Monat: November 2025

II. Männer wollen in Görlitz die 2 Punkte holen

2. Männer Oberliga Sachsen

Auswärtsspiel Koweg Görlitz (30.11.2025)

 

Am Sonntag erwartet die II.Mannschaft die längste Auswärtsfahrt der Saison. Zum letzten Auswärtsspiel des Kalenderjahres geht es knapp drei Autostunden Richtung Osten nach Görlitz. Zur äußerst beliebten Anwurfzeit um 17 Uhr empfängt der derzeitig letztplatzierte der Tabelle, Koweg Görlitz, die trotz des Unentschiedens der Vorwoche noch immer auf Platz 2 stehenden Plauener. Der Tabellenplatz der Görlitzer ist aber auch auf einige nur äußerst knapp verlorene Begegnungen zurückzuführen und sollte daher kein Indiz für eine einfache Aufgabe sein. Dennoch wollen die schwarz-gelben unbedingt die beiden Punkte von der Neiße mit an die Elster nehmen um Ihren zweiten Tabellenplatz abzusichern.  Und wenn man sich am ersten Adventssonntag schon auf eine romantische Autobahnausfahrt begibt ist es sicher auch eine gute Idee, dafür zu sorgen, dass es auf der Rückfahrt zumindest einen Grund zum Feiern gibt. Für alle Fans, die von zu Hause die Daumen drücken und eine Kerze anzünden wollen, ist am Sonntag ab 17 Uhr dafür eine gute Gelegenheit.

 

Wer es ganz genau wissen will kann auch live verfolgen was an der polnischen Grenze so geht für die II.Mannschaft und den Stream nutzen https://solidsport.com/sv-koweg-goerlitz-ev-1-maenner/games/g/qu5eo8rd

 

FSm

II. Männer spielen Unentschieden und bleiben Tabellenzweiter

SV04 Plauen Oberlosa II – EHV Aue II 33:33
Gerechtes Unentschieden im Spitzenspiel
Nach dem Führungstreffer für den EHV Aue zum 0:1 kamen wir gut in die Partie und konnten nach 4 Minuten mit 4:2 in Führung gehen. Danach verlief die erste Halbzeit recht ausgeglichen, wobei die Gäste aus Aue meist 1-2 Treffer vorlegten. Irgendwie fanden wir in den ersten 30 Minuten nie in unser gewohntes schnelles Angriffsspiel. Nur in der Kleingruppe waren wir erfolgreich oder bekamen nach den entsprechenden Fouls in 1:1 Situationen den Abschluss vom 7m Punkt. Die Abwehr arbeitete über große Strecken sehr gut, trotzdem reichten dann kleine individuelle Nachlässigkeiten, um den Gästen Torabschlüsse zu ermöglichen. Beim 16:16 ging es in die Kabinen. Nach der Halbzeit trafen beide Mannschaften kontinuierlich. In der 35. Minute war die Partie beim Stand von 21:21 weiter ausgeglichen. Durch 3 schnelle Tore in Folge konnten wir uns erstmalig ein wenig von den Erzgebirgern absetzen. Diese zeigten sich wie erwartet weiter kämpferisch und konnten in der 44. Minute den Anschluss zum 28:27 herstellen. Dann folgte wieder eine Phase wo wir über schnelle Tore erfolgreich waren. Doch auch das 31:27 war noch keine Vorentscheidung. Die Gäste kämpften sich auch hier wieder ran. Wir taten uns schwer gegen die Abwehr und die Chancen die wir bekamen, darunter 2 7m Würfe konnten wir nicht im Auer Tor unterbringen. Dadurch konnten die Auer in den letzten Minuten ausgleichen. in der letzten Minuten hatten dann beide Mannschaften nochmal die Möglichkeit auf den Siegtreffer, jedoch blieben die Abwehrreihen Sieger.
(SF)

Oberlosaer Volleyballerinnen erfolgreich auf Sachsentour

Waren die Oberlosaer Damen am Sonnabend noch beim SC Freital zu Gast, war am Sonntagnachmittag  bereits das nächste Spiel beim TSV Leipzig 76 angesagt. Im Februar verlor man das Heimspiel gegen Freital im Tiebreak. Und so wurde auch diesmal das Hinspiel ein umkämpftes Aufeinandertreffen, das die Freitalerinnen verdient mit 3:1 ( 20; 18; -23; 17) gewannen. Im SV04-Kader fehlten Cosima Freihe und verletzungsbedingt immer noch Aline Vollmann. So war Trainer Lutz Gushurst in den taktischen Varianten doch etwas limitiert. Im ersten Satz begann Freital furios und hatte früh eine klare Führung erkämpft und behauptet. Als im zweiten Satz die Nullvierer eine komfortable  2:9-Führung erspielten, gelang Freital mit einer Aufholjagd das 15:15 und der Satz wurde vom SC Freital  noch gedreht, weil man in Block und Angriff einfach homogener agierte als die Oberlosaer Gäste. Nur der dritte Satz erfüllte die Ansprüche an den SV04, weil jetzt verbissen um jeden Punkt gerungen wurde und im Finish konzentriert und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in der Abwehr der Anschluss gelang. Konnte der vierte Satz noch bis zum 13:13 offen gehalten werden, verloren die Oberloserinnen in der zweiten Satzhälfte leider weitgehend das Momentum und damit auch  das Spiel. Beste Spielerin (MVP) im Oberlosaer Team wurde einmal mehr Angreiferin Paula Rohleder.

Nach viel Auswertung des Vortagspieles begannen die Vogtländerinnen am Sonntagnachmittag in der unterkühlten Sporthalle der Rudi-Glöckner-Schule gegen den TSV Leipzig 76 mit einer schnellen 4:13-Führung und gewannen den ersten Satz  mit 10:25 überraschend souverän. Im zweiten Satz war Leipzig dann im Spiel, erkämpfte die 16:13 -Satzführung und schaffte mit dem 25:19 den Satzausgleich. Neu im Aufgebot am Sonntag stieß Jugendspielerin Katharina Winkler zum Team. Sie  erhielt im dritten Satz das Vertrauen von Trainer Lutz Gushurst, gemeinsam mit Vivian Voigt und Sarah Schmelzer, die alle drei von der Ersatzbank kommend in einer schwierigen Phase mitten im Satz die Mannschaft hervorragend unterstützen konnten. Mental stark wurde der Oberlosaer Vorsprung gehalten und mit dem 25:22 die Satzführung erkämpft. Jetzt ging der TSV all in und konnte sogar einen 11:16-Rückstand noch aufholen. Kapitänin Juliane Ebel mit vorbildlichem Abwehreinsatz und eine explodierende Leonie Eckardt (MVP ) im Angriff hielten das Team in dieser heißen Phase auf Kurs. Beim kniffligen Stand von  24:22 für den TSV schritt Ulrike Buchheim seelenruhig zum Aufschlag und sorgte mit raffinierten Aufschlägen für viel Aufregung im Aufbauspiel des TSV, der dann anschließend am SV04-Block mit Melina Gerke, Paula Rohleder und Leonie Eckardt kein Vorbeikommen fand. Mit 24:26 wurde dieser verdiente  1:3- Auswärtssieg mit den wichtigen drei Punkten eingefahren und der Platz in der Spitzengruppe weiter gefestigt in diesem ausgeglichenen ReLi-Teilnehmerfeld. Am Sonntag in zwei Wochen steigt um 14 Uhr  mit dem Match gegen Tabellennachbar VC Olympia Dresden II SSR, Absteiger aus der dritten Liga, ein echtes Adventshighlight in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.

Oberlosa: Esser, Eckardt, Rohleder, Buchheim, Ebel, Koch, Voigt, Winkler, Friedel, Schmelzer, Gerke

 

Gunar Rus

AL VB SV 04

Aufholjagd bleibt unbelohnt

SV 04 Oberlosa – DHK Flensborg 28:29

 

Eine ganz bittere Heimniederlage musste der SV 04 Oberlosa am Samstagabend hinnehmen. Nach zwischenzeitlichen sechs Toren Rückstand glichen die Spitzenstädter noch aus, kassierten jedoch vier Sekunden vor Ultimo noch den Knockout.

Die bereits einen Tag vorher angereisten Flensborger zeigten sich vor 609 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Halle von Beginn an hellwach. Insbesondere Keeper Rune Hauenstein brachte die Spitzenstädter in der Anfangsphase zur Verzweiflung. Die Plauener mussten neben den Langzeitverletzten Schneider und Nedoma kurzfristig auch auf Leos Petrovsky (Hexenschuss) und Franz Schauer (Verletzung beim Abschlusstraining) verzichten. Dennoch funktionierte der Abwehrverbund der 04er gegen die offensivstarken Gäste vorzüglich. „Insgesamt mit der Defensive und mit dem Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter war das von Beginn an richtig gut“, erklärte SV-Trainer Ladislav Brykner. „Unser großes Manko war die Chancenverwertung“, so der Coach. Bis zur 20.Spielminute entwickelte sich so beim Zwischenstand von 6:9 eine extrem torarme Begegnung. Bis zur Pause konnten die Spitzenstädter nicht die nötige Durchschlagskraft im Angriff entwickeln. So nahmen die 04er einen 9:13-Rückstand mit in die Kabinen und starteten die zweite Hälfte nach einer Zeitstrafe gegen Petar Puljic in Unterzahl.

Die Nordlichter nutzten die numerische Überlegenheit konsequent und bauten den Abstand auf 9:15 aus. In der Folge begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Vogtländer warfen alles in die Waagschale, konnten den Rückstand auch beim 17:23 nach etwa dreiviertel der Spielzeit jedoch nicht verkürzen. Insbesondere DHK-Rückraumspieler Thilo Knutzen sorgte mit seinen Toren dafür, dass die Flensborger ihre klare Führung behaupten konnten. „Gegen ihn fanden wir nur selten ein Mittel“, konstatierte Brykner. Der 2,13m große Knutzen stand am Vortag noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt bei der MT Melsungen auf dem Parkett und avancierte in Plauen mit 12 Toren zum überragenden Spieler seines Teams. Angetrieben von einer erneut sensationellen Kulisse bewiesen die Schwarz-Gelben jedoch enormen Willen und verkürzten in der Folge auf 22:26. Hinten rührten die Vogtländer nun endgültig Beton an und vorne trafen Aleksander Olkowski und Sebastian Naumann zum 24:26. Zwei starke Paraden von SV-Keeper Patryk Foluszny nutzen seine Vorderleute in Person von Matevz Kunst und Libor Hanisch zum 26:26-Ausgleich. „Dort verpassen wir es in Führung zu gehen“, trauerte Brykner nach dem Spiel einer vergebenen Großchance nach. Der ebenfalls Bundesligaerfahrene Jonas Rhitaphorn und natürlich Knutzen sorgten zwei Minuten vor Ultimo für die erneute 26:28-Führung der Norddeutschen. Erneut gelang Plauen der Anschluss und beim 28:28-Ausgleich durch Patrik Chobot bebten die Grundmauern der altehrwürdigen Kurt-Helbig-Halle. Den folgenden Angriff der Flensborger parierte erneut Foluszny und den 04ern bot sich so sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. „Nach dem Spielverlauf wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wir bekommen etwa zwanzig Sekunden vor dem Ende den Ball. Ich wollte kurz vor Schluss noch die Auszeit nehmen um den Gegner nicht mehr in Ballbesitz kommen zu lassen. Ich hätte die Auszeit früher nehmen müssen, das geht auf meine Kappe. Dass wir diesen letzten Angriff aber nach wenigen Sekunden aus schlechter Position abschließen, das darf nicht passieren“, schüttelte der Coach den Kopf. Flensborg kam so noch zu einem letzten Angriff und traf vier Sekunden vor Ultimo zum 28:29. Nach einiger Zeit des Sammelns konstatierte Brykner, „dass wir wieder eine unglaubliche Moral bewiesen haben. Dafür können wir uns jedoch nichts kaufen. Die Halle hat wieder gekocht und uns immer wieder angetrieben. Wir müssen das Positive mitnehmen, das war unsere Leistung in der zweiten Hälfte. Jetzt haben wir zwei Wochen Pause und dann müssen wir am 13.Dezember zu Hause gegen Leipzig gewinnen. Bis dahin sollte auch der ein oder andere Spieler wieder in den Kader zurückkehren“.

Oberlosa: Ebert, Foluszny; Stäglich, Kunst (10 Tore), Hanisch (4), Jezernik (1), Chobot (4), Meckel (1), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic, Naumann (4/ davon 2 Siebenmeter)

Zuschauer: 609

 

–RM–

Und schon ist er wieder vorbei…

Am 15.11.2025 fand der „3. Plauener Bockbierfasching“ zusammen mit der Sternquell-Brauerei Plauen statt. Vor 700 Zuschauern in der ausverkauften Biller-Halle gab es wieder ein grandioses Programm der Abteilung Tanz zu bestaunen. Nach dem erfolgreichen Anstich des Bockbieres mit einem Schlag durch unseren „rasenden Reporter“ Karsten Repert war die Halle schon auf Betriebstemperatur. In einem zweistündigen Programm traten alle Tanzgruppen auf und konnten das Publikum begeistern. Ob Funkenmariechen, Kindertanz, Damenmarsch, der Auftritt der Krampfadern oder das legendäre Männerballett, alle zeigten ihr Können. Natürlich durfte die „Bockbierbütt“ zur Lage der Nation nicht fehlen. Zum großen gemeinsamen Finale war allen sofort klar, das es von dieser Veranstaltung eine 4. Auflage geben muss.

Diese wird am 14.11.2026 wieder in der Biller-Halle stattfinden. Danach wurde noch bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt. Die zahlreichen Gäste waren sich einig. Wir kommen gerne wieder!

Ein Heimsieg muss her

Der 13.Spieltag in der 3.Handball-Bundesliga hält für den SV 04 Oberlosa ein weiteres wichtiges Heimspiel parat. Die Spitzenstädter empfangen am Samstag um 19 Uhr den Dansk Handboldklub (DHK) Flensborg in der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle.

Mit dem nördlichsten Drittliga-Klub Deutschlands empfangen die Vogtländer eine spielstarke Mannschaft. Als Kooperationspartner der SG Flensburg-Handewitt verfügen die Nordlichter über einen breit aufgestellten Kader. Mit dem 2,13m großen Rückraumspieler Thilo Knutzen und Linksaußen Jonas Rhitaphorn hat der DHK zwei Akteure an Bord, die kürzlich sogar im Europapokal für die SG Flensburg-Handewitt am Start waren. „Das sind aber nur zwei von einer ganzen Anzahl von sehr gut ausgebildeten Spielern“, weiß der Plauener Trainer Ladislav Brykner. „Das ist eine deutlich stärkere Truppe, als es der Tabellenstand aussagt. Sie haben einige Spiele unglücklich und unnötig verloren“, ergänzt der SV-Coach. Für die 04er (10:14.Punkte; Platz 10) bietet sich am Samstag die Möglichkeit, einen direkten Konkurrenten (7:17; 13.) zu distanzieren. Dass es dazu einer stärkeren Leistung bedarf als in der Vorwoche in Hamburg, ist im Lager der Schwarz-Gelben allen bewusst. „Das Spiel haben wir ausgewertet und das ist jetzt auch abgehakt. Der Blick geht nach vorn“, zeigt sich Brykner kämpferisch. Um gegen die Mannschaft um Trainer Magnus Frisk Jensen bestehen zu können, wird es für die 04er wichtig sein, das sieben gegen sechs des DHK gut zu verteidigen. „Sie spielen das gerne und sie spielen das gut. In der Vorwoche war das die entscheidende Variante beim Heimsieg gegen Leipzig“ weiß Brykner nach der Videoanalyse. Von seinem Team verlangt der Tscheche am Samstag „absolute Konzentration und absolute Konsequenz. Fast alle Spiele in dieser Liga sind extrem eng. Da kommt es auf jede Kleinigkeit an, um am Ende erfolgreich sein zu können“. Personell können Brykner und sein Co-Trainer Jörg Grüner bis auf die Langzeitverletzten Schneider und Nedoma den kompletten Kader aufbieten. „Wir haben bislang zu Hause 8:4 Punkte geholt. Diese Heimstärke wollen wir erneut ausspielen und die nächsten beiden Punkte einfahren“, lässt Grüner keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen. Dabei bauen die 04er einmal mehr auf ihre Fans. „Wir brauchen wieder eine große Kulisse. Mit den Fans im Rücken sollen zwei Punkte her und der Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder anwachsen“, erklärt Keeper Henric Ebert.

 

–RM–

 

II. Männer wollen nächsten Heimsieg erringen

Heimspiel EHV Aue II (23.11.2025)

 

Nach 8 Wochen gibt es die II. Mannschaft der Schwarz-Gelben auch wieder einmal zu Hause zu sehen. Und da sich das Team um Trainer Silvio Fuchs in der Herbstpause intensiv und erfolgreich auf die beiden zurückliegenden Auswärtsspiele vorbereitet hatte und sowohl in Zwickau als auch in Zwönitz gewinnen konnte, erwartet die Fans jetzt in der Kurt-Helbig-Halle das Spitzenspiel der Woche in der Oberliga Sachsen, gegen das Juniorteam des EHV Aue. Die beiden Mannschaften trennt derzeit nur ein Punkt in der Tabelle und somit ist es sicher schwierig einen Favoriten zu benennen, wenn der aktuell zweitplatzierte Aufsteiger aus der Spitzenstadt gegen den lokalen Rivalen aus dem Erzgebirge (derzeit Platz 4) versucht den Spitzenplatz in der Tabelle zu verteidigen. Unter diesen Voraussetzungen wird es wieder darauf ankommen mit einer konzentrierten Leistung und 100% Einsatz nochmals die Leistungen aus den letzten Spielen abzurufen um auch zu Hause erfolgreich zu sein. Und auch für die Handballfans aus Plauen sollte für genügend Spannung und Attraktivität gesorgt sein um die dringend benötigte Unterstützung zu leisten. Mit der Aussicht auf ein heißes Spiel und kühle Getränke gibt es daher keine Alternative zu diesem Termin am Sonntag um 15:30 Uhr in der Kurt-Helbig-Halle !!!

FSm

 

1.000 Mitglieder

Dieser Sportclub aus dem Vogtland gehört jetzt zu Sachsens Großsportvereinen

Der SV 04 Oberlosa begrüßt sein 1.000. Mitglied. 999 Andreas Heinz, 1.000 Henry Lienemann und 1.001 Steffen Zenner

Plauener SV 04 Oberlosa hat eine wahnsinnige Entwicklung genommen

Aus diesem kleinen Dorfverein ist eine riesige Sportgemeinschaft geworden. Der SV 04 Plauen-Oberlosa ist jetzt 1.000 Mitglieder stark. Damit gehören die Vogtländer genau wie die SG Jößnitz mit 1.037 Mitglieder zu den 65 größten Sportvereinen des Freistaats. Der einjährige Henry Lienemann beziehungsweise dessen Papa Jonas machten die Sache für Oberlosa rund. „Henry ist unser 1.000stes Mitglied“, jubelte Prof. Dr. Bernd Märtner. Beim SV 04 spielt man Hand- und Volleyball. Außerdem gibt es die Abteilung Tanz.

Die drei Ziele des Bernd Märtner

Genau vor 25 Jahren hatte der Vereinsvorsitzende Bernd Märtner dem BLICK-Reporter in einem Vier-Augen-Gespräch seinen Plan verraten: „Wenn wir 1.000 Mitglieder haben und in einer Halle mit vier Tribünen in der Bundesliga spielen, dann höre ich auf.“ Damals lachte manch einer noch. Heute belegt der SV 04 Oberlosa aktuell Platz 8 in der 3. Bundesliga. Das Sportforum Vogtland als neue Arena hat eine Zuschauerkapazität von 2.000 Sitz- und 500 Stehplätzen und diese Halle wartet nur noch auf einen Betreiber. Sollte Oberlosa den Zuschlag erhalten, könnte Bernd Märtner nach drei Jahrzehnten im Amt den Vorsitz beim SV 04 wirklich abgeben.

Seit 29 Jahren Vorsitzender

Prof. Dr. Bernd Märtner ist seit 1996 der Vorsitzende des SV 04 Plauen-Oberlosa. Der Verein hatte in 122 Jahren erst 19 Vereinschefs. Die durchschnittliche Amtszeit beträgt 6,4 Jahre. Dabei hatte Arno Heyer von 1909 bis 1933 das Amt ebenso sehr lange inne. Er trat mit der Machtübernahme der Nazis nach 24 Jahren Amtszeit zurück. Weggefährte des heutigen Vereinsvorsitzenden ist der Landtagsabgeordnete Andreas Heinz. „Ich darf seit 1991 als Mitglied des Sächsischen Landtags den Vereinen im Vogtland hier und da helfen. Gerade wenn es um Fördermittel oder wichtige Genehmigungen geht“, berichtet der Politiker.

Andreas Heinz bekommt die Mitgliedsnummer 999

Unter anderem eröffnete Andreas Heinz den Beachvolleyballplatz in Oberlosa. Zusammen mit dem Verein hatte sich der Abgeordnete immer wieder im Sportstättenbau engagiert. Bernd Märtner betonte: „Es wäre für uns eine große Freude, wenn Andreas Heinz dem Verein mit der Mitgliedsnummer 999 beitreten würde.“ Der Politiker musste nicht lange nachdenken: „Ich war als stiller Begleiter dabei, wie dieser Verein von 278 auf jetzt 1.000 Mitglieder angewachsen ist. Ich fühle mich dem Sport verpflichtet und dem SV 04 nach so langer Zeit auch verbunden.“

Oberbürgermeister Steffen Zenner bekommt die Mitgliedsnummer 1.001

1994: Zum 90. Vereinsgeburtstag waren es noch 278 Mitglieder

Rückblick: Begonnen hatte alles im Jahre 1904 mit dem Turnen in Oberlosa. 1922 gründete sich die Handballabteilung. Der Verein hatte mal 235 Mitglieder (1929), dann nur noch 138 (1933) und später waren es 169 Angehörige (1974). Zum 90. Vereinsgeburtstag feierten 278 Mitglieder (1994) das Jubiläum. Dann begann ein unglaubliches Wachstum. Im Jahr 2004 meldete der SV 04 Oberlosa Mitgliederrekord: 416 Sportler gehörten dem SV 04 Plauen-Oberlosa an. Im Jahr 2016 durchbrach Oberlosa die 600er Schallmauer. Mit der Gesamtmitgliederzahl von 768 (2022) stießen die Plauener auf Platz zwei der damals 357 vogtländischen Sportvereine vor. Sachsenweit sind derzeit übrigens 726.216 Mitglieder in 4.330 Sportvereinen aktiv. Größter sächsischer Verein ist Dynamo Dresden mit 30.000 Mitgliedern.

Text: Karsten Repert
Bilder: Oliver Orgs

Oberlosa scheitert an sich selbst

HG Hamburg-Barmbek – SV 04 Oberlosa 32:31

 

Der SV 04 Oberlosa hat das wichtige Auswärtsspiel in der 3.Liga bei der HG Hamburg-Barmbek mit 31:32 verloren. Mit einem Treffer in der Schlusssekunde sicherten sich die Norddeutschen zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf.

„Ein Spiel in der letzten Sekunde zu verlieren, ist natürlich immer bitter“, begann der Plauener Coach seine Analyse gewohnt sachlich. Doch dann brach es aus dem sonst so ruhigen Tschechen heraus. „Ich bin heute richtig sauer. Wir haben halbherzig agiert, waren bis auf wenige Ausnahmen vom Kopf her überhaupt nicht da“, zürnte Brykner. „In der Abwehr denken wir, dass wir den Gegenspieler im Griff haben, verteidigen aber nicht konsequent zu Ende so dass der Ball immer noch weitergespielt werden kann. Im Angriff hat mir einfach die Gier gefehlt, das Tor unbedingt machen zu wollen. Wir produzieren Fehler am Fließband, das darf uns so nicht passieren und das reicht für die 3.Liga nicht. Hamburg hat alles reingehauen und die haben sich diesen Sieg heute verdient“, war der SV-Coach sichtlich geladen.

Dabei kamen die 04er gut in die Partie und führten schnell mit 4:1. Die Elbestädter profitierten in der Folge von den Fehlern der Schwarz-Gelben, glichen zum 9:9 aus und gingen wenig später beim 11:10 erstmals in Führung. Die Spitzenstädter drehten die Partie wieder und nahmen eine hauchdünne 16:15-Führung mit in die Halbzeitpause. „Wir hätten zur Pause höher führen müssen, waren aber einfach in vielen Situationen viel zu unsauber“, konstatierte Brykner.

Auch nach dem Wiederanpfiff schafften es die Plauener nicht, ihre Fehlerquote zu reduzieren. Die Hamburger nutzten das konsequent aus und zogen bis auf 26:22 davon. Erst beim 29:25 für die Hausherren, etwa sieben Minuten vor Ultimo, ging noch einmal ein Ruck durch das Team der Schwarz-Gelben. „Dann verteidigen wir endlich hellwach und verwandeln die Chancen mit aller Konsequenz. Da holen wir in sieben Minuten den Vier-Tore-Rückstand auf. Das alleine zeigt, was hier möglich gewesen wäre“, schüttelt Brykner mit dem Kopf. Die letzte Aktion nutzten die Hamburger in Person ihres baumlangen Rückraumspielers Jan-Ove Litzenroth um den Lucky Punch zum 32:31 zu setzen.

„Mit einer guten und konsequenten Leistung wären hier definitiv zwei Punkte drin gewesen, aber dafür waren wir heute ganz einfach nicht gut genug. Jetzt haben wir in den Heimspielen gegen Flensborg und Leipzig wieder richtig Druck im Kessel“, stieg auch Co-Trainer Jörg Grüner sichtlich angefressen in den Mannschaftsbus.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (6 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Kunst (9), Hanisch (2), Jezernik (3), Petrovsky, Chobot, Schauer (3), Becvar (5), Olkowski, Malta (1), Puljic, Naumann (2/1)

–RM–

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