Autor: Christian Huster

Oberlosa enttäuscht

Oberlosa enttäuscht

Der SV 04 Oberlosa hat das eminent wichtige Heimspiel gegen den TSV Neuhausen/Filder mit 28:31 verloren. Gegen ersatzgeschwächte Gäste reichte den Plauenern erneut eine knappe Pausenführung nicht zum erhofften Heimsieg.

Die Spitzenstädter begannen stark und setzten sich nach einem 2:2-Zwischenstand auf 8:2 ab. Eine starke Defensive sowie viel Bewegung im Angriff, gepaart mit einem guten Kreisläuferspiel ließen die knapp 500 Zuschauer jubeln. Auch beim 10:5 nach gut einem Viertel der Spielzeit hatten die Schwarz-Gelben die Partie im Griff. Die Gäste aus Baden-Württemberg verloren jedoch nicht die Ruhe und brachten mit versiertem Angriffsspiel immer wieder ihre beiden starken Außenspieler in erfolgreiche Wurfposition. Beim 11:9 bat SV-Coach Ladislav Brykner sein Team zur Auszeit. Die Plauener stabilisierten sich nun wieder und lagen fünf Minuten vor der Pause mit 14:11 vorn. Auch beim 15:12 durch Libor Hanisch und beim 17:14 durch Nico Schneider behaupteten die 04er den kostbaren Vorsprung. In den letzten dreißig Sekunden vor dem Pausenpfiff kassierte Oberlosa bedingt durch eigene Fehler unnötig noch zwei Treffer und eine Zeitstrafe der beiden hervorragenden Unparteiischen gegen Miroslav Nedoma. Mit einem hauchdünnen 17:16 für die Spitzenstädter ging es in die Kabinen.

Wer auf Grund der dünnen Personaldecke der Schwaben gehofft hatte, dass diese konditionelle Probleme bekommen würden, der sah sich getäuscht. Zwar behaupteten die Vogtländer durch Tore von Kevin Roch und Petar Puljic auch beim 19:17 noch die Führung, dann jedoch drehten die Gäste die Partie mit vier Toren in Folge und gingen selbst erstmals in Führung. Die Verunsicherung der Plauener war nun förmlich mit Händen zu greifen. Während die Gäste immer selbstbewusster auftrumpften, fanden die Spitzenstädter nicht mehr zum beweglichen Angriffsspiel aus der Anfangsphase zurück und agierten viel zu behäbig. Trainer Ladislav Brykner versuchte mit einer weiteren Auszeit beim 22:24 gegenzusteuern, musste jedoch mit ansehen, wie sich die Schwaben, die angesichts ihrer Personalsorgen auch keine Bäume ausrissen, mit zwei weiteren Treffern absetzen konnten. „Man hat schon gemerkt, dass nach dem Rückstand die Köpfe meiner Spieler nach unten gingen. Da fehlt uns einfach total das Selbstvertrauen“, analysierte Brykner. Immer dann, wenn es den Anschein hatte, dass die Schwarz-Gelben noch einmal in die Partie zurückfinden können, machten sich die 04er das Leben mit einem weiteren Fehlpass oder Fehlwurf selbst schwer. Wie bereits in der Vorwoche in Kornwestheim spielten die Plauener eine deutlich bessere erste Halbzeit und konnten das Niveau in der zweiten Hälfte nicht halten. „Wir haben in der zweiten Hälfte viel zu viele technische Fehler und unglaublich viele Fehlwürfe. Damit haben wir Neuhausen immer weiter aufgebaut“, so Brykner. Die Gäste hingegen brachten ihren Vorsprung total unaufgeregt ins Ziel und feierten überschwänglich den 31:28-Auswärtssieg. Für die 04er erscheint der direkte Klassenerhalt mit nunmehr acht Punkten Rückstand zum rettenden Ufer und angesichts der gezeigten Leistung nur mehr Utopie zu sein. Das Erreichen des 14.Tabellenplatzes, der unter Umständen die Möglichkeit einer Relegation bietet, scheint bei nur einem Zähler Rückstand möglich. Doch auch dafür müssen dringendst Punkte her, die nächste Möglichkeit dazu bietet sich bereits am kommenden Samstag im Heimspiel gegen die U23 des HC Erlangen.

Oberlosa: Seidemann, Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (1 Tor), Roch (6), Hanisch (4), Wokan, Schauer (1), Schneider (3), Kolomaznik, Olkowski (2), Puljic (4), Nedoma (2/ davon 2 Siebenmeter), Naumann (5/3)

Zuschauer: 496

–RM–

Überraschung verpasst

SV Kornwestheim – SV 04 Oberlosa 40:34

Der SV 04 Oberlosa hat sein Auswärtsspiel in der 3.Liga beim Tabellenfünften SV Salamander Kornwestheim erwartungsgemäß verloren. Trotz einer über weite Strecken guten Leistung unterlagen die Spitzenstädter mit 34:40.

Von Beginn an entwickelte sich vor den Toren Stuttgarts eine temposcharfe Partie. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und die Plauener zeigten sich gut auf die offensive Abwehr der Schwaben eingestellt. Nach sieben Minuten hatten beide Teams bereits fünf Mal getroffen, zwei Zeigerumdrehungen später leuchtete ein 7:7 von der Anzeigetafel. Die Vogtländer fanden im Angriff immer wieder gute Lösungen, mussten jedoch in der Defensive gegen die enorm spielstarken Hausherren Schwerstarbeit verrichten. Ein erneut starker Plauener Torhüter Patryk Foluszny gab seinem Team den nötigen Rückhalt und nach etwas mehr als einer Viertelstunde Tempohatz bat SV-Coach Ladislav Brykner sein Team beim Stand von 11:11 zur Auszeit. In der Folge bestimmten die Spitzenstädter die Partie und gingen mit 15:12 in Führung. „In der ersten Hälfte waren wir im Angriff nah am Optimum. Wir haben kaum Fehler gemacht und waren absolut konsequent beim Abschluss“, zeigte sich Brykner zufrieden. Beim 13:17 aus Sicht der Hausherren nahm deren Coach Alexander Schurr die Auszeit um den Lauf der 04er zu unterbrechen. Foluszny parierte jedoch einen Strafwurf der Schwaben und vorne traf Kevin Roch zum 18:13 für die Schwarz-Gelben. „Dann kassiert Franz Schauer eine Rote Karte. Für mich eine zu harte Entscheidung, eine Zeitstrafe wäre angemessen gewesen. Franz war bis dahin ein extrem wichtiger Faktor insbesondere in der Abwehr“, skizzierte Brykner nach der Partie eine der spielentscheidenden Szenen. Bis zur Pause konnten die 04er den Ausfall gut kompensieren und nahmen Dank der Treffsicherheit von Matevz Kunst und Jakub Kolomaznik eine 22:18-Führung mit in die Kabinen.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt misslang den Plauenern dann gründlich. Binnen sieben Minuten hatten die Gastgeber um den überragenden Finn Joneleit (insgesamt 11 Tore) die Partie mit einem 6:0-Lauf gedreht und ihrerseits mit 24:22 die Führung übernommen. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Diese schlechte Phase kostet uns am Ende wieder das Spiel“, schüttelte Brykner in der Analyse den Kopf. Erst eine Auszeit der Vogtländer brach den Bann und die 04er hielten fortan wieder dagegen. Etwa fünfzehn Minuten vor Ultimo versenkte Sebastian Naumann einen Strafwurf zum 27:29 aus Sicht der 04er und hielt sein Team weiterhin in Schlagdistanz. „Wir haben dann schon einige Fehler produziert. Durch die Rote Karte hatte wir nur noch vier Rückraumspieler im Kader, von denen war Nico Schneider auch nicht hundertprozentig fit. Wir haben alles gegeben, aber da ist uns dann schon angesichts des enormen Tempos ein bisschen die Puste ausgegangen“, bilanzierte Brykner. Bis fünf Minuten vor dem Abpfiff schnupperten die Spitzenstädter beim 35:33 an einem Punktgewinn, dann war der Tank der Plauener jedoch endgültig leer. Die Hausherren nutzten ihren größeren Kader, schraubten das Ergebnis noch auf 40:34 und bleiben somit seit Oktober in heimischer Halle ungeschlagen.

Für die Vogtländer stehen nun zwei Heimspiele gegen Neuhausen/Filder und Erlangen II auf dem Programm. Beide Partien verlor man in der Hinrunde auswärts hauchdünn mit jeweils einem Tor Differenz. Nun soll der Schalter umgelegt und sich mit zwei Heimsiegen im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet werden.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (8 Tore) Roch (5), Hanisch (1), Schauer (1), Schneider (2), Kolomaznik (5), Olkowski (1), Puljic (3), Naumann (8/ davon 3 Siebenmeter)

Zuschauer: 250

 

–RM–

+++ Ohne Ausreden die Tabellenspitze verteidigt +++

Am gestrigen Tag hieß es Kampf, Wille und Sieg!
Mit diesem klaren Ziel vor Augen wollten wir die Fehler der letzten Woche ausbessern und die nächsten wichtigen Punkte für die Tabellenspitze einsammeln. Zu Gast in Plauen war der BSV Limbach-O., eine starke Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg in die Verbandsliga Staffel West bereits auf Tabellenplatz 3 rangierte und fest entschlossen war, gegen uns zu gewinnen.

Die Atmosphäre in der Halle war mitreißend. Unsere SV 04 Trommler sorgten für einen lautstarken Rückhalt und die Stimmung in der Mannschaft war wie ausgewechselt. Wir hatten Lust! Lust, der Mannschaft aus Limbach und unseren Fans zu zeigen, dass wir zurecht auf Platz 1 der Tabelle stehen. Das Spiel begann ausgeglichen und keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. In der 20. Minute stand es 11:11. Eine 2-Minuten-Zeitstrafe für unsere #10 Lina Kalkreuter brachte den Gegnern einen 2-Tore-Vorsprung. Doch wir ließen uns nicht entmutigen und nutzten kurz vor der Halbzeit einige Fehler der Limbacherinnen, um mit einem Halbzeitstand von 18:15 in die Kabine zu gehen.

In der zweiten Halbzeit gelang es uns, uns bis zur 39. Minute mit 4 Toren abzusetzen. Doch die Limbacher Frauen gaben nicht auf und setzten immer wieder nach. Die Führung, die wir ab Ende der ersten Halbzeit übernommen hatten, gaben wir nicht mehr ab. Ein Ausgleich war für die Gäste nicht möglich. In den letzten Sekunden, trotz Manndeckung der Gegner, gelang es unserer #73, einen letzten Treffer zu erzielen. So ertönte am Ende ein 33:30 Heimsieg auf der Anzeigetafel. Neben der Freude über den Heimsieg, freuen wir uns auch sehr über das comeback unserer #24 Michelle Hennig und #21 Josi Wittig, die sich beide in die Torschützenliste eintragen konnten.

Ein großes Dankeschön geht an alle Fans, Unterstützer und unsere SV 04 Trommler! Ihr gebt uns den nötigen Spaß und die Unterstützung für so ein hart umkämpftes Spiel!

Martin, Hertel- Rieger (6; 1/2), Heinrich, Mattes (5), Seebauer, Hertel (8; 5/5), Kalkreuter (5), Nürnberger, Richter, Wierick, Weiß (6), Hennig (2), Wittig (1)

Kommende Woche greifen wir wieder auswärts an: Sonntag, 02.02.2025 – 14:00 SV 04 vs. HC Glauchau / Meerane Positiv gestimmt und motiviert wollen wir die Punkte mit nach Plauen nehmen!

J.M.

Oberlosa mit neuem Co-Trainer

Der Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa hat eine Veränderung im Trainerstab vorgenommen. Der bisherige Co-Trainer David Woitke ist künftig nicht mehr in dieser Funktion tätig. Seine Aufgaben wird ab sofort und bis zum Saisonende der ehemalige Plauener Erfolgstrainer Jörg Grüner übernehmen. Grüner saß bereits am Samstag beim Heimspiel gegen die TG Landshut (32:32) gemeinsam mit Cheftrainer Ladislav Brykner auf der Plauener Bank.

„Unser Dank gilt zunächst einmal David Woitke, der als Co-Trainer gehörigen Anteil an der Regionalliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die 3.Liga hatte. Wir freuen uns sehr, dass sich Jörg Grüner auf unsere Anfrage hin bereit erklärt hat, die Mannschaft bis zum Saisonende zu unterstützen“, erklärt der Plauener Spielbetriebs-Chef Lutz Petzoldt. „Mit seinem großen Erfahrungsschatz wird er uns sicherlich helfen können, an kleinen Stellschrauben zu drehen um den Klassenerhalt noch zu schaffen“, ergänzt Petzoldt.

Neu im Amt ist auch der ehemalige Plauener Publikumsliebling Paul Richter. Er wird künftig als Schnittstelle zwischen Verein und Spielbetriebsgesellschaft fungieren und Geschäftsführer Lutz Petzoldt entlasten. „Wenn sich ein langjähriger Spieler wie Paul Richter bereit erklärt, künftig mit anzupacken, ist das natürlich ein sehr positives Zeichen. Die Aufgaben der Spielbetriebs-GmbH wachsen schließlich immer mehr“ freut sich Petzoldt über die Unterstützung des einstigen Torjägers.

Auch SV-Coach Ladislav Brykner zeigt sich zufrieden, „dass wir es geschafft haben, für die wichtige Position des Co-Trainers eine hervorragende Lösung zu finden“. „Jörg Grüner und ich hatten im Vorfeld dieser Entscheidung ein sehr gutes Gespräch. Die Chemie zwischen uns stimmt und ich freue mich sehr, dass er sich entschieden hat, uns bis zum Saisonende zu helfen“, berichtet der Tscheche.

–RM–

+++Missglückter Jahresauftakt für die Handball – Frauen+++

+++Missglückter Jahresauftakt für die Handball – Frauen+++

Der Start ins neue Jahr hätte für unsere Frauenmannschaft nicht schwieriger sein können. Mit einem stark dezimierten Kader, bedingt durch Verletzungen und Krankheiten, mussten wir auf wichtige Spielerinnen, wie unsere Kreisläuferin Dominika Kolomaznikova und Theresa Höfer verzichten. Beide verletzten sich im Pokalspiel gegen Dresden unglücklich und zogen sich dabei größere Verletzungen zu.

Von Beginn an war der Spielverlauf holprig. Technische Fehler und ungenaue Abschlüsse prägten die ersten Minuten und ermöglichten es den Leipzigerinnen, sofort zu kontern und uns unter Druck zu setzen. Die Unparteiischen sorgten mit einigen fragwürdigen Entscheidungen zusätzlich für Verwirrung, sodass wir uns im Anschluss durch unsere Emotionen leiten ließen. So fanden wir nicht in unser gewohntes Spiel und liefen das gesamte Spiel über einem Rückstand hinterher.

Zur Halbzeit stand es 21:19 für die Damen aus Leipzig. In der Kabine nahmen wir uns vor, die Fehler abzustellen und neu anzugreifen. Die Ansprache zeigte Wirkung – technische Fehler wurden reduziert und die Abschlüsse präziser. Doch trotz aller Bemühungen gelang es uns nicht, den Spielfluss zu finden. Der Abstand blieb und erst kurz vor Schluss konnten wir auf ein Tor verkürzen. Die Konzentration und Konsequenz, die uns in den entscheidenden Momenten gefehlt hatten, waren letztlich ausschlaggebend. Mit einem Endstand von 33:32 blieben die Punkte in Leipzig. Jetzt heißt es neuen Mut zu fassen, Fehler zu analysieren, an uns zu arbeiten und unsere Stärken auszuspielen.

Martin, Hertel- Rieger (10; 3/3), Heinrich, Mattes (4), Seebauer, Hertel (1; 1/3), Kalkreuter (3), Nürnberger (2), Weiß (6), Hennig (6; 2/4), Wittig

Kommende Woche erwartet uns vor heimischer Kulisse eine spannende Herausforderung! Nach einem holprigen Start in die Saison konnten sich die Aufsteigerinnen des BSV Limbach-Oberfrohna mit ihrem letzten Sieg gegen die zweite Vertretung aus Chemnitz auf Platz 3 in der Tabelle hocharbeiten. Am Samstag, dem 25. Januar 2025 – 16:00 Uhr, wollen wir gemeinsam alles geben und den ersten Sieg im Neuen Jahr einfahren.

💛🥁 J.M.

Oberlosa kann auch Schicksalsspiel nicht gewinnen

Nach dem 32:32-Unentschieden gegen den Tabellenvorletzten TG Landshut muss sich der SV 04 mit einem Punkt aus dem Kellerduell der dritten Handball-Liga zufrieden geben. Was dennoch dem Schlusslicht weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt macht.
Von Florian Wißgott
Eigentlich sollte für die Schwarz-Gelben am Samstagabend unbedingt ein Sieg her, um die Chancen auf den Ligaverbleib wieder etwas realistischer werden zu lassen, doch trotz der tollen Unterstützung von 512 Zuschauern in der Plauener Kurt-Helbig-Halle kamen die Nullvierer nicht über ein 32:32-Remis hinaus. „Man darf nicht alles Schwarz malen, aber es ist zu wenig, wenn man die Klasse halten möchte, denn dann muss man ohne Wenn und Aber gewinnen“, ist SV-Kapitän Kevin Roch enttäuscht: „Es ist ein verlorener Punkt, aber mit Blick in die Zukunft ist es wichtig, dass wir bis zum Schluss gekämpft und an uns geglaubt haben, da war ein Fortschritt im Vergleich zum Spiel gegen Baden-Baden zu sehen.“ Dennoch kamen die Spitzenstädter nicht gut in die Partie, lagen bereits nach gut zwei Minuten mit 0:3 zurück und nach 13 Zeigerumdrehungen leuchtete sogar beim 6:10 ein Vier-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel. „Wir machen im Angriff zu viele Fehler und laufen dann auch noch falsch zurück, machen in der Mitte alles auf, weil wir stur auf unserer Position bleiben, anstatt zu schauen, was macht der Gegner“, kritisiert Roch, der als Linksaußen einen langen Weg zurück ins Abwehrzentrum hatte. „Wir haben nicht klug agiert, haben uns Würfe genommen, die nicht gut vorbereitet waren und wenn man weiß, dass Landshut durch schnelle Mitte sowie zweite Welle viele Tore macht, den ist das nicht clever“, ergänzt SV-Trainer Ladislav Brykner, der die erkrankten Florian Wokan (Kreis) sowie Miroslav Nedoma (Rechtsaußen) ersetzen musste und zudem einen Abwehr-Angriff-Wechsel vollzog: „Wir hatten noch viel Zeit, diesen Rückstand aufzuholen und wenn man beim 16:14 mit zwei Toren zur Halbzeit führt, dann hat man das Momentum auf seiner Seite.“ Dass die Hausherren die Begegnung in der Folge drehen konnten, lag auch am nun eingewechselten Schlussmann Patryk Foluszny, der sich bis zur Pause mit sechs Paraden auszeichnen konnte und so seine Vordermänner auch ins Tempospiel kamen. „Patrick war sehr gut, wir haben sehr viel an der Kooperation Abwehr und Torhüter gearbeitet, weil sie sehr wichtig ist und es freut mich sehr, dass es so gut geklappt hat“, lobt Brykner und Roch fügt hinzu: „Patrick ist zurecht der Mann des Spiels, aber wir brauchen solche starken Leistungen, denn zu Saisonbeginn hatten wir noch Max Mohs im Tor stehen, der uns die ersten beiden Spiele gewonnen sowie die vier Punkte geholt hatte.“
Nachdem die Oberlosaer zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich auf 17:14 erhöhen und die Drei-Tore-Führung auch noch beim 19:16 nach 34 Minuten halten konnten, gelang es den Gästen mit einem 3:0-Lauf binnen drei Zeigerumdrehungen wieder auszugleichen. „Wir wollten die Energie mit in die zweite Halbzeit nehmen, aber dann dauert es nicht lange und es steht wieder Unentschieden – auch weil wir unsere Unterzahl wieder nicht gut spielen, obwohl wir das angesprochen hatten, aber wir lernen nicht aus unseren Fehlern“, ist der Kapitän frustriert: „Wenn wir die schlechten Phasen minimieren, dann gewinnen wir die Spiele, aber ich kann nicht erklären, woran das liegt oder wie wir es abstellen können.“ Nun ist es ein ausgeglichenes Aufeinandertreffen, in dem mal die Bayern wie beim 23:21 nach 40 Minuten oder die Nullvierer wie beim 27:25 Mitte des zweiten Durchgangs mit zwei Toren in Führung liegen. „Es hat mich gefreut, dass meine Mannschaft wieder eine Reaktion gezeigt hat, obwohl wir sehr wenige Wechselmöglichkeiten hatten“, berichtet der Trainer, der bereits nach gut 17 Minuten auf seinen Halblinken Nico Schneider verzichten musste, der nach einer Fußverletzung humpelnd das Parkett verließ und am Abend noch im Krankenhaus untersucht wurde: „Jeder hat um jeden Zentimeter gekämpft.“ So konnte sich auch bis zum Abpfiff keine Auswahl mehr absetzen und die wechselnden Führungen sorgten für eine spannende Schlussphase. „Unsere Deckung arbeitet oft gut, aber unser größeres Problem ist der Angriff, denn wir kommen in der zweiten Halbzeit oft relativ schnell ist Zeitspiel, weil wir keinen richtigen Druck aufbauen oder falsch angreifen“, ärgert sich Kevin Roch: „Es ist Wahnsinn, einmal klappt etwas richtig gut, aber dann klappt es wieder gar nicht, dann brechen wir wieder aus dem System aus, kommen wieder ins Zeitspiel und dann machen wir nicht die Tore – das bricht uns das Genick.“ Zwar glich Sebastian Naumann mit seinem fünften verwandelten Siebenmeter dreieinhalb Minuten vor dem Ende zum umjubelten 32:32 aus, doch danach gelang es weder Landshut noch den Schwarz-Gelben, einen Treffer zu erzielen – es wäre wahrscheinlich das Siegestor gewesen.
„Es war ein richtiger Kampf, leider gelingt uns nicht immer alles, was dann die Gegner sofort bestrafen und wenn wir die Klasse halten wollen, dann müssen wir das ganz schnell abstellen“, hat der Kapitän noch nicht den Ligaverbleib aufgegeben: „Wir können mitspielen, das haben wir oft genug mit knappen Ergebnissen gezeigt, aber jetzt müssen wir abliefern.“ Dabei soll von nun an auch das Oberlosaer Urgestein Jörg Grüner helfen, der das Co-Trainer Amt vom aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen David Woitke übernimmt. „Es wäre katastrophal gewesen, wenn wir nicht gepunktet hätten, denn das wäre auch nicht gut für den Kopf gewesen“, blickt der Trainer bereits voraus: „Jörg ist sehr erfahren, wir haben uns gut ausgetauscht und ich hoffe, dass wir weiter gegenseitig voneinander profitieren können.“
SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Kunst (6 Tore), Roch (4), Hanisch (3), Ernst (1), Schauer (3), Schneider (1), Kolomaznik (3), Olkowski (1), Puljic (3), Naumann (7/davon 5 Siebenmeter)
Verwarnungen: 1 für SV 04 Oberlosa
Zeitstrafen: 5 für SV 04 Oberlosa
Siebenmeter 5 für SV 04 Oberlosa
Zuschauer: 512

Oberlosa muss gewinnen

Oberlosa muss gewinnen

In der 3.Handball-Bundesliga empfängt der SV 04Oberlosa am Samstag die TG Landshut. Der Anwurf in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle erfolgt wie gewohnt um 19 Uhr. Mit einem Heimsieg können die Plauener in der Tabelle an den Bayern vorbeiziehen.

Mit der Mannschaft um Trainer Csaba Szücs kommt am Samstag ein Team in die Spitzenstadt, welches ebenso wie der Gastgeber, jeden Zähler im Kampf um den Klassenerhalt braucht. Die Stärken der Gäste von der Isar liegen im Angriff. Dort ragt Linkshänder Paul Saborowski (90 Saisontore) als bester Feldtorschütze der Liga noch heraus. Ihm am nächsten kommen der Halblinke Severin Heinrich und Spielmacher Baslasz Molnar (jeweils 53 Saisontore). Die Szücs-Sieben musste in der Vorwoche den Rückrundenauftakt gegen den EHV Aue wegen einer Krankheitswelle absagen. Dafür waren die Bayern bereits am Mittwoch wieder im Nachholspiel des 6.Spieltages gegen den Tabellenzweiten Wölfe Würzburg gefordert und mussten sich dem Aufstiegskandidaten vor den eigenen Fans mit 29:36 geschlagen geben.

Das Hinspiel in Landshut gewannen die Plauener knapp mit 27:26, auch weil der damalige Keeper Max Mohs eine starke Leistung bot.

Für die Plauener ist am Samstag im Duell der Liga-Neulinge ein Heimsieg Pflicht. Nur mit einem vollen Erfolg kann man den Teams auf den Nichtabstiegsplätzen näherkommen. „Da brauchen wir nicht um den heißen Brei herumzureden. Wir brauchen zwei Punkte“, verdeutlicht SV-Trainer Ladislav Brykner die Situation. Dem Coach bereiten insbesondere die schwankenden Leistungen seiner Schützlinge Kopfzerbrechen. „Nach dem sehr guten Auftritt in Aue haben wir in Baden-Baden wieder viel zu wechselhaft agiert. Zwanzig Minuten waren sehr Gut, zwanzig Minuten passabel und zwanzig Minute schlecht. Da sind die Schwankungen auch innerhalb eines Spiels einfach zu groß, dass reicht dann einfach nicht“, nimmt Brykner sein Team in die Pflicht. Die personellen Voraussetzungen um den angestrebten Heimsieg einfahren zu können, erscheinen günstig, denn die Plauener können am Samstag mit voller Kapelle auflaufen. Team und Verantwortliche der Schwarz-Gelben bauen auch am Samstag auch wieder auf die begeisterungsfähigen Plauener Anhänger. „Natürlich hoffen wir wieder auf eine prall gefüllte Halle. Mit den Fans im Rücken wollen wir einen Heimsieg einfahren und den Abstand auf die vor uns platzierten Teams verringern“, erklärt der Plauener Kapitän Kevin Roch.

–RM–

Oberlosa scheitert an sich selbst

Einspruch gegen Spielwertung angekündigt

TVS Baden-Baden – SV 04 Oberlosa 34:31

Der SV 04 Oberlosa hat das wichtige Auswärtsspiel beim bisher punktgleichen TVS Baden-Baden mit 31:34 verloren. Mit zu vielen eigenen Fehlern brachten sich die Plauener um den Lohn ihrer Mühen. Im Heimspiel gegen die TG Landshut am kommenden Samstag muss ein Sieg her, ansonsten können die Schwarz-Gelben frühzeitig für die Regionalliga planen. Allerdings kündigten die Plauener an, einen Einspruch gegen die Wertung des Spiels zu prüfen.

Vor 450 Zuschauern in der Rheintalhalle kamen die Spitzenstädter gut ins Spiel. Das permanente Spiel der Badener mit einem zusätzlichen Feldspieler war von den Plauenern so erwartet worden und wurde gut verteidigt. Lohn dessen war eine schnelle 5:2-Führung der 04er. Nach der starken Anfangsphase schlichen sich vermehrt Fehler im Plauener Spiel ein. Die Hausherren nutzten das zu einem 7:1-Lauf und zogen ihrerseits mit 9:6 in Front. In der Folge stabilisierten sich die Vogtländer wieder und verkürzten durch Tore von Matevz Kunst (2), Miroslav Nedoma und Franz Schauer auf 10:11. Wenig später traf Kapitän Kevin Roch zum 13:13 und Nico Schneider brachte die Plauener beim 14:13 wieder in Führung. Den erneuten Ausgleich der Gastgeber konterten Petar Puljic aus dem Rückraum und Miroslav Nedoma von der Strafwurflinie und die Spitzenstädter nahmen eine 16:14-Führung mit in die Halbzeitpause. „Wir haben das in der ersten Hälfte trotz einer Schwächephase gut gemacht und verdient geführt“, analysierte der Plauener Trainer Ladislav Brykner nach der Partie.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten diesmal die Mannen um Trainer Sandro Catak die den Pausenrückstand binnen zehn Minuten in eine eigene 21:19-Führung drehten. „Da haben wir uns nicht clever angestellt und waren zu wenig diszipliniert. Wir haben Baden-Baden da mit unseren eigenen Fehlern wieder stark gemacht“, kritisierte Brykner später. Doch die Plauener kämpften sich wieder in die Partie. Nedoma, Schauer, Roch und Schneider schnürten einen Viererpack und brachten die Schwarz-Gelben wieder mit 23:21 in Führung. Die Hausherren kämpften unverdrossen weiter und glichen erneut aus. Nach dem Plauener Führungstreffer zum 24:23 kam es zu einer äußerst strittigen Szene. Kevin Roch traf zum vermeintlichen 25:23 für die Vogtländer, doch die beiden Unparteiischen wähnten den Ball fälschlicherweise hinter dem Tor. „Natürlich wäre es in dieser Phase der Partie enorm wichtig gewesen, den Vorsprung auszubauen. Wir sind nach dieser Fehlentscheidung in ein Loch gefallen und haben vier Tore in Folge kassiert, das war mit spielentscheidend“, erklärte Brykner. „Im Video ist klar ersichtlich, dass der Ball im Tor war und durch das Netz fliegt. Wir haben uns auf dem Spielprotokoll die Möglichkeit eines Einspruchs gegen die Spielwertung offen gehalten“, ergänzte der Plauener Mannschaftsverantwortliche Jan Spranger. Die Hausherren nutzten das Momentum und zogen ihrerseits auf 27:24 davon. Von diesem Rückschlag erholten sich die Spitzenstädter an diesem Abend nicht mehr und mussten sich nach einer hektischen Schlussphase mit 31:34 geschlagen geben.

Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich (1 Tor), Kunst (6), Roch (5), Hanisch, Wokan, Schauer (4), Schneider (4), Kolomaznik (1), Olkowski (2), Puljic (1), Nedoma (6/ davon 4 Siebenmeter), Naumann (1)

Zuschauer: 450

–RM–

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