Handball
Vorfreude auf das Derby
In der 3.Handball-Bundesliga steigt am Samstagabend das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem SV 04 Oberlosa und dem EHV Aue. Der Anpfiff der beiden Unparteiischen Fabian Schwarz und Arthur Krispenz aus Wiesbaden erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Kann der vogtländische David dem erzgebirgischen Goliath ein Bein stellen?? Diese Frage stellen sich sicherlich alle Handballfans der Region. Mit dem EHV Aue gastiert das aktuell formstärkste Team der Liga in der Spitzenstadt. Das Team um Kult-Trainer Uwe Jungandreas feierte nach einem durchwachsenen Saisonstart zuletzt unglaubliche zwölf Siege in Serie und nimmt vehement Kurs auf die Aufstiegsrunde zur 2.Bundesliga. Mit Routinier Kevin Roch und Keeper Max Mohs kehren auch zwei ehemalige Plauener an ihre alte Wirkungsstätte zurück, auf Seiten der 04er haben Trainer Ladislav Brykner, Co-Trainer Jörg Grüner sowie Franz Schauer und Sebastian Naumann eine Auer Vergangenheit.
„Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, füttert SV-Coach Ladislav Brykner das Phrasenschwein und bekräftigt, „dass wir, anders als im Hinspiel, so auftreten wollen, wie es ein Derby verlangt“. Die Hinrundenpartie in Aue war beim 34:24 eine klare Angelegenheit für den EHV. „Da waren wir richtig schlecht und haben uns deren Spiel aufzwingen lassen. Das darf uns so vor den eigenen Fans nicht passieren“, erwartet Brykner eine deutlich engere Partie. Apropos Fans, die 04er bauen zum Derby auch wieder eine Zusatztribüne auf. Da sich auch aus dem nahen Erzgebirge eine große Anzahl an Anhängern auf den Weg nach Plauen macht, rechnen die Plauener Verantwortlichen nach starken Vorverkaufszahlen erstmals in dieser Saison mit einem ausverkauften Haus. „Wir müssen den tollen Rahmen für uns nutzen und alles reinhauen“, erklärt der im Hinspiel noch schmerzlich vermisste Plauener Torjäger Matevz Kunst. „Beide Teams brauchen dringend Punkte. Der EHV Aue will unbedingt in die Aufstiegsrunde, wir wollen die Klasse halten“, erwartet auch der verletzt ausfallende Plauener Kapitän Libor Hanisch prickelnde Derbyatmosphäre.
Es ist also angerichtet für ein Handballfest, für ein packendes Derby zwischen dem Vogtland und dem Erzgebirge, dem SV 04 Oberlosa und dem EHV Aue.
–RM–
+++Revanche geglückt, Teamfight bringt Heimsieg!+++
Geschlossene Teamleistung sichert uns den verdienten Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten aus Weißenborn!
Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel war klar: Heute zählt nur der Sieg. Von Beginn an zeigten wir Motivation, Teamgeist und absoluten Willen. Ein starker Start brachte uns früh mit 4:1 in Führung. Erst nach einer Zeitstrafe gegen uns gelang den Gegnerinnen der Doppelschlag zum Anschluss. Doch unser Tempospiel ließ sich davon nicht bremsen und zwang die Gäste bereits in der 12. Minute beim Stand von 9:4 zur ersten Auszeit. Bis zur Halbzeit blieb es intensiv und umkämpft, Weißenborn verkürzte nochmal – 19:17 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde es richtig spannend: In der 33. Minute fiel der erste Ausgleich zum 19:19. Es entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, beide Teams kämpften um jeden Ball. Trotz kleiner Fehler blieb unsere Abwehr stabil und hielt uns im Spiel. Die letzte Minute hatte es in sich: 31:30 durch die Gäste – doch trotz Manndeckung behielten wir die Nerven! 3 Sekunden vor Schluss setzte Nikola den entscheidenden Treffer zum 32:30 und machte den Deckel drauf! Vor einer überragenden Heimkulisse feiern wir endlich wieder einen verdienten Sieg! Danke an alle Fans und besonders an unsere Trommler für diese unglaubliche Unterstützung!
Wir wünschen unserer Domi eine schnelle Genesung ❤️🩹
Martin, Hertel – Wierick, Seebauer (1), Hertel (5; 2/3), Richter (2), Börner (2), Hermann (1), Hennig (7; 1/2), Mattes, Kolomaznikova (4), Rother (2), Schieke, Weiß (8)
J.M.
Doppelheimspieltag endet mit Doppelsieg
Oberliga Sachsen
SV04 Plauen Oberlosa II – Zwönitzer HSV 29:25
Doppelsieg am Doppelspiel-Sonntag
Nachdem unsere Frauen gestern einen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Weißenhorn vorgelegt hatten, war die Motivation bei den Männern der Zweiten groß, ebenfalls mit einem Sieg aus dem Doppelheimspieltag zu gehen. Die Halle war bestens gefüllt, zu den eigenen Anhängern gesellte sich noch der Fanclub der Zwönitzer. Wir starteten auch gleich mit einer Führung ins Spiel. Nach 17 Minuten stand es „nur“ 5:2. Man merkte nach der langen Pause und auch nach dem letzten Heimspiel gegen Zwickau eine gewisse Verunsicherung im Spiel. Da nicht nur auf unserer Seite wichtige Stammspieler fehlten, sondern auch bei den Gästen, war auch bei Ihnen die Fehlerquote hoch. Zumindest arbeitete die Abwehr sehr gut und Philipp im Tor war auch sehr gut drauf. Mit der Zeit fanden wir besser in den Spielfluss. Die Aufbaureihe mit Levin, Hobi und Anton brachte reichlich Schwung und Torgefahr in unser Angriffsspiel. So konnten wir uns bis zur Halbzeit auf 16:10 absetzen. Nach der Halbzeit starteten wir gut und konzentriert. In der 43. war der Vorsprung auf 23:13 angewachsen. 2 Zeitstrafen und eine offensivere Abwehr der Zwönitzer brachte die Gäste nochmal zurück ins Spiel. Dazu kamen paar ausgelassene Chancen. So waren die letzten 10 Minuten nicht mehr wirklich schön, aber wir brachten den Sieg trotzdem ins Ziel und alle bekamen ihre Spielanteile. Nach dem großen Sachsenderby (Oberlosa gegen Aue) am Samstag 19Uhr in der Helbighalle gehts für uns nächste Woche Sonntag 17 Uhr zum kleinen Westsachsenderby nach Aue zum Tabellendritten.
(SF)
Doppelheimspiel 1. Frauen + 2. Männer
Oberliga Sachsen
Frauen 14.00Uhr SV04 Plauen Oberlosa – Rotation Weißenborn
Männer 16.30Uhr SV04 Plauen Oberlosa – Zwönitzer HSV
Nach einer Pause von zwei Wochen steht für die II.Mannschaft des
SV04 am Sonntag das nächste Heimspiel an. Zu ungewohnter
Anwurfzeit um 16:30 Uhr ist der Tabellennachbar aus Zwönitz zu
Gast in der Kurt-Helbig-Halle. Die Gäste aus dem Erzgebirge liegen
aktuell nur drei Punkte hinter den Gastgebern, haben jedoch bereits
ein Spiel mehr bestritten und nachdem sie im letzten Auswärtsspiel
bereits beide Punkte aus Aue entführt haben, werden sie sicher
darauf spekulieren auch im Vogtland erfolgreich zu sein um den
Rückstand weiter zu verringern. Somit steht für die Schwarz-Gelben
die nächste schwere Aufgabe auf dem Plan um den Platz in der
oberen Tabellenhälfte zu verteidigen. Aber die Spitzenstädter sind
fest entschlössen auch mit der weiterhin stark reduzierten Truppe um
jeden Punkt zu kämpfen und als Aufsteiger eine erfolgreiche Saison
zu absolvieren. Hierfür wird neben dem notwendigen Kampfgeist
auch Disziplin und maximaler persönlicher Einsatz erforderlich sein
um den Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen. Da die Gäste auch
wieder mit zahlreichen Fans anreisen werden, hoffen die Plauener
natürlich auf die Unterstützung von möglichst vielen eigenen
Anhängern auf der Tribüne. Um es den Plauener Fans einfach zu
machen, können diese sich bereits ab 14 Uhr beim Heimspiel der
Frauen in Stimmung bringen um dann ab 16:30 Uhr eine
stimmungsvolle Heimkulisse zu bilden. Hierfür gibt es auch wieder
ein vergünstigtes Doppelticket für beide Spiele zur Belohnung.
FSm
+++ Sponsoring für die Handball Frauen +++
+++Ein riesiges DANKESCHÖN an unsere Sponsorin – Nora Spitzner+++
Wir gehen durch diese Saison mit einem starken Partner an unserer Seite: Logopädie Spitzner, geführt von Nora Spitzner aus Plauen! 🙌🔥 💡
Über Nora: Nora ist staatlich anerkannte Logopädin und seit Mai 2024 mit ihrer eigenen Praxis in Plauen aktiv. Sie unterstützt Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen und kümmert sich u. a. um Schluck- und Fütterstörungen sowie Zungenband-Themen – mit viel Herz, Kompetenz und Engagement. 💬🧠 🏃♀️
Und das Besondere: Sie bringt auch sportlichen Teamgeist mit – durch 8 Jahre Handball beim SV04 Oberlosa und 3 Jahre Volleyball! Genau dieser Einsatz und Zusammenhalt macht sie zur perfekten Partnerin für unsere Mädels in der Oberliga. 💪🤝 ❤️
Wir sagen DANKE: Danke, Nora, für dein Vertrauen und deine wertvolle Unterstützung! Du bist ein wichtiger Teil unseres Frauenteams🙏⚽
M.H.

1. Männer bejubelt Heimsieg gegen SC Magdeburg II
Das war ein wildes, ein irres, ein richtig abgefahrenes Handballevent. Am Ende feierte der SV 04 Plauen-Oberlosa vor 547 begeisterten Zuschauern den 38:36-Befreiungsschlag gegen den SC Magdeburg II. Im Abstiegskampf der 3. Bundesliga rangieren die Vogtländer jetzt sechs Spieltage vor Saisonende vier Punkte über dem Strich.
Das ging alles so schnell. Dieses Match bot durchgängig, was diesen Sport so attraktiv macht. Mal lag Oberlosa 9:6 (14.) vorne. Dann rannten die Plauener einem 12:16-Rückstand (23.) hinterher. Obwohl SV-Schlussmann Henric Ebert in dieser Phase acht klasse Paraden aus dem Hut zauberte, fanden die Hausherren gegen den brutalen Tempohandball der Magdeburger vorübergehend kein Mittel. „Das ist der Nachwuchs des vermutlichen Deutschen Meisters. Da darfst du dir im Angriff nicht so viele Fehler wie wir“, stellte SV-Coach Ladislav Brykner im Nachhinein fest.
Doch der Plauener Coach und sein Co-Trainer Jörg Grüner antworteten mit einer Geheimwaffe. Wegen der Oberlosaer Personalnot wurde das Eigengewächs Philip Trommer-Ernst aus der zweiten Mannschaft nach „oben“ delegiert. Der Rechtsaußen traf zum 16:17 und auf Linksaußen legte mit Tim Stäglich ein weiteres Eigengewächs den 17:17-Ausgleich nach. Unglaublich: Nach dem 19:20-Pausenrückstand wendeten mit Kreisläufer Lukas Meckel und Philip Trommer-Ernst zwei waschechte Plauener das Blatt und nach dem 21:20 drehten Franz Schauer und Matevž Kunst auf. Das 26:22 (38.) erwies sich allerdings auch nur als Momentaufnahme.
Der SC Magdeburg II schaffte den 27:27-Ausgleich (43.). „Aber in jener Situation sind wir nicht wieder eingebrochen. Wir waren hellwach und sind die hohe Schlagzahl mitgegangen“, ballte der erfolgreichste Oberlosaer Werfer Matevž Kunst die Faust. Völlig verrückt: Der Plauener Spielmacher Roman Becvar hatte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit am Wurfarm verletzt und musste mit starken Schmerzen sogar kurz in der Kabine behandelt werden. Doch er kam zurück. „Ich wollte einfach helfen und habe diese zwei so wichtigen Tore zum 30:27 und 33:29 gemacht“, schilderte der Routinier seine Gedanken.
So ging es in den letzten acht Minuten so richtig ans Eingemachte. SCM-Trainer Christoph Theuerkauf stellte taktisch alles um. Der 57-fache Nationalspieler ließ die Magdeburger in offener Manndeckung noch einmal alles raushauen. Oberlosa ließ sich von dieser zusätzlichen Hektik infizieren und kassierte prompt das 35:34-Anschlusstor. Gästetrainer Christoph Theuerkauf kommentierte die Schlussminuten so: „Respekt Oberlosa. Das war ein geiles Spiel, wo meine junge Truppe viel dazugelernt hat. Wir haben alles gegeben, waren aber am Ende knapp unterlegen.“ Dazu muss man wissen, dass der SCM II auf vier Spieler verzichten musste, weil die A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft zeitgleich in Berlin ran musste. Magdeburg trat mit nur zehn Feldspielern in Plauen an. Das jedoch waren absolute Topleute.
Nach der Schlusssirene schwärmte das Publikum. Denn was zum Beispiel der trickreiche Magdeburger Jugendnationalspieler Phileas Daniel (9 Tore) auf die Platte brachte, war ganz sicher mehr als nur Drittliganiveau. Gerade erst 20 Jahre geworden, führte der Rückraumschütze Regie, während Philip Großmann (2 Tore) sein Debut im Männerbereich feierte. SCM-Coach Christoph Theuerkauf: „Ich bin ein mit der Leistung meiner Mannschaft zufriedener Trainer. Wir haben das Spiel verloren, aber wir fahren keineswegs als Verlierer aus Plauen zurück. Manchmal kann man Leistungen nicht mit Punkten bewerten. Und Plauen hat das hintenraus richtig gut gemacht.“
Statistik:
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert, Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (11/davon 2 Siebenmeter), Teo Jezernik (2), Philip Trommer-Ernst (7), Leoš Petrovský, Patrik Chobot (1), Franz Schauer (6), Lukas Meckel (3), Roman Becvar (3), Aleksander Olkowski (2), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (2)
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zeitstrafen: Oberlosa 3, SC Magdeburg II 5
Rote Karte: Mattis Heiß (42., SCM II, 3. Zeitstrafe)
Siebenmeter: Oberlosa (3/davon 2 verwandelt), SC Magdeburg II (4/2)
Zuschauer: 547
(kare)
Oberlosa hofft auf Befreiungsschlag
Wenn der SV 04 Oberlosa in der 3.Handball-Bundesliga am Samstagabend wieder in der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle aufläuft, ist ein großer Name in der Spitzenstadt zu Gast. Die U23 des Champions-League-Siegers SC Magdeburg gibt seine Visitenkarte in der Vogtlandmetropole ab, der Anwurf erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr.
Sieben Spiele haben die Schwarz-Gelben noch vor der Brust, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt drei Punkte. Angesichts des schwierigen Restprogramms weiß auch der Plauener Coach Ladislav Brykner „dass wir für die ein oder andere Überraschung sorgen müssen um Punkte zu holen“. Mut macht den Plauenern der Rückblick auf das Hinspiel an der Elbe. Zwar unterlagen die Plauener den SCM-Youngsters mit 37:40, agierten jedoch über die volle Spielzeit auf Augenhöhe. „Wir werden viel rotieren und die Kräfte klug einteilen müssen, wenn dir das brutale Tempo der Magdeburger mitgehen wollen“, erklärt Brykner. Bekanntester Spieler im SCM-Kader ist Linksaußen Pablo Lange, der bereits Einsatzzeit sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions-League sammelte. Weitere Rohdiamanten sind Monty Kleinsteuber und Noah Hensen die vom Deutschen U20-Nationaltrainer Martin Heuberger für den nächsten Lehrgang berufen wurden. Der größte Star sitzt beim SCM jedoch auf der Trainerbank. Der 57-fache Nationalspieler Christoph Theuerkauf gewann in seiner aktiven Karriere den EHF-Pokal mit dem SC Magdeburg und den DHB-Pokal mit dem TBV Lemgo.
Wollen die Plauener am Samstag etwas Zählbares in der Spitzenstadt behalten, bedarf es einer absoluten Top-Leistung. Personell müssen die Plauener indes den nächsten Rückschlag verkraften, Flügelflitzer Sebastian Naumann fällt nach einer in der Vorwoche bei der HSG Ostsee erlittenen Muskelverletzung aus.
Gerade in dieser schwierigen Phase hoffen Team und Verantwortliche der 04er auf die Unterstützung der Plauener Handballfans. Nur mit einer prall gefüllten Halle im Rücken kann es vielleicht gelingen, dem Favoriten aus Magdeburg ein Bein zu stellen.
–RM–
+++Oberlosa verfehlt wichtigen Sieg knapp+++
Am vergangenen Sonntag spielten die Frauen des SV 04 Oberlosa auswärts gegen die HSG Neudorf/Döbeln. Wie auch schon im letzten Spiel kamen die Oberlosaer am Anfang gut ins Spiel und konnten bis zur 12. Minute das Spiel ausgeglichen halten. Ein 0:4-Lauf mit dem ersten Führungstreffer durch die #73 Nikola Weiß zwang die Gegner zu einem Timeout und versetzte sie konsequent unter Druck. Die Abwehr stand solide und ließ keine einfachen Tore zu. Auch im Angriff erzielte die Gastmannschaft zielstrebig simple Tore und wendete das Erlernte aus den vorherigen Trainingswochen an. Bis zur Halbzeitpause kämpften beide Mannschaften verbissen, jedoch ließ sich Oberlosa auch von immer öfter auftretenden Fehlern nicht beirren und ging mit einem Tor Vorsprung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit sollte das Positive mitgenommen und konsequent durchgezogen werden. Aber die Heimmannschaft kam mit neuer und stärkerer Motivation besser ins Spiel und konnte den Spielstand bereits in der 32. Minute drehen. Der Vorsprung von Döbeln baute sich immer weiter aus, während Oberlosa zu viele Fehler im Angriff und in der Abwehr produzierte. Die Konsequenz und Zielstrebigkeit aus der ersten Halbzeit ließen nach, was die Döbelner Frauen für sich nutzten und alle sicheren Tore mitnahmen. Das 20:14 in der 45. Spielminute bedeutete den größten Toreabstand und den Wendepunkt des Spielverlaufs. Ab da versuchte der SV 04 vergeblich den Rückstand aufzuholen. Erst in den letzten drei Minuten fanden die Gäste wieder ins Spiel und verkürzten den Abstand auf 25:23.
Nun heißt es: Fehler abhaken, im Training alles geben, mit Motivation und kühlem Kopf in die nächste Partie gehen!
Martin, Hertel – Wierick, Rieger (5), Seebauer, Hertel (2; 1/3), Richter (1), Börner (2), Hermann, Hennig (8), Kolomaznikova (1), Weiß (4)
E.H.
Der Vorsprung schmilzt weiter
HSG Ostsee – SV 04 Oberlosa 32:28
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa das so wichtige Kellerduell bei der HSG Ostsee mit 28:32 verloren. Damit schrumpft der Vorsprung der Plauener auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Zähler zusammen. Zudem hat man nun nach dem 34:31 im Hinspiel, den direkten Vergleich mit der HSG verloren. Sollten beide Teams in der Abschlusstabelle punktgleich sein, landen die Vogtländer also hinter den Nordlichtern.
Nach der Anreise bereits am Vortag gingen die 04er, die neben den Langzeitverletzten auch weiterhin auf Kapitän Hanisch verzichten mussten, konzentriert in die Partie. Nach zehn Minuten lagen die Spitzenstädter beim 6:5 ebenso knapp vorne wie nach zwanzig Minuten beim 11:10. Beide Teams schenkten sich in der Ostholsteinhalle in Grömitz nichts. Kurz vor der Pause verpassten es die Plauener, den Abstand auf zwei Tore auszubauen. Die Norddeutschen drehten den Spieß noch um und nahmen eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Kabinen. „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt und haben viel Druck aus dem Rückraum gemacht. Zudem hatten wir in Henric Ebert erneut einen starken Rückhalt. Der knappe Rückstand war unserer mangelhaften Chancenverwertung geschuldet“, analysierte der Plauener Coach Ladislav Brykner.
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten dann die Schwarz-Gelben und zogen ihrerseits wieder mit 20:18 in Front. Angetrieben von den eigenen Fans glichen die Hausherren wieder zum 23:23 aus. Dann schien die Partie zu Gunsten der Norddeutschen zu kippen. Drei Treffer in Folge durch HSG-Torjäger Jasper Bruhn ließ den Gastgeber mit 26:23 in Führung gehen. Nun waren es die Plauener, die ihrerseits wieder am Drücker waren. Vier Treffer in Folge und die eigene 27:26-Führung etwa acht Minuten vor dem Ende ließen den angepeilten Auswärtssieg greifbar werden. In der hektischen Schlussphase übertrafen sich die Plauener jedoch im Auslassen bester Chancen und produzierten noch zwei haarsträubende Fehler. HSG-Keeper Luis Skroce wurde so zum gefeierten Helden und die Hausherren feierten einen enorm wichtigen 32:28-Erfolg über enttäuschte Plauener. „In der Schlussphase waren wir zu hektisch und haben die nötige Nervenstärke vermissen lassen. Das ist extrem bitter, zumal wir hier über ganz weite Strecken absolut auf Augenhöhe waren. Vielleicht war es am Ende auch eine Kraftfrage, der durch die Verletzungen ausgedünnte Kader macht sich schon bemerkbar“, konstatierte ein niedergeschlagener Brykner nach dem Schlusspfiff.
Die Aufgaben werden für die Plauener indes nicht leichter, am kommenden Samstag gastiert die U23 von Champions-League Sieger SC Magdeburg in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (11/ davon 2 Siebenmeter), Jezernik, Chobot (3), Schauer (1), Meckel, Becvar (6), Olkowski (2), Malta, Puljic, Naumann (5/1)
Zuschauer: 248
–RM–


