Autor: Christian Huster
Oberlosa und Aue werfen 86 Tore
86 Tore in einem Spiel. Das große Handballderby zwischen Plauen und Aue endete 38:48 (20:24). 850 Zuschauer erlebten in der ausverkauften Kurt-Helbig-Sporthalle das größte Schützenfest aller Zeiten.
Für den SV 04 Oberlosa war es das bislang spektakulärste Schützenfest in der 3. Bundesliga. Und für den EHV Aue genau die richtige Einstimmung auf die Entscheidungsspiele im Aufstiegskampf gegen die derzeit drittplatzierten Füchse Berlin II (1.4.) und Spitzenreiter Braunschweig (4.4.). Die Erzgebirger schraubten mit diesem 60minütigen Temposchaulauf ihren Tordurchschnitt auf 34 Treffer pro Spiel. Damit ist der EHV absolute Ligaspitze. Elffachschütze Paul Bones wusste aber direkt nach der Schlusssirene: „So viele Buden darfst du hinten nicht kassieren. Das ist einfach viel zu viel.“
In der Tat: Der EHV Aue hat auf dem Weg zurück in die 2. Bundesliga in dieser Spielzeit noch kein einziges Mal so viele Gegentore hinnehmen müssen. „Und deshalb will ich auch nichts von der Aufstiegsrunde hören. Wir müssen uns Spiel für Spiel die Siege erarbeiten“, forderte der Auer Cheftrainer Uwe Jungandreas. „Für mich ist Aue aber in dieser Verfassung derzeit klar die Nummer 1 der Liga“, stellte der Plauener Spielmacher Roman Becvar fest. Schon im Hinspiel rannte Oberlosa beim 24:34 dem Gegner zwei Schritte hinterher.
Dabei sah es 25 Minuten lang so aus, als könnten die Plauener der Auer Schlagzahl folgen. Wie bei einem Ruderbootrennen stieß der EHV den Verfolger immer wieder mit zwei, drei Toren ab. Doch die Vogtländer bissen sich wie so ein kleiner Terrier immer wieder fest. Matevž Kunst (12:13) und Leoš Petrovský (13:14/14:15) netzten für Plauen ein. Doch dann handelte sich Leoš Petrovský im Überschwang eine Rote Karte ein, weil er den Auer Paul Bones zu hart attackierte. Damit dezimierte sich der ohnehin schon kleine Oberlosaer Kader selbst. SV-Cheftrainer Ladislav Brykner musste eingestehen: „Wir lagen zur Pause noch in greifbarer Nähe, sind dann im zweiten Durchgang aber einfach zurückgefallen.“ SV-Kreisläufer Lukas Meckel (3 Tore) rückte genau wie Rechtsaußen Philip Trommer Ernst (4) aus der zweiten Mannschaft aus der Oberliga nach oben. Beide machten ihre Sache gut. „Aber gegen so einen Gegner sind dann eben sogar 38 geworfene Tore zu wenig“, ärgerte sich Lukas Meckel.
Der Plauener Co-Trainer Jörg Grüner analysierte das Spielgeschehen so: „In der Sechs- bis Neunmeterzone musst du gegen so einen Gegner im Arm- und Oberkörperbereich einfach entschlossener zupacken. Unsere halbherzigen Abwehrversuche versetzten die Auer in die Lage, dass sie den Ball im letzten Moment doch noch zum Nebenmann brachten und dann auch unter Bedrängnis zielgenau zuschlugen“, resümierte Jörg Grüner. Neutrale Handballfreunde schnalzten mit der Zunge. Was Paul Bones (11), Francisco Pereira (8), Dieudonné Mubenzem (8), Justin Döbler (6) und Kevin Roch (6) in Plauen ablieferten, sieht man nicht aller Tage.
Gerade für Kevin Roch war es ein ganz besonderer Tag. Die Auer Handballlegende kehrte im letzten Sommer nach zwei Oberlosa-Jahren zurück in die Heimat. Der Linksaußen wurde von beiden Seiten mit tosendem Applaus begrüßt. „Wahnsinn. Was war das für ein Spiel? Wir müssen jetzt unbedingt unser Abwehrverhalten hinterfragen, sonst reißt unsere Serie nach 13 Siegen in Folge schon am kommenden Mittwoch“, spricht Kevin Roch Klartext. Seinem SV 04 Oberlosa wünscht der Plauener Ex-Kapitän alles Gute. Nach Matevž Kunst (10/davon 3 Siebenmeter) hat am Samstag auch Roman Becvar (6) seine Vertragsverlängerung bestätigt. Damit stürmen die Oberlosaer trotz enormer Personalsorgen mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge in die Schlussrunde. Jetzt kommen die Gegner, wo für Plauen was geht: Sportfreunde Söhre (11.04./A), Hamburg-Barmbek (18.04./H), Flensborg (25.4./A), SC DHfK Leipzig II (3.5./A), TSV Altenholz (9.5./H).
Statistik
SV 04 Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich (1 Tor), Kunst (10/davon 3 Siebenmeter), Ernst (4), Petrovský (3 – 25. Rote Karte), Chobot (1), Schauer (6), Meckel (3), Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic (2).
EHV Aue: Priskus, Mohs (1) – Pfeil (4), Roch (6), Sánchez, Pereira (8/1), Mubenzem (8), Bones (11/1), Voß (1), Swat (2), Döbler (6), Paraschiv, Hofmann, Lange (1).
Schiedsrichter: Fabian Schwarz, Arthur Krispenz
Siebenmeter: Oberlosa 4/davon 3 verwandelt, Aue 3/2
Zeitstrafen: Oberlosa 4, Aue 3
Rote Karte: Petrovský (25., Oberlosa, grobes Foulspiel),
Zuschauer: 850 (ausverkauft). (kare)
+++ 30 Jahre im Amt +++
Heute vor 30 Jahren, am 27.03.1996, waren die Mitglieder des SV 04 Plauen-Oberlosa e.V. zur Mitgliederversammlung geladen.
Im Rahmen dieser Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vereinsvorsitzender gewählt: Bernd Märtner.
Heute vor genau einer Woche waren die Mitglieder des SV 04 wieder aufgefordert einen neuen Vorstand zu wählen. Im Amt als Vereinsvorsitzender bestätigt wurde Bernd Märtner. 30 Jahre Vorstand! Das haben die Vereinsverantwortlichen und allen voran Uli Dressel und Uli Feustel – vor 30 Jahren 2. und 3. Vorstand an der Seite von Bernd Märtner – zum Anlass genommen, um unserem Vorsitzenden zu gratulieren und für seine Arbeit zu danken.


+++Revanche geglückt, Teamfight bringt Heimsieg!+++
Geschlossene Teamleistung sichert uns den verdienten Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten aus Weißenborn!
Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel war klar: Heute zählt nur der Sieg. Von Beginn an zeigten wir Motivation, Teamgeist und absoluten Willen. Ein starker Start brachte uns früh mit 4:1 in Führung. Erst nach einer Zeitstrafe gegen uns gelang den Gegnerinnen der Doppelschlag zum Anschluss. Doch unser Tempospiel ließ sich davon nicht bremsen und zwang die Gäste bereits in der 12. Minute beim Stand von 9:4 zur ersten Auszeit. Bis zur Halbzeit blieb es intensiv und umkämpft, Weißenborn verkürzte nochmal – 19:17 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde es richtig spannend: In der 33. Minute fiel der erste Ausgleich zum 19:19. Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, beide Teams kämpften um jeden Ball. Trotz kleiner Fehler blieb unsere Abwehr stabil und hielt uns im Spiel. Die letzte Minute hatte es in sich: 31:30 durch die Gäste – doch trotz Manndeckung behielten wir die Nerven! 3 Sekunden vor Schluss setzte Nikola den entscheidenden Treffer zum 32:30 und machte den Deckel drauf! Vor einer überragenden Heimkulisse feiern wir endlich wieder einen verdienten Sieg! Danke an alle Fans und besonders an unsere Trommler für diese unglaubliche Unterstützung!
Wir wünschen unserer Domi eine schnelle Genesung ❤️🩹
Martin, Hertel – Wierick, Seebauer (1), Hertel (5; 2/3), Richter (2), Börner (2), Hermann (1), Hennig (7; 1/2), Mattes, Kolomaznikova (4), Rother (2), Schieke, Weiß (8)
J.M.
+++ Mitgliederversammlung 2026 +++
Am vergangenen Freitag fand unsere jährliche Mitgliederversammlung vor gut gefüllten Rängen statt. 170 Mitglieder – und damit rund 31 % der stimmberechtigten Mitglieder – folgten der Einladung. Somit wurde die erforderliche Quote von 25 % für die Stimmfähigkeit deutlich überschritten. Vielen Dank an alle Teilnehmer für ihr großes Interesse und Engagement!
Unsere Vorstände, Abteilungsleiter und Geschäftsführer der Betriebsgesellschaften berichteten über sportliche, organisatorische und finanzielle Themen. Im Anschluss wurde der bisherige Vorstand durch die Mitglieder entlastet und neu gewählt.
Unser Vorstand für die kommende Wahlperiode:
– Bernd Märtner wurde als Vereinsvorsitzender wiedergewählt
– Christian Huster wurde als 2. Vorsitzender wiedergewählt
– neu im Amt des Finanzvorstands: Mario Wolf
Unser Dank gilt Paul Richter, der aus familiären Gründen nicht wieder angetreten ist.
Iven Wunderlich stellte sich zur Wahl des Nachwuchsleiters und wurde im Amt bestätigt.
Im erweiterten Vorstand (Abteilungsleiter) gab es Veränderungen:
Leonie Eckhardt übernimmt die Abteilungsleitung Volleyball von Gunar Rus, der in die 2. Reihe tritt und
Lina Schieke ist neue Abteilungsleiterin im Bereich Handball (weiblich) und damit Nachfolgerin von Pauline Ebersbach.
Wiedergewählt von ihren Abteilungen wurden Kevin Kober als Abteilungsleiter Handball männlich und Clemens Tenner als Abteilungsleiter Tanz.
Wir wünschen allen gewählten und bestätigten Funktionsträgern viel Erfolg, ein gutes Händchen und vor allem Freude bei ihren Aufgaben in den kommenden zwei Jahren!


SV 04 Betriebsgesellschaft wird neuer Betreiber des Sportforums

+++ Sponsoring für die Handball Frauen +++
+++Ein riesiges DANKESCHÖN an unsere Sponsorin – Nora Spitzner+++
Wir gehen durch diese Saison mit einem starken Partner an unserer Seite: Logopädie Spitzner, geführt von Nora Spitzner aus Plauen! 🙌🔥 💡
Über Nora: Nora ist staatlich anerkannte Logopädin und seit Mai 2024 mit ihrer eigenen Praxis in Plauen aktiv. Sie unterstützt Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen und kümmert sich u. a. um Schluck- und Fütterstörungen sowie Zungenband-Themen – mit viel Herz, Kompetenz und Engagement. 💬🧠 🏃♀️
Und das Besondere: Sie bringt auch sportlichen Teamgeist mit – durch 8 Jahre Handball beim SV04 Oberlosa und 3 Jahre Volleyball! Genau dieser Einsatz und Zusammenhalt macht sie zur perfekten Partnerin für unsere Mädels in der Oberliga. 💪🤝 ❤️
Wir sagen DANKE: Danke, Nora, für dein Vertrauen und deine wertvolle Unterstützung! Du bist ein wichtiger Teil unseres Frauenteams🙏⚽
M.H.

1. Männer bejubelt Heimsieg gegen SC Magdeburg II
Das war ein wildes, ein irres, ein richtig abgefahrenes Handballevent. Am Ende feierte der SV 04 Plauen-Oberlosa vor 547 begeisterten Zuschauern den 38:36-Befreiungsschlag gegen den SC Magdeburg II. Im Abstiegskampf der 3. Bundesliga rangieren die Vogtländer jetzt sechs Spieltage vor Saisonende vier Punkte über dem Strich.
Das ging alles so schnell. Dieses Match bot durchgängig, was diesen Sport so attraktiv macht. Mal lag Oberlosa 9:6 (14.) vorne. Dann rannten die Plauener einem 12:16-Rückstand (23.) hinterher. Obwohl SV-Schlussmann Henric Ebert in dieser Phase acht klasse Paraden aus dem Hut zauberte, fanden die Hausherren gegen den brutalen Tempohandball der Magdeburger vorübergehend kein Mittel. „Das ist der Nachwuchs des vermutlichen Deutschen Meisters. Da darfst du dir im Angriff nicht so viele Fehler wie wir“, stellte SV-Coach Ladislav Brykner im Nachhinein fest.
Doch der Plauener Coach und sein Co-Trainer Jörg Grüner antworteten mit einer Geheimwaffe. Wegen der Oberlosaer Personalnot wurde das Eigengewächs Philip Trommer-Ernst aus der zweiten Mannschaft nach „oben“ delegiert. Der Rechtsaußen traf zum 16:17 und auf Linksaußen legte mit Tim Stäglich ein weiteres Eigengewächs den 17:17-Ausgleich nach. Unglaublich: Nach dem 19:20-Pausenrückstand wendeten mit Kreisläufer Lukas Meckel und Philip Trommer-Ernst zwei waschechte Plauener das Blatt und nach dem 21:20 drehten Franz Schauer und Matevž Kunst auf. Das 26:22 (38.) erwies sich allerdings auch nur als Momentaufnahme.
Der SC Magdeburg II schaffte den 27:27-Ausgleich (43.). „Aber in jener Situation sind wir nicht wieder eingebrochen. Wir waren hellwach und sind die hohe Schlagzahl mitgegangen“, ballte der erfolgreichste Oberlosaer Werfer Matevž Kunst die Faust. Völlig verrückt: Der Plauener Spielmacher Roman Becvar hatte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit am Wurfarm verletzt und musste mit starken Schmerzen sogar kurz in der Kabine behandelt werden. Doch er kam zurück. „Ich wollte einfach helfen und habe diese zwei so wichtigen Tore zum 30:27 und 33:29 gemacht“, schilderte der Routinier seine Gedanken.
So ging es in den letzten acht Minuten so richtig ans Eingemachte. SCM-Trainer Christoph Theuerkauf stellte taktisch alles um. Der 57-fache Nationalspieler ließ die Magdeburger in offener Manndeckung noch einmal alles raushauen. Oberlosa ließ sich von dieser zusätzlichen Hektik infizieren und kassierte prompt das 35:34-Anschlusstor. Gästetrainer Christoph Theuerkauf kommentierte die Schlussminuten so: „Respekt Oberlosa. Das war ein geiles Spiel, wo meine junge Truppe viel dazugelernt hat. Wir haben alles gegeben, waren aber am Ende knapp unterlegen.“ Dazu muss man wissen, dass der SCM II auf vier Spieler verzichten musste, weil die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft zeitgleich in Berlin ran musste. Magdeburg trat mit nur zehn Feldspielern in Plauen an. Das jedoch waren absolute Topleute.
Nach der Schlusssirene schwärmte das Publikum. Denn was zum Beispiel der trickreiche Magdeburger Jugendnationalspieler Phileas Daniel (9 Tore) auf die Platte brachte, war ganz sicher mehr als nur Drittliganiveau. Gerade erst 20 Jahre geworden, führte der Rückraumschütze Regie, während Philip Großmann (2 Tore) sein Debut im Männerbereich feierte. SCM-Coach Christoph Theuerkauf: „Ich bin ein mit der Leistung meiner Mannschaft zufriedener Trainer. Wir haben das Spiel verloren, aber wir fahren keineswegs als Verlierer aus Plauen zurück. Manchmal kann man Leistungen nicht mit Punkten bewerten. Und Plauen hat das hintenraus richtig gut gemacht.“
Statistik:
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert, Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (11/davon 2 Siebenmeter), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (7), Leoš Petrovský, Patrik Chobot (1), Franz Schauer (6), Lukas Meckel (3), Roman Becvar (3), Aleksander Olkowski (2), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (2)
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zeitstrafen: Oberlosa 3, SC Magdeburg II 5
Rote Karte: Mattis Heiß (42., SCM II, 3. Zeitstrafe)
Siebenmeter: Oberlosa (3/davon 2 verwandelt), SC Magdeburg II (4/2)
Zuschauer: 547
(kare)
+++Oberlosa verfehlt wichtigen Sieg knapp+++
Am vergangenen Sonntag spielten die Frauen des SV 04 Oberlosa auswärts gegen die HSG Neudorf/Döbeln. Wie auch schon im letzten Spiel kamen die Oberlosaer am Anfang gut ins Spiel und konnten bis zur 12. Minute das Spiel ausgeglichen halten. Ein 0:4-Lauf mit dem ersten Führungstreffer durch die #73 Nikola Weiß zwang die Gegner zu einem Timeout und versetzte sie konsequent unter Druck. Die Abwehr stand solide und ließ keine einfachen Tore zu. Auch im Angriff erzielte die Gastmannschaft zielstrebig simple Tore und wendete das Erlernte aus den vorherigen Trainingswochen an. Bis zur Halbzeitpause kämpften beide Mannschaften verbissen, jedoch ließ sich Oberlosa auch von immer öfter auftretenden Fehlern nicht beirren und ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit sollte das Positive mitgenommen und konsequent durchgezogen werden. Aber die Heimmannschaft kam mit neuer und stärkerer Motivation besser ins Spiel und konnte den Spielstand bereits in der 32. Minute drehen. Der Vorsprung von Döbeln baute sich immer weiter aus, während Oberlosa zu viele Fehler im Angriff und in der Abwehr produzierte. Die Konsequenz und Zielstrebigkeit aus der ersten Halbzeit ließen nach, was die Döbelner Frauen für sich nutzten und alle sicheren Tore mitnahmen. Das 20:14 in der 45. Spielminute bedeutete den größten Toreabstand und den Wendepunkt des Spielverlaufs. Ab da versuchte der SV 04 vergeblich den Rückstand aufzuholen. Erst in den letzten drei Minuten fanden die Gäste wieder ins Spiel und verkürzten den Abstand auf 25:23.
Nun heißt es: Fehler abhaken, im Training alles geben, mit Motivation und kühlem Kopf in die nächste Partie gehen!
Martin, Hertel – Wierick, Rieger (5), Seebauer, Hertel (2; 1/3), Richter (1), Börner (2), Hermann, Hennig (8), Kolomaznikova (1), Weiß (4)
E.H.
Der Vorsprung schmilzt weiter
HSG Ostsee – SV 04 Oberlosa 32:28
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa das so wichtige Kellerduell bei der HSG Ostsee mit 28:32 verloren. Damit schrumpft der Vorsprung der Plauener auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler zusammen. Zudem hat man nun nach dem 34:31 im Hinspiel, den direkten Vergleich mit der HSG verloren. Sollten beide Teams in der Abschlusstabelle punktgleich sein, landen die Vogtländer also hinter den Nordlichtern.
Nach der Anreise bereits am Vortag gingen die 04er, die neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Kapitän Hanisch verzichten mussten, konzentriert in die Partie. Nach zehn Minuten lagen die Spitzenstädter beim 6:5 ebenso knapp vorne wie nach zwanzig Minuten beim 11:10. Beide Teams schenkten sich in der Ostholsteinhalle in Grömitz nichts. Kurz vor der Pause verpassten es die Plauener, den Abstand auf zwei Tore auszubauen. Die Norddeutschen drehten den Spieß noch um und nahmen eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Kabinen. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt und haben viel Druck aus dem Rückraum gemacht. Zudem hatten wir in Henric Ebert erneut einen starken Rückhalt. Der knappe Rückstand war unserer mangelhaften Chancenverwertung geschuldet“, analysierte der Plauener Coach Ladislav Brykner.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Schwarz-Gelben und zogen ihrerseits wieder mit 20:18 in Front. Angetrieben von den eigenen Fans glichen die Hausherren wieder zum 23:23 aus. Dann schien die Partie zu Gunsten der Norddeutschen zu kippen. Drei Treffer in Folge durch HSG-Torjäger Jasper Bruhn ließ den Gastgeber mit 26:23 in Führung gehen. Nun waren es die Plauener, die ihrerseits wieder am Drücker waren. Vier Treffer in Folge und die eigene 27:26-Führung etwa acht Minuten vor dem Ende ließen den angepeilten Auswärtssieg greifbar werden. In der hektischen Schlussphase übertrafen sich die Plauener jedoch im Auslassen bester Chancen und produzierten noch zwei haarsträubende Fehler. HSG-Keeper Luis Skroce wurde so zum gefeierten Helden und die Hausherren feierten einen enorm wichtigen 32:28-Erfolg über enttäuschte Plauener. „In der Schlussphase waren wir zu hektisch und haben die nötige Nervenstärke vermissen lassen. Das ist extrem bitter, zumal wir hier über ganz weite Strecken absolut auf Augenhöhe waren. Vielleicht war es am Ende auch eine Kraftfrage, der durch die Verletzungen ausgedünnte Kader macht sich schon bemerkbar“, konstatierte ein niedergeschlagener Brykner nach dem Schlusspfiff.
Die Aufgaben werden für die Plauener indes nicht leichter, am kommenden Samstag gastiert die U23 von Champions-League Sieger SC Magdeburg in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik, Chobot (3), Schauer (1), Meckel, Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic, Naumann (5/1)
Zuschauer: 248
–RM–