Handball

Oberlosa fährt mit Personalsorgen nach Aue

Der 10.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga hält für die Handballfans der Region einen echten Kracher parat. Im Derby zwischen dem Erzgebirge und dem Vogtland treffen bereits am Freitag um 19 Uhr der EHV Aue und der SV 04 Oberlosa in der sicherlich prall gefüllten Lößnitzer Erzgebirgshalle aufeinander.

Die Plauener fahren als Außenseiter und mit großen Personalsorgen nach Lößnitz. Mit Nico Schneider (Wadenbeinbruch), Petar Puljic (Muskelfaserriss) und matevz Kunst (gesperrt) fehlen den 04ern gleich drei Rückraumspieler. Zudem mussten sich Flügelflitzer Miroslav Nedoma kürzlich einer Rücken-OP unterziehen. Auch den Gastgeber plagen Verletzungssorgen. „Die Auer konnten sich dann aber mit Mihkel Löpp halt noch einen aktuellen estnischen Nationalspieler leisten. Das war eine riesige Verstärkung für den EHV“, weiß SV-Coach Ladislav Brykner, dass die Rückholaktion von Löpp ein Volltreffer war. Dessen Nationalmannschaftskollege Armis Priskus steht bei den Erzgebirglern zwischen den Pfosten und hatte mit starken Leistungen großen Anteil daran, dass die Auer zuletzt drei Siege in Folge feierten. Nach einem schwachen Saisonstart hat sich der EHV mittlerweile auf Platz vier (11:7 Punkte) geschoben, die 04er belegen mit 8:10 Punkten Rang Neun.

„Natürlich ist Aue der Favorit“, stellt Brykner fest. „Dort wird unter Profibedingungen gearbeitet. Zudem greift das System von Trainer Uwe Jungandreas immer besser. Der EHV wird am Ende unter den ersten Drei stehen“ ist sich Brykner sicher. Chancenlos sieht er sein Team jedoch nicht. „Die Favoritenbürde in der eigenen Halle kann auch erdrückend sein. Zudem haben wir bis jetzt gegen alle Top-Teams sehr gut ausgesehen. Wir können frei aufspielen und wollen für eine Überraschung sorgen. Das ist uns im Vorjahr ja schon einmal gelungen“, erinnert sich der Tscheche, der einst selbst für den EHV auf Torejagd ging, mit einem Augenzwinkern an den sensationellen Sieg seiner Mannschaft vor etwa zehn Monaten in der Erzgebirgshalle. Neben Brykner kehren mit Franz Schauer und Sebastian Naumann auch zwei Spieler an ihre einstige Wirkungsstätte zurück und Co-Trainer Jörg Grüner stand in gleicher Funktion mit Cheftrainer Dietmar Schmidt vor vielen Jahren ebenfalls in Diensten des EHV.

Verlassen können sich die Schwarz-Gelben einmal mehr auf ihre Anhänger. Zahlreiche Plauener Fans machen sich am Freitagabend auf den kurzen Weg ins Erzgebirge um ihr Team zu unterstützen. Alle diejenigen, die nicht vor Ort dabei sein können, haben wieder die Möglichkeit, die Partie live bei sporteurope.tv zu verfolgen.

 

–RM–

2. Männer scheitern an der ersten Hürde

Am gestrigen Sonntag stand nach 3 wöchiger Spielpause die 1. Runde im Landskronpokal auf dem Programm. Mit fast voller Kapelle, jedoch ohne Harz ging es zum Westsachsenderby nach Fraureuth. Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie ihre Rolle als „Underdog“ liebten und nix zu verlieren hatten. Schnell führten sie 2:0. Klar ließen wir uns davon nicht beeindrucken und gingen in der 5. Minute erstmalig 2:3 in Führung. Nach dem 4:4 gönnen wir uns eine erste 3 minütige geistige Auszeit, die die Gastgeber dankbar annahmen und mit 8:4 in Führung gingen. Eine erste Überzahlsituation konnten wir dann nutzen um auf 8:7 verkürzen. Da wir in der Folgezeit die Angreifer der Fraureuther nie richtig in den Griff bekamen und wir vorn nicht in unser Tempospiel kamen, blieb die Führung bis zur Halbzeit stabil bei 3 Toren (19:16). Noch hatten wir 30 Minuten Zeit der Blamage zu entgehen. Jedoch waren die ersten Minuten der 2. Halbzeit ein Spiegel der gesamten 2. Halbzeit. Die Abwehr stand gut, es wurden einige Ballgewinne erzielt. Anstatt die Ballgewinne in Tore umzumünzen,  wurden einige gute Chancen  ausgelassen. So zogen die Gastgeber auf 21:16 davon. Wir kämpften weiter gegen die Niederlage an und konnten mehrfach auf 1-2 Tore herankommen. Immer wenn wir dann die Chance hatten das Spiel zu drehen, fehlte entweder das Harz oder das Vermögen, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Mit immer weniger Zeit auf der Uhr, sah man deutlich, wie die Nerven angespannter waren. Dadurch passierten vorn wie hinten einfache Fehler, die es den Gastgebern an diesem Tag leicht machten, in Führung zu bleiben. Am Ende konnten wir gestern die 35:33 Niederlage nicht vermeiden. Wir werden im Training das Spiel richtig analysieren und gestärkt daraus hervor gehen. Für uns trotzdem ärgerlich, schon in der Ersten Runde die Segel streichen zu müssen, weil wir es nicht hinbekommen haben,  den Kampf gegen einen „Underdog“ anzunehmen.

Aber im Sport geht das Proramm schnell weiter, daher heißt es am Wochenende volle Konzentration auf das Auswärtsspiel beim ZHC Grubenlampe um 17Uhr in Neuplanitz.

(SF)

Oberlosa verliert Spiel und Torjäger

SC Magdeburg II – SV 04 Oberlosa 40:37

 

Der SV 04 Oberlosa hat sein Auswärtsspiel beim Tabellendritten der 3.Handball-Bundesliga verloren. Vor 535 Zuschauern unterlagen die Spitzenstädter der U23 des SC Magdeburg nach einer rasanten Begegnung mit 37:40. Viel schwerer als die Niederlage bei einem Top-Team der Liga, wiegt für die 04er jedoch die Sperre, der Torjäger Matevz Kunst entgegensieht.

In der schmucken Wolfgang-Lakenmacher-Halle entwickelte sich von Beginn an eine temposcharfe Partie. Die Plauener kamen gut ins Spiel und waren von Beginn an hellwach. Nach zehn Minuten führten die Vogtländer mit 7:4. Die erste Zeitstrafe gegen die Schwarz-Gelben nutzten die pfeilschnellen Elbestädter um zum 8:8 auszugleichen. Die Youngsters des Champions-League-Siegers standen permanent auf dem Gaspedal und machten ihrem Ruf als torhungrigste Mannschaft der Liga alle Ehre. Beim 13:10 hatten sich die Bördestädter erstmals etwas abgesetzt. Die ersatzgeschwächten Oberlosaer, mit Schneider (Wadenbeinbruch), Nedoma (Rücken-OP) und Puljic (Muskelfaserriss) fehlten drei Akteure, hielten jedoch mit viel Spielfreude bravourös dagegen und zur Freude der mitgereisten Fans gelang dem starken Plauener Kapitän Libor Hanisch beim 14:14 wieder der Ausgleich. Auch beim 17:17 agierten beide Teams in einem hochklassigen Spiel auf Augenhöhe. Schließlich ging es mit einem 20:18 aus Sicht der Elbestädter in die Halbzeitpause. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Das starke eins gegen eins der Magdeburger ist extrem schwer zu verteidigen. Wir haben sehr wenige Fehler gemacht und sind hier voll im Spiel“, konstatierte der Plauener Coach Ladislav Brykner beim Gang in die Kabinen.

Auch nach dem Wiederanpfiff ging die Tempohatz unvermindert weiter. Zunächst konnten die Hausherren ihre knappe Führung behaupten und lagen mit 26:24 vorn. Mittlerweile war auf Plauener Seite Matevz Kunst heiß gelaufen und sorgte mit seinen Toren für den erneuten Ausgleich zum 28:28. Beim Stand von 31:30 sah Kunst nach einem Foulspiel jedoch die Rote Karte. Zum Entsetzen der Spitzenstädter zückten die beiden Schiedsrichterinnen zusätzlich auch die Blaue Karte. Somit ist der SV-Torjäger zunächst gesperrt. Auch ohne ihren Torgaranten stemmten sich die Spitzentädter gegen die anrennenden Hausherren. Beim 35:37 aus Sicht der Vogtländer schnupperte man auch etwa fünf Minuten vor Ultimo noch am Punktgewinn. Ein verworfener Siebenmeter und eine liegen gelassene Großchance in der Crunchtime verhinderten letztlich die Überraschung und der Favorit feierte einen hart erkämpften 40:37-Heimerfolg. „Ich kann meiner Mannschaft kaum einen Vorwurf machen. Wir haben erneut ein richtig gutes Spiel gegen eine Top-Mannschaft gemacht. Umso bitterer ist es, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren“, bilanzierte der Plauener Coach Ladislav Brykner. Zur Blauen Karte wollte sich Brykner zunächst nicht äußern. „Ich hatte eine schlechte Sicht auf die Situation“. Nach dem Studium der Videobilder erklärte der Trainer: „Die Rote Karte geht in Ordnung. Er kommt von der Seite und trifft den Gegenspieler. Die Blaue Karte ist für mich jedoch eine Fehlentscheidung. Dass wir jetzt auf Matevz Kunst verzichten müssen, trifft uns enorm hart“.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (4 Tore/ davon 2 Siebenmeter), Kunst (8), Hanisch (7), Jezernik (2), Petrovsky (4), Chobot (1), Schauer (4), Becvar (1), Olkowski (5), Malta (1), Naumann

Zuschauer: 535

Zeitstrafen: Magdeburg 2×2 min. ; Oberlosa 4x2min. + Disqualifikation

Strafwürfe: Magdeburg 9/7 verwandelt ; Oberlosa 4/2

 

–RM–

Oberlosa gastiert in Magdeburg

Am 9.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa das Auswärtsspiel bei der U23 von Champions-League-Sieger SC Magdeburg auf dem Programm. Der Anwurf zum Duell zwischen dem Tabellendritten von der Elbe und dem Tabellenneunten aus dem Vogtland erfolgt in der Magdeburger Wolfgang-Lakenmacher-Halle am Samstag um 19 Uhr.

Fünf Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage beim neuen Tabellenführer Füchse Berlin II können die SCM-Youngsters bisher aufweisen. „Das ist eine blutjunge und bestens ausgebildete Mannschaft. Ähnlich wie der große SC Magdeburg gehen sie hohes Tempo und suchen im Angriff viele eins gegen eins Situationen. Wenn wir dort etwas mitnehmen wollen brauchen wir eine kompakte Abwehr, müssen im Kopf hellwach sein und dürfen uns im Angriff nahezu keine Fehler erlauben. Die bestrafen die Magdeburger mit aller Konsequenz“, weiß SV-Coach Ladislav Brykner um die Stärken des ausgeglichen besetzten Favoriten. Die Elbestädter besitzen den torhungrigsten Angriff der Liga und wollen ihr Punktekonto gegen die Vogtländer weiter aufstocken. Der Star der Magdeburger sitzt dabei auf der Trainerbank. Ex-Nationalspieler Christoph Theuerkauf kann auf eine überragende Spielerkarriere zurückblicken und schickt sich nun an, den Magdeburger Talenteschuppen fit für die Bundesliga zu machen.

Die Plauener fahren mit breiter Brust an die Elbe und wollen den nächsten Favoriten ärgern. „Wir haben insbesondere gegen Hildesheim und gegen Braunschweig bewiesen, dass wir mit jedem mithalten können, wenn bei uns alles stimmt. Wir werden auch beim SCM wieder alles geben und wollen versuchen, etwas Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen“, stellt Torjäger Matevz Kunst klar. Personell müssen die Schwarz-Gelben neben Nico Schneider nun den nächsten längerfristigen Ausfall verkraften. Rechtsaußen Miroslav Nedoma musste sich in der Vorwoche einer Rücken-OP unterziehen und fällt aus.

Team und Verantwortliche der 04er hoffen auch in Magdeburg auf die lautstarke Unterstützung der SV-Fans. Alle anderen können die Partie wie gewohnt live bei sporteurope.tv verfolgen.

 

–RM–

2. Männer wollen im Pokal eine Runde weiter kommen

Landskronpokal HVS Sachsen

 

Zwei Wochen Spielpause hat die II.Mannschaft auf den zweiten Tabellenplatz der Oberliga Sachsen ausruhen und Kräfte sammeln können – nun geht es vor dem nächsten Ligaspiel erst einmal im Pokal weiter. Und an diesem Wettbewerb haben die Schwarz-Gelben seit letztem Jahr richtigen Gefallen gefunden. In der ersten Runde geht es nun in diesem Jahr auf die erfreulich kurze Auswärtsreise nach Fraureuth. Den aus der Verbandsliga noch gut bekannten Gegner HC Fraureuth konnten die Plauener im letzten Jahr in beiden Begegnungen bezwingen und sind daher sicher Favorit in dieser Partie. Das Team aus Fraureuth steht derzeit mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem 8.Platz der Verbandsliga und möchte sicher nach zuletzt drei Auswärtsbegegnungen zu Hause für eine Überraschung sorgen. Das dies möglich ist, hat der Gegner aus Plauen ja im letzten Jahr eindrucksvoll gezeigt. Somit ist auf beiden Seiten sicher genügend Motivation vorhanden um den Zuschauern ein spannendes Spiel zu bieten und vielleicht auch den einen oder anderen Fan aus der Spitzenstadt nach Fraureuth in die Erich-Glowatzky-Halle zu locken. Anwurf ist in Fraureuth am Sonntag um 17:30 Uhr.

 

FSm

Oberlosa ganz clever zum Sieg gegen die HSG Ostsee

Die Handballer vom SV 04 Plauen-Oberlosa haben gegen die HSG Ostsee den vierten Saisonsieg gefeiert. Tim Stäglich (7 Tore), Matevž Kunst (7) und Teo Jezernik (5) führten ihr Team zum 34:31-Erfolg (17:17). Nach zuvor drei Niederlagen in Folge rangieren die Vogtländer jetzt mit 8:8 Punkten im Tabellenmittelfeld. In einem Duell auf Augenhöhe avancierte der breit aufgestellte Kader der Gastgeber zum Zünglein an der Waage.

Die Rand-Lückecker haben auswärts noch keinen Punkt erobert. „Wir sind aber diesmal richtig gut reingekommen ins Spiel. Da hatte unser Gegner doch einige Probleme“, resümierte HSG-Trainer Mirko Spieckermann, der zugleich übrigens auch der Bürgermeister in Neustadt/Holstein ist. Oberlosa geriet mit 3:6 in Rückstand, konnte dann aber ausgleichen (8:8). Bis zur Pause durften die Plauener Fans fünfmal die knappe Führung bejubeln. Doch mit der Pausensirene traf Lucas Harms per Siebenmeter zum 17:17 für die Gäste aus Neustadt/Grömitz.

Die Ostseewelle entwickelte in Durchgang eins aus dem Rückraum immer wieder enorme Wucht. SV04-Pressesprecher Rico Michel wusste im Halbzeitgeflüster: „Wir müssen in den Reihen der Gäste Friedrich Paul Kilias bremsen. Der macht uns das Leben schwer.“ Genau das taten die Plauener auch nach dem Seitenwechsel. Die SV-Deckung ließ den Zentralwerfer kein einziges Mal mehr zum Zuge kommen. Friedrich Paul Kilias blieb bei 4 Treffern „stehen“, während auf Oberlosaer Seite einmal mehr von allen Positionen Torgefahr ausging.

„Trotzdem war das ein hartes Stück Arbeit. Die HSG Ostsee spielt eben seit acht Jahren 3. Bundesliga. Die schüttelst du nicht einfach ab“, stellte Linksaußen Tim Stäglich am Ende fest. Was den Plauenern noch in den vorherigen Spielzeiten fehlte, hat sich das Team inzwischen ganz fleißig erarbeitet: Cleverness. Denn die Gäste aus Schleswig-Holstein wirkten kurzzeitig etwas ungeschickt. Nutzlose Zeitstrafen und ein Wechselfehler brachten die Oberlosaer in Überzahl. „Wir haben das eiskalt ausgenutzt und sind von da an nicht mehr ins Hintertreffen geraten“, freute sich SV-Spielmacher Roman Becvar über den Reifeprozess im Team (24:20).

Während sich die HSG am jetzt überragenden Patryk Foluszny im Plauener Tor die Zähne ausbiss, ließ Teo Jezernik mit einem Effetroller seine Finesse aufblitzen (27:23). Die Gastgeber agierten gedanklich schneller. Und die Spitzenstädter hatten in Matevž Kunst eine „Maschine“, der in den entscheidenden Momenten den Nordlichtern mit drei Toren immer wieder Wirkungstreffer verpasste. „Davon haben wir uns nicht erholt, obwohl wir noch einmal versucht haben, uns aufzubäumen“, gratulierte HSG-Coach Mirko Spieckermann den Plauenern zum Sieg. Oberlosas Roman Becvar beantwortete die offene Manndeckung der Gäste zweieinhalb Minuten vor Ultimo mit dem 33:28. Der Rest war quasi Schaulaufen bei höchster Drehzahl.

Kommenden Samstag muss der SV 04 Oberlosa um 19 Uhr in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle beim SC Magdeburg II antreten. Die Gastgeber haben derzeit den torgefährlichsten Angriff der Liga und sind Tabellendritter.

Statistik
SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich (7 Tore), Kunst (7), Hanisch (4), Jezernik (5), Petrovský (2), Chobot, Schauer, Becvar (2), Olkowski, Malta (1), Puljic (4), Naumann (2/davon 1 Siebenmeter).
Schiedsrichter: Philipp Etzold, Lennard Zerlin
Zeitstrafen: Oberlosa 4 / Ostsee 4
Siebenmeter: Oberlosa 1/1 / Ostsee 5/5
Zuschauer: 463 (kare)

Oberlosa will den dritten Heimsieg

Am 8.Spieltag der 3.Handball-Bundesliga steht für den SV 04 Oberlosa ein richtungsweisendes Duell auf dem Spielplan. Die Schwarz-Gelben (9.Platz; 6:8 Punkte) empfangen am Samstagabend um 19 Uhr die HSG Ostsee (11.; 5:9) in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.

Trotz der zuletzt drei Niederlagen in Folge gehen die Spitzenstädter optimistisch in das Duell mit den Nordlichtern. „Drei Niederlagen am Stück sind natürlich nie schön. Wir dürfen jedoch nicht verkennen, dass wir da auch dem Tabellenersten und Tabellenzweiten unterlegen waren“, erklärt SV-Coach Ladislav Brykner. „Richtig weh tut die Heimniederlage gegen Oranienburg. Diese Punkte hätten wir gut gebrauchen können. Das müssen wir jetzt gegen die HSG Ostsee besser machen und die Zähler in Plauen behalten“, lässt der Tscheche keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen. Den 04ern ist natürlich bewusst, dass sie sich für gute Leistungen wie zuletzt beim Spitzenreiter in Braunschweig nichts kaufen können. „Wir müssen wieder punkten. Nur dann können wir uns von den Niederungen der Tabelle fernhalten“, weiß auch Co-Trainer Jörg Grüner.

Die HSG Ostsee, beheimatet in Grömitz an der Lübecker Bucht, hat sich zuletzt noch einmal spektakulär verstärkt. Mit Finn Kretschmer konnte der ehemalige Kapitän von Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau davon überzeugt werden, seine Handballschuhe wieder vom Nagel zu nehmen. Mit Linkshänder Jasper Bruhn (48 Saisontore) haben die Norddeutschen einen extrem torgefährlichen Rückraumspieler an Bord, der ebenfalls jahrelang für Lübeck in der 2.Liga spielte. Mit Spielmacher Tim Claasen, Linksaußen Lucas Harms und Rückraumspieler Friedrich Kilias verfügt die Mannschaft um Trainer Mirko Spieckermann über weitere individuell sehr starke Akteure.

„Ihre Stärken liegen klar in der Offensive. Die müssen wir in den Griff bekommen“, fordert Brykner eine ähnlich starke Abwehrleistung wie zuletzt in Braunschweig, als die 04er dem besten Angriff der Liga nur 27 eigene Treffer gestatteten. Auf die Frage, ob sein Team auf Grund der schwachen Auswärtsbilanz der HSG (0:6 Punkte) als Favorit in die Partie geht, winkt Brykner ab. „Diese Liga ist brutal stark und wahnsinnig ausgeglichen. Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenze herankommen. Das ist alles was zählt. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, einen Heimsieg einzufahren“. Enorm wichtig ist für dieses Vorhaben wieder eine prall gefüllte „Helbig-Hölle“. „Die Zuschauer in Plauen haben ein feines Gespür. Wir haben zuletzt enorm viel Zuspruch bekommen, trotz der drei Niederlagen. Die Anhänger honorieren einfach, dass wir in jedem Spiel alles geben. Jetzt wollen wir unbedingt den Bock umstoßen und mit den Fans den dritten Heimsieg feiern“, brennt Spielmacher Roman Becvar wie das gesamte Team auf die Partie am Samstagabend.

 

–RM–

Großer Kampf bleibt unbelohnt

MTV Braunschweig – SV 04 Oberlosa 27:24

 

In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa sein Auswärtsspiel beim Spitzenreiter MTV Braunschweig mit 24:27 verloren. In einer hart umkämpften Partie mussten die Plauener einige Rückschläge verkraften und konnten sich am Ende für ihren großartigen Kampfgeist nicht belohnen.

Die Partie begann mit klaren Vorteilen für den Tabellenführer, nach sechs Minuten führten die Braunschweiger mit 4:1. Die von Beginn an im Sieben gegen Sechs agierenden Hausherren setzten die Abwehr der 04er enorm unter Druck. SV-Coach Ladislav Brykner hatte angekündigt, sich beim Ligaprimus nicht verstecken zu wollen und sein Team setzte dieses Vorhaben fortan eindrucksvoll um. Angeführt vom treffsicheren Linksaußen Tim Stäglich stellten die Plauener den Anschluss zum 5:6 her. In der Folge entwickelte sich eine äußerst spannende Begegnung, in der die Braunschweiger spielerisch die etwas feinere Klinge schlugen, die Plauener jedoch mit unbändigem Willen bravourös Paroli boten. Auch beim 8:9 blieben die Vogtländer am Favoriten dran und trafen wenig später durch Sebastian Naumann per Strafwurf zum 11:11-Ausgleich. Vorausgegangen war ein Foul an Tim Stäglich, der bis dahin bereits sechs Mal getroffen hatte. Stäglich verletzte sich in dieser Situation am Knöchel und konnte fortan nicht mehr eingesetzt werden.

Bis zur Pause übernahm Braunschweig wieder die Führung und mit einem 12:14 aus Sicht der Schwarz-Gelben ging es in die Kabinen.

Nach dem Wiederanpfiff profitierten die Spitzenstädter von zwei starken Paraden von Keeper Patryk Foluszny, der sehr gut Regie führende Roman Becvar und Franz Schauer besorgten mit ihren Treffern den erneuten Ausgleich zum 14:14. Wenig später kassierten die Plauener beim Stand von 16:15 für Braunschweig den nächsten Nackenschlag. Spielmacher Becvar sah nach einer Abwehraktion die Rote Karte, eine überharte Entscheidung der beiden unsicher wirkenden Unparteiischen. Der Tabellenführer nutzte das Momentum durch seinen überragenden Torjäger Melf Hagen (9 Tore)und setzte sich auf 20:16 ab. Oberlosa stemmte sich mit aller Macht dagegen, Petar Puljic und Aleksander Olkowski verkürzten wieder zum 18:20. Beide Teams machten es mit einer starken Defensive dem Kontrahenten im Angriffsspiel schwer. Beim 21:22 durch Matevz Kunst und beim 23:24 durch Teo Jezernik schnupperten die Vogtländer weiterhin am Punktgewinn. In der Schlussphase scheiterten die Plauener zwei Mal an MTV-Keeper Timon Serbest und der Favorit brachte mit all seiner Routine den 27:24-Erfolg über die Ziellinie. „Insbesondere in der Abwehr haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Vorne hat ein Schuss Cleverness und Abgezocktheit gefehlt. Natürlich ist das 24:27 ein achtbares Resultat, vor allem wenn man sich die letzten Ergebnisse der Braunschweiger anschaut. Aber ganz ehrlich, wir hätten hier etwas mitnehmen können“, war SV-Coach Brykner trotz der starken Leistung seiner Mannschaft nicht restlos zufrieden.

Für die Plauener heißt es nun, nach drei Niederlagen am Stück, im Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Ostsee den Schalter wieder umzulegen.

 

Oberlosa: Foluszny, Ebert (1 Tor), Stäglich (6/ davon 2 Siebenmeter), Kunst (2), Hanisch, Jezernik (3), Petrovsky (1), Chobot, Schauer (3), Meckel, Becvar (3), Olkowski (1), Malta, Puljic (1), Naumann (3/2)

 

–RM–

Handball | Oberlosa wieder mit weibl. E-Jugend

Endlich ist es soweit: Der SV 04 Oberlosa stellt nach intensiver Nachwuchsarbeit erstmals wieder eine rein weibliche E-Jugendmannschaft. Seit dieser Saison geht das junge Team, betreut von Simone Seifert, Dominika Kolomaznikova und Franziska Schmidt, in der Regionsoberliga an den Start. Die Mannschaft besteht zu einem großen Teil aus Spielerinnen des jüngeren Jahrgangs 2016 und sammelt nun ihre ersten Erfahrungen im Ligabetrieb.

Am vergangenen Samstag stand für die Oberlosaer Mädchen bereits der zweite Spieltag in der Regionsoberliga auf dem Programm. Wie üblich mussten dabei gleich zwei Partien absolviert werden. Schon am 14. September in Oberlungwitz feierten die Schwarz-Gelben ihre Premiere – und die hätte kaum besser laufen können: Ohne zu wissen, wo man im Vergleich zu den anderen Teams steht, gelang der jungen Mannschaft mit einem 15:10-Erfolg gegen Rotation Weißenborn und einem guten 20:10-Sieg über die HSG Sachsenring ein perfekter Auftakt.
Nun warteten beim gastgebenden HC Glauchau/Meerane die erste und zweite Vertretung des HSV Marienberg. Gegen Marienberg II starteten die Schwarz-Gelben furios und feierten einen tollen 23:7-Erfolg. Die Freude über diesen Sieg war riesig und gab reichlich Selbstvertrauen für die anschließende, deutlich schwerere Aufgabe gegen das erste Marienberger Team.

 

In dieser Partie mussten sich die Oberlosaer Mädchen zwar mit 19:29 geschlagen geben, zeigten jedoch eine überaus couragierte Leistung gegen die fast ausschließlich mit dem älteren Jahrgang 2015 besetzte Mannschaft. Durch viele starke Ballgewinne und beherzte Offensivaktionen machten sie es dem Favoriten phasenweise richtig schwer. Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte, waren die Verantwortlichen beim SV 04 mit dem Auftritt ihrer E-Jugend sehr zufrieden und blicken voller Vorfreude auf die kommenden Spiele.
SeiS
error: Content is protected !!