Handball
Torjäger Kunst verlängert beim SV 04
Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa setzt bei der Kaderplanung ein echtes Ausrufezeichen. Die Spitzenstädter haben den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Torjäger Matevz Kunst um drei Jahre bis 2029 verlängert. Der 27-jährige Slowene wechselte 2024 vom österreichischen Zweitligisten Union Leoben in die Vogtlandmetropole. Bereits in seiner ersten Saison bei den Schwarz-Gelben überzeugte der Rückraumspieler auf ganzer Linie, stand in allen 32 Partien auf dem Spielfeld und erzielte 170 Tore. Auch in der laufenden Spielzeit beweist der Rechtshänder seine Torgefährlichkeit. In 17 von 18 Spielen wirkte der Slowene mit und traf bislang 135 Mal ins Schwarze. „Wir freuen uns sehr, dass sich Matevz trotz einer Vielzahl an Angeboten dazu entschieden hat, mit uns den Weg weiterzugehen. Er ist ein zentraler Bestandteil der Mannschaft und ein ganz wichtiger Baustein unserer Planung für die nächsten Jahre“, freut sich der Plauener Geschäftsführer Lutz Petzoldt. „Ich fühle mich in Plauen pudelwohl, wir sind eine coole Truppe die einen überragenden Teamgeist hat. Zudem macht es mir unheimlich viel Spaß vor diesen tollen Fans zu spielen. Ich freue mich auf die nächsten Jahre und werde weiterhin alles geben, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Kunst.
–RM–
Zweite feiert Comeback und Heimsieg
Oberliga Sachsen Männer
SV04 Plauen Oberlosa II – HVO Cunewalde 35:31
Schmidtke Comback bringt Heimsieg für die Zweite
Es war das langersehnte Comeback für die Schwarz-Gelben. Viele kennen ihn als „Babicka“ Interpret oder als Antreiber im Fanclub aller möglichen Mannschaften. Doch auch sportlich war Tyll noch bei der BSG Wismut Aue aktiv und machte da unserer Dritten das Leben schwer. Unmittelbar nach der schweren Verletzung von Max stand fest, dass Tyll am 30.11.25 das letzte Mal für die BSG aufgelaufen ist. Nach 2 monatiger Wechselfrist war es nun endlich soweit und er konnte das erste Mal nach 2 Jahren Pause für die Zweite auflaufen. Dabei sah es unter der Woche gar nicht gut aus, denn das Knie war extrem dick und sein Einsatz war fraglich. Auch 2-3 weitere Spieler quälten sich mit unterschiedlichen Blessuren, dazu kam der Einsatz von Lukas in der Ersten (ab jetzt festgespielt) und Levin war mit der A Jugend unterwegs, so dass wir das Spiel eigentlich verlegen wollten. Da jedoch aufgrund des engen Spielplans und auch durchaus nachvollziehbarer Gründe der Cunewalder Jungs kein Nachholtermin gefunden werden konnte, ging es mit aller verbliebenen Kraft in das Spiel. Durch die Unterstützung von Niele und Leppi aus der Dritten, die am Samstag bereits einen Heimsieg feierten, hatten wir eine spielfähige Mannschaft zusammen.
Cunewalde reiste in Bestbesetzung an und mit dem Rückenwind des gewonnenen Ostsachsenderbys gegen Görlitz plus ein Untentschieden in Aue. Sie zeigten auch gleich zu Beginn welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Der Rückraumshooter Brabac und der Spielmacher Custódio trafen je 2 mal zum 1:4. Uns war bewusst, dass wir so in der Konstellation nicht eingespielt waren, gerade im Mittelblock wo mit Kuba und Lukas 2 Spieler fehlten. Wir brauchten also paar Minuten um uns dort zu finden, dann aber gelang es Rico Schneider und Viktor die Abwehr zu ordnen und kompakt zu halten. Die Belohnung war die 6:5 Führung durch Viktor. Bis zum 9:10 blieb die Partie eng, dann hatten wir einen kurzen Durchhänger. Cunewalde nutze das promt aus und legte mit 10:14 (21.Minute) wieder vor. Wir stellten unsere Abwehr um auf eine 5:1 Abwehr und im Tor kam Tyll ins Spiel. Beide Wechsel brachten sofort neue Impulse ins Spiel. Freddy agierte auf der Spitze und Leppi (ja unser langjähriger Keeper) im Abwehrzentrum, beide waren schön aggressiv und schafften es immer wieder das Aufbauspiel der Cunewalder Jungs zu unterbinden. Das zog auch die Nebenleute mit und alle packten hinten eine Schippe drauf. Tyll zeigte dann auch die ersten Paraden und vorn drehten wir die Torlaune hoch. Innerhalb von 7 Minuten war der Ausgleich zum 16:16 hergestellt. Hobi, Timon, Philipp und Viktor waren zu der Zeit sehr treffsicher. Bis zur Halbzeit traf jede Mannschaft noch ein Mal ins Schwarze und so gings mit 17:17 in die Kabinen.
In der 2. Halbzeit legten wir immer einen Treffer vor und die Gäste zogen nach. Allerdings konnten wir immer mal einen Angriff der Gäste abwehren, entweder durch die gute Abwehr oder Tyll entschärfen den Abschluss. So zogen wir langsam aber stetig auf 25:21 davon (41.Minute). Man merkte deutlich die Sicherheit die wir jetzt ausstrahlten. Mühle durfte sich zweite Halbzeit in der Abwehr austoben und gab damit Rico Verschnaufpausen, die er für den Angriff nutzen konnte. Die Angriffe wurden gut ausgespielt und so zogen wir weiter weg, 28:22. Natürlich gaben sich die Gäste nicht auf und waren stets in der Lage zurückzukommen. Sie versuchten es jetzt ihrerseits mit einer offensiven Abwehr. Das konterten wir mit dem 7. Feldspieler. In der Phase als Cunewalde noch einmal heran kamen, behielten gerade unsere Außen Til und Robin die Nerven und versenkten ihre Würfe im gegnerischen Kasten. Durch den 7. Feldspieler musste natürlich auch unser Keeper wieder schnell ins Tor. Tyll zeigte das er auch noch schnell sein kann und zeigte seinen berühmten „Becker-Hecht“, bei der Aktion hatte er sich ausgerechnet damals im Testspiel gegen Cunewalde verletzt. Rico Englert machte mit seinem 5.Treffer beim 35:30 den Deckel endgültig drauf, Philipp war mit insgesamt 9 Treffern bester Torschütze, Viktor kam auf 8 und Hobi als Spielmacher schaffte 6 eigene Treffer. Am Ende stand ein verdienter 35:31 Heimsieg, der vorallem der gesamten Mannschaftsleistung geschuldet war. Toller Kampf in der Abwehr und eine gewisse Abgeklärtheit und Coolness im Angriff waren der Schlüssel zu diesem Erfolg.
Nächste Woche geht’s dann zum Topspiel nach Leipzig, wo wir auf den Zweitplatzierten LVB treffen.
(SF)
Oberlosa siegt vor Rekordkulisse
SV 04 Oberlosa – Stralsunder HV 38:34
In der 3.Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert. Vor der Saison-Rekordkulisse von 605 Zuschauern bezwangen die 04er den Stralsunder HV nach einer packenden Begegnung mit 38:34.
„Der Sieg für Plauen geht in Ordnung“, analysierte der Stralsunder Coach Norman Flödl nach der Partie. „Dabei kommen wir gut in die Partie, hatten SV-Torjäger Matevz Kunst recht gut im Griff und kommen gut ins Tempospiel. Mit zunehmender Spielzeit hatten wir der Intensität der Plauener jedoch nicht mehr so viel entgegenzusetzen“, erklärte Flödl. In der Tat bestimmten die Norddeutschen die Anfangsphase und führten nach knapp neun Minuten mit 7:4. Grund genug für den Plauener Trainer Ladislav Brykner sein Team zur Auszeit zu bitten. „Wir haben zu Beginn zu viel verworfen. Marius Göbner im Stralsunder Tor hat uns da einige Würfe abgekauft“, erklärte Brykner später. Die Auszeit zeigte zunächst keine Wirkung, die Gäste bauten ihre Führung auf 9:5 aus. Auf Seiten der Plauener fand nun Keeper Henric Ebert immer besser in die Partie und parierte mehrfach stark. Seine Vorderleute bliesen zur Aufholjagd und erzielten durch den überragenden Sebastian Naumann den Anschluss zum 13:14. Auch eine Auszeit der Nordlichter konnte den Lauf der Spitzenstädter nicht stoppen, Eigengewächs Lukas Meckel sorgte mit dem Ausgleichstreffer für ein Anschwellen des Lärmpegels in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle. Die 04er zogen das Momentum immer mehr auf ihre Seite und nahmen durch den Treffer von Teo Jezernik eine hauchdünne 17:16-Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff sorgten der stark aufspielende Roman Becvar sowie erneut Meckel und Jezernik für den Ausbau der Führung zum 20:17. „Wir haben das in der zweiten Hälfte sehr gut gemacht, haben nie die Ruhe verloren und hatten immer eine Antwort parat“, zeigte sich Brykner mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Beim Stand von 24:22 verhinderte der Plauener Schlussmann Patryk Foluszny mit seinem zweiten parierten Strafwurf den Anschlusstreffer der Gäste. „Wir hatten heute eine sehr gute Torhüterleistung von Henric Ebert. Die beiden parierten Strafwürfe durch Patryk Foluszny in entscheidenden Situationen waren ebenfalls enorm wichtig“, urteilte Brykner. Im Angriff überzeugten die Spitzenstädter auf ganzer Linie und bauten den Abstand auf 30:26 aus. Stralsund versuchte alles um der Partie eine Wende zu geben, doch die Vogtländer erwiesen sich als zu clever und abgezockt, um sich den Vorsprung noch nehmen zu lassen. Tim Stäglich traf zum 33:28 und vier Minuten vor Ultimo machte Sebastian Naumann mit dem 35:29 endgültig den Deckel drauf. Am Ende feierten die Schwarz-Gelben mit den begeisterten Fans einen verdienten 38:34-Erfolg. „Kompliment an meine Mannschaft, die Jungs haben heute wieder alles aus sich herausgeholt und haben sich belohnt. Die Stimmung in der Halle war unglaublich, das hat uns enorm gepusht. Mit Blick auf die Tabelle war das ein ganz wichtiger Erfolg, auch in Anbetracht der kommenden Aufgaben“, erklärte Brykner nach der Partie. Für die 04er stehen nun drei Auswärtsaufgaben in Folge auf dem Programm. Bei der U23 der Füchse Berlin (7.Februar), beim HC Empor Rostock (15.Februar) und beim Oranienburger HC (21.Februar) wollen die Plauener versuchen, das Punktekonto weiter aufzubessern. Das nächste Heimspiel folgt erst am 28.Februar, wenn der Aufstiegsaspirant MTV Braunschweig in der Spitzenstadt gastiert.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (3 Tore), Kunst (8), Hanisch (3), Jezernik (4), Chobot (2), Schauer (1), Meckel (2), Becvar (3), Olkowski, Malta, Puljic, Naumann (12/ davon 3 Siebenmeter)
Zuschauer: 605
–RM–
2. Männer empfangen Cunewalde
Oberliga Sachsen Männer
Heimspiel HVO Cunewalde (01.02.2026)
Nach der Spielverlegung des Auswärtsspiels gegen KJS Dresden am letzten Wochenende (Gegner nicht spielfähig) steht nun am Sonntag erneut ein Heimspiel für die II. Mannschaft an. Zu Gast in der Helbig-Halle ist der HVO Cunewalde. Die „Cunewalder Jungs“ kommen sicher mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in die Spitzenstadt, da sie zuletzt Ihre beiden Auswärtsspiele recht erfolgreich bestritten haben (unentschieden in Aue und Sieg in Görlitz). Für die Hausherren wird es bei der Begegnung darauf ankommen, sich wieder auf Ihre kämpferischen Tugenden zu konzentrieren, mit denen sie bereits in den letzten beiden Spielen die zahlreichen Ausfälle recht gut kompensieren konnten. Neben der noch weiter angespannten Personalsituation wird auch ein Rückblick auf das Hinspiel, bei dem man nach einem vermeintlich sicheren Vorsprung von bis zu 7 Toren noch eine Punkteteilung hinnehmen musste, die Schwarz-Gelben nochmals zu höchster Konzentration und maximalen Einsatz mahnen. Es wird somit spannend zu sehen, wie die Plauener mit dieser Aufgabe umgehen werden, da selbstverständlich die beiden Punkte in Plauen bleiben sollen. Hierbei kommt es nun mehr denn je auf die Unterstützung von der Tribüne an um den um den Jungs den notwendigen Rückhalt zu geben. Also unbedingt vormerken: Sonntag 14:30 Uhr Helbig-Halle und zur optimalen Einstimmung aufs EM-Finale die II. Mannschaft zum Erfolg pushen.
FSm
+++Zweite Halbzeit bestraft starken Start+++
SC Riesa – SV 04 Oberlosa 30:20 (12:15)
Der SV 04 Oberlosa startete stark in die Auswärtspartie beim SC Riesa und zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung. Mit einer kompakten Abwehr und konzentriertem Angriffsspiel erspielte Oberlosa sich früh Vorteile und ging verdient in Führung. Bis zur Pause behauptete Oberlosa die Kontrolle über das Spiel und führte zur Halbzeit mit 15:12.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch zunehmend zugunsten der Gastgeberinnen. Riesa erhöhte den Druck, während Oberlosa im Angriff an Durchschlagskraft verlor und mehrere Chancen ungenutzt ließ. Das Tempo ging verloren und die Lücken in der Abwehr wurden größer. Der SC Riesa nutzte diese Phase konsequent, drehte das Spiel und setzte sich Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend ab. Am Ende stand eine deutliche 20:30-Auswärtsniederlage, die den Spielverlauf der ersten Halbzeit nur unzureichend widerspiegelt. Zu viele Chancen blieben ungenutzt – besonders vom Siebenmeterpunkt. Alle vier zugesprochenen Siebenmeter konnten nicht verwandelt werden. In entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz, sodass sich die vergebenen Möglichkeiten am Ende deutlich bemerkbar machten.
Hertel – Wierick (1; 0/1), Rieger (4), Seebauer, Hertel (0/1), Richter (1), Kalkreuter (3), Hermann, Hennig (4; 0/2), Kolomazniskova (5), Weiß (2)
K.S.
+++Start in die Rückrunde mit negativem Beigeschmack+++
Der Rückrundenstart verläuft bislang anders als erhofft – und hinterlässt einige Fragezeichen. Bereits vergangene Woche ließen wir auswärts bei der HSG Langenhessen/Cr. zwei wichtige Punkte liegen. Zwar starteten wir mit einem Rückstand in die Partie, fanden ab der 11. Minute jedoch zurück ins Spiel, drehten kurzzeitig die Begegnung und gingen nur mit einem knappen 10:9-Rückstand in die Kabine. Doch in Halbzeit zwei fehlten die nötige Konsequenz in der Abwehr und das Tempo im Angriff. Wir liefen permanent hinterher – ein Start in die Rückrunde, den wir wortwörtlich verschlafen haben.
Am gestrigen Sonntag sollte vor heimischer Kulisse alles anders werden. Mit unseren Fans, Trommlern und einer vollen Bank im Rücken waren wir fest entschlossen, die zwei Punkte in Plauen zu behalten. Doch das Spiel begann ähnlich wie in der ersten Begegnung gegen die junge Truppe des BSV Sachsen Zwickau II: Bereits nach wenigen Minuten lagen wir mit 1:6 zurück. Eine schnelle Auszeit von Lucas Dießner folgte – klare Worte sollten uns wachrütteln. Zu große Lücken in der Abwehr, ein zu langsames Angriffsspiel und fehlende Absprachen machten es uns schwer und ließen Zwickau früh davonziehen. Erst als wir in der Defensive härter und geschlossener agierten, fanden wir zurück ins Spiel. Mit viel Kampfgeist arbeiteten wir uns bis zur 50. Minute auf 21:23 heran – plötzlich war wieder alles möglich. Doch der letzte Wille und die nötige Konzentration bis zum Schluss fehlten, sodass Zwickau erneut davonzog und die Partie mit 25:32 für sich entschied.
Nun heißt es: Fehler ansprechen, analysieren und hart arbeiten. In der kommenden Trainingswoche müssen wir an unseren Schwächen feilen, denn mit dem Auswärtsspiel gegen die Damen des SC Riesa wartet eine große Herausforderung. Die Mitaufsteigerinnen stehen aktuell auf Platz 3 der Tabelle und gehen als klare Favoritinnen ins Spiel.
Martin, Hertel – Wierick, Rieger (3), Seebauer (1), Hertel (4; 1/3), Richter, Kalkreuter (3), Börner (2), Hermann, Hennig (4; 1/1), Mattes, Kolomazniskova (4), Rother (4), Schieke, Weiß
J.M.




2.Männer besiegen Dresden
Oberliga Sachsen Männer
SV04 Plauen Oberlosa II – HSV Dresden 32:25
Die Zweite gelingt Heimsieg
Am gestrigen Sonntag stand das erste Heimspiel im Jahr 2026 auf dem Plan. Mit dem HSV Dresden war ein Gegner angereist, der super in die Rückserie gestartet ist. Mit einem souveränen Auswärtssieg in Görlitz konnten sie ein deutliches Zeichen setzen. Mit voller Kapelle kamen sie nun auch mit der Absicht nach Plauen, die Punkte aus dem Hinspiel zurückzuholen. Wir sind mit der gleichen Aufstellung wie gegen Limbach in das Spiel gestartet, welche schon in dem Spiel gezeigt hat, dass man lange beim Spitzenreiter gegenhalten konnte. Das Spiel begann gleich mit ordentlich Tempo. Wir legten schnell 3:1 vor, die Gäste glichen nach 6 Minuten zum 3:3 aus. Dann konnten wir uns in der Abwehr besser auf die Angreifer einstellen und so konnten wir uns auf 6:3 absetzen. Bis zum 11:9 in der 19. Minute agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Eine 2 Minuten Strafe gegen die Dresdner nutzten wir um bis zur Pause einen kleinen Zwischenspurt einzulegen. Innerhalb von 6 Minuten konnten wir unseren Vorsprung auf 16:10 ausbauen. Bis zur Halbzeit ließen wir nicht locker und konnten ein 19:12 mit in die Kabinen nehmen.
Nach der Pause starteten wir ein wenig holprig. Der erste 7m wurdr gleich mal weggelassen und es dauerte gar nicht lange da hatte Dresden auf 19:15 verkürzt. Es folgte der 2. verworfene 7m, aber Philipp erlöste uns nach 5 Miniten ohne Tor mit seinem Treffer. Dieser gab uns im Angriff wieder die nötige Stabilität. Hinten war es hauptsächlich Philipp Michalke im Tor, der einige freie Würfe der Gegner entschärfte und ein sehr gutes Spiel ablieferte. Die Paraden gaben seinen Vorderleuten wieder Selbstvertrauen und so konnten wir den Vorsprung auf 29:20 ausbauen. Den Vorsprung brachten wir nicht ganz ins Ziel, aber das 32:25 reichte uns auch, um 2 weitere Punkte einzufahren. Diesmal ragte kein einzelner Spieler heraus, es war eher die starke Mannschaftsleistung. Jeder Spieler hatte seinen Anteil am Erfolg.
Die Zuschauerkulisse war ebenfalls fantastisch. Die gezeigte Leistung war dann das Dankeschön der Spieler an die Fans und Unterstützer der Zweiten.
Nächste Woche geht es zur KJS Dresden und das nächste Heimspiel steht am 01.02.26 auf dem Plan. Zu diesem Spiel werden dann die „Cunewalder Jungs“ der Gegner sein.
(SF)
Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg
Oberlosa fehlen nur Millimeter zum Heimsieg – Überzahltaktik der Gäste der Matchwinner
Das war Handball auf hohem Niveau. Und dennoch für Plauen ganz bitter. Denn der SV 04 Oberlosa hat auf der Zielgeraden den Sieg gegen die HSG Eider Harde aus der Hand gegeben. Nach der 36:38-Niederlage gestand SV-Spielmacher Roman Becvar: „Wir lagen zu Beginn der zweiten Halbzeit sechs Tore vorne. Dann haben uns mehrfach ein paar Millimeter gefehlt zum Torerfolg. Am Ende stehen wir nach einer richtig guten Leistung mit leeren Händen da. Das tut wirklich richtig weh heute“, räumte der fünffache Torschütze ein. Matchwinner in diesem packenden Abstiegskampf war jedoch kein Spieler, sondern die ziemlich riskante Gästetaktik im zweiten Durchgang.
HSG-Trainer Matthias Hinrichsen war nach diesem intensiven Schlagabtausch fix und fertig. „Wir hatten gut begonnen, sind dann aber mit sechs Toren Rückstand in Zugzwang geraten. Da gab es für uns nichts mehr zu verlieren.“ Nachdem die Oberlosa-Fans im ersten Durchgang einen umjubelten 22:17-Auftritt feierten, zog Eider Harde die Alles-oder-Nichts-Karte. Die Sieben-Feldspieler-Taktik im HSG-Angriff war natürlich kreuzgefährlich, weil Oberlosa durch den nun fehlenden Gästetorwart bei Ballgewinn zu schnellen Toren hätte kommen können. „Doch das gelang uns zu selten. Der Gegner hat das richtig gut ausgespielt“, musste SV04-Keeper Henric Ebert anerkennen. Ganz diszipliniert und voller Überzeugung spielten die Norddeutschen die Überzahlangriffe aus.
Das sah in der ersten Halbzeit noch ganz anders aus. Diesen Tempolauf entschieden die Plauener für sich, weil Sebastian Naumann (5 Tore), Matevž Kunst (4), Libor Hanisch (3), Franz Schauer (3), Roman Becvar (3), Patrik Chobot (2), Tim Stäglich und Lukas Meckel immer wieder eiskalt vollendeten. SV04-Pressesprecher Rico Michel wusste aber schon zur Pause: „Das war ein bärenstarker 22:17-Auftritt. Es ist aber erst Halbzeit. Wir sind gespannt wie die Gäste reagieren.“ In der Pausenansprache machte Botschaft von HSG-Trainer Matthias Hinrichsen eindringlich die Runde: „Wir müssen diesen Spielfluss der Plauener stören.“
Im zweiten Spielabschnitt riss den Plauenern dann tatsächlich der Spielfaden. Co-Trainer Jörg Grüner resümierte: „Wir waren auf das Überzahlspiel der Gäste vorbereitet, hatten uns im Gegenzug genügend freie Würfe herausgearbeitet, aber es fehlten eben oft die berühmten Zentimeter.“ Nach sechs Plauener Pfosten- und Lattetreffern stellte HSG-Trainer Matthias Hinrichsen abschließend fest: „Wir sind das höchstmögliche Risiko gegangen und haben uns das Glück erkämpft, das man dann in so einem Spiel zwischen absolut gleichwertigen Gegnern braucht.“ Der Plauener Coach Ladislav Brykner stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Wir waren so nah dran. Trotz unserer Verletztenliste konnten wir das hohe Tempo mitgehen. Unsere Einstellung war top. Wir werden Punkte holen, wenn wir so weitermachen. Da bin ich sicher.“ Die nächste Möglichkeit gibt es am 31. Januar um 19 Uhr. Dann empfängt Oberlosa den Stralsunder HV in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Aktuell liegt der SV 04 in der Tabelle über dem Strich. Nach drei Niederlagen in Folge wären jedoch zwei Punkte Balsam im nervenaufreibenden Abstiegskampf.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Henric Ebert (1 Tor), Patryk Foluszny – Tim Stäglich (1 Tor), Matevž Kunst (7), Libor Hanisch (5), Philip Trommer Ernst, Patrik Chobot (3), Franz Schauer (4), Lukas Meckel (2), Roman Becvar (5), Aleksander Olkowski (1), Johann Niklas Malta, Petar Puljic (1), Sebastian Naumann (6/davon 1 Siebenmeter)
Zeitstrafen: Oberlosa 6 / Eider Harde 3
Siebenmeter: 1/davon 1 verwandelt / Eider Harde 6/4
Schiedsrichter: Hendrik Herbst, Antonio Oliva
Zuschauer: 556 (kare)
Oberlosa vor richtungsweisendem Heimspiel
Wenn am Samstagabend um 19 Uhr der Anpfiff zur Partie zwischen dem SV 04 Oberlosa (10.Platz; 12:20 Punkte) und der HSG Eider/Harde (9.Platz; 13:17) ertönt, steht für die Spitzenstädter in der 3.Handball-Bundesliga ein ganz wichtiges Heimspiel an. Zwar hört sich der 10.Tabellenplatz der Plauener im 16er Feld komfortabel an, jedoch beträgt der Abstand auf den ersten Schleudersitz in die Regionalliga lediglich vier Zähler. „Wir müssen punkten“, macht der Plauener Coach kurz und bündig klar. Nach der Klatsche in der Vorwoche in Hildesheim brauchen die 04er für den angestrebten Doppelpunktgewinn eine klare Steigerung. „So dürfen wir uns nicht präsentieren. Natürlich hat Hildesheim beeindruckend aufgespielt, wir haben es ihnen aber auch zu einfach gemacht“, so Brykner.
Nun gilt alle Konzentration dem kommenden Kontrahenten aus dem hohen Norden. Die Mannschaft um Trainer Mathias Hinrichsen weist eine für die 3.Liga ungewöhnliche Statistik auf. Die Handballer aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde holten acht ihrer dreizehn Punkte in fremder Halle. Dass diese Bilanz nicht weiter aufgebessert wird, ist das klare Ziel der Schwarz-Gelben aus dem Vogtland. Um den angestrebten Heimsieg einfahren zu können, müssen die Plauener die beiden HSG-Torjäger Thore Kjell Heinemann (70 Saisontore) und Sören Hartwich (65) in den Griff bekommen und das sehr gute Kreisläuferspiel der Nordlichter unterbinden. „Vor allem müssen wir aber an unsere Leistungsgrenze herankommen. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, unser Punktekonto aufzubessern“, macht Brykner deutlich. Personell dürfte sich bei den Plauenern im Vergleich zu den letzten Spielen nicht viel ändern. Einmal mehr bauen die 04er auf ihre begeisterungsfähigen Anhänger. „Wir brauchen die Unterstützung einer vollen Halle. Mit den Fans im Rücken wollen wir unbedingt das erste Heimspiel des neuen Jahres gewinnen“, lässt auch SV-Torjäger Matevz Kunst keine Zweifel an der Zielstellung aufkommen.
–RM–
