Handball

Starker Auftritt ohne Lohn

Starker Auftritt ohne Lohn: Oberlosa unterliegt in Altenholz knapp

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat beim TSV Altenholz eine denkbar knappe Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Trotz einer starken, über weite Strecken disziplinierten Vorstellung verloren die Vogtländer am Sonntagnachmittag mit 36:37 (20:21). Dabei lag die Mannschaft von Trainer Enrico Henoch im zweiten Durchgang bereits mit drei Treffern vorn, musste die Heimreise am Ende aber ohne Punkte antreten.

Die Reise in den hohen Norden hatte für die Plauener bereits am Samstagmittag begonnen. Nach einer Zwischenübernachtung in Wismar stand am Sonntag um 16 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle die Begegnung in der 3. Liga Nord-Ost an. Vor 297 Zuschauern entwickelte sich nach zunächst torarmen Minuten bereits in der ersten Halbzeit ein temporeiches Spiel in dem das erste Tor Vinzent Bertl für Oberlosa erzielte.

Anschließend übernahmen allerdings die Gastgeber das Kommando. Altenholz zog auf 5:1 davon und veranlasste die Plauener bereits nach knapp acht Minuten zur ersten Auszeit. Die Gäste fanden danach besser in ihren Rhythmus und hielten das hohe Tempo der Hausherren mit. Zwar lag Altenholz auch beim 19:15 noch mit vier Toren vorn, doch Oberlosa ließ sich nicht abschütteln. Bis zur Pause verkürzten die Vogtländer auf 20:21 und hielten damit alle Möglichkeiten offen.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die zunehmend bessere Abwehrarbeit der Plauener bemerkbar. Erst nach mehr als fünf Minuten gelang Altenholz der erste Treffer der zweiten Hälfte. Oberlosa nutzte diese Phase, glich durch Matevz Kunst aus und ging durch Libor Hanisch mit 22:21 in Führung. Die Gäste traten nun selbstbewusst auf und erspielten sich mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung. Als Tim Stäglich zum 29:26 traf und Kunst wenig später per Siebenmeter das 30:27 nachlegte, war ein Auswärtserfolg greifbar.

Doch Altenholz schlug zurück. Innerhalb weniger Minuten glichen die Gastgeber zum 30:30 aus und gingen anschließend selbst wieder in Führung. Auch zwei kurz aufeinanderfolgende Zeitstrafen gegen Teo Jezernik und Libor Hanisch erschwerten den Plauenern diese Phase. Dennoch blieb Oberlosa dran und fand immer wieder eine Antwort.

Beim 35:35 durch Stäglich nach 57:25 Minuten war die Partie weiterhin völlig offen. In der Schlussphase hatte Altenholz jedoch das bessere Ende für sich. Ein Siebenmetertreffer zum 36:35 und das 37:35 durch Lauro-Janis Strothmann 22 Sekunden vor dem Ende brachten die Entscheidung. Bertls Anschlusstreffer elf Sekunden vor Schluss kam zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen.

Erfolgreichster Werfer der Plauener war Matevz Kunst mit acht Toren, gefolgt von Vinzent Bertl mit sieben und Mathias Choleva mit sechs Treffern. Für Altenholz war Jesse Bennet Dahmke mit zwölf Toren besonders treffsicher.

„Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes und diszipliniertes Spiel gezeigt und konnten das Tempo von Altenholz mitgehen. Nach unserer Drei-Tore-Führung machen wir leider drei kleine Fehler, welche Altenholz wieder ins Spiel zurückgeholt haben. Diese kleinen Fehler müssen wir weiter minimieren und positiv auftreten, dann sind auch wieder Pluspunkte für uns drin. Gelegenheit dafür haben wir dann schon wieder kommendes Wochenende in Oranienburg. Der Auftritt von heute stimmt mich aber zuversichtlich, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren werden“, sagte Enrico Henoch.

 

2. Männer mit Derbysieg

Derbysieg!!!

 

Was für ein Nervenkrimi, was für eine Willensleistung! In einer dramatischen Schlussphase hat sich unsere zweite Mannschaft des SV 04 Plauen-Oberlosa im prestigeträchtigen Derby gegen die Zweitvertretung des EHV Aue hauchdünn mit 29:28 durchgesetzt.

 

Von der ersten Minute an war Feuer in der Partie. Christian Döhler eröffnete standesgemäß per Siebenmeter zum 1:0. Doch Aue hielt von Beginn an voll dagegen. Dass die Gäste in der Anfangsphase nicht die Oberhand gewannen, war vor allem Max im Oberlosaer Gehäuse zu verdanken. Mit spektakulären Paraden – darunter ein entschärfter Siebenmeter in der zweiten Minute – vernagelte er im ersten Durchgang phasenweise das Tor und gab seinen Vorderleuten den nötigen Rückhalt.

 

In einer engen, hart umkämpften ersten Halbzeit wechselte die Führung stetig. Rico Englert und Nils Hohberger setzten im Angriff immer wieder Nadelstiche, doch Aue ließ sich nicht abschütteln. Beim Stand von 11:9 kurz vor der Pause schlug dann die Stunde, auf die alle Fans in der Halle gewartet hatten: Das Comeback von Viktor Beketov!

 

Und was für eines es werden sollte. Wie in alten Zeiten übernahm Viktor sofort Verantwortung und erwies sich als der personifizierte Albtraum für die Auer Defensive. Innerhalb der letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit drehte er völlig auf, traf fast nach Belieben und hämmerte den Ball gleich viermal in die Maschen. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff besorgte er mit seinem Treffer zum 16:12 die viel umjubelte Vier-Tore-Pausenführung. Die Halle stand Kopf!

 

Nach dem Seitenwechsel kam Aue hochmotiviert aus der Kabine und verkürzte schnell auf 16:14. Doch Oberlosa hatte die passende Antwort parat – und einen neuen Hexer im Tor. Albert übernahm für die zweite Halbzeit den Posten zwischen den Pfosten und nahtlos die bärenstarke Form von Max. Mit sensationellen Reflexen zog er den Gästen in den entscheidenden Momenten den Zahn.

 

Getragen von Alberts Paraden behielt Oberlosa in der Crunchtime kühlen Kopf. Levin Donner und Rico Englert schraubten das Ergebnis in der zweiten Halbzeit wieder auf 20:16 hoch. Es sah knapp sechs Minuten vor dem Ende noch nach einer vermeintlich beruhigenden Führung aus und man wähnte sich vielleicht schon auf der Siegerstraße. Doch ein Derby schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Aue steckte keineswegs auf und verkürzte postwendend durch Ben Schmitt zum 27:25 (57. Min).

Zwar konnte Viktor Beketov (7) kurz darauf den alten Drei-Tore-Vorsprung zum 28:25 (56:53) wiederherstellen, doch danach begann das große Zittern. Aue zog in der 58. Minute eine Auszeit – und diese zeigte Wirkung. Die Gäste bliesen zur Schlussoffensive: Zuerst verkürzte Jonathan Thun auf 28:27 (58:46), ehe Anton-Akira Takahashi nur 34 Sekunden vor dem Ende (59:20) der psychologisch schmerzhafte 28:28-Ausgleich für die Erzgebirger gelang. Die Halle kochte, die Nerven lagen blank.

Doch wer dachte, unsere Jungs würden jetzt einbrechen, sah sich getäuscht. Mit absolutem Siegeswillen und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken spielten die Schwarz-Gelben den letzten Angriff aus. Es lief bereits die letzte Spielminute (59:48), als Frederik Koffent (17) Verantwortung übernahm: Mit einem entschlossenen Wurf markierte er das umjubelte 29:28!

Die verbleibenden zwölf Sekunden verteidigte Oberlosa mit Mann und Maus, ehe die Schiedsrichter beim Stand von 60:00 das Spiel beendeten. Der Rest war purer schwarz-gelber Jubel: Ein emotionaler Derbysieg, der aufgrund des Kampfgeistes in den letzten Sekunden absolut verdient in Plauen bleibt!

+++Oberlosa vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Spitzenreiter+++

Nach der 26:32-Heimniederlage gegen den HC Empor Rostock steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste Begegnung mit einem Spitzenteam an. Am Sonntag, dem 1. November, gastiert die Mannschaft um 16 Uhr beim TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle. Gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer wollen die Plauener an ihre verbesserten Leistungen anknüpfen und sich auch auswärts nicht mit der Außenseiterrolle zufriedengeben.

Die Altenholzer spielen bislang eine starke Saison. Nach acht Siegen in Folge ließen sie am vergangenen Wochenende beim 29:29 gegen die Füchse Berlin II erstmals einen Punkt liegen. Mit 17:1 Punkten führt der TSV die Nord-Ost-Staffel an. Dass die Mannschaft auch gegen direkte Konkurrenten bestehen kann, bewies sie unter anderem mit dem 29:27-Auswärtserfolg beim EHV Aue.

Die junge Mannschaft überzeugt mit hohem Tempo und individuell starken Spielern. Im Angriff schaffen die Altenholzer gezielt Räume für Eins-gegen-eins-Situationen und setzen ihre Gegenspieler damit immer wieder unter Druck. Zu den auffälligen Akteuren gehört Jari Glumm im linken Rückraum, der beispielsweise gegen Oranienburg elf Treffer erzielte. Auf der rechten Rückraumposition bringt der 1,93 Meter große Jesse Dahmke Qualität mit. Der Cousin von Nationalspieler Rune Dahmke gehörte in der vergangenen Saison zum erweiterten Profikader des THW Kiel. Auch auf den Außenpositionen verfügen die Gastgeber über gefährliche Abschlussmöglichkeiten.

Für Oberlosa bildet das Heimspiel gegen Rostock trotz der Niederlage einen Ansatzpunkt. Die Plauener hielten die Begegnung zunächst offen und kamen in der zweiten Hälfte nach einem Sieben-Tore-Rückstand noch einmal auf vier Treffer heran. Gegen Altenholz gilt es nun, solche Phasen über einen längeren Zeitraum zu bestätigen.

Cheftrainer Enrico Henoch erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe: „Das wird für uns auf jeden Fall eine schwere Aufgabe werden, in der es gilt, die starken Eins-gegen-eins-Situationen der Altenholzer zu kontrollieren. Wir werden versuchen, auf die guten Ansätze vom letzten Wochenende aufzubauen und uns im Angriff wieder effektiver zu präsentieren, da haben wir letzte Woche einfach zu viel liegen lassen. Wir fahren auf jeden Fall nicht nach Altenholz, um dort Punkte abzuschenken, dafür ist die Strecke einfach zu weit. Wir wollen mit dem Anspruch dahinfahren, etwas Zählbares mitzunehmen. Auch wenn wir wissen, dass Altenholz – vor allem auch in der eigenen Halle – sicherlich der Favorit ist.“

(ElH)

2. Männer erwarten Aue zum Derby

Am Samstag gibt es die II.Mannschaft des SV04 wieder um 18:30 Uhr zu Hause zu sehen. Da in Aue die Halle an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stand wurde einvernehmlich das Heimrecht getauscht und die Erzgebirger machen sich auf den kurzen Weg ins Vogtland. Auch wenn damit der auf Platz 7 stehende SV04 den derzeit letzten der Tabelle empfängt, ist der Ausgang keineswegs vorbestimmt. Im Vorjahr konnten die schwarz-gelben lediglich einen Punkt aus den beiden Begegnungen mitnehmen und wollen diese Bilanz unbedingt verbessern. Die Pokalrunde am letzten Wochenende gab die Möglichkeit sich nach der kurzen Herbstpause wieder an den Spielbetrieb zu gewöhnen und der Sieg hat sicher auch nochmals die Stimmung verbessert. Es sind also beste Voraussetzungen für ein spannendes Spiel gegeben. Für die Unterstützung von der Tribüne sind wie immer die Fans aus der Spitzenstadt gefragt, deren Wochenende aber ganz einfach zu planen ist: Samstag 18:30 Uhr zur Einstimmung Live-Handball in der HelbigHalle und dann am Sonntag 16 Uhr beim Handball-Stream aus der Kieler Bucht auf der Couch mitfiebern.

FSm

2. Männer meistern erste Pokalhürde

Erfolgreicher Pokalabend für die zweite Vertretung des SV 04 Plauen-Oberlosa: Im Landskronpokal der Männer feierte das Team einen verdienten 24:21-Auswärtserfolg beim HVO Cunewalde.

 

Die Partie startete von Beginn an umkämpft. Fabrice Oertel, der nach seiner Verletzungspause in der ersten Mannschaft wichtige Spielpraxis in der Zweiten sammelte, setzte direkt das erste Ausrufezeichen und erzielte in der zweiten Spielminute das 1:0 für die Gäste. Cunewalde hielt in der Anfangsphase jedoch voll dagegen. Über ein 1:1 durch Tom Richter entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 4:4 durch Levin Donner in der 9. Minute stabilisierte sich die Plauener Defensive spürbar.

Ein starker Rückhalt und eine konzentrierte Angriffsleistung sorgten im Anschluss für den entscheidenden Lauf der Gäste. Während Cunewalde im Angriff zunehmend die Ideen ausgingen, nutzte Plauen-Oberlosa die Gelegenheiten konsequent. Sebastian Duschek und der glänzend aufgelegte Fabrice Oertel, der neben seinen Treffern auch immer wieder als Vorbereiter glänzte, schraubten das Ergebnis binnen weniger Minuten über ein 7:4 auf ein komfortables 12:7 hoch. Mit einem verdienten Vier-Tore-Vorsprung (14:10) ging es schließlich in die Kabine.

Neben dem sportlichen Erfolg gab es für die Gäste weitere erfreuliche Nachrichten: Kuba feierte nach seiner langen Verletzungpause seinen lang ersehnten ersten Einsatz und brachte direkt wieder Stabilität ins Spiel. Zudem nutzte das Trainerteam die Partie, um dem eigenen Nachwuchs wichtiges Vertrauen zu schenken. Die Youngster Pascal und Emilio erhielten viel Einsatzzeit und fügten sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein. Pascal belohnte sich bereits im ersten Durchgang mit einem Treffer zum 7:5, während Emilio in der zweiten Halbzeit nachlegte und in der 53. Minute zum wichtigen 23:16 einnetzte.

Dass der Vorsprung im zweiten Durchgang nie ernsthaft in Gefahr geriet, lag vor allem an einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der hervorragenden Arbeit zwischen den Pfosten. Beide Torhüter, Max und Albert, zeigten sich in Bestform und hielten jeweils eine Halbzeit lang den Kasten sauber. Nach dem Seitenwechsel drehte zudem Robin Wunderlich im Angriff richtig auf: Mit einem fulminanten Hattrick zwischen der 45. und 47. Spielminute schraubte er die Führung für die Drittliga-Reserve auf 20:15 hoch.

In der Schlussphase bewies das Team Nervenstärke. Selbst als sich Cunewalde durch späte Tore und eine offensive Abwehr noch einmal aufbäumte, blieb die Oberlosaner Sieben cool und brachte den 24:21-Erfolg sicher über die Zeit. Mit diesem verdienten Sieg zieht der SV 04 Plauen-Oberlosa II in die nächste Runde des Landskronpokals ein.

 

Schon jetzt richtet sich der Blick direkt nach vorn: Am kommenden Samstag, den 31. Oktober, erwartet der SV 04 Plauen-Oberlosa II die zweite Mannschaft des EHV Aue zum nächsten packenden Duell. Anpfiff der Begegnung ist um 18:30 Uhr in der heimischen Kurt-Helbig-Halle.

 

(SF)

 

Oberlosa zeigt Reaktion, belohnt sich aber nicht

Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am Samstag, dem 24. Oktober 2026, zu Hause gegen den HC Empor Rostock verloren.

Vor 448 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Sporthalle erwischten zunächst die Gäste den besseren Start und gingen durch zwei Treffer von Tim Uhl mit 0:2 in Führung. Oberlosa antwortete jedoch unmittelbar: Matevz Kunst, Tim Stäglich und Philip Trommer-Ernst drehten die Begegnung zum 3:2. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber immer wieder knapp vorlegten. Über 6:5 und 8:7 brachte Franz Schauer den SV 04 in der 17. Minute mit 9:8 in Führung.

Gegenüber dem Derby der Vorwoche präsentierte sich Oberlosa defensiv deutlich verbessert. Im Angriff ließ die Mannschaft allerdings zu viele Möglichkeiten liegen. Rostock nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent und bestrafte Ballverluste mit treffsicheren Gegenangriffen. Die Gäste übernahmen beim 9:10 wieder die Führung und setzten sich anschließend auf 10:13 ab. Hinzu kam die Disqualifikation von Franz Schauer in der 26. Minute. Bis zur Pause vergrößerte Empor den Abstand auf 12:17.

Auch nach dem Seitenwechsel musste Oberlosa zunächst weitere Gegentreffer hinnehmen. Rostock zog auf 13:20 davon und behauptete beim 15:22 einen Sieben-Tore-Vorsprung. Der SV 04 blieb jedoch im Spiel. Vor allem Matevz Kunst übernahm nun Verantwortung und erzielte zwischen der 38. Und 46. Minute fünf Plauener Treffer in Folge. Als Vinzent Bertl anschließend auf 21:25 verkürzte, war Oberlosa wieder auf vier Tore herangekommen.

Beim 22:26 durch Kunst in der 49. Minute blieb dieser Abstand bestehen. Die Chance, die Begegnung noch einmal enger zu gestalten, konnte der SV 04 allerdings nicht nutzen. Drei Rostocker Treffer in Folge zum 22:29 sorgten für die Vorentscheidung. Die Gastgeber kämpften weiter und verkürzten durch Libor Hanisch und Til Koffent noch auf 26:31, ehe Richard Lößner den Schlusspunkt zum 26:32 setzte.

Zum Player of the Match*auf Oberlosaer Seite wurde Matevz Kunst gewählt. Mit zehn Treffern, darunter drei sicher verwandelten Siebenmetern, war er der erfolgreichste Werfer der Gastgeber.

Co-Trainer Jörg Grüner ordnete die Begegnung anschließend ein: „Wir haben heute gegen den Zweiten der Tabelle gespielt. Wir waren vorher schon darauf aus, uns mit einer gewissen Wiedergutmachung zu präsentieren. Ich finde auch, das ist uns in der Abwehr gelungen – vor allem mit den Torhütern zusammen. Was dieses Mal nicht so optimal war, war unsere Angriffs- und Torwurfeffektivität. Dort benötigen wir noch eine bessere Leistung beziehungsweise die Kaltschnäuzigkeit, um das Ergebnis noch enger zu gestalten.“

 

+++Oberlosa braucht mehr Energie gegen Rostock+++

Nach der deutlichen 32:49-Heimniederlage im Derby gegen den EHV Aue wartet auf den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste schwere Aufgabe. Am Samstag um 19 Uhr gastiert mit dem HC Empor Rostock der Tabellenzweite in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Für die Gastgeber geht es darum, gemeinsam mit den eigenen Fans eine Reaktion auf den enttäuschenden Derbyabend zu zeigen.

Die Rostocker kommen mit fünf Siegen in Folge und 14:2 Punkten nach Plauen. Zuletzt gewann die Mannschaft von Cheftrainer Stephan Just gegen den Stralsunder HV mit 34:26, beim Oranienburger HC mit 27:18 und gegen den DHK Flensborg mit 30:23. Die bislang einzige Niederlage kassierte Empor beim 27:31 in Aue. Besonders die Defensive überzeugt: Die Gäste stellen aktuell die beste Abwehr der Nord-Ost-Staffel.

Empor bringt eine hohe körperliche Präsenz auf die Platte, verteidigt kompakt und lässt dem Gegner nur wenig Raum. Dahinter stehen mit Leon Mehler und dem erfahrenen Robert Wetzel zwei starke Torhüter. Im Rückraum gehört Elias Gansau zu den wichtigen Akteuren, am Kreis sorgt Dennis Mehler für Gefahr. Der Rostocker Kader blieb vor der Saison ohne externe Neuzugänge zusammen und verfügt damit über eine eingespielte Grundlage.

Für Oberlosa wird es auf mehr Energie von allen Seiten ankommen – von jedem eingesetzten Spieler ebenso wie von den Rängen. Im Angriff waren zuletzt durchaus gute Ansätze vorhanden. Um gegen eine Mannschaft wie Rostock bestehen zu können, muss jedoch vor allem die gemeinsame Defensivarbeit wieder zur verlässlichen Grundlage werden. Ein erneuter Auftritt wie in den vergangenen Spielen würde gegen den formstarken Tabellenzweiten kaum Aussicht auf Erfolg bieten.

Assistenztrainer Mike Anlauf formuliert deshalb eine klare Erwartung: „Wir haben diese Woche den Finger in die Wunde gelegt und die Fehler von letzter Woche ausgewertet. Jetzt gilt es, das Besprochene umzusetzen und uns von einer komplett anderen Seite als im Derby zu zeigen und Wiedergutmachung zu betreiben. Rostock als Tabellenzweiter wird eine schwere Aufgabe, aber wir gehen auf die Platte, um zu gewinnen. Wir haben zu hundert Prozent das Zeug dazu, auch die Mannschaften von oben zu Hause zu schlagen.“

(ElH)

Oberlosa erhält schallende Ohrfeige von Aue

Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am Freitagabend im Derby gegen den EHV Aue deutlich geschlagen geben. Vor 825 Zuschauern in der voll besetzten Kurt-Helbig-Sporthalle unterlagen die Gastgeber mit 32:49 (18:24). Trotz guter Phasen im eigenen Angriff gelang es den Plauenern nicht, die Begegnung gegen die treffsicheren Erzgebirger dauerhaft offen zu halten.

Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Handballabend waren gegeben: Zahlreiche Gästefans waren nach Plauen gereist und sorgten gemeinsam mit dem Oberlosaer Anhang über die gesamte Spielzeit für eine lautstarke Atmosphäre. Auf dem Feld eröffnete Libor Hanisch nach 43 Sekunden mit dem 1:0 die Partie. Anschließend übernahm Aue die Führung, doch zunächst blieb der SV 04 dran. Matevz Kunst verkürzte nach knapp acht Minuten per Siebenmeter auf 5:6.

Danach erspielten sich die Gäste erstmals einen größeren Vorsprung. Über 6:9 zog Aue bis zur 13. Minute auf 6:12 davon. Oberlosa fand im Angriff immer wieder gute Lösungen, konnte den Rückstand jedoch zunächst nicht entscheidend verkürzen. Die Erzgebirger bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Erst kurz vor der Pause gelang den Gastgebern ein kleiner Lauf: Mathias Choleva, Matevz Kunst und Philip Trommer-Ernst trafen dreimal in Folge zum 18:24-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Aue erneut den besseren Start. Mit vier unbeantworteten Treffern zum 18:28 stellte der EHV früh einen zweistelligen Abstand her. Oberlosa gab sich jedoch nicht auf und arbeitete sich wieder heran. Libor Hanisch setzte mit drei Toren innerhalb kurzer Zeit wichtige Akzente, ehe die Plauener bis zur 41. Minute auf 26:32 verkürzten.

Diese Annäherung blieb allerdings ohne nachhaltige Wirkung. Aue antwortete mit einem Vier-Tore-Lauf zum 26:36 und ließ die Gastgeber nicht mehr zurückkommen. In der Schlussphase vergrößerten die Gäste ihren Vorsprung weiter und entschieden das Derby schließlich mit 32:49 für sich. Erfolgreichster Oberlosaer Werfer war Matevz Kunst mit acht Treffern vor Libor Hanisch mit sechs Toren. Auf Auer Seite ragten Paul Bones mit zwölf und Francisco Pereira mit elf Treffern heraus.

Co-Trainer Jörg Grüner fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wenn wir heute auf die Ergebnistafel schauen, dann müssen wir klar analysieren, dass unsere Abwehr einfach nicht in der Lage war, diesen Torhunger vom EHV Aue zu stillen. Das ist natürlich schon eine Voraussetzung, um ein Spiel gut zu gestalten, dass man zumindest in der Abwehr aufopferungsvoll dem Gegner entgegentritt. Das haben wir heute vermissen lassen.“

SV 04 Oberlosa: Ebert, Foluszny – Stäglich, Kunst (8 Tore/davon 4 Siebenmeter), Hanisch (6), Häcker (4), Jezernik, Trommer-Ernst (4), Bertl, Schauer (3), Choleva (2), Meckel, Becvar (1), Oertel, Koffent (4), Naumann.EHV Aue: Mohs, Priskus – Pfeil (5), Roch, Volmert (1), Voß (2), Pereira (11/6), Bones (12), Swat (3), Döbler (6), Paraschiv (2), Billepp, Lange (7).
Schiedsrichter: Max Obenauf, Niklas Majstrak
Zeitstrafen: Oberlosa 6 – Aue 4
Siebenmeter: Oberlosa 5/davon 4 verwandelt – Aue 6/6
Zuschauer: 825

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