Handball
(12.03.2022) Plauen-Oberlosa nimmt Hannover auseinander!
Handball / 3. Bundesliga
Jetzt geht‘s am 26. März mit breiter Brust in die Abstiegsrunde
Nach einem historischen Sieg geht der SV 04 Oberlosa euphorisiert in die Abstiegsrunde, die am 26. März mit einem Heimspiel beginnt. Die Plauener Handballer hatten am Samstagabend Hannover-Burgwedel mit 31:21 (12:8) auf den letzten Tabellenplatz der 3. Bundesliga (Staffel C) verwiesen.
(Fotos SV 04 / Maik Helten)
Hannover gratuliert den Plauenern
Das Gästefazit liest sich im Nachgang gleich wie der Spielbericht. Cheftrainer Carsten Schröter: „Ich kann euch hier im Namen meines Vereins Handball Hannover-Burgwedel nur gratulieren zu dieser Leistung im zweiten Durchgang und der tollen Atmosphäre. Wir hätten hier gerne gewonnen, haben aber nie ein richtiges Mittel gefunden und lagen pausenlos in Rückstand. Und dann hat uns Oberlosa völlig auseinander genommen“, atmete der Gäste-Coach tief durch. Dazu muss man festhalten, dass Oberlosa in dieses letzte Hauptrundenspiel hochmotiviert startete, aber im ersten Durchgang zunächst hauptsächlich in der Abwehr glänzte. Wichtig waren das Tor von Ivan Kucharik, der für Oberlosa trotz doppelter Unterzahl zum 7:4 einnetzte. Dann schickte SV-Torwart Benas Vaicekauskas Philip Trommer-Ernst mit einem Traumpass auf die Reise und Dziugas Jusys vollendete zum umjubelten 11:6 (24. Minute). 12:8 führten die Plauener zur Pause.
Oberlosa spielte sich in einen Rausch
Hatte man in der ersten Halbzeit noch erkennen können, dass da der Letzte gegen den Vorletzten auf der Platte steht, so spielte sich Oberlosa nach dem Seitenwechsel in einen sehenswerten Rausch, der sogar einige technische Kabinettstückchen zu bieten hatte. Hannover versuchte das muntere Scheibenschießen irgendwie zu unterbinden und ging zwischenzeitlich aus Verzweiflung sogar zur offenen Manndeckung über. „Es hat einfach nichts richtig geholfen“, gestand der machtlose Hannover-Coach Carsten Schröter. Oberlosas Sebastian Naumann leitete in Spielminute 40 mit dem 21:11 die Vorentscheidung ein. Sogar SV-Schlussmann Benas Vaicekauskas traf zum 25:15 (49.) ins leere HHB-Gehäuse. Und dann versetzten Wieselflink Linus Roth (54., 29:17) sowie Moritz Rahn (59., 30:19) per Kempatrick das Publikum vollständig in Ekstase!
Oberlosa holte zuletzt 10:16 Punkte!
„Mit uns muss man rechnen!“, ballte Rechtsaußen Sebastian Naumann die Fäuste. Cheftrainer Petr Hazl analysierte den Saisonverlauf: „Wir haben als Aufsteiger zuerst neun Spiele in Folge verloren. Danach haben wir trotz enormer Personalsorgen in dieser bärenstarken Liga mitgehalten.“ In Zahlen liest sich der Sachverhalt so: Nach 0:18 Punkten hat der SV 04 zuletzt in elf Spielen 10:16 Punkte erzielt.
Und wie geht‘s jetzt weiter?
„Klar ist, dass gar nichts klar ist!“ Mit diesen Worten beginnt Ligaexperte Rico Michel seine sonntäglichen Ausführungen. Der Pressesprecher hat sich stundenlang mit der möglichen Zusammensetzung der Abstiegsrunde befasst. Der aktuelle Stand: „Der SV 04 Oberlosa startet am 26. März in die Endrunde um den Klassenerhalt. Wer dort die Kontrahenten sein werden, ist indes noch ungewiss“, informiert Rico Michel die Handballfans. Die Fakten: Oberlosa startet in der Gruppe III, in der insgesamt fünf Teams um die beiden ersten Plätze kämpfen. Neben dem SV 04 ist auch der HSV Hannover in diese Gruppe eingegliedert. Da die Spitzenstädter in der Hauptrunde beide Duelle mit den Niedersachsen knapp verloren haben (22:24 und 24:25) nimmt Hannover 4:0 Punkte mit in die „Abstiegsrunde“, die Plauener starten mit 0:4 Zählern.
Wie heißen die drei anderen Gegner?
Weiterhin dabei ist der Achtplatzierte aus der Hauptrundengruppe A. Das ist aktuell die HSG Ostsee, die in Grömitz an der Lübecker Bucht beheimatet ist. Allerdings hat die HSG am Mittwoch noch ein Nachholspiel gegen Stralsund zu bestreiten. Gewinnen die Männer der HSG Ostsee diese Partie, klettern sie auf Platz 7. Dann würde die HG Hamburg-Barmbek Kontrahent des SV 04 Oberlosa sein. Da aus dieser Staffel nur ein Team in die Gruppe III der Abstiegsrunde kommt, erfolgt deren Start mit 0:0 Punkten. Auch die Kontrahenten aus der Hauptrunde Staffel B stehen noch nicht endgültig fest. Von dort kommen Platz neun und zehn in die Gruppe III. Aktuell wären das LIT 1912 aus dem ostwestfälischen Minden und der ATSV Habenhausen aus Bremen. Jedoch hat der ATSV noch zwei Nachholer zu absolvieren und könnte somit noch an der TSG Bielefeld vorbei ziehen, welche dann Kontrahent der Spitzenstädter wäre.
Am 18. März gibt es viele Entscheidungen
Rico Michel stellt dazu weiter fest: „Es bleibt also spannend und endgültige Klarheit gibt es erst zur Videokonferenz mit dem DHB am kommenden Freitag, dem 18. März.“ Fest stehen hingegen bereits die Heimspieltermine der Schwarz-Gelben am 26. März, am 9. April und am 7. Mai. Vereinsinformation: Der SV 04 Oberlosa wird am kommenden Freitag, 18. März, um 19.30 Uhr seine Jahreshauptversammlung durchführen und einen neuen Vorstand wählen. Die Anwesenden werden dann auch über den Ausgang der DHB-Videokonferenz informiert, sofern dann ein Ergebnis feststeht. „Es werden 40 Teams teilnehmen. Für Oberlosa sitzen Lutz Petzoldt und Steffen Hertel am Bildschirm. Sie halten uns in der Kurt-Helbig-Sporthalle auf dem Laufenden, sobald es etwas Spruchreifes zu berichten gibt.“, informiert Rico Michael abschließend.
Information zum Hallenneubau
Wie Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner vor dem Spiel öffentlich verkündete, steht dem 1. Spatenstich im April 2022 nichts mehr im Weg. Die neue Arena am Lessinggymnasium wird 2.000 Zuschauern Platz bieten. „Es sind vier Tribünen rings um das Spielfeld geplant. Wir wollen in zwei Jahren fertig sein. Betreiber der neuen Arena wird der SV 04 Oberlosa sein“, ließ der OB die 435 Zuschauer in der Kurt-Helbig-Sporthalle wissen.
Statistik
SV 04 Plauen-Oberlosa: Vaicekauskas (1 Tor), Flämig, Raupach – Jusys (7); Wetzel, Roth (3), Skalda (1), Trommer-Ernst (1), Duschek (2), Hertel (4), Kolomaznik, Rahn (2), Kucharik (4/davon 1 Siebenmeter), Naumann (6/3).
Zuschauer: 435
(kare)
435 Zuschauer feierten den SV 04 Oberlosa nach dem 31:21-Sieg. Die
Plauener hatten das Team von Handball Hannover-Burgwedel auseinander
genommen und auf den letzten Tabellenplatz verwiesen.
Foto: Karsten
Repert
(06.03.22) II. Männer erfolgreich gestartet
Sachsenliga Männer
SV04 Plauen Oberlosa II – HSG Rottluff/Lok Chemnitz 30:20
Zweite Männer feiern furiosen Re-Start
Auch in dieser Saison kamen wir nicht um die Coronazwangspause herum. Natürlich gab es auch im Training ab Ende Januar durch Corona immer wieder Ausfälle. Also wussten wir nicht, wie wir stehen. Mit Chemnitz kam allerdings ein altbekannter Gegner nach Plauen, gegen den wir in den letzten Jahren regelmäßig Punkte holten. Das sollte auch nochmal zusätzlich Motivation geben. Mit dieser Einstellung, endlich die ersten Punkte der Saison zu holen, ging auch das Spiel. Mit aggressiver Abwehrarbeit hielten wir die Gäste von unserem Tor fern und vorn klingelte es gleich 3 mal im gegnerischen Kasten. Diese 3:0 Führung gab uns die nötige Sicherheit für den weiteren Spielverlauf. Wir konnten die Führung bis zum 12:5 ausbauen, mussten dann aber den Ausfall von Carsten Märtner verkraften, der bis dahin ein sehr starkes Spiel machte. Mit einer immernoch deutlichen 13:8 Führung ging es in die Kabinen. In der Halbzeit wurde ein klares Ziel rausgegeben: „behaltet die Einstellung und den Kampf auch in Halbzeit 2 so bei“. Das sollte uns in diesem Spiel auch gelingen. Ohne erkenntliche Schwächephase konnten wir bis zur 41.Spielminute auf 20:13 davonziehen. Durch das schnelle Spiel konnten sich vorallem unsere Außen über viele erfolgreiche Torabschlüsse freuen. Insgesamt 16 Tore steuerten sie bei. Die zahlreich erschienenen Zuschauer trieben die Jungs zusätzlich nach vorn, vielen Dank an dieser Stelle auch für diese Unterstützung. Die letzten Minuten spielten wir konzentriert weiter und so gelang uns in der letzten Spielminute noch der 30. Treffer zur umjubelten Kiste. Der Endstand von 30:20 gegen einen Mitkonkurrenten um den Abstieg, sowie die Einstellung der Jungs lies sich sehr schön anschauen.
2 erfreuliche Personalnews gab es auch noch. Jan Skalda, aus unserer Ersten, gab nach 3 wöchiger Krankheitspause sein Comeback und konnte paar Minuten mitspielen. Und unser 2. A-Jugendspieler David Bochmann konnte sich über einen erfolgreichen Einstand bei den Männern freuen und bewies das er heiß ist auf die nächsten Aufgaben.
Nächsten Samstag gehts nach Dresden und dann bitte schon gut vormerken, spielen wir am 20.03.22 zur gewohnten 14Uhr Zeit in der Helbighalle gegen Zwönitz.
es spielten: Petzold (Tor), Leppert(Tor), Märtner(4), L. Thiele(2), Wokan(4), Slopianka(1), Bochmann, Wunderlich, Englert(3), Oertel(5), Skalda(1), Koffent(3), Schneider(3),Stäglich(6/2)
(SF)
(05.03.2022) Oberlosa erkämpft Remis
Handball 3. Bundesliga / Männer
Northeimer HC – SV 04 Oberlosa 24:24
Dank einer starken kämpferischen Leistung sicherte sich Handball-Drittligist SV 04 Oberlosa am Samstagabend ein 24:24-Unentschieden beim Northeimer HC. Dabei trennten sich beide Teams mit dem exakt gleichen Resultat wie im Hinspiel.
Die Partie in der Stadionsporthalle in Einbeck begann äußerst torarm. Grund dessen waren kompakte Abwehrreihen hüben wie drüben und zwei sehr gut aufgelegte Torhüter. Nach dem 2:1 für Northeim dauerte es acht Minuten bis zum nächsten Treffer der Hausherren und gar zehn Minuten ehe Oberlosa wieder einnetzen konnte. Beim 4:4 durch Paul Richter waren so bereits 14 Minuten gespielt. Zwar spielten sich beide Teams genügend gute Möglichkeiten heraus, jedoch erwiesen sich die beiden Keeper Glenn-Louis Eggert bei den Hausherren und Benas Vaicekauskas auf Seiten der Spitzenstädter als Meister ihres Fachs. Zu oft visierten die 04er jedoch auch das Gehäuse der Gastgeber hoch an, was dem zwei Meter großen und mit einem Zweitspielrecht von der MT Melsungen ausgestatteten Eggert in die Karten spielte. Mitte der ersten Hälfte setzten sich die Northeimer beim 8:5 erstmals etwas ab. Eine weiterhin starke Abwehr im Verbund mit Vaicekauskas und Tore von Louis Hertel, Torsten Wetzel und Sebastian Naumann ließen ein 8:8 von der Anzeigetafel leuchten. Zwei weitere Treffer von Hertel brachten Oberlosa mit 10:8 in Führung. Bis zum Pausentee verkürzten die Hausherren auf 9:10.
Fast schon gewohnt verschliefen die Schwarz-Gelben den Beginn des zweiten Spielabschnitts. Eggert vernagelte förmlich das Northeimer Gehäuse und seine Vorderleute nutzten ihre Möglichkeiten zur 14:10-Führung. Dann endlich ging wieder ein Ruck durch das Gäste-Team. Linus Roth per Strafwurf, Nico Cornelius aus dem Rückraum und Philipp-Trommer-Ernst per Konter verkürzten auf 13:15. Eine zweifelhafte Zeitstrafe gegen Cornelius stoppte die Aufholjagd und die Niedersachsen bauten den Vorsprung wieder auf 17:13 aus. Etwa 13 Minuten vor Ultimo führte die Mannschaft um Trainer Carsten Barnkothe mit 20:15 und Erinnerungen an das Hinspiel wurden wach. Auch damals führte der NHC komfortabel, ehe Oberlosa mit einem tollen Endspurt noch einen Punkt aus dem Feuer riss. Diesmal allerdings schienen die Hausherren das bessere Ende für sich zu haben.
Nach 53 Minuten lagen die Norddeutschen mit 23:18 in Front. Doch wiederum bewiesen die Plauener ihre Comeback-Qualitäten. Der bis dahin mit ungewohnt vielen Fehlern behaftete Ivan Kucharik nahm nun das Heft in die Hand. Drei Rückraum Kracher des Slowaken und ein herrlicher Rückhandtreffer vom Kreis doch Dziugas Jusys sorgten für den Anschluss zum 22:23. Wenig später tankte sich Paul Richter mit ganz viel Willenskraft durch die Northeimer Abwehr und traf tatsächlich noch zum 23:23-Ausgleich. Nachdem bereits Jusys auf der Strafbank schmorte, kassierte auch Kucharik eine Zeitstrafe. Die doppelte Überzahl nutzte Northeim clever zur erneuten Führung. Oberlosa stemmte sich gegen die nächste hauchdünne Niederlage und Kapitän Torsten Wetzel wuchtete die Kugel zum 24:24-Ausgleich ins Netz. Den letzten Wurf der Hausherren wehrte Benas Vaicekauskas im SV-Kasten mit seiner insgesamt vierzehnten Parade ab und die 04er konnten über einen verdienten Auswärtspunkt jubeln.
„Ich bin hin und her gerissen. Bei fünf Toren Rückstand kurz vor Schluss noch einen Punkt zu holen unterstreicht den Willen der Mannschaft. Allerdings lassen wir hier auch so viele Großchancen, darunter drei Strafwürfe liegen. Bei etwas mehr Konsequenz im Abschluss, wäre auch ein Sieg möglich gewesen. Ganz wichtig war, dass wir es endlich wieder geschafft haben, eine kompakte Abwehr zu stellen“, resümierte SV-Trainer Petr Hazl.
Oberlosa: Vaicekauskas, Raupach; Jusys (2 Tore), Wetzel (2), Cornelius (2), Roth (2/davon 1 Siebenmeter), Trommer-Ernst (2), Richter (2), Duschek, Hertel (5/1), Kolomaznik, Rahn (1), Kucharik (4), Naumann (2/1)
(RM)
(26.02.2022) Steigerung nicht belohnt
Handball 3. Bundesliga / Männer
SV 04 Oberlosa – MTV Braunschweig 30:36
In der 3. Handball-Bundesliga hat der SV 04 Oberlosa am Samstag eine weitere Niederlage kassiert. Trotz einer Steigerung im Vergleich zum Debakel am Mittwoch unterlagen die Spitzenstädter dem MTV Braunschweig mit 30:36. Damit rutschten die 04er wieder auf den letzten Tabellenplatz ab, da Hannover-Burgwedel parallel den Northeimer HC mit 26:19 schlug.
Oberlosa erwischte einen schlechten Start in die Partie und lag schnell mit 1:4 hinten. Früh verletzte sich Braunschweigs Torjäger Marko Karaula am Knie , der für ihn ins Spiel gekommene Lukas Friedhoff war am Ende mit sieben Treffern Braunschweigs bester Schütze. Dem drei Tore Rückstand aus der Anfangsphase rannte Oberlosa über weite Strecken der ersten Hälfte hinterher. Insbesondere in der Defensive fanden die Plauener keine Mittel gegen das gut strukturierte Angriffsspiel der Niedersachsen. Über die Stationen 6:9 und 10:13 waren die Gäste stets Herr der Lage. Oberlosa gefiel mit gutem Angriffsspiel, konnte damit die zu durchlässige Abwehr jedoch nicht kaschieren. Angeführt von Regisseur Philipp Krause wussten die MTVler aus dem Rückraum zu überzeugen und verfügten zudem mit Niklas Wolters über einen bärenstarken Mann am Kreis. Mit einem leistungsgerechten 15:18 aus Sicht der Spitzenstädter ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Wiederanpfiff schafften die Schwarz-Gelben durch Tore von Ivan Kucharik und Linus Roth den Anschluss zum 17:18 und ließen somit den Lärmpegel in der Kurt-Helbig-Halle merklich anschwellen. Die Gäste ließen sich jedoch überhaupt nicht beeindrucken und legten sofort wieder zum 23:18 nach. „Im Angriff haben wir heute sehr gut gespielt. Wir hatten immer eine gute Lösung parat und waren von allen Positionen gefährlich“, zeigte sich Gäste-Trainer Volker Mudrow nach dem Spiel mit dem Auftritt seiner Schützlinge sehr zufrieden.
Nach einer Auszeit ging dann noch einmal ein Ruck durch die Reihen der 04er. Nach etwa 40 Minuten hatten sich die Plauener wieder auf 21:23 heran gekämpft. Die Chance auf einen möglichen Punktgewinn machten sich die Hausherren dann jedoch selbst zunichte. Zwei einfache Fehler nutzte Braunschweig zum Ausbau der Führung auf 25:21, den folgenden Treffer der 04er durch Nico Cornelius beantwortete Lasse Giese mit zwei Raketen aus dem Rückraum zum 27:22 für Braunschweig. „In der Abwehr war das über weite Strecken zu passiv. Die von uns angebotenen Räume nutzt eine Mannschaft von der Klasse der Braunschweiger konsequent aus“, monierte SV-Trainer Petr Hazl später.
Den komfortablen Vorsprung verwalteten die Niedersachsen mit aller Cleverness und spielerischer Klasse und gewannen am Ende klar verdient mit 36:30. „Trotz der langen Anreise wollen meine Spieler und unsere Fans nächstes Jahr gerne wieder nach Plauen fahren. Das war ein Auswärtsspiel mit richtig Stimmung in der Bude, das hat mächtig Spaß gemacht“, verteilte Mudrow in der Pressekonferenz noch ein Kompliment an das Plauener Publikum.
Für den SV 04 Oberlosa stehen jetzt mit den Spielen in Northeim und zu Hause gegen Hannover-Burgwedel noch zwei wichtige Partien in der Hauptrunde gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel auf dem Programm, bevor es dann ab dem 26. März in die alles entscheidende Abstiegsrunde geht.
Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach; Jusys (4 Tore), Wetzel, Cornelius (3), Roth (4), Trommer-Ernst (4), Richter (1), Duschek, Hertel (3), Kolomaznik (1), Rahn (2), Kucharik (8/ davon 4 Siebenmeter), Naumann
(RM)
(24.02.2022) Plauen verliert gegen Burgdorf II mit 26:36
Oberlosa bezieht mächtig Prügel
Plauen verliert gegen Burgdorf II mit 26:36
Über die 26:36-Heimniederlage gegen den TSV Burgdorf II muss gesprochen werden. Die Drittliga-Handballer vom SV 04 Oberlosa sahen am Mittwochabend vor 295 Zuschauern in der Kurt-Helbig-Sporthalle steinalt aus. Allerdings hatte die Bundesligareserve aus Hannover auch kräftig aufmunitioniert. Gleich fünf Ausnahmekönner aus dem A-Kader der Niedersachsen stürmten in Plauen die Festung der Spitzenstädter. Die Verstärkung verdankte Hannover einem „glücklichen“ Umstand: Frisch Auf Göppingen musste wegen des Coronaausbruchs sein Erstligaspiel absagen. Und so tauchte der „Überhang“ urplötzlich im Vogtland auf.
Nach den zuletzt guten Leistungen gegen den SC DHfK Leipzig II (25:22), HSV Hannover (22:23), Bernburg (25:27), HC Burgenland (26:25), Vinnhorst (32:33) und beim SC Magdeburg II (27:31) bekam der SV 04 Oberlosa am Mittwochabend mächtig Prügel. Der TSV Burgdorf II erteilte den Plauenern beim 26:36 in der heimischen Spielstätte eine Lehrstunde. Vor allem U19-Europameister Renars Uscins ließ es aus dem Rückraum gleich achtmal krachen. „Wir werden diesen Jungen ganz sicher in der 1. Bundesliga wieder sehen. Das war ein unvergessliches Erlebnis, ihn heute hier in Plauen spielen zu sehen“, betonte TV-Kommentator Jörg Scholz zur Pressekonferenz. Neben Renars Uscins (8 Tore) liefen mit Petar Juric, Luc Depping, Justus Fischer (3) und Daniel Weber (5) insgesamt fünf Akteure mit Erstligabonus in der Spitzenstadt auf. Und die abstiegsbedrohten Hannoveraner präsentierten sich „als das bislang beste Gästeteam, das wir bislang hier in unserer noch jungen Drittliga-Historie erleben durften“, stellte Vereins-Chef Bernd Märtner fest. Der Vorstandsvorsitzende relativierte jedoch im gleichen Atemzug: „In der heutigen Verfassung sind wir für keinen Gegner in der 3. Bundesliga ein Problem.“
Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Bereits zur Pause lag Oberlosa mit 12:20 hinten. Die Gäste demütigten den SV 04 bis zum 21:33 (53. Minute), bevor sich der Niedersachsenexpress austrudeln ließ. Zum Vergleich: Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste bereits fünf Zeitstrafen inklusive Roter Karte (Henrik Kollmeier wegen Foulspiel) kassiert, während bis dahin gar kein Oberlosaer die Strafbank besetzte. Stattdessen vergaben die Plauener diesmal vier Siebenmeter und verpassten so wenigstens noch ein bisschen Ergebniskosmetik. Cheftrainer Petr Hazl räumte ein: „Heute hat gar nichts funktioniert. Wir hatten keine Chance, das muss man ehrlich zugeben.“
Statistik
SV 04 Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach – Jusys (4), Kolomaznik, Wetzel, Cornelius (5), Roth (1), Trommer-Ernst (3), Wokan, Richter (3), Duschek (1), Hertel (4), Rahn, Kucharik (2/1), Naumann (3).
Zuschauer: 295 (kare)
Kommenden Samstag, 26.02.2022, um 19 Uhr steht bereits das nächste Heimspiel für die Spitzenstädter auf dem Plan. Zu Gast ist diesmal der Tabellenvierte MTV Braunschweig. Die Gäste haben weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun. Diese komfortable Situation nutzte die Mannschaft um Trainer Volker Mudrow um in der Vorwoche den Aufstiegsaspiranten Eintracht Hildesheim zu bezwingen (29:28). Den Handballfans sagt der Name Mudrow natürlich etwas. Er ist der Erfinder der „schnellen Mitte“ und führte mit diesem taktischen Kniff einst den TBV Lemgo mit Größen wie Florian Kehrmann, Volker Zerbe oder Welthandballer Daniel Stephan zur Deutschen Meisterschaft. In den Reihen der Braunschweiger stehen mit Marko Karaula (123 Tore) und Philipp Moritz-Krause (112) zwei brandgefährliche Schützen. „Für unseren SV 04 Oberlosa geht es darum, die schlechte Leistung vom Mittwoch vergessen zu machen und dem Favoriten mit viel Herz Paroli zu bieten.
Für alle Besucher gilt weiterhin, die 2G+Regelung zu beachten“, teilt SV- Pressesprecher Rico Michel mit.
(19.02.2022) Fehler eiskalt bestraft
3. Handball Bundesliga / Männer
Fehler eiskalt bestraft
SC Magdeburg II – SV 04 Oberlosa 31:27
Mit einer 27:31-Niederlage im Gepäck musste der SV 04 Oberlosa am Samstagabend die Heimreise aus Magdeburg antreten. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (17:17) übernahmen die Hausherren ab Mitte der zweiten Halbzeit das Kommando und kletterten mit diesem Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz, Oberlosa bleibt weiterhin auf dem 11.Tabellenplatz.
Die Spitzenstädter mussten am Samstag neben Ladislav Brykner (Knie-OP) kurzfristig auch auf die erkrankten Rückraumspieler Louis Hertel und Jan Skalda verzichten. Da die Elbestädter unter der Woche mit Schramm, Baumgart und Uscins drei Leistungsträger abgegeben hatten, war eine Begegnung auf Augenhöhe zu erwarten.
In der Tat begann die Partie in der Magdeburger GETEC-Arena äußerst ausgeglichen. Bei Oberlosa setzte insbesondere Ivan Kucharik die ersten Akzente, bei den Elbestädtern gab der kurzfristig vom Zweitligisten Dessau-Rosslauer HV gewechselte Malvin Haeske Kostproben seiner Wurfkraft. Über die Stationen 4:4 und 8:8 marschierten beide Teams im Gleichschritt. Die Vogtländer waren sichtlich bemüht, Fehler im Angriffsspiel zu vermeiden und das gefürchtete Konterspiel der Gastgeber nicht zum Tragen kommen zu lassen. Dies gelang über weite Strecken der ersten Halbzeit recht gut. Beim 13:10 hatten sich die jungen Hausherren dennoch erstmals etwas abgesetzt, Grund genug für SV-Trainer Petr Hazl sein Team zur Auszeit zu bitten. In der Folge stabilisierte sich das Spiel der Schwarz-Gelben wieder und Sebastian Naumann gelang mit einem sehenswerten Treffer wieder der Anschluss zum 14:15. Wenig später brachten Nico Cornelius aus dem Rückraum und Moritz Rahn per Konter die 04er ihrerseits wieder mit 17:16 in Führung, mit der Pausensirene traf Magdeburg mit einem abgefälschten Wurf zum 17:17-Pausenstand.
Auch nach dem Wiederanpfiff blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Die Defensive der Bördestädter agierte nun deutlich aggressiver gegen Oberlosas Torjäger Kucharik. Auf der Gegenseite parierte SV-Keeper Max Flämig mehrfach stark und nach etwa 43 Minuten leuchtete ein 22:22 von der Anzeigetafel. Binnen fünf Zeigerumdrehungen entschieden die SCM-Youngsters dann die Partie. Oberlosa produzierte im Angriffsspiel jetzt Fehler und die Gastgeber nutzten diese mit perfekt vorgetragenem Konterspiel zum 26:22 aus.
„In dieser Phase hat sich das Fehlen des zuletzt starken Louis Hertel schon bemerkbar gemacht. Im Gegensatz zur ersten Hälfte haben wir im Angriff keine guten Lösungen gefunden und zu viele Fehler produziert“, analysierte Petr Hazl später.
Diesen Rückstand konnten die 04er in der Folge nicht mehr verringern. Zwar verkürzte Naumann per Strafwurf 90 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 27:29, doch Malvin Haeske und Elias Ruddat machten mit ihren Toren für den SCM den sprichwörtlichen Deckel drauf.
Zeit zum Wunden lecken bleibt den Spitzenstädtern nicht. Bereits am Mittwoch um 20 Uhr gastiert mit dem TSV Hannover-Burgdorf II die nächste U23-Mannschaft eines Bundesligisten zum Nachholspiel in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach; Jusys (2 Tore), Wetzel (3), Cornelius (2), Roth (1), Märtner, Trommer-Ernst (2), Wokan, Richter (1), Duschek (1), Kolomaznik, Rahn (2), Kucharik (5), Naumann (8/ davon 4 Siebenmeter)
(RM)
(12.02.2022) Oberlosa verpasst die Sensation
Text: Karsten Repert – BLICK VOGTLAND
Handball – 1. Männer – 3. Liga
Oberlosa verpasst gegen Vinnhorst-Hannover die Sensation
SV 04 Plauen-Oberlosa verliert gegen den Tabellenführer ganz knapp mit 32:33
In der 3. Handball-Bundesliga hat der SV 04 Plauen-Oberlosa nur haarscharf die Sensation verpasst. Erst fünf Sekunden vor der Schlusssirene gelang Tabellenführer TuS Vinnhorst der Lucky Punch. Am Ende stand es 32:33 (17:17). Unter anderem, weil die Plauener gleich drei Siebenmeter verworfen hatten …
Weltmeister und Olympiasieger Davor Dominikovic: „Oberlosa! Gratulation zu diesem geilen Spiel.“
Wenn 300 Zuschauer nach einer Niederlage die Kurt-Helbig-Sporthalle zufrieden verlassen, dann ist etwas Bemerkenswertes passiert. Voller Stolz durfte Cheftrainer Petr Hazl nach Spielschluss zur Pressekonferenz schreiten. In der ergriff Gästetrainer Davor Dominikovic als Erster das Mikrofon: „Oberlosa! Gratulation zu diesem geilen Spiel. Und danke an die Fans für diese tolle Atmosphäre“, schwärmte der Kroate, der als Spieler immerhin Weltmeister (2003), Olympiasieger (2004), Champions League-Sieger (2005) und spanischer Meister (2006) wurde. Die Hannoveraner gelten als Topfavorit der C-Staffel und mit einem Millionenetat ist Vinnhorst auf dem Weg in die 2. Bundesliga wahrscheinlich nicht aufzuhalten. „Wir wussten genau, dass Oberlosa zum Stolperstein werden kann. Die Ergebnisse der letzten Wochen haben das bereits verraten“, betonte TuS-Trainer Davor Dominikovic. Die Plauener sind längst in der 3. Bundesliga angekommen, rangieren aber wegen des katastrophalen Saisonstarts noch auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Oberlosa holte zuletzt aus acht Spielen 7:9 Punkte!
Zum Vergleich: Der SV 04 Oberlosa startete als Aufsteiger zunächst mit neun Niederlagen in Folge. Dann hatte man sich angepasst an die hören Anforderungen. Und zuletzt gab es aus acht Spielen 7:9 Punkte sowie 202:206 Tore. Am Samstagabend spielte Oberlosa sogar gegen einen ganz „Großen“ die Angriffe geduldig aus. „Das ist der große Unterschied im Vergleich zum Saisonstart. Jetzt wirft kaum noch einer, wenn sich nur eine Halbchance ergibt. Wir warten bis sich klare Einschusslücken ergeben“, stellte Livestream-Kommentator Rico Michel fest. Und genau mit dieser neuen Masche kam Vinnhorst zunächst gar nicht klar. Die Plauener lieferten den Niedersachsen einen riesigen Kampf. Über die Stationen 6:3 (9., Linus Roth) und 10:5 (14., Ivan Kucharik) zwang Louis Hertel mit dem 11:6 (15.) die Gäste frühzeitig zur zweiten Auszeit. „Zwei Auszeiten in den ersten 15 Minuten: So etwas gibt es ganz selten“, stellte Sportexperte Mario Wild auf der Tribüne erstaunt fest.
Die Kurt-Helbig-Hölle hat gebebt
Hallensprecher Mario Martin geriet sogar völlig aus dem Häuschen: „Leute! Was ist denn hier los? Das ist ja der absolute Wahnsinn“, kommentierte das Oberlosaer Urgestein die erneute Führung von Dziugas Jusys zum 15:13 (24.), nachdem Vinnhorst zuvor zwischenzeitlich ausgeglichen hatte (12:12). Die große Frage lautete: Wann bricht Oberlosa ein? „Diesen Gefallen hat unsere Mannschaft dem Gegner nicht getan. Wir hatten immer eine Antwort und haben uns das 17:17-Unentschieden zur Pause redlich verdient“, stellte TV-Hauptkommentator Jörg Scholz fest. Und auch im zweiten Abschnitt eilte Oberlosa immer ein, zwei oder drei Schritte voraus. Louis Hertel wuchs mit insgesamt sechs Treffern gegen die beste Abwehr der Liga über sich hinaus. „Erst elf Minuten vor dem Ende sind wir zum zweiten Mal in Führung gegangen. Doch selbst da hat Oberlosa einfach nicht abreißen lassen und einige unserer Schwächen aufgezeigt“, räumte TuS-Trainer Davor Dominikovic ein.
Oberlosa vergibt drei Siebenmeter
SV-Torwart Benas Vaicekauskas war nach Spielende stinksauer auf sich: „Ich habe hintenraus einfach zu viele Tore kassiert! Deshalb haben wir verloren.“ In der Tat: Als Vinnhorst in Führung gegangen war, trafen die Hannoveraner mit jedem Angriff ins Schwarze. Jakob Bormann (6 Treffer) und Maurice Lungela (7) waren die erfolgreichsten TuS-Werfer. Doch dass sich Oberlosa im Fotofinish so gut in Position geschoben hatte, das lag am Plauener Keeper Benas Vaicekauskas, der die Gäste zwischenzeitlich zur Verzweiflung gebracht hatte. „Wir haben drei von fünf Siebenmetern nicht im Tor untergebracht. Das war der kleine Unterschied“, stellte der Spielbetriebs-Geschäftsführer Lutz Petzoldt fest. Die Quote von TuS Vinnhorst: Falk Kolodziej verwandelte alle fünf Strafwürfe.
Mit solchen Leistungen ist der Klassenerhalt möglich
Fazit: Auch wenn TuS Vinnhorst noch mit den Nachwehen einer Corona-Quarantäne zu kämpfen hatte: Der SV 04 Oberlosa hatte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ein Schwergewicht der 50 besten deutschen Handballclubs an den Rand einer Niederlage gebracht. Oberlosa-Fan Andy Fuhrmann applaudierte: „Wer hätte für möglich gehalten, dass Vinnhorst sich zum Sieg zittert? Ich bedanke mich im Namen aller Zuschauer für diesen tollen Abend bei der Mannschaft von Cheftrainer Petr Hazl.“ Wenn Oberlosa in der kommenden Abstiegsrunde solche Leistungen abruft, könnten die Vogtländer tatsächlich in der Liga bleiben.
Statistik
SV 04 Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach – Jusys (2 Tore), Wetzel, Cornelius (1), Roth (5), Skalda, Trommer-Ernst (3), Richter, Duschek (2), Hertel (6), Kolomaznik (1), Rahn, Kucharik (11/davon 1 Siebenmeter), Naumann (1/1)
Zeitstrafen: Oberlosa 2, Vinnhorst 5
Zuschauer: 298
(kare)
PLAYER of the MATCH
Die Trainer kürten Hendrik Pollex (Vinnhorst) und Louis Hertel (Oberlosa) zum PLAYER of the MATCH – Herr Salzmann vom TÜV Thüringen übergab das erfrischende Sternquell.
(04.02.2022) Oberlosa feiert Auswärtssieg
Handball 3. Bundesliga/ Männer
HC Burgenland – SV 04 Oberlosa 25:26
Nichts für schwache Nerven war das Nachholspiel der 3. Handball-Bundesliga am Freitagabend in Naumburg. Nach sechzig überaus spannenden Minuten gewann der SV 04 Oberlosa beim HC Burgenland mit 26:25. Damit reichten die Plauener die Rote Laterne nach Hannover-Burgwedel weiter und schoben sich in der Tabelle bis auf zwei Punkte an den HC Burgenland heran.
Trotz des Tiefschlags unter der Woche, dass sich Ladislav Brykner das Kreuzband gerissen hat, starteten die Schwarz-Gelben selbstbewusst in die Partie. Eine erneut starke Defensive ließ den Rückraum der Burgenländer überhaupt nicht zur Entfaltung kommen, zudem zeigte sich auch Torhüter Benas Vaicekauskas wieder als sicherer Rückhalt. Im Spiel nach vorn agierten die 04er mit viel Tempo und zogen schnell mit 5:2 in Führung. Auch beim 7:5 durch den gut aufgelegten Philip Trommer-Ernst behaupteten die Plauener weiterhin ihre Führung. Oberlosa bestimmte über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spielgeschehen und nach etwa 25 gespielten Minuten leuchtete eine 11:8-Führung durch den Treffer von Moritz Rahn für die Vogtländer von der Anzeigetafel. Eine erste Zeitstrafe gegen SV-Kapitän Torsten Wetzel nutzten die Hausherren um auf 10:12 zu verkürzen. In der Schlussphase der ersten Hälfte ließen die Spitzenstädter zwei gute Möglichkeiten liegen und der HC Burgenland stellte den 12:12-Pausenstand her. „20-25 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Eine kurze Schwächephase unsererseits hat uns die Pausenführung gekostet“, analysierte Co-Trainer Pierre Liebelt später.
Diese Schwächephase der 04er hielt auch nach dem Wiederanpfiff noch an. Burgenland ging bei eigenem Anwurf mit 13:12 zum ersten Mal überhaupt in Führung, zwei folgenschwere Ballverluste der Gäste nutzten die Naumburger zum Ausbau der Führung auf 15:12. SV-Trainer Petr Hazl nahm früh seine zweite Auszeit und brachte sein Team wieder auf Kurs. Die Initialzündung zur Aufholjagd gab Keeper Vaicekauskas mit einem parierten Strafwurf. Dennoch verteidigten die Domstädter zunächst ihren Vorsprung und lagen nach etwa 40 Minuten noch mit 19:16 in Führung. Ein Dreierpack von Dziugas Jusys, Philip Trommer-Ernst und Louis Hertel sorgte für den umjubelten 19:19-Ausgleich. Von nun an war die Spannung förmlich mit Händen zu greifen. Über die Stationen 20:20 und 22:22 marschierten beide Teams im Gleichschritt. Ivan Kucharik sorgte mit seinem dritten verwandelten Strafwurf für die erneute Oberlosaer Führung. Beim 23:23 parierte Vaicekauskas einen weiteren Strafwurf und auf der Gegenseite versenkte Philip Trommer-Ernst zwei Tempogegenstöße zur 25:23-Führung. Den erneuten Anschlusstreffer der Hausherren beantwortete Joker Nico Cornelius mit dem Tor zum 26:24 für Oberlosa. Nach dem Anschlusstor des HC zum 25:26 zückte Hazl exakt 19 Sekunden vor Ultimo die letzte Auszeit-Karte. Trotz klaren Trikotziehens erkannten die ansonsten sehr guten Unparteiischen auf Stürmerfoul gegen Kucharik und Burgenland nahm seinerseits vier Sekunden vor Schluss die Auszeit. Die letzte Aktion des Spiels brachte nichts mehr ein und Oberlosa bejubelte einen enorm wichtigen Auswärtssieg.
„Über weite Strecken der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht. Dann hatten wir etwa acht Minuten eine richtig schlechte Phase und das wird in dieser Liga knallhart bestraft. Kompliment an meine Mannschaft, wie sie sich dann wieder aus dem Loch heraus gearbeitet hat. Wir waren hier fünfzig Minuten das bessere Team und haben aus meiner Sicht verdient beide Punkte eingefahren“, gab Trainer Petr Hazl nach dem Spiel zu Protokoll.
Damit klettern die Schwarz-Gelben auf den 11. Tabellenplatz und empfangen am kommenden Samstag, endlich wieder vor Zuschauern, den Spitzenreiter TuS Vinnhorst in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle.
Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach; Jusys (3 Tore), Wetzel, Cornelius (1), Roth (1), Skalda, Trommer-Ernst (6), Richter, Duschek (1), Hertel (3), Kolomaznik, Rahn (3), Kucharik (8/ davon 3 Siebenmeter)
(RM)
(29.01.2022) Überraschung knapp verpasst
Handball 3. Bundesliga/ Männer
SV Anhalt Bernburg – SV 04 Oberlosa 27:25
Trotz einer starken kämpferischen Leistung hat der SV 04 Oberlosa eine Überraschung am Samstagabend knapp verpasst. Beim heimstarken SV Anhalt Bernburg unterlagen die Spitzenstädter nach sechzig überaus spannenden Minuten mit 25:27.
Die Partie begann äußerst turbulent. Nicht einmal sechs Minuten waren gespielt, da hatte Bernburg bereits drei Zeitstrafen auf dem Konto. Die gut 300 Zuschauer waren sofort auf Betriebstemperatur und die 04er verpassten es, aus den Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. Dennoch waren die Vogtländer gut im Spiel. Bis zum 3:3 glich Oberlosa stetig aus, Philipp Trommer-Ernst gelang mit dem 4:3 die erste Führung für die Gäste. Trommer-Ernst stand für den verletzten Sebastian Naumann (Muskelfaserriss) ebenso in der Startformation wie Sebastian Duschek für Ladislav Brykner (Bänderdehnung). Es entwickelte sich eine äußerst ausgeglichene Begegnung mit ständig wechselnder Führung. So lag Bernburg beim 6:5 ebenso knapp in Front wie Oberlosa beim 8:7. Eine starke Abwehr der 04er mit einem mehrfach glänzend parierenden Benas Vaicekauskas machte den offensivstarken Hausherren das Leben schwer. In der Endphase der ersten Halbzeit brachte Nico Cornelius die Spitzenstädter beim 10:9 und beim 11:10 erneut in Führung. Die Saalestädter konnten sich jedoch auf den Top-Torjäger der Staffel, Nico Richter, verlassen. Der Flügelflitzer der Bernburger glich jeweils wieder aus und brachte sein Team kurz vor der Halbzeit sogar noch mit 14:13 in Führung.
Nach dem Wiederanpfiff blieb es weiter ein Kopf an Kopf Rennen. Bis zum 16:16 konnte sich kein Team einen Vorteil erspielen. In der Folge steigerten sich die 04er im Angriff und nutzten die Torchancen konsequenter. Lohn dessen war eine 19:16-Führung durch Tore von Ivan Kucharik (2) und Louis Hertel. Ein weiterhin gut aufgelegter Vaicekauskas im Oberlosaer Tor und der unbändige Kampfgeist in der Abwehr sorgten dafür, dass die Führung auch beim 22:19 noch Bestand hatte. Auf Seiten der Hausherren hatte nun der baumlange Rückraumspieler Ivan Kolak das Visier richtig eingestellt und brachte sein Team wieder auf 21:22 heran. Wenig später ging es beim Stand von 23:23 in die letzten zehn Spielminuten. Sebastian Duschek kassierte nach einer harten Entscheidung der beiden Referees eine Zeitstrafe und Torjäger Nico Richter brachte Bernburg in dieser Phase mit zwei Toren in Führung. Oberlosa hielt weiterhin dagegen und schaffte durch Trommer-Ernst und Hertel den erneuten Ausgleich zum 25:25. Richter traf von der Strafwurflinie erneut zur Bernburger Führung, eine weitere Überzahlsituation gegen Spielende nutzten die Hausherren zum viel umjubelten 27:25-Endstand.
Stimmen zum Spiel:
Martin Ostermann (Trainer Bernburg): „Zunächst einmal bin ich heilfroh, dass wir die beiden Punkte hier behalten haben. Das war ein hartes Stück Arbeit, Plauen hat hier zu keiner Phase wie ein Tabellenletzter gespielt. Am Ende waren wir vielleicht den Tick cleverer“.
Petr Hazl (Trainer Oberlosa): „Ich denke, wir hätten heute einen Punkt verdient gehabt. Dafür können wir uns aber nix kaufen. In der Schlussphase der ersten Hälfte geben wir die Möglichkeit, mit einer Führung in die Kabinen zu gehen, leichtfertig aus der Hand. In der zweiten Hälfte war es ein Abnutzungskampf, den Bernburg am Ende etwas glücklich gewonnen hat“.
Oberlosa: Vaicekauskas, Flämig, Raupach; Jusys, Wetzel, Cornelius (2 Tore), Roth (4), Skalda, Trommer-Ernst (4), Richter, Duschek (1), Hertel (4), Kolomaznik (2), Rahn (1), Kucharik (7/ davon 2 Siebenmeter)
(RM)











