nicht

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am Samstag, dem 24. Oktober 2026, zu Hause gegen den HC Empor Rostock verloren.

Vor 448 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Sporthalle erwischten zunächst die Gäste den besseren Start und gingen durch zwei Treffer von Tim Uhl mit 0:2 in Führung. Oberlosa antwortete jedoch unmittelbar: Matevz Kunst, Tim Stäglich und Philip Trommer-Ernst drehten die Begegnung zum 3:2. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber immer wieder knapp vorlegten. Über 6:5 und 8:7 brachte Franz Schauer den SV 04 in der 17. Minute mit 9:8 in Führung.

Gegenüber dem Derby der Vorwoche präsentierte sich Oberlosa defensiv deutlich verbessert. Im Angriff ließ die Mannschaft allerdings zu viele Möglichkeiten liegen. Rostock nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent und bestrafte Ballverluste mit treffsicheren Gegenangriffen. Die Gäste übernahmen beim 9:10 wieder die Führung und setzten sich anschließend auf 10:13 ab. Hinzu kam die Disqualifikation von Franz Schauer in der 26. Minute. Bis zur Pause vergrößerte Empor den Abstand auf 12:17.

Auch nach dem Seitenwechsel musste Oberlosa zunächst weitere Gegentreffer hinnehmen. Rostock zog auf 13:20 davon und behauptete beim 15:22 einen Sieben-Tore-Vorsprung. Der SV 04 blieb jedoch im Spiel. Vor allem Matevz Kunst übernahm nun Verantwortung und erzielte zwischen der 38. Und 46. Minute fünf Plauener Treffer in Folge. Als Vinzent Bertl anschließend auf 21:25 verkürzte, war Oberlosa wieder auf vier Tore herangekommen.

Beim 22:26 durch Kunst in der 49. Minute blieb dieser Abstand bestehen. Die Chance, die Begegnung noch einmal enger zu gestalten, konnte der SV 04 allerdings nicht nutzen. Drei Rostocker Treffer in Folge zum 22:29 sorgten für die Vorentscheidung. Die Gastgeber kämpften weiter und verkürzten durch Libor Hanisch und Til Koffent noch auf 26:31, ehe Richard Lößner den Schlusspunkt zum 26:32 setzte.

Zum Player of the Match*auf Oberlosaer Seite wurde Matevz Kunst gewählt. Mit zehn Treffern, darunter drei sicher verwandelten Siebenmetern, war er der erfolgreichste Werfer der Gastgeber.

Co-Trainer Jörg Grüner ordnete die Begegnung anschließend ein: „Wir haben heute gegen den Zweiten der Tabelle gespielt. Wir waren vorher schon darauf aus, uns mit einer gewissen Wiedergutmachung zu präsentieren. Ich finde auch, das ist uns in der Abwehr gelungen – vor allem mit den Torhütern zusammen. Was dieses Mal nicht so optimal war, war unsere Angriffs- und Torwurfeffektivität. Dort benötigen wir noch eine bessere Leistung beziehungsweise die Kaltschnäuzigkeit, um das Ergebnis noch enger zu gestalten.“

 

+++Oberlosa braucht mehr Energie gegen Rostock+++

Nach der deutlichen 32:49-Heimniederlage im Derby gegen den EHV Aue wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste schwere Aufgabe. Am Samstag um 19 Uhr gastiert mit dem HC Empor Rostock der Tabellenzweite in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Für die Gastgeber geht es darum, gemeinsam mit den eigenen Fans eine Reaktion auf den enttäuschenden Derbyabend zu zeigen.

Die Rostocker kommen mit fünf Siegen in Folge und 14:2 Punkten nach Plauen. Zuletzt gewann die Mannschaft von Cheftrainer Stephan Just gegen den Stralsunder HV mit 34:26, beim Oranienburger HC mit 27:18 und gegen den DHK Flensborg mit 30:23. Die bislang einzige Niederlage kassierte Empor beim 27:31 in Aue. Besonders die Defensive überzeugt: Die Gäste stellen aktuell die beste Abwehr der Nord-Ost-Staffel.

Empor bringt eine hohe körperliche Präsenz auf die Platte, verteidigt kompakt und lässt dem Gegner nur wenig Raum. Dahinter stehen mit Leon Mehler und dem erfahrenen Robert Wetzel zwei starke Torhüter. Im Rückraum gehört Elias Gansau zu den wichtigen Akteuren, am Kreis sorgt Dennis Mehler für Gefahr. Der Rostocker Kader blieb vor der Saison ohne externe Neuzugänge zusammen und verfügt damit über eine eingespielte Grundlage.

Für Oberlosa wird es auf mehr Energie von allen Seiten ankommen – von jedem eingesetzten Spieler ebenso wie von den Rängen. Im Angriff waren zuletzt durchaus gute Ansätze vorhanden. Um gegen eine Mannschaft wie Rostock bestehen zu können, muss jedoch vor allem die gemeinsame Defensivarbeit wieder zur verlässlichen Grundlage werden. Ein erneuter Auftritt wie in den vergangenen Spielen würde gegen den formstarken Tabellenzweiten kaum Aussicht auf Erfolg bieten.

Assistenztrainer Mike Anlauf formuliert deshalb eine klare Erwartung: „Wir haben diese Woche den Finger in die Wunde gelegt und die Fehler von letzter Woche ausgewertet. Jetzt gilt es, das Besprochene umzusetzen und uns von einer komplett anderen Seite als im Derby zu zeigen und Wiedergutmachung zu betreiben. Rostock als Tabellenzweiter wird eine schwere Aufgabe, aber wir gehen auf die Platte, um zu gewinnen. Wir haben zu hundert Prozent das Zeug dazu, auch die Mannschaften von oben zu Hause zu schlagen.“

(ElH)

Oberlosa erhält schallende Ohrfeige von Aue

Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am Freitagabend im Derby gegen den EHV Aue deutlich geschlagen geben. Vor 825 Zuschauern in der voll besetzten Kurt-Helbig-Sporthalle unterlagen die Gastgeber mit 32:49 (18:24). Trotz guter Phasen im eigenen Angriff gelang es den Plauenern nicht, die Begegnung gegen die treffsicheren Erzgebirger dauerhaft offen zu halten.

Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Handballabend waren gegeben: Zahlreiche Gästefans waren nach Plauen gereist und sorgten gemeinsam mit dem Oberlosaer Anhang über die gesamte Spielzeit für eine lautstarke Atmosphäre. Auf dem Feld eröffnete Libor Hanisch nach 43 Sekunden mit dem 1:0 die Partie. Anschließend übernahm Aue die Führung, doch zunächst blieb der SV 04 dran. Matevz Kunst verkürzte nach knapp acht Minuten per Siebenmeter auf 5:6.

Danach erspielten sich die Gäste erstmals einen größeren Vorsprung. Über 6:9 zog Aue bis zur 13. Minute auf 6:12 davon. Oberlosa fand im Angriff immer wieder gute Lösungen, konnte den Rückstand jedoch zunächst nicht entscheidend verkürzen. Die Erzgebirger bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Erst kurz vor der Pause gelang den Gastgebern ein kleiner Lauf: Mathias Choleva, Matevz Kunst und Philip Trommer-Ernst trafen dreimal in Folge zum 18:24-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Aue erneut den besseren Start. Mit vier unbeantworteten Treffern zum 18:28 stellte der EHV früh einen zweistelligen Abstand her. Oberlosa gab sich jedoch nicht auf und arbeitete sich wieder heran. Libor Hanisch setzte mit drei Toren innerhalb kurzer Zeit wichtige Akzente, ehe die Plauener bis zur 41. Minute auf 26:32 verkürzten.

Diese Annäherung blieb allerdings ohne nachhaltige Wirkung. Aue antwortete mit einem Vier-Tore-Lauf zum 26:36 und ließ die Gastgeber nicht mehr zurückkommen. In der Schlussphase vergrößerten die Gäste ihren Vorsprung weiter und entschieden das Derby schließlich mit 32:49 für sich. Erfolgreichster Oberlosaer Werfer war Matevz Kunst mit acht Treffern vor Libor Hanisch mit sechs Toren. Auf Auer Seite ragten Paul Bones mit zwölf und Francisco Pereira mit elf Treffern heraus.

Co-Trainer Jörg Grüner fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wenn wir heute auf die Ergebnistafel schauen, dann müssen wir klar analysieren, dass unsere Abwehr einfach nicht in der Lage war, diesen Torhunger vom EHV Aue zu stillen. Das ist natürlich schon eine Voraussetzung, um ein Spiel gut zu gestalten, dass man zumindest in der Abwehr aufopferungsvoll dem Gegner entgegentritt. Das haben wir heute vermissen lassen.“

SV 04 Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich, Kunst (8 Tore/davon 4 Siebenmeter), Hanisch (6), Häcker (4), Jezernik, Trommer-Ernst (4), Bertl, Schauer (3), Choleva (2), Meckel, Becvar (1), Oertel, Koffent (4), Naumann.EHV Aue: Mohs, Priskus – Pfeil (5), Roch, Volmert (1), Voß (2), Pereira (11/6), Bones (12), Swat (3), Döbler (6), Paraschiv (2), Billepp, Lange (7).
Schiedsrichter: Max Obenauf, Niklas Majstrak
Zeitstrafen: Oberlosa 6 – Aue 4
Siebenmeter: Oberlosa 5/davon 4 verwandelt – Aue 6/6
Zuschauer: 825

+++ Derbyspiel in der Helbig-Halle: SV 04 empfängt den EHV Aue +++

Am kommenden Freitag, dem 16.10.2026, steigt um 20:00 Uhr in der Kurt-Helbig-Sporthalle das mit Spannung erwartete Derby. Nach den intensiven Partien der letzten Wochen – darunter dem knappen 34:32-Heimsieg gegen die HSG Eider Harde sowie der umkämpften Auswärtspartie in Braunschweig (32:38) – warten nun die absoluten Top-Teams der 3. Liga Nord-Ost auf die Plauener. Tickets für das Spiel sind im Online-Vorverkauf sowie am Spieltag an der Abendkasse erhältlich.

Mit dem EHV Aue reist einer der namhaftesten Klubs und absoluten Aufstiegsfavoriten der Liga nach Plauen. An der Seitenlinie der Erzgebirger steht mit Uwe Jungandreas bereits im zweiten Jahr ein extrem erfahrener Fachmann, der den Kader gemeinsam mit den Verantwortlichen gezielt weiterentwickelt hat. Zum Team gehören hochkarätige Akteure: Rückraumspieler Paul Bones gilt als einer der besten Spieler der 3. Liga Staffel Nord-Ost sowie als absoluter Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gäste. Auf den Außenpositionen sorgen Francisco Pereira, Robin Pfeil sowie der bundesligaerfahrene Routinier Kevin Roch – einst selbst im Trikot des SV 04 aktiv – für Torgefahr. Das Torhüter-Duo bilden mit Max Mohs und Armis Priskus zwei herausragende Schlussmänner. Für zusätzliche Stabilität sorgt der Innenblock um Kevin Roch, Justin Döbler und dem starken Kreisläufer Hendrik Hanemann. Die Gäste stellten ihre offensive Durchschlagskraft zuletzt eindrucksvoll unter Beweis: Einem deutlichen 44:30-Heimerfolg gegen die HG Hamburg-Barmbek ließ Aue einen 38:33-Auswärtssieg beim TSV Burgdorf II folgen, ehe die Erzgebirger eine knappe 27:29-Heimniederlage gegen den TSV Altenholz hinnehmen mussten.

Um gegen die individuelle Klasse des EHV zu bestehen, kommt es auf eine geschlossene Mannschaftsleistung, Ballgewinne in der Abwehr und konsequente Chancenverwertung an.
Die direkten Aufeinandertreffen zwischen Plauen-Oberlosa und Aue boten bereits in der vergangenen Spielzeit intensiven und torreichen Handball. Im Hinspiel musste sich der SV 04 den Erzgebirgern auswärts mit 34:24 (18:12) geschlagen geben, und auch im Rückspiel in der Kurt-Helbig-Halle behielten die Gäste nach einem echten Offensivfeuerwerk mit 38:48 (20:24) die Oberhand.

Cheftrainer Enrico Henoch blickt voller Vorfreude und Respekt auf die anstehende Begegnung: „Ich freue mich auf das Derby, weiß aber auch, dass wir aktuell die Außenseiterrolle einnehmen. Wir bereiten uns gewissenhaft auf die Partie vor, auch wenn einige Krankheitsausfälle die Aufgabe nicht gerade einfacher machen. Ich hoffe sehr, dass uns am Freitag alle Spieler zur Verfügung stehen.
Entscheidend wird sein, dass wir das hohe Tempospiel von Aue in den Griff bekommen, defensiv stabiler stehen und im Angriff die richtigen Lösungen gegen ihre sehr aktive, aggressive Abwehr finden.

Mit Uwe Jungandreas steht auf der Gegenseite ein echter Trainerfuchs, der im Handball schon alles erlebt hat und mit dem mich eine lange persönliche Geschichte verbindet.
Ich wünsche mir eine volle Halle mit überragender Stimmung, in der die Mannschaft mit viel Freude auflaufen kann.
Wir wollen Aue als großen Favoriten so lange wie möglich ärgern. Zu verlieren haben wir letztlich nichts – außer unserer weißen Weste zu Hause und unserem Gesicht. Wir wollen die Helbig-Halle zum Kochen bringen und die Zuschauer im Rücken haben. Schauen wir mal, was am Freitag möglich ist!“

(ElH)

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