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2. Männer mit Derbysieg
Derbysieg!!!
Was für ein Nervenkrimi, was für eine Willensleistung! In einer dramatischen Schlussphase hat sich unsere zweite Mannschaft des SV 04 Plauen-Oberlosa im prestigeträchtigen Derby gegen die Zweitvertretung des EHV Aue hauchdünn mit 29:28 durchgesetzt.
Von der ersten Minute an war Feuer in der Partie. Christian Döhler eröffnete standesgemäß per Siebenmeter zum 1:0. Doch Aue hielt von Beginn an voll dagegen. Dass die Gäste in der Anfangsphase nicht die Oberhand gewannen, war vor allem Max im Oberlosaer Gehäuse zu verdanken. Mit spektakulären Paraden – darunter ein entschärfter Siebenmeter in der zweiten Minute – vernagelte er im ersten Durchgang phasenweise das Tor und gab seinen Vorderleuten den nötigen Rückhalt.
In einer engen, hart umkämpften ersten Halbzeit wechselte die Führung stetig. Rico Englert und Nils Hohberger setzten im Angriff immer wieder Nadelstiche, doch Aue ließ sich nicht abschütteln. Beim Stand von 11:9 kurz vor der Pause schlug dann die Stunde, auf die alle Fans in der Halle gewartet hatten: Das Comeback von Viktor Beketov!
Und was für eines es werden sollte. Wie in alten Zeiten übernahm Viktor sofort Verantwortung und erwies sich als der personifizierte Albtraum für die Auer Defensive. Innerhalb der letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit drehte er völlig auf, traf fast nach Belieben und hämmerte den Ball gleich viermal in die Maschen. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff besorgte er mit seinem Treffer zum 16:12 die viel umjubelte Vier-Tore-Pausenführung. Die Halle stand Kopf!
Nach dem Seitenwechsel kam Aue hochmotiviert aus der Kabine und verkürzte schnell auf 16:14. Doch Oberlosa hatte die passende Antwort parat – und einen neuen Hexer im Tor. Albert übernahm für die zweite Halbzeit den Posten zwischen den Pfosten und nahtlos die bärenstarke Form von Max. Mit sensationellen Reflexen zog er den Gästen in den entscheidenden Momenten den Zahn.
Getragen von Alberts Paraden behielt Oberlosa in der Crunchtime kühlen Kopf. Levin Donner und Rico Englert schraubten das Ergebnis in der zweiten Halbzeit wieder auf 20:16 hoch. Es sah knapp sechs Minuten vor dem Ende noch nach einer vermeintlich beruhigenden Führung aus und man wähnte sich vielleicht schon auf der Siegerstraße. Doch ein Derby schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Aue steckte keineswegs auf und verkürzte postwendend durch Ben Schmitt zum 27:25 (57. Min).
Zwar konnte Viktor Beketov (7) kurz darauf den alten Drei-Tore-Vorsprung zum 28:25 (56:53) wiederherstellen, doch danach begann das große Zittern. Aue zog in der 58. Minute eine Auszeit – und diese zeigte Wirkung. Die Gäste bliesen zur Schlussoffensive: Zuerst verkürzte Jonathan Thun auf 28:27 (58:46), ehe Anton-Akira Takahashi nur 34 Sekunden vor dem Ende (59:20) der psychologisch schmerzhafte 28:28-Ausgleich für die Erzgebirger gelang. Die Halle kochte, die Nerven lagen blank.
Doch wer dachte, unsere Jungs würden jetzt einbrechen, sah sich getäuscht. Mit absolutem Siegeswillen und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken spielten die Schwarz-Gelben den letzten Angriff aus. Es lief bereits die letzte Spielminute (59:48), als Frederik Koffent (17) Verantwortung übernahm: Mit einem entschlossenen Wurf markierte er das umjubelte 29:28!
Die verbleibenden zwölf Sekunden verteidigte Oberlosa mit Mann und Maus, ehe die Schiedsrichter beim Stand von 60:00 das Spiel beendeten. Der Rest war purer schwarz-gelber Jubel: Ein emotionaler Derbysieg, der aufgrund des Kampfgeistes in den letzten Sekunden absolut verdient in Plauen bleibt!
+++Oberlosa vor schwerer Auswärtsaufgabe beim Spitzenreiter+++
Nach der 26:32-Heimniederlage gegen den HC Empor Rostock steht für den SV 04 Plauen-Oberlosa die nächste Begegnung mit einem Spitzenteam an. Am Sonntag, dem 1. November, gastiert die Mannschaft um 16 Uhr beim TSV Altenholz in der Edgar-Meschkat-Halle. Gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer wollen die Plauener an ihre verbesserten Leistungen anknüpfen und sich auch auswärts nicht mit der Außenseiterrolle zufriedengeben.
Die Altenholzer spielen bislang eine starke Saison. Nach acht Siegen in Folge ließen sie am vergangenen Wochenende beim 29:29 gegen die Füchse Berlin II erstmals einen Punkt liegen. Mit 17:1 Punkten führt der TSV die Nord-Ost-Staffel an. Dass die Mannschaft auch gegen direkte Konkurrenten bestehen kann, bewies sie unter anderem mit dem 29:27-Auswärtserfolg beim EHV Aue.
Die junge Mannschaft überzeugt mit hohem Tempo und individuell starken Spielern. Im Angriff schaffen die Altenholzer gezielt Räume für Eins-gegen-eins-Situationen und setzen ihre Gegenspieler damit immer wieder unter Druck. Zu den auffälligen Akteuren gehört Jari Glumm im linken Rückraum, der beispielsweise gegen Oranienburg elf Treffer erzielte. Auf der rechten Rückraumposition bringt der 1,93 Meter große Jesse Dahmke Qualität mit. Der Cousin von Nationalspieler Rune Dahmke gehörte in der vergangenen Saison zum erweiterten Profikader des THW Kiel. Auch auf den Außenpositionen verfügen die Gastgeber über gefährliche Abschlussmöglichkeiten.
Für Oberlosa bildet das Heimspiel gegen Rostock trotz der Niederlage einen Ansatzpunkt. Die Plauener hielten die Begegnung zunächst offen und kamen in der zweiten Hälfte nach einem Sieben-Tore-Rückstand noch einmal auf vier Treffer heran. Gegen Altenholz gilt es nun, solche Phasen über einen längeren Zeitraum zu bestätigen.
Cheftrainer Enrico Henoch erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe: „Das wird für uns auf jeden Fall eine schwere Aufgabe werden, in der es gilt, die starken Eins-gegen-eins-Situationen der Altenholzer zu kontrollieren. Wir werden versuchen, auf die guten Ansätze vom letzten Wochenende aufzubauen und uns im Angriff wieder effektiver zu präsentieren, da haben wir letzte Woche einfach zu viel liegen lassen. Wir fahren auf jeden Fall nicht nach Altenholz, um dort Punkte abzuschenken, dafür ist die Strecke einfach zu weit. Wir wollen mit dem Anspruch dahinfahren, etwas Zählbares mitzunehmen. Auch wenn wir wissen, dass Altenholz – vor allem auch in der eigenen Halle – sicherlich der Favorit ist.“
(ElH)
2. Männer erwarten Aue zum Derby
Am Samstag gibt es die II.Mannschaft des SV04 wieder um 18:30 Uhr zu Hause zu sehen. Da in Aue die Halle an diesem Wochenende nicht zur Verfügung stand wurde einvernehmlich das Heimrecht getauscht und die Erzgebirger machen sich auf den kurzen Weg ins Vogtland. Auch wenn damit der auf Platz 7 stehende SV04 den derzeit letzten der Tabelle empfängt, ist der Ausgang keineswegs vorbestimmt. Im Vorjahr konnten die schwarz-gelben lediglich einen Punkt aus den beiden Begegnungen mitnehmen und wollen diese Bilanz unbedingt verbessern. Die Pokalrunde am letzten Wochenende gab die Möglichkeit sich nach der kurzen Herbstpause wieder an den Spielbetrieb zu gewöhnen und der Sieg hat sicher auch nochmals die Stimmung verbessert. Es sind also beste Voraussetzungen für ein spannendes Spiel gegeben. Für die Unterstützung von der Tribüne sind wie immer die Fans aus der Spitzenstadt gefragt, deren Wochenende aber ganz einfach zu planen ist: Samstag 18:30 Uhr zur Einstimmung Live-Handball in der HelbigHalle und dann am Sonntag 16 Uhr beim Handball-Stream aus der Kieler Bucht auf der Couch mitfiebern.
FSm

2. Männer meistern erste Pokalhürde
Erfolgreicher Pokalabend für die zweite Vertretung des SV 04 Plauen-Oberlosa: Im Landskronpokal der Männer feierte das Team einen verdienten 24:21-Auswärtserfolg beim HVO Cunewalde.
Die Partie startete von Beginn an umkämpft. Fabrice Oertel, der nach seiner Verletzungspause in der ersten Mannschaft wichtige Spielpraxis in der Zweiten sammelte, setzte direkt das erste Ausrufezeichen und erzielte in der zweiten Spielminute das 1:0 für die Gäste. Cunewalde hielt in der Anfangsphase jedoch voll dagegen. Über ein 1:1 durch Tom Richter entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 4:4 durch Levin Donner in der 9. Minute stabilisierte sich die Plauener Defensive spürbar.
Ein starker Rückhalt und eine konzentrierte Angriffsleistung sorgten im Anschluss für den entscheidenden Lauf der Gäste. Während Cunewalde im Angriff zunehmend die Ideen ausgingen, nutzte Plauen-Oberlosa die Gelegenheiten konsequent. Sebastian Duschek und der glänzend aufgelegte Fabrice Oertel, der neben seinen Treffern auch immer wieder als Vorbereiter glänzte, schraubten das Ergebnis binnen weniger Minuten über ein 7:4 auf ein komfortables 12:7 hoch. Mit einem verdienten Vier-Tore-Vorsprung (14:10) ging es schließlich in die Kabine.
Neben dem sportlichen Erfolg gab es für die Gäste weitere erfreuliche Nachrichten: Kuba feierte nach seiner langen Verletzungpause seinen lang ersehnten ersten Einsatz und brachte direkt wieder Stabilität ins Spiel. Zudem nutzte das Trainerteam die Partie, um dem eigenen Nachwuchs wichtiges Vertrauen zu schenken. Die Youngster Pascal und Emilio erhielten viel Einsatzzeit und fügten sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein. Pascal belohnte sich bereits im ersten Durchgang mit einem Treffer zum 7:5, während Emilio in der zweiten Halbzeit nachlegte und in der 53. Minute zum wichtigen 23:16 einnetzte.
Dass der Vorsprung im zweiten Durchgang nie ernsthaft in Gefahr geriet, lag vor allem an einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der hervorragenden Arbeit zwischen den Pfosten. Beide Torhüter, Max und Albert, zeigten sich in Bestform und hielten jeweils eine Halbzeit lang den Kasten sauber. Nach dem Seitenwechsel drehte zudem Robin Wunderlich im Angriff richtig auf: Mit einem fulminanten Hattrick zwischen der 45. und 47. Spielminute schraubte er die Führung für die Drittliga-Reserve auf 20:15 hoch.
In der Schlussphase bewies das Team Nervenstärke. Selbst als sich Cunewalde durch späte Tore und eine offensive Abwehr noch einmal aufbäumte, blieb die Oberlosaner Sieben cool und brachte den 24:21-Erfolg sicher über die Zeit. Mit diesem verdienten Sieg zieht der SV 04 Plauen-Oberlosa II in die nächste Runde des Landskronpokals ein.
Schon jetzt richtet sich der Blick direkt nach vorn: Am kommenden Samstag, den 31. Oktober, erwartet der SV 04 Plauen-Oberlosa II die zweite Mannschaft des EHV Aue zum nächsten packenden Duell. Anpfiff der Begegnung ist um 18:30 Uhr in der heimischen Kurt-Helbig-Halle.
(SF)
Onlineticktes gegen HC Empor Rosttock
Oberlosa erhält schallende Ohrfeige von Aue
Der SV 04 Plauen-Oberlosa musste sich am Freitagabend im Derby gegen den EHV Aue deutlich geschlagen geben. Vor 825 Zuschauern in der voll besetzten Kurt-Helbig-Sporthalle unterlagen die Gastgeber mit 32:49 (18:24). Trotz guter Phasen im eigenen Angriff gelang es den Plauenern nicht, die Begegnung gegen die treffsicheren Erzgebirger dauerhaft offen zu halten.
Die Voraussetzungen für einen stimmungsvollen Handballabend waren gegeben: Zahlreiche Gästefans waren nach Plauen gereist und sorgten gemeinsam mit dem Oberlosaer Anhang über die gesamte Spielzeit für eine lautstarke Atmosphäre. Auf dem Feld eröffnete Libor Hanisch nach 43 Sekunden mit dem 1:0 die Partie. Anschließend übernahm Aue die Führung, doch zunächst blieb der SV 04 dran. Matevz Kunst verkürzte nach knapp acht Minuten per Siebenmeter auf 5:6.
Danach erspielten sich die Gäste erstmals einen größeren Vorsprung. Über 6:9 zog Aue bis zur 13. Minute auf 6:12 davon. Oberlosa fand im Angriff immer wieder gute Lösungen, konnte den Rückstand jedoch zunächst nicht entscheidend verkürzen. Die Erzgebirger bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Erst kurz vor der Pause gelang den Gastgebern ein kleiner Lauf: Mathias Choleva, Matevz Kunst und Philip Trommer-Ernst trafen dreimal in Folge zum 18:24-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Aue erneut den besseren Start. Mit vier unbeantworteten Treffern zum 18:28 stellte der EHV früh einen zweistelligen Abstand her. Oberlosa gab sich jedoch nicht auf und arbeitete sich wieder heran. Libor Hanisch setzte mit drei Toren innerhalb kurzer Zeit wichtige Akzente, ehe die Plauener bis zur 41. Minute auf 26:32 verkürzten.
Diese Annäherung blieb allerdings ohne nachhaltige Wirkung. Aue antwortete mit einem Vier-Tore-Lauf zum 26:36 und ließ die Gastgeber nicht mehr zurückkommen. In der Schlussphase vergrößerten die Gäste ihren Vorsprung weiter und entschieden das Derby schließlich mit 32:49 für sich. Erfolgreichster Oberlosaer Werfer war Matevz Kunst mit acht Treffern vor Libor Hanisch mit sechs Toren. Auf Auer Seite ragten Paul Bones mit zwölf und Francisco Pereira mit elf Treffern heraus.
Co-Trainer Jörg Grüner fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: „Wenn wir heute auf die Ergebnistafel schauen, dann müssen wir klar analysieren, dass unsere Abwehr einfach nicht in der Lage war, diesen Torhunger vom EHV Aue zu stillen. Das ist natürlich schon eine Voraussetzung, um ein Spiel gut zu gestalten, dass man zumindest in der Abwehr aufopferungsvoll dem Gegner entgegentritt. Das haben wir heute vermissen lassen.“
Frühe Fehler kosten Oberlosa die Chance auf Punkte
SV 04 Plauen-Oberlosa unterliegt in Braunschweig mit 32:38 – am Freitag wartet das Heimspiel gegen Aue
Die Handballer des SV 04 Plauen-Oberlosa haben am siebten Spieltag der 3. Liga Nord-Ost eine Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Beim MTV Braunschweig verloren die Vogtländer vor 850 Zuschauern in der Sporthalle „Alte Waage“ mit 32:38 (17:24). Ausschlaggebend war eine fehlerreiche erste Halbzeit, in der sich die Gastgeber früh einen deutlichen Vorsprung erarbeiteten. Nach der Pause hielt Oberlosa besser dagegen, konnte der Partie jedoch keine entscheidende Wende mehr geben. Nach der Begegnung belegt der SV 04 den siebten Tabellenplatz.
Bis zum 3:3 durch Franz Schauer verliefen die ersten Minuten ausgeglichen. Anschließend gerieten die Plauener zunehmend ins Hintertreffen. Braunschweig zog zunächst auf 6:3 davon und führte bereits nach knapp zehn Minuten mit 13:6. Auch eine Auszeit der Gäste konnte den Lauf des MTV zunächst nicht stoppen. Beim 15:7 war der Rückstand auf acht Treffer angewachsen.
Oberlosa fand zwar immer wieder den Weg zum Tor, bekam die Gastgeber aber zu selten in den Griff. Vor allem die einfachen Fehler machten es schwer, den Abstand zu verkürzen. Braunschweig nutzte diese Gelegenheiten konsequent und setzte sich zwischenzeitlich auf neun Tore ab. Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte gelang es den Gästen, durch Treffer von Franz Häcker und Roman Becvar auf 17:24 zu verkürzen.
Trainer Enrico Henoch sah im schwachen Beginn einen wesentlichen Grund für die Niederlage. Seine Mannschaft sei schwer ins Spiel gekommen und habe sich gerade in der ersten Halbzeit einfache Fehler erlaubt, die auf diesem Niveau nicht passieren dürften. Braunschweig habe diese eiskalt bestraft.
Co-Trainer Jörg Grüner teilte Henochs Einschätzung zur ersten Halbzeit. Zusätzlich verwies er auf die ausgelassenen Chancen bei Würfen auf das leere Braunschweiger Tor, die Oberlosa eine Verkürzung des Rückstands erschwerten.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Oberlosa den besseren Start. Franz Schauer und Vinzent Bertl verkürzten innerhalb kurzer Zeit auf 19:24. Die Hoffnung, den Anschluss wiederherzustellen, erhielt damit neue Nahrung. Braunschweig antwortete jedoch und hielt die Vogtländer weiter auf Abstand. Auch wenn Oberlosa die zweite Halbzeit mit 15:14 für sich entschied, kam die Mannschaft nicht näher als auf fünf Treffer heran. Am Ende stand eine 32:38-Niederlage.
Für den zweiten Durchgang zog Grüner eine positivere Bilanz. Abwehr und Torwart hätten nun besser zusammengewirkt. Die Mannschaft habe sich gegen einen starken Gegner nicht aufgegeben und bis zum Schluss um eine Verbesserung des Ergebnisses gekämpft. Dass Oberlosa die zweite Halbzeit knapp für sich entschied, spiegele diesen Einsatz wider.
Erfolgreichster Werfer der Plauener war Matevz Kunst mit zehn Toren, gefolgt von Libor Hanisch mit sieben Treffern. Franz Häcker und Vinzent Bertl steuerten jeweils vier Tore bei. Für Braunschweig trafen Bela Pieles und Rick Harder jeweils neunmal.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt dem SV 04 nicht. Bereits am kommenden Freitag empfängt Oberlosa Aue um 20 Uhr in der Plauener Kurt-Helbig-Halle. Mit Blick auf diese Begegnung müssen die von Henoch angesprochenen Fehler schnellstmöglich abgestellt werden. Die zweite Halbzeit in Braunschweig liefert einen Ansatzpunkt. Vor heimischem Publikum wird es darauf ankommen, von Beginn an konzentriert aufzutreten und über die gesamte Spielzeit mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bringen.
+++ Harter Oktober beginnt in Braunschweig +++
Mit dem Auswärtsspiel beim MTV Braunschweig startet für den SV 04 Plauen-Oberlosa am Samstagabend ein anspruchsvoller Oktober. Anwurf beim Gegner ist um 19.00 Uhr. Nach dem überzeugenden 34:32-Heimsieg gegen die HSG Eider Harde wollen die Plauener den Schwung mitnehmen und beim Titelanwärter bestehen.
Braunschweig gehört in dieser Saison erneut zum engsten Favoritenkreis der Nord-Ost-Staffel. Der MTV startete mit vier Auftaktsiegen in die neue Saison: HC Hamburg II (33:32), Füchse Berlin II (28:26), HG Hamburg-Barmbek (37:35) und die HSG Eider Harde (38:25). An den letzten beiden Spieltagen folgten ein 37:37 gegen den TSV Burgdorf II sowie die knappe 40:43-Niederlage beim TSV Altenholz. Die jüngsten Resultate zeigen, dass die Niedersachsen über enorme offensive Qualität verfügen, zugleich aber auch in engen Spielen gefordert werden können.
An der Seitenlinie steht mit Volker Mudrow ein erfahrener Trainer, der sein Team seit Jahren prägt. Der MTV setzt auf ein offensives und mutiges Spielkonzept, in dem das Angriffsspiel häufig mit sieben Feldspielern angelegt wird. Das stellt jeden Gegner vor besondere Anforderungen, weil die Braunschweiger den Ball geduldig bewegen und in Überzahl konsequent nach freien Räumen suchen.
Im Kader befinden sich mehrere bekannte und torgefährliche Akteure. Melf Hagen und Philipp Moritz Krause sind beides starke Rückraumspieler mit einer guten Spielübersicht und Entscheidungsfindung. Tim Otto und Rick Harder sind als Torschützen auf Rückraum rechts und Rückraum links hervorzuheben. Auch die Außenpositionen sind durch auffällig gute Spieler besetzt: Philipp Neubauer und Bela
Pieles. Mit René Mihaljevic vom OHV Aurich und Lasse Giese aus Vorsfelde hat der MTV seinen Kader vor der Saison zusätzlich verstärkt.
Die Aufgabe für den SV 04 wird damit anspruchsvoll: Braunschweig verfügt über individuelle sowie Teamqualität, große Erfahrung und ein eingespieltes Angriffssystem. Des Weiteren spielt der MTV eine unangenehme Abwehr mit dem Rückhalt der soliden Torhüter. Gleichzeitig hat Oberlosa mit der Leistung gegen Eider Harde gezeigt, dass die Mannschaft geschlossen auftreten und auch schwierige Phasen im Spiel gemeinsam lösen kann. Wichtig für das Spiel gegen Braunschweig wird sein, dass Oberlosa im gegnerischen Angriffsspiel Ballgewinne generiert und diese durch ein hohes Tempospiel in den Gegenstößen zum Torerfolg bringt. „Für uns ist das Auswärtsspiel in Braunschweig der Auftakt in einen harten Oktober mit allen vier Spitzenmannschaften. Am Samstag treffen wir auf ein konstantes 7 gegen 6 von Braunschweig und müssen uns da an unseren Plan halten: in der Abwehr gut stehen und im Angriff wie letzte Woche wenig Fehler machen und unsere Chancen nutzen.“, so Mike Anlauf, Assistenztrainer des SV 04 Plauen-Oberlosa
(ElH)
Starke Teamleistung zum Oberlosaer Heimsieg
Starke Teamleistung führt Oberlosa zum Heimsieg
Der SV 04 Plauen-Oberlosa hat am Sonntag mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gegen die HSG Eider Harde feierten die Plauener in der Kurt-Helbig-Sporthalle einen verdienten 34:32-Heimsieg. Nach den beiden vorherigen Auswärtsniederlagen setzte die Mannschaft damit ein wichtiges Zeichen und sicherte sich vor begeisterter Kulisse zwei wertvolle Punkte.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der es dem SV 04 zunächst schwerfiel, gegen die offensive und phasenweise komplett auf Manndeckung ausgerichtete Abwehr der Gäste klare Abschlüsse zu finden. Eider Harde stellte die Plauener vor allem im Angriff vor Herausforderungen, sodass sich keine Mannschaft früh entscheidend absetzen konnte.
Die Kurt-Helbig-Sporthalle sorgte dabei über die gesamte Spielzeit für eine starke Atmosphäre. Die lautstarke Unterstützung von den Rängen gab den Gastgebern immer wieder zusätzlichen Schub und trug dazu bei, dass Oberlosa auch in schwierigen Momenten im Spiel blieb.
Zum Ende der ersten Halbzeit kam Max Flämig ins Tor und wurde in der Folge zu einem der entscheidenden Faktoren des Heimsiegs. Mit starken Paraden gab er seiner Mannschaft Sicherheit und setzte wichtige Akzente. Seine Leistung blieb auch nach dem Abpfiff nicht unbeachtet: Flämig wurde verdient zum Player of the Match gewählt.
Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der SV 04 deutlich, gewann zunehmend die Kontrolle und erspielte sich den entscheidenden Vorsprung. Eider Harde blieb zunächst dran, doch die Plauener ließen nicht mehr nach und brachten den Vorteil konzentriert über die Zeit. Am Ende stand ein überzeugender Erfolg, der vor allem auf einer geschlossenen Teamleistung beruhte.
Co-Trainer Jörg Grüner sagte nach der Partie: „Das Spiel war sehr intensiv, auch von der Psyche her betrachtet. Wir haben in der ersten Halbzeit im Abwehrverhalten nicht das auf die Platte gebracht, was notwendig gewesen wäre, um dort etwas dominanter zu erscheinen. Wir haben uns aber dann nach der Absprache in der Halbzeit gut besonnen und haben dort eine bessere Abwehr zusammengestellt. Mit der dementsprechenden Kombination Torhüter und Abwehr ist es uns gelungen, die Überhand zu gewinnen. Wir wollten das auch nicht mehr wieder hergeben, das hat sich gezeigt durch den Kampf und die Willensstärke. Dieser Sieg ist auf jeden Fall wieder gut für das Selbstvertrauen und beflügelt die Mannschaft vor dem schweren Oktober, in dem die vier Top-Teams als Gegner auf dem Plan stehen. Gerade mit Aue und Rostock folgen in zwei beziehungsweise drei Wochen wieder zwei Kracher-Heimspiele, bei denen wir uns genauso starke und präsente Zuschauer wünschen wie heute.“
(ElH)


