Monat: September 2025

1. Männer | Niederlage im Spitzenspiel

Es war das Spitzenspiel in der 3. Bundesliga. Die Handballer vom SV 04 Oberlosa haben gegen die Füchse Berlin II mit 28:33 (12:17) verloren. Das Plauener Überraschungsteam war auch diesmal nicht schlecht. Allerdings patzten die kampfstarken Vogtländer immer genau dann, wenn die Berliner in Reichweite waren.

Die Berliner eröffneten mit einem Blitzstart die Begegnung. Oberlosa geriet schnell mit vier Toren in Rückstand (1:5). Und diesen vier Treffern rannten die Plauener dann bis zum Ende ständig hinterher. Gut, Oberlosa kam immerhin viermal in die Nähe eines Remis. Doch bei den Spielständen von 5:7 (17.), 16:18 (37.), 17:19 (40.) und 19:21 (43.) unterliefen den Hausherren immer wieder eigene Fehler. Es war wirklich zum Haareraufen. Cheftrainer Ladislav Brykner trauerte mit seinem Team: „Wir haben sehr gut gekämpft. Aber irgendwie haben wir uns heute selber geschlagen. Mehrfach waren wir dran, haben dann aber den Ball zu oft einfach weggeschmissen.“

Die unnötigen Plauener Ballverluste hatten jedoch ihre Ursache auch in den Abwehraktionen der Jungfüchse. Die Berliner arbeiteten in der Deckung ständig mit Überraschungsmomenten. SV-Spielmacher Roman Becvar resümierte: „Berlin hat immer wieder mal urplötzlich offensiv verteidigt. Da ist es schwer, auf diesem Niveau die Ruhe zu bewahren. Genau deshalb sind uns dann Fehler unterlaufen, die uns immer wieder zurückgeworfen haben.“ Genau wie sein Trainer so war auch Roman Becvar „nicht unzufrieden mit unserer Gesamtleistung. Will man aber gegen Berlin was reißen, genügen 85 oder 90 Prozent nicht.“

Wie unterschiedlich die Ansprüche sind, wurde beim Trainerinterview deutlich. Füchse-Coach Kenji Hövels freute sich „über den Lauf, den wir derzeit haben. Das heute war eine Reifeprüfung. Unter Druck vor diesem Publikum ständig die Angriffswellen des wuchtigen Gegners abzuwehren, das war stark. Aber vollkommen zufrieden bin ich nicht“, überraschte Übungsleiter Kenji Hövels, dessen Team derzeit als als Tabellenzweiter die Nordoststaffel der 3. Bundesliga rockt. Kenji Hövels hat den Anschlusskader des Deutschen Meisters kritisiert: „Wir gehen ein hohes Tempo, laufen dem Gegner davon, lassen uns aber die Sechs-Tore-Führung wieder aus der Hand reißen. Da müssen wir abgezockter werden und das Ding früher für uns entscheiden“, fordert der Chefausbilder der Berliner Talentebrigade.

SV-Kapitän Libor Hanisch stellt mit Blick auf die Rückstände von 12:18 (33.) und 23:29 (55.) fest: „Dass wir uns nie aufgegeben haben, ist natürlich gut. Aber es war in einigen Spielsituationen möglich, die Partie auf Gleichstand zu stellen. Deshalb bin ich enttäuscht. Das haben wir bei unseren Siegen gegen Hildesheim, Rostock und Stralsund besser gemacht.“ TV-Moderator Rico Michel bat in der Pressekonferenz den Gealan-Geschäftsführer Tino Albert, die Ehrung der Spieler des Tages vorzunehmen. Im Mittelpunkt stand ein Ausnahmetalent aus Berlin. „Jan Grüner hat ja bereits 1. Bundesliga gespielt und heute mit 13 erzielten Toren eine überragende Trefferquote“, gratulierte Tino Albert.

Handball-Methusalem Rico Michel füttert die Vogtländer seit 22 Jahren mit vielen solcher Hintergrundinformationen. „Jan Grüner ist mit 19 Jahren ein absolutes Ausnahmetalent. Er hat im Februar bereits drei Tore in der Champions League geworfen. Dass solch ein Klassehandballer einmal in Plauen zum Punktspiel aufläuft und dann so eine sensationelle Leistung abliefert, sollten wir alle voller Respekt in Erinnerung erhalten“, findet Rico Michel. Füchse-Trainer Kenji Hövels lobte die Atmosphäre in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle, wo Oberlosa bereits kommenden Samstag das nächste Heimspiel bestreitet. Das Match gegen Oranienburg ist sehr wichtig. „Wir haben jetzt 6:4 Punkte. Wenn wir gewinnen, halten wir uns den Abstiegskampf vom Hals. Mit dieser Mannschaft geht was. Deshalb ist das Spiel von größter Bedeutung“, hofft SV-Spielmacher Roman Becvar, dass um 19 Uhr wieder eine gelb-schwarze Wand die Plauener antreibt.

Statistik

SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich (2 Tore, Kunst (4), Hanisch (5), Jezernik (3), Petrovský (2), Koffent, Schauer (58. Minute Rote Karte), Becvar (2), Olkowski (4), Malta, Puljic, Nedoma (5/davon 3 Siebenmeter), Naumann (1).

Schiedsrichter: David Gierke, Korbinian Konwitschny

Rote Karte: Franz Schauer (58. Minute, Foulspiel)

Zeitstrafen: Oberlosa 4 – Füchse Berlin II 2

Siebenmeter: Oberlosa 3/3 – Füchse Berlin II 3/3

Zuschauer: 483 (kare)

Oberlosa vor Top-Spiel

Das Top-Spiel des 5.Spieltags der Staffel Nord-Ost in der 3.Handball-Bundesliga findet in der Plauener Kurt-Helbig-Halle statt. Wer das vor Saisonbeginn vermutet hätte, wäre sicherlich nur müde belächelt worden.

Fakt ist jedoch, dass am Samstag um 19 Uhr beim Duell zwischen dem SV 04 Oberlosa und der U23 des Deutschen Meisters Füchse Berlin, der Tabellenzweite den Tabellendritten empfängt. Beide Teams feierten drei Siege aus den ersten vier Spielen.

„Wir wollen unser Punktekonto in den beiden Heimspielen gegen Berlin und Oranienburg weiter aufstocken“, hatte der Plauener Trainer Ladislav Brykner bereits nach dem Auswärtssieg in der Vorwoche in Stralsund geäußert.

Wie enorm schwer diese Aufgabe wird, ist allen im Lager der Schwarz-Gelben bewusst. „Uns erwarten sechzig Minuten Vollgas-Handball“, weiß auch Brykner um das enorme Tempo, welches die Jungfüchse anschlagen. Der Kader der von Kenji Hövels trainierten Hauptstädter ist überaus prominent besetzt. Mit Tim Schröder, Fynn Paulicks, Jan Grüner und William Reichardt stehen gleich vier Spieler im Team, die mit der Deutschen U19-Nationalmannschaft Weltmeister wurden. Kreisläufer Schröder wurde bei der WM sogar ins All-Star-Team gewählt. Weiterhin können die österreichischen U20-Nationalspieler Felix Bernkop-Schnürch und die Zwillinge Jonas und Gabriel Kofler eine Teilnahme an der EM im Vorjahr vorweisen.

„Da kommt geballte Qualität auf uns zu. Die Berliner haben in der Vorwoche ganz souverän in Rostock gewonnen und waren dabei nicht einmal in Bestbesetzung. Wir haben jedoch viel Selbstvertrauen getankt und wollen den Füchsen Paroli bieten“, zeigt sich Brykner kämpferisch.

Personell müssen die Spitzenstädter weiterhin auf Rückraumschütze Nico Schneider (Wadenbeinbruch) verzichten. Ansonsten können Brykner und sein Co-Trainer Jörg Grüner personell aus dem Vollen schöpfen. „Die Helbig-Halle muss beben“, sagte SV-Kapitän Libor Hanisch bereits vor der Abfahrt aus Stralsund. Natürlich hoffen Team und Verantwortliche der Schwarz-Gelben am Samstag auf eine prall gefüllte Halle. Mit den begeisterungsfähigen Plauener Fans im Rücken wollen sich die 04er an der nächsten ganz dicken Überraschung versuchen.

 

–RM–

2. Männer spielen in Cunewalde

Oberliga Sachsen

HVO Cunewalde – SV04 Plauen Oberlosa II – Anwurf 21.09.25, 16:45 Sporthalle Schützenplatz Bautzen

II. Männer

Auswärtsspiel HVO Cunewalde (21.09.2025)

 Nach einem insgesamt recht erfreulichen Start in die Saison geht es für den Aufsteiger in die Oberliga Sachsen am Wochenende nach Bautzen zum HVO Cunewalde. Die „Cunewalder Jungs“ sind mit zwei knappen Niederlagen sicher unter Ihren Erwartungen in die Saison gestartet und wollen nun am Sonntag nach eigener Aussage die Punkte einfahren, damit Ihnen der Saisonstart nicht endgültig misslingt. Für die Plauener wird es drauf ankommen den Schwung und die Einstellung aus den Auftaktbegegnungen mit in die Lausitz zu nehmen, dann ist wie schon in Dresden beim HSV Dresden auch in der Halle am Bautzener Schützenplatz ein Punktgewinn möglich. Für das Trainerteam der Schwarz-Gelben gibt es wohl bis zum Wochenende noch ein bisschen Kopfarbeit, da wohl erst zum Abschlusstraining feststehen wird, wer von den verletzten oder erkrankten Spielern wieder fit sein wird. Für alle Plauener Fans, die das Spiel aus der Ferne verfolgen ist das aber kein Thema, denn wer spielt gibt auf jeden Fall 100%, und somit lohnt es sich auch die Anwurfzeit am Sonntag um 16:45 Uhr zu notieren um mitfiebern zu können.

FSm

+++ Starker Kampf zum Ende hin +++

Starker Kampf zum Ende hin – Oberlosaerinnen lassen die Köpfe nicht hängen

Die Handballerinnen des SV04 Oberlosa haben im zweiten Heimspiel der Saison trotz Niederlage Moral bewiesen, konnten das Blatt in der besseren zweiten Halbzeit aber nicht wenden.

Wie schon in den letzten Spielen kam das Team zu Beginn weder in Angriff noch Abwehr in den Spielfluss. Auf die frühe 1:0-Führung durch Michelle Hennig folgte ein 1:5-Rückstand bis zur 6. Minute. Zwar kämpften sich die Oberlosaerinnen auf 4:5 heran, verfielen danach jedoch in alte Fehler. Unkonzentriertheiten im Angriff und Probleme in der Abwehr führten zum klaren 12:18-Halbzeitstand.

Nach der Pause zeigten die Gäste ihre Routine, während Oberlosa zu oft der kühle Kopf fehlte. Der Rückstand wuchs zeitweise auf acht Tore an. Erst in der Schlussphase nutzte die Heimmannschaft eine Überzahlsituation und kämpfte sich bis auf vier Tore heran – zu spät für eine Wende. Die Punkte gingen verdient an den SC Riesa.

Trotz allem blickt das Team nach vorn: nächsten Samstag beim Auswärtsspiel gegen den SV Schneeberg gilt es, die Fehler zu minimieren und Trainingserfolge auf die Platte zu bringen.

Martin, Hertel – Wierick, Rieger (3), Seebauer (2), Hertel (2; 2/4), Richter (1), Kalkreuter (2), Schulz, Hennig (8; 4/4), Weiß (2), Börner (4), Koniuchova (1), Nürnberger, Kolomaznikova, Heinrich

E.H.

Oberlosaer Volleyballerinnen beginnen ihre vierte Regionalliga-Meisterschaft

Am Samstag, den 20.09.25 ertönt um 15:00 Uhr für Regionalligist SV 04 Oberlosa I in der Kurt-Helbig-Sporthalle der langerwartete Anpfiff für die Meisterschaftssaison 2025/26. Mit dem SWE Volley-Team II aus Erfurt ist ein noch junges, aber bereits sehr wettkampferprobtes Team aus der Thüringer Landeshauptstadt zu Gast. In der letzten Saison hagelte es gegen die Erfurter Bundesligareserve zwei deutliche Niederlagen. Insoweit ist man gewarnt, dass man sehr konzentriert in diesen Saisonauftakt hineingeht.

Im Kader gab es mit Pauline Mennel und Vroni Voigt leider auch Personalabgänge. Michelle Lehmann genießt momentan Elternzeit und wird noch einige Monate pausieren. Mit Hanna Koch und Aline Vollmann konnten erfreulicherweise zwei neue Spielerinnen gewonnen werden, die die Reihen im Kader der Oberlosaerinnen schließen helfen sollen. Hanna Koch, ein junges Talent, kommt aus Reichenbach zum SV 04. Aline Vollmann, eine erfahrene Zuspielerin,  die bei Oberlosa ihre Volleyball-Basics erlernte und durch das Studium in Leipzig sogar zweite Bundesliga spielen durfte, ist in der alten Heimat zurück und will sich wieder voll einbringen im Regionalligateam.

Der weibliche Bereich hat seit der vorigen Saison eine zweite Wettkampfmannschaft in der Bezirksklasse. Trainiert wird das Jugendteam von Nachwuchsleiter Steffen Laudel und von Benjamin Pippig. Trainerin Henriette Krell pausiert berufsbedingt für das laufende Schuljahr. Viel investiert wird auch seit Sommer 2024 in den Kinder- und Jugendbereich. Mit Juliane Ebel, Lizzy Friedel, Leonie Eckardt und Markus Düntsch betreuen weitere engagierte Trainer/-innen, die gleichzeitig selbst noch aktiv sind, den Jugend- und Kinderbereich, der sich ungebrochenen Zulaufs erfreut. So trat nun als Ersatz für den Co-Trainer Steffen Laudel mit dem Hofer Volleyballurgestein Joachim Pötzl ein fachlich versierter Übungsleiter aus der Region unterstützend an die Seite von Cheftrainer Lutz Gushurst. Beide Trainer organisieren seit mittlerweile sieben Wochen an drei Wochentagen eine schweißtreibende athletische Vorbereitung, die bereits mit dem Sieg in einem gutklassigen Vorbereitungsturnier in Markkleeberg  am vorletzten Wochenende erste Erfolge zeigte und mit dem alljährlichen dreitägigen Trainingslager in Skalná eine Woche vor dem Saisonauftakt abschließt. Möglich wurde die intensive Vorbereitung dankenswerterweise auch durch die Unterstützung des Landratsamtes und der GAV in Plauen.

Mit dem erreichten sechsten Platz in der vergangenen Meisterschaft (3. Jahr ReLi) wird nun vom Team selbst erneut das Saisonziel angestrebt, einen Platz im Vorderfeld der Liga in der Endabrechnung zu belegen. Mit elf Mannschaften in der Ost-Liga steht am Ende der Abstieg für zwei Teams an, wodurch schon die Schwere der Aufgaben in den 20 Spielen gegen die etablierten Leistungszentren beschrieben ist, zumal unter der Woche Berufsausbildung und auswärtiges Studium schon die volle Aufmerksamkeit von der jungen Truppe abverlangen.

 

Gunar Rus

AL VB SV 04

Mannschaftsfoto:

stehend v.l.: Joachim Pötzl (Co-Trainer); Lizzy Friedel; Michelle Lehmann; Melina Gerke; Hanna Koch; Vivian Voigt; Leonie Eckardt; Paula Rohleder, Lutz Gushurst (Trainer)

knieend v.l: Sarah Schmelzer; Ulrike Buchheim; Juliane Ebel; Lisa Esser; Aline Vollmann

1. Spieltag in der Bezirksklasse Staffel West

Nach fünfwöchiger Vorbereitungszeit und einem Trainingslager fieberte die 2. Damenmannschaft des SV 04 Oberlosa am vergangenen Samstag mit viel Enthusiasmus ihrem ersten Punktspielauftritt entgegen. Mit dem 3:0-(19;14;22)- Auftaktsieg gegen den Chemnitzer VV (IV) fand das Team dann auch mental die richtige Schlagzahl. Die Zuschauer sahen ein sehr strukturiertes Aufbauspiel mit mutigen Angriffen. Insbesondere Tereza Streblova (MVP) und Polina Tschickmarov glänzten mit technisch sehr guten Aufschlagserien.

Im zweiten Match gegen den SV Chemnitz Harthau traf man allerdings auf eine erfahrene Frauenmannschaft, die insbesondere im Angriff und Block deutliche Vorteile aufwies und mit dem 1:3- ( -23;-13; 20;-18) Auswärtssieg die Punkte letztlich verdient entführte. Eine leichte 19:16-Führung im ersten Satz konnte das Team um Kapitänin Katharina Winkler (MVP) aufgrund von Annahmefehlern nicht ins Ziel bringen. Nach dem in der Feldabwehr missratenen zweiten Satz rappelten sich die Oberlosaer Youngster nochmals auf und boten willensstark ordentlich Paroli mit einem klaren Satzgewinn, auch weil Harthau aufgrund der Führung die Zügel schleifen ließ. Als Mitte des vierten Satzes Oberlosa erneut mit 17:15 in Führung ging, schlugen die Gäste blitzschnell zurück, nutzten die Fehler im SV04-Sechser, zogen auf 21:17 davon und sicherten den Auswärtssieg. Trainer Steffen Laudel und sein Co-Trainer Benjamin Pippig waren mit den Auftritten ihrer Schützlinge insgesamt zufrieden, sahen aber auch Schwachstellen, an denen es weiter im Training zielstrebig zu arbeiten gilt. Wichtigste Erkenntnis war, dass dieses U18-Team bei wachsender Athletik und Spielverständnis in der Bezirksklasse ordentlich mithalten kann.

Gunar Rus

AL VB SV 04

2. Männer feiern Heimsieg

Oberliga Sachsen

SV04 Plauen Oberlosa 2 – KJS Dresden 33-26

Die zweiten Männer waren am gestrigen Handballheimspieltag der Abschluss in der Helbighalle. Das Spiel begann mit einer Schweigeminute aufgrund des am Freitag nach langer schwerer Krankheit verstorbenen Schiedsrichters Marcus Helbig.

Aufgrund von Krankheit und Verletzungen standen am Freitagabend nur 8 Feldspieler zum Abschlusstraining bereit. Am Samstag sollte die Lage etwas besser ausschauen, wenn auch nicht alle Spieler zu 100% fit waren.

Die Gäste markierten die ersten 2 Treffer, dann kamen wir besser ins Spiel und konnten durch Louis den Ausgleich markieren (3:3, 6.Minute).

Die erste Führung gelang Rico zum 5:4 in der 9.Minute. in der Folgezeit bekamen wir in der Abwehr nicht immer den gewünschten Zugriff und die Gäste nutzten das und waren immer wieder erfolgreich (8-10, 19. Min). In der Auszeit ordneten wir uns nochmal neu und fanden jetzt im Angriff vermehrt den Weg in die Tiefe. Die Abwehr arbeitete gut auf den Beinen und wurde immer stabiler. Je 2 Treffer von Mühle und Paul brachten uns die 14:13 Führung. Die Dresdner glichen jedoch bis zur Pause noch zum 14:14 aus. Schon in der ersten Halbzeit wurde kräftig durchgewechselt und allen Spielern Pausen eingeräumt. Das machte sich im Laufe der zweiten Halbzeit bemerkbar. Die Abwehr stand sehr stabil und vorn fanden wir immer gute Möglichkeiten zum erfolgreichen Abschluss. Unser Youngster Levin übernahm ab der 40. Minute das Zepter und fand auch selbst immer wieder den Weg zum Tor. So konnte er in seinem 2. Spiel bei den Männern die ersten 4 Tore beisteuern. Bis zur 50. Minute zogen wir Tor um Tor davon und hatten uns so eine 6 Tore Führung herausgespielt. Bis zum Spielende ließen wir dann aber die ein oder andere Chance liegen, somit blieb der Abstand konstant. Am Ende feierten wir mit ca. 200 Fans einen souveränen 33:26 Heimsieg.

Jetzt freuen wir uns auf die Aufgabe nächste Woche in Cunewalde und hoffen, dass bis dahin alle Spieler wieder 100% fit und einsatzbereit sind.

 

 

 

Oberlosa kann es auch auswärts

Stralsunder HV – SV 04 Oberlosa 27:31

Müde, aber glücklich kletterten die Plauener Drittliga-Handballer am frühen Sonntag Morgen aus dem Mannschaftsbus. Der 22-Stunden Trip an die Ostseeküste hatte sich gelohnt, die Plauener gewannen beim Stralsunder HV mit 31:27 und feierten den dritten Sieg im vierten Spiel.

Die Spitzenstädter kamen gut in die Partie, Roman Becvar und Tim Stäglich waren die Torschützen zum 2:2 nach etwa sechs Minuten. „Dann hatten wir unsere einzige schwächere Phase im Spiel“, ging SV-Trainer Ladislav Brykner später in die Analyse. Angetrieben von 873 Zuschauern übernahmen die Nordlichter das Kommando und zogen mit 8:4 in Front. Eine frühe Auszeit brachte die Vogtländer jedoch schnell wieder in die Spur. „Wir haben eine sehr gute Abwehr hingestellt, zudem hat Patryk Foluszny erneut eine überzeugende Leistung gezeigt. Stralsund hatte bislang 33 Tore im Schnitt geworfen, wir haben heute nur 27 kassiert, das war ein Schlüssel zum Erfolg“, zeigte sich Co-Trainer Jörg Grüner sehr zufrieden. Im Angriff hatte SV-Torjäger Matevz Kunst das Visier wieder vorzüglich eingestellt. Zwei Treffer des Slowenen sowie je ein Tor von Tim Stäglich und Miroslav Nedoma ließen ein 8:8 an der Anzeigetafel aufleuchten. Wiederum Matevz Kunst brachte die Schwarz-Gelben beim 11:10 in Führung und baute mit einem weiteren Treffer den Abstand auf 14:12 aus. Die Hausherren konnten noch einmal verkürzen und so nahmen die Spitzenstädter eine hauchdünne 14:13-Führung mit in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff mussten die 04er, auch bedingt durch eine frühe Zeitstrafe gegen Franz Schauer, schnell den 17:17-Ausgleich hinnehmen. „Da waren wir zunächst nicht zielstrebig genug, konnten das aber schnell korrigieren“, erklärte Brykner. Kapitän Libor Hanisch, Sebastian Naumann per Strafwurf und Miroslav Nedoma (2) brachten mit ihren Treffern die Vogtländer mit 21:18 in Führung. Die bislang ungeschlagenen Männer vom Strelasund warfen nun alles in die Waagschale um die Partie noch zu drehen. Nach dem Anschlusstreffer zum 22:23 wurde die Stralsunder Vogelsanghalle endgültig zum Tollhaus und SV-Coach Brykner nahm mit einer Auszeit etwas die Thermik aus dem Geschehen. Die Norddeutschen agierten nun fast etwas übermotiviert und kassierten binnen kürzester Zeit zwei Zeitstrafen. Clever und abgezockt baute Oberlosa den Abstand wieder auf 25:22 aus und setzte nach einer weiteren Parade von Patryk Foluszny noch das 26:22 obendrauf. In der Schlussphase probierten die Stralsunder mit einem zusätzlichen Feldspieler der Partie noch eine Wende zu geben. „Wie wir dann vor dieser Kulisse die Ruhe behalten und den Sieg souverän nach Hause bringen, das macht mich stolz“, jubelte Kapitän Libor Hanisch nach dem Abpfiff. In der Tat gerieten die Spitzenstädter in der Schlussphase nicht mehr unter Druck und feierten einen verdienten 31:27-Auswärtssieg.

„Unsere Marschroute ist aufgegangen“, ballte Brykner nach dem Abpfiff die Fäuste. „Wir wollten im Angriff mit viel Geduld spielen, die Stralsunder zu Fehlern verleiten. Gerade in der zweiten Hälfte konnten wir häufig über die Außen abschließen. Unser wahnsinniger Teamspirit hat uns auch heute wieder getragen“, zeigte sich Brykner nach der Partie sehr zufrieden. „Dass wir nach diesem hammerharten Auftaktprogramm mit 6:2 Punkten dastehen, hätte sicher kaum jemand geglaubt. Das ist eine tolle Momentaufnahme, mehr aber eben auch nicht“, odnete Jörg Grüner die aktuelle Situation ein.  „Nächste Woche muss die Helbig-Halle beben“, rief Kapitän Hanisch noch mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen die U23 der Füchse Berlin, bevor sich die Plauener auf die lange Heimfahrt machten.

Oberlosa: Foluszny (1 Tor), Ebert; Stäglich (5), Kunst (10), Hanisch (2), Jezernik, Petrovsky, Chobot (1), Schauer (2), Becvar (3), Olkowski, Malta, Puljic, Nedoma (5), Naumann (2/ davon 2 Siebenmeter)

Stralsund: Göbner, Ohm; Szep-Kis, Graczyk (1), Schröter (5), Sagij (2), Pachmann (2), Skroblien (7), von Troil, Troschke, Wark (4), Berger (3), Feder (1), Schmischow (2/1), Shcherban

Zuschauer: 873

–RM–

Oberlosa erneut an der Küste gefordert

Das zweite Auswärtsspiel in der laufenden Saison der 3.Handball-Bundesliga führt den SV 04 Oberlosa erneut in den hohen Norden. Am Samstagabend gastieren die Spitzenstädter beim Stralsunder HV, der Anwurf zum Duell des Tabellenzweiten gegen den Tabellensechsten in der Vogelsanghalle erfolgt um 18 Uhr.

Erneut steht den Vogtländern also eine strapaziöse Anreise bevor. Zuletzt konnten die 04er die lange Busfahrt zur HSG Eider/Harde nicht abschütteln und unterlagen klar mit 27:36. „Das wollen wir diesmal deutlich besser machen“, will der Plauener Trainer die lange Heimreise nicht mit leeren Händen antreten. Dabei wissen die Plauener genau, dass in Stralsund eine ganz schwere Aufgabe wartet. „Der HV ist mit 5:1 Punkten fast perfekt gestartet. Zudem sind die Stralsunder sehr heimstark und holten in der letzten Saison zu Hause satte 23 Punkte. Wir müssen an unsere Leistungsgrenze herankommen um dort etwas mitnehmen zu können“, weiß Brykner.

Der 35:31-Erfolg in der Vorwoche gegen den HC Empor Rostock hat bei den Schwarz-Gelben für viel Selbstvertrauen gesorgt. „Jetzt wollen wir auch Auswärts unsere PS auf die Platte bringen“, gibt SV-Kapitän Libor Hanisch die Richtung vor. „Wir brauchen eine kompakte Defensive und ein gutes Rückzugsverhalten. Die Stärken des SHV liegen klar in der Offensive“, erklärt Brykner. Personell können die Schwarz-Gelben auf die erfolgreiche Mannschaft der Vorwoche bauen.

Trainer Silvio Krause und Geschäftsführer Steffen Fischer haben am Strelasund eine spielstarke Mannschaft geformt. Spätestens bis zum Jahr 2030 wollen die Nordlichter die Rückkehr in die 2.Bundesliga schaffen.

In der Vogelsanghalle gibt es am Samstag auch das Duell der Ballermänner. Sowohl der Stralsunder Jonas Wark als auch der Plauener Matevz Kunst haben bislang 21 Saisontore auf dem Konto und teilen sich den zweiten Platz in der Torschützenliste.

Die Plauener Fans können den Auftritt ihrer Mannschaft wie gewohnt live verfolgen. Sporteurope.tv überträgt die Partie im Internet.

Nach dem Duell in Stralsund stehen für die Spitzenstädter zwei Heimspiele in Folge an. Am 20.September gastiert die U23 des deutschen Meisters Füchse Berlin in der Vogtlandmetropole, eine Woche später gibt der Oranienburger HC seine Visitenkarte in Plauen ab.

–RM–

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