Autor: Handball_06

1. Frauen | Krimi in Leipzig

+++  Handballkrimi in Leipzig +++

Nach 2-wöchiger Spielpause ging es für uns endlich wieder auf die Platte – auf Auswärtsmission zu den Damen von Turbine Leipzig. Die Motivation war hoch und das Ziel klar gesetzt. Die 2 Punkte wollten wir mit nach Hause nehmen.
Beide Mannschaften starteten ausgeglichen mit einigen Unsicherheiten in die Partie. Wir kamen Stück für Stück immer besser ins Spiel. Nach einer energischen Ansprache in der Auszeit konnten uns zur 13. Minute mit einer erstmaligen 2 Tore Führung (5:7) absetzen. Die gesetzten taktischen Ziele konnten im Angriff umgesetzt werden und die Abwehr zeigte eine starke gemeinschaftliche Leistung. So ging es mit einem deutlichen Halbzeitstand von 11:20 in die Halbzeitpause.
In der 2. Hälfte kam es zu wechselnden Emotionen auf beiden Seiten. Turbine Leipzig kam sichtlich motiviert zurück. Auch dank einer starken Torhüterleistung arbeiteten sie sich Tor um Tor heran. So wurde es trotz der deutlichen Halbzeitführung noch einmal spannend. In der entscheidenden Phase des Spiels kämpften sie sich bis auf ein Tor Rückstand heran. Mit mannschaftlichem Zusammenhalt und unbedingten Siegeswillen konnten wir das Spiel am Ende mit einem Spielstand von 30:31 für uns entscheiden.
Die Fehler die sich eingeschlichen haben gilt es bis zum Wochenende aufzuarbeiten. Sowie den Fokus und die Motivation weiter hoch zu halten. Beim nächsten Spiel auf heimischem Parkett der Kurt-Helbig-Halle gilt es die nächsten 2 Punkte zu holen. Am Samstag, den 18.11.23 um 19:30 Uhr empfangen wir die Damen vom Leipziger SV Südwest – aktuell Tabellenplatz 3.
Wir freuen uns auf eure Unterstützung!
Tietze, Hertel – Höfer, Mattes (5), Seebauer (1), Hertel (2; 2/3), Brückner, Weidhaas (1), Kalkreuter, Rieger (4; 1/1), Nürnberger (1), Weiß (5), Hennig (7; 0/2), Kolomaznikova (5)

 

S.W.

1. Männer | Wundertüte zum Heimspiel

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa erwartet eine Wundertüte
Für den Handball-Oberligisten SV 04 Oberlosa steht am Samstag eine knifflige Heimaufgabe auf dem Programm. Die Spitzenstädter empfangen um 19 Uhr den HC Elbflorenz II in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Die Landeshauptstädter kommen als Tabellensiebter in die Spitzenstadt. Trainer Gonzalo Tajuelo hat eine junge und spielstarke Mannschaft geformt, die auf eine offensive Abwehr und hohes Tempo setzt. Mit dem routinierten Kreisläufer Henning Quade, den beiden Außen Robin Hoffmann und Jannik Dutschke sowie Spielmacher Maurice Niestroj stehen einige Spieler in den Reihen der Dresdner, die bereits Zweitliga-Erfahrung gesammelt haben. Ob am Samstag weitere Akteure aus dem Überhang der Bundesligamannschaft der Elbestädter zum Einsatz kommen, bleibt abzuwarten, denn die erste Mannschaft spielt erst am Sonntag zu Hause gegen Dessau. Neben Niestroj (40 Saisontore) wies bislang auch Henrique Bilhastre (38) seine Torgefährlichkeit nach.
Für die Plauener geht es am Samstag darum, gegen einen gefährlichen Kontrahenten beide Punkte einzufahren. Dabei gilt es die Favoritenrolle gegen unbekümmerte Landeshauptstädter anzunehmen. „Gegen die offensive Abwehr und das starke Konterspiel der Gäste brauchen wir viel Bewegung im Angriff und konsequente Abschlüsse“, gibt SV-Coach Ladislav Brykner seiner Mannschaft mit auf den Weg. „Produzieren wir im Angriff Fehler, wird Dresden das konsequent bestrafen“, warnt Brykner eindringlich vor dem schnellen Umkehrspiel der Bundesliga-Reserve. In der Abwehr wiesen die Spitzenstädter zuletzt Steigerungsraten nach und kassierten sowohl gegen Freiberg (21) als auch gegen Aschersleben (20) nur wenige Gegentore. „Daran wollen wir gegen die beweglichen Dresdner anknüpfen“, erklärt Co-Trainer David Woitke. Mit den sicherlich wieder stimmgewaltigen Plauener Anhängern im Rücken wollen die Schwarz-Gelben den nächsten Heimsieg perfekt machen. Personell können die 04er weiterhin nahezu aus dem Vollen schöpfen, bis auf Rückraumspieler Viktor Beketov (Mittelhandbruch) ist bei den Spitzenstädtern alles an Deck.
–RM—

1. Männer | Wieder an der Tabellenspitze

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa wieder an der Tabellenspitze
HC Aschersleben – SV 04 Oberlosa 20:29
Der Handball-Oberligist SV 04 Oberlosa hat sein Auswärtsspiel beim HC Aschersleben deutlich mit 29:20 gewonnen und den Anhaltinern damit die erste Heimniederlage beigebracht. Da zeitgleich der bisherige Tabellenführer Concordia Delitzsch in Pirna unterlag, kletterten die Spitzenstädter Dank des besseren Torverhältnisses wieder an die Tabellenspitze.
Danach sah es im Ascherslebener Ballhaus nach zehn Minuten allerdings überhaupt nicht aus. Zwar gingen die Plauener durch Louis Hertel 1:0 in Führung, scheiterten dann jedoch trotz bester Gelegenheiten am 2,17m Riese Sven Mevissen im Tor der Eine-Städter. Aschersleben zog auf 5:1 davon und SV-Trainer Ladislav Brykner nahm früh seine erste Auszeit. Diese Maßnahme zeigte Wirkung. Die 04er kamen nun besser in die Partie und waren beim 6:5 aus Sicht der Hausherren wieder in Schlagdistanz. Nun griff auch HC-Trainer Martin Wartmann zur grünen Karte und auch seine Schützlinge hatten offenbar gut zugehört. Die Gastgeber enteilten wieder auf 10:6, auch weil ihr Bester, Andrej Filippov, bis dahin bereits sechs Mal getroffen hatte. In den folgenden sieben Minuten bis zum Pausentee rührten die Vogtländer in der Defensive Beton an, zudem bot Keeper Henric Ebert erneut eine starke Leistung. Treffer von Ivan Kucharik, Nico Schneider, Jakub Kolomaznik und Franz Schauer ließen bis zum Pausenpfiff der beiden Unparteiischen ein 10:10 von der Anzeigetafel leuchten.
So viel gab es in der Pause nicht zu bemängeln. Wir standen sehr gut in der Defensive und hatten uns zahlreiche gute Möglichkeiten heraus gespielt. Lediglich unsere Chancenverwertung war mangelhaft und bedurfte dringend einer Verbesserung“, berichtete Co-Trainer David Woitke von der Kabinenansprache.
Nach dem Wiederanpfiff sorgten Kucharik, Schneider und Sebastian Naumann für die 13:10-Führung der Plauener. Oberlosa kontrollierte nun die Partie und ließ sich auch von der dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen Roten Karte gegen Abwehrchef Libor Hanisch nicht aus dem Konzept bringen. Der Vorsprung der Schwarz-Gelben pegelte sich bei drei bis fünf Toren ein, auch weil die Abwehr weiterhin einen vorzüglichen Job machte. „In der Defensive war es vielleicht unser bislang bestes Saisonspiel. Das wächst dort zusehends besser zusammen. 21 Gegentore in der Vorwoche und 20 Gegentore heute können sich sehen lassen. Wir haben Aschersleben häufig zu Würfen aus schwierigen Positionen gezwungen und hatten mit Henric Ebert einen starken Torhüter“, analysierte SV-Trainer Brykner sichtlich zufrieden nach der Partie. Über die Stationen 17:13, 20:15 und 23:18 hatten die Spitzenstädter das Geschehen im Griff. Etwa fünf Minuten vor Ultimo kämpften sich die nie aufgebenden Hausherren noch einmal auf 20:23 heran, doch Miroslav Nedoma (3), Kucharik, Schneider und Kevin Roch banden den Sack dann endgültig zu. „Ich bin heute mit der Leistung meiner Mannschaft mit Ausnahme der ersten zehn Minuten zufrieden. Jetzt kommt ein spielfreies Wochenende, an dem wir einige Blessuren auskurieren und die Akku`s wieder aufladen können. Dann folgt ein ganz schweres Heimspiel gegen Elbflorenz II“, blickte Brykner am Abend schon wieder voraus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Roch (3 Tore), Roth, Pfeiffer, Schauer (1), Schneider (6), Duschek, Hertel (1), Hanisch (2), Kolomaznik (2), Nedoma (4), Kucharik (8/ davon 5 Siebenmeter), Naumann (2)
–RM–

 

1. Frauen | Heimsieg und Platz 2

Klarer Heimsieg Dank neuem Fokus

Samstag – 21. Oktober – 12.00 Uhr. Erneut zur ungewohnten Mittagszeit empfingen wir die Frauen vom TuS-Leipzig-Mockau II. Einen für uns noch unbekannten Gegner, da die Frauen in die Verbandsliga Staffel West aufgestiegen sind. Begegnungen wie diese sind nie zu unterschätzen.
Vor heimischer Kulisse hatten wir auf der Platte einiges gut zumachen, nach der bitteren Niederlage gegen die Damen der HSG Langenhessen/Crimmitschau in der vergangenen Woche. Mit neuem Fokus und Motivation sollten die 2 Punkte in Plauen bleiben.
Beide Mannschaften fanden in den ersten 5 Minuten nicht ins Spiel. Das erste Tor fiel auf Oberlosaer Seite und so kamen wir endlich besser in die Partie. Bis zur 15 Minute setzten wir uns mit einer 8:3 Führung ab. Diese bauten wir bis zur Halbzeit weiter aus – 18:8.
Dank einer überragenden Leistung im Tor – auf Oberlosaer Seite, lief auch der Start in die die 2. Hälfte des Spiels reibungslos. Wir konnten unsere Führung weiterhin konstant halten. Dank unserer starken Abwehrarbeit und der Ausbesserung einiger Fehler aus der Vorwoche konnten wir das Spiel mit einem deutlichem 37:23 für uns entscheiden. Somit stehen wir aktuell auf Tabellenplatz 2.
Wir bedanken uns bei allen Fans für die großartige und lautstarke Unterstützung!
Am 04.11.23, 16 Uhr möchten wir gemeinsam mit euch unseren nächsten Heimsieg feiern! Also: ALLE IN DIE HALLE!
Tietze, Hertel – Mattes (9), Seebauer, Hertel, Brückner (2), Weidhaas (1), Kalkreuter (2), Rieger (1), Findeisen, Nürnberger (2), Weiß (5), Hennig (12; 4/5), Kolomaznikova (3)

 

S.W.

1. Männer | Sieg vor über 600 Fans

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa siegt vor über 600 Fans
SV 04 Oberlosa – HSG Freiberg 36:21
Handball-Oberligist SV 04 Oberlosa ist nach zuletzt zwei sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Plauener gewannen den Klassiker gegen die HSG Freiberg vor 606 Zuschauern deutlich mit 36:21. Mit nunmehr 13:3 Punkten behaupten die 04er den zweiten Tabellenplatz hinter dem Spitzenreiter Concordia Delitzsch (15:1). 
Überraschungen gab es am Samstagabend bereits beim Einlaufen beider Teams. Bei Oberlosa fehlten die angeschlagenen Ivan Kucharik und Tim Stäglich, Freiberg war ohne Veverka, Simunek und Kovarik in die Spitzenstadt gereist.
Von Beginn an drückten die physisch deutlich überlegenen Spitzenstädter der Partie ihren Stempel auf. Immer wieder zwangen die 04er die Bergstädter zu Fehlern und kamen so ins Tempospiel. So leuchtete beim 7:2 früh eine deutliche Führung von der Anzeigetafel. Nach etwa einem Drittel der Spielzeit lag Oberlosa mit 12:4 vorn, hatte sich jedoch zu diesem frühen Zeitpunkt auch schon den Luxus geleistet, fünf hochkarätige Chancen liegen zu lassen. So parierte HSG-Keeper Uhlemann mehrfach stark.  Bis zum Pausenpfiff der beiden Unparteiischen legten die Schwarz-Gelben noch eine Schippe drauf und gingen mit einer klaren 17:7-Führung in die Kabinen.
Oberlosa gehört nicht zu den Mannschaften, die wir schlagen können. Wir haben heute vielen jungen Spielern Einsatzzeit gegeben, dass sie spüren, wie weit entfernt wir von der Oberliga-Spitze sind. Oberlosa war uns in allen Belangen überlegen. Jetzt kommen für uns die Duelle gegen Hermsdorf und Wittenberg, die wir unbedingt gewinnen müssen, um am Ende in der Liga zu bleiben“, erklärte HSG-Coach Fritz Zenk nach dem Spiel in der Pressekonferenz.
Bei den Hausherren schlich sich in der zweiten Hälfte angesichts der deutlichen Führung etwas der Schlendrian ein. Auch SV-Keeper Henric Ebert konnte nicht ganz an seine Glanzleistung aus der ersten Hälfte anknüpfen. Dennoch marschierten die Spitzenstädter sehr zur Freude ihrer Anhänger mit klarem Vorsprung vorneweg. Etwa Mitte der zweiten Halbzeit blieb dann Plauen`s Viktor Beketov nach einem Wurfversuch mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen.
Nach eingehender Untersuchung noch am Abend, erwies sich die Verletzung als Mittelhandbruch, so dass der Rückraumspieler seinem Team einige Wochen fehlen wird.
Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls gaben seine Teamkollegen weiter Gas und bauten den Abstand immer weiter aus. Am Ende hatten sich alle Plauener Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen und die Spitzenstädter feierten mit den schwarz-gelben Anhängern einen deutlichen 36:21-Erfolg.
SV-Coach Ladislav Brykner war die Erleichterung in der Pressekonferenz anzumerken. „Zuallererst möchte ich mich beim überragenden Publikum bedanken. Dass heute über 600 Zuschauer kommen, ist alles andere als selbstverständlich. Sportlich haben wir die Partie gegen eine junge Freiberger Mannschaft klar bestimmt. Ich denke das Ergebnis geht in Ordnung, nächste Woche erwartet uns beim HC Aschersleben eine deutlich schwierigere Aufgabe“, blickte Brykner bereits wieder voraus.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Roch (7 Tore davon 4 Siebenmeter), Beketov (1), Roth (2), Pfeiffer (1), Schauer (5), Schneider (4), Duschek (1), Hertel (4), Hanisch (6/1), Kolomaznik (1), Nedoma (2), Naumann (2)

 

–RM–

1. Männer | Erste Niederlage

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa kassiert erste Niederlage
SG Pirna/Heidenau – SV 04 Oberlosa 27:20
Am 7. Spieltag der Handball-Oberliga hat der SV 04 Oberlosa seine erste Niederlage kassiert. Die Plauener unterlagen bei der SG Pirna/Heidenau klar mit 20:27 und mussten sich somit nach saisonübergreifend 23 Spielen ohne Niederlage das erste Mal wieder geschlagen geben.
Dabei kamen die Spitzenstädter gut in die Partie und führten nach sechs Minuten mit 3:2. Auch nach einer knappen Viertelstunde hatte Oberlosa durch ein Tor des treffsicheren Miroslav Nedoma mit 6:5 die Nase vorn. Eine über sechsminütige Torflaute der 04er rief die Gastgeber auf den Plan, die ihrerseits mit 9:6 in Führung gingen. Auch eine Auszeit von SV-Coach Ladislav Brykner brachte keine Besserung. Zwar verkürzte Ivan Kucharik zum 7:9, doch mit einem weiteren Dreierpack stellte Pirna den Zwischenstand auf 12:7. Mit einem ernüchternden 8:14 aus Sicht der Plauener ging es in die Halbzeitpause. „Die erste Hälfte war desaströs. Abwehr- und Torhüterleistung waren dabei absolut in Ordnung, im Angriff hingegen spielten wir kopflos“, analysierte Brykner nach der Partie.
Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Pirna zunächst zum 15:8, dann endlich ging ein Ruck durch die Oberlosaer Mannschaft. Den Schwarz-Gelben gelangen vier Tore in Folge und ließen den Rückstand auf 12:15 schrumpfen. Etwa fünfzehn Minuten vor Ultimo waren die Vogtländer beim 15:17 wieder im Spiel. Dann jedoch profitierten die Hausherren erneut von viel zu vielen Fehlern der 04er und bauten den Abstand sukzessive wieder auf 22:17 aus. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Franz Schauer wegen Foul und Meckerns beim Stand von 23:18 entschied die Partie dann endgültig. „Wir hatten heute absolut keine Konstanz im Spiel. Auf eine schlechte Phase folgt eine gute, dann wieder eine schlechte. So kannst Du hier nicht gewinnen“, zeigte sich Co-Trainer David Woitke nach dem Abpfiff enttäuscht. Pirna nutzte die Schwächen der Spitzenstädter mit aller Konsequenz und gewann am Ende verdient mit 27:20. „Ich denke, nun hat endgültig jeder begriffen, dass wir jede Woche bei 100 Prozent sein müssen, um erfolgreich zu sein. Jetzt heißt es Mund abputzen, Dinge besser machen und am Besten eine neue Serie starten“, blickte Trainer Ladislav Brykner bereits auf das Heimspiel am kommenden Samstag gegen die HSG Freiberg.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Roch (1 Tor), Beketov, Roth, Pfeiffer, Schauer (1), Schneider (1), Duschek, Hertel (1), Hanisch (3), Kolomaznik, Nedoma (5), Kucharik (8/ davon 5 Siebenmeter), Naumann
–RM–

1. Männer | Erste Schramme für Oberlosa

Erste Schramme für Oberlosa
Der SV 04 spielt gegen Staßfurt nur 32:32-Unentschieden
Nur 32:32-Unentschieden! Die erste Schramme gab’s für den SV 04 Oberlosa auf dem Weg in die 3. Liga. Gegen Rot-Weiß Staßfurt vertändelte der sonst so heimstarke Aufstiegstopfavorit auf den letzten Metern eine Drei-Tore-Führung. Schuld hatten irgendwie alle. Vom Coaching bis zum letzten Ballverlust hat es nach Ansicht der kritischen Geister im Verein nicht gepasst. Die Analyse dieser Begegnung wird seine Zeit brauchen. Denn da waren einige Funktionäre und Spieler ziemlich angefressen.
„Solche Aussetzer dürfen wir uns einfach nicht erlauben. Zugleich möchte ich dem Gästetrainer ehrlichen Herzens gratulieren zu seiner Leistung“, meldete sich der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Bernd Märtner zu Wort. Was der Oberlosaer Vorsitzende kritisierte? „Wir treten mit 16 Leuten an und setzen diese dann nicht alle in Szene. Der Gegner hat seinen besten Spielern immer wieder Auszeiten gegönnt. Deshalb ging das Staßfurter Konzept perfekt auf. Ich finde, wir waren in diesem Tempospiel hinten raus viel zu steif und kaputt“, ärgerte sich Bernd Märtner.
Zur sachlichen Darstellung dieses aus Plauener Sicht bitteren Punktverlustes muss man jedoch auch sagen, dass kein Trainer der Welt einen Alleinunterhalter wie Ivan Kucharik von der Platte nimmt, wenn der in 40 Minuten zwölf Tore macht. Diese Treffer waren für Oberlosa das Lebenselixier. Denn der Tabellenführer rannte in Halbzeit eins ständig einem Rückstand nach (2:6, 8:12, 9:13). Erst der Torwartwechsel brachte die Wende. Patryk Foluszny ging raus, der formstarke Henric Ebert machte es danach besser. So hieß es zur Pause nur noch 16:18 aus Gastgebersicht.
Nach dem Seitenwechsel dann die stärkste Plauener Phase. Kevin Roch arbeitete in Offensivdeckung schwer, Ivan Kucharik wendete mit seinen Energieleistungen das Blatt und Miroslav Nedoma trat ebenso positiv in Erscheinung. Mit seinem zwölften Treffer zum 24:21 endete jedoch die One-Men-Show von Ivan Kucharik in Spielminute 40. Die drei Tore-Führung verteidigten die Hausherren bis zur 50. Minute.
Im offenen Schlagabtausch leisteten sich die Plauener Louis Hertel (2) und Florian Pfeiffer dann drei Fehler, die zum Ausgleich führten. Kevin Roch monierte: „Das lag aber nicht nur an den Beiden, sondern daran, dass unsere Abwehr auch im sechsten Spiel noch immer nicht richtig funktioniert. Keine Spitzenmannschaft bekommt so viele Gegentore. Da müssen wir einfach besser werden.“
Das findet auch Cheftrainer Ladislav Brykner, der direkt nach Spielschluss klarstellte: „Ich bin heute mit einigen Dingen nicht einverstanden. Aber das klären wir intern.“ Ebenso angefressen wirkte Ivan Kucharik: „Das ist schrecklich, dass wir am Ende noch einen Punkt abgegeben haben. Aber wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren und uns streiten. Die Saison ist noch lang.“
So eine Aufstiegssaison ist nämlich ein Prozess. Und zwar für den ganzen Verein. Und Ladislav Brykner ergänzt: „Es hat keiner gesagt, dass wir die Saison ohne Minuspunkt beenden.“ Gleichzeitig ist die Mitteldeutsche Oberliga jederzeit in der Lage, die vermeintliche Oberlosaer Übermacht zu Fall zu bringen. So wie am Samstagabend.
Die Plauener hatten in der 56. Minute den 31:31-Ausgleich kassiert. Der starke Nico Schneider traf für Oberlosa zum 32:31 (59.). Doch dann schockte der Staßfurter Linksaußen die 534 Zuschauer. Steffen Cieszynski sorgte mit einem Sensationstreffer von der Grundlinie, von wo er seinen Teleskoparm ausfuhr und quasi um die Ecke traf, für den Endstand: 32:32. 20 Gästefans jubelten ausgelassen.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich, Roch (6 Tore), Beketov, Roth, Pfeiffer (2), Schauer, Schneider (5), Duschek, Hertel (1), Hanisch, Kolomaznik (1), Nedoma (5), Kucharik (12/5), Naumann
Zuschauer: 534 (kare)

1. Männer | Oberlosa feiert fünften Sieg

Oberlosa feiert fünften Sieg
HSV Bad Blankenburg – SV 04 Oberlosa 29:34
Der SV 04 Oberlosa bleibt weiterhin verlustpunktfreier Spitzenreiter der Handball – Oberliga. Die Plauener gewannen am Sonntag beim Mitfavoriten HSV Bad Blankenburg mit 34:29 und feierten damit den fünften Sieg im fünften Spiel. Nun rüsten sich die Plauener für das Top-Spiel am kommenden Samstag in eigener Halle gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen HV-Rot-Weiß Staßfurt.
Von Beginn an entwickelte sich in der Saalfelder Sporthalle eine temposcharfe und ausgeglichene Begegnung. Die Thüringer um den ehemaligen SV-Coach Petr Hazl zeigten sich hochmotiviert und gut auf die 04er eingestellt. So konnten die Kurstädter zunächst auf 5:3 vorlegen. In der Folge glichen die Spitzenstädter durch Kevin Roch zum 6:6 aus. Zwei weitere Führungstreffer der Hausherren beantworteten Ivan Kucharik und Jakub Kolomaznik jeweils mit dem erneuten Ausgleich. Zwei kurz aufeinander folgende Zeitstrafen gegen Franz Schauer nutzten die Thüringer um erneut zum 11:9 vorzulegen. Angetrieben von den mehr als 40 mitgereisten und lautstarken Plauener Fans glichen die Spitzenstädter durch den starken Libor Hanisch erneut zum 12:12 aus. Treffer von Nico Schneider und Miroslav Nedoma zum 15:13 sorgten dann für die erste zwei Tore Führung der Schwarz-Gelben. Ein sich steigernder Patryk Foluszny im Oberlosaer Tor ließ den Spitzenreiter immer besser ins Tempospiel kommen. Bis zur Pause bauten die Schwarz-Gelben den Abstand auf 19:14 aus.
Nach dem Seitenwechsel konnten die 04er den Abstand durch einen Doppelpack von Hanisch zunächst auf 21:15 ausdehnen. Dann jedoch leisteten sich die Spitzenstädter den Luxus, gleich fünf sogenannte hundertprozentige liegen zu lassen. Die routinierten Kurstädter nahmen das Geschenk dankbar an und trafen vier Mal in Folge zum 19:21. Den möglichen Anschlusstreffer verhinderte SV-Keeper Patryk Foluszny mit einer Glanztat gegen den völlig freien HSV-Kreisläufer Bogatzki. „So viele Hochkaräter darfst Du gegen keine Oberliga-Mannschaft liegen lassen. Da müssen wir den Torerfolg mit aller Konsequenz erzwingen um unseren eigentlich komfortablen Vorsprung zu behaupten“, zeigte sich SV-Coach Ladislav Brykner mit dieser Phase der Partie überhaupt nicht einverstanden. Dann endlich strafften sich die Vogtländer wieder und sorgten durch einen Dreierpack von Nico Schneider zum 24:19 für klare Verhältnisse. Nach dem 26:20 durch Linus Roth nach etwa dreiviertel der Spielzeit ließen die Plauener den Kontrahenten nicht mehr am Punktgewinn schnuppern. Clever hielt der Tabellenführer den Abstand konstant, ließ sich von einer guten Bad Blankenburger Mannschaft die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feierte mit den Anhängern ausgelassen einen 34:29-Auswärtserfolg.
Ich denke, wir haben verdient gewonnen, auch wenn wir uns zwischendurch selbst in die Bredouille gebracht haben. Kommende Woche erwartet uns im Heimspiel gegen Staßfurt die nächste anspruchsvolle Herausforderung“ erklärte Trainer Brykner nach der Partie.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Roch (8 Tore / davon 1 Siebenmeter), Roth (1), Pfeiffer, Schauer (2), Schneider (7), Duschek, Hertel, Hanisch (4), Kolomaznik (3), Nedoma (3), Kucharik (5/2), Naumann (1)
–RM–

1.Männer | Oberlosa behält weiße Weste

Handball – Oberliga / Männer
Oberlosa behält weiße Weste
HG 85 Köthen – SV 04 Oberlosa 31:40
Der SV 04 Oberlosa bleibt in der Mitteldeutschen Oberliga weiterhin verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Die Plauener gewannen die Top-Begegnung des 4.Spieltages dank eines taktischen Kniffs bei der HG 85 Köthen mit 40:31.
Die Partie in der Köthener Heinz-Fricke-Halle begann auf beiden Seiten mit viel Tempo. Sowohl die Hausherren als auch die Gäste aus der Spitzenstadt hatten das Visier hoch geklappt und lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Zunächst legte Köthen beim 3:2 vor, dann führte Oberlosa mit 5:4 und nach etwa zehn Minuten leuchtete ein 7:7 von der Anzeigetafel. „Unsere Leistung in der Offensive war bereits in der ersten Hälfte sehr gut. In der Abwehr hingegen kamen wir nicht richtig in die Zweikämpfe, das war zu wenig“, monierte SV-Coach Ladislav Brykner nach der Partie. Köthen nutzte seine Möglichkeiten im Angriffsspiel äußerst konsequent und zog mit 10:8 in Front. Abschütteln ließen sich die Schwarz-Gelben jedoch nicht, Louis Hertel traf mit dem 11:11 zum erneuten Ausgleich. Es folgte die beste Phase der Bachstädter, die durch ihren wurfgewaltigen Rückraum zum 15:12 vorlegten. Bis zur Pause konnten die Gastgeber die Führung behaupten, mit einem 20:18 aus Sicht der HG 85 ging es in die Kabinen.
Dort griffen Brykner und sein Co-Trainer David Woitke in die taktische Trickkiste und stellten die Abwehr auf eine 5:1-Variante um. Schnell glichen die Spitzenstädter zum 22:22 aus und gingen wenig später durch einen Doppelpack von Franz Schauer mit 24:22 in Führung. Köthen warf alles in die Waagschale um am Spitzenreiter dran zu bleiben, doch Nico Schneider ließ die mitgereisten Plauener Anhänger mit dem Treffer zum 28:25 nach 43 Minuten über die erste drei Tore Führung jubeln. Beim 28:29 gelang den Bachstädtern noch einmal der Anschluss, dann jedoch sorgten die Plauener mit einem Dreierpack zum 32:28 für klare Fronten. Beim 35:30 durch den überzeugenden Ivan Kucharik eilten die 04er dann dem angepeilten Auswärtssieg zielstrebig entgegen. Großen Anteil daran hatte Flügelflitzer Miroslav Nedoma. Der im Sommer aus Schwerin nach Plauen gewechselte Tscheche lieferte sein bisher bestes Spiel im SV-Trikot und wurde zum „Player of the Match“ gekürt. „Das Zusammenspiel wird von Woche zu Woche besser. Davon habe ich heute profitieren können“, strahlte Nedoma nach dem Schlusspfiff. Oberlosa baute den Abstand immer weiter aus und der erneut stark aufspielende Kevin Roch traf sehr zur Freude seiner Teamkollegen zwei Sekunden vor Ultimo zum 40:31-Endstand. „Nach der Umstellung in der Abwehr haben wir in der zweiten Hälfte nur noch elf Gegentore kassiert. Neben unserem konsequenten Tempospiel war das sicherlich der Schlüssel zum Erfolg“, analysierte Co-Trainer David Woitke. „Auch wenn es am Ende eine klare Sache war, haben wir genügend Dinge gesehen, an denen wir bis zum nächsten Top-Spiel am kommenden Sonntag in Bad Blankenburg arbeiten müssen“, hatte Coach Brykner nach dem Abpfiff sicherlich noch die erste Halbzeit im Kopf.
Oberlosa: Foluszny, Ebert; Stäglich, Roch (7 Tore), Beketov, Roth, Pfeiffer (1), Schauer (4), Schneider (4), Duschek, Hertel (4), Hanisch (2), Kolomaznik, Nedoma (9), Kucharik (9/ davon 3 Siebenmeter), Naumann
–RM–
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