Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa will den nächsten Coup
Morgenstund hat Gold im Mund, heißt es für die Plauener Drittliga-Handballer am kommenden Samstag. Bereits um 6 Uhr startet der Mannschaftsbus der Schwarz-Gelben zur Fahrt in den ganz hohen Norden der Bundesrepublik, in den Landkreis Rendsburg-Eckernförde. Um 19.15 Uhr ertönt in der Werner-Kuhrt-Halle in Hohn dann der Anpfiff zum Duell zwischen dem Gastgeber HSG Eider/Harde und den Spitzenstädtern.
„Um 9 Uhr gibt es Frühstück und um 13 Uhr Mittagessen“, hat die „Reiseleiterin“ Anja Petzoldt den Trip an den Nord-Ostsee-Kanal wieder genau geplant. Sportlich erwartet die Plauener bei den Nordlichtern eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe. Der Vorjahres-Fünfte gewann sein Auftaktspiel bei der U23 des SC DHfK Leipzig überaus deutlich mit 37:26 und gilt als enorm heimstark. Die 04er treten die Reise in den Norden nach dem sensationellen Auftaktsieg gegen Hildesheim jedoch mit breiter Brust an. „Eider/Harde hat eine starke Mannschaft, die in verschiedenen taktischen Formationen spielen kann. Wir schauen jedoch vor allem auf uns und wollen an die Leistung aus der Vorwoche anknüpfen“, schaut der Plauener Coach Ladislav Brykner auf die Partie am Samstag voraus. Co-Trainer Jörg Grüner ergänzt, „dass wir viel Selbstvertrauen getankt haben und nun für die nächste Überraschung sorgen wollen“.
Die Nordlichter um Trainer Mathias Hinrichsen zählen zu den etablierten Teams der Nord-Ost-Staffel und verfügen über ein druckvolles Angriffsspiel. Dass die HSG vor den eigenen Fans nach dem klaren Auftakterfolg nun nachlegen und die Tabellenführung verteidigen will, versteht sich von selbst.
Personell wird es bei den Schwarz-Gelben im Vergleich zur Vorwoche die ein oder andere Veränderung geben. Nico Schneider und Petar Puljic werden weiterhin fehlen, hingegen steht Neuzugang Patrik Chobot nach überstandener Verletzung vor seiner Premiere im Plauener Trikot. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz vom angeschlagenen Kapitän Libor Hanisch. „Sein Ausfall würde uns wehtun. Die Physioabteilung arbeitet mit Hochdruck, um Libor bis Samstag fit zu bekommen“, hofft Brykner auf einen Einsatz seines Abwehrchefs.
Für die Anhänger der Vogtländer gibt es auch in dieser Saison die Möglichkeit, die Auftritte ihrer Mannschaft live im Internet zu verfolgen. Unter sporteurope.tv können die Fans mit den Schwarz-Gelben beim Auswärtsspiel in Eider/Harde mit fiebern.
–RM–
Der SV 04 Oberlosa gewinnt gegen Ligaprimus Hildesheim
Ein historischer Sieg für den Plauener Handball. Der SV 04 Oberlosa schlägt den Aufstiegstopfavoriten Hildesheim mit 28:26 (11:10). Die Spitzenstädter lagen bereits mit 13:18 (40.) hinten und kämpften den Vorjahresmeister der Staffel Nord-West dann doch noch nieder.
Grenzenloser Jubel. Das hat es noch nie gegeben. Das Internetportal Handball-World berichtete noch kurz vor Mitternacht von dieser „großen Überraschung“ aus der Kurt-Helbig-Sporthalle. Gäste-Trainer Daniel Deutsch schaute am Samstagabend ungläubig auf die Anzeigetafel: „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren nur zwei Spiele verloren. Das sagt alles dazu, was heute hier passiert ist“, stellte der ehemalige Zweitligaspieler fest. Beim HC Eintracht Hildesheim – 3 Aufstiege in die 1. Bundesliga in den letzten 25 Jahren – war man schon zur Pause stinksauer. Plauen führte zum Saisonauftakt mit 11:10. Vor drei Jahren unterlagen die Oberlosaer im Punktekampf noch deutlich: 21:28 (Heimspiel) und 18:32 (auswärts). „Aber wir haben uns entwickelt. Wir sind heute viel breiter aufgestellt“, lieferte der eiskalte Siebenmeterverwandler Sebastian Naumann einen ersten Erklärungsversuch.
Tim Stäglich, der Held des Tages, verriet im Anschluss: „Wir wollten nicht nur ein gutes Ergebnis. Wir wollten diese Sensation.“ Der 24-Jährige lieferte als Linksaußen insgesamt fünf Tore ab und Tim schoss eben 42 Sekunden vor Schluss Oberlosa auch zum siebenten Mal in Führung (27:26). Das vom TSV Oelsnitz stammende Oberlosaer Eigengewächs konnte kurz nach dem Abpfiff noch gar nicht realisieren, was da gerade vor seinen Augen abging. „Wir sind letzte Saison nicht abgestiegen, weil wir nie aufgegeben haben. Ich glaube, das macht auch mich persönlich aus“, staunte Tim Stäglich über die Welle der Begeisterung.
Der SV 04 glänzte zunächst 30 Minuten lang mit einer bombastischen Abwehr. Schlussmann Patryk Foluszny bekam für elf Glanzparaden Szenenapplaus. „Wir haben in der Bilanz sogar zwei, drei Tore verschenkt. Aber die 11:10-Pausenführung war natürlich wichtig für den Kopf“, wusste SV-Cheftrainer Ladislav Brykner. Nach dem Seitenwechsel kam es wie es kommen musste. Heidenheim kam wütend aus der Kabine und wendete binnen zehn Minuten das Blatt: 13:18 (40.). Gästetrainer Daniel Deutsch war fassungslos: „Das Spiel musst du dann klar für dich entscheiden. Ich habe bereits vor dem Spiel vor Plauen gewarnt. Aber meine Mannschaft hat einfach überheblich agiert und das nicht Ernst genommen.“
Auf der Oberlosaer Bank erkannte Co-Trainer Jörg Grüner ganz schnell die Gelegenheit: „Torhüterwechsel!“ Von nun an brachte Henric Ebert – ebenfalls ein SV04-Eigengewächs – die Niedersachsen zur Verzweiflung. Aleksander Olkowski (3) und Neuzugang Teo Jezernik (4) brillierten in dieser Phase. Tim Stäglich markierte den 18:18-Ausgleich (45.). Jetzt war alles möglich. Und genau in diesem Augenblick brachten die Plauener ihre nächste Waffe: Matevž Kunst (6 Treffer). Der Spielmacher schmorte aufgrund der großen Konkurrenz im Team so lange wie noch nie auf der Bank. Ihm gehörte die Schlussphase. Immer wenn der Slowene explodierte, knickte Hildesheim ein. Oberlosa versetzte den Gästen in der Schlussphase einen Wirkungstreffer nach dem anderen. Über 20 technische Fehler der Gäste provozierte der SV 04 im gesamten Match.
Nach dem 23:20 und 26:23 für Plauen war dann aus Gästesicht aber Schluss mit lustig. Offene Manndeckung. Noch Zweieinhalb Minuten. Der Hildesheimer Jakub Tonar – Papa Micky Tonar ist der Rekordtorschütze vom EHV Aue und er saß auch in der Helbig-Halle als Gästefan – sowie Philipp Wäger (2) schafften den 26:26-Ausgleich. „Aber wir sind nicht mehr ausrechenbar und haben sehr viele Torschützen. Genau das hat uns den Sieg gebracht“, freute sich das Oberlosaer Urgestein Jörg Reifert über die beiden Siegtreffer von Tim Stäglich und Miroslav Nedoma. Der neue Kapitän Libor Hanisch hatte sein Team tatsächlich zum Sieg geführt. Wahnsinn!
Statistik
SV 04 Oberlosa: Patryk Foluszny, Henric Ebert – Tim Stäglich (5 Tore), Matevž Kunst (6), Libor Hanisch (3), Teo Jezernik (4), Leoš Petrovský, Till Koffent, Patrik Chobot, Franz Schauer (2), Lukas Meckel, Roman Becvar (1), Aleksander Olkowski (3), Johann Niklas Malta, Miroslav Nedoma (1), Sebastian Naumann (3/davon 3 Siebenmeter).
Zeitstrafen: Oberlosa 4 / Heidenheim 5
Siebenmeter: Oberlosa 3/3 verwandelt / Heidenheim 1/2
Zuschauer: 445 (kare)
Heimspiel-Auftakt gegen Top-Favorit
Für den SV 04 Oberlosa erfolgt am Samstag der Start in die neue Saison in der 3.Handball-Bundesliga. Zum Auftakt empfangen die Spitzenstädter gleich den Top-Favoriten HC Eintracht Hildesheim, der Anwurf in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle erfolgt traditionell um 19 Uhr.
Die Niedersachsen scheiterten im direkten Duell mit dem HC Oppenweiler/Backnang nur knapp am Aufstieg in die 2.Bundesliga. Nun unternehmen die Hildesheimer einen neuen Anlauf. Trainer Daniel Deutsch, der kürzlich seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat, soll den ehemaligen Erstligisten zurück in die 2.Liga führen. Der Kader der Eintracht scheint auf alle Fälle stark genug, um dieses Ziel ins Visier zu nehmen. Bereits in der „Corona-Saison“ 2021/2022 standen sich beide Teams gegenüber, sowohl in Hildesheim (32:18) als auch in Plauen (28:21) setzten sich die Niedersachsen jeweils klar durch. Wie schnelllebig das Geschäft inzwischen geworden ist zeigt die Tatsache, dass sowohl auf Seiten der Plauener mit Sebastian Naumann und Ladislav Brykner (jetzt als Trainer) als auch auf Seiten der Hildesheimer mit Jakub Tonar und Leon Krka nur jeweils noch zwei Akteure von damals dabei sind.
Der Plauener Coach blickt gespannt auf den Saisonauftakt gegen ein Top-Team. „Über die klare Favoritenrolle der Gäste brauchen wir nicht diskutieren. Das ist eine Profi-Mannschaft mit dem klaren Ziel aufzusteigen. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um Paroli zu bieten und vielleicht für eine kleine Sensation sorgen zu können“, erklärt Brykner. „Wir haben mit den Heimspielen gegen Hildesheim und Empor Rostock sowie den Auswärtspartien bei der HSG Eider/Harde und in Stralsund ein extrem schweres Auftaktprogramm. Um nicht gleich in den Tabellenkeller zu rutschen, muss da die ein oder andere Überraschung her“, ergänzt Co-Trainer Jörg Grüner. Dass die Gäste bereits in der Vorwoche ihr erstes Pflichtspiel in der 1.Runde des DHB-Pokals bestritten und somit bereits im Wettkampf-Modus sind, macht die Aufgabe für die Plauener sicherlich nicht leichter.
Personell können beide Teams nicht in Bestbesetzung antreten. Während bei den Niedersachsen Spielmacher Piet Möller mit einer Schulterverletzung ausfällt, müssen die Schwarz-Gelben auf Rückraumspieler Nico Schneider (Wadenbeinbruch) und Linksaußen Patrik Chobot (Knöchelverletzung) verzichten. Der neu gewählte Plauener Kapitän Libor Hanisch hofft, „dass die Fans wieder vom ersten Spieltag an wie eine Wand hinter uns stehen. Nur mit der Unterstützung der Anhänger können wir bestehen“.
–RM–
Verletzungen überschatten Trainingslager
Mit gemischten Gefühlen beendeten die Drittliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa ihr viertägiges Trainingslager im tschechischen Jicin. Neben zwei sportlich starken Leistungen beim „ZEPOS-Cup“ gegen den Gastgeber HBC Jicin (31:31) und den SPK Frydek-Mistek (32:32), beide aus der tschechischen Extraliga, müssen die Schwarz-Gelben zwei herbe personelle Rückschläge verkraften. Am schlimmsten erwischte es Rückraumspieler Nico Schneider, der sich einen doppelten Wadenbeinbruch zuzog. Bei der Blessur am Sprunggelenk, die Neuzugang Patrik Chobot erlitten hat, wird in Kürze eine MRT-Untersuchung Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.
„Sportlich haben wir hier ein sehr gutes Trainingslager absolviert. Wir konnten am taktischen Feinschliff arbeiten und haben gegen zwei starke Mannschaften richtig guten Handball gespielt“, versucht sich SV-Trainer Ladislav Brykner an einer sachlichen Analyse. „Die beiden schweren Verletzungen treffen uns natürlich extrem hart. Mir tut es vor allem für die beiden Jungs extrem leid. Wir werden ihnen jede Unterstützung geben, um schnellstmöglich wieder gesund zu werden. Bei Patrik besteht zumindest noch die leise Hoffnung, dass es ihn nicht ganz so schwer erwischt hat“, schiebt der Coach nach.
Sportlich agierten die Plauener in beiden Partien auf Augenhöhe. Dies ist in der Partie gegen Frydek-Mistek umso höher zu bewerten, da die 04er dort mit Matevz Kunst und Roman Becvar zwei Leistungsträger geschont hatten. Gegen den HBC Jicin holten die Vogtländer in der Schlussphase einen Drei Tore Rückstand auf und sicherten sich noch das Remis. Gegen SPK Frydek-Mistek bot man über 60 temporeiche Minuten Paroli und konnte sich ebenfalls ein Unentschieden sichern.
Eine Woche vor dem scharfen Start in die 3.Bundesliga haben die Spitzenstädter im Trainingslager traditionell auch den neuen Kapitän und den neuen Mannschaftsrat gewählt. Libor Hanisch wird die Schwarz-Gelben künftig als Kapitän anführen, als Stellvertreter fungiert Franz Schauer. Zudem gehören dem Mannschaftsrat Petar Puljic, Tim Stäglich und Patryk Foluszny an.
Statistik Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (2 Tore gegen Jicin/ 5 Tore gegen Frydek-Mistek), Kunst (2/-), Hanisch (4/2), Jezernik (6/2), Petrovsky (1/ 2), Chobot (2/1), Schauer (3/8), Schneider (3/ 4), Meckel (0/0), Becvar (6/-), Malta (0/1), Puljic (1/0), Nedoma (0/2), Naumann (1/5)
–RM–
Oberlosa gewinnt Pokalturnier
Bei der 14.Auflage des Turniers um den „Pokal des Oberbürgermeisters“ der Stadt Plauen, konnte sich der Gastgeber SV 04 Oberlosa zum zweiten Mal die begehrte Trophäe sichern. Auch eine weitere Ehrung wurde dem Cup-Gewinner zuteil.
Den Auftakt am Freitagabend bestritten die Hausherren und der TV Erlangen-Bruck (3.Liga Staffel Süd). Von Beginn an entwickelte sich eine gutklassige und ausgeglichene Begegnung. Zwar legten die Plauener immer wieder ein bis zwei Tore vor, doch die Franken zogen ebenso beständig nach. Mit einem leistungsgerechten 16:16-Remis ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte blieb die Partie auf Augenhöhe. Man merkte beiden Teams an, dass sie unbedingt das Finale erreichen wollten und so wurde nun auch etwas kräftiger zugepackt. Beim 24:26 etwa 15 Minuten vor dem Ende, hatten die Franken die besseren Aussichten auf den Finaleinzug. Mit einem energischen Zwischenspurt drehten die Plauener jedoch die Partie zum 29:27. Am Ende setzten sich die Spitzenstädter knapp mit 32:31 durch und zogen so ins Finale ein. „Das war ein guter Test gegen eine spielstarke Mannschaft. Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, zeigte sich SV-Coach Ladislav Brykner zufrieden.
In der zweiten Partie am Freitag machte der Drittligist HC Erlangen II wenig Federlesen mit dem Regionalligisten ThSV Eisenach II und gewann nach einer 24:10-Pausenführung am Ende klar mit 48:28. Für die Thüringer, die nach der kurzfristigen Absage des SV Anzing eingesprungen waren, war das Turnier sicherlich eine wichtige Erfahrung um künftig als Neuling in der Regionalliga bestehen zu können.
Am Samstag eröffneten Eisenach II und Erlangen-Bruck den Turniertag mit dem Spiel um Platz 3. Im Rahmen seiner Möglichkeiten kämpfte der Viertligist von der Wartburg tapfer, musste sich jedoch erneut klar mit 31:45 geschlagen geben. Somit sicherte sich Erlangen-Bruck bei seiner ersten Turnierteilnahme einen Platz auf dem Podest.
Das Finale zwischen Oberlosa und Erlangen II bot tolle Handballkost und große Spannung. In der ersten Hälfte spielten die Plauener wie aus einem Guss und bestimmten klar die Szenerie. Über die Zwischenstände 6:3 und 10:4 führten die Schwarz-Gelben beim 18:10 zwischenzeitlich mit acht Toren Differenz. „Diese erste Hälfte war das Beste, was wir bislang in der Vorbereitung gespielt haben. So in etwa stelle ich mir das vor“, resümierte Brykner nach der Partie, in der sein Team eine 21:16-Führung mit in die Pause nahm. Geschlagen gaben sich die Erlanger Talente indes noch lange nicht. Angetrieben vom Bundesliga-Erfahrenen Lucca Bialowas und dem späteren Torschützenkönig David Sehnke kämpften sich die Gäste Stück für Stück wieder heran. Beim 29:29 war der Ausgleich geschafft und die Partie begann praktisch von vorn. Führung und Ausgleich durch eines der beiden Teams wechselten sich nun immer wieder ab und nach 60 Minuten leuchtete ein 36:36 von der neuen Anzeigetafel der Kurt-Helbig-Halle. Im 7m-Werfen bewiesen die 04er dann die besseren Nerven. Mit Roman Becvar setzte der beste Spieler des Turniers den Schlusspunkt und traf zum 40:39-Erfolg der Plauener. „Wir haben von den Mannschaften für die Organisation des Turniers ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen. Das freut uns natürlich sehr“, zog der Plauener Mannschaftsverantwortliche Jan Spranger ein zufriedenes Fazit. Die Titel für den besten Torhüter und den besten Torschützen gingen in Person von Marc Panholzer und David Sehnke an den HC Erlangen II, die Auszeichnung für den besten Spieler sicherte sich einstimmig Roman Becvar vom SV 04 Oberlosa.
Ergebnisse Vorunde:
SV 04 Oberlosa – TV Erlangen-Bruck 32:31
HC Erlangen II – ThSV Eisenach II 48:24
Spiel um Platz 3:
ThSV Eisenach II – TV Erlangen-Bruck 31:45
Finale:
SV 04 Oberlosa – HC Erlangen II 40:39 (nach 7m-Werfen)
Bester Torhüter: Marc Panholzer (HC Erlangen II)
Bester Spieler: Roman Becvar (SV 04 Oberlosa)
Bester Torschütze: David Sehnke (HC Erlangen II)
–RM–
Pokalturnier läutet heiße Phase ein
Für den Drittligisten SV 04 Oberlosa beginnt zwei Wochen vor dem Saisonstart am23.August gegen Eintracht Hildesheim die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Bevor der schwarz-gelbe Tross vom 14.-17.August sein Trainingslager im tschechischen Jicin bezieht, steht in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle das Turnier um den „Pokal des Oberbürgermeisters“ an.
Trainer Ladislav Brykner hat hohe Erwartungen an sein Team beim eigenen Turnier. „In der bisherigen Vorbereitung waren unsere Leistungen zu wechselhaft. Mal hat die Abwehr gut funktioniert, mal der Angriff. Jetzt gilt es im Hinblick auf den nahenden Saisonstart, die Puzzleteile zusammenzufügen“, erklärt Brykner, der mit seinem Co-Trainer Jörg Grüner aller Voraussicht nach auf den vollen Kader zurückgreifen kann.
Den Auftakt am Freitagabend um 18 Uhr macht die Partie zwischen den Spitzenstädtern und dem Drittliga-Aufsteiger TV Erlangen-Bruck. Die erstmals in der Spitzenstadt weilenden Franken setzten sich souverän in der Regionalliga Bayern durch und starten in der kommenden Saison in der Süd-Staffel der 3.Bundesliga. Für die Plauener sind die Gäste aus der Metropolregion Nürnberg sicherlich ein echter Prüfstein.
Um 20 Uhr wird die zweite Partie zwischen dem Regionalliga-Aufsteiger ThSV Eisenach II und dem Süd-Drittligisten HC Erlangen II angepfiffen. Gegen den Turnier-Neuling von der Wartburg sind die Erlanger sicherlich favorisiert. Überhaupt kommen die HC`ler mit einer starken Mannschaft nach Plauen. Neben den bereits im Vorjahr in der 3.Liga erprobten Spielern kommt auch eine ganze Reihe an Akteuren vom frisch gebackenen Deutschen A-Jugendmeister mit in die Vogtlandmetropole. Da gilt es für die Thüringer als Neuling in der Regionalliga eine ganz harte Nuss zu knacken.
„Wir sind dem ThSV Eisenach sehr dankbar. Nach der kurzfristigen Absage vom Regionalligisten SV Anzing sind die Thüringer kurzfristig eingesprungen“, erklärt Turnier-Organisator Rico Michel.
Am Samstag um 10:30 Uhr stehen sich die beiden Verlierer des Vortags im Spiel um Platz drei gegenüber. Das Finale um den begehrten Pokal wird um 12:30 Uhr angepfiffen, die Siegerehrung, bei der traditionell auch der beste Spieler, der beste Torschütze und der beste Torhüter ausgezeichnet werden, erfolgt um 14 Uhr.
Für die Plauener Handballfans gibt es an der Tageskasse sowohl Turnier-Tickets (12€, ermäßigt 10€) die an beiden Tagen gültig sind, als auch Tagestickets (8€/6€).
–RM–
Trainer ist unzufrieden
HaSpo Bayreuth – SV 04 Oberlosa 32:29
Der SV 04 Oberlosa hat in einem weiteren Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison eine Niederlage kassiert. Beim Regionalligisten HaSpo Bayreuth unterlagen die Spitzenstädter mit 29:32.
Wie bereits beim 34:27-Erfolg vor zwei Tagen gegen den gleichen Kontrahenten wurde auf beiden Seiten viel probiert. Die Plauener, weiterhin ohne Petrovsky und Puljic, leisteten sich bereits früh zu viele technische Fehler und vergaben gute Möglichkeiten. Bayreuth konnte so mit 6:3 in Führung gehen. Nach dem 8:5 für die Oberfranken nahm SV-Coach Ladislav Brykner seine erste Auszeit. Diese Maßnahme trug Früchte, Oberlosa glich wenig später durch Tim Stäglich zum 10:10 aus. Mit einem 15:14 für Bayreuth ging es in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel der Plauener zu fehlerbehaftet. Über die Stationen 18:15 und 23:19 blieb HaSpo das spielbestimmende Team. Zwar ging noch einmal Ruck durch das Team der 04er und es gelang der erneute Ausgleich zum 27:27, am Ende hatten die Hausherren jedoch verdient mit 32:29 die Nase vorn.
„Natürlich sind die Beine derzeit schwer und wir sind nach der harten Vorbereitung körperlich gerade so ein bisschen am Tiefpunkt. Dass da die Frische und Spritzigkeit fehlen, ist schon verständlich und den Jungs wird das freie Wochenende diesbezüglich sicherlich guttun. Dennoch haben wir heute deutlich zu viele Fehler und Fehlwürfe produziert. Das war schlecht“, konstatierte Ladislav Brykner nach der Partie. Die nächsten Testspiele stehen für die Schwarz-Gelben beim Turnier um den „Pokal des Oberbürgermeisters“ am 8./9.August auf dem Programm.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (4 Tore), Kunst (2), Hanisch (1), Jezernik (3), Chobot (3), Schauer (3), Schneider (3), Meckel (2), Becvar (1), Olkowski (1), Malta (1), Nedoma (2), Naumann (3/ davon 2 Siebenmeter)
–RM–
Saisonrückblick | 1.Männer Relegation und Statistik
Mit dem HC Burgenland wartete ein alter Bekannter in der Relegation um den Klassenerhalt. Erneut sorgten 722 Zuschauer im Hinspiel in Plauen für Gänsehaut-Atmosphäre. In einem hautengen Duell setzten sich die Burgenländer mit 34:33 in Plauen durch und nahmen einen hauchdünnen Vorsprung mit ins Rückspiel.
Die Partie wurde in der nur 200 Zuschauer fassenden Sporthalle in Prittitz ausgetragen. Viele Plauener Fans bemühten sich erfolglos um Tickets und mussten entweder beim Public Viewing in der Kurt-Helbig-halle oder daheim vor dem Bildschirm mitfiebern. 15 Minuten vor dem Ende klopfte das Abstiegsgespenst beim Stand von 22:28 vehement an die Plauener Tür. Mit einem unglaublichen Kraftakt zogen die 04er jedoch den Kopf aus der Schlinge, gewannen 32:30 und bejubelten den Klassenerhalt in der 3.Liga.
In den 32 Saisonspielen setzten die 04er insgesamt 22 Spieler ein. Alle 32 Partien bestritten Matevz Kunst, Jakub Kolomaznik, Aleksander Olkowski und Sebastian Naumann. Die besten Torschützen der Plauener waren Matevz Kunst (170 Tore/ davon 7 Siebenmeter), Kevin Roch (109/2) und Nico Schneider (95/0).
Insgesamt sahen 17240 Zuschauer die Begegnungen der Plauener. 8960 Zuschauer pilgerten zu den Heimspielen in der Kurt-Helbig-Sporthalle, was einem Durchschnitt von 560 Besuchern pro Partie entspricht. Auswärts besuchten 8280 Zuschauer die Spiele, 518 im Durchschnitt. Die bestbesuchten Heimspiele waren die Partien gegen den EHV Aue (850) und gegen den HC Burgenland (722). Auswärts sticht die Partie in Aue (1650) hervor, gefolgt vom Spiel in Würzburg (994).
Name | Vorname | Spiele | Tore |
Kunst | Matevz | 32 | 170 |
Kolomaznik | Jakub | 32 | 65 |
Olkowski | Aleksander | 32 | 73 |
Naumann | Sebastian | 32 | 92 |
Hanisch | Libor | 30 | 62 |
Schauer | Franz | 30 | 89 |
Seidemann | Philipp | 29 | 0 |
Stäglich | Tim | 29 | 12 |
Schneider | Nico | 29 | 95 |
Nedoma | Miroslav | 28 | 84 |
Roch | Kevin | 27 | 109 |
Wokan | Florian | 27 | 12 |
Puljic | Petar | 27 | 29 |
Ebert | Henric | 26 | 0 |
Foluszny | Patryk | 23 | 2 |
Orlich | Lukasz | 13 | 53 |
Mohs | Max | 5 | 0 |
Raithel | Timon | 2 | 0 |
Brykner | Ladislav | 2 | 0 |
Trommer-Ernst | Philipp | 2 | 1 |
Koffent | Till | 1 | 0 |
Meckel | Lukas | 1 | 0 |
–RM–
Saisonrückblick | 1. Männer Hinrunde
Mit einem Heimspiel gegen den Mitaufsteiger TVS Baden-Baden startete die runderneuerte Mannschaft vom SV 04 Oberlosa in das Abenteuer 3.Bundesliga. Der 28:25-Erfolg an dem die Neuzugänge Lukasz Orlich (9 Tore), Matevz Kunst (5) und Torhüter Max Mohs einen großen Anteil hatten. Auch das zweite Spiel in Landshut gewannen die Plauener mit 27:26 und hatten somit bereits vier wichtige Zähler erkämpft. Die erste kalte Dusche bot das Heimspiel gegen Kornwestheim, als die 04er bei der 30:44-Niederlage komplett chancenlos waren. In den beiden folgenden Auswärtspartien in Neuhausen/Filder (25:26) und beim HC Erlangen II (28:29) boten die Plauener starke Leistungen, mussten sich jedoch hauchdünn geschlagen geben. Unterdessen verletzte sich beim Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV Torhüter Janik Patzwaldt schwer. Die Dessauer wurden auf der Suche nach einem leistungsstarken Ersatz in der Spitzenstadt fündig und verpflichteten mit Max Mohs einen Eckpfeiler der Plauener Mannschaft. Nach dem Verlust des bis dahin überragenden Keepers gab es auch in heimischer Halle gegen das Spitzenteam vom VfL Pfullingen bei der 27:31-Niederlage nichts zu holen. Der spätere Staffelsieger HC Oppenweiler/Backnang war bei der 26:35-Auswärtsniederlage schlicht eine Nummer zu groß. Die Hoffnungen, den Bock umzustoßen lagen nun auf dem Heimspiel gegen die ebenfalls im Abstiegskampf befindliche HG Oftersheim/Schwetzingen. Erneut war den Plauenern jedoch das Glück nicht hold und es setzte beim 29:30 die dritte Niederlage mit einem Tor Differenz. Bei einer top besetzten U23 des HBW Balingen-Weilstetten (25:33) als auch im Heimspiel gegen den ehemaligen Zweitligisten Wölfe Würzburg (29:38) gab es keine realistische Chance auf einen Punktgewinn.
Beim folgenden Auswärtsauftritt in Fürstenfeldbruck lagen die Schwarz-Gelben bis kurz vor Ultimo gleichauf, mussten jedoch nach dem 31:34 erneut mit leeren Händen auf die Heimreise gehen. „Uns fehlt die Abgezocktheit und die Cleverness um gegen Teams mit denen wir gleichauf sind, auch zu punkten. Wir müssen extrem schnell lernen“, fasste der Plauener Trainer den bisherigen Saisonverlauf treffend zusammen. Als wollten seine Schützlinge die Worte des Trainers unterstreichen, verlor man auch das Heimspiel gegen Heilbronn (29:31), nachdem man kurz vor Schluss noch geführt hatte. Ebenfalls auf Augenhöhe präsentierte man sich bei der U23 der Rhein-Neckar Löwen, die knappe 28:30-Niederlage knüpfte jedoch nahtlos an die vorherigen Begegnungen an. Die Verantwortlichen trennten sich in der Woche darauf aus disziplinarischen Gründen vom einzigen Linkshänder im Rückraum Lukasz Orlich. Nach der schwächsten Saisonleistung am nächsten Wochenende im Heimspiel gegen Pforzheim (22:26), wurde erstmals Kritik an der Mannschaft und dem Trainer-Team laut. Zwölf Niederlagen in Folge standen mittlerweile zu Buche und das Auswärtsspiel in Aue auf dem Programm. Die Plauener Verantwortlichen bewahrten jedoch die Ruhe und folgten nicht den oft beschriebenen Mechanismen des Geschäfts. In Aue präsentierte sich das Team in starker Form und setzte mit dem hochverdienten 32:29-Erfolg einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Zugleich kehrte die Zuversicht zurück, mit Beginn der Rückrunde im Januar eine Aufholjagd starten zu können.