Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa empfängt Schlusslicht
Nach einer zweiwöchigen Spielpause steht für den SV 04 Oberlosa am Samstag das vorletzte Spiel der Hinrunde auf dem Programm. In der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle empfangen die Schwarz-Gelben am Samstag um 19 Uhr die U23 des SC DHfK Leipzig.
„Nach den beiden unnötigen und hauchdünnen Niederlagen gegen Hamburg und Flensborg hat uns die Pause hoffentlich gut getan. Am Samstag müssen zwei Punkte her, alles andere zählt nicht“, erklärt SV-Trainer Ladislav Brykner. Trotz dessen, dass die Messestädter mit null Punkten am Tabellenende stehen, warnt Brykner sein Team. „Sie haben sich kontinuierlich verbessert und waren zuletzt nah am Punktgewinn dran. Wir dürfen die Leipziger keinesfalls unterschätzen“. Ein Blick auf die letzten Ergebnisse stützt die These des Plauener Coaches. So quälten sich mit dem EHV Aue und dem Tabellenführer Füchse Berlin zwei Spitzenteams zu mühevollen Siegen in der Messestadt. Wollen die Spitzenstädter nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden, muss am Samstag ein voller Erfolg her, zumal zum Abschluss der Hinrunde in Kiel beim TSV Altenholz noch eine extrem schwierige Aufgabe ansteht. Derzeit beträgt das Polster der Vogtländer auf den ersten Abstiegsplatz vier Punkte.
Bei den Leipzigern ragen Torjäger Franz Häcker und Spielmacher Caspar Gauer heraus. Häcker ist den Plauenern noch aus den Relegationsspielen bekannt, als er noch beim HC Burgenland auflief. Gauer sammelte zuletzt regelmäßig Einsätze in der stärksten Liga der Welt.
Bei den Plauenern wird sich personell im Vergleich zu den letzten Partien nicht viel ändern. So müssen die 04er weiterhin auf die langzeitverletzten Nico Schneider und Miroslav Nedoma verzichten, zudem wird auch Rückraumspieler Franz Schauer verletzungsbedingt fehlen.
Team und Verantwortliche hoffen auch am Samstag wieder auf eine prall gefüllte Halle. „Mit den Fans im Rücken soll im letzten Heimspiel des Kalenderjahres ein Sieg her“, hofft auch Kapitän Libor Hanisch auf eine große Kulisse.
–RM-
Aufholjagd bleibt unbelohnt
SV 04 Oberlosa – DHK Flensborg 28:29
Eine ganz bittere Heimniederlage musste der SV 04 Oberlosa am Samstagabend hinnehmen. Nach zwischenzeitlichen sechs Toren Rückstand glichen die Spitzenstädter noch aus, kassierten jedoch vier Sekunden vor Ultimo noch den Knockout.
Die bereits einen Tag vorher angereisten Flensborger zeigten sich vor 609 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Halle von Beginn an hellwach. Insbesondere Keeper Rune Hauenstein brachte die Spitzenstädter in der Anfangsphase zur Verzweiflung. Die Plauener mussten neben den Langzeitverletzten Schneider und Nedoma kurzfristig auch auf Leos Petrovsky (Hexenschuss) und Franz Schauer (Verletzung beim Abschlusstraining) verzichten. Dennoch funktionierte der Abwehrverbund der 04er gegen die offensivstarken Gäste vorzüglich. „Insgesamt mit der Defensive und mit dem Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüter war das von Beginn an richtig gut“, erklärte SV-Trainer Ladislav Brykner. „Unser großes Manko war die Chancenverwertung“, so der Coach. Bis zur 20.Spielminute entwickelte sich so beim Zwischenstand von 6:9 eine extrem torarme Begegnung. Bis zur Pause konnten die Spitzenstädter nicht die nötige Durchschlagskraft im Angriff entwickeln. So nahmen die 04er einen 9:13-Rückstand mit in die Kabinen und starteten die zweite Hälfte nach einer Zeitstrafe gegen Petar Puljic in Unterzahl.
Die Nordlichter nutzten die numerische Überlegenheit konsequent und bauten den Abstand auf 9:15 aus. In der Folge begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Vogtländer warfen alles in die Waagschale, konnten den Rückstand auch beim 17:23 nach etwa dreiviertel der Spielzeit jedoch nicht verkürzen. Insbesondere DHK-Rückraumspieler Thilo Knutzen sorgte mit seinen Toren dafür, dass die Flensborger ihre klare Führung behaupten konnten. „Gegen ihn fanden wir nur selten ein Mittel“, konstatierte Brykner. Der 2,13m große Knutzen stand am Vortag noch in der Bundesliga für die SG Flensburg-Handewitt bei der MT Melsungen auf dem Parkett und avancierte in Plauen mit 12 Toren zum überragenden Spieler seines Teams. Angetrieben von einer erneut sensationellen Kulisse bewiesen die Schwarz-Gelben jedoch enormen Willen und verkürzten in der Folge auf 22:26. Hinten rührten die Vogtländer nun endgültig Beton an und vorne trafen Aleksander Olkowski und Sebastian Naumann zum 24:26. Zwei starke Paraden von SV-Keeper Patryk Foluszny nutzen seine Vorderleute in Person von Matevz Kunst und Libor Hanisch zum 26:26-Ausgleich. „Dort verpassen wir es in Führung zu gehen“, trauerte Brykner nach dem Spiel einer vergebenen Großchance nach. Der ebenfalls Bundesligaerfahrene Jonas Rhitaphorn und natürlich Knutzen sorgten zwei Minuten vor Ultimo für die erneute 26:28-Führung der Norddeutschen. Erneut gelang Plauen der Anschluss und beim 28:28-Ausgleich durch Patrik Chobot bebten die Grundmauern der altehrwürdigen Kurt-Helbig-Halle. Den folgenden Angriff der Flensborger parierte erneut Foluszny und den 04ern bot sich so sogar noch die Gelegenheit zum Siegtreffer. „Nach dem Spielverlauf wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Wir bekommen etwa zwanzig Sekunden vor dem Ende den Ball. Ich wollte kurz vor Schluss noch die Auszeit nehmen um den Gegner nicht mehr in Ballbesitz kommen zu lassen. Ich hätte die Auszeit früher nehmen müssen, das geht auf meine Kappe. Dass wir diesen letzten Angriff aber nach wenigen Sekunden aus schlechter Position abschließen, das darf nicht passieren“, schüttelte der Coach den Kopf. Flensborg kam so noch zu einem letzten Angriff und traf vier Sekunden vor Ultimo zum 28:29. Nach einiger Zeit des Sammelns konstatierte Brykner, „dass wir wieder eine unglaubliche Moral bewiesen haben. Dafür können wir uns jedoch nichts kaufen. Die Halle hat wieder gekocht und uns immer wieder angetrieben. Wir müssen das Positive mitnehmen, das war unsere Leistung in der zweiten Hälfte. Jetzt haben wir zwei Wochen Pause und dann müssen wir am 13.Dezember zu Hause gegen Leipzig gewinnen. Bis dahin sollte auch der ein oder andere Spieler wieder in den Kader zurückkehren“.
Oberlosa: Ebert, Foluszny; Stäglich, Kunst (10 Tore), Hanisch (4), Jezernik (1), Chobot (4), Meckel (1), Becvar (1), Olkowski (3), Malta, Puljic, Naumann (4/ davon 2 Siebenmeter)
Zuschauer: 609
–RM–
Ein Heimsieg muss her
Der 13.Spieltag in der 3.Handball-Bundesliga hält für den SV 04 Oberlosa ein weiteres wichtiges Heimspiel parat. Die Spitzenstädter empfangen am Samstag um 19 Uhr den Dansk Handboldklub (DHK) Flensborg in der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle.
Mit dem nördlichsten Drittliga-Klub Deutschlands empfangen die Vogtländer eine spielstarke Mannschaft. Als Kooperationspartner der SG Flensburg-Handewitt verfügen die Nordlichter über einen breit aufgestellten Kader. Mit dem 2,13m großen Rückraumspieler Thilo Knutzen und Linksaußen Jonas Rhitaphorn hat der DHK zwei Akteure an Bord, die kürzlich sogar im Europapokal für die SG Flensburg-Handewitt am Start waren. „Das sind aber nur zwei von einer ganzen Anzahl von sehr gut ausgebildeten Spielern“, weiß der Plauener Trainer Ladislav Brykner. „Das ist eine deutlich stärkere Truppe, als es der Tabellenstand aussagt. Sie haben einige Spiele unglücklich und unnötig verloren“, ergänzt der SV-Coach. Für die 04er (10:14.Punkte; Platz 10) bietet sich am Samstag die Möglichkeit, einen direkten Konkurrenten (7:17; 13.) zu distanzieren. Dass es dazu einer stärkeren Leistung bedarf als in der Vorwoche in Hamburg, ist im Lager der Schwarz-Gelben allen bewusst. „Das Spiel haben wir ausgewertet und das ist jetzt auch abgehakt. Der Blick geht nach vorn“, zeigt sich Brykner kämpferisch. Um gegen die Mannschaft um Trainer Magnus Frisk Jensen bestehen zu können, wird es für die 04er wichtig sein, das sieben gegen sechs des DHK gut zu verteidigen. „Sie spielen das gerne und sie spielen das gut. In der Vorwoche war das die entscheidende Variante beim Heimsieg gegen Leipzig“ weiß Brykner nach der Videoanalyse. Von seinem Team verlangt der Tscheche am Samstag „absolute Konzentration und absolute Konsequenz. Fast alle Spiele in dieser Liga sind extrem eng. Da kommt es auf jede Kleinigkeit an, um am Ende erfolgreich sein zu können“. Personell können Brykner und sein Co-Trainer Jörg Grüner bis auf die Langzeitverletzten Schneider und Nedoma den kompletten Kader aufbieten. „Wir haben bislang zu Hause 8:4 Punkte geholt. Diese Heimstärke wollen wir erneut ausspielen und die nächsten beiden Punkte einfahren“, lässt Grüner keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen. Dabei bauen die 04er einmal mehr auf ihre Fans. „Wir brauchen wieder eine große Kulisse. Mit den Fans im Rücken sollen zwei Punkte her und der Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder anwachsen“, erklärt Keeper Henric Ebert.
–RM–
Oberlosa scheitert an sich selbst
HG Hamburg-Barmbek – SV 04 Oberlosa 32:31
Der SV 04 Oberlosa hat das wichtige Auswärtsspiel in der 3.Liga bei der HG Hamburg-Barmbek mit 31:32 verloren. Mit einem Treffer in der Schlusssekunde sicherten sich die Norddeutschen zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf.
„Ein Spiel in der letzten Sekunde zu verlieren, ist natürlich immer bitter“, begann der Plauener Coach seine Analyse gewohnt sachlich. Doch dann brach es aus dem sonst so ruhigen Tschechen heraus. „Ich bin heute richtig sauer. Wir haben halbherzig agiert, waren bis auf wenige Ausnahmen vom Kopf her überhaupt nicht da“, zürnte Brykner. „In der Abwehr denken wir, dass wir den Gegenspieler im Griff haben, verteidigen aber nicht konsequent zu Ende so dass der Ball immer noch weitergespielt werden kann. Im Angriff hat mir einfach die Gier gefehlt, das Tor unbedingt machen zu wollen. Wir produzieren Fehler am Fließband, das darf uns so nicht passieren und das reicht für die 3.Liga nicht. Hamburg hat alles reingehauen und die haben sich diesen Sieg heute verdient“, war der SV-Coach sichtlich geladen.
Dabei kamen die 04er gut in die Partie und führten schnell mit 4:1. Die Elbestädter profitierten in der Folge von den Fehlern der Schwarz-Gelben, glichen zum 9:9 aus und gingen wenig später beim 11:10 erstmals in Führung. Die Spitzenstädter drehten die Partie wieder und nahmen eine hauchdünne 16:15-Führung mit in die Halbzeitpause. „Wir hätten zur Pause höher führen müssen, waren aber einfach in vielen Situationen viel zu unsauber“, konstatierte Brykner.
Auch nach dem Wiederanpfiff schafften es die Plauener nicht, ihre Fehlerquote zu reduzieren. Die Hamburger nutzten das konsequent aus und zogen bis auf 26:22 davon. Erst beim 29:25 für die Hausherren, etwa sieben Minuten vor Ultimo, ging noch einmal ein Ruck durch das Team der Schwarz-Gelben. „Dann verteidigen wir endlich hellwach und verwandeln die Chancen mit aller Konsequenz. Da holen wir in sieben Minuten den Vier-Tore-Rückstand auf. Das alleine zeigt, was hier möglich gewesen wäre“, schüttelt Brykner mit dem Kopf. Die letzte Aktion nutzten die Hamburger in Person ihres baumlangen Rückraumspielers Jan-Ove Litzenroth um den Lucky Punch zum 32:31 zu setzen.
„Mit einer guten und konsequenten Leistung wären hier definitiv zwei Punkte drin gewesen, aber dafür waren wir heute ganz einfach nicht gut genug. Jetzt haben wir in den Heimspielen gegen Flensborg und Leipzig wieder richtig Druck im Kessel“, stieg auch Co-Trainer Jörg Grüner sichtlich angefressen in den Mannschaftsbus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (6 Tore/ davon 1 Siebenmeter), Kunst (9), Hanisch (2), Jezernik (3), Petrovsky, Chobot, Schauer (3), Becvar (5), Olkowski, Malta (1), Puljic, Naumann (2/1)
–RM–
Oberlosa will den zweiten Auswärtssieg
Am 12.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa eine weitere ganz wichtige Partie auf dem Programm. Die Spitzenstädter (8.Platz; 10:12 Punkte) gastieren am Samstag bei der HG Hamburg-Barmbek (14.; 5:17), der Anwurf in der Sporthalle des Margaretha-Rothe-Gymnasiums in Hamburg erfolgt am Samstag um 18:30 Uhr.
„Wir wollen dort gewinnen und den zweiten Auswärtssieg der Saison perfekt machen“, lässt der Plauener Trainer Ladislav Brykner keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen. Zwei Mal kreuzten sich die Wege der beiden Teams bislang, in der Saison 2021/2022 trennte man sich sowohl an der Elbe als auch an der Elster jeweils Remis. Von einer spannenden Begegnung geht Brykner auch diesmal wieder aus. „Jedes Auswärtsspiel in dieser Liga ist eine Herausforderung. Die Hamburger stehen derzeit auf dem ersten Nichtabstiegsplatz und werden in heimischer Halle sicherlich alles versuchen, um sich die nächsten Punkte zu sichern“.
Die Plauener fahren nach dem deutlichen 36:30-Erfolg in der Vorwoche mit breiter Brust in den Norden. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie Drucksituationen standhalten kann. Mit einem Sieg in Hamburg könnten die Spitzenstädter ihr Punktekonto ausgleichen und den Platz in der oberen Tabellenhälfte verteidigen.
„Es wird darauf ankommen, die kompakte Abwehr der Hamburger gut in Bewegung zu bringen und die sich bietenden Möglichkeiten konsequent zu nutzen“, erklärt Brykner. Personell können die 04er auf das erfolgreiche Team der Vorwoche bauen, bis auf die Verletzten Nico Schneider und Miroslav Nedoma ist alles an Deck.
Für die Fans der 04er bietet sich auch diesmal wieder die Gelegenheit, das Aufeinandertreffen zwischen den Elbestädtern und den Vogtländern live bei sporteurope.tv zu verfolgen.
–RM–
Oberlosa feiert wichtigen Heimsieg
SV 04 Oberlosa – Sportfreunde Söhre 36:30
Am 11.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen ganz wichtigen Heimsieg gefeiert. Gegen die Sportfreunde Söhre setzten sich die Plauener mit 36:30 durch, festigten ihren Platz im Tabellenmittelfeld und bauten den Abstand auf die Abstiegsplätze auf fünf Zähler aus.
Die 610 Zuschauer sahen von Beginn an ein temporeiches Aufeinandertreffen. Nach sieben Minuten leuchtete ein 4:4 von der Anzeigetafel, dann erspielten sich die Gäste aus Niedersachsen Vorteile. Dank ihrer wurfstarken Rückraumspieler Niklas Ihmann und Tom Hanel legten die Sportfreunde auf 6:10 vor. Trotz der folgenden Auszeit von SV-Coach Ladislav Brykner blieb Söhre die spielbestimmende Mannschaft und behauptete auch beim 8:12 eine klare Führung. Die bis dahin glücklosen Plauener Keeper gaben dann die Initialzündung zur Aufholjagd. Henric Ebert parierte drei Mal in Folge und traf auch selbst ins verwaiste Söhrer Gehäuse, zudem kaufte Patryk Foluszny den Gästen einen Strafwurf ab. Klug dirigiert von Spielmacher Roman Becvar sorgten Franz Schauer und Matevz Kunst mit ihren Treffern für den 13:13-Ausgleich. Bis zum Pausentee legten die Schwarz-Gelben noch eine Schippe drauf und nahmen eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Kabinen. „Im Angriff sind wir gut im Spiel und haben eine hohe Trefferquote. Hinten hatten wir lange keinen Zugriff, erst in den letzten zehn Minuten standen wir kompakter und hatten dann auch Unterstützung von den Torhütern“, zog Ladislav Brykner ein Halbzeitfazit.
Nach dem Wiederanpfiff ging das Kopf an Kopf Rennen weiter. Beide Teams überzeugten mit viel Durchschlagskraft aus dem Rückraum und begegneten sich auch beim 24:24 auf Augenhöhe. SV-Keeper Patryk Foluszny ließ mit seinem zweiten parierten Strafwurf die Helbig-Halle beben und seine Vorderleute nutzten in Person von Matevz Kunst, Libor Hanisch und Tim Stäglich das Momentum um die 04er mit 27:24 in Führung zu bringen. „Ich bin heilfroh, dass ich heute wieder spielen und der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte“, freute sich SV-Kanonier Matevz Kunst Mit dem 32:27 durch Roman Becvar bogen die Schwarz-Gelben etwa sieben Minuten vor Ultimo auf die Siegerstraße ein, auch weil sich Sebastian Naumann als eiskalter Vollstrecker von der Strafwurflinie präsentierte. Unter stehenden Ovationen der Plauener Fans setzte Torjäger Matevz Kunst mit seinem neunten Treffer den Schlusspunkt unter eine rasante Partie und die Schwarz-Gelben. bejubelten ausgelassen den fünften Saisonsieg. „Wir haben in der zweiten Hälfte besser verteidigt, kamen so auch besser ins Konterspiel. Insgesamt haben wir aus meiner Sicht verdient gewonnen. Die Stimmung in der Halle war wieder sensationell und hat uns auch kritische Phasen überstehen lassen“, resümierte der Plauener Coach Ladislav Brykner nach der Partie.
Am kommenden Samstag steht für die Spitzenstädter die nächste richtungsweisende Partie bei der HG Hamburg-Barmbek auf dem Programm.
Oberlosa: Foluszny, Ebert (1 Tor), Stäglich (3), Kunst (9), Hanisch (3), Jezernik (1), Petrovsky, Chobot, Schauer (6), Becvar (6), Olkowski, Malta, Puljic (1), Naumann (6/ davon 4 Siebenmeter)
Zuschauer: 610
–RM–
Oberlosa startet in die Wochen der Wahrheit
Nach einer Woche Spielpause geht es für die Plauener Drittliga-Handballer in den Hinrunden-Endspurt. Zehn Partien sind bislang absolviert, fünf Spiele stehen bis zum Jahreswechsel noch auf dem Programm.
Am Samstag um 19 Uhr empfangen die Spitzenstädter (10.Platz; 8:12 Punkte) die Sportfreunde Söhre (12.Platz; 6:14) in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Das Aufeinandertreffen mit den Niedersachsen bildet den Auftakt für vier Begegnungen, in denen die Plauener ausnahmslos auf direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt treffen. „Das spielfreie Wochenende hat uns sicherlich gutgetan. Die Spieler konnten auch mal die Seele baumeln lassen und die Köpfe frei bekommen“, hofft SV-Coach Ladislav Brykner, dass sein Team neuen Schwung holen konnte. Nun gilt die Konzentration dem Duell in heimischer Halle gegen das Team von Trainer Sascha Bertow. Im Vorjahr spielten die Sportfreunde in der Staffel Nord-West und schlossen die Spielzeit auf dem 10.Platz ab. Zuletzt erlebten die Niedersachsen ein Wechselbad der Gefühle. Söhre,ein Ortsteil der Gemeinde Diekholzen im Landkreis Hildesheim gewann sein Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Leipzig mit 35:30, musste sich jedoch im Derby beim benachbarten Top-Favorit Hildesheim mit 16:26 geschlagen geben. „Das ist eine wuchtige Mannschaft mit einem extrem gefährlichen Rückraum“, urteilt Brykner nach der Videoanalyse. Insbesondere Tom Hanel (55 Saisontore), Alexander Thiel (44) und Niklas Ihmann (37) sollte die Plauener Defensive gut im Blick haben.
Personell hat sich die Lage bei den Schwarz-Gelben etwas entspannt. Petar Puljic steht nach seinem Muskelfaserriss wieder zur Verfügung und auch Torjäger Matevz Kunst ist nach Ablauf seiner Sperre wieder spielberechtigt. Verzichten müssen die 04er weiterhin auf Rückraumspieler Nico Schneider (Wadenbeinbruch) und Rechtsaußen Miroslav Nedoma (Rücken-OP).
Vor den Wochen der Wahrheit richtet Linksaußen Tim Stäglich einen emotionalen Appell an die Plauener Handballfans. „Wir arbeiten alle jede Woche hart dafür, um in der 3.Bundesliga spielen zu können. In den kommenden Spielen wollen wir uns in der Tabelle idealerweise ein kleines Polster schaffen. Bereits das Heimspiel gegen die Sportfreunde Söhre ist extrem wichtig. Wir brauchen unbedingt die Unterstützung von jedem einzelnen Fan. Bitte macht die Halle am Samstag rappelvoll und seid unser achter Mann“.
–RM–
Klare Derbyniederlage
EHV Aue – SV 04 Oberlosa 34:24
Der SV 04 Oberlosa hat das Derby beim EHV Aue klar mit 24:34 verloren. Anders als im Vorjahr, konnten die Spitzenstädter diesmal nur wenig entgegensetzen. In der nun anstehenden Länderspielpause heißt es Kräfte zu sammeln, denn danach stehen vier enorm wichtige Spiele gegen direkte Konkurrenten auf dem Plan.
Vor 1500 Zuschauern in der Lößnitzer Ergebnishalle gab der EHV von Beginn an die Schlagzahl vor. Schnell führten die Hausherren mit 3:0. Sebastian Naumann setzte dann den ersten Plauener Treffer, wenig später verkürzte Roman Becvar auf 2:3. Die Erzgebirger setzten den Außenseiter mit einer starken Abwehr massiv unter Druck und hatten mit dem estnischen Nationalkeeper Armis Priskus einen überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten. Früh nahm SV-Coach Ladislav Brykner beim Stand von 7:3 seine erste Auszeit. „Wir kommen richtig schlecht ins Spiel, scheitern zu oft am Auer Torwart und produzieren Fehler“, zeigte sich Brykner unzufrieden. Fortan war seine Mannschaft besser in der Partie, bis zum 13:9 wuchs der Rückstand nicht weiter an. Bis zum Pausentee packten die Hausherren dann allerdings noch etwas drauf, mit einem klaren 18:12 für den EHV Aue ging es in die Kabinen. „Wir haben allein in der ersten Hälfte zehn technische Fehler produziert. Das ist deutlich zu viel, damit hat man in der 3.Liga keine Chance. Auch unsere Torhüter brachten kaum eine Hand an den Ball“, analysierte Brykner die erste Hälfte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Aue das klar spielbestimmende Team. „Der EHV hat das gut gemacht. Sie haben die Passwege an den Kreis sehr gut zugestellt und waren überhaupt in der Abwehr sehr kompakt“, zollte Brykner dem späteren Sieger Respekt. Zwar versuchten die Plauener die Einsatzzeiten der vier einsatzfähigen Rückraumspieler gut zu verteilen, um den Gastgeber noch einmal in Bedrängnis bringen zu können, fehlte dann jedoch auch schlicht die Kraft. Die Erzgebirger brachten die klare Führung routiniert und ungefährdet ins Ziel und gewannen am Ende klar mit 34:24. „Wir haben ganz viel von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Ich bin heute sehr zufrieden“, gab EHV-Coach Uwe Jungandreas nach der Partie zu Protokoll. Ganz anders war die Gefühlswelt bei Ladislav Brykner. „Wir wussten, dass bei uns alles optimal funktionieren muss, um hier eine Chance haben zu können. Davon waren wir jedoch weit entfernt. Nach dem frühen Rückstand hat uns dann in der heutigen Besetzung gegen die EHV-Profis auch ein Stück weit die Überzeugung gefehlt“.
Für die Schwarz-Gelben steht nun durch die Länderspielpause ein spielfreies Wochenende bevor. Dann warten mit den Duellen gegen Söhre (6:12 Punkte; H), Hamburg (5:15; A), Flensborg (5:13; H) und Leipzig II (0:18; H) vier enorm wichtige Partien gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt auf die 04er (8:12).
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Hanisch, Jezernik (3/ davon 1 Siebenmeter), Petrovsky (2), Chobot (3), Schauer, Meckel, Becvar (5), Olkowski (4), Malta, Naumann (6/3)
Zuschauer: 1500
–RM–
Oberlosa fährt mit Personalsorgen nach Aue
Der 10.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga hält für die Handballfans der Region einen echten Kracher parat. Im Derby zwischen dem Erzgebirge und dem Vogtland treffen bereits am Freitag um 19 Uhr der EHV Aue und der SV 04 Oberlosa in der sicherlich prall gefüllten Lößnitzer Erzgebirgshalle aufeinander.
Die Plauener fahren als Außenseiter und mit großen Personalsorgen nach Lößnitz. Mit Nico Schneider (Wadenbeinbruch), Petar Puljic (Muskelfaserriss) und matevz Kunst (gesperrt) fehlen den 04ern gleich drei Rückraumspieler. Zudem mussten sich Flügelflitzer Miroslav Nedoma kürzlich einer Rücken-OP unterziehen. Auch den Gastgeber plagen Verletzungssorgen. „Die Auer konnten sich dann aber mit Mihkel Löpp halt noch einen aktuellen estnischen Nationalspieler leisten. Das war eine riesige Verstärkung für den EHV“, weiß SV-Coach Ladislav Brykner, dass die Rückholaktion von Löpp ein Volltreffer war. Dessen Nationalmannschaftskollege Armis Priskus steht bei den Erzgebirglern zwischen den Pfosten und hatte mit starken Leistungen großen Anteil daran, dass die Auer zuletzt drei Siege in Folge feierten. Nach einem schwachen Saisonstart hat sich der EHV mittlerweile auf Platz vier (11:7 Punkte) geschoben, die 04er belegen mit 8:10 Punkten Rang Neun.
„Natürlich ist Aue der Favorit“, stellt Brykner fest. „Dort wird unter Profibedingungen gearbeitet. Zudem greift das System von Trainer Uwe Jungandreas immer besser. Der EHV wird am Ende unter den ersten Drei stehen“ ist sich Brykner sicher. Chancenlos sieht er sein Team jedoch nicht. „Die Favoritenbürde in der eigenen Halle kann auch erdrückend sein. Zudem haben wir bis jetzt gegen alle Top-Teams sehr gut ausgesehen. Wir können frei aufspielen und wollen für eine Überraschung sorgen. Das ist uns im Vorjahr ja schon einmal gelungen“, erinnert sich der Tscheche, der einst selbst für den EHV auf Torejagd ging, mit einem Augenzwinkern an den sensationellen Sieg seiner Mannschaft vor etwa zehn Monaten in der Erzgebirgshalle. Neben Brykner kehren mit Franz Schauer und Sebastian Naumann auch zwei Spieler an ihre einstige Wirkungsstätte zurück und Co-Trainer Jörg Grüner stand in gleicher Funktion mit Cheftrainer Dietmar Schmidt vor vielen Jahren ebenfalls in Diensten des EHV.
Verlassen können sich die Schwarz-Gelben einmal mehr auf ihre Anhänger. Zahlreiche Plauener Fans machen sich am Freitagabend auf den kurzen Weg ins Erzgebirge um ihr Team zu unterstützen. Alle diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, haben wieder die Möglichkeit, die Partie live bei sporteurope.tv zu verfolgen.
–RM–